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Full text of "Urkunden und Actenstücke zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von ..."

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URKUNDEN UND ACTENSTÜCKE 

ZUR GESCHICHTE 

DES 

KURFÜRSTEN FRIEDRICH WILHELM 

VON BRANDENBURG. 



AUF VERANLASSUNG SEINER KÖNIGLICHEN HOHEIT DES 
KRONPRINZEN VON PREÜSSEN. 



DRITTER BAND. 



BERLIN. 

DRUCK UND VERLAG VON GEORG HEIMER. 
1866. 



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URKUNDEN UND ACTENSTÜCKE 
ZUR GESCHICHTE DES 

KÜRFÜRSTEN FRIEDRICH WILHELM 

VON BRANDENBURG. 



AUSWÄRTIGE ACTEN. 

ZWEITER BAND. 
(NIEDERLANDE) 

HERAUSGEGEBEN 
VOH 

D*- HEINRICH PETER. 



BERLIN. 

DRUCK UND VERLAG VON GEORG REIMER. 
1866. 



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§^ ^/<PO'/ 



HARVARD COLLEGP LIBRARY 
JAN 6-1905 

HOHE.\'.?CLL.rnM COLLFXTION 



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V o r w o* r t. 



Am Herbst 1861 erhielt ich von der „Commission für 
die Herausgabe der Urkunden und Actenstücke zur Geschichte 
des grossen Kurfürsten" den Auftrag, die Archive im Haag 
für diese Publication zu durchforschen. Da der grosse Kur- 
fürst durch die Verwandtschaft mit den Oraniern, durch die 
gemeinsame Religion, durch die mannichfaltigsten poHtischen 
und commerciellen Interessen aufs Engste mit den Niederlan- 
den verknüpft war, und daher während der fast fünfzigjährigen 
Regierung Friedrich Wilhelm's die Beziehungen zwischen 
Brandenburg und der Republik zwar zuweilen kühl und gereizt, 
mitunter sehr intim, stets aber und ununterbrochen lebhaft 
und vielseitig gewesen sind, so schienen die niederländischen 
Archive die 4'eichste Ausbeute zu versprechen. Bietet nun 
auch das aus ihnen gewonnene Material, wie es der voHie- 
gende Band enthält, eine grosse Anzahl lehrreicher, wichtiger 
Actenstücke, so ist es doch andererseits höchst ungleichmässig 
und lässt namentlich hi den ersten dreissig Jahren viele 
Lücken unausgefüUt. Es sei mii* nun an diesem Orte ge- 
stattet, zur Erläuterung dieses Umstandes, der bei dem ge- 
wöhnlich doch weitläufigen und meist sclu'iftlichen Geschäfts- 
gang ehier Republik um so auffälliger ist, die Geschäfts- und 



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VI 



Archiveinrichtung in der Republik der vereinigten Nieder- 
lande im siebzehnten Jahrhundert in kurzen Umrissen dar- 
zulegen. 

Durch die Verfassung der Union und durch die Natur 
der Dinge war die Vertretung der Republik nach Aussen, 
die Leitung der auswärtigen Politik den Generalstaaten, jener 
permanenten Versammlung von Deputirten der sieben Pro- 
vinzen, zugewiesen. Im Manien Ihrer Hochmögenden und in 
ihrem Auftrag wurden die Verhandlungen mit fremden Mäch- 
ten geführt, die Verträge abgeschlossen: sie instruirten die 
Gesandten der Repubhk und nahmen deren Berichte entge- 
gen. Zwar hatten die Deputirten der Provinzen das Recht, 
wenn die Angelegenheit nicht schon von vornherein zur Be- 
gutachtung an die Provinzen gegangen war, sich bei jeder 
Vorlage Bericht an ihre Principale, die Staaten, und Einho- 
lung des Beschlusses derselben vorzubehalten. Oft nahmen 
die Provinzen auch directen Antheil an der auswärtigen Po- 
litik: sie knüpften mit auswärtigen Mächten Verhandlungen 
an und stellten dann Anträge bei der Generalität'); ja es 
kam selbst vor, dass Provinzen, ja Städte, auf eigene Hand 
Gesandte an auswärtige Höfe schickten, um denen der Ge- 
neralität entgegenzuarbeiten. Aber im Grossen und Ganzen 
blieb die Leitung der auswärtigen Politik in der Hand der 
Generalstaaten; sie vertraten die Gesammtheit nach Aussen 
wie in den monarchischen Staaten der Souverän. 

Je ausgebreiteter und vei-wickelter die diplomatischen 
Geschäfte der Republik bei der rasch wachsenden Macht des 



^) Namentlicb von den fremden MJlchten wurde oft dieser Weg eingeschlagen, 
um bei der Republik etwas zu erreichen , und der Kurfürst benutzte vorzüglich Gel- 
derland daiu, durch dessen Deputirte Anträge stellen zu lassen, die er sdbst an die 
Generalitftt nicht richten mochte oder konnte. 8. unten p. 48 ff. 79 — 80. 99 — 101. 
135. 152—153. 



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vu 



Staats sich gestalteten » um so noth wendiger wurde, anstatt 
der bisher üblichen Verhandlung und Entscheidung der aus- 
wärtigen Angelegenheiten im Plenum, für eine raschere, 
sorgfältigere und auch geheimere Erledigung der Sachen ein 
veränderter Geschäftsgang *). Man wählte aus der Mitte 
der Versammlung Ausschüsse für die englischen, franzö- 
sischen u. s. w. Angelegenheiten; auch für die Verhand- 
lungen mit Brandenburg gab es schon in den vierziger Jah- 
ren des siebzehnten Jahrhunderts einen Ausschuss (Haar Hoog 
Mogende Gedeputeerde tot de zaken van Brandenburg). An 
diese Ausschüsse wurden alle vorkommenden Sachen ver- 
theilt, um dieselben vorzuberathen, die bezüglichen früheren 
Acten nachzusehen, mit den fremden Gesandten zu conferiren 
und schliesslich ihren Bericht und ihr Gutachten darüber der 
Versammlung selbst vorzulegen. So wurde im Jahr 1668 
auch ein Ausschuss für die Sachen der Tripleallianz erwählt, 
und weil sich die frühere Zersplitterung als den Geschäften 
nachtheilig erwiesen haben mochte, wui'de ein paar Jahre 
später diesem Ausschuss für die Tripleallianz allmählich die 
Vorberathung aller auswärtigen Angelegenheiten übertragen. 
Aus diesem Ausschuss bildete sich endhch eine ständige Com- 
mission, aus neun Mitgliedern, je einem Deputirten aus jeder 
Provinz, dem Rathspensionär von Holland und dem Gi'iffier 
der Generalstaaten, bestehend, die den Titel führte: „Secreet 
Besogne van H. H. M.'^ o(Jer „H. H. M. Gedeputeerde tot 
de buitenlandsche zaken". Diese Commission, deren Mit- 
glieder durch einen ausdrücklichen Eid zur Geheimhaltung 
aller amtlichen Sachen verpflichtet waren, erhielt sogar das 
Recht, über die secreten Sachen, ohne das Plenum zu be- 
fragen, gültige Resolutionen zu fassen, die im Namen der 

^) Das neueste, lehrreichste Werk über diesen Gegenstand ist Vreede, Inleiding 
tot eene Geschiedenis der Nederlandsche Diplomatie. Vol. I. 



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VIII 



Generalstaaten paraphirt und unterzeichnet wurden und ein 
besonderes, das „Secreet Register", bildeten. 

Diese Einrieb ttuig diente einmal dazu, in die Leitung 
der auswärtigen Politik Stetigkeit, Zusammenhang und Ord- 
nung zu bringen, dann aber auch, dem Statthalter den ge- 
bührenden Einfluss zu sichern und das zu grosse Ueberge- 
vncht der Provinz Holland zur Zeit de Witt's einigermassen 
zu verringern. 

Es ist schon erwähnt worden, wie die Provinzen auch 
in den auswärtigen Angelegenheiten jeder Zeit die letzte Ent- 
scheidung sich selbst vorbehalten konnten, wie jede, auch die 
kleinste, selbständig einzugreifen berechtigt war. Die wirk- 
lichen Machtverhältnisse verhinderten indess von selbst, dass 
die kleineren Provinzen einen nachhaltigen Widerstand gegen 
die Politik der Generalität versuchten. Nur Holland durfte es 
wagen, den Generalstaaten zu opponiren, ja ihnen zeitweise 
seine- eigenen Beschlüsse zu octroyiren, denn diese Provinz 
allein stand den sechs Bundesgenossen ebenbürtig gegenüber. • 
Holland trug nicht allein mehr als die Hälfte der gesammten 
Staatslasten (58 Proc), enthielt nicht nur fast zwei Drittel der 
ganzen Bevölkerung, sondern es war auch der Sitz des Handels 
und der Industrie, der beiden Säulen des Wohlstandes und 
der Macht der Republik. Holland prägte dem ganzen Staat 
seinen eigenthümlichen Charakter einer Handelsrepublik auf; 
ihm gehörten die meisten und die hervorragendsten Staats- 
männer derselben an. Die Staaten von Holland und in ihnen 
wieder die Magistrate der mächtigsten Städte, namentlich 
Amsterdams, suchten daher die Entscheidung aller inneren 
und äusseren Fragen an sich zu reissen. Aus dem Wider- 
stand der übrigen Provinzen dagegen entwickelte sich der 
hartnäckige Verfassungskampf, der das ganze siebzehnte Jahr- 
hundert ausfüllt. Wiederholt hat Holland den Staat völlig 



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IX 



beherrscht, aber auch in den Zeiten, als die Macht der Ge- 
neraUtät überwog, ist der Einfluss dieser Provinz namentüch 
in allen commerciellen und industriellen Fragen, wie billig, 
massgebend gewesen. 

Dem grossen Antheil der Provinz an der Leitung auch 
der äusseren Angelegenheiten gemäss beriethen die Staaten 
von Holland und Westvriesland, wenn sie — was viermal 
im Jahr geschah — versammelt waren, die vorfallenden di- 
plomatischen Geschäfte ebenso gründlich in besonderen Aus- 
schüssen wie die Generalstaaten. Ihr Beschluss wurde dann 
bei der Generalität eingebracht — in wichtigen Fällen thaten 
das die Staaten in pleno — und von dieser oft, ja meist wört- 
lich, ohne alle Aenderung acceptirt (overgenomen). Für die 
Behandlung auswärtiger Politik hatte aber Holland in dem 
Rathspensionär, ein Amt, welches erst von dem Ansehen der 
Provinz emporgehoben, nun dieses wieder wesentlich förderte, 
ein besonders geeignetes Werkzeug. Denn bei der zuneh- 
menden Ausbreitung und Grossartigkeit der Diplomatie des 
Staates bedurfte man eines Mannes, der das Ganze beherrschte, 
der, mit den nöthigen Kenntnissen ausgerüstet, im Stande 
war, die Herren aus den Magistraten über den Zusammen- 
hang und die Lage der Dinge zu informiren, der als geistiger 
Mittelpunct die staatische Diplomatie nach einheitlichem Plane 
leitete. Der Rathspensionär, obwohl dem Range nach un- 
tergeordnet, war in der That doch der auswärtige Minister 
Hollands, und da die Generalität einen solchen Beamten nicht 
hatte, da der Rathspensionär ständiges Mitglied derselben, 
auch des Secreet Besogne war, so wurde er es auch bald 
von den Generalstaaten selbst. Durch diese seine Doppel- 
stellung war er vorzugsweise berufen, indem er die von bei- 
den Staatskörpern zu berathenden Sachen vorbereitete, ihre 
Beschlüsse mit einander in Einklang zu bringen und ein fort- 



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währendes Einverständniss zwischen Beiden über die Fragen 
der auswärtigen Politik zu vermitteln. In der sta,tthalterlosen 
Zeit musste der Rathspensionär deshalb von selbst der eigent- 
liche Leiter, die Seele der Politik des Staates nach Aussen 
werden. 

Den zweiten einflussreichen politischen Factor neben der 
Generalität bildete der Statthalter, der Prinz von Oranien. 
Das Hauptamt desselben war der Oberbefehl über die Land- 
und Seemacht, die Würde des Capitein en Admiraal Gene- 
raal. Ausserdem war er ständiges Mitglied des Raads van 
State, was nicht viePzu bedeuten hatte, seitdem der Staats- 
rath auf die Wirksamkeit eines ausführenden Kriegs- und 
Finanzministeriums beschränkt war. Gleichwohl war der Statt- 
halter — so oft diese Würde besetzt war — die mächtigste 
Person im Staate. Die Verdienste ihres Ahnherrn, die krie- 
gerischen und staat^männischen Talente, welche sich von 
diesem auf alle seine Nachkommen vererbten, gaben der 
Stimme der Oranier in den öffentlichen Angelegenheiten ein 
Uebergewicht, welches in ihrer verfassungsmässigen Stellung 
keineswegs begründet war. Die Oranier haben stets neben 
ihrer Thätigkeit in der Republik noch dynastische Interessen 
mehr oder minder eifrig verfolgt, auch mit auswärtigen Mäch- 
ten oft bedeutende Verhandlungen selbständig gepflogen : ihre 
hauptsächliche Bedeutung für die europäische Pohtik beruhte 
aber darauf, dass sie während des ganzen siebzehnten Jahrhun- 
derts ebenso wde Holland consequent eine bestimmte politische 
Richtung verfochten und zwar gerade die entgegengesetzte : sie 
vertraten, entgegen der oft kurzsichtigen Handelspolitik Hol- 
lands, die politische Bedeutung luid Aufgabe der Niederlande 
als Vorkämpfer für die Freiheit Europas gegen spanische 
und französische Uebermacht. Daher der Kampf zwischen 
der oranischen und der holländischen oder aristokratischen 



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XI 



Partei, welcher das ganze siebzehnte Jahrhundert erfüllt, da- 
her mit der Niederlage oder dem Siege der Oranier auch 
der sofortige Wechsel der inneren und auswärtigen Politik 
in den Niederlanden. Hatten sie die Oberhand gewonnen, 
so nahmen sie, niu* noch in gesteigertem Grade, die Stellung 
ein, die in der statthalterlosen Zeit der Rathspensionär inne- 
hatte: sie waren der Mittelpunct, die eigentlichen Lenker der 
Politik; sie instruirten und dirigirten die staatischen Diplo- 
maten im Ausland, sie beeinflussten nachdrücklich die Be- 
schlüsse der Generalstaaten, die denn auch selten eine wich- 
tige Resolution fassten, ohne das „hoogwijs advis van Sijn 
Hoogheid'^ eingeholt zu haben. 

Wir haben also in der Republik der vereinigten Nieder- 
lande drei Factoren, die Generalstaaten, die Staaten von Hol- 
land und den Statthalter, welche zu gleicher Zeit neben, oft 
aber auch gegen einander an der Leitung der auswärtigen 
Politik entscheidenden Antheil haben. Im Anfang des sieb- 
zehnten Jahrhunderts ist der Einfluss Hollands und der Prin- 
zen noch nicht überwiegend; noch liegt die diplomatische 
Verhandlung u. A. fast ganz in der Hand der Generalität. 
Am Ende des achtzigjährigen Krieges und namentlich seit 
dem westfälischen Frieden wurde diese aber immer mehr bei 
Seite geschoben: die Staaten von Holland oder in ihrem Na- 
men der Rathspensionär mid der Prinz von Oranien leite- 
ten die Geschäfte, die in der Regel ohne Mitwii'kung der 
Genei-alität abgemacht wurden; diese hat dann nur zu dem 
fertigen Abschluss ihr Ja und Amen hinzuzufügen und durch 
eine Resolution ihm die officielle Form zu geben. Während 
in den monarchischen Staaten der damaligen Zeit die öffent- 
liche und private Stellung des Fürsten und seiner Berather 
zusammenfiel, dieselben Personen die vertrauUchen Bespre- 
chungen und die offiziellen Verhandlungen über diplomatische 



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XII 



Geschäfte führten, wahrend dort die Entscheidung auch des 
Geringsten von Einer bestimmten Stelle, der Person des Staats- 
oberhauptes, abhing, waren in den Niederlanden zahlreiche 
Besprechungen und Verhandlungen mit dem Prinzen, dem 
Rathspensionär, den einzelnen Mitgliedern der Staaten von 
Holland, den Generalstaaten, ja der Magistrate einzelner Städte 
nöthig'), um ein Geschäft für eine Entscheidung durch Re- 
solution der Generalität reif zu machen. Die Motive des 
Beschlusses, die Erwägungen und Bedenken dafür und dage- 
gen haben aber da kehien Platz mehr; sie müssen schon alle 
ihre Erledigung gefunden haben, ehe es zu einer Resolution 
kommen kann, die eben weiter nichts ist als das nackte Re- 
sultat. Ist es bei einer Verhandlung zu keinem Resultat 
gekommen, so fasst die Generalität auch keine Resolution. 

Wegen dieser Zersplitterung und Verwickelung des Ge- 
schäftsganges in den Niederlanden, wo jeder wichtige poli- 
tische Beschluss ein Compromiss zwischen mannichfältigen 
sich kreuzenden Interessen genannt werden konnte, war der 
Haag der Hauptkampfplatz der Diplomatie des siebzehnten 
Jahrhunderts : da hatte sie die beste Gelegenheit, ihre Künste, 
ihre Intriguen, ihre vielfachen, oft unedlen Mittel, Bestechung, 
Einschüchterung u. s. w., in Anwendung und zur Geltung zu 
bringen. 

Aber nicht allein die fremden Diplomaten im Haag — 
auch die Gesandten der Republik im Ausland mussten sich 
bei ihren Berichten nach Hause nach jener Dreitheilung der 
Staatsleitang richten. Sie wurden zwar im Namen der Ge- 
neralstaaten instruirt und beglaubigt. Bis zur Mitte luiseres 
Jahrhunderts referii'en sie auch meist den Generalstaaten 
selbst über ihre Mission. Von da ab aber wurde auch die 

*) Namentlich mit den Bürgermeistern von Amsterdam wurde vielfach von frem- 
den Gesandten, auch denen des Kurfürsten, verhandelt. 8. unten p. 46. 535. 



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XIII 



Controlle und Direction über die auswärtigen Gesandten der 
Generalität mehr und mehr entzogen. Die Depeschen waren, 
einmal dem ganzen» Plenum mitgetheilt, nicht mehr geheim 
zu halten: sie wurden den fremden Diplomaten, auch Zei- 
tungen communicirt, und fortwährend liefen über ihre in- 
discrete Veröffentlichung von den auswärtigen Höfen Be- 
schwerden ein*). Daher beschloss die grosse Versammlung 
der Generalstaaten im J. 1651 selbst, dass ihre Gesandten 
alle Depeschen, deren Inhalt wichtig und geheim zu halten 
war, an den Griffier der Generalität adressiren sollten, wel- 
cher sie dann nach seinem Dafürhalten dem Plenum oder 
nur einem der Ausschüsse mitzutheilen hatte. Die Berichte 
an die Generalstaaten verloren von da ab allmählich alles 
Interesse; ausser etwa noch Handelsangelegenheiten enthiel- 
ten sie weiter nichts als die laufenden Tagesereignisse an 
den fremden Höfen, wurden als Manuscript gedruckt und, 
wie Zeitungen, allgemein verbreitet. Auch die Briefe an den 
Griffier, die trotz vieler Beschwerden und Vorsichtsmassre- 
geln über kurz oder lang doch zur Kenntniss Unberufener 
kamen, enthielten in der Regel nichts weiter als einen trocke- 
nen, auf das Nothwendigste beschränkten Bericht über den 
Verlauf der ihnen dm'ch die Instruction von der Generahtät 
oder dem Secreet Besogne aufgetragenen Verhandlung. -Die 
wichtigsten, inhaltreichsten Depeschen sind aber die an den 
Rathspensionär lind den Prinzen : in ihnen werden die Details 

') Es gab im Haag, dem Mittelpunct der europäischen Diplomatie und nament- 
lich der politischen Gorrespondenz , mehrere solche diplomatische Freibeuter, wie 
Aitzema (dessen ^Sakcn van Staet cn Oorlog'' ich nach der, wenn auch nicht bes- 
seren, so doch gebräuchlicheren Ausgabe in Folio citire) und Wicquofort, die, ihre 
Stellung und ihre Verbindungen mit den Regenten missbraucheud , politische Neuig- 
keiten, Abschriften aller wichtigen Actenstücke u. dgl. m., sobald sie nur den Staaten 
selbst zugekommen waren, — gegen gute Bezahlung natürlich — in alle Welt ver- 
breiteten. So konnte es denn vorkommen, duss die staatischen Gesandten ftber ihre 
eigenen Depeschen kurze Zeit nach ihrer Absendung von dem Hofe, über den sie 
berichtet, heftige Vorwürfe hören mnssten. Vgl. unten p. 230. 



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XIV 



ihrer Mission, die Hindernisse die ihr im Wege stehen, die ihr 
günstigen Momente, die politischen Ansichten der fremden 
Staatsmänner u. a, m. dargelegt. Vom Rathspensionär oder 
vom Prinzen empfangen die Gesandten dann umgekehrt nähere 
Information über die Ziele, die Interessen, die allgemeine po- 
litische Situation der Republik. Die wichtigsten, folgenschwer- 
sten Verhandlungen sind oft nur in dieser Correspondenz 
niedergelegt. 

Speciellere Mittheilungen über Persönlichkeiten an dem 
Hofe, bei dem sie beglaubigt sind, über die Motive gewisser 
Schritte, Zwistigkeiten unter den Ministern u. dgl. wagten 
die staatischen Gesandten aber auch dieser Correspondenz 
nicht anzuvertrauen: sie versparten sie entweder auf münd- 
liche Berichterstattung — auf eine Abwesenheit von längerer 
Dauer Hessen sich die staatischen Gesandten, die selten Diplo- 
maten von Fach waren, gewöhnlich nicht ein — oder sie theil- 
ten derai'tiges in Privatbriefen intimen Freunden mit, um es 
gelegentlich an die leitenden Staatsmänner gelangen zu las- 
sen*). Also auch hier, wie bei den Negotiationen fremder 
Diplomaten im Haag, wichtige Correspondenz noch ausser- 
halb des Bereichs jener drei officiellen Factoren. 

Der mündliche Bericht der Gesandten nach ihrer Rück- 
kehr erfolgte an die Generalstaaten selbst oder an das'Se- 
creet Besogne. Die „pointen van deliberatie en consideratie'' 
aus diesem Rapport nuissten schriftlich überliefert werden. 
Ferner hatte der Gesandte noch sein Verbaal zu übergeben, 
entweder ein zusammenfassender schriftlicher Bericht über 
seine Mission mit Actenstücken als Beilagen oder, wie es 

*) Derartige auf die öfFentliohen Dinge besfigliche Privatpapiore sind von den 
Historikern des vorigen Jahrhunderts, wie Basnage, Wagenaar u. A. , vielfach 
benutzt worden. In den Stürmen der Revolutionszeit sind sie aber zum grossen Theil 
untergegangen oder sie liegen jetzt, wisäenschaftlicher Verwerthung entzogen, an 
rersteckten Orten begraben. 



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XV 



namentlich in späterer Zeit gewöhnlich war, bloss eine 
Sammlung aller während seiner Gesandschaft aufgelaufe- 
nen officiellen Actenstücke. In der Wahl des Gesandten 
lag es, wie weit er den Begriff „officiell'^ ausdehnen wollte, 
ob bloss auf die Correspondenz mit den Generalstaaten und 
deren Griffier oder auch auf die mit dem Rathspensionär 
und dem Prinzen. Letzteres unterblieb gewöhnlich, wenn 
die inneren Pai'teiungen auch nach Beendigung der Gesandt- 
schaft vorsichtige Discretion rathsam machten. 

Dem, was über den Geschäftsgang in der Republik des 
siebzehnten Jahrhunderts gesagt wurde, entsprechend gab es 
damals auch kein Centralarchiv des Staates, in dem, wie es 
anderwärts geschah, alle die öffentlichen Dinge angehenden 
Acten aufgespeichert worden wären, um sie unbefugten Blicken 
und etwaigem Missbrauch zu entziehen. Allerdings hatten 
die Generalstaaten eine Art Archiv — Griffie genannt — ; 
in ihm wurden aber nur die von ihnen ausgegangenen oder 
au sie gerichteten Actenstücke deponirt, wenn man sie für 
spätere Fälle noch ehimal für nöthig hielt. In eine Loketkas 
(nicht geheime Abtheilung) und eine Secreetkas geschieden 
wurden in dieser Griffie die Register der Resolutionen, die 
Originale der Verträge und der darauf bezüglichen Acten, " 
die eingelaufenen Briefe, sowohl die von Gesandten wie die 
von fremden Fürsten, Behörden u. s. w., die Eingaben der 
fremden Residenten im Haag aufbewahrt; ferner die Verbale 
der staatischen Gesandten. Aber ist schon der Werth dieser 
Acten nicht so gross für die spätere Zeit wegen der nur 
formellen Thätigkeit der Generalität, so kommt noch weiter 
hinzu, dass sie nicht einmal in auch nur leidHcher Voll- 
ständigkeit vorhanden sind. Von den Acten der Ausschüsse 
der Generalität ist so gut wie nichts erhalten; in diesen Aus- 
schüssen mag denn auch ein grosser Theil von den anderen 



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XVI 



Acten verloren gegangen sein : die Herren Regenten lieferten 
solche in ihre Hände gekommene Actenstücke nicht wieder 
ab, da Niemand dai'auf sah, und da sind sie denn im Pri- 
vatbesitz untergegangen oder verschollen'). 

Auch die Staaten von Holland und Westvriesland hatten 
ein besonderes Ai'chiv, das ähnlich eingerichtet war wie das 
der Generalstaaten. Auch hi ihm bildeten die Resolutionen, 
in ein gewöhnliches und ein geheimes Register getheüt, den 
Haupttheil der vorhandenen Materialien (von den die innere 
Verwaltung angehenden Acten sehe ich natürlich ab); von 
ausführlicheren Protokollen der Sitzungen der Staaten selbst 
wie ihrer Ausschüsse, von Rapporten dieser an das Plenum 
ist nichts zu finden. Die von auswärts den Staaten selbst 
zugekommenen Briefe und Depeschen sind nicht von grossem 
Belang. Die Papiere des Rathspensionärs endlich sind nur 
fragmentarisch erhalten: von manchen Rathspensionären wie 
de Witt ein grosser Theil'), von anderen wie z. B. Fagel 
wieder fast nichts. Nur eine wichtige und in ihrer Art auch 
vollständige Sammlung besitzt das Archiv der Staaten von 
HoUaiid, nämlich das sogenannte Register von Holland: eine 
Sammlung von Abschriften aller die auswärtige Politik be- 
-trefienden Resolutionen der Generalstaaten und Hollands, der 
Instructionen und Depeschen der Gesandten an die General- 
staaten, ihren Grtffier, Holland, der meisten an den Raths- 
pensionär, der Eingaben der fremden Residenten u. dgl. m, 
Sie zei-fällt in mehrere Serien, die, wie die Ausschüsse der 
Staaten, nach geographischen Rücksichten getheilt smd: Frank- 

>) So hatte sich zam Beispiel L. van Aitsema (vgl. oben p. XIU. n.) eine grosse 
Anzahl wichtiger Acten im Original oder in Abschrift su verschaffen gewusst^ die 
erst in Folge der Beschlagnahme seiner Papiere nach seinem Tode in die Griflie 
der Generalstaaten zurückgelangt sind. 

*) de Witt hat seine sämmtlichen Minuten — im Ganzen über 20 Foliobftnde — 
in der Griffle der Staaten von Holland deponirt; der grösste Theil ist in der Edition 
seiner Brieven abgedruckt. 



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xvn 



reich, England, Deutschland nebst den nordischen Reichen etc. 
Sie beginnt mit dem J. 1653, mid es ist daraus zu schliessen, 
dass sie von de Witt angelegt wurde, um den Staaten von 
Holland als ein grossartiges Repertorium zu ihrer Informa- 
tion über die auswärtige Politik zu dienen. Viele im Ori- 
ginal verloren gegangene Papiere finden sich hier in cor- 
recter Abschrift oder Uebersetzung. Die Masse des Gesam- 
melten ist so bedeutend, dass allein die Abtheilung „Deutsch- 
land" für die J. 1653-1690 über 120 starke Folianten umfasst. 
Endlich hatten nun auch die Statthalter, die Prinzen von 
Oranien, ein eigenes Archiv, das nicht wie das der Staaten 
von Holland im Anfang dieses Jahrhunderts mit dem jetzi- 
gen Reichsarchiv vereinigt wurde, sondern noch heute als 
besonderes Hausarchiv besteht. Es muss einst reich gewesen 
sein an Correspondenzen der Familienglieder unter einander 
oder mit befreundeten Staatsmännern, mit Anhängern der ora- 
nischen Partei, endlich besonders Acten, die das öffentliche 
Leben und die auswärtige Politik der Republik angingen: 
von Allem aber sind jetzt nur noch Trümmer vorhanden — 
auch nicht einmal alle im oranischen Hausarchiv — , die eben 
nur auf den fi-üheren Reichthum schliessen lassen. In den Fa- 
milienstreitigkeiten während der Unmündigkeit Wilhelm's III., 
bei seiner Expedition nach England, endlich der Theilung 
seiner Erbschaft mag das Meiste zerstreut und untergegangen 
sein. Für die engen und die höchsten politischen Fragen 
betreffenden Beziehungen zwischen dem grossen Kurfürsten 
und den Prinzen Wilhelm II. und Wilhelm III. von Ora- 
nien ist fast nichts gerettet*). 



') Im königlichen Uausarchiv im Haag befindet sich, wie mir Herr Groen 
van Prinstcrer gleich sagte, gerade Brandenburg betreffend so gut wie nichts. 
Herr Dr. C. Wittich ist so freundlich gewesen, die Acten desselben, nachdem sie 
darch Herrn t. Sypesteyn von Neuem geordnet waren, genau duroheusehen und 
mir das wenige Vorhandene mitsutheilen. Im Anhaltisohen Hausarchiv in Dessau, 
Mater, lur Gesch. d. Gr. KurmrstM. lU. b 



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xvin 



Als Resultat ergibt sich demnach, dass im Niederländi- 
schen Reichsarchiv über die Voi'gänge im Haag selbst, über 
die — namentlich in der ersten Zeit nur — dort gepfloge- 
nen Verhandlungen zwischen der Repubhk und Brandenburg 
ausser den Resolutionen der Staaten nur wenig Material zu 
finden war, und dass eine einigermassen vollständige Samm- 
lung der Acten nur für die Perioden vorhanden sein konnte, 
da die Staaten am kurfürstlichen Hofe Gesandte hielten und 
durch diese in Berlin die Verhandlungen führen Hessen. Dies 
betrifft namentlich die letzten zwanzig Jahre. Denn es 
ist auch ein charakteristisches Zeichen für den Aufschwung, 
den Brandenburg unter dem Regiment des grossen Kurfür- 
sten nahm, dass es in der ersten Hälfte seiner Regierung 
bei den Generalstaaten als Hilfesuchender auftritt, während 
seit 1665 die Rollen wechseln, die Staaten nun sich um Bran- 
denburgs Allianz bewerben und durch Gesandtschaften u. a. m. 
Alles thun, sie zu gewinnen. 

Da die Acten, die dem Reich»archiv entnommen wurden, 
demnach weder fortlaufende Berichte über den kurfürstlichen 
Hof bieten, noch den ganzen Zusammenhang der zwischen 
Brandenburg und den Niederlanden geführten Verhandlungen 
darlegen, sondern eben niu' mehr oder weniger ausgedehnte 
Bruchstücke bald von dem Einen, bald von dem Anderen ge- 
ben, so hätte es nahe gelegen und wäre mü* selbst erwünscht 
gewesen, die Lücken durch Hinzunahme der die Niederlande 
betreffenden Acten des Preussischen Staatsarchivs zu ergän- 
zen und aus den beiderseitigen Acten den gesammten Ver- 
lauf der Verhandlungen zusammenzustellen. Indess der einmal 
festgestellte Plan der Publication ei'laubte eine solche Ver- 
schmelzung des Haager und Berliner Materials nicht. Nur 



das einen nicht unbedeutenden Theil der oranischen Familienpapiere besitzt , fand 
sich gerade Qber den grossen Kurfürsten nichts. 



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XIX 



in wenigen Fällen bin ich daher von demselben abgewichen, 
indem ich einige Haager Acten wegliess und einzelne Stücke 
auB dem Berliner Archiv aufnahm. 

Um so erwünschter musste es mir sein, noch aus dem 
Haag eine nachträglich gefundene Actensamnilung zur Be- 
nutzimg und theilweisen Verwerthung für den vorliegenden 
Band zu erhalten, nämlich den Nachlass des langjährigen 
Gesandten des Kurfürsten bei den Staaten, Dr. Roms- 
winckel, der nach der Abdication und dem bald darauf er- 
folgten Tode desselben nicht nach Berlin zurückgekommen, 
sondern im Besitz seiner in Leiden ansässigen Familie ge- 
blieben und von da in die Bibliothek des bekannten Histo- 
rikers Bondam übergegangen ist. Mit der Bondam'schen 
Bibliothek wurde dieser Nachlass, zusammen 21 Bände, im 
J. 1800 versteigert. Drei Bände sind verloren gegangen, 
einer, der Rescripte des Kurfürsten enthält, gehört dem Mu- 
seum Meermanno-Westreenianum im Haag, und habe ich ihn 
dort benutzen können, die übrigen 17 Bände haben sich erst 
im vorigen Jahre auf der königlichen Bibliothek im Haag vor- 
gefunden, und durch die besondere Gefälligkeit des Vorstan- 
des derselben, Herrn Holtrop, war ich im Stande, sie in 
Deutschland selbst benutzen zu können. Der Nachlass Roms- 
winckel's enthält freilich nicht alle ihm zugegangenen Acten : 
Vieles ist wohl in Blaspeil's, Copes' oder Diest's Hände 
übergegangen ; indess lieferte er doch mehrere recht lehrreiche 
Actenstücke, von denen einige schon in diesen Band aufge- 
nommen wm'den. 

Eine besonders angenehme Pflicht ist es mir, den Herren 
meinen aufrichtigen Dank zu sagen, welche mich bei meinen 
Arbeiten auf dem Reichsarchiv und der Bibliothek im Haag mit 
Rath und That auf das Zuvorkommendste unterstützt haben. In 
der liberalsten Weise ist mir der Zugang zu allen Acten des 

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XX 



Ai'chivs und ihre unbeschränkte Benutzung gestattet worden. 
Den damaligen Vorstand des Reichsarchivs, Bakhuizen van 
den Brink, trifft leider dieser mein Dank nicht mehr unter 
den Lebenden. Möge es dagegen noch recht Vielen, gleich 
wie mir, vergönnt sein, sich der acht humanen Förderung 
ihrer Arbeiten von Seiten der Herren Holtrop, Campbell 
und van den Bergh erfreuen zu können! 

Was das Verfahren bei der Herausgabe der vorliegenden 
Acten anbetrifft, so habe ich mich im Allgemeinen den vom 
Herausgeber des ersten Bandes aufgestellten Normen ange- 
schlossen. Demnach ist am Rand stets die Datirung neuen 
Stils, im Text die Originaldatii'ung gegeben ; die Herkunft der 
Actenstücke ist nur bei denen bemerkt, die nicht aus dem Nie- 
derländischen Reichsarchiv stammen, und bloss bei eigenhän- 
digen Schi'iftstücken der bedeutenden Persönlichkeiten diese 
Eigenschaft notirt worden. Nur über eine Abweichung von den 
in den früheren Bänden befolgten Grundsätzen muss ich mich 
noch rechtfertigen: dass ich nämlich die Schreibung der in hol- 
ländischer Sprache abgefassten Actenstücke unverändert beibe- 
halten habe. Zwar verkenne ich nicht, dass dieselbe meist ebenso 
regel- und werthlos ist, wie die deutsche in jener Zeit, indess 
glaubte ich doch von einer Umwandlung in die moderne Schreib- 
weise absehen zu müssen, einmal weil der Unterschied der jetzi- 
gen und der damaligen Orthographie des Holländischen sehr 
bedeutend und grösser als im Deutschen ist und deshalb auch 
in den meisten Actenpublicationen in den Niederlanden selbst 
die alte Orthographie im Ganzen festgehalten wird, dann aber 
auch, weil uns Deutschen das Holländische ui der Orthographie 
des siebzehnten Jahrhunderts ebenso verständlich, wenn nicht 
verständlicher ist, als in der des neunzehnten. 

Berlin, im Februar 1866. 

Heinridi Peten 



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*iP?7^fl^. 






Inhalt. 



Seite 
Vorwort v 

I. Die AUianz von 16öö. (1646— 165Ö.) 

Einleitung 3 

Acten 5 

IL Der nordische Krieg. (1665—1660.) 

Einleitung 85 

Acten 90 

III. Das Bändniss gegen Münster. (1665—1666.) 

Einleitung 141 

Acten 149 

IV. Die Allianz von 1672. (Berichte von Amerongen. 16t 1—1672.) 

Einleitung 189 

Acten 195 

V. Peldzng am Rhein und in Westfalen. (Berichte von Ameron- 
gen. 1672—1673.) 

Einleitung 273 

Acten 279 

VI. • Neutralität und neues Bündniss. (Berichte von Brasser und 
Achtienhoven. 1673—1674.) 

Einleitung 389 

Acten 395 

VII. Krieg gegen Schweden. (Berichte von v. d. Tocht. 1674^—1679.) 

Einleitung 445 

Acten 452 

VIII. Zerwürfnisse nach dem Frieden. (Berichte von Amerongen. 
1679—1681.) 

Einleitung 547 

Acten 553 

IX. Verhandinngen über eine neue Coalition. (Berichte von Ame- 
rongen. 1681—1684.) 

Einleitung 613 

Acten 616 

X. Berichte von Jacob Hop. (1687—1688.) 

Einleitung 775 

Acten , 783 

PenonenTeneichniM 802 



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I. 
Die Allianz von 1655, 



Mater, zur Gesch. d. Gr. Kurfüi&teu. 111 



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Einleitung. 



J/ie ersten Jahre seiner Regierung war der Kurfürst von seineu öst- 
lichen Landen so sehr in Anspruch genommen, dass er sich um Cleve und 
um die Wiederanknüpfung eines freundschaftlichen Verhältnisses zu den 
Niederlanden nicht bekümmern konnte. Die polnischen Prätensiönen, deren 
er sich nur mit Mühe erwehren konnte, das schwierige Verhältuiss zu Schwe- 
den, seine eigene isolirte Stellung im Reich — Alles das hatte seine Lage 
so beengt, dass es ihm nicht möglich war, mit den gerade iii der nordischen 
Frage so vorsichtigen General Staaten in Verbindung zu treten, ihre Unter- 
stützung zu erwerben. Erst als nach dem Scheitern der Heirath mit der 
Königin Christine der Weg einer directen Vereinbarung mit Schweden 
über den Besitz Pommerns abgeschnitten war, als bei den Friedensverhand- 
lungen die befreundete protestantische Macht mit ihren Ansprüchen auf 
ganz Pommern immer schroffer hervortrat, hielt es der Kurfürst für an der 
Zeit, sich an die Niederlande um Unterstützung zu wenden. 

Diese Republik stand um die Zeit der westphälischen Friedensverhand- 
lungen auf dem Gipfel ihrer Macht: zur See hatte sie keinen Nebenbuhler 
für ihre Herrschaft, für ihren ausgebreiteten Handel zu fürchten; im eng- 
sten Bündniss mit Frankreich hatte sie auch auf dem Festland ihr Ziel, die 
Niederwerfung Spaniens und Sicherung der eigenen Unabhängigkeit, erreicht. 
Aus einem Bunde weniger aufständischer Provinzen hatten sich die Nieder- 
lande zu einer europäischen Grossmacht emporgeschwungen. Der nächste 
Zweck des 80jährigen Krieges war aber kaum gesichert, als die Uneinigkeit 
in der Republik selbst über die Ziele ihrer europäischen Politik ausbrach. 
Die oranische Partei, an ihrer Spitze der Prinz Friedrich Heinrich, der 
den Staat über 20 Jahre lang so glücklich geleitet, wünschte, dass die 
Continentalmacht des Staates durch völlige Vernichtung der spanischen 
Herrschaft diesseits der Alpen ein für alle Mal gesichert werde. Die anti- 
statthalterliche Partei dagegen, vor Allem die Provinz Holland, bestand aus 
Eifersucht auf die statthalterliche Gewalt und aus begründeter Besorgniss 

1* 



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4 I. Die Allianz yon 1655. 

vor der wachsenden Uebermacht des französischen Bundesgenossen darauf, 
dass die Republik sich den Preis des langen Krieges, die Unabhängigkeit, 
möglichst bald sichere, dann aber von den europäischen Verwickelungen 
ganz fern halte und nur für die freie, kräftige Entwickelung des Handels 
und der Industrie sorge. Der Kampf zwischen beiden Parteien war schon, 
wenn auch noch im Stillen, ausgebroch/?n, als der erste Gesandte des Kur- 
fürsten an die General Staaten, lilwald y.^^C.leist, im Frühjahr 1646 im Haag 
mit dem Anerbieten einer Allianz eintraf. An der Provinz Holland hatte 
diese brandenburgische Allianz von Anfang an einen hartnäckigen Gegner, 
und die Opposition wurde um so offener, je bestimmter der Kurfürst selbst 
auf die Seite der Oranier trat, je enger er sich mit diesen verband. Fand 
die Verbindung mit Brandenburg schon deshalb wenig Anklang, weil sie 
den Staat wieder in die deutschen Verwickelungen zu ziehen drohte, so 
musste sie der aristokratischen Partei als eine Stütze ihres inneren Feindes 
noch besonders widerwärtig sein. 

Die brandenburgische Allianz bildet daher von Anfang an einen Haupt- 
streitpunct zwischen den kämpfenden Parteien. Die Verhandlungen schrei- 
ten vor oder stocken je nach dem Stande des inneren Parteikampfes: Prinz 
Friedrich Heinrich setzt es durch, dass sie eingeleitet werden, dass die 
Republik sich für den Kurfürsten und sein Recht auf Pommern in Osna- 
brück verwendet; unter Wilhelm II. gelangen sie fast bis zum Abschluss. 
Die Katastrophe nach seinem Tode reisst aber auch die brandeuburgische 
Allianz mit in den Abgrund. Nur nach Jahren können die Verhandlungen 
auf indirectem Wege wieder angeknüpft werden, und der endliche Abschluss 
im Jahre 1655 wird der herrschenden Partei in der durch die Seclusious- 
akte hervorgerufenen Aufregung und nur, weil man seine Tragweite unter- 
schätzte, entrissen. * 

Die Verhandlungen w^urden fast ausschliesslich im Haag geführt: der 
Kurfürst erscheint als Hülfesuchender; er schickt nach einander mehrere 
Gesandtschaften, erscheint selbst wiederholt im Haag. Die Generalstaateu 
lassen ihn höchstens in Cleve begrüssen, eine förmliche Gesandtschaft, um 
mit ihm über die Allianz zu verhandeln, haben sie während der ganzen 
10 Jahre nicht zu ihm geschickt. Aus diesem Grunde ist das Material, das 
sich im niederländischen Reichsarchiv über diese Periode vorfand, nur 
lückenhaft; über den wechselnden Einfluss, den die Schwankungen des Par- 
teikampfes auf die Allianzverhandlungen ausgeübt, können die staatischeu 
Acten ihrer Natur nach nur Andeutungen geben. Dazu kommt, dass 
L. van Aitzema, der als Vertreter der Clevischen Stände bei den General- 
staaten das Verhältniss der Republik zum Kurfürsten mit lebhaftem Interesse 
verfolgte, einen grossen Theil der bezüglichen Aktenstücke in seinem Sam- 
melwerke schon veröffentlicht hat, so dass die im Folgenden mitgetheilten 
Acten nur theilweise ein zusammenhängendes Ganzes bilden und viele schon 
anderweit ausgefüllte oder noch zu ergänzende Lücken übrig lassen. 



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I. Die Allianz von 1655. 

1646 — 1655. 



Memoire von Ewald Kleist*) an die Generalstaaten. 

Dat. H.April 1646. 

(Am 12. April mündlich vorgetragen.) 

Der Kurfürst wünsche sehr die zwischen seinen Vorfahren und ihnen 1646. 
bestehenden Allianzen durch eine nähere Verbindung zu befestigen. Er habe 14. Apr. 
deshalb eine feierliche Gesandtschaft hierher schicken wollen, sei aber ge- 
nöthigt worden, sich länger als er vermuthet in Preussen aufzuhalten, und 
habe es deshalb unterlassen. Es werde aber nächstens erfolgen, da der 
Kurfürst bald nach Cleve komme. Einige besonders wichtige und dringende 
Sachen habe derselbe indess doch nicht bis dahin aufschieben können, und 
er sei beauftragt, sie ihnen vorzutragen: Das Erbrecht Brandenburgs auf 
ganz Pommern sei unbestritten und noch jüngst in Regensburg vom Kaiser 
und den Kurfürsten bestätigt worden. Die Ansprüche Schwedens auf Sa- 
tisfaction wolle der Kurfürst nicht anfechten, aber er sehe nicht ein, wie er 
dazu komme, allein auf seine Kosten sie geben zu müssen. Er würde dann 
den Frieden ^icht allein mit seinen Fürstenthümern, sondern mit dem äusser- 
sten und unausbleiblichen KuJn seiner Lande erkaufen müssen. Er könne 
auch als Reichslürst nicht einer fremden Macht den Schlüst^el und die Vor- 
mauer de^ ganzen Reiches überliefern. Er bitte also, die Generalstaateu 
möchten bei den Schweden, wenn sie bei ihrer Forderung auf Pommern be- 
stehen bleiben, ihre vielgeltendeu partes interponiren, damit Schweden dem 
Kurfürsten Pommern herausgebe, da ihnen nicht daran liegen könne, dass 
ein Alliirter und Religionsverwandter zu Grunde gerichtet werde, und Schwe- 
den die alleinige Herrschaft in der Ostsee erhalte. 



'^ Inetructiou von Kleist bei Pufendorf II. 72; vgl. Aitzcroa Ul. 106. 



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ß I. Die AUianB von 1655. 

Memoire von Ewald Kleist an die Generalstaaten. 

Dat. 18. Mai 1646. 

18. Mai. Für ihre Verwendung in der pomnierschen Sache ') sage er ihnen sei- 

nen ergebensten Dank. Er habe ihnen weifer vorzutragen, dass der Kur- 
fürst das Benehmen Neuburgs , das ihm itiMä Spott gereiche , nicht länger 
mehr mit guten Augen ansehen könne, noch weniger dass derselbe in den 
angemassten Yortheilen ruhig verbleibe. Denn die 1629 und 1630 zwischen 
seinem Vater und Neuburg geschlosseneu Verträge habe der Kurfürst nie 
ratificirt und halte sich also an sie nicht gebunden. Er bitte demnach die 
Generalstaaten, dass sie „in dit stuck haere veel vermögende autoriteijt met 
behoorlicken naedruck'^ interponiren, damit alle dem Ffalzgrafen gegen den 
Dortmunder und den Xantischen Vertrag später eingeräumten Vortheile wieder 
zurückgegeben, die völlige Gleichheit der beiden Parteien hergestellt und dem 
Kurfürsten Ravensberg cum fructibus perceptis et percipiendis zurückgege- 
ben werde, ebenso die versprochenen 186000 Thaler. Ihre durch das Schrei- 
ben vom 22. Dec. 1645 angebotene Mediation nehme der Kurfürst an; da 
er sich aber nicht mehr mit blossen Worten hinhaken lassen könne, bitte 
er sie die Vermittlung möglichst zu beschleunigen und beiden Theilen einen 
bequemen Termin zu bestimmen. 

Antwort der Generalstaaten auf die Kleist'schen Propositionen 

vom 12. April u. ff. Dat. Haag S.Juni 1646. 

8. Jani. ' Die Kleis t'ächen Propositionen befassten drei Puncte: 1) das Erbfolge- 
recht des Kurfürsten auf Pommern; 2) die Werbung von Truppen, mit de- 
nen der Kurfürst das von den Generalstaaten geräumte Duisburg besetzt; 
3) den Streit mit Keuburg über die Verträge von 1629 und 1630. Als 
Antwort soll dem Gesandten eröffnet werden: ad 1) dass sie ihren Gesand- 
ten in Münster befohlen, die Sache des Kurfürsten zu befördern; auch ha- 
ben sie am 15. Mai an die Königin von Schweden deshalb geschrieben und 
hoffen, dass die Sache guten Erfolg haben werde; ad 2) haben sie am 
25. Mai ^) die Cle vischen Stände ermahnt, die vom Kurfürsten geworbenen 
Truppen auch ferner zu unterhalten; ad 3) Sobald ^euburg die Media- 
tion der General Staaten, die ihm ebenfalls am 22. Dec. 1645 angeboten sei, 
angenommen , werden sie die Sache mit allem Eifer und aller Unparteilich- 
keit in die Hand nehmen. 

Memorial von Ewald Kleist an die Generalstaaten. 
Dat. 12. Juni 1646. 
12. Juni. Sie würden sich erinnern, warum der Kurfürst zur Vertheidignng seiner 



') Die Gencral»taaten halten am 1.^). Mai ein »Schreiben an die Königin von Srhwe- 
den gerichtet mit der Krmahiiung, dem Kurfürsten Pommern zu überlassen. Das 
Schreiben erwähnt Pufendorf IL 42. 

^) Das Schreiben im Auszug bei Aitzema l\\. Ml. 



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^^^^^ 



Beschwerden des EorfÜrsten über die Clevischen Stttnde. 7 

Lande und Besetzung des von ihnen geräumten Duisburg und Calcar einige 
Truppen geworben. Er habe gehofft, dass die Clevischen Stände sich dafür 
dankbar beweisen und den Unterhalt derselben beschaffen würden. Das 
haben sie aber wider Erwarten verweigert and sich nur zu einigen kleinen 
Beiträgen verstanden. Sie wollen des Kurfürsten Kammerschuldeu bezah- 
len, aber nur, wenn er jene Truppen abdanke oder aus Cleve abführe und 
ihren Gravamina abhelfe. Ersteres könne er nicht, ohne seine Lande in 
Gefahr zu bringen, seine Reputation zu verkleinern, sein den Generalstaaten 
und der Landgräfin (von Hessen) gegebenes Wort zu brechen. Letzteres sei 
aber immer seine Absicht gewesen. Er bitte nun die Generalstaaten gemäss 
der Allianz von 1636, dass sie nicht allein nicht die Stände in ihrem Wider- 
stand unterstützen, wenn sie dafür bei ihnen Hülfe suchen sollten, sondern 
auch sie ermahnen, die Truppen, welche in dieser Kriegszeit gute Dienste 
leisten können und unentbehrlich sind, zu unterhalten. 



Memoire von Ewald Kleist an die Generalstaaten. 

Dat. 12. Juni 1646. 

(Am 19. Juli wird es zum zweiten Mal verlesen, aber nichts darüber 

beschlossen.) 

In einem früheren Memoire habe er die t]rwartuug ausgesprochen, dass 12. Juoi. 
sie alle Klagen unruhiger Geister, welche die Landstände von Cleve gegen 
den Kurfürsten aufzuhetzen suchen, die an sie gerichtet werden, um sie 
durch Lügen und Verleumdungen in die Irre zu führen, zurückweisen und 
dem Kurfürsten mittheilen werden. Nun habe der Magistrat von Wesel 
am 26. April eine solche Beschwerde an sie gerichtet. Dieselbe sei aber 
ganz ungerechtfertigt. Der Kurfürst habe die Truppen auf seine Kosten 
geworben, ebenso auf seine Kosten an Frankreich, Schweden etc. Gesandt- 
schaften geschickt, Calcar und Duisburg von Einquartierung befreit. Das 
Liebste würde auch ihm sein, wenn er den Clevischen Landen den Frieden 
geben könne ; da dies nicht möglich, müsse er wenigstens mit allen Mitteln 
streben sie zu schützen. Er vertraue, dass die General Staaten sich eben- 
sowenig wie früher in die Händel zwischen Fürst und Unterthanen mischen 
werden. Er hoffe auch, dass sie den impertinenten und indecenten Brief 
Wesels, gegen den er protestire, nicht annehmen, auch fernere der Art 
abweisen werden, Wesel vielmehr ermahnen, sich ferner solcher Schreiben 
zu enthalten und ihrem Landesherrn mit allem Respect zu begegnen und 
zu gehorchen. 

Die Generalstaaten an d. Kurfürsten. Dat. Haag 12. Sept. 1646. 

Da die Landstände von Cleve die von ihm angeworbenen oder aus sei- 12. Sept. 
neu anderen Landen dorthin geschafften Truppen unmöglich unterhalten 
können, seine Commissarien aber entgegen früheren feierlichen Versicherun- 
gen mit Execution drohen und auch schon damit vorgehen, so hätten sie 
den Landständen nicht verweigern können, „mits desen t' accorderen dese 



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S I. Die AllianE von 1655. 

onse intercesRionalen*' uud ihn zu ersuchen, dass er jene Trappen abdanke 
und aus dem Clevischen entferne oder wenigstens dafür sorge, *dass diese 
Sache zu keinen Verweiterungen zwischen ihm und den Ständen führe *). 

Ende November kam der Kurfürst selbst nach dem Haag, um seine 
Vermählung mit der Prinzessin Louise, Tochter Friedrich Heinrich\*? 
von Oranien, zu vollziehen. Während seiner Anwesenheit erschien er am 
23. Nov. selbst in der Versammlung der Generalstaaten uud trug seine 
Wünsche vor: Abschluss einer Defensivallianz, deren Entwurf zugleich von 
seinen Ministern vorgelegt wurde (Aitzema III. 149), Verwendung der 
Staaten in der pommerschen und in der jülich-clevischen Sache bei Schwe- 
den und Pfalzneuburg (Pufendorf II. 72 und Droysen P.P. III. 1. 311 ff.). 
Die Staaten ernannten demgemäss auch Deputirte, um mit den brandeu- 
burgischen Ministern über obige Puncte zu verhandeln (Resol. vom 27. No- 
vember). Am 20. Dec. überreichten diese den Staaten zwei die pommersche 
Angelegenheit betreffende Schriftstücke - einen Bericht des brandenbur- 
gischen Gesandten in Osnabrück und einen französischen Vermittlungs- 
vorschlag (bei Meiern III. 774), — aus denen die Dringlichkeit einer Un- 
terstützung Brandenburgs hervorgehe, und darauf beschlossen die Geueral- 
staaten am 21. Dec, sich ernstlich für den Kurfürsten bei der Königin von 
Schweden und in Osnabrück selbst zu verwenden. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 22. Nov. 1(546. 

22.N0V. Die Herren Gent, Bicker, Knujt, Renswoude, Andr6e, Mulert 

und Eyben berichten, dass i-ie dem Prinzen den Brief der Gesandten in 
Münster vom 13. Nov. mitgetheilt, welcher die pommersche Sache betreffe, 
und dass der Prinz meine, man müsse ^in dat stuck met recommandatie 
ende alle mogelieke interces.vie sulck ende daer 't behoort van wegen dessen 
Staet procederen ende behertigen**. 



Die Generalstaaten an die Königin Christine von Schweden. 

Dat. 29. Dec. 1646. 

[Die Rechte des Kurfüruten auf Poinmeru sind unbcstreiibHr. Gefahr für die deutucbe 
Freiheit, wenn der Kaiser nach Belieben über das Bigenthuni der Fürnien verfügen 
darf. Ungerechtigkeit einer Beraubung, besonders des Kurfürsten, ihrer Beider treuen 

Alliirten.] 

29. Dec. Percepimus non ita pridem tarn ex relatu Legatorum Nostrorum 

Monasterii degentium quam potissimiim ex Serenissimo Principe Electore 
Brandenbiirgico vicino et foederato nogtro, ducatum Pomeraniae dicto 
Principi hereditarium a Caesareis Legatis Vestrae Maiestati ad redi- 



') Am 20. Oct. richteten die 8taaten ein ähnliches von Exeeiitionen abmahnen- 
dea iSchreibep an die kurfürstliche Regierung in Cleve.' Aitssema HI. 144. 



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Verwendung der SUaten bei der Königin von Schweden für Pommern. Q 

mendam pacem loco satisfactionis oblatum esse, quod cum nobis valde 
inopinatiim accidit, nostrarum partium esse duximus, datis ad V. M. 
literis animi Nostri sententiam super hoc negotio brevibus exponere. 
Principio quidem of)erae non esse existimamus, liquidissima domus 
Electoralis Brandeburgicae in ducatus Pomeraniae iura latius hie de- 
monstrare. Tara solidis enim ea nituntur fundamentis, ut a uemine 
unquatn in dubium vocata fuerint. lUud potius Regae Mati V>''»c pon- 
derandum relinquimus, quam acerbum Principi magnanimo futurum sit 
amplissimas ac incomparabiles ditiones, malorum sanguine infinitoque 
labore paratas, nullo suo merito araittere aliisque pretii vel praeraii 
loco cedere, et verendum mox in exemplum iturum arcemque ipsam Li- 
bertaÜs Germanicae penitus tandem destructum in, si Imperatori Ro- 
mano haec in Principes statusque Imperii concedatur potestas, Princi- 
pem innocuum Electoremque Imperii summe conspicuum, posthabito 
gentium ac naturali iure, spretis Imperii legibus pactisque ac capitula- 
tionibus iuratis, bonis suis hereditariis invitum exuere eaque exteris 
lytri loco addicere, quae quidem in totius Familiae Electoralis, suc- 
cessonim suorum legitimorum proximorumque in Franconia degentium 
agnatorum simultanee hoc ipso ducatu investitorum , detrimentum ac 
praeiudicium alienari ne a volente quidem Electore possunt, neque 
salva suae Serenti» conscientia honore atque existimatione illud pro- 
cedere potest, cum constet maiorum suorum pactis pro\i8um esse da- 
tamque toties ac acceptam sub solenni iuramenti forraula per literas, 
quas vocant Reversales, ab ordinibus Pomeraniae fidem, ne ipsis qui- 
dem ducibuB, multo minus aliis quocunque modo integrum fore ordines 
Pomeraniae sacramento, quo domui Brandenburgicae obstricti sunt, sol- 
vere, et si praeter spem tale quid eveniret, ipso tamen iure illud irri- 
tum fore nihilique actum esse censeri deberi. Quam ob rem hactenus 
nobis persuadere non potuimus, Rag^^^ Matem V»»«» unquam voluisse 
aut etiamnum velle cum damno Principis, si vel sacra vel sanguinem 
vel necessitudinem spectet, sibi coniunctissimi locupletari Regnique sui 
limites proferre atque ita arma hactenus iustissima et felicissima minus 
aequa adeoqüe infausta pace finire. Quin potius speramus, Regam 
Mateui Vram gloriosis Augusti eiusdem l*arentis vestigiis totiesque san- 
etissime iteratis literisque ac manifestis publicis divulgatis promissis 
instituram, quibus nihil sibi antiquius esse passim testatus est quam 
Consanguineos suos Sacrorumque Consortes in libertateni vindicatos 
pristino suo splendori restituere ac contra invasores quoscunque sartos 
tectosque conservare neque se Regnis et ditionibus alienis, quae domi 
possideret amplissima, inhiare nee libidine proferendi imperii tangi, 



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\0 I. Die Allianz von 1655. 

sed illum quem diximus uuicum armorum suorum scopum habere, quod 
cum Maiestati suae immortalis meuioriae quam maxime gloriosum, tum 
pactis quoque cum ultimo Poraeraniae ducum ordinibusque eiusdem 
initis ictoquB ac Regia manu et sigillo munito foederi cum primis con- 
sentaiieum fuit, cuiuß inter praecipua capita recensetur, Regiam Ma^em 
ßuam Pomerauis universim legibus suis uti, privilegiis frui ac post 
obitum ducis Marchionibus ac Electoribus Brandenburgicis veris ac le- 
gitimis suis dominis gaudere concessuram esse. Nee minorem huius 
expectationem Regia V«« Mata» excitavit, cum per legatos Monasterii ac 
Osnabrugae mentem voluntatemque suam solemni scripto declarare 
atque pacis conditionem dicere voluit, Electores, Principes ac ordines 
Imperii suis quemque terris, bonis ac ditionibus pristinaeque Liber- 
tati restitui, omniaque ad illum, quo ao 1(518 deprehensa sunt, statum 
reduci atque in eo conservari debere; quae cum in decantatissimam 
regii nominis gloriam cedant, M^a» W^a haud admittet, ut SereniBsimus 
Elector ducatu suo Pomeraniae privetur, cum alias regia fides et pro- 
missum in dubium vocari variisque cavillationibus obnoxia esse pos- 
sent, apud malevolos scilicet, religionem, libertatem, aequitatem et iusti- 
tiam nomina tantum fuisse velandis acquirendarum Regionum cupidi- 
tatibus excogitata, Libertatem vero brevi miserorum gaudio ab ipsis 
eiusdem vindicibus gravius quam antehac perniciosioreque exemplo op- 
primi, quam labem vel Matis V»ae gloriae vel Augustissimi eiusdem 
Parentis gloriosissimae memoriae vel sparsae per totum orbem Regni 
Sueciae famae aspergi Regiam Matem v>am aequo nunquam animo latu- 
ram esse credimus. Quid enim serenissimo Electori, Principi foede- 
rato vicino eorundemque * sacrorum participi nobilissimoque Imperii 
Romano-Germanici membro, durius accidere potest, quam eo ipso tem- 
pore, quo. de sancienda universali iniuriarum oblivione noxiorumque 
non minus quam innoceutum restitutione agitur, nontiuUi etiam non 
contemnendis terrarum portionibus dotati res suas non mediocriter lo- 
cupletarunt, Principem Interim inculpatum iniuria nulla, maximis ubi- 
cunque res tulit beneficiis ac subsidiis Coronae Sueciae cognitum ac 
probatum, cuius opes Marchicae et Cli^ienses multorum millionum nu- 
merum exaequantes in exercitus regii alimenta concesserint hodieque 
absumantur, qui araplissimi ducatus Pomeranici proventibus tot iam an- 
nos caruerit, hoc ipso ducatu maximo suo familiaeque suae serenae 
detrimento penitus tandem exui ac privari? Quanquam vero in domum 
Electoralem Brandenburgicam , cuius reliquae ditiones illo munimine 
nudatae cuivis iniuriae exponentur, potissima calamitas exinde redun- 
datura sit, exemplum tarnen ad reliquos omnes, imprimis vero Evan- 



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Ungerechtigkeit d. Beraubung d. Kurfürsten; Gefahr f. d. Freiheit d. Reicbsstände. j| | 

gelicae doctrinae addictos Reges, Principes ac Respublicas pertinebit, 
qui tarn insigni inclytae huius domus casu perculsi gravique metu, 
suspicione ac diflfidentia saueii imnquam fortassis in uiium coibunt, sed 
continuo ab invicem aversi alterque ab altero sibi caventes communi- 
bus tandem inimicis quaesitam ad interitum ansani et detestanduni 
spectaculum praebebunt. Praecipue vero qui Balthico mari adiacent 
aut qui cum eiusdem accolis mutua exercent commercia, iustissimum 
exinde concipient metum, cum salutem eorum ac serenitatem in eo 
sitain esse perspicuum sit, ut omnia ad eum componantur modum, quo 
ante motum bellum multis abhinc annis fuerunt, quo ipso Pomeraniam 
Serenissimo Electori restitueudam esse infertur. Non invidet CoTonae 
Sueciae Serenta» sua, ut fortunam suam in solidum coUocet, praemiis 
victoriae fruatur Regnumque suum amicitiis foederibus beneficentia 
aequitate et iusticia, unico scilicet soliorum regiorum fulcimine, firraet 
adeoque securitati suae in perpetuum consulat, si labonim sumptuum- 
que compensationem in regionibus illis, quas praesidiis suis adhuc 
tenet, aut in terris Ecclesiasticis quaerat. Hoc saltem a Regia Mate 
\ra, contendit; ut cum Serenitate sua aequis conditionibus et Amicorum 
nemini suspectis paciscatur. Quum vero Nostra intersit, ne serenissima 
illa Electoralis domus Brandenburgica tantum detrimenti patiatur eiusve 
subditae regiones et ducatus a se invicem divellantur, cumque pacta 
conventa inter has Provincias et Serenissimum Electorem Brandenbur- 
gicum eiusque defunctum Parentem gloriosae memoriae aliosque Ger- 
maniae Principes multis abhinc annis inita per nuperum tractatum ^) 
Vrae Mt»s et huius Status, speciatira per articulum XIII. expresse excepta 
ac reservata agnoscamus, ita ut suae Celsitüdini hoc rerum statu in 
tarn arduo negotio minime deesse possimus: ea propter Reg"» Matem Vra™ 
enixe rogatam volumus, ut pro regia sua prudentia rem tanti momenti 
maturae et pressiori deliberationi committere dignetur rerumque omnium 
momenta, imprirais vero quid Regni sui securitati, bono publico, Reli- 
gioni et communi quieti conducere queat, aceurate perpendere, mitiora 
consilia amplecti, Electori, Mati» V««« amico et consanguineo Principi, 
ducatus 8U08 hereditarios salvos et integros relinquere et econtra 
oblatis aequis conditionibus acquiescere. Spes illa nos fovet, Regam 
Matern Vram ratiouibus supradictis tantum esse delaturam, ut El. 8» Öer. 
interpositionis Nostrae fructum sentiat. Hoc pacto Rega V. Ma» non 
tantum San» Sem eiusque Successores ad aetemam fidamque amicitiam 
nulloque unquam tempore temerandam fidem penitus devinciet, sed et 
nos quovis necessitudinis Nostrae studio omnique officiorum genere 

*; Vom l/U. September 1640, bei Aitzema II. 6U1- 



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12 I-. J^ie Allianz von 1655. 

sibi habebit paratissimos , qui Regii adfectus illam contestationem tarn . 
erga Regiam Matem Vram quam eiusdem subditos quovis tempore et 
occasione agnoscemus. 

Iiistructie van de Hooch Mögende Heeren Staten Generael 
der Vereenichde Nederlandeii voor de Heeren derselver Ple- 
nipotentiarissen en extraordinaris Ambassadeurs tot Munster *), 
oni liaer daer nae te reguleren by de Heeren Plenipotentia- 
rissen ende extraordinaris Ambassadeurs van de Croon Swe- 
den in 't bevorderen van het goet, welgefondeert ende onstry- 
dicli recht van S. C. 1). van Brandenborch aen ende tot de 
Pomerse Landen. Dat. 29. Dec. 1646. 

[Süllen CoDfenuzen mit den nchwedischen Gesandten halten, ihnen das Recht des Kur- 
fürsten auf Pommern und die Unbilligkeit einer Beraubung, suwie das Interesse der 
Staaten an dftr Freiheit des baltischeu Meeres darlegen. Dasselbe sollen sie den kai- 
serlichen, französischen und andern Gesandten vortragen.] 

29. Dee. De opgemclte Heeren H. H. M.*) plenipotentiarissen en extr. Am- 

bassadeurs tot Munster sal met ende neffens dese toegesouden worden 
tot der selver narichtinge Copie van den brieff, die H. H. M. syn schiy- 
vende aen de Coninginne van Sweden, het subject van Pomeren 
raeckende, ende sullen daerop treden in conferentie met den beeren 
Plenipotentiarissen ende extraord. Ambassadeurs van wegen den hoogh 
gemelten Heer Churfurst tot Munster of Osnabrugge, om door de selve 
noch verder noopende 't voorn. recht instrueert to connen worden. 

T welck gedaen en volcomentlick geinstrueert wesende sullen de 
Heeren H. H. M. Plenipotentiarissen en extr. Ambassadeurs soecken te 
treden in conferentie met den Heeren Plenipotentiarissen en extr. Am- 
bassadeurs van de Croon Sweden tot Munster synde ofte een van dien. 

Ende in cas dat sy Heeren Plenipott. en extr. Amb. van de Croon 
Sweden alle in samen souden mögen syn vertrockeu na Osnabrugge, 
sullen sy Heeren H. H. M. Plenipott. en extr. Amb. derwerts een reyse 
doen met en door soodanigen getal uyt der selver middel, als sy nae 
gelegentheyt en constitutie van sacken oordelen sullen te behooren. 

De beeren H. H. M. Plenipott. en extr. Amb. in conferentien ge- 
treden wesende met de Heeren Plenipott. en extr. Amb. van de Croon 



' Diese Gesandten sind folgende: Bartolt van Gent für Gelderland, Juhan 
van Mateuess und Adriaen Pauw für Holland, J. de Kuuyt für Zeeland, 
F. N. Donia für Vriesland, N. Ripperda für Overysscl, Adriaen Clant für Gro- 
ningen, Godcrl van Keedo für Uirecht. 

^) Haar Hoog Mögende {de Staten Generael). 



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Aufträge an die staatisohen Gesandten in Münster. j 3 

Sweden sullen praemissis curialibus aen de selve representeren en de- 
tluceren het recht, dat S. meerhoocligem. C. D. aen de Pomerse Lan- 
den is hebbende, en daertoe employeren ende appliceren de niiddelen, 
redenen en motiven ven'at in de voorn. Copie van den brieff van 
H. H. M. aen de meerhoochgenielte Coningin van Sweden en voorts 
't geene sy beeren H. H. M. PI. en extr. Amb. bovendien sullen mögen 
syn bericht van den beer extr. Amb. en Plenipot. van S. meerbooeh- 
gemelte C. D. van Brandenborch. 

Ende sullen vervolgens daerby voegen, dat deselve S. C. D. on- 
gelijck geschiet, dat men deselve van den meergeu. Landen gemeent 
en willens soude syn te depossederen , gemerct syne notoire onschult, 
als die de wapenen tegens de Croon Sweden oflF derselver Geallieer- 
den noyt en heeft gevoert. 

Dat oock de oorsaeck, die den Coninck Gustavus Adolphus 
onsterflFelycker memorie verelaert heeft Syne Mat bewoogen te hebben, 
om Syne wapenen op des Rycx bodem te brengen, egeen ander oogen- 
nierck off witt en hebben gehadt, als de herstelling van de Duytsehe 
vryheyt en de gedepossedeerde fursten en beeren. 

Soo dat het een harde saeck soude syn, den aldernaesten bloet- 
verwant van de regerende Coninginne alleeu van het syne te ontbloo- 
ten; in sonderheyt dewyle S. meerhoochstgem. C. D., nietjegenstaende 
desselffs geallegeerde onschult, noch sulcke billicke en in alle manie- 
ren acceptable conditien tot satisfactie van de Croon Sweden van het 
syne is offererende, niet de welcke de selve in redelicheyt behoort con- 
tentement te nemeu. 

Dat de vrede voor de Croon Sweden vaster, seeckerder ende glo- 
rieuser sal syn, soo wanneer deselve vrede met genoegen van S. C. D. 
sal vercregen worden. Daer andersints altyt een opene wonde in den 
Staedt van soodanigen hochaensienlycken l^idt des Kyck soude gelaten 
worden, die beswaerlyck oyt off oyt soude conuen cicratiseren : 

Sulck dat lichtelyck by de eerste occasie ende gelegentheyt oor- 
saeck soude geaccepteert worden tot nieuwe beroerten en daerop te 
volgen bloedige Oorlogen, die niet altyt even favorabel voor d'een off 
d'ander der strydende Deeleu comen uyt de vallen. 

Dat het bedenckelijck is, een vi'eedelievent ende Protestant prins 
soo hart te handelen, die, gelyck verhaelt is, door de baut van de na- 
ture selffs soo nauw aen bare Con. Mat van Sweden verknocht is. 

Wat dan andere Geallieerde van bare Ma' sullen hebben te ver- 
wachten ofte na gelegentheyt te bevresen, siende ende bemerckende, 
dat het simpele recht van biensöance soo veel by deselve vermach 



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14 I- ^'^^ Allianz von 1655. 

als in die saecke van Pomeren jegenwoordich is blyckende, behalven 
de welgefondeerde Jalousie en ombragien, die soowel desen als andere 
geinteresseerde Staten daer uyt nootwendich moeten scheppen, aen- 
gesien de groote begeerlicheit die van wegen hare Con. Mat wert be- 
toont, oni den geheelen circuit van de Balthische zee te environneren 
ende dienvolgens alle Commercien van hare Mat welgevallen privative 
in die Quartieren te doen dependeren, *t welck liootsaeckelyck op alle 
traficquerende Landen seer bedeuekelyek is en insonderbeyt den Staedt 
der Geunieerde Provintien seer naer is raeckende. 

Ende alsoo bij het Tractaet tusschen de Croone Sweeden ter eenre 
ende desen Staet ter andere zyde den eersten September 1640 gemaect 
ende gesloten ende wel expresselick in het 13. Articul van het selve 
syn gereserveert alle Traetaten ende AUiantien wegen desen Staedt 
inet eenige Vorsten ende Heeren van het Duytsche Ryck bevoorens 
opgerecht ende gemaect: soo en sal hare meerhoochstgemelte Ma* noch 
derselver Heeren Plenipott. en extr. Amb. desen Staedt connen ver- 
dencken off qualijck affnemen, dat van wegen deselve met allen ernst 
nopende de meergen. saeck van Pomeren werde gesproocken. 

De Heeren H. H. M. Plenipott. en extr. Amb. tot Munster sullen 
de redenen en motiven, soo in meergen. missive begrepen ende die sy 
van den opgemelten beer Plenipotentiaris van S. meerhoochstgera. C. D. 
tot nadere instinictie sullen hebben ontfangen, mutatis mutandis en na 
yders gelegentheyt en interes mögen voordragen en representeren soo 
aen die Keysersche, Fransche als andere Heeren Plenipott. en extr. 
Amb. respective. 

Voorts sullen de beeren H. H. M. Plenipott. by de occasie van 
dese recommandatie daerneffens oock de gereformeerde religionssake 
in Duitslant en van de CheuiT. Palts serieuselyck in acht hebben te nemen. 

De opgemelte beeren H. H. M. Plenipott. en extr. Amb. van wegen 
den Staedt sullen aen H. H. M. reeckenschap geven 't geene by hun 
in cracht deses sal syn verriebt. 

Memoire der braTKleiiburgischen Gelieimräthe an die Geiieral- 

staaten. Dat. 2. Jan. 1647. 

1647. ^riDnern daran, dass die Generalstaaten möglichst bald die pommersche 

2. Jan. Sache durch ihre Gesandten in Münster und bei der Königin von Schwe- 
den zu Gunsten des Kurfürsten betreiben lassen, sowie zu bewirken suchen, 
dass die Markgrafen von Brandenburg in das Erbfolgerecht von Pommern 
eingeschlossen werden. Sie möchten ihm mit ihrem Rath beistehen, wie er 
dem Pfalzgrafen von Neuburg, der Bielefeld besetzt, begegnen solle, da 
gefährliche Pläne darunter verbt)rgen sein könnten. Endlich möchten sie 



1^ 



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Weitere Gesuche des Kurfürsten um Beförderung der pomraerschen Sache u. a- 1 5 

erklären, was der Kurfürst in Betreff der projeetirten Allianz zu erwarten 
habe, da er vorher sich nicht näher darüber auslassen könne. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 5. Jan. 1647. 

In der Versammlung erscheinen Burgsdorf, Schwerin und Seydel 5. Jan. 
als Deputirte von Brandenburg und zeigen an, dass der Kurfürst binnen 
2 bis 3 Tagen nach Cleve mit seinem ganzen Gefolge abreisen und zur 
Beförderung der noch offenstehenden Pmicte Cleysseus*) und Moll 
zurücklassen werde; sie empfehlen zugleich die vom Kurfürsten selbst an- 
getragene Allianz; ferner zeigen sie an, dass der Kurfürst die bewusste 
Sehuldforderung *) in Richtigkeit zu bringen wünsche, und bitten, dass man 
die staatißchen Gesandten in Münster schleunigst in Betreff Pommerns in- 
ßtmiren und dass deswegen auch an die Königin von Schweden geschrie- 
ben werden möge. — Es wird beschlossen, dass der Kurfürst durch Depu- 
tirte zum Abschied begrüsst werden soll. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. IL Jan. 1647. 

Die Deputirten für die brandenburgischen Sachen berichten, dass ihnen 11. Jan. 
vom Kurfürsten von Brandenburg der Entwurf einer Allianz zwischen ihm 
und dem Staat übergeben worden, und dat^s Kleist in einer ('onferenz mit 
ihnen sie ersucht, dass die pommersche Sache dem französii=cheu Gesandten 
Servient bestens empfohlen und Frankreich veranlasst werde, mit dem 
Staat zusammen in dieser Sache zu cooperireu. — Der erste Punct geht an 
die Provinzen, der zweite wird bewilligt. 

Verhael van 't genegotieerde tot (^snabragge in saecken van 
S. C. D. raeckende de Poniersche Ijanden, Religion ssaecke in 
Duytslant en de restitutie van het Huys Paltz. Dat. Münster 

3. Febr. 1647. ' 
(Original vorgelegt den 15. Febr. 1()47.) 

[MittheiluDg des polnischen Gesandten über den ^tand der poninierschen Sache. Be- 
such beim frauzösischen Gesandten. Abreise nach Osnabrück. Lage der Dinge da- 
selbst. Erste Conferenz mit den .schwedischen Ministem und ihre Proposition an die- 
selben. Antwort der Schweden und Rechtfertigung ihres letzten Schrittes in der 
pommerscben Sache durch das fortwährende Zögern Brandenburgs. Bcnuch »Löben's. 
Zweite Conferenz mit den Schweden. Besuch der kaiserlichen Gesandten und Ver- 
bandlttugeu mit ihnen. Dieselben sind mit Schweden einig. Schwierige Lage des 
Kurfürsten. Die staatischen Gesandten bemühen sich, die Alternative Schwedens wieder 
zur Grundlage der Verbandlungen zu machen. Die brandenburgischen Gesandten wollen 
sie jetzt annehmen, Schweden nichts mehr von ihr wissen. Die Kaiserlichen machen 
Schwierigkeiten wegen des Aequivalents. Die staatischen Gesandten beschliessen abzu- 
reisen, da ihre Bemühungen doch vergeblich sind. Bemühungen für die Reformirten.] 

Om U H.- M. te onderrichten, wat de plenipotentiarisseu van U H. M. 3. Febr. 

») Ew. Kleist. 

*j Nftmlich die Hoefyserscbe Scbuldsache. 



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jß I. Die Allians von 1655. 

uyt der selver speciale last en commisBie uytgedruckt in de iustruetie 
en bygevoeehde copie vau missive aen de Counigiune van Sweeden, 
overgesouden by missive van den vijffden January lestleden, door de 
gedeputeerden uyt haere niiddel tot Osenbrugge hebben genegotieert 
in't bevorderen van de saecke van S. C. D. van Brandenburch, raeckende 
de Pomersche l^anden, en te gelijck mede aengaende de Religions 
saecken in Duyslandt en restitutio van het CUeurfurstelycke Huys Palts, 
sullen U H. M. gelieven te verstaen. 

Am 11. Jan. stellt ihnen der Resident des Königs von Polen Cra- 
conw auf Befehl seines Herren vor, dass die schwedischen Gesandten Befehl 
empfangen haben , den kaiserlichen Gesandten als ihr Ultimatum mitzuthei- 
len, dass ihre Königin mit Vorpommern, Stettin, Garz und Wollin zufrieden 
sein wolle, aber wenn der Kurfürst dies verweigere, ganz Pommern unter 
Garantie von Kaiser und Reich annehmen werde; er (der Resident) habe dies 
sofort dem kaiserlichen Gesandten, Grafen von Nassau, mitgetheilt. 

Dat hy van 't voorsz. mede had openinge gedaen aen de plenipo- 
tentiarissen des Coninck van Vranckryck en daer by gevoecht, dat syu 
Coninck niet willende troubleren den Vrede in 't Ryck sulcx waerschoude 
daer oj) te letten, dat door al te grooten begeerlicheyt men niet nae de 
schaduwe soude slaen. En versocbte hy Resident, dat U H. M. als 
geinteresseert in de Commerces tot affweeringe van de voorsz Swee- 
dische pretentie wilden coopereren. 

Den voorsz. Resident is bedauct voor de communicatie met ver- 
elaringe, dat aengaende de Pomersche saecken de plenipotentiarissen 
van U H. M. by expresse last souden spreecken de Plenipotentiarissen 
van Vranckrijck en des volgenden daechs eenige uyt het middel van 
U H. M. plenipotentiarissen souden reysen nae Osenbrugge, wenschende 
aldaer met hem te corresponderen. 

An demselben Tage — 11. Jan. — haben sie den französischen Ge- 
sandten eine ,,solemnele visite'* gegeben und diesen den Inhalt ihi'er Instruc- 
tion nebst den vou den brandenburgischen wie anderen wohlaffectiouirten 
Ministern ihnen subministrirten Gründen sowie die Proposition des polni- 
schen Residenten vorgetragen. 

Het antwoort bestond in effect in veel complimenten van affeetie 
voor den diepst van S. C. D., en van aenvanck te hebben gewaerschouwt 
aen de Churf. Ministers, dat sy mosten resolveren en met lancksaem- 
heyt de saecke worde quader gemaect, niettemin de saecke ten besten 
te sullen helpen dirigeren, en dat de beer van Avaux ten selven 
eynde des volgende daechs mede soude vertrecken naer Osenbrugge. 

Dan aengaende de bovengeschreven propositie van den Resident 
des Conincx van Pooleu, scheenen deselve te nemen in weynich con- 
sideratie. 



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Geflinnangen der ReiohsstAnde über die pommersche Sache. f'J 

Den 12. January Bijn vier Gedeputeerden uijt het middel van U H. M. 
plenipot. gereijst nae Osenbrugge en den 13. voormiddach aldaer aen- 
gecomen, ende ia denselven dach voorts toegebracht in het doen van 
notificatie van derselver aencorapste, ontfangen van bedanckeningen 
van gedane notificatie. 

Dan sijn geinformeert door een welgeaflFectionneerde Minister, 
dal daechs te vooren in den Evangelische raet (de voorsz. Minister 
present sijnde) was gedelibereert, aengaende de saecke van Pomeren 
deputatie te doen aen de Plenipott. van Sweden; dat Chur Saxen 
( Wiens Soon is Ertzbisschop van Magdenborch) was in singulari opi- 
nione. Anderen hadden sich ingehouden uijt vrese, dat Pomeren wor- 
dende gerestitueert, de satisfactie van Sweden op de Landen van an- 
dere Stenden mochte uijtvallen; Andere hadden verclaert, dat men had 
gesien wat groote oorloge wäre gevolcht en noch continueerde uyt de 
translatie van de Phalts door den Keyser gedaen, wat dan te verwach- 
ten sij, als Pomeren worde wechgegeven tot nadeel van den Churvorst 
van Brandenburch, die noch veel landen en veel ander vrunden heeft. 

Dat hij welgeaffectioneerde Minister altijt bij de Keijsersche had 
geinsisteert op de restitutie van geheel Pomeren off, wanneer sulcx 
niet conde worden geobtineert, dat het dan met de minste quetsinge 
mochte geschieden, als sonder belet van de Commercie, de Pomersche 
Steden blijvende bij haer vrijheijt, Meesters van haer havens, sonder 
gamisoen, en alle nieuwe Licenten en beswaemis tot Rostock, op de 
Oder en eiders in Pomeren affgestelt, tot alle welcke saecken de Po- 
mersche Hartogen geen recht hebben gehadt; Dat de Keysersche sulcx 
wel hadden ingenomen en in Instrumento pacis vervat; Dat de 
Mecklenborghsche ten opsichte van de Wismersche Haven met gelycke 
asseurance hadden gesproocken en Wismar niet te willen verlaten; 
Dat de Sweedische plenipot. hadden verclaert, dewijl de Churvorst 
van Brandenborch geweest is in*esoluijt in syn ant>voort, sij sulcx 
houden voor refus en willen geheel Pomeren behouden onder garantie 
van 't Rijck en ten selven eijnde alhier in 't Rijck onderhouden twin- 
tichduysent man, te betalen uyt de nieuwe Tollen en Licenten, die 
Sweeden moste behouden en wesen dominus maris Baltici ; Dat Swee- 
den niet begeert in Instrumento pacis te begrijpen de conditien van 
te laten aen de Pomersche steden haer vryheyt van Commerces, ha- 
vens, gamisoen, affdoeninge van Licenten en Tollen en alleen aen te 
nemen het jus ducale, maer dat alleen in de keijserlicke Investiture 
soude gesteh en geconditionneert worden Pomeren te houden jure du- 
cali; Dat groot onderscheyt is sulcx te stellen in Instrumento pacis, 

Mater. lur Gesch. d. Gr. KurmrsteD. 111. 2 



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f g I. Die Alliaac tob 16fö. 

djterdoor bet gehcele Rijck soade sijn geobligeert gulcke pa4!ta te 
garanteren, maer alleen Btellende in Inrestitura, soade in effect niet 
anders »ijn al« privata seriptura «ive conventio, niet obligerende des 
Rjcx Btenden. 

Sijn mede geinfornieert van de Brandenborchsche Minister», dal 
tot Munster door de Rijcx Stenden by pluralite}^ van stemmen was 
geresolveert, indien Sweden niet wilde restitutie doen van Pomeren, 
liever *t selve aen Sweden te sullen laten als in oorloge continueren; 
en aen de Brandenborchsche Affgesanten geen tijt hadden willen ge- 
ven, om noch eens te gaen bij den Churvorst rapport doen. 

Am 14. Jan. kommen «zu ihnen die schwedischen Gesandten, nm sich 
über die Vereinbarung der 70 Artikel mit Spanien von ihnen Aaskunft zu 
erbitten. Sie haben erwidert , allerdings werde zwischen den Staaten und 
Spanien über Umwandlung des Waffenstillstandes in einen Frieden verhan- 
delt, aber keinesfallB eher abgeschlossen, ehe nicht Frankreich Satisfaction 
habe. Sie nehmen Gelegenheit, die schwedischen Gesandten um Zeit und 
Ort zu einer Gonferenz zu bitten, um ihnen mehrere Dinge von Wichtigkeit 
zur Beförderung des Friedens vorzutragen. Dieselben erklären sich bereit, 
die Proposition ohne alle weitere Ceremonien sofort entgegen zu nehmen. 
Sie eröffnen also Folgendes: 

„De Staten Generael der Vereenichde Nederlanden genietende de 
Eer van haer Ooninckl. Mat« goede gratie, vruntschap en alliantie, 
wenschen van harten, dat God Almachtich haer Mat meer en meer wil 
zegenen in voorspoet en grootheyt en geven soo geluckige uijtcompste 
van haer Matt wapenen als het vervolch is geweest glorieux, en by 
het nederleggen van wapenen de satisfactie voor haer Mat mach syn 
»00 vast en seecker, als de wapenen sich hebben uytgebreijt in glorie. 
En hebben de Heeren Staten als goede getrouwe vrunden en bont- 
genoten ons belast aen U Excien te representeren, off niet voor haere 
Mt« dienst en glorie considerabel is deselve satisfactie te bouwen op 
een seeckere, vaste en duyrachtige peys in 't Ryck en ontrent deselve 
considereren den toestant van Pomeren, welck sedert veel Jaren her- 
waerts per simultaneam luvestituram op het Churf. huijs van Bran- 
denborch geconfirraeert en by wettelicke successie is gedevolveert, en 
dat alsoo S. C. ü. groote reden soude hebben, sich te beclagen, 
dat men deselve van gemelte Landen gemeijnt en willens soude sijn 
te depossideren, gemerct syne notoire onschult, als die noijt tegens de ' 
Croone Sweden off derselver geallieerde de wapenen heeft gevoert; 
Te meer, alsoo den Conlnck Gustavus Adolphus onsterffelicker Me- 
morie by sijne gedructe Manifesten niet alleen heeft verclaert en ge- 
protesteert, syne wapenen om geen ander oorsaeck noch tot geen an- 



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Proposition der staatischen Gesandten an die schwedischen. |9 

der ooghmerck te hebben gebracht op den Rijcx bodem, als om te her- 
stellen de Duytsche vryheyt en de gedepossideerde vorsten en Heeren, 
syne naeste bloetverwanten, te secoureren en deselve bij Lant en luy- 
den en alle hare gerechticheyt te mainteneren, maer oock in begin 
van het oorloge by Stetyn in tegewoordicheyt des hertoge van Po- 
meren en groot aental van menschen (waer van veel noch in leven 
sijn) God tot getuyge heeft geroepen, het geringste niet van Pomeren 
te suUen behoudeu en den hertoge van Pomeren de Pomersche alliancie 
niet anders heeft geagreert en beswooren als met conditio, dat sulcx 
pacto confraternitatis tusschen Pomeren en Brandenburch by eventuale 
successie onnadelich soude wesen, in conformiteyt van het foedus Sueco- 
Gallicum art 4, met brengende, dat alles in den stant van 't Jaer 
1618 soude gebracht worden. 

Ende dewijl onder de bloetverwanten van hoochstged. Coninckl. 
Ma* S. C. D. de naeste is, en noch tegenwoordich desselffs Affgesan- 
ten soo tot Munster als hier tot Osenbrugh sonder contradictie van 
de loffelycke Croone Sweden het recht van sessie en suffragie wegen 
Pomeren genieten en daer in continueren, soo is, dat de Heeren Staten 
vertrouwen, dat haer Coninckl. Mat niet soo hart op de behoudenis 
van Pomeren sal insistereu en alleen het Churf. Huijs Brandenborch 
het syne ontrecken, daer andere schoon van andere partije gerestitueert 
off gerecompenseert worden en S. C. D. niettegenstaende syne geseyde 
onschult tot satisfactie van de Croone Sweden billicke en acceptable 
conditien van het syne is anbiedende, met de welcke in redelickheijt 
soude contentement te nemen syn. 

Daer bij dan noch haer Mat gelieve te overwegen, by aldien de 
wapenen van Sweeden syn gebracht in 't Ryck, om dat voor de Croone 
niet was te lijden dat een ander als den hertoge van Pomeren off di« 
het by eventuale successie toestont, sich der Pomersche landen en ha- 
vens soude bemächtigen, off niet de Croone Sweeden, behoudende het 
besit van Pomeren, daer mede aen andere omleggende Coningen, Prin- 
cen en Vorsteu Jalousie soude doen scheppen. 

Dat oock den Vrede vaster, seeckerder en glorieuser sal syn voor 
de Croone Sweeden, soo wanneer die met genougen van S. C. D. ver- 
cregen wort, daer andersints mogelich een groote wonde in den Staet 
van 800 ansiendlycken lidt des Rycx open blyvende niet soo lichtelijck 
ßoude cicatriseren, maer bij een of ander occasie oorsaecke soude syn 
tot nieuwe oorlogen, die niet altyt met even goet succes comen uyt te 
Valien. En gelijck de translatie van de Churpaltzischc digniteyt ge- 
daen door Keyserl. Mt heeft nae sich getrocken soo langdurige lant- 

2 * 



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20 I- I^>e Allian« von 1655. 

verderffelicke oorloge in 't Ryck, off niet uijt de translatie ran Pomeren 
in weerwil van den wettelijcken erffheer door Kcyserl. Mat geschie- 
dende tot eenigen tijt gelijcke off grooter onrust soude te besorgen sjn. 

En wanneer tot besehermiuge van die te doene translatie cryebs- 
volek in 't Ryck gebouden en de nieuwe opgestelde beswaernis der 
Commerces soude continueren, off niet sulck tracteraent geschiedende 
aen soo nae venvanten het gemeijne interest van 't Commercium aen 
ander geallierden en ander Coniugen, Princcn en Stenden groot na- 
dencken soude geven. 

Alle welcke reden de Heeren Staten ons hebben belast aen U 
Excien te gcmoct te voeren, onder vertrouwen dat, haer Coninckl. Mat 
deselve overwegeude met soo goedertieren vredelievende gemoet als 
de beeren Staaten uyt oprechte sincere intentie als getrouwe vrunden 
en bontgenooten syn voorstellende, haer Coninckl. Mat aal gelieven 
de intercessie van de Heeren Staten plaets te geven en S. C. D. in 
het besit der Pomersche landen restitueren.'' 

Op dese propositie antwoorde eerst de beer Oxenstern, dat de 
voorsz. reden waren considerabel, die sy by haer selffs wilden overdencken 
en by den post morgen vertreckende aen de Coninginne overschrijven. 

Daer nae de beer Salvius continuerende verhaelde in 't lange: 
Dat Sweeden hat gesocht den Churfurst te obligeren tot affsonderlieke 
haudelingh over Pomeren en sedert omtrent sestien jaren herwaerts 
had gesocht te handelen, ten eijnde den Churfurst wilde verclaren wat 
recompense S. C. D. voor Pomeren soude aennemen, en dat sulcx heb- 
bende verclaert, Sweeden en Brandenborch malcander mochten helpen, 
om te incorporeren sulcx als den Churfurst tot syne recompense soude 
genoug achten, om daer nae bij ander Tractaet Pomeren in permutatie 
te restitueren, doch dat den Churfurst altijt getraineert, oock het trac- 
taet van, Neutraliteyt niet geratificeerd had, en de ratificatie gesonden 
sijnde, de Gesaute had geseyt ongelast te sijn, om de selve uyt te wis- 
selen en nu lestelick door de beeren Plettenburch en St. Romain') 
gesommeert sijnde, sich de verclaren, had de Churfurst gegeven reso- 
lutive antwoort: Indien Sweden wilde stellen Oderam pro temiiuo, 
dat sulcx in der eeuwicheyt niet soude geschieden.^ Daerom sy Sweet- 
sche plenipot. sulcx siende te sijn finale resolutie, hadden verclaert 
haer gedane alternative van Voorpomeren off Achterpomeren niet meer 
gestaut te doen, maer te moeten blyven by de last van te Coninginne, 
om in weerwil van den Churfurst te behouden geheel Pomeren onder 
garantie van 't Rijck, welck daer verclaert te sijn geneycht, en dat de 

1) Einen der kaiserlichen nnd einen der fransösischen Qesandten. 



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Ablehnende Antw. d. Schwed. Neuer Vormittelungversach d. Staat. Gesandten. 21 

recompense soude syn te versoecken aen den Keijser, welck sy met 
aenneiuen, eyntelich daer byvoegeude, de voorsz. reden waren consi- 
derabel, maer verclaren als luyden met Eere, costen de saeck niet 
brengen in deliberatie, om dat sy hebben expresse eontrarie last, en 
sulcx te schrijven aen de Coninginne soude ten minsten ses weecken 
tyt verloopen en ondertusschen aencomen den tyt van de nieuwe cam- 
pagne, daermede dan alles noch soude verwijderen; oock dat sij 
schoon met de Keyserschen hadden geslooten en alleen resteerde het 
teyckenen en haer woort niet costen te rugh nemen. 

Is gerepliceert, dat men hier by provisie voorslagen soude connen 
doen van vruntlick accommodement, welck mogelick soo favorabelick 
soude voorgestelt worden, dat de Coninginne daer van rapport ontfan- 
gende 't selve met een vredelievende gemoet soude aennemen. 

Welck bij haer is geexcuseert op eontrarie last en te suUen aflT- 
wachten, dat men haer noch naeder op dit subject soude spreecken, 
maer dat zy verwachtende den post van Sweeden mogelich daer bij 
claerder esclaircissement souden becomen en alsoo liever visite souden 
ontfangen mergen naemiddach, off wat mochte voorvallen welck aen 
de Coninginne soude sijn te schrijven. 

Ten selven dage syn de voorsz. Gedeputeerden besocht van de 
beer Leuven^ Brandenborchsche Plenipot., die nae gedane compli- 
raent^n over der selver aencomste de bevorderinge van de Pomersche 
saecke heeft gerecommandeert. En is beantwoort, dat sy Gedeputeer- 
den ten selven eyude uyt expresse last van U H. M. waren derwaerts 
gecomen en den selven voormiddach met de Sweetsche plenipot. in 't 
lange hadden geconfereert, en daer by verhaelt al wat met de Sweed- 
sche plenipot. gehandelt en dat by deselve eyntelick geantwoort was, 
met de Keysersche te hebben geslooten, als voorsz. is, en uyt de me- 
n^es van de Keysersche en Sweedsche was te presumeren, sulck by 
onderlingh concert te syn geschiet, om den Churfursten te prevenieren. 
Begeerden also syn advis, wat sy Gedeputeerden meer souden mögen 
doen; daerop hij versochte aen voorsz. Gedeputeerden, debvoir te doen, 
ten eynde de saeck in surceantie en tractaet mocht gebracht worden, 
en dat sij als uyt haer selffs wilden voorslach doen van een gedeelte 
in Pomeren en wat recompense daervoor by cooperatie van Sweeden 
soude gegeven worden. 

Am 15. machen sie den schwedischen Gesandten den Gegenbesuch und 
Rtellen nochmals vor, dass eine Vereinbarung mit dem Kurfürsten selbst doch 

^) Job. Friedrich v. Loben (vgl. über ihn Urk. u. Actenst. I. p. 694) war nebst 
Matthäus Wesonbeck brandeoburgischer Gesandter in Osnabrück, 



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22 I' I^ie Allianz von 1655. 

sicherer sei als eine blosse Concession des Kaisers. Dieselben erwidern : 
Dat sy sedert 15 oflf 16 jaeren hervvaerts te vergeefFs hadden gesocht 
met den Churfurst te accorderen en, nu den Churfurst had gegeveu 
geheel aflfslagige antwoort (in der eeuwicheijt niet te sullen toestaen 
de Oder te stellen pro termino), sy sulcx opnemende voor finale weij- 
geringh van aecomraodement, sich tegen de Keijsersche hadden ver- 
claert en bij deflelve was toegestaen, geheel Pomeren te laten aen 
Sweden onder garantie van 't Rijck; dat oock de Churfurst betoonde 
geen accommodement te begeeren, maer de wapenen te willen aen- 
nemen, hebbende albereyt achtien Oversten gestelt en voor tweehon- 
dertduysent gülden amunitie van oorloge gecocht. Seyden alsoo wel 
te willen verstaen het advis en goeden raet van de voorsz. Gedeputeer- 
den, oflf, sonder retardement van den peijs, sy Sweedsche plenipot 
souden connen verstaen tot ander onderhandelingh en wat voorslagen 
haer souden gedaen worden. 

Daer tegen is gerepliceert, dat sy het woort „ii^ der eeuwicheyt" 
nie behoorden op te nemen voor een finale weijgeringh, dat het niet 
soo vreemt was, eenigh hart woort te eschaperen in soo grooten saeck, 
dat seeckerlick de meijninge van S. C. D. was te tracteren sonder re- 
tardement, dat de ganschelicke meijninge van U H. M. en den last 
van den Gedeputeerden was, geen retardement te brengen in de han- 
delingh, dan wenschen en versoecken, dat de saeck niet mochte blij- 
ven in extremiteijt, maer herstelt worden in termes als die was ge- 
weest op de alternative, versoeckende te verstaen, in wat voegen voor 
dese deselve alternative was voorgestelt geweest, om daerop te han- 
delen, welck ontwyflFelick den Keyser soude aengenaem wesen, als die 
alsoo minder soude hebben te garanderen, als het geschiet met belie- 
ven van den Churfurst; Dat sy Gedeputeerden waren ongelast voor- 
slagen te doen oflf te hooren, dan nae haer beduncken souden tusschen 
dese extremiteyten media te vinden sijn, om aen Sweeden eeniger 
maten op Pomeren satisfactie te geven laten geschieden, welck Swee- 
den wel heeft gemeriteert en U H. M. als goede bontgenoten wen- 
schen dat ten besten gieschiede, dat insgelick geschiede satisfactie aen 
den Keyser en aen den Churfurst van Brandenburch en ten opsichte 
van de Commerces aen den Staet van U H. M., over alle welcke 
soude connen gehandelt worden. Hierop seyden de plenipot. van Swee- 
den, dat de Pomersche Stenden verclaren, oflT wel Pomeren onder de 
vorsten is gedeelt geweest in twee vorstendommen en op Rijcxdagen 
twee stemmen gehadt, dat sulcx nu niet meer can geschieden en de 
Landen van Pomeren niet connen gedeijlt worden; Dat om deselve 



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VerhandlungeD mit den Kaiflerlichen. 23 

reden aen Sweeden moet verblijven geheel Pomeren en den Churfurst 
eider sijne Batisfactie ontfangen; Dan ten opsichte van de Commerces 
was Sweden geresolveert en was oock geconveniert, om aen den Staet 
van de Vereeniehde Nederlanden en anderen contentement te doen. 
Verelaerden eijnteliek sich naerder te sullen bedencken en morgen de 
voorsz. Gedeputeerden te sullen spreecken. 

Am selbigen Tage kommen die kaiserlichen Bevollmächtigten, Graf 
Lamberg, Volmar und Crane, zu ihnen und beglückwünschen sie wegen 
des, wie man erzähle, mit Spanien abgeschlossenen Friedens; ferner bitten 
sie, die Annahme einiger Puncte, über die der Kaiser mit Schweden noch 
nicht einig sei, bei den schwedischen Gesandten zu befördern. Auf den ersten 
PuQct erwidern sie, dass der Friede mit Spanien ohne Befriedigung und Zustim- 
mang Frankreichs nicht geschlossen werden könne; den zweiten betreffend 
ersuchen sie die Kaiserlichen, den Streit über Pommern vermitteln zu helfen. 
Hierop is geseyt, dat de Churvorst had alle accommodement affgeslagen 
en verclaert de gedaene anbiedinge in der eeuwicheijt niet te sullen toe- 
staen; Dat aengaende het behouden van heel Pomeren de Sweedische 
Plenipot in banden hadden alle de conditien, over eenige van de 
welcke sij met den Keijser waren verdragen en andere noch in be- 
dencken hadden genomen, ende alsoo de saeck niet was in syn ge- 
heel, en sij keijsersche plenipot. geene ander voorslagen conden doen, 
maer evenwel te sullen aengenaem syn, Indien sulck door voorsz. (U 
H. M.) Gedeputeerden met bewilliginge van den Churfurst coste ge- 
schieden. Daerop deselve in eflfect met gelijcke reden als de Sweed- 
sche op 't voorsz. subject sijn bejegent, hier boven verhaelt. 

Welcke conferencien gehouden met de Sweedsche en Keysersche 
de voorsz. Gedeputeerden ten selven dag hebben gecommuniceert aen 
den beer Leuven en ander aenwesende Churbrandenburchsche Affge- 
santen, de Heeren Wesenbecius en Fromholt');, de welcke resol- 
veerden, dat soo haest de Sweedsche, volgens aflfscheyt met de selve 
genomen, naerder met voorsz. Gedeputeerden souden hebben gesproocken, 
als dan een uijt haer middel in diligentie soude reijsen na den Chur- 
furst, om des selflfs resolutie te verstaen. 

Am 16. Jan. besuchen sie den Grafen Trautmannsdorf, der wegen 
Krankheit das Zimmer hütete, und treffen dort die übrigen kaiserlichen Be- 
vollmächtigten. Sie tragen vor, dass sie express hierher gereist seien, um 
auf Befehl der Staaten als guter, neutraler Nachbarn die pommersche Sache 
zu vermitteln. Sie fordern die kaiserlichen Gesandten auf, bei den schwe- 
dischen mit dahin zu wirken, dass wieder über die Alternative als Grund- 
lage verhandelt werde, wozu der Kurfürst von Brandenburg durchaus ge- 
neigt sei; die Schweden thäten Unrecht, jene einem kaiserlichen Gesandten 

*) Joh. F r m h o 1 d u. Fr. V. d. U e i d e u waren die brandenb. Gesandteii in Münster« 



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24 I- ^^10 Allianz von 1655. 

(Plettenberg) gegenüber gethane Aeusserung des Kurfürsten für eine 
definitive Ablehnung jedes Compromisses zu halten und denselben zu be- 
schuldigen, er suche nur die Sache zu verschleppen, um seine Kriegsrüstun- 
gen zu vollenden; die Staaten gehe übrigens die ganze Angelegenheit nicht 
direct an, da sie über die Handelsfrage — sijude de ziel vanü H. M. Staet — 
sich mit Schweden jedenfalls würden verständigen können. Hier door den 
Graeflf van Trautmansdorff synde tusscben geseijt, de Churfurst 
had opinie gehad, dat de Keyser sich Poraeren had willen approprie- 
ren: is gerepliceert, daer van niet te hebben gehoort, niaer dat de 
Sweedsche hadden gemeynt in de Tractaten over Pomeren den Chur- 
fursten te verbinden tot nipture tegen den Keyser en mogelick, dat des 
Churfursten beer vader had impressie gehad van Wallesteyn; seijde 
de Graeflf van Trautmansdorff, van de Keyser is geen woort, letter 
noch sillabe geweest, maer Wallesteyn heeft geleden rechtveerdige 
straflFe. Ver\'^olgens is voorgestelt en gerecommandeert de Religions- 
vrede te mögen herstelt worden in 't Ryck, beyde soo voor de Gere- 
formeerde als voor de Lutersche met egaliteyt tussehen deselve, en, 
gelijck per pacem Religionis het Rijck bycans hondert jaren was ge- 
bleven in vrede en pax Religionis verbroocken synde aenstonts was 
gevolcht dese langdurige, landverderffelicke oorloge, alsoo wäre het 
daervoor te houden, dat de Religionsvrede wordende herstelt de peys 
seeckerder, vaster, heerlicker en duyrachtiger soude syn. Ende ten 
derden, dat tot verseeckeringh van den peijs hierby eomt de restitutie 
van 't huys Paltz, welck mede met alle reden van inductie worde ge- 
recommandeert. 

Raeckende de Pomersche saeck antwoorde den GraeflT van Traut- 
mansdorff, dat de Keijser meest aengenaem sal syn, met minste 
quetsinge en met consent des Churfurst te haudelen de satisfactie van 
Pomeren en veel defereren aen de intercessie van U H. M. en alsoo 
gaerne te sullen sien, dat de saeck door der selver bemiddelingh her- 
stelt worde in termes van te connen handelen op de alternative. 
Raeckende de Religions vrede, dat van wegen den Keijser daerin was 
gedan soo ample verclaringe, dat daerbij overal contentement soude 
gevonden worden. Raeckende de Paltz, dat de Keijser was geresolveert 
te restitueren de Nederpaltz met de plaete van achtste Churfurst, 
blijvende de Overpaltz met de Chur aen Beyeren, in welck huijs vier 
hoofden syn, die connen uijtsterven en alsoo alles weder comen op 't 
Paltzische huijs. 

Tegen den avont de beer van Avaux tot Osenbrugge aengeco- 
men sijnde, hebben de Gedeputeerden van U H. M. denselven aenstonts 
verwillecomt en verhaelt wat op 't subject van Pomeren was genego- 



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Ankunft d*Araux*s und Wittgenstein^s. Die Wünsche des Kurfürsten. 25 

cieert met de Sweedsche Plenipot., die hadden verclaert te sijn gelast 
de alternative niet meer aen te nemen, dan eijntelick naer verscheij- 
den reden en wederreden hadden verclaert sieh te sullen bedencken 
en desen dach te sullen antwoort geven, dan dat deselve nu hadden 
doen Seggen, eerst met hem heer van Avaux te willen confereren. 
Recommandeerden alsoo aen voorsz. heer van Avaux te willen bear- 
beijden, dat de Sweden de handelingh over de alternative admitteren, 
daer toe de Churfurst in weijnich dagen soude last senden, om welcke 
last morgen een van des Churfursten Ministers naer den Churfurst 
soude reijsen. Het antwoort was, met de Sweedsche te sullen con- 
fereren en ofBcien doen, ten eynde tot de minste quetsinge des Chur- 
furst en met desselffs consent mochte gehandelt worden. 

Am lt. Jan. besuchen sie den Grafen Wittgenstein, obersten bran- 
denburgischen Bevollmächtigten, der am 16. Abends spät nach Osnabrück 
gekommen war, und berichten ihm die schwierige Lage der pommerschen 
Sache in Folge der zwischen Schweden und dem Kaiser hergestellten Ver- 
ständigung, obwohl diese noch nicht vollkommen zu sein scheine. 

De voorsz. Graeflf van Witgesteijn antwoorde te hebben met- 
gebracht volcomen last van den Churfurst ad omnes fines, ^iersochte 
advis van jie Gedeputeerden om 't selve te gebruycken; dat op instan- 
telyck begeeren van de Sweedsche hij den Chur\^or8t had gedisponeert, 
om aen voorsz. Plettenburch te geben dilatoir antwoort, ten eynde 
om van den Keijser te becomen beter recompense voor 't verlaten van 
Pomeren; dat op der selver begeeren hij den Churfurst mede had 
gesproocken, om te maecken aliantie met Sweden tot continuatie van 
wapenen, om voor Sweden te procureren de Bisdommen Bremen, 
Osenbrugge,, Minden; dat nu alles door de Sweden gerenverseert sijnde, 
de Churfurst difficiler soude wesen, had hem gelast te insisteren op 't 
behouden van Hinderpomeren met Stetijn, Garts ent het Eijlant Wolijn 
en in recompense van Voorpomeren bedingen Halberstadt, Magdeburgh 
(blijvende vier Ampten aen Chursaxen) met het Stift Minden en te 
stellen tot arbitrage van Vranckryck en U H. M., off die BisdommeU; 
als voorsz., süffisant sijn om te recompenseren Voor- Pomeren, en te 
negocieren off, gedurende 't leven van den Bisschop van Maegdeburch, 
de Churfurst soude connen gebruijcken het Bisdom Osenbrugh en, bij 
weijgheringh van 't selve, gedurende 't leven van den voorsz. Bisschop 
te genieten recompense in Silesia; aengaende Stetijn met Garts en 
Wolyn te reserveren de optie, om de selve te behouden off in plaets 
van de selve twaelff hondert duysent Itijcxd., te betalen door de Rijcx 
Stenden, oft* uyterlick behouden Stetyn als Residentsplaets, latende 
de voorsz. 1,200,000 ßijcxdls aen Sweden, off geen van de voorsz. geld 



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26 I- 1^1« Allianz von 1655. 

aen te nemen, behoudende de optie om te sien off de Churfurst door 
besendinge off brieven soude connen bewegen de Coninginne van 
Sweden, om Stetijn tegen de voorsz. 1,200,000 Rijckdaelders te vertaten. 

Am 18. schickt ihnen der braudenburgische Gesandte Fromhold eineo 
Bericht über eine Conferenz mit d'Avaux: derselbe habe gesagt, die Schwe- 
den beständen so hartnäckig auf ganz Pommern, weil die Königin sich 
hierzu den Reichsständen gegenüber verpflichtet habe; ständen diese davon 
ab, werde man wieder über die Alternative verhandeln können. Zu glei- 
cher Zeit besucht sie d'Avaux selbst und berichtet über seine Unterredung 
mit den schwedischen Gesandten: nach seiner Meinung werde es nun das 
Dienlichste sein, wenn Brandenburg die Alternative annehmen zu wollen 
erkläre und Frankreich um die Vermittlung ersuche. 

Den selven dach syn de Gedeputeerden gevisiteert van de Sweed- 
sche plenipott.,'die nae lanck verhael, te defereren aen de recomman- 
datie van U H. M., seijden, sich tegen de Keysersche te hebben ver- 
claert over geheel Pomeren en geen andere nieuwe voorslagen te 
connen doen, vermits het affslagigh antwoort van den Churfurst etc. 
Daerop geseijt is, dat het voorsz. antwoort bij voorgaende concert 
tusschen haer Heeren öweedsche plenipott. en de Graeff van Wit gen- 
stein was gemoijenneert, om met tijtwinninge by den Keyser beter 
conditio van recompense uijt te wercken voor den Churfurrt; dat aen 
de Heer St. Romain was geantwoort, dat de Churfurst aen Sijne ple- 
nipott. soude volle last geven, om te negocieren op de saeck ten prin- 
cipale, daer toe de Graeff van Witgenstein nu gelast en aen Sweden 
geen affslagigh antwoort gegeven sijnde, de redlicheyt vereyst, dat de 
saeck worde verstaen te syn in den vorigeii staet, en dat om de cort- 
heijt van tyt geen last off resolutie ter contrarie conde gecomen syn*); 
Dat sy . Gedeputeerden van wegen U H. M. alleen gelast feynde, om 
als goede getrouwe nabuyren en geallieerde te recomraanderen het ac- 
commodement, sonder te mögen doen off aenhooren eenige voorslagen, 
welck alleen den Churftirst raeckte, sy vertrouden, dat sy beeren 
Plenipott. sulcx alsoo ten besten souden opnemen, te meer, dewyl de 
Keysersche plenipott. to twee reysen tegen de voorsz. Gedeputeerden 
hadden verclaert, dat wel verclaringen op heel Pomeren waren ge- 
schiet, maer evenwel liever te sullen sien, dat met-meeste contente- 
ment en consent van de Churfurst worde gehandelt. 

Endlich erklären die schwedischen Gesandten, sie könnten keine neuen 
Vorschlage thun, das sei Sache des Kurfürsten, der es entweder selbst oder 
durch die französischen oder staatischen Gesandten thun müsse. Die staa- 
tischen Gesandten versprechen, dies zu befördern. 



*) Nftmlich aus Sohweden. 



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Der Kurfürst nimmt die Alternative an, Schweden weigert sich dessen. 27 

Tegen den avont qvam den Graefif van Witgenstein deGedepu- 
teerden visiteren, seggende te hebben gehadt visite van de Sweedsche 
bestaende alleen in eomplimenten, dat hy iterativeliek had versocht, over 
de saecke van Pomeren ten principale te conferereu; maer bij de Sweed- 
sche was geweijgert, blyvencle alleen by complimenten; hadde dan 
noch versocht tijt en uyre, om aen haer huys openingh te doen; eijn- 
telyck de beer Oxenstern had geseijt in corte woorden hem te suUen 
hooren, had alsoo hij beer Graeff van Witgensteyn verhaelt, op 
voorgaende concert met de Sweedsche te hebben geprocureert by den 
Churfurst het aflfslagigh antwoort aen den voorsz. beer Plettenburch, 
om met tytwinninge van den Keyser beter recompense voor Pomeren 
te vercrijgen, en alsoo mede te hebben versocht des Churfiirsten last 
op de alternative, daer op hy nu geinstrueert was, en met verwonde- 
ringh te sien, dat sij Sweedsche nu sich heel anders hadden verclaert, 
sonder te letten op het gehenden concert, als voorsz; dat de Sweed- 
sche sulcx heel hart hadden opgenomen en geseijt, sich in geen han- 
delingh met den Churfurst te connen inlaten; dat hy Graeff van Wit- 
genstein last hadde in allen deelen met de frangoische Plenipott. en 
met die van U H. M. te corresponderen en derselver advis te ge- 
bruijcken; dat des Churfursten meijninge was te accepteren de alter- 
native, mits behoudende soo veel respyt, om aen de Coninginne te 
versoecken, dat de optie van Stetijn off 1,200,000 Kycxdlrs verblyve 
aen den Churfurst, en Indien de Coninginne daer toe ongeneijcht is, 
dat dan evenwel de Churfurst de alternative soo soude aennemen en 
uytterlick Stetyn met Garts en Wolyn laten glisseren, behoudende 
de 1,200,000 Rijcxdlrs; dat hij door de beer Fromholt -gelycke 
openingh had laten doen aen de Heer van Av au x, om te seggeu, dat 
op voorstel van de frangoische plenipott. de Churfurst had geaccepteert 
de alternative en daerom versoect het effect van sulck voorstel te ge- 
nieten. En nae eenige wisselingh van reden worde versproocken, dat 
de Gedeputeerden morgen met den beer van Avaux souden confere- 
ren, in wat wegen des Churfursten verclaringe best aen de Sweedsche 
soude worden bekent gemaect, sonderliugh mede daer op lettende, dat 
bij het aennemen van de alternative te gelijck worde gehandelt en 
vastgestelt, aen de Churfurst te suUen wedervaren redelicke recompense 
nae proportie van *t geene de Churfurst soude moeten vertaten, en 
mede te letten, off bedongen can worden, dat hier nae bij eenige lich- 
tinge off onderhout van Crijchsvolck des Churfursten Landen van in- 
quartieringe verschoont bleven. 

Den 19. Vormittags haben sie dem Grafen d'Avaux den Inhalt der 



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2g I. Die Allians von 1655. 

üuterredung mit Graf Wittgenstein mitgetheilj und ihn um seine Mei- 
nung gebeten, wie die verlangte kurfürstliche Erklärung den Schweden zu 
eröffnen sei, „off deselve te doen by eenlge gradus", und ob nicht die Alter- 
native von Anfang an eine Recompensation für den Kurfürsten in sich be- 
grifi'en habe. d'Avaux berichtet, Salviu^ bestehe nach wie vor auf gaaz 
Pommern: dat Ey beer van Avaux was van advis niet te gaen per 
gradus, maer aen de Sweden recht uyt te seggen, dat de Churfiirst 
aenneemt de alternative; dat by gradus gaende de Sweeden sulex sou- 
den opnemen voor een pretext, oni de aennenainge van de alternative 
te rejecteren, en dat Sw^eeden geen verseeckeringh soude doen voor 
de recompense, maer alleen offices. Is mede gediscoureert, dat de 
Churfurst versoect respyt, te senden aen de Coninginne van Sweden, 
om te sien oflf hare Mt wil laten aen de Churfurst optie van Stetyn 
te behouden tegen 1,200,000 Rijcxdaelders, en de Coninginne sulex wey- 
gerende, dat de Churfurst evenwel van nu äff aenneemt Stetijn te laten 
aen Sweeden. Eijnteliek worde versproocken, dat men te gelijck soude 
gaen by den Graeflf van Witgensteyn, om te adviseren in wat we- 
gen de saecke by de Sweeden soude worden genegocieert. 

Am Nachmittag kommt d' Avaux mitzütheilen , dass er von From- 
hold ein Schriftstück, die Intention des Kurfürsten in Betreff Pommerns 
enthaltend, empfangen habe'): lu welck schrift hij heeft voorgelesen 
alleen twee poineten, die hy seyde liem te mishagen, het eerste 
faeckende het aennemen van de alternative, dat, daer in was geexci- 
peert het.Eyland Wolijn, het tweede raeckende de recompense, dat 
daer in was geeijscht Minden met het Graeffschap öehauwenburch 
en te houden Osenbrugge gedurende den tyt dat Magdebourgh soude 
vacant worden; dat na syn advis de alternative behoorde simpelick 
te worden aengenomen, bedingende tijt om aen de Coninginne te 
mögen versoecken gracieuse restitutie van Wolyn, en voor recom- 
pense te eyschen geheel Achter - Pomeren met het Bisdom Camijn, 
1;200,000 Rijcxdaeld.; het Bisdom Halberstadt, het Ertzbisdom Mag- 
denburch in eventum en gedurende het affwachten van de vacance te 
bedingen usum fructum van Minden. Daerop by de Gedeputeerden ge- 
discoureert wesende, off, nae gedane declaratie van te accepteren het 
eerste poinct van de alternative, de Sweeden raeckende haer satisfactie 
souden tevreden syn te comen tot besluyt van Vrede en souden ga- 
rand syn voor de recompense voor den Churfurst, seyde de beer van 
Avaux, dat de Sweden souden aennemen de satisfactie, om te comen 
tot besluyt, dan voor de recompense alleen te sullen offices doen, son- 
der de selve te garanderen. En is by concert goet gevonden gelijck 

ij Abgedruckt bei Meiern IV. 240. 



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Vermittelungs versuche d'Avaux's. 29 

te gaen by de Chur-Brandenburchsche, alwaer gecomen synde, de 
voorsz. beer van Avaux heeft gelesen den brieflf van de Sweedscbe, 
daer in de alternative^) was gestelt tot optie van den Churfurst, 
sonder verseeckeringb van de recompense, en wederom in effect heeft 
verhaelt sijn boven geschreven bedenkingen op voorsz. schrift van de 
heerFroniholt; dan dat de alternative alsoo simpelick behoorde aen- 
genomen te worden, ora geen aenstoot te geven by de Sweedsche en 
Keysersche, die den eysch van Wolyn gestelt buyten de alternative 
soude aengenaem syn, om derselver eysch op te nemen voor refiis 
van de alternative, en Osenbrugge als eeu Catholick Stift niet coste 
toegestaen worden van den Keyser en de Catholique Stenden, en Vrank- 
rijck daerin mede swai-icheyt soude maecken. De Brandenburchsche, 
eerst by sich selfFs hebbende geconsulteert, versochten daer nae aflf- 
sonderlick te spreken met de Gedeputeerden , die haer in bedencken 
stelden, dat de recompense niet diende gesepareert van de alternative, 
maer deselve aennemende, dat te gelijck moste verseeckeringb syn 
van de recompense, daerover aenstouts soude dienen genegocieert met 
de Keysersche, oflF anders de renonciatie van Voor-Pomeren (te doen 
in de alternative) soude mögen aengenomen en de recotnpense in de 
wint geslagen en de Churlürst gefrustreert worden. Ende veiTolgens 
worde den heer van Avaux versocht door de Chur-Brandenburchsche, 
uyt hären naem sonder exhibitie van voorsz. schrift te verclaren aen 
de Sweedsche, dat den Churfurst aenneemt het eerste poinct van de 
alternative, mits te mögen versoecken aen de Coninginne gracieuse re- 
stitutie van Wolijn, en dat aen den Churfiirst soude gerestitueert wor- 
den Achter -Pomeren met het Stift Camijn en voor recompense soude 
gegeven worden 1,200,000 Rijcxdaeld., het Stift Minden met de Graeflf- 
schap Schouwenburch, en te mögen versoecken aen de Coninginne, om 
Stetyn tegen aenneminge van de voorsz. 1,200,000 Rycxd. te restitue- 
ren, en aflFwachtende de vacance van Magdeburgh te genieten usum 
fructum van. eenich Landt, daer toe hij heer van Avaux soude voor- 
staen bij de Keijsersche het Vorsteudom Glogauve in Silesien. 

Nae het scheyden van dese conferentie, die lat in den avont hadde 
gedujTt, worde by de Gedeputeerden goetgevonden aen de heer Fromr 
holt op 't subject van de alternative te senden de besloten Missive*). 

^"^ Das Scbreiben war von Salvius ad die französischen Gesandten gerichtet, 
dat. Osnabrück 25. Nov. 1646, und enthielt die Alternative: entweder nimmt der Kur- 
fürst Hinterpomraem mit Kolberg und Cammin an oder erhält nichts. 

^) In der sie den brandenburgischen Gesandten rathen, sich auf die schwedische 
Alternative nicht eher beistimmend zu erklären, bis sie in Betreff der Recompensa- 
tlon Sicherheit empfangen. 



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30 I- Die Allianz von 1655. 

Den 20en tegen den avont is de beer F romholt gecomen bij de 
beer van Loenen*) seggende, dat bij badde gevvenscbet de voorsz 
Mis8i\^ van gister avont een balff uyre vroeger te bebben ontfangen, 
dan de beer van Avaux in bet scbeyden van de conferencie bad syn 
Secretaris bij bem beer Frombolt gelaten, die presseerde om de 
voorsz. declaratie^) te bebben in scbrift en de selve nauwelijcx ge- 
sebreven synde bad metgenomen, waer van bij de Minute vertoonde 
en vorgelesen bebbende daer by voegde: 

Dat aengaende de woorden „Pomerania anterior cum annexis" sij 
badden goetgevonden te blyven by den inbout van den Sweedscben 
brieflf, inboudende de voorsz. alternative, sonder daer by te doen eenige 
interpretatie oflf extensie, die sy eerst van de Sweeden v^^ilden ver- 
wacbten. Dat de Graeflf van Witgenstein scboon bad aengevangen 
met de Graeff van Trautmansdorff te negocieren: DerGraf Traut- 
mann sdorf babe gesagt, die Reeompensation wäre zu excessiv und von 
höberen Einkünften als ganz Pommern; das Erzstift Magdeburg komme 
allein fast der ganzen Mark Brandenburg gleich, was er aus den Zahlen 
der Römermonate zu beweisen gesucht habe. Wittgenstein habe ihm aber 
entgegengehalten, dass man bei den Bisthiimern zwischen den Einkünften 
des Bischofs und denen des Capitels unterscheiden müsse, dass bei Halber- 
stadt die ersteren nur ein Drittel betragen und von diesem Bisthum die 
Grafschaft Hohenstein den Grafen von Schwarzburg gehöre, auf Ascanien 
(Aschersleben) die Fürsten von Anhalt, obwohl ungegründete, Ansprüche 
machten. Frombolt versocbte eyntelick, dat de Gedeputeerden noch 
een dach off twee wilden verblyven om haer te assisteren, versocbte 
mede advis, indien bet Stift Minden niet absolutelijck conde worden 
vercregen van den Keijser voor een gedeelte van de recompense, off 
dan usus fructus van 't selve Stift soude mögen bedongen worden ge- 
durende bet Interim van Magdeborcb. Daerop worde geantwoort, dat 
de Gedeputeerden niet waren gequalificeert om te mögen raden off 
advis geveu, maer dat de Churfurst en desselffs Ministers mosten sien, 
off niet dcse tyt, dat ex necessitate tempomm moet worden gebandelt 
over 't vertaten van Pomeren, mede vereyst minder recompense te ac- 
cepteren, als geen beter te becomen is; dan dat de Gedeputeerden op 
haer versoeck noch wel een dach off twee souden blijven. 

Den 21. Vormittag kommt Graf Wittgenstein zu ihnen und berich- 
tet, dass die Schweden, auch nachdem ihnen d' Avaux die Annahme des 
ersten Theils der Alternative durch Brandenburg mitgetheilt, auf ganz 
Pommern beständen; er ersucht nun die staatischen Gesandten, die branden- 

*) i. e. Bartolt van Gent, Heer van Loenen en Meyncrs wijck. 
') Bei Meiern IV. 225 und 266. Vgl. übrigens das Memoire d'Avaux's vom 
21. Jan. über diedelben Verhandlungen im N^g. secr. t. la paix de Munstei' IV. 6. 




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Hartnäckigkeit der Schweden; Schwierigkeit der Recompensation. 3I 

burgische Sache bei den kaiserlichen, französischen und schwedischen Be- 
vollmächtigten zu unterstützen, was sie auf sich nehmen. Am Nachmittag 
gehen sie auch zu den Kaiserlichen und stellen vor, nachdem Brandenburg 
die Alternative angenommen und gewählt habe, liege es in den Händen d€s 
Kaisers, durch Bewilligung eines Aequivalents den Frieden im Reich zu be- 
festigen: worde geantwoort, dat de Sweeden niet tevreden syn met het 
aeiinemen van de voorsz. alternative, dat sy Keyserscbe hadden ver- 
claert aen de Chur-Braridenborchsche te consenteren het Bisdom Ca- 
myn, Stift Halberstad en Ertzbisdom Magdeborch, gereserveert vier 
Ampten aen Chur-Saxen, en dat uyt dese recompense den Churfürst 
soude satisfactie doen aen Hessen; dat volgens de Rijcxmatricula de 
voorsz. Stiften in revenus egaleren geheel Pomeren, en van aenvanck 
hadden vennaent aen äe Chur-Brandenborchsche de alternative simplick 
aen te nemen, om aen Sweeden geen occasie te geven van terugh te 
gaen, en nu hadden vermaent sich te contenteren met de voorsz. aen- 
geboden ^atisfactie van Halberstad en Magdebourg, voorbehoude de 
vier Ampten aen Saxen en gevende satisfactie aen Hessen, soo als 
de Churfürst best soude. connen, en de petitie van 1,200,000 ßycxd. 
te verlaten; dat andersints de Sweeden siende, dat de incompsten 
van de voorsz. Stiften egaleren het incomen van geheel Pomeren, 
souden nieuwe occasie nemen om geheel Pomeren te willen behou- 
den. Hier tegen worden verhaelt de reden van de Chur-Branden- 
burchscbe, dat in 't Stift Magdeburch de Capittelen dragen twee derde 
parten van de Roomer chyns en de Bisschop een derde part en 
alsoo de incompsten nae advenant geniet, en in Halberstad een derde 
part van de incompsten is voor den Bisschop en twee derde parten 
voor 't capittel, dat alsoo de Churfürst behalven het proffijt en gele- 
gentheijt van de Pomersche Zeehavens wel 90,000 Rijcxd. jaerlick 
soude te cort comen. Worde gerepliceert, dat de Bisschoppen als 
princen ontfangen de geheele taxe van Romer chyns en sulcx alles 
gereeckent wort om de incompsten te reguleren; dat Vranckrijck ver- 
mits den ontfangenen bericht van de Sweedschen soo seer is geen- 
gageert als de Keyserschc, om te procurereu by de Sweedsche, de 
aengeboden optie van de alternative gestant te doen, dan dat de Sweed- 
sche scheenen te verachten interpositie van de Keyser, Vranckrijck en 
van ü H. M. Daer nae is wederom gerecommandeert den Religions- 
vrede in Duytslant en restitutie van de Paltz, als twee principale fon- 
d^paentei^om de peys te uytwercken en te bevestigen. Hierop ver- 
claerden «e Keysersche aengaende de restitutie van de Religionsvrede 
. en van de Nederpaltz te persisteren bij voorgaende opinie, maer dat 
geen restitutie van de Overpaltz was te verwachten. Eyntelijck seyden 



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32 I- Die Allianz von 1655. 

de Gedeputeerden , dat sy, uiet siende in de Pomersche saecken met 
reputatie van U H. M. meer te connen doen, van meijniuge warcD, 
mergen te vertrecken, om van alles aen U H. M. rapport te doen, en 
daermede afscheijt genomen. 

Darauf gehen sie zum Grafen d'Avaux und halten ihm vor, dass 
Frankreich durch seine bisherigen Schritte doch verpflichtet sei, dem Kur- 
fürsten ein Aeqnivalent zu verschaffen und die Oder als Grenze festzuhalt€U- 
Hij antwoorde mede te verstaen, dat de Oder moste syn tenninus en 
deSweeden daer over niet behoorden te hebben, oock aen de Sweed- 
scbe te hebben voorgehouden het engagement van Vranckrijck en met 
alle middel te hebben gesucht haer te disponeren, maer te vergeeflfs, 
persisterende de Sweedsche by heel Pomeren; dat hy hebbende ver- 
wacht naeder antwoort, waere by hem gecomen de beer Oxenstiern 
alleen, persisterende by de weijgeringh en dat de Chur-Brandenburch- 
sche geparst wordende wel verder souden comen en heel Pomeren 
verlaten. En als hy beer van Avaux had tusschen geworpen de in- 
tercessie van U H. M., hadde de beer Oxenstern geseyt, dat ü H. M. 
sulck niet in 't genieen aennemen, maer alleen de Prinee 
van Orange. Vervolgens met alle beweechelijcke redenen gerecom- 
mandeeii: het Religionswesen in Duijtsland, als het seeckerste en vaste 
middel van Vrede in 't Rijck; gelijck mede de restitutie van den beer 
Paltzgraeff tot syne digniteyt, Landen en luijden, dat wel verscheijden 
voorslagen gedaen waren van den Nederpaltz te restitueren en acbtste 
Churfurst te maecken, daer toe de Keijsersehe soo tot Munster als tot 
Osenbrugge sich tegen de plenipott. van U H. M. hadden verclaert, 
maer evenwel de saeck blijft in even groote onseeckerheijt, daer van 
sonder efficacieuse toedoen van Vranckrijck niet te verwacliten was 
eenige vruchtbare uytcompste. Het antwoort op beyde voorsz. poincten 
bestonde in generale complimenten. Endlich erklären sie d'Avaux 
ebenfalls, dass sie abreisen werden, da ihre fernere Anwesenheit ohne Nutzen 
sein werde. 

Am Abend besucht sie der Gesandte dos Herzogs von Meklenburg und 
bittet, die Staaten möchten für die Restitution Wismar's im Interesse des 
eigenen Handels mit thätig sein, für das zwar Schweden dem Herzog die 
Stifter Ratzeburg und Osnabrück anbiete, das dieser aber um der Freiheit 
der baltischen See willen nicht in Schweden's Händen lassen möchte. 

Am 22. Vormittag erhalten sie Besuch von den kaiserlichen Gesandten 
als Erwiderung ihrer Abschiedsvisite. Dieselben erzählen, Schweden wolle 
Pommern vollständig incorporiren, was für das Reich von den gijährlicheilen 
Consequenzen sein würde, und verlange auch noch die freie Keichsstadt 
Bremen; sie bäten die Staaten dies mit verhindern zu helfen. Sie fügen 
hinzu, in der Religionssache könne der Kaiser nichts thun: die Protestan- 



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Geringschfttzang und Erfolglosigkeit der staatischen Vennittlang. 33 

ten hätten Schweden mit ihrer Yertretnng beauftragt, und dies verweigere 
jede Verhandlung über die Religionsfrage vor Feststellung der eigenen 
Satisfaction. 

Daer nae is by de Gedeputeerden voorgestelt, oflF niet in Instru- 
mente pacis man behoorde te precaveren de affdoeninge van alle nieuwe 
belastingen der Commercien en herstellinge van den vrijdora dersel- 
ver, en sulcx niet alleen de laten aencomen op 't geene aengaende den 
vrydom der Commerces soude gestelt worden in investitura, met welcke 
investitura alleen den Keyser, en stellende in Instrumente pacis, 't ge- 
heele Ryck soude verbunden syn voor het onderhout. Daerop ver- 
claert worde den Keijser te sya van suicke intentie en niet anders te 
suUen toegestaen worden. 

Nachmittags lässt ihnen d'Avauz sagen^ die schwedischen Gesandten 
seien von ihm geschieden mit der Erklärung, Schweden werde ganz Pom- 
mern behalten, Brandenburg solle dafür entschädigt werden. 

De Heer de Knuijt des morgens vroech vertrocken synde nae 
Munster, 8301 de andere Gedeputeerden gegaen by de Sweeden, reite- 
rerende, dat de Churfurst op de propositie van de France plenipott. 
had aengenomen het eerste lit van de alternative by de Svveden selffs 
gestelt tot des Churfursten optie, daerop dan by de Keysersche gene- 
gocieert synde op de recompense deselve sich der maten hadden ver- 
claert, dat nu in der Sweeden banden is de vrede en oorloge in 't 
Kijck, en alsoo de Gedeputeerden van wegen U H. M. verwachten en 
wenschen, dat de gedane interpositie soo veel worde gedefereert, dat 
sij des Churfursten verclaringe plaets gevende de Sweedsche satis- 
factie alsoo met Voorpomeren stellen. Bij antwoort vraechden eerst, 
off de beer van Avaux had gecommuniceert haere verclaringe huyden 
gedaen, en dese vrage tot twee reysen geitereert, dan onderricht synde, 
dat men gisteren met den beer van Avaux had geconfereert, maer 
niet en wiste wat huljden tusschen beijde Croonen was gepasseert we- 
gen de Pomerscbe saecken, verclaerden, dat alnoch haer meeninge 
was 800 'als van aenvauck geheel Pomeren te behouden, dat Magde- 
burgh volgens de Rijcxmatricula soo veel contribueert als heel Pome- 
ren, met welcke Ertzbisdom den Churvorst voor altijt soude syn Direc- 
teur van de Nedersaxischen Creyts, dat de Oder geen terminus cau 
sijn en sulcx niet overeencomt met de eerst voorgestelde alternative; 
dat haere brieff was geschreven aen de France plenipott., niet om te 
insinueren aen de Brandenburchsche, maer aen de Keijsersche, en de 
selve sulcx hebbende bekent gemaect aen den Churvorst door de beer 
Plettenburch hadden ontfangen affslagigh antwoort, en vervolgens 
met de Keysersche waren overeengecomen op heel Pomeren in weer- 

Mater. zur Getoh. d. Gr. KurlXkraien. m. 3 



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34 I- I>ie Allianz von 1655. 

wil van den Churfiirst te bebouden; dat Voorpomeren sieb uytstrect wyt 
over de Oder, en sy bebben verstaen, alsoo te stellen terrainum van 
een Abdye genaemt (N.) ^) in een caerte aengewesen tot recht nae de 
zee, daermede worde ingesloten een gedeclte van 't Stift Camyn, dat 
sulcx is voor de securiteijt van Sweden, welck niet anders coste geas- 
seureert syn tegen de Poolen, die mogelick anders souden soeeken 
sieb op de Oder vast te maeeken. By de Gedeputeerden worde ge- 
reitereert, dat de alternative by de Sweedsche selff voorgestelt was, 
de Cburfurst met baer concert affslagigb autwoort badde gegeven aen 
de beer Plettenbercb, tot de alternative was gedisponeert, op aen- 
raaninge des beer van Avaux simul et semel bad gedaen syne ver- 
elaringe over bet aennemen van bet eerste lit der alternjitive, oock by 
de franQoiscbe Plenipott, by de Cburfurst en by de Gedeputeerden 
soo was opgenomeu, de Oder te bebben pro terraino. Seijde de beer 
Oxenstern: Acbter-Pomeren sal soo geriugb blyven, dewijl soo veel 
lants affgaet, beboorende tot Voorpomeren, dat voor de Cburfurst niet 
overblyft als de eenige baven van Colbercb en enige weynige ampten; 
dat de wyder negen conditien, by den Cburfiirst gedaen voorstellen, 
sulcx sijn, dat daerop soude connen vergeleecken worden, indien men 
coste eens syn over bet Land; niaer indien by waere Raedsbeer van 
den Cburfurst, soude bem willen raden te verlaten beel Poniereu en 
daervoor te bedingen recorapense, daer toe Sweoden soude goede 
Offices doen en andere plaetsen genoucb waren als Halberstad, Magde- 
bourgb, Minden, Osenbrugge. Daer worde by de Gedeputeerden gerepe- 
teert, dat, de alternative in wegen als voorsz. voorgestelt en geaccepteert 
synde, de reden vereijst daer bij te verblijven, om welck te eifectueren 
Vranckryck was geengageert, docb evenwel dat Vrancryck in 't Stift 
Osenbrugb niet soude consenteren. Verclaerde wederom de beer Oxen- 
stern, dat voor den Cburfurst dienlicker is versoecken recorapense van 
beel Pomeren, daer toe dan boven de voorsz. plaetsen van Halberstad, 
Minden, Osenbrugge, andere in 't Ryck den Cburfurst wel gelegen syn. 
Daerop by de voorsz. Gedeputeerden worde geseyt, dat sij den last 
van U H. M. bebbende geopent badden verwacbt, dat der selver in- 
tercessie soude syn in acbtinge genoinen; maer sulcx niet synde mo- 
sten affscbeijt nemen tot vertreck, ora rapport te doen, en affscbeyt 
nemende de Sweden tusscben beyden geworpen, dat bet tractaet tusscben 
Spagnien en U H. M. nu soo wyt geavanceert sijnde voor baer geen 
tijt meer was, over de Pomerscbe saecken te delibereren : is afen baer 
wederom verbaelt, in wat manieren met de Spaenscbe provisionelick 

^} Name fehlt. Wohl das Kloster Colbatz bei Greiffenkagen. 



L 



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Die Gesandten verabschieden sich. gg 

waren geadjusteert de articulen, die souden geinsereert worden in het 
te roaeckene Traetaet en dat sulcx in verscheyden papieren was vervat, 
nae dat op elcken dach de articulen respectivelick waren overcomen en 
met reserve van 't interest van Vranckryck, en daermede aflFgescheyden. 

Eodem aen de Chur-Brandenburchsche in 't lange gerapporteert, 
wat in de conferencien was gepasseert met de Keijsersche, France 
en Sweedsche, als mede Chursaxen, Saxen-Altenburch en Weymar, en 
dat van de Swedsche geen ander verclaringe was vercregen, als heel 
Pomeren te behouden. Het antwoort was, dat de Stenden van 't Ertz- 
bisdom Magdeborgh als mede de Brunswycksche Aflfgesantön (zijnde 
een Prins van Bninswyck gestelt Coadjutor van Magdeburgh) en den 
Soon van Chursaxen Ertzbisschop van Magdeburgh denselven dach had- 
den geformeert oppositie tegen de translatie van Magdebourgh, welcke 
tot recompense van Chur-Brandenborgh soude mogei;i geschieden; doch 
dat Chursaxen behoudende de vier Ampten in Magdeburgh schyn te 
sullen consenteren, en vervolgens aflfscheijt genomen. 

Eodem des avonts de beer van Avaux by de Gedeputeerden ge- 
comen en deselve gevalediceert, de welcke aen heni verhaelt hebbende, 
wat haer van de Sweedsche was wedervaren, seyde, gelycke antwoort 
van de selve ontfangen en sich daer tegen geformaliseert te hebben; 
dat de Sweden hem hadden geseyt, den ChuiTorst soude voor recom- 
pense van beeil Pomeren connen eysschen Groot-Glogau en Sagan in 
Silesien, dan der Sweden voorstel van Osenbiiigh en Munster wäre 
tegen het traetaet tusschen beyde Croonen, en de Churfurst eyssende 
recompense voor heel Pomeren soude niet hebben als Castellen in de 
locht; dat hy nu aenstonts had geseijd aen de beer Fromholt, de 
Oder niet te syn gestelt pro termino, maer de alternative aengenomen 
gynde most men verstaen sich te extenderen op alle plaetsen over de 
Oder, die tot Voorpomeren behooren. Daerop is geseyt te syn gere- 
presenteert aen de öweden, dat tot Achterpomeren behooren mede wel 
landen gelegen aen deze syde van de Oder, en ten opsichte van Osen- 
brugge te syn geseyt, dat Vranckryck sulcx soude beletten; dat hy 
beer van Avaux selff had verclaert tegen de Gedeputeerden te ver- 
staen, dat de Oder soude blyven pro termino. Ten lesten versochte 
hij beer van Avaux, dat de Gedeputeerden wilden vermanen de Chur- 
Brandenburchsche, niet te chiquaneren op de depeudances over de Oder 
in de alternative begrepen, om alle occasien te benemen aen de Swe- 
den van meer te reculeren. Versochte eijntelick dat de plenipott van 
U H. M. alle tot Munster wedergekeert sijnde vigoureuselick wilden 
besoigneren over de differenten tusschen de beijde Croonen, hebbende 

3* 



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3g I- Die Allianz von 1655. 

den hartoge van Longueville*) in schrift alle pretensien vanVranck- 
rijck, om aen de selve Plenipott. over te leveren, en daermede gescheyden. 
Am 23. Morgens kommt der polnische Resident Hr. Cracau und holt 
sieh über den Stand der pommerschen Sache Auskunft. 

Daer nae de Sweedsche aen de Gedeputeerden comen coniplimen- 
teren over de gedane intercessie van Pomeren en sulcx an de Conin- 
ginne te suUen rapporteren. En aen deselve nochmaels de Ponierscbe 
saeck en restitutie van de Palts gecoramandeert synde, verclaerden op 
't le alnoeh te verhoopen goede uytcompste, op 't 2« te suUen coope- 
reren op de restitutie van de Churfurstel. digniteyt en Overpalts, ten 
niinsten voor een gedeelte, voor de broeders van Prins Carel Lode- 
wic, maer van Vranckrijck weijnich hulp hebben te verwachten, als 
meer inclinerende voor Beijcren. 

Alnoeh gecomen den Graeff van Wit genstein verhaelde, dat tegeu 
de translatie van Magdeburch sich opposant heefl verclaert den Eertz- 
bisschop, Soon van Chursaxeu, oock Brunswyck, daer van een prins 
is gestelt Coadjntor, dat oock sich opposeert de Nedersaxische Creyts, 
in welcke den Ertzbisschop van Magdeborgh directoriuin heeft; dat 
den uytterste last over Pomeren was geopenbaert en niet anders con- 
nen doen, oock apparentelick de Churfurst haer sal contrenianderen, 
om geen meer vergeefsche costen te doen en van daer scheijdende 
ten minsten niet te sullen behoeven te teyckenen; en heeft alsoo aff- 
scheyt genomen. 

Es folgt nun der Bericht über die Verhandlungen mit den evangeli- 
schen Ständen, um zwischen den Lutherischen und Reformirtep Einigkeit 
herzustellen, den Letzteren die Anerkennung als Augsburgische Confessions- 
verwandte und das ins reformandi zu verschaflen, welchem? viele lutherische 
Stände den Reformirten* bestreiten und nur sich allein vorbehalten wollen. 
Der Fürst von Anhalt habe sie durch seinen Gesandten ersucht, dafür mit- 
zusorgen, dass er, wenn Halberstadt an Brandenburg gegeben werde, seine 
Rechte an die Grafschaft Ascanien behalte. 

De Gedeputeerden van U H. M. staende op haer vertreck sijn mede 
begroet van de beer Vulteius, Hessische Affgesante van Munster aeu- 
gecomen, met bedanckinge voor gedane officien in de Religionssaecken, 
als mede voor de Langravinne en in de saecke van Pomeren, doch 
dat op de satisfactie des Churfurst van Brandenburch Hessen sieb 
soude opposeren tegen 't Graefschap Schouwenburch , Leen van Hes- 
sen. Verclaerde voörts de Landgravinne te syn in sulcken staet, dat 
schoon Vranckryck vermeerderende de subsides even wel den aenstaende 
Somer niet soude connen te velde comen; dat de Hessische satisfactie 



*) Chef der franzosischen Gesandtschaft. 



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Rückkehr nach Münster. — Die Allianz. 37 

door den Keyser en door Vranckrijck voorgestelt te vinden uijt Hal- 
berstad, soo wanneer 't selve soude comen aen Chur-Brandenborch, 
'Was een opset, om alle satisfactie te vinden tot laste der Evangelische, 
als sijnde Halberstadt mede een Evangelische Bisdom, en de Gerefor- 
meerde onder malcanderen te stellen in oneenicheit Beclaechde sich 
mede met veel heftige woorden, dat Vranckrijck niet ter harten neemt 
de satisfactie van Hessen en van Vranckryck daer in niet heeft te 
verwachten. Is bedanct voor de communicatie. 

Nae verrichtinge van 't voorsz. syn de Gedeputeerden van U H. M. 
den 23«» Januarij des middachs van Osenbrugge vertrocken, tot Len- 
gerich vemacht en den 24«» op den middach tot Munster weder aen- 
gecomen. 

Nae der selver wedercompste hebben aengaende de Pomersche 
saecke verstaen, dat op den 29en Januarij des morgens tusschen Swe- 
den en Brandenburch was verdragen over Pomeren by interpositie des 
heet van Avaux, die nae middach aen de Chur - Brandenburchsche 
had verclaert, dat de Sweedsche plenipott. sich naerder hadden be- 
dacht en geheel Pomeren wilden behouden en mainteneren in spyt 
van de Keijser en alle andere, die het mach lieflF oflf leet syn. 

Hier uyt sullen U H. M. gelieven te oordelen, in wat termes ge- 
steh syn de Religions saecken in Duytslant, het Interest van S. C. D. 
van Brandenburch aengaende de satisfactie van Pomeren en de resti- 
tutie van de Churfurst Paltzgraeflf, ende wat aen de intercessie van 
U H. M. is gedefereert en hoe wyt de selve is in achtinge genomen. 
Actum in Munster den 3. February 1647. 

Bartolt van Gent. Johan van Mateness. Adriaen Pauw. 
J. de Knuyt. F. v. Donia. N. ßipperda. Adr. Clant. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 22. Juli 1647. 

Die Deputirten für Gelderland erklären, dass sie bereit seien, eine AI- 22. Juli, 
lianz mit Brandenburg zu verhandeln; dass sie von ihren Staaten beauftragt 
seien, den General Staaten eine Conföderation mit den protestantischen Für- 
sten und Ständen des Reichs zu empfehlen, welche durch die Gesandten 
des Staats in Münster eingeleitet werden könne. — Die Deputirten der an- 
deren Provinzen übernehmen es in dieser Angelegenheit die Intention ihrer 
Staaten einzuholen. 

Am 27. Nov. 1647 erst wird der vom Kurfürsten von Brandenburg im 
November 1646 persönlich übergebene Allianzentwurf von den General- 
staaten einer Commission überwiesen, um ihn zu prüfen und darüber Be- 
richt zu erstatten. Am 21. Dec. wird dieser Bericht verlesen und von den 



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38 I- I^iö Allianz von 1655. 

Staaten beschlossen, noch einmal von jener Commission Bericht über die' 
iengeren oder weiteren Bestimmungen jenes Allianzentwurfs , im Vergleich 
mit den früheren Bündnissen, einzufordern." Dieser Bericht wird am 6. Fe- 
bruar 1648 den Generalstaaten übergeben und dabei die Einleitung von 
Allianzverhandlungen auf Grund jenes Entwurfes empfohlen (Auszug bei 
Aitzema III. 269). 

Die brandenburgischen Gesandten Moetsfelt und Moll an die 
Generalstaaten'). Uebergeb. 28. Febr. 1648. 

[Glückwünsche zu dorn Frieden von Münster. Bitte, ihre Macht und Autorität zur 

Herstellung des Friedens in Deutschland au verwenden. Gesuch, ihnen Depotirte zu 

weiteren Eröffnungen zuzuweisen.) 

1648. Hooge Mogende Heeren. S. C. D. van Brandenburg, onse genadigste 

28. Febr j{q^^^ hebbcn ons genadigst gelastet U H. M. des selifs vrientnabuyrlycken 
groet en welgenegen wille behoorlycken te vermelden. Ende overmits 
S. C. D. op U H. M. altoos een besonder vertrouweu gedragen ende soo 
wel U H. M. samentlyck als oock hare vorname Republycque alle ge- 
wenste geluckelycke successen ende prosperiteyt uyt getrouwe nabu- 
rige welmeyninge toegev^enst en gegunt bebbeu: Öoo is S. C. D. tot 
sonderbare vreucht en contentement onlangs voorgecomen, dat U H. M. 
den soo veele jaeren met groote reputatie en triumphante wapenen ge- 
voerden Oorloch ende die oock nii eenigen tyt herwaerts tot Munster 
gecontinueerde moeyelycke en hochwichtige Vreedenstractaten geluckich 
syn te boven gecomen en deselve so verre tot een gewenst eynde ge- 
bracht hebben, dat het Instrumentum pacis ten beyden syden onder- 
schreven ende niet meer overich is, als de vorderlijcke verwachtinge 
van allersyts ratificatien ende de publicatie van eenen soo lang ge- 
wensten en hoochwaerdigen Vreede, tot deser Republycq onsterflfelycken 
eewigweerenden loflf ende glory ende derselver Ingesetenen hoochste 
vreucht ende troost. S. C. D. onse genadigste Heer hebben sich niet 
langer onthouden connen, ü H. M. daerover vrientnabuyrlyck te con- 
gratuleren^ gelyck sy uyt oprechte tegens U H. M. en dese Republycque 
dragende affectie doen door onse weynige personen mits desen, den 
Genadenrycken Godt biddende, dat gelyck hy desen Staet by desen 
tachtentichjaerigen Oorloch soo machtich beschermt ende aen den sel- 
ven soo veele en extraordinäre, jae miraculeuse genaden bewesen heeft, 
alsoo oock in 't toecomende gelieve over deselve een gestadich wakend 
ooge te houden, den gegeven Vreede naer synen Goddelycken wille 
te perpetueren, U H. M. regiment met inwendige rust en eenicheyt 

*) Vgl. Aitzema III. 269. Der Friede der Kepublik mit Spanien wurde am 
30. Januar abgeschlossen. 



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Gesuch des Kurfürsten um BeförderuDg des Friedens in Deutschland. 39 

ende dese Landen Bodanich segenen, dat S. C. D. met alle U H. M. 
toegedane Vrienden en Gebuiren sich daerover van herten te verbeu- 
gen oorsaecke hebben mögen. 

Ende nademael Godt de Heere U H. M. onder alle die gene, soo 
onder den bloedigen lantverderflFelycken Crych naer den langh ge- 
wensten Vreede tot Godt suchten, ten aller eersten met den lieven 
Vreede geivaerdicht en gesegent heeft, soo draecht S. C. D. tot U H. M. 
dese gantschelycke toeversicht, gelyck dese Republicque is geweest 
eene herberge van soo veele duisenden door desen Crych onderdruckte 
en verjaechde ingesetenen van 't Roomsz Duytsz Rycke, dat oock alsoo 
U H. M. hare mededogende sorchfuldige reflexie nemen sullen op dese 
en andre derselver Nabuyren, dewelcke onder die langweerende straffe 
van eenen onsaligen Crych bynae te gronde gaen, ende aen de selve 
niet alleen geerne gunnen, dat sy soodanigen geluckelycken rust haer 
mögen deelachtich syn, maer oock haer hierdoor meer ende meer 
vercregene macht, authoriteyt en vermögen in alle manieren daer toe 
aenwenden, op dat oock dat bynae överweldichde Duytslant door 
haer veel vermögende vermiddelinge en crachtige medewerckinge van 
de derticbjarigen Crycksmiserien eenmael respireren ende in voorige 
rust en Vrede herstellt werden möge. Daer door sullen U H. M. den 
segen van God over sich en dese Republycque vermeerderen, hare glory, 
hooge luister en loff by de gansche werelt uytbreyden ende oock hären 
Staet merckelyck bevestigen ende by gedurige prosperiteyt conserve- 
ren. Daer andersints seer te beduohten syn mochte, dat de volcken 
van den verteereflden brant in 't Roomsz Ryck by langer continuatie 
oock over desen Staet comen ofte doch aen de Commercien, daerop 
hare florissante Republycque gegrondet is, soo wanneer Duytslant 
gansch verwoestet wäre, grooten affgangh lyden mochten. 

Op een sodanich vast betrouwen versoeckt S. C. D. aen U H. M. 
seer vrient- en nabuyrlyck, dat die selve dese aengeroerde en meer 
andere hare wysheyt bywonende consideratien by haer willen plaetse 
nemen laten en haere Plenipotentiarissen tot Munster daertoe mede 
instrueren ende ordre geven, dat sy sich de Vredenstractaten in Duyts- 
lant alsoo getrou en yverich mögen aennemen, dat die tegenwoordige 
besorchlycke voorhandene ganschelycke rupture en separatie tot genen 
effect comen, maer veel meer den waerden \Tede door hare machtige 
en ansienelycke assistentie vercregen ende herstelt worden möge. 

Ende alsoo wy in de selve materie van S. C. D. genadichst ge- 
last syn, aen U H. M. over eenige puncten particuüere en naerdere 
openinge te doen, soo is ons behoorlyck versoeck, dat U H. M. ge- 



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^Q I. Die Allianz von 1655. 

ließe syn möge, eenigc uyt hären middel tot sodane confereutie ie 
committeren. 

S. C. D. laten U H. M. hier tegens versekeren, dat sy op 't hoochste 
haer sullen laten aengelegen syn, eene soodanige hooge eere, faveur 
en wilfarich betoniuge met reciproque Vrientschap en alle aengenaem- 
heyt in voorvallende occasien te erkennen en te verschulden etc. 



Die brandenburgiöchen Gesandten*) an die Greneralstaaten. 

Dat. Haag 2. Mai 1648. 

(Is gelesen in de Vergaderinge van H. H. M. den selven dach 

post meridiem.) 

[Sicherung der Clevischen Lande und des evangelischen Cultus daselbst. Die Clevi- 

schen Festungen.] 

2. Mai. De Gesandten van S. C. D. van Brandenburch versoucken H. H. M-, 

dat over de 16 articulen van Aileance voor desen overgegeven') het 
Naevolgende in consideratie getrocken werde: 

Der 1., 2. und 3. Artikel bleiben, auch der 4., behaiven dat tot meer- 
der declaratie nae de woorden „Landen ende Luijden" daer bij gevoeght 
werde: Heerlicheden, Gerechticheden, Domeijnen ende revenuen, in 
specie de Vereenichde Nederlanden S. C. D. bij haere Churv. ende 
Marck-Brandenbursche, Prussche, Cleeflfsche ende andere daer toe ge- 
hoorige als oock nu by de Generaeis Fredens Tractaten des roomsz. 
Rijks toegedeelde Pomniersche Landen end Stiebten, ende daer tegen 
S. C. D. de vereenichde Nederlandische Provincien tegens elck een, 
dewelcke deselve met Oirlogen ofte sus in andere raanieren soude 
willen overvallen, ende dienvolgende, gelijck voorgemelt, een deel het 
andere conjunctis consiliis et armis tegens alle ende jede, soo een ofte 
ander deel in bare Landen, luyden, heerlijcheeden, domeijnen, Gerech- 
tycheden, commercien ende navigatien door Licenten, Imposten, Tollen 
ofte andere Innovatien eenich prejuditie wilde toevoegen. Post verba: 
„te beschermen etc." addatur: ende geweit met geweit steuten helpen, 
dewelck hulp oock een deel aen het ander alsdan doen soll, wanneer 
in een ofte ander deels Landen het Evangelische wesen door Oor- 
logh ofte met geweldt aengevochten ende het vrije Exercitie van re- 
ligie ende specialijck in de Cleve, Guliek ende Berchsche ende daer- 
toe gehoorige landen tegens de reversalen belettet soude werden, tot 



*) Hörn, Schwerin, Bernsaw und Portmann. Ihre Proposition an die Qe- 
neralstaaten vom 27. April bei Aitzema 111. 269; vgl. Pufendorf III. 24. 
') Im Deccmber 1G46. Bei Aitzema 111. 149. 



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Neue AUiaazvürhandlungcn. 41 

dat de aengedaene geweit ende beletsel wechgenomen ende die geene, 
die ons Oirloch overtrocken hadden, al dat geene dat sij ons afge- 
nomen; vollencomelyck gerestitueert ende voor alle ons toegedane schade 
in Buicker voegen als wij ten wedersyden voor redelyck erachten, sa- 
tisfactie gedaen hebben. 

Den 5- ende 6. articul wegen Pommeren ende het Graeflfschap 
Ravensberg komen te cesseren. 

Den 7. blijfft. 

Beij den 8. Articul can bij mondelinge conferentie gesproocken 
werden, wadt een deel aen het ander in cas van uooth voor hulpe 
praesteeren sali, gelyck oock geschiet is bij de aliance tusschen de 
Croon Sweeden ende H. H. M. opgericht. 

Bij den twaelffsten art. post verbum: „maincteneren^ addatur: 
oock met geenen Tollen ende licenten ofte anderen nieuwen ende ho- 
geren impositien ende ongelden, hoe deselve oock mochten genoempt 
worden, beswaeren, noch in S. C. D. Landen eenige feijtelijcke pro- 
cedueren, pressuren ofte repressalien doen noch aen bare onderdanen 
te doen toestaen, n\aer aen de justitie baren vollen cours te laten. 

Den 13. articul blijvet ende can bij mondelinge conferentie van 
restitutien der öteeden ende plaetsen in het Landt van Cleeflf ge- 
sproocken worden, nademael de Vreede tusschen de Coninckl. Majt van 
Hispanien ende H. H. M. geslooten is. 

Der 14. Art. bleibt. 

Memoire der brandenburgischen Gesandten Hörn, Bernsaw 

und Portmann an die Generalstaaten. Dat. 18. Mai 1(548. 

In Folge ihrer Proposition vom 17/27. April seien ihnen Deputirte von 18. Mai. 
den General Staaten zugeordnet worden, mit denen sie am 30. eine Confe- 
renz gehabt*)- Es sei aber seitdem von den Deputirten kein Allianzent- 
wnrf vorgelegt worden, wie versprochen sei. Der Kurfürst wünsche bald 
Bescheid zu haben, da in Münster und Osnabrück eine Krise eingetreten 
sei, und man Frieden, aber auch wieder Krieg haben könne, und ihr Herr 
sich für alle Fälle durch Allianzen mit anderen Staaten zu sichern wünsche. 
Er ziehe es aber vor, wenn es möglich sei, sich vor allen Dingen mit den 
Generalstaaten zu alliiren, und sie bäten daher um schleunigste Vorlegung 
des Allianzentwurfs. 

Am 23. und 26. Mai wurde in der Versammlung der General Staaten von 23. u. 25. 
deren Committirten ein Allianzentwurf vorgelegt, in dem die von den bran- Mai. 
denburgischen Gesandten geänderten Artikel folgender Massen gefasst sind: 



>) Vgl. über sie Aitiema UI. 270. 



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43 I- ^'^^ Allianz von 1655. 

4. In 't bijsonder sali yder een hem laten aengelegen sijn des 
anderen Landen ende Luijden, Heerlicheden, doraeijnen ende reve- 
nuen *) te defendeeren ende te bescharmen ende nict te gedoogen, dat 
des eene oflf des anderens Commercien ende Navigatie, 't sij op d'Oost 
ofte Noortzee respective ofte op beijde die Zeen, door Licenten, Im- 
posten, Tollen ofte andere Innovatien werde beswaert ofte versparret. 

5. Ende sali oock deese mutuele defensie plaets grijpen ende hou- 
den, wanneer in d' een ofte anders deels Landen het Evangelische 
weesen door openbaer Oorlogh oft ander geweit worden geassalieert, 
sulcx dat het vrije Exercitie van de Evangelische Religie daer door 
soude worden geturbeert ende belet, ende insonderheijt soo wanneer 
in de Cleefsche, Gulicksche ende Bergsche als oock andere daertoe 
gehoorige Landen den Cours van de opgenielde Religie soude werden 
gestuijt, welverstaende dat die geene van partije, die eerst sali worden 
geattacqueert ter plaetse ende ten reguarde als vooren, gehouden sali 
sijn sulcx te notificeeren aen den geenen die niet en sali sijn geat- 
tacqueert, de welcke al voorens secours te doen sali hem mögen em- 
ploijeeren, om te doen repareeren het geattacqueerde ofte de Trouble 
ende destourbiers, die souden mögen sijn gedaen, ende vervolgens 
moijeneren een accommodement tusschen den attacquant ende geat- 
tacqueerde binnen den tyt van ses maenden; dan in cas de attacque 
ofte troubles niet promptelyck en soude werden gerepareert ende datter 
egeen accommodement tusschen den attacquant ende geattacqueerde 
en soude sijn gevonden binnen den voorsz. tijt, in sodanigen cas sali 
die geene, die niet en sali sijn geattacqueert, datelyck na d' expiratie 
van ses maenden het voorsz. secours aen partije geattacqueerde moeten 
stuyren, sonder eenich langer uijtstel ofte dilaij. 

11. (12.) Der Zusatz wird aDgenommen. 

12. (13.) Gelyck oock mede door het onderhouden van de guamisoe- 
nen in de voorsz. Steeden, Porten ende Plaetsen H. H. M. egeen recht 
ofte gerechticheijt suUen comen t' acquireren, veel min sali S. C. D. 
ende desselflfs naercomelingen eenich prejuditie daeruijt koomen t' 
ontstaen, maer sullen alle deese Steeden, Porten ende Plaetsen, wan- 
neer H. H. M. niet langer noodich sullen achten^) deselve met guar- 

*) Die brandenburgischen Gesandten beantragten am 30. Mai hier wenigstens fol- 
genden Einscbub: d' welcke beede decle te voeren in besitt gehat ende S. C. D. door 
de Yredens handtlinge in *t Romsche Rijck toegedeilt sijn. 

^) Am 12. Juni 1648 verglichen sich die staatischen Commissarien mit den bran- 
denburgischen Gesandten über folgenden Zusats: wanneer H. H. M. Estat bayten 
perickel van oorlog met Spanien is ende S. C. D. ende H. H. M. niet langer noodig 
sullen achten etc. 



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Die Rttamung der Clevischen Festangen. 43 

nisoenen te versieu ofte continueeren, in banden van S. C. D. worden 
gerestiüieert; ondertusschen sali aen de Gouverneurs, Commandeurs in 
sulcke Forten ende Steeden well expresselyck ende scherpelyck belast 
worden, van den onderdanen in S. C. D. Landen niet meer te eysschen 
ofte vorderen als in de Geunieerde Provincien gebruyckelyck is. 

13. (14.) De Navigatie, Trafficquen ende Commercien suUen tusseben 
d* onderdanen van weedersijden sonder eenieb biuder ofte belet ge- 
dreven ende gecontinueert worden ende en sullen wedersijdts onder- 
danen, scbepen, waeren ofte Coopmanscbappen respectivelyck niet boo- 
ger ofte anders in des eenen oflf des anderen Landen respectivelyck 
worden getracteert, als d' onderdanen ende inwoonderen ter plaetse 
selflfs getracteert ende beswaert worden, ende sali dien volgens beijde 
deelen ofte bunnen onderdanen scbeepen vrij staen ende geoorlooft 
sijn, wedersijts bavenen uijt ende in te loopen ende statie daer in te 
nemen, voor soo veel de selve op de Noort ende Oostzee respective 
sijn respondeerende, om te trafficqueeren op sodanige plaetse als ije- 
ders onderdaenen jegenwoordicb gewoon sijn te doen. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 30. Mai 1648. 

Nacb Berichterstattung der staatiscbeu Deputirten über ihre Conferen- 20. Mai. 
zen mit den brandenburgiscben Gesandten und nach Verlesung der von bei- 
den Seiten vorgelegten Allianzentwürfe ist beschlossen, die Herren Cap- 
pelle thoRijssel, Vosbergen und Mulert zu ersuchen, mit den bran- 
denburgischen Gesandten weiter zu conferiren ende bun te gemoet te 
voeren, dat H. H. M. gantscb niet en connen toestaen 't gene zij susti- 
neren, dat nopende de restitutie van de Cleeflfscbe Steden, Forten ende 
Plaetsen met Guamisoen van desen Staedt beset in het te maecken 
Tractaet soude werden geinsereert, ende van haer wedervaren rapport 
te doen. 

Resolution der Generalstaaten. Dat 2. Juni 1648. 

Die Herren Cappelle tho Rijssel, Vosbergen und Mulert er- 2.Juni. 
statten Bericht über ihre Conferenzen mit den brandenburgischen Gesandten 
über die Allianz und die Räumung der clevischen Plätze : doch dat de ge- 
melten Heeren Ambassadeurs hebben verclaert, daer van niet te con- 
nen wijcken, als bij S. C. D. contrario gelast sijnde, doch datse dien 
onvermindert door eenige uijt den baren daer over met ö. C. D. soij- 
den laten communiceren ende daer op tegens Donderdacb ofte Vrijdach 
naestcomende sich nader verclaren. Die Resolution wird ausgesetzt. 



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44 ^* ^^® Allianz von 1655. 

Der Kurfürst an die Generalstaaten. Dat. Cleve 6. Juni 1648. 

6. Juni. Ersucht sie die Abschliessung einer Allianz zu befördern, für die seine 

öesandten neue billige Vorschläge über die differenten Puncte vorlegen 
würden*), und sich freundnachbarlich zu bezeigen. 



Die brandenburgischen Gesandten Hörn, Bernsaw und Port- 

mann an die Generalstaaten. Dat. Juni 1648. 

Juni. Da der Kurfürst gleich nach der Taufe (des Kurprinzen) zurück nach 

Polen müsse, weil dort der König gestorben, so bäten sie, dafür zu sorgen, 
dass die Allianzangelegenheit von den Provinzen sofort berathen und ihnen 
binnen vier Wochen Bescheid ertheilt werde. 



Memorial des brandenburgischen Gesandten Christ. Moll an 

die Generalstaaten. Dat. 23. Juli 1648. 

(Am 22. in der Versammlung der Generalstaaten mündlich vorgetragen.) 

23. Juli. 1) Die General Staaten möchten dem Kurfürsten die Truppen, welche 

sie jetzt zu cassiren beabsichtigen, überlassen, 2) ihm zur Unterhaltung 
derselben eine freiwillige Beisteuer bewilligen, 8) 200,000 Thlr. oder aller- 
wenigstens 100,000 Thlr. gegen ö — 6 Proc. leihen gegen Verpfändung der 
Wasserzölle im Clevischen oder der Pillauer Seezölle. 



Christ. Moll an die Generalstaaten. Dat. 23. Juli 1648. 

23. Juli. Obgleich das Allianzproject zwischen den Vereinigten Niederlanden und 

Brandenburg schon seit dem 24. Juni in Umlauf sei bei den Provinzen, und 
die Staaten von Holland und Westvriesland *) doch schon so lange versam- 
melt seien, hätten diese trotz seiner vielen Bitten doch noch keinen Be- 
schluss darüber gefasst. Da nun die anderen Provinzen auf sie warteten, 
so möchten die Generalstaaten dieselben zu einem baldigen definitiven Be- 
schluss ermahnen. 

Christ. Moll an die Generalstaaten Dat. 28. Juli 1648. 

28. Juli. Da er auf seine am 22. mündlich gethane Proposition noch keine be- 

friedigende Antwort erhalten habe, weil die Mitglieder der Generalität erst 
mit ihren Principalen in den Vereinigten Provinzen sich berathen müssten, 
inzwischen aber die Krone P-^lcn sehr bedrängt werde und vielleicht wider- 
standsunfähig gemacht werden könnte, so möchten die Generalstaaten dem 
Kurfürsten erlauben, von ihren Truppen so viel in seinen Dienst zu nehmen 
als zur Unterstützung Polens nöthig sei. 



^) Sie forderten im Namen des Kurfürsten zunächst nur die Räumung von 6en- 
nep und Emmerich, die der übrigen Plätze erst in zehn Jahren. Aitzema HI. 270. 
Pufendorf 111. 24. 

2) D. i. Nordholland. 



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Ueberlassang von Truppen und Anleihe für den Krieg in Polen. 45 

Provinzialadvis der Deputirten von Overijssel über die mit 
Brandenburg abzuschliessende Allianz. Dat. 3. Aug. 1648. 

1) De Bestimmung über die Restitution der Clevischen Festungen und 3. Aug. 
den Zeitpunet derselben (Art. 12) muss den Niederlanden allein vorbehalten 
bleiben. 

2) Durch einen besonderen Artikel soll bestimmt werden, dass die 
Allianz dem Xantener Vertrag und den übrigen Erklärungen der General- 
staaten, die Jülich-Clevischen Stände bei ihren Privilegien erhalten zu wollen, 
nicht präjudicire *). 

3) Die'*Allianz soll den Generalstaaten nicht ihre Rechte auf die 
Hoefysersche Schuld und die Restitution der auf die Cle vischen Städte ver- 
wendeten Kosten, schmälern. 



Christ. Mol] an die Generalstaaten. Dat. 5. Aug. 1648. 

[Hittc um UebcM-lasRung der Truppen. Miederhohing des Anleihegesuchs.] 

Hooge Mogende Heeren. Uyt den naem en van wegen S. C. D. vau 5. Aug. 
Brandenburg mijnes genadigsten Heeren werden U H. M. seer vruntna- 
buijrlijck, oock gedienstich versocht, aen Ö. Hoochstgem. C. D. van alle 
en yeder U H. M. Compagnie te voet over te laten 6 man ende van 
alle U H. M. Compagnieen te peerde 4 man of ten minsten 3000 man 
te voet ende 400 Ruiters, dewelcke S. C. D. in baer Graefschap van 
de Marck in goede quartieren leggen en haere daerselfs logerende 
trouppes te voet en te peerde opheflFen ende in de Croon van Poolen 
tot derselver assistentie tegens die noch continueerende invasie der Co- 
«acken en Tartaren') gebruijcken wil. Hiemevens versoeckende oock 
meerhoochstged. S. C. D., dat U H. M. volgens derselver schriftelijcke 
Resolutie onder den 23. Julij op mijne propositie, in U H. M. verga- 
deringe den 22. mondelinge gedaen ende schriftelijck overgeleevert, 
de gesamentlijcke Provincien, dewelcke Copie daer van versocht hadde, 
aen te maenen ende te versoecken, dat deselbe ten spoedichsten wil- 
den inbrengen hare provinciale adwijsen, of S. C. D. tegens die in 
mijne gemelte Propositie gerepresenteerde süffisante H3T)othecen de 
sonime van 200,000 of ten minsten 100,000 Rycxd. tot een entretene- 
ment van S. C. D. Soldatesque ende nootsaeckelijcke armature teegens 
den geproniitteerden interesse, naöientlyck 6 ten houdert, bij leeninge 
soude geaccommodeert worden connen: Daer toe S. C. D. sich vaste- 
lyck sijn verlatende, ende sulcx alleeuich oni de aengewesene groote 



^) Dies hatte Aitzema im Auftrag der Jülich - Clcviscbeu Stände in Anregung 
gebracht. Aitzema ni. '270. 

>) S. Urk. n. Actenst. I. 254 ff. 



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46 I- I>ie Allianz von 1655. 

interesse en profijten, die U H. M. Estat daer uyt connen toegeeygent 
worden. 

Zu der am 2. August vollzogenen Taufe des Kurprinzen erschienen im 
Namen der als Pathen eingeladenen Generaktaaten die Herren v. d. Ca- 
pellen, Jacob van Wassenaer van Opdam und Cornelis van Sta- 
venisse; ihr Geschenk bestand in zwei goldenen Tassen und einer golde- 
nen Dose, einen Rentenbrief von 4000 fl. enthaltend. Die staatischen Ge- 
sandten verhandelten mit dem Kurfürsten auch über die Allianz und die 
geforderte Anleihe, um deren schleunigste Erledigung der Kurfürst dringend 
bat. (Ihr Rapport bei Aitzema III. 281.) * 



Proposition Christ. Moll's an Bürgermeister und Rathe von 
Amsterdam. Dat. 19. Aug. J648. 

[Bitte um eine Anleihe, für die der Stadt der Pinaiicr Zoll yerpfändet sein soll. In- 
teresse Amsterdams an dem freien, nnbebinderten Handel in der Ostsee.] 

19. Aug. Der Doorlucbtigste Hoochgebooren Fürst en Heere Frederich 

Wilhelm Marekgraef von Brandenburch des H. Roomischen Rijcks 
Ertskamerer en Churfurst enz., niijn Genadigste Heere ontbiet U Wel 
Edelheden , tegenwoordigh Burgermeesteren ende Raeden der Stadt 
Amsterdam, syne gunstige ende seer vriendelycke groetenisse. En S. 
C. D. twijfelen niet of de Heeren Burgermeesters ende Raden deser 
welgenielde Stadt sullen het Contenu en den inhout van de voorgaende 
Propositie, dewelcke ö. meerhooehstgemelde C. D. vriendnabuijrlijck 
ter vergadering van H. H. M. de Heeren Staten Generael der Ver- 
eenichde Provincien op de jongst voorleeden 22. Julij in 's Gravenhage 
door mijne onderdaniclisten persoon hebbe doen laten, wel en over- 
vloedich verstaen en ingenoraen hebben. Dewijle nu S. hooghstge- 
raelden C. D. mijn genadiehste Heere eerstelijek gelet hebben op de 
ordre van de Hooge Regeringe van deesen Staet ende ten eersten haere 
welgevondeerde reehtmatige desideria bij de Generaliteijt van H. H. M. 
proponeren laten, soo hebben deselve nu meer oock naerder ende par- 
ticulierder aen de Heeren Borgernieesters en Raden deser meerwelge- 
noemden Stadt door mijne ondefdanichste persoon sulcx reiterativelijck 
representeeren laten willen: Ten eijnde dat de welgemelde Heeren 
Borgermeesteren ende Raden geliefden met hare wijsheijt intesien en 
op het spoedichste te secunderen de rechte principalijcke goete des- 
seinen en occasien, de welcke S. C. D. bij de tegenwoordige infeste- 
ringe der Croon van Poolen, door de Tartaren ende Cosaqquen ge- 
schiet, soo well tot behoudenisse en conservatie van hare hoge Door- 
luchtichste Huys als oock tot groote profijten en Interessen van desen 
gantschen Staedt der vereenichde Provincien en principalijck tot over- 



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Anleihe bei der Stadt Amsterdam. 47 

groote avancementen in de Trafficquen en Commercien van deese mach- 
tige Stadt Amsterdam met oprechte hoochfurstel. wijsheit en dexteriteijt 
geresolveert hebben bij de bandt te neemen: Alsoo versouckt nu S. 
C. D. mijn Genadichste Heere, dat haer van de Borgermeesteren ende 
Raden wegen der Stadt Atilsterdam aen contant gelt binnen de tijt 
van drie weecken möge voorgestreckt en geleent worden de Somma 
van 200,000 Rijcxdaelders vor den tijt van vijff jaren tegens 6 pro 
Cento; daerentegen oflfereren S. C. D. in cracht van derselven gena- 
dichste schriftelijcke instructie ende volmacht onder haer eygen hant 
en zeegel my genadigst toegestelt en overgelevert, dat de meerwelge- 
melde Heeren Burgermeesters en Raden van Amsterdam tot een hjqpo- 
theec en assecuratic van het voorgenoemde Capitael met d' Interessen 
van dien suUen hebben de Toll in de Pillau met dese naervolgende 
voorwaerden en conditien: 1. Dat v^n deselve Pillousche Toll, deweicke 
op de verpondinge binnen Coninxbergen geheft word, de Heeren van 
Amsterdam door haere eijgen ministers en dienaers, die sij aldaer nef- 
fens S. C. D. sullen hebben aentestellen , de jaerlicke interessen van 
het voorgenoemde Capitael sullen trecken, ende het overschot en wat 
den voorschrevens Toll meer bedragen sali, willen S. C. D. door haere 
Ministers tot hären dienst en beste ontfangen en gebruicken laten. 
2. En indien het oock gebeurde, dat S. meerhoochstgem. C. D. de voor- 
schreven Somma der 200,000 Rycxdaelders niet restitueerde na den 
tijt van de gemeide vijf jaeren, soo sullen de Heeren Burgermeesteren 
ende Raden der Stadt Amsterdam den geheelen Pillouschen Toll soo 
langg^ aen haer behouden, tot dat sij soo wel van het gemeide Capi- 
tael als mede van d* Interessen en andere billiche oncosten ten vollen 
sullen gecontenteert sijn; en S. C. D. willen aen den gemeiden Toll 
jiiet eerder participeren, tot dat de meervoorsz. somma en het aen- 
cleven van deselve volcomentlijck sal betaelt en afgedragen sijn. De 
reeden en de motiven, welcke de Heeren Burgermeesteren en Raden hier 
toe sullen induceren können en S. C. D. versouck hun tot een corte 
expeditie vermaneu en aenhouden, sijn alreets bij deselven wijsheijt 
soo groot, soo prcgnant en soo nootsaeckelijck geordeelt, dat het on- 
mogelijck sal connen uijt en achter blijven, of de prompte geriefte der 
200,000 Rijxd. sal deese Stadt niet minder voordeel en avantagie in 
de Commercien toe brengen door de vrije conversatie van Pruijssen 
en de Haven in d' Oostzee, als oock aen d' andere sijde onmogelijck 
sal connen uijtblijven ofte failleren, dat bij soo verre door versuiminge 
van deese teegenwoordige goede occasie de Conservatie van S. C. D. 
Landen in Pruissen sal moeten pericliteren, dat alsdan deese Stadt 



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"^T' 



4g L Die Allianc too 16S6. 

AmMerdam niet minder, maer oock veel meerder swaricbeijt, bekom- 
merinfren en nadeelen soo in bare Commereijen wegen Sieigeringe der 
Lieenten en groote dierte der Coomvruebten soude moeten gevoelen 
en met veel »waere onc^isten (Indien dee«e Occasie verlooren wierde) 
niet eenM urmde remedie connen bijbren^en« Hiennede verwacbt S. 
(*, D. van deese mijne propositie soodanige goede vracbten, dat de 
Heeren Borgermeegters en Raden deser meerwelgem. Stadt promptelijck 
S^M^X) RijkÄd. tot een entretenement van S. C. D. nieuwe Soldatesque 
op de voorgeirtelde Conditien op de Pillauscbe Toll sollen gelieven aen 
my te teilen en de re»t, namentlijck 170,000 Rijcxd., binnen drie naest- 
volgende weecken. En wanneer sulcx nu sali sijn gepresteert, soo 
verHoucken H. C. D. de Commoditeijt 'van soo veel scbeepen, dermaede 
niijn Genadichste Cburfurst ende beere 2000 man naer Pruijssen sal 
connen transporteeren. 

Instruction des Kurfürsten für seine Käthe und Abgesandten 
l^hilipp Iloni, Wyrichen von Bemsow, Jolmn Portman und 
Matthias Runibswickel, der Rechten Doctoren, bei ihrer Sen- 
dung an die Staaten des FUrstenthums Geldern und der Graf- 
schaft ZÜtphen'). Dat. Cleve 13. Aug. 1648. 

(Hollen Mich bei v. d. CapeUen iiKheren Rath einholen. Empfehlung der Alliane an 
dio HtAAten. Erkundignng über die noch vorhandenen Differcnspuncte und die Mei- 
nung der Staaten darüber.] 

18. Aug. Eh werden sich obgemelte Unsere Räthe alsbald nach ihrer An- 

kunft beim Herrn Capellen anmelden und vermittelst Vermeldung 
llnHcrs günstigen Orusses wie auch Danksagung für seine bei denen 
wegen einer AUiance zwischen Uns und denen Herren Staaten General 
der Unirten Niederländischen Provincien gepflogenen Tractaten zu Uns 
verspürte gute Affcction, imgleichen Uns jüngst') alhier beschehene Zu- 
sage, dass er auch solch Werk zur Perfection zu bringen sich ferners 
bemühen wollte, sich erkundigen, ob er, dass Unsere Räthe sich in 
viilligcr Versammlung der Herren Gelderschen Stände anmelden und 
ihre Proposition ablegen, für gut befinde; ob er es aber besser und 
nützlicher zu sein erachte, dass sie nur einem oder andern aus be- 
melter Gelderschen Stände Mittel und zwar welchem das Werk re- 
Gomniandiren. Nach solchem des Herrn Capellen Gutbefinden nun 
haben sich Unsere Käthe zu richten und au dienlichen Oertern^ nach 



M Nach dem Original in den Ro ms w in ck einsehen Papieren. 
') Bei der Tanfe des Kurprinsen. 8. oben p. 46. 



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Sendung an die Staaten von Gelderland. 49 

fürhergegangener Erzählung, mit was fllr grossen Spesen und Bemühung 
Wir sowohl in selbsteigener Person, als durch die Unsrigen nunmehr 
über anderthalb Jahre eine Alliance bei den Herrn Staaten aus son- 
derbarer guter nachbarlicher AfFection gegen dieselbe und zu Beför- 
derung guter Sicherheit Unser beiderseit Estats und Religionsexercitii, 
wie imgleichen Unsers gemeinen Interesse und Nutzens gesucht, und 
wie jUngsthin in abgewichenem Monate in des GraflFen Haage Un- 
sern gevoUmächtigten Gesandten, sodann auch hemacher Unserm itzi- 
gen zu dieser Sache deputirten Legato, dass wegen des aufgesetzten 
Projects besagter Alliance fUrderlichst aus allen Provincien gewisse 
Resolutiones eingebracht werden sollten, versprochen worden, solches 
aber bis dato annoch nicht geschehen wäre, Unsemtwegen erinnern 
und anhalten: Es wollten wohlgedachte Geldrische Stände nicht allein 
für sich selbst und in ihrer Provinz bei gegenwärtiger Dero Assemblee 
einen gewierigen Schluss machen und in die löbliche Generalität för- 
derlichst einbringen, sondern auch, dass dergleichen von andern Pro- 
vinzen geschehe und Wir nicht länger mit end- und schliesslicher Er- 
klärung aufgehalten würden, befördern, in Betrachtung, dass Wir 
innerhalb vier Wochen Uns, mit Verleihung Göttlicher HUlfe, in Unsere 
Preussische Lande begeben würden und nach Unserm Abreisen wegen 
gar zu weiter Entlegung bemelter Preussischer von diesen Landen dies 
Werk zu perfectioniren nicht wohl möglich fiele. Wir auch Andere, von 
denen Uns allbereits fürlängst gewisse Alliancen oflferiret worden, ohne 
Unsern grossen Schaden und Nachtheil nicht länger aufhalten könnten, 
welches doch bishero und eine geraume Zeit darum von Uns besche- 
hen wäre, damit mehrbesagte Alliance, so Wir mit ihnen den Herrn 
Staaten aufzurichten verhofifeten, gleichsam ein Reglement nachfolgen- 
der Foederum sein, und Wir in diesen Ihnen, den Herrn Staaten, ra- 
tioue comraerciorum oder sonsten worinnen nicht präjudiciren möchten. 
(Die Gesandten haben sich bei ihrer Proposition derselben Motive 
zu bedienen, wie kürzlich seine Gesandten im Haage, auch eben so 
wie diese auf die etwa movirten Dubia, namentlich in Betreff der 
Evacuation der Städte, zu antworten:) Für allen Dingen aber fleissig 
sondiren und nachforschen, in und bei welchen Puncten Difficultäten 
oder Schwierigkeiten gemacht oder erreget werden, und bei welchen 
Hoffnung, dass man von Seiten der Herren Staaten weichen und es bei 
dem Projecte endlich annoch wohl verbleiben lassen werde; ingleichen 
in welchen mehrbesagte Herren Staaten auf ihrer Meinung wohl be- 
harren oder feste stehen und davon nicht abweichen, und dann in 
welchen Stücken oder Dingen sie es auf gewisse Temperamente end- 

MAiar. zur Gesch. d. Gr. Kurrursteu. Ul. 4 



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50 1. Oie AlliaDs ron 1655. 

lieb ankommen lassen dürften, wie nicht weniger was flir tempera- 
menta von ihnen flirgeschlagen werden. Welche Erkundigung aber 
doch Unsere Räthe nur zu dem Ende, dass Wir Uns in Unsern Con- 
siliis künftig darnach zu richten haben, können anstellen, im gering- 
sten aber nicht sich dahin, ob würden Wir von dem Projecte in einem 
oder andern abweichen, vernt^hmen oder vermerken lassen, sondern 
vielmehr in Disponirung der Oemüther, dass es überall bei dem Pror 
jecte verbleiben werde, allen Fleiss anwenden, und da sie es in allen 
dabin nicht bringen kOnneu, was passire und von den Herrn Staaten 
flirgeschlagen oder erinnert wird, ad referendum und Uns zu hinter- 
bringen annehmen müssen. 

Schliesslich haben sie auch zu erinnern, es wollten ihnen die 
Herrn Staaten belieben lassen, Uns, aufm Fall sie das Project adjou- 
stiren oder in die Alliance mit Uns zu treten schliessen würden, zum 
längsten innerhalb drei Wochen einen gewissen Tag, wann Wir Un- 
sern Gesandten zu völliger Perfectirung des Werks in des Gi-aflFcn 
Haag schicken möchten, zu benennen; dann, wie obgedacht, es her- 
nacher zu späte sein würde. 

Postscriptum. Nachdem Wir verstanden, dass der Herr Ca- 
pclle sich nicht zu Nimwegen einfindet, werden Unsere Räthe mit 
dem Herrn von Genth*) oder anderen, bei denen es der von Bonen- 
berg und D. Motzfeit (als deren Cooperation, woferne sie allda sind, 
sich gemelte Unsere Iläthc zu gebrauchen haben) für gut befunden, 
aus dem von Uns ihnen gnädigst committirten Gewerbe fleissig reden 
und dasselbe auf solche Manier und Wege, als dienlich befunden wird, 
in der Geldrischen ' Stände gemeiner Versammlung sowohl als einen 
oder andern ä part gebührlich recommaudiren. Da auch inner zween 
Tagen diese Negotiatiou nicht verrichtet oder geeudiget werden kann, 
wollet nur ihr drei mit Unsern Wagen und Pferden wiederum zurückkom- 
men und Doctorem Romswinckeln plene, was in dieser Sachen zu thun, 
informiren, er Dr. Romswinckel auch, so lange etwas fruchtbarliches 
von ihme besoigniret werden k«nnn und es nöthig ist, zu Nimwegen 
verbleiben; wie sie dann schliesslich sich der mitgegeben Rccomman- 
dationsschreiben an des Prinzen von Uranien Ld. und den Herren 
von Gent sich auch zu gebrauchen haben werden. 

*) Wohl Johan van Gent (nicht Bartolt), Heer van Oosterwede, einer 
der reichsten und augesehenaten Edulleute Gelderlands , Freund der Oraniüchen Fa- 
milie. 



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Die Allianz wird den Staaten von Gelderland dringend empfohlen. 51 

Propositie bij ons oiidergeschreven als affgesanteii van S. C. D. 
van Brandenburgh aen de E. M. H. Staten des Vorstendoms 
Gelre ende Graeffschap Zutphen gedaen'). Dat. 15. Aug. 1648. 

[Anerbieten einer Allians. Verwandtschaft des Kurfürsten mit dem oranischen Hanse. 

Gemeinsamkeit seiner Interessen mit denen des Staats. Nachbarschaft ihrer Lande. 

Nothweodigkeit des schleunigen Abschlusses wegen der Abreise des Kurffirsten.] 

Edele Mögende Heeren, S. C. D. van Brandenbnrgh onsen Genadig- 25. Aug. 
sten Heere doet aenbieden alle oprechte vrundtschap ende nabuirlicke 
correspondentie. Ende verstaen hebbende, datt dese loffelicke Landtschap 
alhier vergadert was, heeft goet gevonden, ons sijne onderdanige Die- 
naers aflF te senden, om enige saecken, daer aen S. C. D. gelegen, dienst- 
"vrundelick voor te draegen, vermögen de brieyen van Credentie, die 
wij mits desen overleveren, mett versoeck, datt deselve geopent ende 
gelesen mögen worden. 

(T welck geschien ende mij Romswinckel vergost synde voor- 
der te spreecken, hebbe als volght gecontinueert:) 

E. M. H. 't is sulcks ende ongetwijfelt U E. M. kennelick, dat 
nae bijkants tweejaerige onderhandelinge tusschen S. C. D. ende H. 
H. M. eyndelick een Project van Aliancie tot gemeene beste, rust ende 
welvaeren van beidersits ingesetenen uitgevonden is, het wclcke de 
respective Provincien om derselver aggreatie toegesonden sijnde, wij 
niet en twijfelen, tegenwordigh onder U E. M. hoogwijse deliberatiou 
te beruBten. 

Om waerinne den wegh tott eene gewenste Resolutie te faciliteren, 
Süllen U E. M. gelieven te considereren : 

Eerstelick datt in desen getracteert wordt met eenen Prince, die 
onder weinighe hooge Potentaten in alle Poincten van Religie, synde 
den bandt en conservatie van alle landen, mett U E. M. allerdings 
eens is. 

Met eenen Prince, die niet alloen in dese landen opgetogen, maer 
ooek gealieert is mett eene Princesse, wiens voorouders hooghlofFelicke 
Memorie, om dese Provincien in welstandt ende vreedc, daer van II 
E. M. te deser tijt d' effecte genieten, te herstellen, alles opgesett ende 
vrughtbaerlick wttgevoert hebben. 

Mett eenen Prince, de welcke vreedlievend eiide overall in sijne 
landen neutrael is, van wiens wegen men deshalven geene oorlogeu 
ofte eenige wettige dissentien heeft te bedughten. 

Mett eenen Prince, dewelcke mett sijne landen ende luijden aen 



^) Nach der Aufzeichnung RomswinckeTs in seinen Papieren. 

4* 



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52 ^' I^ie AlliaDB yod 1655. 

desen Staet van vorige tijden alreede verbonden ende verknoght sijnde 
derselver welvaeren als sijn eijgen behartiglit heeft. 

Ten anderen gelieve U E. M. haer oogen mede te slaen op de ge- 
meene Commercien, Navigatien ende den aencleve van dien, dewelcke 
te meer voortgesett ende gebeneliceert sullen worden; om datt niet 
alleen d* ingesetene deser landen vrijen in- ende wtvaert in de Zee- 
havenen, Porten ende Steden van 8. C. D., om daer door in andere 
landen te bandelen, sullen genieten: niaer datt sij daerenboven oock 
in 't stuck van de tollen ende impositien, die anderstnts dagelix teu 
opsichte van vreemde over all beswaert worden, niet anders als d' on- 
derdaenen van S. C. D. sullen worden getracteert. 

Weswegen dan oock de reciprocque genegentheit tott bevrijdinge 
van de Zeen ende aflfscbaffinglie van alle onbehoorlicke exactien, die 
in desen den eenen ofte den anderen soude wedervaeren. 

Ten darden sulle U E. M. mede gelieven te letten op de bijge- 
legentheit ende frequentatie van beidersijts landen, dewelcke sodanigh 
is, datt d* eene in swaerigheit geraeckende d* andere van d' onheilen 
van dien niet \Tij könne wesen; waer van hett Vorstendonib Cleef 
ende d* aenhorige landen levendige ende gevoelighe getuijgen sijn, 
als hebbende door d' oorlogen van de vereenighde Nederlanden alle 
verwoestingen, cojnbustien ende wtputtingen ontschuldighlick moeten 
verdragen ende wtstaen. 

Ten vierden sullen U E. M. mede reflexie gelieven te nemen, datt 
ditt tractaet niet tott offensie, neniaer alleen tott defensie is streckende. 

Ten vijflFden gelieve U E. M. in opmerckinge te trecken, dat S. 
C. D. aenbiedinge van andere Aliancien gedaen sijnde deselve tott 
noch toe om voorverhaelde redeuen voorbij gegaen ende daerinne U 
E. M. Staet heeft geprefereert. 

Ende off nu well U E. M. allen voorspoet ende vreede door 
Godes genade, daerover 8. C. D. sigh ten hoogsten verbliet, believende, 
veellicht dit tractaet niet allerdinghs dienstigh soude mögen oordeelen : 
soo gelieve dogh U E. M. nae deselve hooge vvijsheit lestelick te ge- 
dencken: 

Eensdeels dat alle wereltsche saecken de veranderinghe onder- 
worpen sijn. 

Anderendeeis dat gelijck desen Staet door goede Geallieerden ten 
deelen is opgekomen, alsoo oock door deselve tegens alle Rustbreeckers 
op 't seeckerste sali worden geconserveert. 

Ende alsoo nu alle 't gene voorseit, sampt hett project van Aliancie 
op goede gronden ende motiven, gelijck vertrouwt wordt, is bemstendc, 



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^ IÄ^5J«I:'(«.V»« J. 



Gelderland befQrwortet die Allianz und die Anleihe. 53 

800 wordt wegens Hooghgemelte S. C. D. vrundtnaebuirlick versoght, 
ten einde U E. M. als de naest gesetene ende ten dien opsighte meer 
geinteresseerde allen anderen Provincien in dese mett een goet exem- 
pel voorluchtende gelieve voor *t scheiden deses Landtdaeghs soo op 
't meergeseide Tractaet van Aliancie, als op hett door S. C. D. aflFge- 
santen Christiaen Moll ter vergaderinge van H. H. M. daer versoghte 
accommodement van penningen soodaenigh te resolveren, datt Hoogh- 
gedaghte S. C. D., die vermits voorgevallene importante saecken in 
Prussen ende andere landen voorhebben, binnen drie ofte vier weecken 
ten längsten te verreisen, daerbij genougen neme ende dien aengaende 
alvoorens gerast moghe sijn. 

Onder verseeckeringh, datt U E. M. mett nijmant ter werelt mett 
meerder securiteit ende opregtigheit, als mett S. C. D., die sigh voor 
allen anderen aen U E. M. staet hout verplicht, eenigh verbondt kön- 
nen siuijten. 

Als mede datt hett ogenmerck van S. C. D. in 't eflFectueren van 
dese Alliancie niet anders is geweest, als mett hett gerust besitt sijner 
landen desen Staet te vaster te bemuijren, den rechten Godtsdienst 
eenpaerigh te helpen voor f planten ende daer door op de naekome- 
lingen een Monument van onverbreeckelicke vrundtschap ende gese- 
gende regeringh, 't welck Godt gunne, nae te' laeten ende te trans- 
porteren. 

Aldus geproponeert. ende overgelevert in de vergaderinge tott Nij- 
megen ten 15. Augusti stil. vet. 1648 ende onderteikent bij Wie rieh 
von Bernsaw ende mij Matthias Romswinckel. 



Der Recess des Landtags von Gelderland dat. 15. Aug. auf das bran- 25. Ang. 
denburgische Gesuch ging dahin, dass die Committirten von Gelderland bei 
der Generalität beauftragt werden sollten, die Verhandlung und den Ab- 
schluss der Allianz mit dem Kurfürsten zu befördern. Am 17. Aug. wurde 27. Aug. 
„op naedere Instantie'' RomswinckeTs') noch beschlossen, den genannten 
Committirten zu befehlen: „om oock met d' andere Provincien die goede 
handt daer aen te houden, ten einde S. C. D. door enighe Oöopluijden onder 
desen Staet moghten verstreckt werden de somme van 100,000 Rd. wtt den 
Toll in de Pillow te verseeckeren''*). Dieser Auftrag wurde aber erst am 

') Dies yerlangte Romswinckel, weil Amsterdam das Gesuch MolTs (s. oben 
p. 4G) ablehnte und die brandenb. Gesandten von den Staaten wegen der Anleihe an 
die Provinzen verwiesen wurden. Aitzema III. 281. 

'j Die beiden Gesandten des KiirfQrsteu wurden in Nimwegen von den Staaten 
sehr zuvorkommend empfangen und während der 14 Tage ihrer Anwesenheit sherr- 
lich tractirt und freigehalten*. Auch beim Prinzen Wilhelm II. hatten sie eine 
Audienz, in der sie ihren Auftrag mündlich vortrugen. Aufz. Romswinokers in 
seinen Papieren. 



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g^ I. Die Alliana von 1655. 

21. Jan. 1649 erfüllt, indem die Committirfcen in einem Provinzialad?is der 
Generalität jene zwei Punete empfahlen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 15. Oct. 1648. 

15. Oct. Nach Verlesung eines MemoriaLs der braudenburgischen Minister Hörn 

und Moll, worin sie um Beförderung de.^ Allianzabschlusse.s bitten, sowie 
dass die General Staaten dem Kurfiirt^ten mit einer Anleihe von 200,000 Thlrn. 
beistehen möchten, ist beschlossen vor Beschlussfassung erst das Provin- 
zialadvis von Holland abzuwarten, und werden die Deputirten von Holland 
ersucht, dies noch vor Schluss ihrer gegenwärtigen Session einzubringen *). 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 12. Dec. 1648. 

12. Dec. Die Deputirten von Holland legen als Provinzialadvis vor, dass man 

das am 9. December vom Kurfürsten von Brandenburg durch seinen Hof- 
prediger Cov«<tius grthane Gesuch, den Genneper Zoll und Licent*) für die 
Besoldung der reforrairten Prediger im Clevischen verwenden zu dürfen, 
ablehnen solle, wenn nicht vollständiger Ersatz für den Zoll dem Staate 
angewiesen werden könne. — llesolution verschoben, bis der Staatsrath be- 
richtet habe. 

Ad vis von Zeeland. Dat. 30. Jan. 1649. 

[Die Allianz mit Brandenburg wird gebilligt, doch niclit die Rttuinung der Clevischcn 

Stftdte. Die Anleibe.] 

1649. De Ordinaris Gedeputeerden van Zeelant vinden bij Resolutie van 

30. Jan. de Heeren hare principaleu onder dat. den 19. Novemb. l^stleden op 
het maecken en aengaen van eene alliantie defensive met S. C. D. van 
Brandenborch volgens de projecten daervan ingestelt voor het provin- 
ciael advis van de gem. Heeren hare principalen ter Vergaderinge van 
H. H. M. in te brengen, dat de voorsz. aengeboden alliantie defensive 
om veele pregnante redenen voor deesen Staet niet anders als salutoir 
ende dienstich can werden geoordeelt, ende dat derhalven d' opgem. 
Heeren Staten van Zeelant bereyt syn sich in deselve met ende ne- 
vens d' andere provincien in te laten ende tot substantie ende ingre- 
dientien van de voorsz. alliantie te amplecteren de pointen ende arti- 

') HoUand schlug darauf vor, zwar im 4. Artikel die Defensive auf alle Lande 
des Kurfürsten auszudehnen, in einem geheimen Artikel aber dieselbe auf die Clevisch- 
Märkischen Lande zu beschränken (Aitzema lü. 281). Die Anleihe wollte es (auf 
ein neues Gesuch MolTs vom 15. Dec. bei Wicqnofort, Hist. des P.-U. t. I. 
La Haye 1719. Pr. 376) bewilligen , wenn das Geld in den Mitteln der Generalität 
vorhanden, und wenn das Pfand gut sei: eine unerfüllbare Bedingung, da der Pillauer 
Zoll ohne Genehmigung Polens und der preussischen Stände nicht verpfändet werden 
konnte (Aitzema 111. 297). 

*) Derselbe war seit Ende dos 16. Jahrb. den Niederlanden verpfändet. 



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Stimmong der Provinzen. HoefyserBcbe Schuld. 55 

culen in de Consideratien voor desen op 't papier gebracht ende den 
14. Mey lestleden ter Vergaderinge van H. H. M. ingelevert *) , mits 
dat daruyt werde gelicht het geene in 't 12 art. van de Ingredienten 
wert vermelt van 't ontruymen van de Steden ende Forten, die desen 
8taet in de landen aencomende S. C. D. met gamisoen ende Crycks- 
volck beset houdcn, sonder daervan noch op den Voet van wegen 
deesen Staet geprojecteert nochte van S. C. D. voorslaegen yet te ge- 
waegen. 

Das Gesnch des Kurliirsten um eine AnleiRe von 200,000 Thlr. gegen 
Verpfandung der Pillauer Zölle haben die Staaten von Zeeland ^favorabe- 
lick opgenomen'*, aber noch keinen Besehluss gefasst. 



Resolution der Geiieralstaaten. Dat. 22. Febr. 1649. 

Herr van Ca pelle tho Kijfisel trägt vor, wie die AlUanzverhand- 22. Febr. 
Inng mit Brandenburg nicht gefördert werden könne, da einige Provinzen 
noch nicht ihre „consideratien'' über den Allianzentwurf mitgetheilt hätten; 
die Deputirten gäben ihnen daher zu bedenken , ob die zögernden Provinzen 
nicht ermahnt werden könnten, ihre Cousideratien binnen einer bestimmten 
Zeit einzubringen. Es wird beschlossen., dass die Deputirten der Pro- 
vinzen ersucht werden sollen dahin zu wirken, dass die Provinzialstaaten 
ihre Cousideratien über die Allianz binnen 6 Wochen einbringen. 



Memorial der branden burgischen Gesandten Wijtenhorst'), 

Motzfeld und W. W. Blaspeil*) an die Generalstaaten. Dat. 

25. März 1649. 

Der Kurfürst, vom Wunsche beseelt, alle Hindernisse und Missverständ- 25. März, 
nisse, welche einer engen Freundschaft entgegenstehen, hinwegzuräumen, 
hat ihnen vor seiner Abreise von Cleve aufgetragen, nochmals um Liqui- 
dation der seinem Vater 1616 geliehenen 100,000 Thlr.*) anzuhalten und z\\ 
ersuchen, dass ihnen Deputirte zugeordnet werden, um mit ihnen zu con- 
feriren, damit endlich diese Sache zum Abschluss gebracht werde, wegen 



*) 8. oben p. 40 die brandenbargischen Vorgchläge vom 2. Mai und p. 42 die 
staatiscben vom 23. Mai. 

*j Hermann von Wittcnborst zu Sonsfeld. 

*) Chr. Moll war im Janaar vom Kurfürsten abberufen worden. 

♦) Der Hoefyseischen Scbuld, die 1616 in der Höhe von 248,000 fl. aufgenom- 
men (^Aitzcma I. 112) dnrch die dem Capital immer zugeschlagenen Zinsen (7 Proc.) 
IH.'3-S schon zu 1 Million angewachsen war. Damals hatten die Staaten sogar schon Exe- 
cntinn in Cfeve beschlossen, die von Blumenthal im J. 1640 nur durch bedeu- 
tende Zahlungen und Versprechungen abgewendet wurde (ibid. 11. 725 u. 801). Die 
Verpflichtung Brandenburgs, die ganze Schuld zu zahlen, war noch von Blumen- 
thal anerkannt worden; jetzt versuchte d«r Kurfürst, gestützt auf seine Verbindung 
mit Wilhelm II., einen andern Weg, sich der Schuld zu entledigen. 



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56 I. Die Allianz yon 1655. 

welcher über den Kurfürsten hier im Staat oft schlecht gesprochen und der- 
selbe beschuldigt werde, in der ganzen Sache bloss Zeit gewinnen zu wollen. 



Der Kurflirst an die Generalstaateii. Dat. Cleve 23. Juni 1649. 

23. Juni. Obgleich eigentlich die Gefahr, in der sein Herzogthuiu Preussen schwebe, 

und die in Lübeck zwischen Schweden und Polen eingeleiteten Verhand- 
lungen*) seine Rückreise dringend forderten, so habe er sie doch auf 
3 Wochen verschoben, in der Erwartung, dass bis dahin die mit ihnen ver- 
handelten zwei Puncte, die Allianz und die Liquidation der Hoefyserschen 
Schuld, zum Ende und zur Richtigkeit kommen werden. Obwohl, wie er 
vernommen, einige Abgünstige die Allianz zu verhindern trachten ^ende ijets 
daertegens strijdende intestroijen^ , auch die Schuldsache zu seinem Nach- 
theil zu drehen und so Misstrauen zwischen ihnen zu ei'wecken suchen, so 
hoffe er doch, dass die General Staaten in diesen Dingen das beiderseitige 
Staatsinteresse und die Gerechtigkeit allein in's Auge fassen werden. 

Proposition des brandenburg. Gesandten Matthias Dogen an die 

Stauten von Holland und Westvriesland. Dat. 31. Aug. 1649. 

(Mündlich vorgetragen am 27. Aug.) 

[Die Allians ist jetzt in ihrer Uand. Der Kurfürst wünscht ihren Abschluss nur zur 
Erhaltung des Friedens. Vortheilc der Allianz für Holland. Bedeutung des Kurfür> 
sten als alter treuer Bundesgenosse, ReJigionsverwandter, als Verwandter der Oranier. 
Die Interessen des Stiiats und des Kurfürsten sind vollständig dieselben. Hervorra- 
gende Stellung des Kurfürsten im Reich. Der Friede in demselben gesichert durch 
die Allianz. Abschluss derselben vor der Abreise des Kurfürsten.] 

31. Aug. Hat is sulcx en nu meer U E. M. volcomen kennelijck, dat nae 

eene seer lange ende gestadige handelinge tusschen S. C. D. ter eenre 
ende H. H. M. de Heeren Staeten Generael deser vereenichde Neder- 
lander ter andere sijde eijndelijck een seecker project van AUiantie 
tot gemeene beste, rüste en welvaeren van de Ingesetenen ten weder- 
sijden onderlinge is beraemt en uijtgevondeu, welck project van H. H. M. 
aen de respective provincien om der selver ratificatie toegesonden sijnde, 
ick verseeckert ben jegenwoordelijck onder U E. Groot M. hooge wijse 
deliberatien te berusten. 

Om dan nu eijndelijck den wegh in desen te bauen tot een ge- 
wenste en spoedige resolutie, soo believen U E. Groot M. te conside- 
reren, dat deselve in desen aengebooden wort: 

Ten eersten eene geheele billicke en favorable alliantie, om dat 
de beer Churfurst van sijn sijde in alle sijne Landen, Havens en Stee- 
den te water en te Lande presenteert de Ingesetenen deses Staedts 
niet anders te tractercn, als sijne eijgen onderdanen: mede om dat 

1) Ueber deii Frieden. Pufendorf U. 53 u. IV. 36, 



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«IUI II 



Nene Empfehlung der Allians bei Holland. 57 

de meergeseijde Alliantie ten wedersijden genoechsaem mutuel is in- 
gestelt, d' eene partije soo proffitabcl off lastich als d' andere, gelijck 
uijt het project van de selve ciaer te sien is. 

Daer wort gepresenteert ten tweeden eei^e seer roemwaerdige en 
onschadelijcke Alliantie, om dat deselve is streckende tot niemants of- 
fensie off nadeel ter Weerelt, maer om de respective Onderdanen en 
derselver goede geallieerde in toecomende te beschermen voor alle 
openbaer geweit en onrecht, en insonderheijt ora deselve des te be- 
quamer te conserveren bij eenen goeden vreede en in de gerustheijt, 
daer sij sich tegenwoordich in vinden. Het welcke niet alleen is eene 
christelijcke en prijsselijcke intentie, maer sal oock voor seecker be- 
vonden werden een saecke van onuijtspreeckelijcke securiteijt, dewijle 
niemant licht die sal attacqueren, dewelcke hij weet in goede postuijr 
le wesen, om haer wel te verweeren en dapper te wreecken. 

Oock wort aengebooden eene gants geruste en onverdachte Al- 
liantie, wesende de Heere Churfurst een Prince, van wiens wegen desen 
Staet geene oorlogen off wettige dissensien eens heeft te bedachten, 
om dat 8. C. D. hem in alle dese bloedige Christen -oorlogen sijne 
geheele regeringe geduijrende over al met sijne Landen en Luijden te- 
gens alle krijgende partijen heeft neutrael gehouden en voorts in alle 
sijnen raedt en aenslaegen voor de gantsche Christenheijt betoont heeft 
te wesen een rechte Vredevorst, overgevende de Peerle van alle sijne 
Landen, om den langh gewenschten hoochnodigen Vreede aen de be- 
droeffde Christenheijt wederom te brengen. 

Noch wert desen Ötaedt aengebooden eene volcomene proffitabele 
Alliantie, om dat de beer Churfurst door het gerust besit sijner Lan- 
den deses Staedts frontieren als omcingelen ende hun te water en te 
Lande soo wel tegens alle subite overvallingen als tegens alle ver- 
wachte openbaer geweit tot een vaste voormuijr sal ver strecken, ende 
dewijle oock de beere Churfurst door de gelegentheijt sijner verscheij- 
den Landen niet alleen de Zeecust, maer oock meest alle Revieren 
van Duijtslandt, te weten den Khijn, de Wael, de Maes, d' Oder, de 
Öpr6e, de Havel, de Elve, de Wezer enz. door sijn Havens en SSteeden 
ten deele commandeert, soo sal oock boven de bescherminge der fron- 
tieren allerhande neeringe ende welvaeren, handel en wandel, zeegen 
en voorspoet door dese alliantie en der selver onderlinge guarantie 
aen de respective onderdanen geensints mancqueren. 

U E. Groot M. gelieven oock serieuselijck te pondereren, dat in 
desen gehandelt wert: 

Met een Prince sijnde een out en trouw Bontgenoot van desen 



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5g I. Die Allians von 1655. 

Staedt, die geen nieuwe, maer een naerdere Alliantie iß vereoeckende, 
alsoo men billick en wijssclijck de oude Alliantie naer gelegentheijt 
van tijt en saecken vernieuwt, amplieeii en adjusteert. 

Met een Prince, die het welvaeren deser Landen uiet minder als 
desselAFs regierders behertiget, om dat de Heere Churfurst als naeste 
Nabuijrvorst deser Landen van alle de onheijlen, swaricheden en schae- 
den, die de Landen hebben geleden ofF in toecomende mochten comen 
te lijden, gestadich voor een groot gedeelte mede participeert. 

Met een Prince, die liem met sijn geheele gemoet aen dese Lan- 
den ende sijn verbont sal verplichtet houden, om dat de beere Chur- 
vurst onder seer weijnich hooge Potentaten des Christenrijcx in allen 
poincten van religie, de welcke is den eenichsten bant en behondenisse 
van alle Landen, met U E. Groot M. allerdings eeiis is. 

Met een Prince, wiens herte over dese Landen als over sijn tweede 
Vaderlandt is hangende, om dat hij daerin niet alleen is opgetoogen 
en om soo te seggen bijna genaturaliseert, maer oock daer en boven 
geallieert is met een Princesse, wiens loflFelijcke Voorouders, om dese 
Provincien in welstant en vreede, daer van U E. Groot M. te deser 
uijr d' effecten genieten, te herstellen, alles opgeset en vruchtbaerlijck 
uijt gevoert hebben. 

Over sulcx wert in desen getracteert met een Prince, wiens ge- 
heele Churv. posteriteijt met d* aller getrouwste genegentheijt tot de- 
sen Staedt hier naer niet minder en sal verbonden wesen als daer 
verbonden hebben geweest en noch sijn de princen van het Huijs van 
Oragnien, te weten den Oom en Grootvader en Outoom en Overgroot- 
vader sijns jongen Princes, om dat de tegenwoordige Churprince van 
Brandenburch ') soo wel van het bloet der Princen van Oragnien als 
van hunne dapperheijt, getrouwicheijt en glorie in 't begünstigen oflF 
beschermen deser Landen een oprechte Erve t' sijnder tijt can en sal 
bevonden werden. 

Met een Prince, die dese Landen wil gunstich wesen, om dat de 
Heere Churfurst om harent willen oock met hasart van sijn interesse 
en reputatie andere seer hooge alliantien daerom soo lange heeft te- 
^'^S^^ gesteh, op dat te vooren alle *t geene, waerover men soo langen 
tijt met desen Staedt getracteert heeft, mochte geconcludeert wesen en 
daer door geprevenieert werden, dat desen Staedt in *t maecken van 
andere Alliantien nergens in vercort ofFte geprejudiceert conde worden, 
maer dat veel meer dese Alliantie S. C. D. mocht verstrecken tot een 



») Wilhelm Heinrich, geb. 21. Mai 1648, gest. 24. Oct. 1649. 



k 



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Gemeinsamkeit der staatischen und kurfürstlichen Interessen. 59 

model oft reglement, om alle andere hooger ofte lager Alliantie daer 
naer te rechten. 

Met een Prince, die desen Staedt niet allcene wil, maer oock sal 
gunstich wesen, om dat de Landen van S. C. D. met de vrije Neder- 
landen sulcx verknocht sijn, dat de beere Churfurst sonder notoire 
ruijn geen quaede Nabuijrschap met dese Landen mach houden; mede 
om dat de Heere Churfurst geen Vijanden can hebben, die oock niet 
te gelijcktf- desen Staet ofF heijmelijck incommoderen oflF openbaerlijck 
attacqueren soude; eijndelijck oock om dat het eenichste interesse des 
Churhuijses van Brandenburch is, om hem te mainteneren in den te- 
genwoordigen gerusten Staet, en niet om de Zee en re vieren te infe- 
steren off den Goophandel aen hem te trecken, om daer door het in- 
teresse van desen Staedt te turberen ofte te ruijneren. 

Met een Prince, die eijndelijck desen Staedt niet alleene wil en 
sal, maer oock moet getrouw wesen en blijven voor altoos, om dat 
sijn interesse en het interesse van desen Staedt geheel een en het 
selffde is; want des eenen Landen in swaricheijt geraeckende, soo con- 
nen des anderen van onheijlen niet vrij blijven. Tot exempel dient 
de Stadt Wezel voor eenige jaeren het Churhuijs van Brandenburgh, 
doch met geen cleijn perijckel van desen Staedt, ontweldiget, maer tot 
contrarij exempel verstreckt de Schenkenschanse , bij desen Staet met 
seer groote verwoestinge van het hertochdom Cleve verlooren ende ge- 
recupereert, waeruijt ciaer blijckt, dat beijde interessen des Churhuijs 
van Brandenburgh en desen Staedt geheel een en het selve sijn en der- 
halven oock beijde voor euwich met de aldernaeuwste verbintenis be- 
hoorden vereenicht te blijven. 

U E. Groot M. believen oock ernstelijck te overwegen, dat de- 
selve wort een Alliantie aengebooden: 

Van een Churvorst, waer door desen Staedt seer considerabel sal 
werden in 't Roomsche Rijck, aen het welcke vermits Duijtslandts 
macht en nabijgelegentheijt en insonderheijt om sijnder inwoonderen 
mutuele genegentheijt tot onderlingen handel en wandel, grooten äff- 
en toevoer van allerhande Coopmanschappen , bestandigen ijver tot de 
oude vrijheit en waere religie en om verscheijdcu andere insichten dese 
Landen veel meer aen Duijtslandt is gelegen als aen andere vreemde 
en met desen Staedt en desselffs inwoonderen in allen dingen en in- 
sonderheijt van wegen haer interessen verschillende Kijcken en Repu- 
blijcquen. 

Daer wort oock alliantie gepresenteert: 

Van een van de machtichste Keurvorsten, dewijle de Heere Keur- 



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60 I. Die Allianz von 1655. 

vorst in 't rijck van alle Evangelische niet alleen in 't generael bemint 
en geeert, maer oock van andere gevreest en ontsien wert, als wesende 
boven alle andere Keurvorsten considerabel, soo wel te water als te 
Lande, ter Zee en op de Stroomen, binnen en buijten het Kijck en, 
dat het principaelste is, ofF door sijn Interesse oflF door sijn erffallian- 
tien oflF ontsach en macht van verscheijden l^anden en Lieden formi- 
dabel in drie de machtichste Kreijtsen van Duijtslandt, te weten in de 
Westphaelische en in beijde Saxische Kreijtsen, sijnde dese Kreijtsen 
de Cracht van geheel Duijtslandt, soo om de meenichte en de strijt- 
baerheijt harer inwoonderen, als om dat deselve meest alle revieren 
en de geheele Zeecust van Duijtslandt beheerschen; dat alsoo nae het 
exempel van S. C. D.» die daer is de baut en vreese van gemelte 
Kreijtsen, die vereenichde Nederlanden mogelijck met alle Evangelische 
in 't Roomsche Rijck, met alle Anzee- en veele machtige Rijcxsfceeden, 
jae wel met het geheele rijck selffs in *t generael als oock in 't par- 
ticulier, metten Keijser en Ertzhertzogen van Oostenrijck off doch ten 
minsten met alle off die meeste Standen der gedachte drie Kreijtsen 
in goede correspondentie, AUiantie en guarantie connen gestelt wor- 
den, en sulcx om dat het interesse van hun allen geeusints is stiij- 
dende met het interesse der vrije Nederlanden, maer daermede ge- 
noechsaem accordereude. 

Noch is wel te pondereren, dat nae het interesse van den beere 
Churfurst en na de geconjungeerde Kreijtsen, Vorsten en Steden in- 
teresse sich oock eenichsints reguleren die interessen der Croonen De- 
nemarcken en Sweeden, sulcx dat oock die Rijcken tot eene eeuwich 
duijrende AUiantie en guarantie met hoochste genegentheijt ontwijffe- 
lijck verstaen suUeu. 

In somma: door die Churf. AUiantie connen de vereenichde Ne- 
derlanden genieten meer proffijts als sij oijt door eeuige AUiantie heb- 
ben genooten, te weten rust en verseeckertheijt van baren Staet te 
water en te Lande en dat sonder offensie off verdruckinge van andere, 
daeniae beschernünge en uijtbrcijdinge van de waere religie, eijnde- 
lijck oock aenwas en veijlinge van aUe negotie ende Coophandel, in 
voegen dat sij oock niemant in *t toecomendC; die baren IStaedt soude 
ontrusten en attacqueren willen, met de minste apparentie suUen te 
vreesen hebben, dewijle soo veele mächtige Kreijtsen, Vorsten en re- 
pubUcken om baren eijgen behoudenisse en welvaeren', om haere re- 
ligie en vrijheijt off om andere insichten nootsaeckelijck de partije 
van de beere Cheurvorst moeten kiesen en oock door hem aen dese 



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Macht und Ansehen des Kurfürsten im Reich. gj 

Landen tot eene onverbreeckelijcke eeuwige guarantie van selffs ßullen 
verbonden werden. 

En ofT scboon de Vereenicbde Nederlanden niet veele Potentaten 
008t- en we8t>vaert8 in goede intelligentie en alliantie sijn, soo heeft 
alevenwel de Churf. alliantie geen'^van allen te wijeken, maer i8 oni 
veele concurrerende insichten elck van die in 't besonder en oock wel 
bun allen te samen te prefereren, oni dat dese alleen tot eeuwigeu 
tijden onverbreeckelijck can duijren, als sijnde gegrontvest op de 
eenicbeijt van religie, gebonden door den vasten, onoplosselijcken bant 
van geraeene Interessen, van gemeene schaden en welvaeren, gestijft 
door gelijckforinige desseijnen, en devvelcke altoos gelijck veruieuwt 
en verstcrckt sal werden door het overgroote welvaren, vergeselschapt 
met een onbegrijpelijcke securiteijt, die de Contrahenten van dese ge- 
wenste Alliantie .en derselver respective Onderdanen daer van onfeijl- 
baer sullen genieten; want sonder dat S. C. D. sal behoeven een paert 
te sadelen, off oock desen Staedt een enckeleu boot te bemannen, 
alleenlijck door de bloote schaduwe van dese geluckige Alliantie sal 
alle quaetgunstigen de lust en wille werden benonien, oni yet op der 
geallieerde respective Staeten te attenteren, en sullen dienvolgens alle 
contrarie Concepten en baetsoeckende desseynen van nu aen van selffs 
in roock verdwijnen. 

Maer dat oock onder alle Alliantien van 't Christeurijck de Chur- 
vorstelijcke boven alle voor desen Staedt noodich sij, can in 't corte 
daeruijt affgeraeten en beslooten werden: De Heere Churfurst Bontge- 
noot sijndC; connen dese Landen en in specie dese mächtige Provincie 
van Hollandt van geene Potentaten uijt de Oostzee, dewelcke daer is 
de Moederzee van alle Commercien en van het welvaren* deser Lan- 
den, geweret werden, om dat sij altoos met haer stercke Vlooten in 
de havens, forten en steden van de Heere Churvorst soo wel haere 
retraicte en bescherminge als hären handel en traffijeq vinden en heb- 
ben connen. 

Boven alle andere tot hier toe verhaelde redenen is voornament- 
lijck te considereren het overgroote en uijtnemende voordeel, 't welck 
de gansche Christenheijt uijt dese Alliantie onfeijlbaerlijck genieten sal: 
Het opperste ende eenichste wit van den beere Churvorst in *t maecken 
van dese Alliantie is, om die dier vercochte vreede in 't Christenrijck 
te conserveren voor altoos ende alle Crijghsbewegingen in 't rijck voor 
het toecomende soo veel mogelijck is voor te comen, maer dat aen 
het bewegen van Duijtslandt oock die rüste ofte onmste van 't geheele 
Christenrijck haucht, can van niemaut ontkent werden. Van gelijcken 



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ß2 ^- ^'ö Allianz von ir>55. 

Bai oock niet geloclient werden, dat Duitslandt alsdan seer awaerlijck 
tot onruste sal te bewegen wesen, wanneer desselflFs Standen, te weten 
die Evangelische ende Catholijcke, ten wedersijden in goede postuijre 
staen ofte van gelijcke macht sijn, oni haef wel te defenderen ende 
alle aengedane geweit te wreeeken. Nu isser onder die Evangelische 
Standen tot noch toe soodanige naeuwe cori'espondentie ende alliantie 
niet geweest, als tot aflSveeren ofF aendoen van een swaere oorloige 
van nooden is, het welcke niet alleen die Catholijcken in 't Roomsche 
rijck, maer selffs oock verscheijden uijtheemsche mächtige ende on- 
machtige heeft aengelockt, d' een om de protesterende op 't lijff te 
Valien, d' ander om onder pretext van beschermen haer selflFs conside- 
rabel te maecken met vijanden ofte vrienden Landen te incori)oreren; 
maer dese Alliantie eerst geslooten wesende ende tot een scherm van 
binnen en rugge van buijten dienende van alle, die tot hiertoe apart 
hun niet hebben connen defenderen off oock om der krijgende partijen 
ontsach ofte vi-eese haer niet hebben durven allieren, die sullen nu 
elck op het ijverste mede soecken te comen in dese Alliantie defen- 
sive, om alsoo door de schaduwe van een vast lichaem formidabel te 
werden tegeus alle, die haer met onrecht souden willen attacqueren, 
off om ten minsten in 't toecomende niet meer tot een rooff te wesen 
van beijde partijen. Ende aengcsien dat alle Ewangelische Vorsten In- 
teresse in 't particulier noch oock den Nedersaxischen ende Westphael- 
schen Kreijts interesse in 't generael niet en strijdende is met het in- 
teresse der Contrahenten v|tn dese Alliantie, om dat alle Ewangelische 
neffens die gemeide Kreijtsen haer alleen soecken te mainteneren in 
statu praesenti, de religie en vrijheijt te beschermen, den Coophandel 
onvermindert te vermeerderen etc.: soo wert met goede redenen ver- 
hoopt ende voor vast gesteh, dat door dese Alliantie een onoplosse- 
lijcken baut onder alle Evangelische can en sal geleijt werden tot 
haerder bescherminge, het Roomsch Rijck van binnen bij rüste ende 
vreede geconsen'eert, van buijten alle vreemde de hoope ende lust tot 
verdere conquesten benomen ende consequentelijck het gansche Chri- 
stenrijck in balance ende stilte gehouden, sulcx dat de gansche po- 
steriteijt in *t generael ende in specie alle Protestanten 't geheele Chri- 
stenrijck door hun over dese alliantie onwaerdeerlijcke effecten te ver- 
blijden ende te bedancken sullen hebben, maer ter contrarie sullen 
oock ongetwijffelt contrarie effecten het geheele Christenrijck door 
altoos gesien ende gevoelt werden, soo langh de lust om te conque- 
steren onder de Potentaten sal heerschen ende de rust ende vrede bren- 
gende Alliantie ongeslooten sal blijven. 



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Befestigung des Fricdeng und Bicberniig der evangelischen Religion. |^ 

Tot bealuijt, nadien ongetwijffelt (door Godes genade ende de 
verhoopte rüste ende alreede beslootene vreede van Duijtslandt) het 
Keurhuijs van Brandenburgh in 't Christenrijck ongelooJBTelijck consi- 
derabelder werden, sal, als het jegenwoordich is, soo sullen oock van 
gelijcken die voordeelen van dese Cheurv. Alliantie voor de vrije Ne- 
derlanden ongeloofFelijck accresseren ende aenwasschen. 

Ende alsoo nu al het geene tot hier toe geseijt is, als oock mede 
het Project van Alliantie selffs op vastelijcke unbeweeghlijcke gronden 
ende motiven is berustende, so wert wegens hoochgeraelte S. C. D. 
dienstvrundelijck versocht, dat U E. Groot M. volgens hare gewoon- 
licke vigoureusheijt ende aensieulijcke hooge waerdicheijt ter verga- 
deringe van H. H. M. believen willen alle d* andere navolgende Pro- 
viucien met haer goet exerapel voor te lichten ende noch voor het 
scheijden van dese jegenwoordighe daghvaert op *t meergedachte Trac- 
taet van Alliantie soodanich resolveren, dat hooghstgedachte S. C. D., 
die vennits eenige in Pruijssen ende andere Erflflanden voorgevallene 
hooch aengelegene saecken genootsaeckt is, binnen den tijt van drie 
weecken uijt de Cleeffsche Landen te verreijsen, noch voor Sijn ver- 
treck van desen Staet een gewenst genoegen ontfangen ende aen- 
gaende dese soo langh torquerende Alliantie volcomentlijck möge ge- 
rust gestelt werden: onder dese seer hooge verseeckeringe van het 
oogemerck van S. C. D. in 't effectueren van dese Alliantie ten eeu- 
wigen tijde niet anders sal bevonden werden, als niet het gemst besit 
Sijner Landen desen Staedt te vaster te bemuijren, den rechten Godts- 
dieust eenparich te helpen bevorderen, Sijne geallieerde tegens alle 
vijantlijck gevvelt des te bequamer te beschermen ende van hiin we- 
deromme voor alle ongelijck beschermt te werden, den diergecochten 
vreede ende eenicheijt in 't Christenrijck te machtiger te conserveren 
ende eijntelick voor de respective onderdanen alle gewenste securiteijt 
ende welvaeren te procureren, om daer door een onsterffelijck Monu- 
ment van oprechte vruntschap ende van eene gezegende geluckige re- 
gierii^e (*t welck alles Godt de beere ten wedersijden gunnen wil) 
op de spaede Nacomelingen over te erven ende achter te laten. 



Der Kui-fllrst an die Generalstaaten. Dat. Cleve 18. Sept. 1649. 

[Baldiger Abschluss der Allianz und Erledigung der Schuldsache.] 

Meldet seine ^aus erheblicheu Motiven und Angelegenheiten** in wenig 18. Sept. 
Tagen bevorstehende Abreise nach der Mark Brandenburg. 

Nach dem Uns auch zu sonderbarem Gefallen gereichen wUrde, 
vvan wegen der fürseinde Alliance zwischen Uns und E. H. M. ein 



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64 ^- ^i® Allianz von 1655. 

Vergleich getroffen, wie nicht weniger der bewussten Schuldsachen 
halber Richtigkeit gemacht werden könnte, als ersuchen Wir E. H. M. 
gleichfalls freundnachbarlich, Sie wollen Belieben ti-agen, es dahin zu 
richten, damit Beides vor Unserm Abzug mit dem ftirderlichsten werk- 
stellig gemacht werde und Wir Unsere wohlgemeinte Intention darob 
erlangen mögen. 

Die Generalstaaten an d. Kui-fÜrsten. Dat. Haag 21. Sept. 1649. 

21. Sept. Die Wichtigkeit der Sache fordere, dass über das Abschliessen der 

Allianz mit ihm erst die Meinungen der Proviuzialstaateu gehört würden, 
an welche die Sache jetzt gegangen. Natürlich sei es schwierig, die ein- 
zehien Mitglieder dieser Staaten zu Einem Beschluss zu vereinigen, daher 
der Verzug nicht zu vermeiden. Ueber die Schuldsache mit seinen Ge- 
sandten zu verhandeln, haben sie einige Deputirte ernannt. 



1650. Am 10. Febr. 1650*) er.statten die Deputirteu der Generalität auf ihren 

10. Febr. Befehl vom 7. Febr. Bericht darüber ab, worin die Provinzen hinsichtlich 
der Allianz mit Brandenburg einig sind und worin sie auseinandergehen: 

Gelderland ist bereit, dieselbe nach dem im Mai 1648 von den Depu- 
tirteu der Staaten aufgestellten Entwurf*) abzuschliessen. 

Holland hat am 22. December 1649 einen Allianzentwurf eingereicht, 
den es annehmen wolle, der im Wesentlichen mit dem eben genannten 
übereinkommt'). 

Zeeland schliesst sich Gelderland an und verlangt nur Entfernung des 
Artikels „sprekende van de bewuste Steden.** 

Utrecht und Vriesland haben noch keinen definitiven Beschluss gefasst. 

Overijssel conformirt sich mit Gelderland. 

Groningen verlangt, wie schon früher (Dec. 1648) Holland, einen ge- 
heimen Artikel ; die Deputirten wollen aber noch einmal nach Hause schrei- 
ben und weitere Instruction erbitten. — 

Am 13. April läuft die Resolution von Vriesland vom 21. Februar ein, 
dass diese Provinz mit den vereinbarten Artikeln einer Allianz mit Branden- 
burg einverstanden sei, nur nicht mit einer etwaigen Räumung der Städte 
im Clevischen; und am 29. August die von Groningen vom 6. März, dass 



^) Ende Januar waren der Statthalter von Cleve, Graf Moritz von Nassau, 
Philipp Hörn u. Sonsfeld nach dem Haag gekommen, jedoch incognito, um zu 
vernehmen, oh Holland noch auf seinem Widerstand gegen die Allianz verharre. Dies 
war die Veranlassung zu obigem Bericht, der die Qesandten so wenig befriedigte, 
dass sie wieder abreisten. Aitzema III. 413. 

«) 8. oben p. 42. 

'} Nur verlangte Holland namentlich für den Staat den Bang vor dem Kurfürsten, 
was dieser durchaus nicht zugeben wollte, und den geheimen Artikel, die Beschrän- 
kung der Allianz auf Cleve enthaltend. S. oben p. 54 n. 1. 



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Urtheile der ProvinzoD aber die Allianz. g5 

der geheime Artikel zwar zunächst festzuhalteu^ weuu er aber nicht durch- 
gesetzt werden könne, fallen zu lassen sei. 



Advis der Staaten von Zeeland. Dat. 11. April 1650. 

[Die Allianz noth wendig wegen der engen Verwandtschaft zwischen Brandenburg and 
dem Haus Oranien, daher ohne Clansel schleunigst abzaschliessen.] 

De Gedeputeerde van de beeren Staten van Zeeland, nader geletb 11. Apr. 
ende overwogen hebbende het Concept Tractaet van AUiantie tusschen 
desen Staedt ende S. C. D. van Brandenburgh aen te stellen, behoor- 
lijcke insicht en ooghnierck nemende niet alleenlijck, dat de voorsz. 
beer Churfurst een oudt Bondtgenoot en naegebuijr van desen Staedt 
professie doet van de waere Gereformeerde Keligie, den seeckersten 
bandt van alle Verbünden: maer mede, dat deselve met het doorluch- 
tigh huijs van Nassauvv, den oorsprongh en springhader onder Godt 
Almachtigh van desen Stadt, gealieert en vereenight is ; maer ooek, dat 
den thuijn der Geunieerde Provincien, naer alle menschelijcke appa- 
renöen, niet weijnich door soodanige AUiantie beschut en bevrijt sal 
wesen, bijsonderlijck sulcke andere Naebuijrige Vorsten en Staten 
mede treckende en daer in begrijpende, waer door den bandt van 
ünie te vaster en den Staedt verseeckerder sal gemaeckt en gehouden 
werden, ende in achtinge genomen hebbende het advijs van de voor- 
gemelte Provincie, den 30. Jan. 1649 ter Generaliteijt o vergebracht, 
waer in de voorgeslagen Articulen en poincten geaggreert en toege- 
staen werden, raet dese exceptie, dat uijt het project daer van inge- 
stelt gelicht werde het gene in *t 12. articul vermelt wert, van 't ont- 
ruijmen der Steden en Forten, die desen Staedt in de Landen van S. 
C. D. met Guamisoen ende Chrijchsvolck beset houdt: hebben goet- 
gevonden de voorsz. Clausule naer te laten ende puijrlick te consen- 
teren, gelijck sij consenteren mits desen in het geprojecteerde Tractaet, 
gelijck het light, versouckende dat het selve op het spoedighste ge- 
solemniseert en naer gewoonelijcke forme geteijckent en geratificeert 
mach worden. 



Zu Ostern kamen wiederum brandenburgische Gesandte nach dem Haag^ 
nämlich die Herren v. Sonsfeld, Dr. Joh. Witten, Blaspeil und Joh. 
Copes, um die vor einem Jahre angeregte Liquidation der Hoefyserschen 
Schuld zu betreiben , die schon auf 1,700,000 fl. angewachsen war und jähr- 
lich um 200,000 fl. zunahm. Sie wollten dagegen einmal 60,000 Thlr., welche 
die Staaten 1622 aus Jülich gezogen, und namentlich 1,166,000 fl. Kosten 
für die Einquartierung der Truppen des Feldmarschalls Grafen Wilhelm 

Mater, lur Gesch. d. Gr. Kurfürsten. Ul. 5 



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ßß I. Die Allianz von 1655. 

von Nassau in den Clevischen Landen 1629 — 31 in Gegenrechnung brin- 
gen *). Die Deputirten , denen die Generalstaaten die Prüfung dieser An- 
30. Juni. Sprüche auftrugen, leugneten in ihrem Bericht vom 30. Juni 1650 die Be- 
rechtigung derselben durchaus, eiinnal weil durch Verträge (z. B. 1632) den 
Staaten ausdrücklich das Recht vorbrhalteu sei, in Cleve und Mark Con- 
tributionen zu erheben, wenn diese Lande die Feinde mit oder wider Willeu 
unterstützten; dann weil jene Kinquartierung 1629 — 1631 nur stattgefunden 
habe, um das Land vor der spauischen zu schützen. Auch sei bisher nie- 
mals, bei keiner der wiederholten Verhandlungen über die Schuldsache von 
dieser Gegenforderung die Rede gewesen, nicht einmal 1630, als der Pfalz- 
graf von Neuburg und Schwarzenberg selbi^t im Haag waren, um für 
die neue Theilung der Jülich-Clevi.schen Fiande die Genehmigung der Staaten 
zu erlangen, auch nicht beim Vertrag von 1632 oder dem von 1636; viel- 
mehr sei stets die Schuld vollständig mit Zins und Zinseszins von Seiten 
Brandenburgs anerkannt worden. ^Eude behoort buijten alle twijffelinge 
gestelt ende gehouden te worden, dat, iiidien U H. M. gedacht hadden, dat 
S. C. D. eenige de minste pretensie op haer hadde blijveu behouden, dat 
deselve soo liberalick hare vordere pretensien niet en souden geremitteert 
hebben, sonder S. C. D. oock quaut et quant aen zijne zijde te laten re- 
nuncieren aen de voorsz. costen.^ 



Vermittlung der Staaten im Krieg mit Neuburg. 

1651. 

Die Verhandlungen über die Allianz nahmen ein plötzliches Ende, als 
nach dem unerwarteten Tode Wilhelm's II. im November 1650 die aristo- 
kratische Partei im Haag die Gewalt in ihre Hände bekam. Die kriege- 
rischen Pläne Wilhelm's II. und seiner Partei, an denen auch der Kurfürst 
sich betheiligt hatte«), wurden völlig beseitigt, eine Friedenspolitik um jeden 
Preis von Holland proklamirt. A' on der brandenburgischen Allianz war nun 
keine Rede mehr; die Verhandlungen über Liquidation der Hoefyserschen 
Schuld, die dem Abschluss nahe waren, wurden durch Resolution der 
Staaten vom 15. December 1650 abgebrochen'*). Die gereizte, feindselige 
Stimmung Hollands gegen den Kurfürsten zeigte sich gleich bei dem in der 

^) Aitzema III. 413. Sie draugen auch auf Abschluss der Allianz und droh- 
ten, der Kurfürst werde sich sonst mit Schweden alliiren. Holland Hess sich aber 
nicht einschüchteru. 

*; Droysen III. 2. 12. Auffallender Weise wird in den eigenhändigen, aus- 
führlichen Memoiren Wilhelm's II. aus jener Zeit (im herzog]. Anhaltischen Haus- 
archiv), obgleich der Plan Karl II. auf den englischen Thron zurückzuführen mehr- 
fach besprochen wird, doch des Kurfürsten und seiner Betheiligung dabei keine Er- 
wähnung gethan. 

*; Aitzema IV. 825. 



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Aasbrnch des Neuburgischen Kriegs. 67 

oranischen Familie ausgebrochenen Streit über die Voiinundscliaft des jun- 
gen Prinzen Wilhelm III.') 

Es war daher sehr erklärlich, dass die Staaten, namentlich Holland, 
denen der Kj'ieg des Kurfürsten gegen den Pfalzgrafen von Neuburg 
höchst ungelegen kam, keine Neigung zeigten, dem Kurfürsten thätlichen 
Beistand zu leisten. Abgesehen davon, dass bei der Spannung im Innern 
der Republik ein Krieg in nächster Nähe für die herrschende Partei sehr 
gefährlich werden konnte, fürchteten die Staaten auch für ihr Besatzungs- 
recht un Clevischen und die stets eifrigst beschützte Freiheit der Clevi- 
schen Stände, wenn der Kurfürst grössere Truppenmassen dort zusammen- 
ziehe und den Pfalzgrafen von Neu bürg besiege und unschädlich mache. 
Auf den Wunsch der Stände boten sie also dem Kurfürsten, der sie um 
Unterstützung seines Vorhabens angehen Hess, statt dessen ihre Vermitte- 
lung an, die derselbe nicht ablehnen konnte, wenn der Pfalzgraf sie an- 
nahm. Dies geschah, und die staatischen Mediatoren begaben sich auf den 
Kriegsschauplatz *). 

Ueber diese Gesandtt^chaft, welche ganz erfolglos blieb, da die Staaten 
das Vertrauen des Kurfürsten verloren hatten und das des Pfalzgrafen nicht 
gewinnen konnten, liegt das Verbaal vor; dasselbe geht aber durchaus 
nicht auf den tieferen Zusammenhang der Dinge, auf Schilderung der han- 
delnden Personen u. dgl. ein, ist überdiess von Aitzema III. 672 — 689 
zum Theil wörtlich benutzt worden'), so dass nur noch einige Ergänzungen 
hier mitgetheilt werden sollen. 

Die Generalstaateii*) an den Kurfürsten (und m. m. an den 

Herzog von Neuburg). Dat. Haag 21. Juni 1651. 

Mit grossem Leidwesen hätten sie gehört von dem neu ausgebrochenen 1651. 
Krieg zwischen ihm und Neuburg im Herzogthum Berg, welcher die Ent- 21, Juni. 
Zündung eines allgemeinen Krieges und Zerstörung des eben geschlossenen 
Friedens drohe. Sie hofien, dass er diese schlimmen Folgen bedenken und 
um eine friedliche Beilegung bemüht sein werde, wozu sie als Nachbarn 
ihre Vermittlung anbieten. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 24. Juni 1651. 

Der Herr v. Schwerin ist in der A^ersamralung erschienen und hat im 24. Juni. 
Auftrag des Kurfürsten von Brandenburg die Gründe auseinandergesetzt, 
warum der Kurfürst gegen den Herzog von Neuburg die Waffen ergriffen 



>) Aitzema UI. 465. 

«) Aitzema Ul. 670 u 671. Droysen lU. 2. 29^. Pufendorf IV. 31 ff., 
der in seiner ganzen Darstellung des Kriegs Aitzema fast wörtlich folgt, ebenso 
wie Wiequefort, Histoire des Prov.-Unies II. 93 ff. (Ich citire von nun ab nach 
der neuen Ausgabe in Oct. Ton Leuting u. Chais v. Buren. Amsterdam 1861 ff.) 

3) Auch von Vreede, Inleiding II. 2. 165. 

*) Es ist das die zur Aenderung der Unionsverfassung einberufene «groote Ver- 
gadering*. 

5* 



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gg I. Die Allianz von 1655. 

habe^ auch gegen die Behauptung des ueuburgisehen Gesandten Gruit- 
hnijsen*) versichert, dass unter den kurfürstlichen Truppen keine staati- 
schen gewesen sind, und gebeten, dass die General Staaten den Kurfürsten 
^in dese gelegentheijt met hären goedten Raedt willen seconderen*'. — Der 
Präsident Wim menum hat ihn mit den gebührenden Complimenten wieder 
hmausbegleitet. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 26. Juni 1651. 

26. Juni« Auf Verlesung des Advises des Raths van State über die Verstär- 

kung der Garnisonen am Rhein, Yssel und Maas ist beschlossen, nach 
Rheinberg drei Compagiüen zu schicken, nach Bürich zwei, nach Rees vier, 
Emmerich drei, Schenkenschanz eine, Zutphen drei, Doesborg zwei, Groll 
zwei u. s. w. „alles om aldaer bij provisie Guarnisoen te houden, tot dat 
men sal sien, waer heenen de saeckeu sich in de bovenquartieren sullen 
schicken ende alsdan naerder hierop geresolveert te worden.*^ 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 26. Juni 1651. 

26. Juni. Beschlossen, die Kommandanten der Garnisonen am Rhein anzuweisen 

(in Wiederholung der Resolution vom 21.), dass sie kein im Dienst des 
Staats befindliches Kriegsvolk an Einen der beiden kriegführenden Fürsten 
überlassen dürfen „ome H. H. M. van alle partijdicheijt ten respecte van 
de aengebodene Mediatie vrij te houden,*' ausser auf Ordre oder schriftliche 
Zustimmung der Generalstaaten. 



Der Pfalzgraf von Neuburg an die Generalstaaten. 

Dat. Düsseldorf 28. Juni 1651. 

28. Juni. Er habe mit Genugthuung vernommen , dass auch sie mit dem neu auf- 

gebrochenen Krieg sehr unzufrieden sind: er frage sie aber, ob es möglich 
sei mit Jemand im Frieden zu leben und sich auf den zu verlassen, der 
alle noch so feierlich beschworenen Verträge breche. Brandenburg habe 
ihn ohne allen Grund und ohne Anzeige überfallen und seine Lande ver- 
wüstet, während er streng den Bestimmungen des westphälischen Friedens 
nachgekommen und das Religiönswesen nach dem statns quo a. 1624 einge- 
richtet habe. Man könne ihm also nicht verdenken, dass er sich verthei- 
dige. Er hofi'e daher, dass die Nachbarn und die Stände des Reichs den 
Kurfürsten, im Fall der Noth auch mit Gewalt, zur Ruhe bringen und 
zwingen würden, dass er ihm Satisfaction gebe. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. S.Juli 1651. 

3. Juli. Nachdem der Vorsitzende Parmentier der A^ersaramlung bekannt ge- 

macht, dass der Herzog von Neuburg die Vermittlung der Niederlande an- 



') S. Aitzema UI. 670. Der Kurfürst hatte mehreren staatischeii Offioieren Pa- 
tente ertheilt, ehe sie noch aus dem staatischen Dienst entlassen waren. 



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Die Staaten beschliessen zu vermitteln. g9 

genommen, ist beschlossen, mit derselben die Herren Job. v. Gent, Ja- 
cob V. Wassenaer v, Opdam, Ant. Carel Parmentier van Hees- 
wijck und Job. v. d. Beecke zu beauftragen, die sich sofort auf den 
Weg machen und sich zuerst zum Kurfürsten von Brandenburg, dann zum 
Herzog von Neuburg begeben und Alles anwenden sollen zur friedlichen 
Beilegung der Streitigkeiten'). Dem Herzog von Neuburg soll für die An- 
nahme der Medition gedankt werden. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 5. Juli 1651. 

Die Herren Qent und die anderen Depudrten zur Mediation zwischen 5. Juli. 
Brandenburg und Neuburg haben besonders darauf zu achten, dass die früher 
zwischen beiden Fürsten abgeschlossenen Verträge (namentlich die von 
1609) nicht benachtheiligt werden, sondern in ihrer vollen Kraft erhalten 
bleiben. 

Die Landstände von Cleve und Mark an die Generalstaaten. 

Dat. U.Juli 1651. 

(Am 14. Juli bei den Generalstaaten vorgebracht.) 

Ersuchen die General Staaten nochmals um Garantie ihrer Privilegien, U.Juli. 
Keversalen, Pacten und Contracte und um Vermittlung des Krieges zwischen 
Brandenburg und Neuburg, damit sie endlich von den Kriegs Völkern be- 
freit werden. 

Die niederländischen Mediatoren an die Generalstaaten. 

Dat. Duisburg 15. Juli 1651. 

Auch auf ein nochmaliges Gesuch um Annahme der Vermittlung ') habe 15 Juli, 
der Kurfürst geantwortet, sie müsse erst definitiv ond ohne Bedingung von 
Neuburg angenommen sein. Sie seien darauf nach Wesel gereist, wo sie 
von den Deputirten der Landstäude von Cleve, Mark, Jülich und Berg be- 
grüsst und gebeten worden seien, sich um Aufrechterhaltung der Reversalen 
zu bemühen, was sie auch versprochen. Die ersteren, wie auch der Ma- 
gistrat der Stadt Wesel hätten ihnen für die Güte der Generalstaaten ge- 
dankt, dass sie sich der armen Unterthanen dieser Lande angenommen, 
was sie zu allen Zeiten dem Staat erkennen würden. Der Magistrat habe 
ihnen auch zum Frühstück einige Kannen guten Rheinweins geschickt. 



*) Dieser Bescbluss erfolgte, obwohl die brandenburgischen Minister noch an 
demselben Tage zu erkennen gegeben hatten , dem Kurfürsten wflrde es lieb sein, 
vdat men supersedeerde met het senden nae Weesel voor als noch*. Aitiema 
p. 672. 

*) Der Bericht ttber die Ankunft in Cleve und die erste Audiena beim Kurfürsten 
vdat. Cleve 12. Juli) bei Aitzema p.672. 



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70 I- I^io Allians yon 1655. 

Proposition der niederländischen Mediatoren an den Pfalz- 
grafen von Neuburg'). Dat. Düsseldorf 17. Juli 1651. 

[Gefahr des lieaen Krieges für den Frieden Europas. Nothwendigkeit ihn schleunigst 
heizulegen. Dank der Generalstaaten für die Annahme ihrer Mediation. Verlangen 
Brandenburgs nach einer unzweideutigen schriftlichen Erklärung Neuburgs darüber.] 

17. Juli. Die Generalstaaton habea ihnen befohlen, ihn dienstfreundlich zu be- 

grüssen: Ende hebben ons vorder aenbevoolen U. D. te verseeckeren, 
dat H. H. M. met een hertelick leetwesen hebben comen te sien, dat 
de verwijderingen tusschen Churf. Brandenburchse en U. D. sedert 
eenigen tijt henvaerts soo schadelick sijn gegroeijt en aengewassen, 
dat deselve tot openbare wapenen, crijchswervingen en andere acten 
van hostiliteijt sijn comen uijt te bersten met soodanigen periculeusen 
gevolch, dat men niet dan alle verderff, bloetstortinge ende totalen 
onderganck beijdersijta Ingesetenen en Onderdauen, die nu soo lange 
Jaren onder den swaren last van den algemeinen Oorloch hebben ge- 
sucht en ter nauwer noot eenichsints door den getroffenen, langge- 
wensten vrede begosten te respireren, daruijt te gemoet can sien. Be- 
halven dat oock lichtelick meer andere naestgelegene partijen sich 
hierinne mochten laten invlechten ende volentes nolentes soo worden 
geengageert en ingewickelt, dat dat groote en christelijcke Munster- 
sche vredewerck, waervan het eijnde soo becommerlick en bijcans 
buijten hoope is geconsequeert, vruchteloos en sonder eflFect quame te 
vervallen. 

Waeromme dan H. H. M. van den beginne aen en soo haest de- 
selve dese Chrijchsberoerten hebben vernomen, postponerende alle an- 
dere gewichtige saecken uijt een oprecht en sinceer vredelievent ge- 
moet hare gedachten serieuselijck hebben laten gaen en wercken op 
middelen, door deweicke alle gedreichde en verre siende onheijlen 
mochten worden geweert en dit kint des verderffa in de wiege ge- 
smoort. Tot sulcken eijnde hebben hoochgemelte onse Heeren Com- 
mittenten niet alleen aen Uwe, nemaer oock aen Churf. Brandenburgse 
Doorl. brieven laten aflfgaen, inhoudende seer bedenckelicke redenen, 
tenderende tot cessatie van vordere feijtelicheden en andere acten van 
openbaer geweit, presenterende met een seer groote genegentheijt het 
officie van oprechte en onpartijdige Mediateurs, bij soo verre partijen 
wedersijts sulcx verhoopentlijck souden gelieven aen te nemen; waertoe 



*) Der Bericht über ihren Empfang in DÜHseldorf und die ablehnende Antwort 
des Pfalsgrafen (dat. Düsseldorf 18. Juli) bei Aitzema p. ()73. Die zweite, schrift- 
liche Antwort desselben ibid. p. 671. 



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Die staatischen Gesandten in Düsseldorf. 71 

meerhoochged. H. H. M. vooV anderen vermeinden te sijn bevoecht, 
te meer om dat de Guarantie en maintenue van de reversalen aen de- 
selve bij het Xantische verdrach in den jare 1614 is gedefereert en 
vervolgens alle jongere Tractaten tusschen S. C. Brandenburgsche en 
ü. D. sedert alle tijt raet interventie van deselve sijn geslooten en 
geperfecteert 

Mijn Heeren de Staten Generael hebben met groote aengenaem- 
heijt uijt U. D. rescriptie van den 28. Junij lestleden de willige ac- 
ceptatie van derselver voorseijde aengebodene interpositie gespeurt, 
wordende daerin tot meerder claerheijt geconfirmeert door de monde- 
linge verelaringe van den Heere Gruithuijsen, U. D. AflFgesanter 
doenmaels en vermeinentlick althaus noch in 's Gravenhage, voor weick 
goet vertrouwen H. H. M. U. D. schriftelick hebben bedanckt ende al- 
noch door ons dienstvtuntelick doen bedancken. 

*T is vorder sulcx, dat vvij ons verlatende op de voorseijde U. D. 
aenneminge van de voor^. mediatie ons hebben vervoecht bij mijn 
Heere den Churfurst van Brandenburch binnen CleeflF, omme bij de 
selve devoiren aen te wenden tot gelijcke dispositie en S. C. D. daer 
heenen te bewegen, om met ende neflfens U. D. H. H. M. tot de meer- 
verhaelde interpositie te admitteren ende alle gepretendeerde oflfentien 
aen een zijde i^tellende denselven tot gedachten van accommodatie en 
nederlegginge van de wapenen te permoveren. ö. meerhoochstged. 
C. D. en heeft onse offitien niet absolutelick gelieven te verwerpen, 
maer van ons gevordert schriftelijck schijn, waerbij conde blicken, dat 
U. D*. conform ons aenbrengeu de vooru. mediatie was accepterende, 
ende sulcx privative van H. H. M. met seclusie van andere Heeren 
Interponenten. Wij hebben gepoocht, ons woort hierin bij S. C. D. 
gelooff te doen meriteren, maer deselve hart op desen schriftelijcken 
schijn, als voorseijt, blijvende insteren, soo hebben wij ons beswaert 
gevonden, U. D. missive van den 28. des verledenen Maents aen H. 
H. M. geschreven aen mijn Heere den Churfurst te vertoonen, om re- 
denen, dat dieselve veele doleancien en beswaernissen tegens S. C. D. 
is vervattende, die wij billick hebben gevreest meerder verwijdering en 
abalienatie te sulleu veroorsaeckeu als vrede en eenicheijt, die het 
eenige wit sijn, dat onse Heeren Committenten ons hebben aenbevoh- 
len te beoogen. 

Wij hebben oversulcx nodich en dieustich geacht ons hier bij U. D. 
te transporteren, om gans gedienstich te versoecken ende bidden, de- 
selve gelieve grootgunstichlick aen ons te laten toecomen eene soo- 
dane ronde en categoricque schriftelicke verelaringe onvermengt met 



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72 1- ^'^^ Allianc von 1655. 

andere materien, die tot meerder vervremding souden eunnen strecken, 
van dat H. H. M. voorige en nochmalen dienstvTuntnabuijrlicke aen- 
gebodene interpositie aen U. D. aengenaem zij, op dat wij met dese 
wapenen gemunieert sijnde ons wederom spoedich mögen laten vinden 
ontrent den persoon van meerhoochstgedachten Heere Churfurst, va- 
stelick vertrouwende, dat wij den selflFden tot even gelijcke Vredens- 
gedachten suUen disponeren en wedersijts albereijts aengevangene ho- 
stiliteijt bij provisie doen surcheren, niet twijflfelende off Godt de Heere, 
een Godt des Vredes, sal onsen arbeit met sijnen zogen sulcx bij- 
woonen, dat alle differenten en verschillen in der goede bijgeleijt wer- 
dende een vaste en bestendige rust werde gerestabilieert. 

Wij dragen immers dit vertrouwen tot U. D., als tot eenen Vorst 
nu tot hooge Jaren gecomen en van der jeucht aen met groote wijs- 
heijt begaeft en wiens vredelievent gemoet int gantse Roomsche Kijck 
800 kennelijck en beroempt is. Voor onse geringe persoonen', wij 
presenteren daertoe onsen aldervlijtichsten ende onpartijdigen dienst 
en willen ons gern allen arbeijt getroosten, om in een saecke te co- 
opereren, die strecken sal tot Godes eere, tot verhinderinge van stor- 
tinge van Christenbloet en tot voorcominge van *t ellendich verderff 
soo veeler duijsenden U. D. getrouwe ondersaten. 



Die Landstände von Cleve an den Residenten Leo v. Aitzema. 

Dat. Wesel 18. Juli 1651. 

18. Jali. Beauftragen ihn, bei den Generalstaaten dahin zu wirken, dass sie wie 

im Jahr 1646*) sich beim Kurfürsten dafür verwenden, dass sie von den 
unrechtmässigen dem Vertrag von 1649 zuwiderlaufenden Einquartierungen, 
Executionen etc. befreit werden, und ihren Gouverneuren in den Festungen 
Befehl ertheilen, die Executionen der kurfürstlichen Soldaten zu hindern. 



Die niederländischen Mediatoren an die Generalstaaten. 
Dat. Düsseldorf 21. Juli 1651. 

[Empfang der Antwort Nenburgs. Dieselbe ist ungenfigend, obwobl eine andere nicht 
zu hoffen. Brandenbarg ist schwerlich za befriedigen.] 

21. Jnli. Vorgestern Abend haben sie die beifolgende Antwort des Pfalzgrafen 

erhalten. Wij vindjsn deselve soo different van 't gene ü H. M. op 
ons vertreck uijt den Hage praesupponeerden, namentlick een absolute 
aenneminge van U H. M. aengebodene interpositie, dat wij becommert 



*) S. oben p. 7. 



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Der Pfalzgraf erhebt Schwierigkeiten. 73 

sijn, in wat voegen wij ons bij desen vorst sullen hebben te gedragen. 
Daer worden in deselve antwoorde soo veel premissen van de sijde 
van Chur-Brandenburch te presteren gerequireert, bevooreuß hij Heere 
Hertoch ü H. M. voorseijde mediatie geraeint sij aen te nemen, dat 
wij *t ondoenlick oordeelen 't selve te wege te cunnen brengen. Daer- 
enboven, H. M. H., soo wil raen U H. M. prescriberen de voorn. in- 
terpositie te sullen bepalen binnen de opgerechte Tractaten van den 
Jare 1630 en 1647 *), preterierende als van geender weerde, gelijck men 
ons voorhout, het Xantische verdrach van den Jare 1614, 't welck noch- 
tans het principaelste Instrument is, dat aen U H. M. 't recht van de 
maintenue van de reversalen is toeeijgnende, behalven oock, dat ons 
onbekent ist, dat het bovenverhaelde Tractaet van 1647 bij U H. M. 
is geapprobeert, als sijnde 't selve, naer dat het volcomentlijck was 
geslooten, aen U H. M. maer simpelick genotificeert : Sulcx dat wij 
seer gedienstich en onderdanich van U H. M. versoecken, deselve ge- 
lieven ons te gelasteh, wat wij verder sullen hebben te doen, want 
wij en derven sonder bevel van hier int geheel niet vertrecken, op dat 
men niet en schijne 't werck te verlaten. En ter andere zijde, soo en 
sien wij geen apparentie, dat sich den Heere Churlürst van Branden- 
burg op soodanige geclausuleerde verclaringe tot eenige onderhande- 
linge sal comen in te laten. Oock «n geloven wij niet, dat U H. M. 
in eenigen deele het voorsz. Xantische Verdrach sullen willen laten 
krencken, gelijck ons dan het poinct van de maintenue der renversalen 
voor allen anderen expresselick is aenbevolen. Oock cunnen wij be- 
mercken, dat men hier aen U H. M. in alles liever soude defereren 
als in *t stuck van de Religie. 

Den jongen Heere Prince van Nienburch is op eergisteren ontrent 
den avont van Ceulen hier aengecomen. Wij hebben S. D. versocht 
ons vredelick en redelick voorstel niet sijn veelgeldent Credit te willen 
seconderen, sijnde denselflfden andersints tot ressentiment seer geani- 
meert. 

Eine zweite Erklärung, die der Pfalzgraf den Gesandten denselben 
Tag zuschickte, mussten sie wegen ganz irrthümlicher Voraussetzungen über 
die Absichten der Staaten, die es enthielt, zurückschicken. Am 22. erhielten 
sie endlich eine dritte, in der der Pfalzgraf zwar die staatische Vermittlung 
allein auch nicht einfach annahm, mit der sie aber zufrieden sein mussten, 
da sie keine andere bekommen konnten. Sie reisten nun nach Cleve zurück 

*) Bei Aitzema XU. 184. Vgl. Droysen Ul. 1. 312. 



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74 I* I^i® AllianB von 1655. 

zum Kurfürsteil, der ihre Vermittlung gleichwohl annahm *) und sich mit der 
Neuburgischen Erklärung zufrieden gab. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 14. Aug. 1651. 

li. Aug. Die ^pointen van deliberatie*' aus dem Rapport Opdam's (der nach dem 

Haag zurückgesandt worden, um weitere Instruction einzuholen) über die 
staatische Vermittlung zwischen Brandenburg und Neuburg vom 12. Aug. 
werden verlesen. 8ie lauten: 

1) Wie sich die Gesandten verhalten sollen, wenn vom Kaiser oder an- 
deren Reichsfürsten Gesandte kommen, um die Vermittlung zu übernehmen^ 
ob sie die Mediation mit ihnen zusammen fortsetzen oder erst von den Ge- 
neralstaaten weitere Ordre abwarten sollen. 

2) Wie sie sich in Bezug auf die Garantie der Reversalen von 1609 
verhalten sollen, namentlich gegenüber denjenigen, welche die Generalstaa- 
ten dieser Garantie berauben wollen, was man vom kaiserlichen Hof be- 
fürchtet. 

3) Ob man nicht als Handelsplatz Wesel vorschlagen soll, wenn man 
sich über Essen nicht vereinige. 

4) Ob die Generalstaaten nicht Ruhrort mit einer Garnison des Staats 
besetzen wollen. 

5) Ob man nicht wegen der Theuerung der Fourage die Reiterei aus 
den Cle vischen Garnisonen in ihre alten zuiückziehen wolle. 

Hierauf wird beschlossen, dass über 1) und 2) die Herren Deputirten 
nach Einsicht der früheren Acten berichten sollen. Ad 3) bleiben die Ge- 
neralstaaten bei der früheren Resolution vom 28. Juli , dass keine mit staa- 
tischer Garnison besetzte Stadt zum Versammlungsort gewählt werden solle. 
Ad 4) Ruhrort soll nicht besetzt, aber von den Gesandten dahin gewirkt 
werden, dass es neutral bleibe. Ad 5) soll das Advis des Raths van State 
gehöret werden. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 16. Aug. 1651. 

16. Ang. Auf Bericht der Herren Deputirten über den Vertrag von Xanten 

(12. Nov. 1614) und die Garantie vom 13. Dec. 1614 ist beschlossen, die 
Mediatoren zu beauftragen, die Vermittlung so zu beschleunigen, dass sie 
noch vor Ankunft der anderen V' ermittler beendigt werde; ist dies nicht 
möglich , mit jenen zusammen es zu versuchen. Sie sollen auch besonders 
die Rechte und Privilegien der Jülich -Clevischen Laudstande, namentlich 
im Punct der Religion, gemäss den Reversalen wahren. 



^) AitKema p. 674 u. 675, wo auch der weitere Verlauf der Sache ausführlich 
erzählt wird. 



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Verhandlungen in Essen. 75 

Job. van Gent an den Pfalzgrafen von Neuburg. 

Dat. Duisburg 24. Aug. 1651*). 

Er habe dem Karfürsten seine Einwilligung zur Wahl der Stadt Essen 24. Aug. 
als Versammlungsort und die drei Puncto (Religionssache, Abdankung der 
beiderseitigen Kriegsvölker und Assecuratioii des künftigen Friedens), für 
welche er seine Gesandten instruiren wolle, überliefert; derselbe habe sich 
damit einverstanden erklärt und nur vorbehalten ante conclusionem noch 
mehrere hinzuzufügen, wie dies auch dem Pfalzgrafen freistehen solle. 



Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm an Job. van Gent. 

Dat. Düsseldorf 25. Aug. 1651. 

Er sei nicht damit einverstanden, dass die Tractaten durch die Erlaub- 2b. Aug. 
niss für beide Theile, neue DiflFerenzpuncte vorzubringen, in die liänge ge- 
zogen wurden, sondern wünsche, dass sie, nachdem er Mark geräumt, in 
2 — 3 Tagen beendigt würden. Wenigstens müsse Brandenburg ihm die 
noch hinzuzufügenden Puncte mittheilen, damit er seine Gesandten noch in- 
struiren könne. 

Die niederländiscben Mediatoren an die Generalstaaten. 

Dat. Duisburg 25. Aug. 1651. 

Der Zorn des Kurfürsten über das Ausbleiben des Pfalzgrafen am Mon- 25. Aug. 
tag*) sei jetzt besänftigt und die Verhandlungen in Essen würden jetzt ihren 
Anfang nehmen. Neuburg suche Cöln zu der Vermittlung hinzuzuziehen. 
Nach dem Bericht des Grafen Moritz v. Nassau sei auch Spanien sehr 
geneigt dazu an der Mediation Theil zu nehmen, womit Neuburg, das vor 
einer zu gefährlichen Begünstigung der Reformirten durch die Generalstaa- 
ten Angst habe, einverstanden sein werde. — Die Lothringer bieten Alles 
auf, den Waffenstillstand zu brechen und den Krieg wieder zu entzünden. 
Indess zeigen Brandenburg und Neuburg wenigstens äusserlich die Absicht 
ihren Streit friedlich beizulegen. 

Der Kurfürst an seine Gesandten in Essen. Dat. Duisburg 

29. Aug. 165). 

Er habe die Vermittlung der niederländischen Gesandten angenommen, 29. Aug. 
weil er durch sie zu einem sicheren Frieden zu kommen gehofft, und habe 
selbst Vortheile deshalb aufgegeben. Jetzt höre er aber, dass Neuburg 
wieder stark werbe und die Verhandlungen nur hinziehe, um Zeit zu ge- 
winnen. Er müsse daher wissen, wie weit er sich auf die Generalstaaten 



*) Ueber die vorhergegaDgene Zusaiumeokunft zu Angerort am 19. Aug. und 
was dem folgte, vgl. Aitzema p. H78 n. G79. 

') Am 21. Aug. auf der zweiten in Angerurl verabredeten Zusammeukunft. 



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7(> I- Die Allianz von 1655. 

verlassen könne, falls wieder der Krieg ausbreche, und sie sollten daher 
von den Gesandten eine fest^ Erklärung darüber verlangen. 

Die niederländischen Mediatoren an die Generalstaaten. 
Dat. Essen 8. Sept. 1651. 

[Keine Hoffnung auf Frieden. Hartn&ckigkeit und Uebermuth Neuburgs. Dessen 
Zuversicht auf die stricte Neutralität der Staaten.) 

8. Sept. Hooge Mogende Heeren. Het is met leetwesen, dat wij U H. M. 

soo menichmael de hoope geven van een goet ende prompt eijnde van 
den ontstanen Oorloch tusschen de Chur- ende Vorsten van Branden- 
burch ende Nieuburch ende dat sich telckens nieuwe difficulteijten open- 
baren, die de saecke verachteren. 

Wij hebben aen U H. M. met onse brieven van den 5. deses') 
toegesonden den voorslach, die wij hadden gedaen ende die bij de 
Heeren Chur-Ceulsche geapprobeert worden, om partijen int poinct van 
de religie te vergelijcken, ende sijn oock in onse meijninge onbedro- 
gen gebleven, van dat denselven bij d' Heeren Chur-Brandenburchse 
soude worden geaccepteert; maer ter contrarie, soo wort sulcx van de 
wijdersijde verworpen in dien deele, dat den Heere Phaltzgrave met 
alle middelen daer heenen is trachtende, om de saecke van de Religie 
te brengen aen Kaijserl. Commissarien ende dienvolgens den Gerefor- 
meerden in de Gulicksche ende Bergsche Landen merckelick in hare 
vrijheijt te vercorten. Hier bij comt dan oock te considereren, dat in 
val beijde de parteijen bij de voorsz. Keijserlicke Decisie comen te 
verblijven, U H. M. in de maintenue van de renversalen seer vema- 
deelt suUen worden, dewijle het Rijck alsdan sal moeten en willen 
guaranderen soodanige uijtspraeck, als volgens het Instruraentum Pacis 
over de Religionsverwanten sal worden gevelt. Voor soo veel ons aen- 
gaet, 800 sullen wij van wegen U H. M. derselver recht van guarantie 
met mondelinge ende schriftelicke verclaringen, soo veel mogelick sal 
sijn, soecken te mainteneren, soo 't quame te geheuren, dat sieh par- 
tijen op den voet als voorseijt is, quamen te verstaen. In welcken 
gevalle wij oock niet en geloven U H. M. intentie te wesen, dat wy 
die plaetse becleden ende de Tractaten onderteeckenen, gelijck wy voor- 
hebbens sijn niet te doen, ten wäre U H. M. ons ten spoedichsten an- 
ders quamen te bevelen. 

De oorsaecke, ons beduchtens, waeromme van de Nieuburchsche 
zijde 800 veel ongemacks wort bij gebracht, is het voordeel van de 



^} Im AosEUg bei Aitzema III. (>82. 

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L 



Sie soheiteru am Uebermath Nenburgs. 77 

wapenen, dat sij presumeren althans te hebben door het Secours van 
de Lorrainoisen, vermeenende den Heere Churfurst daer door sulcx te 
sttUen beelemmen, dat deselve genootsaeckt sal sijn alle desadvanta- 
geuse conditien in te willigen, te meer dewijle sij vermeenen ver- 
seeckert te sijn, dat U H. M. S. C. D. partie met de minste ooch- 
luijckinge niet en suUen favoriseren. 

De Heeren Ceulsche dragen sich uijtterlich neutrael, hoewel men 
licht can gedencken, dat sij mede geerne sullen sien dat den Keijser 
ende *t Roomsche Rijck in de saecke van de Religie soude comen te 
decideren, ende is waerschijnelick dat sij hierinne met den Heeren 
Phaltznieuburchschen in goede intelligentie staen. 

Den stilstant van wapenen is van de Nieuburchsche zijde mede 
gelimiteeii; intra triduum, welverstaende dat het naer expiratie van dien 
een ijeder van beijden sal vrij staen den anderen aen te tasten naer 
opcondinge van 24 uren te vooren. In somma d* eerst geaggresseerde 
partie schijnt althans de moedigste. 



Aus der die einzelnen Schreiben verknüpfenden Erzählung im Verbaal: 
Die am 7. von Pfalz -Neuburg übergebene Erklärung*) über den A^er- 
mittlungsvorschlag wurde vou Brandenburg völlig verworfen. Wenn beide 
Theile auf dem Rathbaus zusammenkamen, verfielen sie „in sulcke langh- 
duijrige inextricable dispariteijten", dass alle Hoffnung auf friedliche Beile- 
gung vergeblich schien. Die staatischen Gesandten zusammen mit den Cöl- 
nischen schlugen daher eine allgemeine Entwaffnung und Herstellung des 
Status quo ante bellum vor. Die Deputirten der streitenden Parteien er- 
klärten sich damit einverstanden, doch hatten die Neuburgischen keine Auto- 
risation dies anzunehmen und schickten daher zwei von sich, mit denen 
auch der Cölnische Gesandte Fürstenberg ging, nach Düsseldorf, um 
sich Ordre zu holen. 

Die niederländischen Mediatoren an den Kurfllrsten. 

Dat. Essen 13. Sept. 1651. 

Auf die Mittheilung seiner Deputirten in Essen, dass er die Absicht 13. Sept. 
habe seine Kriegsvölker nach dem Frieden noch einige Zeit zu behalten, 
hätten sie zu bemerken, dass die Entlassung seiner Truppen im Clevischen 
die conditio sine qua non für die Herstellung des Friedens sei. Die Ueber- 
nahme einer Caution für ihn durch die General Staaten würde zu viel Zeit 
kosten. Pfalz-Neuburg wolle aus Mangel an Mitteln seine Truppen sofort 
entlassen, also müsse er es auch thun. Er würde mit seiher Bewaffnung 
im Reich bloss Jalousie erwecken. 



>•) Aitzema p. 683. 



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7g I* Oie Allianz von 1655. 

Der Kui-fiii'st an die staatischen Gesandten in Essen. 
Dat. Cleve 14. Sept. 1651. 

14. Sejit. Erklärt sich bereit zu eutwaffaen uüd, wenn Neuburg sich ebeufalls 

dazu verstehe, biiiuen vier Wochen den Stand seiner Truppen auf den vor 
dem Krieg zu reduciren. Er hoffe, dass sie über die letzte Erklärung Neu- 
burgs, den Waffenstillstand brechen zu wollen, richtig an die General Staaten 
rapportiren und er ihres Beistandes sicher sein werde*). 

Die niederländischen Mediatoren an die Generalstaaten. 

Dat. Cöln 19. Sept. 1651. 

19. Sept. Der Waffenstillstand sei zwar gekündigt, aber jeder Theil scheue sich 

die Feindseligkeiten zu beginnen und so am kaiserlichen Hof als Friedens- 
brecher zu erscheinen. Die kaiserlichen Coramissarien seien angekommen 
mit dem Auftrag die kaiserlichen Mandate zu executiren; wie sie das aus- 
führen wollen, begreifen sie nicht. Das sei jedoch gewiss, dass Neuburg 
sich bemühe, auf gute Art die General Staaten von der Vermittlung auszu- 
schliessen und sie den kaiserlichen Comraissarien allein zu übertragen. 



Graf Moritz von Nassau an die niederländischen Mediatoren. 

Dat. Cleve 19. Sept. 1651. 

19. Sept.- Der Kurfürst sei über das Schreiben von Xeuburg^) sehr verwundert, 
da derselbe doch zuerst die staatische Vermittlung angenommen habe und 
nun ablehne. Das Motiv dazu sei jedenfalls die Absicht, den Generalstaa- 
ten die Garantie zu entziehen, welche der Kurfürst aber mit allen Kräften 
aufrecht zu erhalten gedenke. Die kaiserlichen Commissarien zeigten grossen 
Eifer, damit der Streit dui-ch sie allein beigelegt werde. Sie haben auch 
die Stände der vier vereinigten Lande nach Cöln berufen, welche Zusam- 
menkunft unter der Hand von hier aus verhindert werde. Aus diesen Gründen 
sei ihre Reise nach Neuss, wo die Verhandlungen doch nicht zu Stande 
kommen würden, überflüssig'). 

Der Kurfürst an die Generalstaaten. Dat. Cleve 28. Oct. 1651. 

28. Oct. Er hätte zwar gern gesehen, wenn die Vermittlungsverhandlungen, 

welche ihre Commissarien zwischen ihm und Neuburg eingeleitet, hätten zu 



') An demselben Tage schrieb er Aehnlicbes an die Geueralstaaten selbst. Diese 
waren aber keineswegs geneigt, ihm Beistand zu leisten; denn sie hatten mehr Ja- 
lousie gegen ihn als gegen den Pfalzgrafen. Aitzemiv p. 684. 

') Dat. Düsseldorf 17. Sept., worin er die weiteren Verhandlungen abbrach, da 
nun die kaiserlichen Coramissarien angelangt seien. 

^) Die Gesandten hielten überhaupt ihr ferneres Bleiben für unnötbig, da sie 
selbst meinten, dass es mit ihrer Mediation aus sei. 



1'^ 



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Friede zwischen Rrandenburg und Nenburg. — Die Allianz. 79 

Ende geführt werden können; da aber Neuburg sie abgebrochen und die 
Mediation der kaiserlichen Comraissarien gefordert, hätte er nachgeben und 
sich begnügen müssen, ihren Gesandten von den folgenden Verhandlungen 
Mittheilung zu macheu*). 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 16. Aug. 1652. 

Die Deputirten für Gelderland erklären im Namen der Staateu v. G., 1652. 
dass man die alte Allianz mit den deutschen Fürsten erneuern und mit 16-A»g- 
dem Kurfürsten von Brandenburg einen Anfang machen müsse, so lauge 
derselbe noch hier im Ijande sei, dass man demselben einen Allianzentwurf, 
den die Provinzen vorher unter sich vereinbart, ohne weiteren Verzug vor- 
legen solle, und dass es, wenn der Vertrag mit Brandenburg zu Stande 
gekommen, rathsam sein werde, auch die Fürsten des westfälischen und nie- 
dersächsischen Kreises zum Beitritt einzuladen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 16. Sept. 1652. 

Schwerin erscheint in der Versammlung und notificirt die bevorste- 16. Sept. 
hende Abreise des Kurfürsten von Cleve. Beverningk und Haubois 
werden beauftragt, ihn in sein Logement zu geleiten und ihm zu erklären, 
dass die Generalstaaten einige aus ihrer Mitte beauftragt haben, die frühe- 
ren Allianzen mit Brandenburg zu resumiren und die Verhandlungen über 
die Erneuerung derselben zu befördern, damit daraus baldigst eine „bün- 
dische und feste Allianz^ hervorgehe, im Vert-rauen, dass der Kurfürst ebenso 
geneigt dazu sei wie sie^). 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 6. Febr. 1G53. 

Die Deputirten für die Sachen von Brandenburg berichten betreffend 1653 
die mit Brandenburg zu schliessende Allianz, dass man entweder dieselbe 6- Febr. 
beschränken solle auf die Lande Cleve, Berg, Jülich, Mark, Ravensberg 
und Ravenstein; oder dass in einem geheimen Artikel bestimmt werde, dass 
die Allianz auf alle Lande des Kurfürsten ausgedehnt werden solle, wenn 
er die im Vertrag von 1613 cinbegriffenen Reichsfürsten und Stände, oder 
wenigstens die angesehensten derselben bewogen habe, dieser Allianz sich 



^) Der Friede zwischen Brandenburg und Neuburg war am 11. Oct. zu Cleve 
unter Vermittlung der kaiserlichen Commissare abgeschlossen worden. Aitzema 
p. 687. 

') Der Kurfürst crtheilt darauf seinen Commissaren im Haag, Dan. Weimann 
und Joh. Copes, Vollmacht über die Allianz zu verhandeln, be6eblt ihnen aber, 
vorher eine bestimmte Erklärung zu verlangen, ob die Staaten Pommern und Pretissen 
in die Allianz mit einschliessen wollen oder nicht. Aitzema III. 1202. 



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QQ * I. Die Allianz von 1655. 

aiizuBchliessen ; diese Alternative solle deu brandenburgischen Miiüsteni vor- 
gelegt werden*). — Beschluss ausgesetzt. 



Recess des. Landtags von Gelderland. Dat. 3. Sept. 1653'). 

2. Sept. Ist beschlossen, dass die Deputirten bei den General Staaten sich be- 

mühen sollen, „dat die Tractaten met Chur-Brandenburch ende andere Evan- 
gelische Princen, Steuden ende Anze-Steden in Duijtslant vervolcht ende 
tot besluijt gebracht worden, voorts tenteren oprichtinge van een defen- 
sioenswerck met de Heeren en Steuden begrepen in den Westphalischeu 
Creijtz ende daerontrent gelegen, extenderende eenige van deselve Tracta- 
ten, ist doenlick, met het Rijck van Duijtslandt ende Coniuginne van Swe- 
den ende versoeckende assistentie, daer het de gelegentheyt van tijt ende 
saecken sal toelaeten." 

Resolution der Generalstaateii. Dat. 30. Nov. 1654. 

1654. Der Versammlung wird Vortrag gehalten über die Constitution des 

30. Nov. deutschen Reiches und die verschiedenen Desseinen der Fürsten und Stände 
desselben, auch über das Memoire Copes' vom 26. Nov.*), worin derselbe 
bekannt macht, dass Brandenburg sich conform der Reichs- und KreLsver- 
fassung und seineu Allianzen mit Cöln, Braunschweig u. a.*) ^in't werck 
is, om sich te setten in eene seeckere vervattinge ende postuijr van defensie 
tegens alle onbehoorlicke bejegeningen, die ijemant soude mögen voorne- 
men, om den soo lange gewenschten A'rede in onseeckerheyt te houden ofte 
te troubleren,^ und vertraut, dass die enge Freundschaft zwischen ihm und 
den Generalstaaten befestigt und auf die genannten Fürsten und Stände 
des Reichs ausgedehnt werde, und darüber nähere Eröffnungen von ihnen 
erwartet: worauf die Deputirten der Generalstaaten ersucht werden, deu 
Resident Cop es vor sich zu bescheiden und ihn über die Ausdehnung und 
Zweck jener von Brandenburg mit Reichsfürsten und Ständen geschlosseneu 

') Diesen Vorschlag hatten die Deputirten der Staaten von Holland zuerst ge- 
macht. Rapport vom 1. Febr. Aitzema III. 799. In einer Conferenz Ende April 
verlangten die Brandenburgischen dann wenigstens, dass die Lande, an deren Freiheit 
und Conservation der Republik wegen des Ostseehandels gelegen sei, eingeschlossen 
würden. Ibid. p. 848. 

2) Am 27. Juli 1654 bei den Generalstaaten eingebracht und am 27. Ocl. von 
Vriesland unterstützt, das schon am 9. Mai 1653 die brandenburgische Allianz em- 
pfohlen hatte. (Ibid. p. 848.) 

'; Die Veranlassung zu diesem Memoire sollen nach Droysen P. P. III. 2. 200 
die günstigen Eröffnungen, die der polnische (nicht staatische) (Gesandte de Bye 
auf seiner Rückkehr aus Polen in Berlin gemacht hatte, gegeben haben. Dies ist 
nach dem oben angegebenen Inhalt unwahrscheinlich. Die Allianz zwischen dem 
Staat und Polen wurde von keiner Seite mit Eifer betrieben. Die Verhandlungen 
mit Brandenburg suchte man im Haag nur in die Länge zu ziehen, «pour ne pas 
contribuer ä la grandeur d*un Prince ennemy de leur libert^*. Wicquefort II. 
278 u. 346. 

*) 8. Droysen P. P. IIL 2. 155 und Wicquefort II. 276. 



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Die Allians wird endlich abgeschlossen. g| 

Defensivallianzen auszufragen, darüber zu berichten, worauf dann ein Be* 
schlnss gefasst werden wird. 

Diese Resolution wird am 8. Dec. wiederholt. 



Besolntion der Generalstaaten. Dat. 2. Dec. 1654. 

Nach nochmaliger Berathung über das Schreiben des Kurfürsten von 2. Dec. 
Brandenburg vom 6. Dec. 1653, worin derselbe die General Staaten bittet, 
einige Depntirte nach Regensburg zu schicken und sein Recht auf Cleve, 
Mark, Jülich und Berg zu unterstützen als Confidenten des Kurfürsten*), 
ist beschlossen, dass die Deputirten für die Sachen von Brandenburg dem 
Residenten Copes eröflfnen sollen, dass die Oeneralstaaten es für ange- 
messener halten, auf dem Regensburger Reichstag als Neutrale zu er- 
scheinen und den Streit über obiges Erbrecht vermitteln zu helfen; Copes 
möge dies dem Kurfürsten melden und ihn ersuchen, wenn er etwas dage- 
gen einzuwenden habe, ihnen dies mitzutheilen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 8. Mai 1655. 

In der Versammlung sind einige ausserordentliche Depntirte der Staa- 1655. 
ten von Holland und Westvriesland erschienen und haben die Considera- ^. Mai. 
tionen ihrer Principale über die ausserordentlichon Rüstungen Schwedens 
vorgelegt *)i Dieselben werden mit dem Befehl, sie äusserst geheim zu halten 
und keine Abschrift davon zu machen, den Herren Verholt, Lodestein, 
R. P. de Witt, Stavenisse, Renswoude, Kuijff, Ripperda und 
Schulenborch übergeben, um darüber Conferenzcn zu halten und einen 
Entwurf zu einer Allianz mit Brandenburg zu verfassen, indem sie die frü- 
heren Entwürfe nach den veränderten Zeitumständen umarbeiten. — Boreel 
und Nienpoort sollen in Paris und London sondiren, ob man dort einige 
Kenntniss hat von den Plänen Schwedens, sich Danzigs und der Städte 
und Häfen des herzoglichen Preussens zu bemächtigen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 17. Mai 1655*). 

Es wird beschlossen, zwei Personen, eine politische und militärische, 17. Mai. 
abzuschicken, diese um sich nach dem Herzogthum Bremen und weiter 
nach Pommern zu begeben und über die schwedischen Aushebungen und 
Rübtungen daselbst genau zu berichten; jene soll sich nach Danzig und 
den bedeutendsten Seehäfen Preussens begeben, um zu untersuchen, was 
die Magistrate der Städte von den schwedischen Wafl'en fürchten und welche 
Anstalten zur Vertheidigung sie treffen: damit die Generalstaaten über die 



1) Vgl. de Witt an Boreel, 26. März 1654. Brieven van de Witt I. 111. . 
*) In Folge der Resolution vom 5. Mai. Secrete Resolutien van Holland 1653 
bia 1668 I. 178—182. 

*; Vgl. Resolution von Holland vom 5. Mai. Beer. Res. I. 182. 
Mater, xur Gesch. d. Gr. KuriTirsieD. UL 6 



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g2 I' Die AIHadb yoii 1655. 

Macht der Schweden und die Widerstandskraft der bedrohten Ostseehäfen 
sich genau unterrichten können. 

Die Gefahr ; die von den Eroberungsplänen Schwedens dem holländi- 
schen Handel im baltischen Meere drohte, bewog die Staaten, den Abschlass 
der Allianz mit Brandenburg eifrigst zu betreiben und die bisher dagegen 
erhobenen Bedenken gering anzuschlagen. Da der Kurfürst das Bündniss 
ebenfalls nöthig hatte, so kamen beide Theile über die Differenzpuncte (wie 
27. Juli, den Rang, die Zahl der Hilfstruppen u. dgl.) leicht überein, und am 27. Juli 
wurde der Vertrag abgeschlossen. 

Das Material, das sich diese Allianz betr. bei Aitzema III. 1199, in 
den Secr. Resolutien, I. 184 — 205, den Brieven van de Witt vol. I. u. III. 
gedruckt findet, ist sehr reichhaltig. Von brandenburgischer Seite ver- 
gleiche man Pufendorf V. 21 u. 22 und Droysen p. 202 u. 217. Be- 
sonders lehrreich sind die „Letters of intelligence from the Hague^ in: 
Thurloe, State papers vol. III. u. IV., welche, wie Prof. Fruin nachge- 
wiesen hat (Nijhoff, Bijdragen tot de geschiedenis en oudheidkunde van 
Nederiand. N. R. III. 218—233), von Aitzema herrühren, für die Keunt- 
niss der Motive, durch welche die verschiedenen Parteien in Holland zum 
Abschluss der Allianz bestimmt wurden. 



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n. 
Der nordische Krieg. 



6» 

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Einleitung. 



1/ie Furcht vor Schweden war es, welche die Staaten endlich bewogen 
hatte, die seit langem verhandelte Allianz mit Brandenburg abzuschliessen. 
Schon bei den Yerhandlungen über das Schicksal Pommerns in Osnabrück 
waren die Gefahren, welche dem niederländischen Handel von der üeber- 
macht Schwedens im baltischen Meere drohten, den Staaten von verschie- 
denen Seiten vorgehalten, damals aber wegen des allgemeinen Wunsches 
nach Frieden gering geschätzt worden. Jetzt drohten aber diese Gefahren 
in nächster Nähe: es war nicht mehr zu verkennen, dass der König von 
Schweden durch den Krieg mit Polen sich in den Besitz des königlichen 
Freussens und der wichtigsten Seeplätze desselben, namentlich Danzigs, 
setzen wollte, und wenn dies geschah, dann war fast die ganze Küste der 
Ostsee, nur mit Ausnahme der Strecken, die Dänemark und Brandenburg 
besassen, in der Gewalt Schwedens, und der Handel daselbst war völlig 
dessen Willkür preisgegeben. 

Diese neue Verwicklung kam den Niederlanden, namentlich aber der 
herrschenden Partei gerade damals äusserst ungelegen. Der Krieg mit Eng- 
land war eben erst beendigt worden; er hatte dem Handel die empfindlich- 
sten Verluste zugefügt, die Macht der Aristokratie ernstlich gefährdet. 
Durch die Acte van Seclusie hatte Holland den Frieden von Crom well 
endlich erkauft; aber selbst durch dieses Zugeständniss , das einer stolzen 
Republik wahrlich keine Ehre machte, hatte man den eigentlichen Zweck 
des Krieges, die Zurücknahme der Navigationsacte, nicht erreicht ; diese blieb 
nach wie vor bestehen. Und als nun Holland den Preis des Friedens, die Aus- 
schliessung des oranischen Hauses von der Statthalterschaft, bekannt machen 
musste^ da erhob sich ein Sturm der Entrüstung in allen Provinzen *). Kaum 



M Mad vgl. van SypeBteyn, Geschiedkuudige Bijdragen. 1. Afl. Willem 
Frederik en Johan de Witt. p. 64. — Grocn y. Prinsterer, Archives V. 140. 
Chanut an Mazarin: Cet Eatat est aar le point de se broailler. 81 les Princesses 



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gO n. Der BordiMsbe Krieg. 

▼ermochte Holland seiner Herr zu werden. Und bei dieser Yerwirmng im 
Innern hollte Hieb die staatische Partei iu einen neuen Seekrieg gegen Schwe- 
den und vielleicht ^ogar anch gegen England, das mit Schweden eng yer- 
biindet schien, httirzeaif Im Gegentheil Bchieu es nothwendiger als je, den 
Frieden um jeden Preis aufrecht zu erbalten. Aber andererseits wieder 
drang Amnierdam, die mächtigste Stadt, anf die Sicherung des Handels im 
baltischen Meere um jeden Preis*), da anf ihm ihr Wohlstand beruhte: 
auKser dem (ietreide kamen ja fast alle Kohpri>ducte für den Schiffsbau in 
Holland aus den Küstenländern der Ostsee. 

In dieser Noth griff Holland zu dem Ausweg, zwar nicht selbst Schwe- 
den offen entgegenzutreten, aber den Kurfürsten von Brandenburg durch Un- 
terstützung mit Mannschaft und Geld in den Stand zu setzen, die Erobe- 
rungspläne des schwedischen Königs in Preusseu mit Nachdruck und Erfolg 
zu verhindern*). Und die Hoffnungen, welche man auf diesen Plan setzte, 
Überwogen die gereizte Stimmung, welche in Holland gegen den Kurfürsten 
als Vertheidiger der Ilechte des orani.schen Hauses herrschte*), sowie das 
MisHtrauen und den Argwohn, die seine Rüstungen im Clevischen und seine 
Verbandlungen mit Schweden selbst erregten. Die Gesandten des Kurfür- 
sten bezeigten grossen Eifer, auf die Intentionen der Staaten einzugehen*), 
und der vorbehaltene Eintritt des Proteetors von England musste nothwendig 
die Politik Hoilands im Innern und nach Aussen stärken und ihr ein Ueber- 
gewieht über den Kurfürsten verschaffen. Die Gefahren, die der Herrschaft 

(d'Orango) «l leur« servitours ostoient en union, et que dane les provinces Von eufit 
oonflanoo en leur conduite, il eet k croire qu^elles prendroient Pint^rest de la Maisoii 
dX)range et «o stSpareroieiit de la Hollande. 

'] A letter of intelligence from the fiague (von Aitaema bei Thurloe, 8Ute 
papert HI. 561 vom 24. Juni: Prins Moritz betreibt die Alliani mit Brandenburg 
and to this end and effeot he bath been labouring with the city of Aonsterdam, for 
ttom thonce tbia treaty had its flrat rise at present, aa the great resort and firat mo- 
tion of HolUnd Ibid. p. 615: I know that alle the good Hollandere are very sorry 
für il (näinlioh diu branden burgiaohe Allians); but thoae of Amsterdam ex puro 
amore luori — have forced them. Vgl. übrigend den Bericht Nicupoort's über ein 
OevprHoh mit Thurloe hierüber bei De Witt, Brioven III. %. 

») Letter« of int. Thurloe p. 494: Die CleviiA^hen Truppen, fürchtet man, kön- 
nen div oranisohe Partei unteratütaen, ce qut rend auouns en Hollande peuaifs; mais 
neantmoins ropinion qu*Ua ont que Brandebourg pourra contrecarrer iea Suedoia, 
lea emportera. Ibid. p. 615: Holland at last hath reaoWed to aooept the alÜance 
with Brandenburg to separate Brandenburg from Sweden and by this meana to break 
so muoh the more the dosign of Sweden. Vgl. Wicquefort II. 364. 

^^ Thurloe p. 4U5: Ceux de Hollande ont uu fort suspect de voir que lea prin- 
cipistea travailloieut si fort pour la dite alliance, et aachanta que Feleoteur, le prince 
d'Orange, le prinoe Guillaume aont trois teates en un chaperon, ont preveu que 
IVIectour gagneroit t)x>p d*autorite' dans Testat par ce trait^. Holland beantragte 
und bewirkte auch am 10. Juni die Ausaohlieaaung dea Herrn t. d. Capelle to 
Kijssel ,s. oben p* 49) als rievisohen l'nterthanen aui« der Commiaaion der Gene- 
ralataatrn Itlr die Verhandlungen mit Brandenburg. Secr. Reaol. I. 186. 

») Thurloe p. 615. 



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i 



Einleitung. g7 

der ariBtokratischen Partei von der Allianz mit Brandenbarg drohen soll- 
ten, schlügen deren Führer daher nicht hoch an*): sie mochten wohl vor- 
aussehen; daüs der König von Schweden den Eorfiirsten in Prenssen schon 
so bedrängen werde, dass er der oranischen Partei in den Niederlanden 
keine Stütze bieten könne. 

So wnrde denn die Allianz abgeschlossen. Zugleich wurden auf Be- 
schluss der Staaten zwei Armeecorps an den Ostgrenzen der Republik auf- 
gestellt, um einer etwaigen Diversion der Schweden vom Bremischen aus 
entgegentreten zu können^). Ausserdem hatte man die Absicht, eine Flotte 
nach dem Sund zu schicken, welche zwar nicht feindlich gegen Schweden 
auftreten, aber doch die staatische Schifffahrt schützen solle, und mit Dä- 
nemark einen ähnlichen Allianzvertrag wie mit Brandenburg einzugehen und 
dadurch auch eine ansehnliche Flotte wenigstens indirect für die Interessen 
der Bepublik zu gewinnen. 

Alle diese Massregeln ^), sowie die Zahlung der stipulirten Subsidien 
von Brandenburg wurden freilich, da der Sommer schon weit vorgerückt war, 
entweder gar nicht in's Werk gesetzt oder so spät, dass sie auf den Verlauf 
der Dinge im Jahr 1655 keinen Einfluss mehr haben konnten. Aber schon 
in diesem Jahre hatte der Krieg zwischen Schweden und Polen eine Wen- 
dung genommen, die von den Staaten nicht vorausgesehen war. Sie hatten 
geglaubt, Karl X. werde sich zuerst gegen das polnische Prenssen wen- 
den und dies zu erobern suchen: hier werde ihm dann von Danzig, der 
polnischen Republik und dem Kurfürsten so nachhaltiger Widerstand ge- 
leistet werden können, dass der schwedische König sich der durch eine 
stattliche Flotte unterstützten Vermittlung der Niederlande und hoffentlich 
auch Englands werde fügen und Frieden schliessen müssen. Ganz anders 
aber war der wirkliche Verlauf der Dinge: Karl Gustav eroberte, von 
Pommern aus in Grosspolen einbrechend, das ganze Königreich im Fluge, 
und nun erst wandte er sich nach Prenssen, das, die einzige noch nicht er- 
oberte polnische Provinz, keine andere Rettung sah, als sich ebenfalls dem 
Eroberer zu unterwerfen. Nur Danzig blieb standhaft und trotzte dem Kö- 
nig. Der Kurfürst aber gerieth nun, eingepresst zwischen Polen und Lief- 
land, von der See aus durch die schwedische Flotte, zu Lande vom Heer 
Karl Gustav' s bedroht, in die äusserste Bedrängniss. Ohne Aussicht 
auf Hülfe von irgend einer Seite, blieb ihm nichts übrig als sich den schwe- 
dischen Bedingungen zu unterwerfen. 

Durch seinen Uebertritt auf die schwedische Seite wurde indess die 
staatische Politik völlig durchkreuzt'). Es kamen nun zwar die niederlän- 



*) de Witt an Nieupoort 13 Aug. (Brieven III. 99): houdende nevens andere 
goede Patrioten ende cordate Regenten — voor indubitabel, dat de Heer Keurvorst 
nooyt Boo veel orediets in desen Staet sal krygen, dat hy de saeke van den Prina 
van O ran je een jota sal doen avanceren. Die Eifersucht zwischen ihm nnd der 
Princesa Royal werde das schon verhindern. 

») Wioquefort II. 359. 

•) Ibid. p.870. 

*) de Witt sagt (in dem von ihm geschriebenen Cap. 5 Deel 3 der Aanwysing 



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gg IL Der DordiBche Krieg. 

dischen Gesandten an, welche die Yermittlang zwischen Schweden und 
Polen übernehmen sollten, aber es war zu spät. Polen war unterworfen, 
und der König von Schweden wollte daher von Frieden nichts wissen. Ton 
einem erfolgreichen Zusammenwirken zwischen dem Staat und Brandenbarg 
konnte, nachdem das frühere gegenseitige Misstrauen durch die letzten Vor- 
gänge aufs Aeusserste wieder erregt worden"), nicht mehr die Rede sein. 
Ueberdies waren die Wendungen der brandenburgischen Politik" zwischen 
Polen und Schweden viel zu plötzlich und unberechenbar, als dass ihnen 
die schwerfällige staatische hätte folgen können. Die niederländischen Ge- 
sandten waren daher stets hinter den Ereignissen her, und auch die Tren- 
nung des Kurfürsten von Schweden und das Bündniss mit Polen erfolgten 
ohne Mitwirkung der Staaten. 

Auch während des zweiten dänischen Krieges, als doch beide Theile 
zu gleicher Zeit Dänemark gegen Schweden zu Hülfe eilten, kam es doch 
zwischen ihnen zu keinem genaueren Einverständniss. Der Kurfürst, der, 
man kann wohl sagen für die Existenz seines Staates, mindestens für einen 
hohen Preis kämpfte, setzte auch Alles ein und führte den Krieg mit aller 
Macht, die er nur aufbieten konnte. Die Staaten dagegen wollten nur ihren 
Handel schützen und verhindern, dass Schweden in der Ostsee das Ueber- 
gewicht erhalte **), keineswegs aber sich in einen grossen europäischen Elrieg 
stürzen, dessen Gefahren für den Wohlstand des Staats in keinem Verhält- 
niss zum Gewinn des Sieges standen und der nur dazu dienen konnte, der 
oranischen Partei das Uebergewicht zu verschaffen. Ehe es de Witt also 
zu einem Kriege kommen Hess, gab er lieber Dänemark in dem Haager 
Concert (Mai 1659) Preis "), und dieser Schritt führte fast einen Bruch zwi- 
schen den Niederlanden und Brandenburg herbei, jedenfalls eine so ernst- 
liche Verstimmung, dass die Beziehungen zwischen beiden Staaten für meh- 
rere Jahre abgebrochen wurden. — 

Das Material an Acteustücken, welche die Theil nähme der Staaten an 
den nordischen Kriegen l)etreffen, ist sehr reichhaltig, aber auch zum grossen 
Theil schon gedruckt. Zunächst hat L. van Aitzema im 85. bis 40. Buch 



der pol. Gronden en Maximen yau Holland p. 465): Maer het is te erbermen en ie 
beklagen, dat alle deliberatien , daerover (über die Herstellung des Friedens) in do 
Regeringe gevallen, getraverseerd en getrocken geweest sijn naer het flactnerend« 
ende veranderlijck humeur en interesl van den Cbeurvorst, om dat die Prins . . . tn 
die tragedie eene considerable, doch eene seer vremde rolle gespeeld heeft. 

*®) Wicquefort p. 372: On n^avoit desja qu'une trop meschante opinion des 
iutentioDB de TElecteur de Brandebourg. Nicht wenig trug hierzu die Persönlichkeit 
des brandenburgischen Gesandten im Haag bei, des Daniel Weimann, eines Ver- 
trauten der Prinzess Am alle, der, wie Wicquefort sagt, »estoit capable d*entre- 
prendre de jnstifier les actions les plus infames*. Sein noch vorhandenes Journal 
«US dieser Zeit (vgl. Droysen in den ^deutschen Forschungen* IV. 25) wird wohl 
dereinst aber seine Thfttigkeit im Haag vollständig Auskunft geben. 

*') Man vgl. ttber die Politik der Staaten im nordischen Krieg: Vaülant, de 
partibus a Republica BaUva in mari Baltico 16ö5— 1660 actis. Hagae 1841. 

>') S. die Aanwysing etc. p. 470. 



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Einleitung. g9 

seiner ^Saken van Staet en Oorlogh^ auch vom nordischen Kriege eine 
ansfiihrliche und auf eingehender, gründlicher Sachkenntniss beruhende Dar- 
stellung gegeben und eine Menge Acte'nstücke abgedruckt. Sodann sind 
namentlich sowohl in den „Resolutien van Consideratie" als in den ^Secrete 
Resolutien van Holland genomen ten tijde van Johan de Witf weitaus 
die meisten Resolutionen der Staaten von Holland, welche gewöhnlich von 
der Generalität pure angenommen wurden, enthalten. Und endlich ist die 
Correspondenz de Witt's mit den staatischen Gesandten in Preussen und 
Dänemark in seiner Briefsammlung*') auch bereits herausgegeben. 

Es blieben daher nur noch die Resolutionen der Generalität, die nicht 
bereits von Holland vorgelegt waren, und die Eingaben der brandenburgi- 
schen Gesandten, die nicht auf dem preussischen Staatsarchiv vorhanden zu 
sein scheinen, zu notiren übrig. Das Verbaal der (Jesandten in Preussen, 
Slingelandt, v.Dorp, Huijbert und Ysbrandts, über ihre Mission ist 
entweder gar nicht von ihnen abgeliefert oder seitdem verloren gegangen: 
es ist jedenfalls nicht mehr vorhanden. Nur die Depeschen an die Gene- 
ralstaaten selbst und deren Griffier — die an den letzteren betrafen die ge- 
heimen Angelegenheiten — finden sich in den Sammlungen „Gewone Brieven'' 
und ^Secrete Brieven** zum grössten Theil und zwar im Original vor. 

Die vier Gesandten berichteten meist gemeinschaftlich, und auch wenn 
es sonst nicht ihre Art gewesen wäre, so waren sie doch jedenfalls durch 
diesen Umstand gezwungen, sich einzig und allein auf die Geschäfte zu be- 
schränken, die ihnen gemeinsam übertragen worden waren, jede individuelle 
Anschauung und Ansicht über die Situation, die mitwirkenden Persönlich- 
keiten u. dgl. m. aber völlig bei Seite zu lassen ^*), Nimmt man noch hinzu, 
dass diese Gesandten in Folge der staatischen Politik eine Nebenrolle spiel- 
ten, so wird man sich über die Farblosigkeit und Trockenheit ihrer Berichte 
nicht wundem können. Auch die Depeschen von J oh. Ysbrandts, die 
derselbe nach seiner Accreditirung beim Kurfürsten von dessen Hofe nach 
dem Haag schrieb, beschränken sich auf den Bericht dessen, was ihm in 
Betreff seines Auftrags vorgekommen war: er hatte wohl Grund vorsichtig 
zu sein und sich auch an den Griffier über Persönlichkeiten nicht auszu- 
lassen, da auch diese Briefe oft genug in fremde Hände kamen *^). 



**) Brieven goBchr. ende gew. ttisscben Johan de Witt endo de Gevollmagh- 
tigden van den Staet. 6 Bde. *8 Gravenhage 1723—1725. 

") Die Correspondenz, die ▼. Dorp mit de Witt führte, geht mitunter auf der- 
gleichen ein. 

1") Von mehreren seiner Depeschen aus Berlin hatte man in Paris Abschriften. 
Urk. u. Actenst. 11. 156 n.4. 



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II. Der nordische Krieg. 

1655 — 1660. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. l.Sept. 1655. 

1655. Es wird das Memorial des braudenburgischen Residenten Copes ver- 

l.Sept. lesen, worin derselbe bittet, dass die Generalstaaten, um der zu befürchten- 
den Invasion Moscowitischer Völker in die brandenburgischen Lande zu- 
vorzukommen, ^in gevoechelijcke ende niettemin serieuse termen** an den 
Grossfürsten von Moskau schreiben möchten, daSwS derselbe keine Invasion 
oder irgendwelche Feindseligkeiten in den brandenburgischen lianden un- 
ternehme. — Das Memorial von Copes geht an die Provinzen. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 1. Nov. 1655. 

1. Nov. Commissaris Pels (in Danzig) soll sich nach Marienburg begeben, um 

über die Versammlung der preussischen Stände genau zu berichten. Femer 
soll er sich zum Kurfürsten von Brandenburg verfügen, ihn becomplimen- 
tiren, der „oprechte genegenthejt" der Generalstaaten versichern, und dass 
dieselben fest entschlossen sind und bleiben, die mit ihm abgeschlossene 
Defensivallianz in allen Stücken heilig und pünctlich zu beobachten^). 



Resolution der Generalstaaten'). Dat. 22. Nov. 1655. 

22. Nov. Nach Berathung über das von den braudenburgischen Ministern vor 

einigen Tagen eingereichte Gesuch, dass man dem Plurfürsten so bald wie 

') Es war auch die Absicht, eine besondere Gesandtschaft an den KurfflrsteD sa 
schicken, für die Holland- bereits eine Instruction entworfen hatte (Oct. 8. Secr. Resol. 
I. 251); dieselbe sollte mit dem Kurfürsten über gemeinsame Massregeln zur Aus- 
führang der Alliane verhandeln und demselben über die bisherigen Schritte der Gh- 
neralstaaten bei Schweden, Dänemark und Polen Bericht erstatten. 

*) Vgl. Resol. von Holland vom 19. Nov. Secr. Resol. I. 255. 



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Hilfeleistniig an Brandenburg. 91 

möglich die ihm in der Allianz versprochene Hilfe Bchicke: ist beschlossen, 
dass die verlangte Summe gezahlt; und demgemäss die resp. Provinzen 
beordert werden sollen, ihre Quoten, zusammen im Belauf von 120,000 Caroli- 
Oulden, schleunigst zu bezahlen, damit daraus das Secours für di'ei Monate 
oder die dafür versprochenen Geldsummen bestritten werden können. 



Proposition der brandenburgischen Gesandten Weimann und 

Copes. Dat. 6. Jan. 1656. 

(In der Versammlung der Generalstaaten verlesen.) 

Ihr Herr, der Kurfürst, habe sehr gewünscht mit Schweden ein Ab- 1656. 
kommen schliessen und den Frieden erhalten zu können; aber auf die von 6. Jan. 
Schweden gestellten Bedingungen hin sei es unmöglich; denn die erste der- 
selben sei, dass er die Erhöhung der preussischen Zölle Schweden über- 
lasse; damit würde er die Allianz mit den Generalstaaten brechen. Da ihm 
nun der Krieg mit Schweden bevorstehe, so bitte er um die vertragsmässige 
Hilfe. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 25. Jan. 1656. 

Beverningk und die anderen Deputirten für die Sachen von Bran- 25. Jan. 
denburg berichten über ihre Conferenzen mit den brandenburgischen Mini- 
stern, betreffend die Bedingungen und Vorbehalte, unter denen an den Kur-> 
fürsten ausser den im Vertrag zugesagten 4000 M. z. F. noch 200,000 Rthlr. 
geliehen werden sollen*), welche sie in Folge der Kesolution vom 21. Jan. 
fortgesetzt haben, weil die erste darüber mit jenen Ministern abgeschlossene 
Uebereinkunft von mehreren Provinzen nicht gutgeheissen wurde: Worauf 
beschlossen wird, nähere Erklärungen der brandenburgischen Minister in 
dieser Sache abzuwarten. 



Am 7/17. Jan. erfolgte in Königsberg der Abschluss des Friedens und 17. Jan. 
Bündnisses zwischen Brandenburg und Schweden, der bei den General- 
staaten nicht geringen Unwillen erregte. Sie sahen darin einen Bruch ihrer 
Allian^^ mit dem Kurfürsten und verlangten sogar Zurückzahlung der be- 
reits geleisteten Subsidien*). Der Kurfürst Jiess durch seine Residenten im 
Haag (17. Febr., Aitzema III. 1262), dann durch einen besonderen Ge- 



') Vgl. Gesuch der brandenburgischen Gesandten vom J9. Dec. 1G55. (Aitzema 
UI. 1209), Kesol. von Holland vom 22. Dec. (Secr. Kesol. i. 270), das ausser den 
Collen von Memel und Pillau als Pfand u. a. auch die Zölle von Königsberg und das 
Besatsungsrecht in Pillau verlangte, und Bescheid der Generalstaaten vom 27. Dec. 
Aitzema III. 1209. Wicquefort II. 370. 

') Wicquefort p. 371: Weimann et Copes — estoient contraints d^essuyer 
las reproches qu'on leur faisoit k tout^henre de Tinfidelitä de leur Maistre et de r^- 
pondre h rempressement, avec lequel les Estats faisoient demander la restitution de 
la somme qu'ils avoient touch^e mal apropos et de mauvaise foy, dans le temps 
oa ils sCAToient que TElecteur traittoit avec le Roy de Suede. 



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92 '^* ^^^ nordische Krieg. 

sandten Georg v. Bonin (Instruction vom ^i' Su^z 1656 bei Pufendorf 
VI. 5) den Staaten sein Bündniss mit Schweden mittheilen und vorstellen^ 
dass er durch die gänzliche Niederlage Polens dazu gezwungen worden^ 
um sich nur zu retten, dass er aber dabei die Interessen der Niederlande 
eben so sehr wie seine eigenen zu wahren gesucht habe und in keiner Weise 
gehindert sei, den Bedingungen der Allianz mit ihnen nachzukommen. Die 
Staaten beschlossen einstweilen, die vollständige Mittheilung des Vertrags 
zwischen Schweden und Brandenburg abzuwarten, ehe sie sich erklärten 
(Resol. von Holland vom 18. u. 24. März, Secr. Resol. I. 291 u. 296). Auf die 
Propositionen von Bonin, W ei mann und Copes vom 25. Apr., 4. u. 13. Mai 
antworteten darauf die Generalstaaten — entsprechend einem Beschlüsse 
der Staaten von Holland vom 23. Mai (Secr. Resol. I. 312) — am 4. Juni 
(Aitzema III. 1264), dass sie gegen jede Aendemng der Zölle, Verpfän- 
dung oder Abtretung der preussischen Häfen protestiren müssten, als der 
mit ihnen geschlossenen Allianz zuwiderlaufend. 



Die Gesandten in Preussen*) an den Griffier der General- 
staaten. Dat. Marienburg 13. Juni 1656. 

13. Jnni. Im letzten Schreiben') hätten sie ihnen die Mittheil nngen der branden- 

burgischen Gesandten über die Differenzen zwischen Brandenburg und 
Schweden betreffs der Zölle berichtet. Sie erlaubten sich nun den unmass- 
geblichen Vorschlag, ob es nicht im Interesse der Niederlande und ihres 
Handels und Schifffahrt auf der Ostsee sei, den Kurfürsten gegen Schwe- 
den zu unterstützen und ihm mit gutem Rath und sonstigen Diensten bei- 
zustehen '). 



') Es waren Govert van Slingelandt, Pensionär von Dordrecht, Frederik 
van Dorp, Heer van Maesdam, für Holland; Pieter de H uijbert, Rath der Stadt 
Middelburg, fclr Zeeland; Johan Ysbrandts, für Groningen. Sie wurden an den 
KQnig von Schweden geschickt, um den Frieden zwischen ihm und Polen zu ver- 
mitteln (Instr. vom 3. Milrz bei Aitzema lU. 1253. Londorp, Acta Publica VII. 
1181). Die Beglaubigung derselben bei dem Kurfürsten wurde ebenso wie oine be- 
sondere Gesandtschaft trotz der Gesuche der brandenburgischen Gesandten von Hol- 
land ausdrücklich abgelehnt, weil nach dem Bruch der Allianz mit ihm kein Grund 
dazu vorhanden sei (Aitzema a. a. O. und Wioquefort p. 373 u. 412). 

«) Fehlt. 

') Die Staaten von Holland beantragten auf dies Schreiben bei der Generalität, dem 
Kurfürsten Schutz und Hilfe zu versprechen, wenn er die preussischen Zölle nicht 
erhöhe; geschehe dies, es für einen Bruch des Bünduleses vom J. 16ÖÖ zu erklären 
(Secr. Resol. I. 323). Dieser Beschluss wurde von den Generalstaaten am 7. Juli an- 
genommen (Aitzema UI. 1268). 



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Bflndniss des Kurfürsten mit Schweden. Die Seezölle in Preussen. 93 

Die Gesandten in Preussen an den Griffier. Dat. Marien- 
burg 23. Juni 1656. 

[Empfang des Befehls der Staaten. Conferenz mit den brandenhnrgischen Gesandten. 

Deren Versprechen, dass die Zölle nur mit Conseus der Staaten ge&ndert werden 

sollen. . Schwierige Lage des Kurffirsten zwischen Polen und Schweden. Der Vertrag 

zwischen dem Kurfürsten und Karl QustaT so gut wie abgeschlossen.] 

Het heeft H. H. M. gelieft, bij Resolutie van den eersten deser 23. Juni 
op de openinghe bij de Ministers van den Heere Churfiirst van Bran- 
denbnrgh aen H. H. M. gedaen nopende het Tractaet tusschen den 
Goninck van Sweden ter eenre ende deselve Heere Churfiirst ter an- 
dere zijde op den 17. Januarij lestleden gesloten, ons aentebevelen, 
in cas bij de jegenwoordighe hier aenwesende Affgesanten van den 
hoochgemelten Heere Churfiirst ') jetwes aengaende de Thollen ofte 
' de verhooghinge ende de directie van dien mochte geconcerteert ofte 
verhandelt werden, dat wij in sulcken gevalle aen deselve Heeren Aff- 
gesanters souden hebben voor te draghen het Contenu van voorgemelte 
H. H. M. Resolutie ende voorts de saecken daer henen dirigeren, dat 
dies aengaende niets in praejuditie van *t Tractaet ende defensive AI- 
liantie in Julio des voorleden Jaers tusschen den Staet van H. H. M. 
ende S. C. D. jonghst opgericht mochte voorgenomen, verhandelt ofl« 
gesloten werden. Wij hebben tot voldoeninghe van deselve H. H, M. 
Commissie ons bij de eerste bequame gelegentheijt naer de wederaen- 
compst alhier van de gemelte Heeren Affgesanten, die eenighe weij- 
nighe daghen hier van daer waren vertrpcken geweest, omme met S. 
G. D. te abboucheren, ons aen deselvighe gheadresseert ende onsen 
last in alle punctualiteijt affgelecht. Gemelte Heeren, na dat deselve 
hadden getracht de Procedures van S. C. D. in ende omtrent het ac- 
commodement met den Goninck van Sweden te justificeren, naer dat 
deselve oock hadden gethoont, haer wat te stooten aen eenighe Glau- 
sulen influerende in de antwoorde op den vierden deser loopende Maent 
bij H. H. M. gegeven aen den Heer Bonijn*): hebben ons nopende 
de Thollen verclaert, dat voor boo veel de verhooginge van deselve 
aengaet, dien aengaende in dier voughen bij S. G. D. soude werden 
geprocedeert, als deselve soude oordeelen de subsistentie van sijne 
Landen ende Staedt (aen de Gonservatie van de welcke H. H. M. soo 



•) Graf Georg Friedrich v. Waldeck, Nicolans v. Platen und Joh. 
Ulrich Do brsenski, die mit den Schweden über die Vereinigung beider Armeen 
verhandelten. Der betr. Vertrag wurde am 15/25. Juni abgeschlossen. Pufendorf 
VI. 26. 

<) Vom 4. Juni. S. oben p. 92. 



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94 ^'* ^^^ nordische Krieg. 

hoochelijck haer lieten gelegheu zijn) nootsakelijck soude comen te 
requireren, ende dat tot de minste belastinghe van de Commertie, ende 
in allen gevalle, dat de Ingesetenen van de Vereenighde Nederlanden 
niet hooger gouden werden beswaert als de eijgene natuerlijcke Inge- 
setenen ofte de minst-beswaerden. Waer jegens bij ons sijnde gealle- 
geert den claren text ende teneur van de gemelte defensive Alliantie 
van Julio voornoemt ende vervolgens op de punctuele ende effective 
praestatie van dien bij ons sijnde gesommeert: hebben ons verseeekert, 
dat desenaengaende niet soude werden geconcludeert dau met voor- 
gaende consent van ons, ende soo veel in hacr was, met contentement 
van H. H. M. 

Gemelte Heeren Affgesanten hebben aen ons ten selven tijde ge- 
communiceert ende gerepresenteert de perplexiteijt ende bekommer- 
lijcken toestant van saeeken, in de welcke S. C. D. sich bevont, dat 
den Coninck van Polen met eeu seer considerabel leger was ontrent 
Warschau w, dat deselve door een affgeordent Minister den Churfiirst 
hadde doen sommeren omme catherorijcque verclaringhe te hebben, 
wat parthije hij wilde kiesen ende volghen, jae dat albereijts bij den 
Coninck door brieven aen Charnitzkij^) ordre was gegeven, omme 
alle communicatie met S. C. D. afF te breken ende deselve allenthalven 
te incommoderen. 

Seijden dat S. C. D. bij sijn selven niet bestant was omme te 
können subsisteren, dat hij een open Landt besatt, de Steden daerinne 
gelegen niet gebracht in genoughsame defensie, de Stenden niet alle 
van eene Consideratie; dat de defensive assistentie van Sweden niet 
genoughsam soude sijn in tijden van noot, ende den bijstant van an- 
dere wel geaffectioneerde ende geinteresseerde Staten te verre, omme 
sich daer van te dienen; ende dat sulcx den Churfurst sich soude 
moeten voeghen bij de eene ofte andere parthije. Indien bij den Co- 
ninck van Polen, dat die daerdoor soodanich soude werden versterckt, 
dat Sweden die geconjungeerde machten niet soude connen weder- 
staen ende daer door gebracht tot extremiteijten ende den uijttersteu 
noot in dese quartieren; maer thoonden in soodanighen gelegentheijt 
hare becommemisse ende de apprehensie, die sij hadden van de macht 
van Polen, vreesende dat deselve de Sweeden hebbende geprofligeert, 
de wapenen wel mochten wenden jegens S. C. D., waer toe boven 



^) Stephan Csarnecki, polnischer Reiteranfübreri der das Land durch seine 
unermttdlichen Angriffe auf die Schweden gerettet hatte. Vgl. Über das Obige Pu* 
fendorf VI. 33. 



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Schwierige Situation des KurfSraten zwischen Polen and Schweden. 95 

het odium Religionis geen plausibele pretexten en souden manqueren, 
ende sulcx de weijnighe genegentheijt, die sij hadden omme die par- 
thije met haer wapenen te seconderen. Met Sweeden te voeghen, hadde 
vrij mede sijii becommernisse, maer gaven genöughsaein te kennen, 
dat sij oordeelden, daer de subsistentie ende conservatie van den Churi*. 
Staedt ende Landen in dese quartieren te vinden. Ende nae dat wij 
desen aengaende onse Consideratien hadden geopent ende verscheijde 
difBculteijten gemoveert, oock gerepresenteert, omme naerder met den 
anderen te coneerteren ende over een poinct van soodanighen gewichte 
rijpelijck te consulteren: hebben wij daeghs daeraenvolgende soo veel 
Yerstaen, dat het werck genoughsaem alwas geadjusteert ende niet 
en resteerde als de onderteijckeningh , ende dat sulcx de Troepes van 
den Churfurst haer souden voeghen bij den Coninck van Sweden, omme 
samen geemploieert te werden jegens het Leger van Polen; 't welck 
sij meijnden niet alleen alsdan te suUen connen in machten contra- 
balaneeren, maer soo considerabel te wesen, dat sij niet schenen te 
twijffelen aen de seeckere Victorie. 

Wij twijffelen niet ofte het voorsz. Tractaet is jegenwoordich al 
in volle leden geaccomplisseert ende dat binnen weijnich daghen de 
effective conjunctie daer op sal volghen. S. C. D. wert op een plaetse 
hier omtrent, misschien tot Elbingh, verwacht, omme met Sijn Mat te 
aboucheren '). 

Die Gesandten in Preussen an den Griffier. Dat. Marien- 
burg 30. Juni 1656. 

[Mittheilnng der brandenburgischen Gesandten über die Verhandlungen mit Schwe- 
den. Reehtfertignng derselben. Bitte am Assistens. Versprechen, die Seesblle nicht 

za erhöhen.] 

Ihr letztes Schreiben war vom 23. d. M. 30. Juni. 

T sedert hebben de Heeren Brandenb. Affgesanters ons naerder 
communicatie gegeven, van het gene bij haer uijt den naeme van 
boochgem. Heer Churfurst met den Coninck van Sweeden genegotieert 
is; deducerende daernevens de redenen, die S. C. D. tot conservatie 



^) Auf Mittheilung dieses Schreibens beschliessen die Staaten von Holland am 
1. Aug. (Beer. Resol. I. 337), die Ges^ftdten in Preussen zu beauftragen, bei Polen 
darauf hinsuarbeiten^ dass es Brandenburg von Schweden zu trennen suche und das 
frohere Verhftltniss wiederherstelle, und die Garantie der Niederlande ffir einen sol- 
chen Vertrag zwischen Brandenburg und Polen anzubieten. Die Provinzen können 
sich aber hierfiber nicht einigen, es kommt also zu keinem Beschluss der General* 
Staaten [de Witt an Slingelandt, Brieven V. 411). 



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95 n. Der nordische Krieg. 

van sijne Landen en Staden jegeng alle gedreijchde invasie en albe- 
reijts gepleeehde violentie gepermoveert en genecessiteert hadden, dese 
naerdere defensive Aliantie aen te gae.n met hooghstgem. Majt vaa 
Sweeden; dat den Heer Churfurst geresolveert was, deselve redenen 
tot Justificatie van sijne proceduren aen de geheele werelt bekent te 
maecken'); ende dat gelijck S. C. D. in desen geen ander ooghmerck 
hadde, dan sijne subsistentie en de verseeckeringhe mitsgaders de be- 
houdenisse van sijne Landen, deselve wilden verhopen, H. H. M. naer 
hare gewoonlijcke wijsheijt de saecke niet anders souden opnemen, 
dan dat alle het selve mede was streckende ten besten van der selver 
goede Ingesetenen, die de voorss. Landen frequenteren ende op de- 
selve havenen traffijequeren. 

Deden wijters een hooghe protestatie van de welgemeijnde in- 
tentie, die S. C. D. hadde, omme van sijne sijde oprechtelijck en punc- 
tuelijck te practiseren de Alliantie raet H. H. M. jonghst in Julio des 
voorleden Jaers opgericht, met vast vertrouwen, dat H. H. M. recipro- 
quelijck 't selve mede souden doen ende dienvolgens in cas van at- 
tacque S. C. D. souden adsisteren met soodanighen macht, als bij de 
gemelte Alliantie is geconvenieert. Ende omme te bethoonen, hoe 
hoogh meerhoochgem. Heer Churfurst de welgeneijghde affectie van 
H. H. M. estimeerde en deselve bij alle manieren trachte te conser- 
veren, dat deselve Heer Cheurfurst gemeijnt was, een Minister her- 
waerts te zeijnden, die gelast ende geinstrueert soude sijn, door alle 
goede debvoiren ende oportune officien nevens ons te coopereren ende 
bij alle weghen te faciliteren, ten eijnde H. H. M. Ambassade in dese 
gewesten tot contentenient ende reputatie mochte reusseren. 

Aengaende de ThoUen in de voorsz. Havenen hebben wij, be- 
merckende dat dienthalven wierde serieuselijck gebcsoigneert ende ge- 
concerteert tusschen de gemelte Heeren Churf. Aflfgesanters ende de 
Coninckl. Commissarien , dat mede van weghen den Coninck tot ver- 
hooginghe van de selvighe seer emstighe ende groote instantien wier- 
den gedaen, gheoordeelt, van ons onderdanich debvoir te wesen tot 
voldoeninge van H. H. M. last ende serieuse intentie allen mogelijcken 
vlijt aen te wenden ende dienvolgende aen de Heeren Affgesanters te 
repraesenteren, *t gunt H. H. M. ons daer omtrent hebben gelieven te 
gelasten, ende is sulcx de saecke in dier voughen uijtgevallen, dat 
niet alleeu niet is geconcludeert, 't gunt soude connen wesen ofte 



') Qeschah durch ein Schreiben an die GeneralsUaten vom 6/16. Jnli, bei 
Aiteema IH. 1280. 



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iL 



Verhandlungen Brandenburgs mit Schweden. Die preusBischen Zölle. Q^ 

strecken in praejuditie van het voorgem. Tractaet ende defensive Al- 
liantie in Julio des voorleden Jaers opgericht, maer dat het selve poinet 
in sijn geheel is gebleven ende bij goetvinden soo van den Coninck 
van Sweeden als Keurf. Affgesanters geremitteert, tot dat daer over 
met ons soude werden geconcerteert, ende dat dienaengaende niet soude 
werden gestatu^ert ofte ijetwes ondernomen, dan met bewilligingh ende 
contentement van H. H. M. ; dat wijders (dit sijn de formele woorden) 
„in onere vel taxa praedenominatorum vectigalium nequaquam impa- 
ritas observaretnr inter uUas gentes, quae per praedictos portus navi- 
gabunf*. 

Meergem. Heere AflFgesanters hebben ons vorders willen verseecke- 
ren, dat S. C. D. niet en is geneghen omme tot eenighe verhooghinge 
te comen, maer liever, omme contentement te geven aen den Coninck 
van Sweeden, soude resolveren van het sijne ijetwes te missen, als 
aen H. H. M. rechtmatighe redenen te geven van eenich misnoeghen. 
Repeteerden wederom hare klachten over de hardicheijt van eenighe 
Clausulen, influeerende in de antwoorde van H. H. M. op den 4. deses 
aen den Heer Bonijn gegeven. 

Wij hebben van onse zijde gemelte Heeren op alles het gunt voorsz. 
soodanich bejegent als wij meijnden ter intentie van H. H. M. te be- 
hooren. 



Memoire von Weimann und Copes an die Generalstaaten. 

Dat. 28. Sept. 1656. 

Die Landstände von Cleve haben der kurfürstlichen Regierung ange- 28. Sept. 
zeigte dass einige der kriegführenden Theile beschlossen haben, die Clevi- • 
sehen Lande mit Krieg zu überfallen und Winterquartiere darin zu neh- 
men. Die Herrn v. Reedt, Nys und Lic. Hoppe*) sollen, wie sie hören, 
schon in dieser Angelegenheit bei ihnen negotiirt haben. Sie hoffen, dass 
die öeneralstaaten in dieser Sache nichts beschliessen werden, ohne es vor- 
her dem Kurfürsten mitzutheilen uud sich mit ihm darüber zu vereinigen. 
Sie möchten den Kurfürsten in diesen bekümmerlichen Zeiten mit Rath und 
That unterstützen und bei den Ministem der streitenden Kronen, hier im 
' Haag befindlich, dahin wirken, dass der Kurfürst als neutral in seinen Cle- 
vischen Landen nicht molestirt werde, sowie ihren Gouverneurs im Clevi- 



*) Frhr. ▼. Reydt, Syndicus Dr. Neues und der Schöppe Lic. Hoppe aus 
Cleve waren Ende September nach dem Haag gekommen , um die drohende Invasion 
Cond^^Bcher Völker, die in polnische Dienste getreten seien, zu melden, um Bauve- 
guarde zu bitten und sich über die kurrurstlichen Besteuerungen zu beschweren. 
Aitzema III. 1325. Droysen p. 333. 

Mater, zur Gesch. cl. Gr. Kui-rursten. lU. 7 



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9S n. Der nordische Krieg. 

' sehen Ordre ertheilen, dass sie den Kurfürsten gegen alle Invasionen an- 

terstützen. 



Resolution der Staaten von Holland. Dat. 3. Oct. 1656. 

[Der begehrte Schutz der Privilegien der Clcvischen Stände und die Sauvegnarde ge- 
gen die Cond^^schen Völker wird gegen eine Geldsumme gewährt.] 

3. Oct. Der Rathspensionär rapportirt die „consideratien "ende 't ad vis" der Com- 

mittirten über die Besehwerden der Ritterschaft und Städte von Cleve über 
die Eintreibung nichtbewilligter Contributionen, über ohne ihre Zustimmung 
geschehene Werbungen und Einquartierungen und über die drohende Invasion 
Cond6'scher und anderer fremder Fussvölker, wogegen sie bei den General- 
staaten als ihrer Schutzmacht um Hilfe bitten. Nachdem man die Eingabe 
Weimann's und Copes* vom 28. Sept. in Betracht gezogen und die 
Retroacten eingesehen, wird beschlossen, die Clevischen Stände dem Qa- 
rantievertrag gemäss bei ihren Privilegien und Rechten zu schützen und 
die drohende Invasion Cond6's betreffend bei der Generalität zu beantra- 
gen, dass sie sich bereit erkläre: ^de voors. Lande (Cleve) ende de goede 
ingeseteneu van dien met levendige sauveguarde ende audersints naer 
vereijsch van saecken crachtelick te sullen protegereu ende bevrijden van 
alle inlegeringen ende foules van vremde Crijchsvolckeren van eenen ijge- 
l^jck, wie ofte hoedanigh deselve oock soude mögen wesen, mits dat bij de 
gemelte Stenden daer vooren successivelijek aen H. H. M. opgebracht ende 
gefurneert werde een goede somme van pennigeu (100,000 ofte 80,000 Rd.), 
ende dat daer over gepasseert werde bondige ende onverbreeckelijcke ver- 
bintenisse in der bester forme.*' 



Die Gesandten in Preussen an den Griffier. Dat. Frauenburg 

9. Oct. 1656. 

9. Oct. Vor wenigen Tagen seien Schwerin und Jena als Abgesandte des 

Kurfürsten an Karl Gustav hier angekommen, hätten sie beglückwünscht 
wegen des Vertrags mit Schweden*), wegen der Einschliessung des Kur- 
fürsten in denselben sich bedankt und ihnen den Hauptpunct ihres Auftrags 
an Schweden mitgetheilt, „daerinne bestaende omme hooghstgem. S. M. 
van Sweden te disponeren tot het affstaen van de participatie van de Tollen 
in de Havenen van S. C. D. bij Tractate in Januario lestleden geaecor- 
deert, dat S. M. daertoe hadde getoont goede incliuatie, ende dat sij sulcx 
haer begonnen te beloven een goet ende geluck Succes ende verhoopten, * 
dat daer door den Steen van aenstoots, bij hooghstgem. S. C. D. in dien deele 
aen H. H. M. gegeven, soude werden wechgenomen.'' 



*) Handelavertrag zu Elbing 1 11. Sept. 165(3 (bei Ait'/.ema HI. 1278), der 
lange Zeit von den Staaten wegen des Einaprucha von Dänemark nicht ratificirt 
wurde. S. Wicquofort p. 427 n. 



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Schutz der Clevischen Lande. Der GrossfQrst vou Moskau. 99 

Die Generalstaaten an den Grossftlrsten von Moskau*). 

Dat. ll.Oct. 1656. 

Sie haben die alte Freundschaft mit Brandenburg durch eine feste AI- ll.Oct. 
lianz erneuert, da sie „nevens onse eygene behondenisse allerhande oofsa- 
ken hebben, om ten uyttersten t' affectionneren, t' erabrasseren ende te be- 
-hertigen de interessen van S. C. D.'' Sie bitten ihn daher dringend, mit 
dem Kurfürsten in guter aufrichtiger Freundschaft und alter vertrauter In- 
telligenz zu bleiben. 

Die Gesandten v. Dorp, Huijbert und Ysbrandts') an den 

Griffier. Dati Frauenburg 17. Oct. 1G56. 

Der vorgestern nach Königsberg abgereiste brandenburgische Gesandte 17. c>ct. 
Kleist habe ihnen mitgetheilt, dass man hier entschlossen sei, die Ver- 
handlungen mit Dänemark wieder aufzunehmen und England und die Nie- 
derlande darin einzuschliessen, und dass Polen beim Kaiser definitiv ange- 
fragt habe, ob man ihm helfen wolle oder nicht. Ob die Herren v. Schwe- 
rin und Jena mit ihren Verhandlungen') etwas ausgerichtet, wüssten sie 
nicht, denn dieselben seien abgebrochen wegen der plötzlichen Abreise jener 
auf die Nachricht einer Niederlage brandenburgischer Völker unter dem 
Grafen v. Wal deck*). 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 28. Oct. 1656'. 

Auf Bericht der Deputii'ten für die Sachen von Schweden und Polen ist 28. Ott. 
beschlossen, die Gesandten in Preussen zu beauftragen, dass sie die branden- 
burgischen Minister, die sie antreffen, ermahnen, den König von Schweden 
zu disponiren, dass er von seinem Antheil an den Zöllen in den Häfen des 
Karfürsten, welchen ihm der Vertrag vom 17. Jan. zuweise, Abstand nehme. 

Proposition der Clevischen Regierungsräthe Hermann Pabst 
und Dr. Romswinckel an die Stände von (Jelderland. Dat. 
. 26. Nov. 1656 0- 

[Qefabr für Clove vou den CondtS'schen Völkern. Nothwendigkeit einer starken De- 
fensioM. Geldcrland bat ebenso viel Interesse daran wie Brandenburg. Bitte nin Un- 
terstützung mit Munition und Mannschaft.] 

ö. Fttrstl. Gn. den beere Stadthouder ende Regeruugh des Vor- 2G Nov. 

^) Concept, aus Veranlassung eines Gesuchs der brandenburgischen Residenten 
vom 10. Oct in der Sitzung der Generalstaaten verlesen und von den Provinzen zum 
Rapport übernommen; Holland verwarf es als ganz unzeitgemäss und parteiisch am 
12. Oct. (Seen Resol. I. 361). 

*) Slingelandt war wegen der Erkrankung seiner Gattin die Rückkehr nach 
Holland erlaubt worden. 

») Ueber diese -vgl. Droysen, Gesch. der P. P. Hl. 2. 304 ft'. 

*) Das Gefecht am Lyck, 8. Oct., ibid. p. 309. 

*) Aus den Romswinck ersehen Papieren. 

7* 



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\QQ n. Der nordische Krieg. 

stendoms Cleve ende GraeflFschap van der Marck hebben ons naemens 
S. C. D. van Brandenburg, onses genadigsten Heeren, aflFgesonden, 
om UU. EE. naest aenerbiedongh van alle naebuirlieke vrientschappen 
ende officien bekent te maecken: hoe dat deselve onder die handt van 
verscheide plaetsen ende selver uit Bruissel meer ende meer verseekert 
worden, dat den Prince vanCondä niet alleen annoch soude geinten- 
tionneert syn ende besloten hebben, syne troupen in den lande van 
Cleve te inquartieren, maer dat oock daerenboven onder denselven 
deckmantel wel euige andere dangereuse ende verner uitsiende des- 
seinen mogten schuilen, waervan die uitkorapste soo wel S. C. D. goede 
naebuiren ende vrienden, als desselfs eigene landen ende ingesetenen 
seer onaengenaem ende schadelick soude vallen; ende oflf men wel 
vertrouwt, dat het hoochlofiFelicke huys van Borgondien tegens den 
Rycks- ende Landtsvreede daerinne niet en sali geheelen, soo is 't 
noochtans, dat, aengesien men by de veranderingh van tyden ende ge- 
legentheiden niet te voorsigtigh kan wesen, hochgedachte Heere ötadt • 
houder ende Regerung haer fen hoogsten aengelegen syn laeten, te- 
gens der Cond6*8chen aenkompste sich in defensie te stellen, geweit 
met geweit te begegnen, oock daerover haere. goede vrienden ende 
geallieerden te laeten begroeten ende aenroepen. 

Ende terwijlen van alle die geunieerde Nederlandsche Provincien 
geene is, die aen die conservatie ende welstandt van het landt van 
Cleve meer als deese van Gelderlandt ende Zutphen is gelegen, so 
ten aensien deselve sigh als litmaten in een licham verbindende ende 
vasthoudende d* eene sonder krenckingh van de andere niet kan be- 
vochten noch beschaedigt worden, als mede ten opsichte, dat de goede 
Ingesetenen van wedersijden in des anderen Landen ende Steden haere 
erflfgronden ende goederen syn hebbende, nootwendigh de ruine van 
een van beyders landt deselve seer hart soude moeten drucken ende 
naedeligh wesen; voornamentlick noch, om dat den vrijen cours ende 
de conservatie van de Commercie, handel ende wandel soo te water 
als te lande van de securiteit ende behoudenisse van wedersijts Lan- 
den ende Onderdaenen is dependerende, dewelcke door *t success van 
soodaene periculeuse entreprisen f enemael souden gediverteert ende 
geslooten worden — : 

Wegen dieser Gründe, der alten engen Verbindung zwischen Gelder- 
land und Cleve, wegen der Allianz von 1655, wegen des Besatzungsrechtes 
der Staaten endlich in den Rheinplätzen verlangen sie 1) Lieferang von 
Kriegsmunition, 2) Absendung von Kriegs volk nach dem Clevischen und 
3) Ausdehnung der Vertheidigungspflicht der staatischen Garnisonen in den 



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Gelderland fär Beschützang Cleves. Polnische Friedensbedingangen. |0{ 

Rheinfestuügen auf das ganze Land Cleve, nicht bloss auf Kanoneu- 
ßchussweite. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 3. Dec. 1 656. 

Die Deputirten von. Gelderland berichten auf Befehl ihrer Principale 3. Dec. 
vom 29, Nov., dass man in ihrer Provinz je länger je mehr befürchte, dass 
der Prinz v. Condö seine Truppen in Cleve einquartiere, und stellen daher 
in Bedenken: 1) an den Statthalter und die Regierung von Cleve unter der 
Hand gegen billige Bezahlung Kriegsmunition verabfolgen zu lassen, wenn 
die i^oth es verlangt; 2) denselben einiges Kriegsvolk aus diesem Staat zu 
Hilfe zu schicken; 3) die über die Yertheidigung des Landes gefassten Be- 
schlüsse auch auf Cleve auszudehnen. — Der Raed van State wird um sein 
Advis ersucht. 

Die Gesandten in Preussen an den Griffier. Dat. Danzig 

2. Dec. 1656. 

Sie seien benachrichtigt, dass der brandenburgische Gesandte an den 2. Dec. 
Grossfürsten von Moskau *) zurückgekehrt sei, nachdem er einen festen und 
beständigen Vertrag mit diesem abgeschlossen; dass der Grossfürst den 
Kurfürsten um die Vermittlung des Friedens zwischen ihm und Schweden 
ersucht, und Schweden sein Einverständniss damit erklärt habe; dass die 
Verträge zwischen Schweden und Brandenburg erneut*) und die Beschwer- 
den des Letzteren zu seiner Zufriedenheit abgestellt seien. 



Huijbert und Ysbrandts an den Griffier. Dat. Marienburg 

19. Dec. 1656. 

[Gesinnung Polens den Frieden betreifend. Audienz beim König von Schweden. 
Dessen ausweichende Antwort. Absicht, den Kurfürsten aufzusuchen.] 

In einer Audienz beim König von Schweden referiren sie über den bis- 19. Dec. 
herigen Erfolg ihrer Vermittlungsversuche beim König von Polen ') : derselbe 
sei geneigt, auf eine Friedensverhandlung durch bevollmächtigte Gesandte 
einzugehen unter Vermittlung der französischen, staatischen, dänischen und 
kaiserlichen Gesandten, doch müsse — neben anderen Bedingungen — mit 
dem Kurfürsten von Brandenburg als polnischem Vasallen abgesondert von 
Schweden verhandelt werden. — Der König von Schweden habe erwidert, 
er wolle die Vorschläge in Ueberlegung ziehen und sich mit seinen Ver- 
bündeten darüber berathschlagen, namentlich mit dem Kurfürsten von Bran- 



*) Job. Gas. y. Eulonburg. Vgl. v. Orlicb, der preus^ische Staat I. p. 186. 
HI. p.365 

') Der Vertrag von Labiau vom 20. Nov. 1B56. 

') Die Staaten Kuchten einen Frieden auf Grund des status quo ante bellnm zu 
venuittcin. d« Witt an Dorp 17. Nov. Br. V, If);^, und Instruction der Qencral- 
siauieu vom lö. Nov. Ait^craa Hl. 12b6. 



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102 ^^' ^^^ nordische Krieg. 

deaburg, ^sonder dewelcke Sijue Maj* verclaerde, in desen niets te sullen 
noch oock te konneu vaststellen of arresteren eii daerom tot dien eijade in 
weijnige dagen met den hoogstgemelten Heere Churfurt^t soude abbouche- 
ren ende raetpleegeu." — Der König habe weiter im Gespräch seine Ab- 
sichten dahin geäussert, dass er seine Eroberungen nicht herausgeben könne: 
^En vorders spreeckende van den Heere Ghurfurst van BrandenbuVch, seijde 
gehoort te hebben, dat iiien denselven mot eeiiige indigniteijt soude willen 
bejegenen, doch dat S. C. D. saecken en macht van Wapenen in al ten 
goeden postuijren waren, om sulcx te moeten verdragen en te ondergaen.^ 
— Sie hätten die Hoffnung ausgesprochen, durch ihre Vermittlung die noch 
bestehenden Differenzen auszugleichen; sie seien auch von den General- 
staaten beauftragt den Kurfürsten zu begrüssen und bei ihm auf Herstellung 
des Friedens hinzuwirken „Wij hebben in dese constitutie van saecken 
geoordeelt, den rechten tijt te wesen, om volgens H. H. M. gereitereerde 
ordre ons nae den Heere (^hurfurst van Brandenburg noch voor het abou- 
chement met Sijne Maj' van Sweeden ende aleer bij die beijde Potentaten 
eene resolutie over de bevredinge van dese quartieren mocht werden genoo- 
■ mcn, te mögen begroeten, tot welcken eijnde wij goetgevonden hebben, dour 
^ ons schrijvens te vernemen, waer ende op wat tijt het den hooghstgem. 

Heere Cheurfurst aengenaem ende welgevallich soude mögen wiesen, ous 
wegens H. H. M. te recipieren ende ontfangen.'' 

van Dorp an den Griffier. Dat. Danzig 6. Jan. 1657. 

1657. Er habe mit dem polnischen Unterkanzler*) eine Unterredung gehabt 

^^ Jan. und besonders darauf gedningen, dass baldigst zwischen Polen und Bran- 
denburg eine Verständigung erzielt werde, worauf man dann Schweden zur 
Räumung Polens und Preussens bewegen könne; man müsse Brandenburg 
versichern, dass es bei Polen einen guten Frieden erlangen könne, sonst 
werde es zu seiner eigenen Sicherheit die Verhandlungen mit Schweden 
hindern und dies von jeder Nachgiebigkeit abhalten. Der Kanzler habe er- 
widert, man sei zu Verhandlungen mit Brandenburg geneigt, die hier oder 
an einem dritten Ort anfangen könnten. Er habe darauf die Garantie der 
Generalstaaten für einen Vertrag zwi>chen Polen und Brandenburg in Aujj- 
sicht gestellt und seine Collegen beim Kurfürsten in Labiau sofort von die- 
ser UnteiTedung benachrichtigt. 

Hiiijbert u. Ysbrandts an d. Griffier. Dat. Labiau 11. Jan. 1 657. 

11. Jan. Gestern nach der Audienz beim Kurfürsten sind die geheimen Räthe 

Schwerin, Ho verbeck und Jena bei ihnen gewesen und haben erklärt, 
dass sie beauftragt seien, über die von ihnen angebotene Mediation zur 
Herstellung des Friedens mit ihnen in Conferenz zu treten, und also zu- 
nächst nähere Erklärungen über die Absichten der| Generalstaaten erwar- 
teten. Diese haben sie darauf ertheilt, wie sie in der Instruction vom 
18. Nov. enthalten sind. Die brandenburgischen Käthe haben sich Bericht 

*} Andrea» Trzebicki, 

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Die Mediation der Staaten. \03 

an den Kurfürsten vorbehalten und nur hervorgehoben, dass die Souverä- 
nität Prenssens und die Erwerbung Ermlands zur Sicherung der Unabhän- 
gigkeit des Kurfürsten nothwendig sei. 

van Dorp an den Griffier. Dat. Danzig 13. Jan. 1657. 

Der polnische Reichskanzler h^be ihm erklärt, dass Polen bereit sei, 13. Jan. 
mit Brandenburg und Schweden in Unterhandlungen zu treten, und ihn ge- 
beten, dem Kurfürsten mitzutheilen, dass ihm in Betreff Preussens dieselben 
Bedingungen offen stünden, unter denen es von Alters her zu Polen gehört. 
Denn die früheren Anerbietungen, Entlassung der Preussen aus dem polni- 
schen Unterthanenverbande und Nachlass des jährlichen Tributs, hätten 
sich bloss auf den Fall bezogen, dass der Kurfürst seine Truppen mit den 
polnischen vereinige. 

Huijbert u. Ysbrandts an d. Griffier. Dat. Labiau 14. Jan. 1657. 

[Zufriedenheit des Kurfürsten mit ihrer Vermittlung. Derselbe verlangt die Sonve- 

rftnität Preussens als nothwendig für seine Sicherheit, den Frieden im Norden, die 

Freiheit des Handels in der Ostsee. Hoffnung auf Frieden gering. Belustigung der 

Schifffahrt durch die Dansiger.] 

T Bedert onsen laetsten van den 11. deses heeftö. C. D. sog door U.Jan, 
eijgen monde als door de Heeren van Sijnen Raede ons te kennen 
gegeven een bijsonder contentement en genougen, dat H. H. M. niet 
alleene alles van haere sijde toebrengen en contribueren, dat tot de 
bevredinge in dese Quartieren soude können dienen, inaer oock heb- 
ben believen bedacht te sijn op de raiddelen, waer door S. G. D. Lan- 
den ende Havenen van Pruijssen voor het toekoomende in alle secu- 
riteijt en verseeckerheijt mochten werden gebracht, en voorts betoont 
en aengewesen, dat het eenige middel, om dal selve te consequeren 
en te bereijcken, soude sijn het obtineren van de Souverainiteijt en 
Independentie van de voorss. Landen en Havenen, alsmede het be- 
houden van het Bisdom van Ermelandt, daerover ons vorders dese na- 
volgende redenen en consideratien sijn gerepresenteert: 

Dat de dependentie der Landen en Havenen van Pruijssen van 
den Coninck en het Rijck van Poolen met sich sleept een onvermij- 
delijck engagement in alle de Intressen, Onrusten, Troubelen en Oor- 
löge, die het Coninckrijck van Poolen overkoomen en soo seer is on- 
derworpen, en dat oock om die oorsaecke Ö. C. D. in den jegenwoor- 
digen drouvigeti oorloge is ingewickelt en geengageert geworden. 

Dat dese swaricheden en becommeringen in het toecomende noch 
meer waeren te apprehenderen, overmits den jegenwoordigen Coning 
van Poolen sonder Erfgenaera was, die aen de successie van de Croone 
soude können pretenderen, en dacrom ongetwijlfelt bij d' eene oflf 



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104 II. Der nordische Krieg. 

d' ander machtigh Potentaet buijten Poolen soude werden geacquireert, 
't ßij dan door den Grootfurst van Moscovien of ijemant uijt den huijse 
van Oostenrijck, daer van albereijts de beginselen en aparentien ge- 
nouchsaera door de werelt bekent en kontbaer waeren, en lichtelijck 
was te oordeelen en te gemoet te sien, hoe wijt soo machtige Poten- 
taten haer gebiet^ macht en pretensien alsdan soude können en willen 
uijtbreijden en vermeerderen, en wat veranderinge en vreese S. C. D. 
Landen en Havenen van Pruijssen altoos souden hebben te verwach- 
ten en van tijt tot tijt onderworpen wesen. 

Dat S. C. D. bij den jegenwoordigen Staet van Poolen, al wierde 
deselve schoon in een Vreede gebracht, sijne securiteijt noch seecker- 
heijt niet en soude connen vinden, maer altoos onderworpen blijven, 
dat Sijn Hertoghdora Pruijssen onder veele pretexten, jae selfs onder 
die van justitie in haere rüste en vrijheijt soude werden geturbeert, 
overvallen en soo eyndelijck uijt sijne banden gevrongen, en dat sulcx 
te meer en te gewisser was te vreesen, om den haet, die de Poolen 
niet alleene betoonden tegens de Evangelische religie, maer om dat se 
oock hadden voorgenoomen de selve geheelijck uijt te roeijen en te exstir- 
peren, en dat sulcx albereijts sijn wreede en bloedige executie hadde 
gehadt en daermede soo verre was gekoomen, datter jegenwoordich in 
gants Poolen geene Evangelische kercken raeer overich souden sijn. 

Dat oock de oflFensie, die bij de Poolen was opgenoomen over de 
wapenen die S. C. D. genootdruckt is geweest in de handt te neemen, 
noijt soude werden vergeeten, maer bij alle occasie haer daer over 
souden willen wreecken met de Ruijne van het Ducale Pruijssen ende 
het selve geheelijck onder haer geweit en heerschappije te krijgen. 

Uyt alle welcke voon^erhaelde consideratien ons wierde te gemoet 
gevoert, hoe seer alle Princen en Potentaten, die haer den welstant 
van de Evangelische Religie en de vrijheijt van de Commercie en Na- 
vigatie lieten ter herten gaen, bijsonderlijck den Staet van H. H. M. 
bij d' een of d' andere soodanige onverhoopte veranderingen en in- 
corporatie van de Landen en Havenen van Pruijssen souden werden 
geinteresseert en overniijdelijck benadeelt, want dat daer door de Evan- 
gelische even als in andere quartieren souden moeten smaecken de bit- 
tere en vreede vervolginge van de Paepsche Geestelijckheijt, en de Com- 
mercie en Navigatie eene ongereguleerde begeerlijcheijt van andere 
ondei*worpen wesen *) ; Dat derhalfven voor alle dese gevreesde en on- 
vermijdelijcke swaricheden geen heijlsamer remedie was, als dat S. 
C. D. bij de aen te stellen Vreedenstractaten de Souverainiteijt en In- 

*^ Bis hierher reicht ein Auszug des Schreibens bei Aitzcina IV. 137. 

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Die SouveränitHt Preussens und Ennland. 105 

dcpendentie van Sijne Landen en Havenen van Pniijssen van den Co- 
ninck en het Rijck van Poolen mochte bedingen en obtineren, alsmede 
over het Bisdom van Ermerlandt, om het selve in eijgendom te be- 
houden, soo om dat het is begreepen en geinclaveert midden in *t Du- 
eale Pndjssen en dat de Poolen, van het selve de possessie wederkrij- 
gende, daerdoor geduijrige onruste en ongelegentheijt aen ö. C. D. 
Landen soude connen toebrengen, als om daermede eenighsints te sou- 
lageren de overgroote onkosten, die S. C. D. in desen Oorloge heeft 
moeten supporteren, gelijck het selve nu bij Tractaet van den Coninck 
van Sweeden niet alleene was verkreegen, maer oock dat Sijne Majt 
soude contribueren, dat het selve van de sijde van Poolen S. C. D. 
insgelijck mochte werden opgedragen, en dat die daer door dan 
machtich soude blijven, Sijn Hertoghdom Pruissen bij allen welstant 
te connen conserveren, oock te onderhouden en punctuelijck te doen 
practiseren de alliantien met H. H. M. tot den welstant van de Com- 
mertie en Navigatie opgericht en, waer het mogelijck, deselve meer 
en meer aen te queecken en te beneficieren, daertoe voorslaende de 
Onderdanen van H. H. M. deselvc^rijheijt in 't drijven en exerceren 
van haere Commertien binnen de Stadt Coninghsbergen te vergunnen 
en bij de aen te stellen Tractaten te laeten stipuleren, als de eijgene 
Borgeren aldaer competeerende practiseren en in geene Hansesteden, 
Stapelsteden en die hier aen de Oostzee sijn gelegen, als Dantzick, 
Riga en andere, aen eenige vreemde Natie werdt toegelaten en ver- 
gunt, gelijck wij H. H. M. in onsen brief van den 15. November laest- 
leden over die materie in 't breede hebben bericht. 

Dat S. C. D. om alle de voorverhaelde hoochwichtige redenen en 
motiven, betreffende soo wel den Intrest en vo.ordeel van 't gemeen 
en principalijck die van den Staet der Vereenichde Nederlanden als 
sijne eijgene, hoopte en vertroude, dat H. H. M. tot dit sijn voornec- 
men en desseyn van haer sijde mede alles souden bijbrengen en con- 
tribueren, dat mogelijck soude wesen, ten eijnde bij de aenstaende 
Vreedens-Tractaten de voorn. Souverainiteijt en het Bisdom Ermerlandt 
voor hooghstged. S. C. D. mochte werden gestipuleert en onderhouden, 
vermeijnende oock dat wij met genouchsame last en ordre van H. H. M. 
waeren voorsien, om dat werck te helpen bevorderen en te secunderen, 
daer het behooren soude, dewijle S. C. D. uijt de confidente en vertrouwde 
communicatie, die wij denselven hadden gegeven van de hooghwijse con- 
sideratie van H. H. M., met een sonderlingh genougen en contentement 
hadde vernoomen, dat H. H. M. ons hadden gelast en aenbevolen te bear- 
beijden, ten eijnde S. C. D. ten minsten soude werden herstelt in soodanigen 



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[Qß n. Der nordische Krieg. 

Staet, als waerinne de selve voor date van de jegenwoordige Crijchs- 
beroerten is geweest; dat H. H. M. ongetwijfiFelt met de woorden ,,ten 
minsten'* hadden willen te kennen geven, niet te hebben goetgevonden, 
ons als derselvers Ambassadeurs en Ministers eenighsints te limiteren 
of eiders aen precijselijck te binden, maer oock daermede willen too- 
nen haer aengenaem te sullen wesen, ingevalle bij de Vreedenstrac- 
taten van den Coninck en het Rijck van Poolen boven den voorigen 
Staet noch ijets meerder voor S. C. D. konde werden verkreegen en 
geobtineert, versouckende dat wij dit in deser vougen H. H. M. sou- 
den willen bekent maecken en, soo het noodich mochte wesen, daer 
over noch nader last en ordre van de selve vereoucken. 

Aenlangende de Cooperatie van S. C. D. van Brandenburgh , om 
Sijne Majt van Sweeden crachtichlijck te helpen disponeren tot de re- 
stitutie van de geoccupeerde en geconquesteerde plaetsen in Poolen 
en Pruijssen, daer toe en sien wij geen apparentie, alsoo de Poten- 
taeten door het laetste Tractaet naeuw aen malcanderen sijn gebonden 
en soo wel bij eenige aen te stellen Vreedenstractaten als door de 
wapenen geobligeert, malcanderens Interesten reciproquelijck te ap- 
puijeren en te ondersteunen. 

Morgen gaet S. C. D. van hier naer Hollandt, om met öijne Majt 
van Sweeden aldaer te aboucheren en onder andere over de aen te stellen 
Vredenstractaten met den anderen te raetslagen. Wij können H. H. M. 
verseeckeren, dat van de sijde van den Heere Cheurfurst alles sal 
werden gecontribueert, dat tot voortsettinge van soo goeden en ge- 
wensten saecke sal können dienen, en bijsonderlijck om eenige im- 
portante scrupulen over de praeliminaria wegh te neemen, als van de 
Plenipotentie en volmacht van de sijde van Poolen uijt te brengen, 
en dat men hoe eerder hoe liever op eenige plaetse bij een soude 
koomen en bij provisie de Tractaeten beginnen, op de Plenipotentie 
die den Coninck en de öenateurs van Poolen, jegenwoordich bij Sijne 
Majt sijnde, souden depescheren en van haer geven, of wel op de Ple- 
nipotentie, die voor desen, om met Sweeden te tracteren, even voor 
en op de gerächten van den jegenwoordigen Oorloge aen eenige Pool- 
sehe Senateurs op een Rijcxdach sijn gegeven geworden. 

In onse herwaerts reijse door Coninghsbergen heeft een Abra- 
ham Clouman vaerende van de Stadt van Amsterdam ons aldaer ge- 
klaegt en te kennen gegeven, dat hij met sijn Galliotte door ordre van 
S. C. D. van Brandenburg in de Pillauw wierde aengehouden, dat hij 
daer over door requeste aen den Heere Cheurfurst was klachtich ge- 
vallen en bij apostille wel hadde verkregen, met sijne voorss, Galliotte 



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ZnBammenkuDft in Pr.- Holland. Der Kurfürst und Danzig. |()7 

allesints nae sijn believen te mögen verseijlen en sijne Coopraanschap 
drijven» uijtgenoomen nae Jie Stadt van Dantzick, en daer voor soude 
moeten caveren en borge stellen, alhoewel derrevvaerts was afgelae- . 
den, oock gewoon was, ettelijcke reijsen in *t Jaer van Coninghsbergen 
op Dantzick en wederom van daer naer Coninghsbergen te vaeren en 
sijne Coopmanschap te drijven. 

Wij hebben goetgevonden S. C. D. daer over te spreecken en 
de relaxatie van de voorn. Galiotte te versoucken. S. C. D. heeft 
ons geseght, dat al het gene voorss. is, door sijne ordere was ge- 
schiet, om dat de Stadt Dantzick de Navigatie en Commercie op 
sijne havenen hadden bestaen te verhinderen -en te turberen en sijn 
eijgen goet aen te haelen, en niet stille konde staen daer over res- 
sentement te toonen; dat dese Galiotte geene simpele Coopmanschap- 
pen, maer oock eenighe Oorloghssaecken hadde ingeladen, dat hij 
evenwel ten respecte van H. H. M. door onse interceesie de Galiotte 
ontslaen soude en den Schipper vrij stellen, sijne reijse met alle de 
ingeladen goederen nae Dantzick te voltrecken, doch ingevalle die van 
de voorss. Stadt haere vijandelijcke en onnabuijrlijcke Proceduijren 
niet en souden willen naelaten, dat hij genootdruckt soude wesen, daer 
in anders te voorsien, en daer toe oock de middel en gelegentheyt wel 
vinden soude, en hoopten, dat H. H. M. volgens de Tractaten en Al- 
liantie mede soude helpen besorgen, dat de Commercie en Navigatie 
op de Baltische zee niet vorders door die van de raoergen. Stadt mochte 
werden geturbeert en becommert, en verhaelde bij dese occasie, dat 
sij niet alleene over 10 en 12 daegen ettelijcke Öleeden met Coop- 
manschap, daer bij oock verscheijde Nederlanders waeren geinteres- 
seert, körnende van de Pillauw over het Haff nae Elbingh, hadden 
aengehaelt, maer nu op nieuw een meerder getal weghgenomen, en 
seijde S. C. D., dat dese proceduijren hem te vreemder voorquaemen 
en des te onredelijcker waeren, om dat hij aen de Stadt van Dantzick 
noijt eenige te minste oflFensie of ongenuchte hadde willen geven. 

Wie hebben dienstich geoordeelt, desen dagh uijt dit Hoff ons 
afscheijt te neemen en ons mede tot Hollandt te laten vinden, soo het 
bequameiijck en genouchgelijck sal connen geschieden en door dit 
doijent weer en diepe weegen 't selve niet en wordt verhindert. 

Vau Dorp und Ysbrandts an den Griffier. Dat. Danzig 

10. Febr. 1657. 

Auf ihren Bericht über ihre Verhaudlnngeu bei Schweden und Bran- 10. Febr. 
denburg zur Herstellung des Friedens habe der König von Polen in einer 



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jQg IL Der tiordiöcbti Krieg. 

Audienz u. a. erwidert: er wolle Alles in diesem Krieg zwischen ihm und 
Brandenburg Vorgefallene vergessen und den Kurfürsten in alle Rechte, 
Besitzungen und Vortheile, die er vor dem Krieg besessen, restituiren. 

Huijbert u.Ysbrandts a. d. Griffier. Dat.Marienb. 16. Febr. 1657. 

[Bericht der »cbwed. und ' brandenb. Gesandten über die Fricdcnsverbandlungeu mit 
Polen. Dessen Halsstarrigkeit. Keine Aussicht auf Versiändigung.] 

16. Febr. Voor gistcren hebben de Heeren Grave Bent Oxenstierna en 

den President Berenclouw als Commissarien van Sijne Maj* van 
övveden met de Heeren Baron van Swerin en Jena, Ambassa- 
deurs van S. C. D. van Brandenburch, gesamentlick ons eene visite ge- 
geven over'het subject van de antwoorde ende verclaringe, die Sijne 
Maji en de Senateurs van Polen over de bevreedinge van dese quar- 
tieren nu laestelijck hadden gelieven te geven, en gededuccert^ hoe de 
Negociatien daer over gehouden van den beginne aen tot op desen 
tijt sich hadden toegedragen, en dat Sijne Hooghstged. Majt en S. C. D. 
nict alleene doorgaens oprechtelijck en sinceerlijck waercn genegen 
geweest, den droufigen en landtverdervenden Oorlogc in dese quar- 
tieren door een eerlijcken en verseeckerden Vrede te eijndigen en te 
termiueren, maer oock tot bevorderinge en voortsettinge van dien alle 
bequaeme middelen en wegen hadden geamplecteert en van haere sijde 
voorgeslagen, selfs ten Tijde van die groote en memorabile victorie, 
die sij door hare geconjungeerde Wapenen in den voorleden Jare bij 
de Stadt Warschauw hadden erhouden, en niet tegenstaende alle ver- 
kregene voordeelen en avantagien; Dat haere goede en oprechte meij- 
ninge in desen niets en was vermindert, maer altoos deseif de geble- 
ven, doch hat Sijne Majt en Sijne Sereniteijt haer hadden te beclaegen, 
dat sij van de sijde van Sijne Majt en het Rijck van Polen niet be- 
hoorlijck en met gelijcke oprechticheijt en candeur en waeren ontmoet 
en bejegent geworden, maer dat veel eer door alle haere proceduijren 
en actien was te kennen gegeven, tot het tracteren en maeckcn van 
een Vreede geheelijck ougenegcn te sijn: verhaelende voorts, dat de 
ecrste Antwoorde, die van Sijn Majt van Polen van Lublin was aen- 
gcbracht, gans onreedelijck en onanneemlijck was geweest, alsoo bij 
deselve alsdaen wierde verclaert, dat men van de sijde van Poolen 
tot geenc Vreedehandelinge en wilde verstaen, ten sij Sijne Majt van 
Sweede alle sijne Conqucsten in Polen en Pruijssen antepreliminariter 
soude afstaen en quiteren; Dat men die voorss. verclaringe van de 
sijde van Sweeden niet als met Indigniteijt hadde können opneemen, 
als ongehoordt sijnde, dat een Potentaet, hebbende door sijne Wape- 



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Polnische Forderungen. 109 

nen alle de voornaemste plaetsen van een Rijck en Landt geoccupeert 
en met veel perijckelen en hasardt vercreegen, soo weijnick soude 
achten en estimeren van die met een wordt spreeekens, als in een 
moment, te restitueren en soo te gelijcke oock te abandonneren die 
gene, die haer vi-ywillichlijck aen Sijne Maj^ van Sweden hadden over- 
gegeven en sijn schut en bescherminge acngenoomen, bijsonderlijck 
die van de Evangelische Religie, die daer door gelijck als opgeoifert 
souden sijn gewest aen de wreethcijt en bloedige veiTolginge van de 
Paepsche Geestelijckheijt, gelijck haere geloofsgenooten in alle quar- 
tieren van Poolen desselfs Tyrannic jammerlijck hebben moeten smae- 
cken en ondergaen; Dat ten tijde van den Coninck Gustavus onsterffl. 
meniorie, alhoewel Sijne Conquesten bij verre nae soo groot noch con- 
siderabel waeren gewest ende 't Rijck van Polen door gecne lang- 
duijrige Oorlogen getravallieert, maer in volconien welstant en fleur 
stonde onder eene ordentelijcke en welgestelden regieringe, evenwel 
in die tijt met veel meer redelicheijt was geprocedeert, alsoo over de 
Sweetsche conquesten eene solemnele handelinge en negotiatie wicrde 
aengestelt volgens d' ordre en practijcque bij alle Potentaten gcreci- 
pieert en gebruickelijck; Dat naderhandt Sijne Majt van Poolen, binnen 
de Stadt van Dantzick gecomen sijnde, bij sijne voorige antwoorde 
van Lublin genouchsaeni hadde gepersistcert, alleene die veranderinge 
daer ontrent gebracht, dat die gerequireerde restitutie van de Sweet- 
sche Conquesten in Poolen en Pruijssen niet en soude geschieden noch 
werden gepresteert, eer men in eenige handelinge off negotiatie soude 
treden, maer belooft en verclaert, dat het eijnde en d' uijtcompste van 
deselve de voorss. restitutie soude uijtbrengen. 

En 800 veel S. C. D. van Brandenburch aengingh, dat men van 
de sijde van Poolen hadde verclaert, denselven te gelijcke met Sijne 
Majt van Sweden als sijn geconfoedereerde tot geene Tractaten te sullen 
willen admitteren noch oock gesepareert cousidereren als een Chcur- 
vorst van *t Roomsche Rijck en een Potentaet van Sijn selven depen- 
derende, maer alleen als een Hertoch in Pruijssen en Vasal van het 
Rijck van Poolen, en dat men aen denselven niet als bij wegen van 
Pardon eenigh contentement soude geven; Dat eenigen tijt hiernacr, als 
Sijne Majt van Sweden met sijn leger de Wijssel was gepasseert, oni 
het Poolsche Legher onder Dantzick liggende te attacqueren, dat Sijne 
Majt en de Heeren Senateurs van Poolen docnmaels van haere voorige. 
antwoorde wat scheenen te relaxeren en aftegaen, ten regarde van de 
gevorderde verclaringe over de restitutie van de conquesten in Poolen 
en Pruijssen, ende te vreden te sijn, dat daervan in het tracteren selfs 



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-j -j Q II. Der nordische Krieg. 

soude werden gehandelt, oock hoope gaven, dat S. C. D. van Bran- 
denburgh met Sijne Majt van Sweeden te gelijcke tot de aen te stellen 
traetaten soude werden geadmitteert, slaende oock voor seeckere plaetse, 
daer de hooghstrijdende parthijeu souden connen bij eenkoomen; Dat 
Sijne Majt van Sweeden hierop niet alleene connende antwoorden noch 
sijn sentenient geven, sonder het goetvinden en comnmnicatie van S. 
C. D. van Brandenborgh, dat sij beijde soo haest doenlijek is geweest, 
tot Hollandt te samen sijn gecoomen^) ende, nae alles serieuselijck 
en rijpelijck te hebben overlegt, aen de Heeren Franse en H. H. M. 
Ambassadeurs haere antwoorde en Declaratie hadden overgegeveu met 
de mondelinge explicatie over den rechten sin en raeijninge van dien, 
en gaven een ijegelijck te oordeelen, oif al het selve niet met de re- 
delijckheijt en billicheijt over een en quaem en met de maniere en 
practijcque, die allesints ontrent soodanige handelinge wierden geobser- 
veert; Dat daerom Sijne Majt en Sijne Sereniteijt haer hadden te be- 
claegen, dat van de sijde van Poolen daeraen niets en was gedefe- 
reert, jae ter contrarie, als men haer van de sijde van Sweden en 
Brandenburgh is tei genioete gecoomen en een rechten ernst tot de 
Vredenstractaten betoont, dat deselve sijn gercculeert en achterwaerts 
gegaen en genouchsaem wederom gecoomen op de eerste antwoorde 
van Lublin, werdende Sijne Majt van Sweeden op nieuws gcverght en 
voorgehouden , eermen tot eenige Traetaten bij een soude koomen, 
sich tot de restitutie van alle sijne Conquesten in Poolen en Pruijssen 
te verclaren en sijn sehen alsoo daermede voor de geheele weerelt te 
prostitueren; En voor soo veel aengingh de meeninge en antwoorde 
van Sijne Majt en de Heeren Senateurs van Poolen raeckende S. C. D. 
van Brandenborgh, dat daermede noch de digniteijt en billijcke prc: 
tensie noch oock de seeckerheijt en securiteijt van hooghstgem. Heer 
Churfurst wierde genouch gedaen. En beslooten eijndelijck uijt al dit 
gededuceerde, dat aen de sijde van Sijne Majt en de Republijcque 
van Poolen geene de minste genegentheijt «och intentie tot den Vreede 
was, maer vcel meer^ omnie in den Oorlogh te continueren en veel 
heviger als voor desen te doen aenbranden, en vraeghden ons uijt den 
naem van Sijne Majt van Sweden en S. C. D. van Brandenburgh, off 
wij niet en oordeelden, dat Sijne Majt en de Heeren Senateurs van 
Poolen door haere laetste antwoorde en verclaringe de vreedensbij- 
eencompste en Traetaten volcomentlijck abrumpeerden ; ten anderen, 
off de voornoemde antwoorde en verclaringe voor de laetste en uijterste 



») 'i.'S. Jan. 1657. Droysen, P. P. III. 2. 329. 



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Keine Aussicht auf Einigung swisofaen den kriegführenden Mttchten. \\\ 

was te houden en van hooghstged. Sijne Majt en de Republijcque van 
Poolen niet anders of naeders en was te verwachten, op dat Sijne 
Majt van Sweden en S. C. D. haere mesures en ooghmcrck daernae 
souden connen nemen. Wij hebben ons seer beconimert gevonden, 
omme dese beijde vraegen te beantwoorden: want alhoewel Sijne 
Majt en de Heeren Cancelliers en Senateurs van Poolen verscheijde 
maelen met hoogen ernst en groote aniniositeijt hadden geseght en 
iterativelijck geprotesteert, dat boven derselve laeste verclaringe en 
antwoorde van haer niet meer en was te verwachten, en die genoem- 
den haere alderlaeste uijtterste en extreme meijninge en intentie, soo 
hebben wij doch niet raetsaem noch dienstich geoordeelt, dit alles in 
sulcker vougen te kennen te geven, om dat wij aen dese sijde mede 
eene groote animeusiteijt bespeuren en dat de gemoederen niet verder 
van den anderen mochten vervreemt en gealieneert worden, en hebben 
alleene op het eerste geseght, dat wij hoopten, dat Sijne Majt en de 
Republicque van Poolen noch tot eenige handelinge en Tractaten sou- 
den resolveren, ingevalle men van dese sijde over de restitutio van 
de conquesten sich wilde verclaeren; en op het tweede, dat wij had- 
den gespeurt, dat de laeste verclaringe en antwoorde van Sijne Majt en 
de Heeren Senateurs van Poolen met veele ernstige en serieuse ex- 
pressie van haere meijninge was gegeven, doch dat wij niet en konde 
Seggen, offer ijedts meerder en naeder van haer was te verwachten of 
te hoopen, en dat wij van herten wcnsten, om dat seeckerlijck te mö- 
gen onderstaen, dat ons daei-toe occasie en niaterie door eenige nadere 
resolutie van Sijne Majt en C, D. mocht werden aen de handt gege- 
ven; en recommandeerden voorts, dat dese hooghimportante saecke 
na haer gewichte wel mocht werden gecousidoreert, en dat Sijne 
Majt en S. C. D. doch alles wilden toebrengen, dat tot den voortganck 
van den Vreede in dese gewesten mochte dienen, en dat Sijne Majt en 
de Republique van Polen wat mocht werden te gemoete gegaen. Doch 
de welgem. Heeren Commissarissen en Ambassadeurs vermeijnden, dat 
van de sijde van Sijne Majt van Sweden en S. C. D. alles was bijge- 
bracht, dat men van haer hadde können desiderereu en verwachten, 
in vougen dat wij geene hoope sien, dat van dese sijde eenige nadere 
verclaringe sal können werden verkreegeu, gelijck wij daertoe oock 
seer weijnige apparentie in Sijne Majt van Sweden hebben bespeurt, 
bij occasie van eene audientie, in dewelcke wij H. H. M. last en or- 
dere van den 24. van den voorleden maent, raeckende de Poincten 
van Elucidatie over het Elbinghsche Tractaet, Sijne hooghstged. Majt heel 
omstandich en met alle redenen daertoe dienende hebben gerepresen- 



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112 ^^' ^^^ nordisohe Krieg. 

teert en voorgehouden, daer van wij onderdanighst hoopen H. H. M. 
raet den naesten breeder te suUen können berichten*). 



In dem neu entbrennenden Kriege gegen Polen suchte der Kurfürst 
Anfangs vergeblich bei den Niederlanden Schutz gegen Polen, dessen Macht 
er nach dem Abmarsch des Königs von Schweden nach Dänemark allein 
ausgesetzt war (Pufendorf VI. 64). Die Staaten hatten aber ihr einziges 
Augenmerk auf Herstellung des Friedens zwischen Polen und Brandenburg 
gerichtet und suchten den Kurfürsten dazu zu überreden , auch wenn er 
nicht die völlige Souveränität Preussens erlangen könne (de Witt an 
V. Dorp, 8. Juni, Brieven V. 497. Pufendorf VI. 73). Ohne ihre Mit- 
19. Sept. Wirkung kam sodann am 19. Sept. der Wehlauer Vertrag zwischen Polen 
und Brandenburg zu Stande. Die Generalstaaten zeigten sich hierüber im 
höchsten Grade erfreut und waren bereit, mit dem Kurfürsten sofort ge- 
meinsame energische Massregeln zur Herstellung des Friedens zwischen 
Schweden und Dänemark zu verabreden (Pufendorf VII. 7). 



Resolution der Generalstaaten. Dat. S.Jan. 1658. 

1658. Ist beschlossen, die Deputirten für die Sachen von Schweden und Dä- 

8. Jan. uemark zu ersuchen, dass sie mit den brandenburgischen Ministern in Con- 
ferenz treten und von ihnen vernehmen, ob der Kurfürst auch geneigt ist, 
^met alle macht ende vigeur" zur Pacificatiou der nordischen Kronen bei- 
zutragen, und dagegen zu versichern, dass die Generalstaateu in diesem 
Fall geneigt wären, mit dem Kurfürsten mehrere solche Puncte zu verein- 
baren, welche zur Erreichung dieses Zweckes dienen können. 



van Dorp, Huijbert und Ysbrandts an den Griffier. 

Dat. Wismar T.Jan. 1658. 

7. Jan, Sie haben vernommen, dass der General Montecuccoli, der Resident 

des Königs von Ungarn (Lisola), der Palatin von Posen undUlefelt, dä- 
nischer Gesandter bei dem Kurfürsten, von Posen nach Berlin gereist seien, 
„om op S. C. D. een uijtterste effort te doen tot eene Conjunctie van Wa- 
penen tegens Swedeu, daer toe S. C. D. niet schijnt te sullen condescen- 
dcren, soo langhe op dese zijde genegentheijt ende bereijtsamheijt tot eenige 
Vredehandelinge wort gethoont.** 



van Dorp und Ysbrandts an den Griffier. Dat. Wismar 

17. Jan. 1658. 

17. Jan. Der Graf Schlippenbach sei gestern von hier abgereist „gelast om 
met den Heer S wer in Chuif. Raet te gaen abouchereu *). — Men is alhier 
in verwachtinge, wat uijtslagh mochte vallen op de Instantie, dewelcke tot 

i)-S. Aitzema IV. 92 u. 138. Secr. Resol. I. 372. 

^) In Neubrandcnburg. Die Zusammenkunft blieb ohne Erfolg, v. Orlich 1. 192. 



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Frieden zwischen Polen a. Brandenburg. Stellung der Staaten zu demselben. j[j3 

Berlin aen den Heer Cheurvorst wert gedaen, om Syne Wapenen te con- 
jungeren tegens Sweden. Wij hooren, dat in Vranckrijek het ooge daerover 
gehenden wert, en dat in sulcken geval de Inclinatie soude wesen, om 
eenige Troupes onder de directie van den Maresehal Grammondt met den 
Vorst van Nieuborgh te vougen, om vijantelijck in te trecken in de lan- 
den van Qulich ende Cleve, bij aldien hooghstgem. S. C. D. tot de geseijde 
Conjnnctie quame te resolveren, waervan ooek waerschouwinge aen S. C. D. 
onder de handt soude gedaen sijn." — Herr Jepson erklärt, von Crom- 
well beauftragt zu sein, zwischen allen protestantischen Mächten einen 
festen Frieden herzustellen und Oestreich vom Frieden zwischen Schweden 
und Polen-Dänemark auszuschliessen. 



Memoire von Weimann und Copes an die Generalstaaten. 

Dat. Haag 25. Jan. 1658. 

Ihre Deputirten haben ihnen die Resolution vom 8. am 10. mitgetheilt. 25. Jan. 
Sie haben dem Wunsch nach Mittheilung des von Brandenburg mit Polen 
geschlossenen Vertrages ohne Bedenken gewillfahrt und denselben vorge- 
lesen, lieber den zweiten Punct sind sie nicht instruirt gewesen, haben 
also nähere Bezeichnung der Intention der Generalstaaten verlangt, um 
ihrem Herrn zu berichten, aber einstweilen doch erklärt, dass der Kurfürst 
nichts lieber sehe, als die Versöhnung der nordischen Kronen und die Ver- 
hütung fernerer Diiferenzen. Seitdem warten sie nun auf jene genauere Re- 
solution; da aber unter den gegenwärtigen Zeit Verhältnissen Eile nöthig sei, 
damit nicht ein Theil gezwungen werde, ohne Mittheilung an den anderen 
Schritte zu thun, so bitten sie um schleunige Erklärung der Generalstaaten, 
namentlich auch darüber, ob sie den Vertrag mit Polen garantiren wollen. 

Instruction flir den aussejordentlichen Gesandten der Gene- 
ralstaaten an den Kurfürsten von Brandenburg, Johan Ys- 
brandts, Hovelingh op ßuijgewaert *). Dat. Haag 9. Febr. 1658. 

[BeglfickwÜDSchung wegen des Friedens mit Polen. Nothwendigkeit, auch zwischen 
Schweden und Dänemark Frieden auf dem atatus quo ante herzustellen. Bereitwillig- 
keit, sich im Fall des Misslingens mit Brandenburg über fernere Massregeln zu ver- 
ständigen.] 

Soll sieh sofort an den Hof des Kurfürsten begeben, ihn ihres Wohl- 9. Fehr. 
wollens und ihrer Affection für seine Person und sein Haus versichern, ihn 



') Die Gesandten in Preussen hatten heim König von Scliweden vergebliche Ver- 
suche gemacht, den Frieden mit Dänemark aufrechtzuerhalten. Karl Gustav verlangte 
vielmehr von den Staaten Ratification des Elbinger Tractats und auf Grund dessel- 
ben Beistand gegen Dänemark. Hierauf wurden die Verhandlungen abgebrochen und 
die Gesandtschaft aufgelöst: Huijbert kehrte im Januar nach Hause' zurück, 
V. Dorp folgte dem König nach Wismar, Ysbrandts ging nach Berlin. Aitzema 
IV. 256. Wicquefort H. 506. 

Mater, zur Gesch. d. Gr. KurfQrsten. 111. 8 



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-j J4 ^' ^^^ nordiscbe Krieg. 

wegen des Friedens mit Polen beglückwünschen met verclaringe, dat H. 
H. M. met bijsondere aengenaemheijt vernomen hebben, dat S. C. D. 
wederom in goede poincten van confidentie met den hoochstgem. Co- 
ninck ende 't rijck van Poolen gebracht is, verhoopende dat daer door 
de gemeene Interessen van desen Staedt ende van S. C. D. des te 
beter ende bequamer gevordeii; ende bereijckt sullen connen werden, 
ende daer naer voordragen: 

Dat H. H. M. haer de bevorderinge van de voorsz. gemeene In- 
teressen van desen Staet ende van ö. C. D. ten hooghsten laten ter 
herten gaen ende van- desselflfs zijde van gelijcken vertrouwen ende 
verpachten. 

Ende dat dienvolgens H. H., M. altijts geoordeelt hebben ende 
alsnoch oordeelen een van de essentieelste poincten van 't voorsz. ge- 
meene Interesse te wesen, dat Ae strijdende machten in 't Noorden ten 
spoedighsten bevredight ende bij gevolge de commercie ende navigatie 
op de üostzee buijten alle gevaer gestelt sijnde deselve wederonune 
met behoorlijcke securiteijt gedreven möge werden. 

Dat H. H. M. daeromme ende tot bereijckinge van soodanigen 
Üoghmerck goet^evonden hebben, dat van wegen desen Staet alsnoch 
alle mogelijcke ende efficacieuse debvoiren ende officien sullen werden 
aengewent ende in 't werck gestelt tot nederlegginge van de onlusten 
tuschen de Coningen van öweden ende Denemarcken onlanghs opge- 
resen, in sulcker voegen, dat conform H. H. M. resolutien van den 
15. October ende 13. December beijde lestleden bij succes van dien 
oock bij gevolge de langhgewenste rüste ende vrede in Polen ende 
Pruijssen gevonden ende herstelt ende sulcx eene generale vrede in 
de voorsz. gewesten, is *t doenlijck, getroffen moghe werden; ende 
specialijck dat de Heeren Ambassadeurs ofte andere Ministers van desen 
Staet, die tot executie ende bevorderinge van 't geene voorsz. is, geem- 
ploijeert werden, tot naeder openinge van 't selve H. H. M. ooghmerck 
ontrent het werck van de voorsz. bevredinge bij speciael aenschrijvens 
is bekent gemaeckt, dat H. H. M. achten de promptste ende appa- 
rentste uijtcomste uijt den voorsz. Oorlogh verhoopt ende verw^acht te 
connen werden, dat de hooghstgem. Coningen hoe eerder hoe beter 
mögen werden gedisponeert tot verkiesilige van plaetse ende prefixie 
van tijt van bijeencomste, om aldaer een crachtige aenraedinge van 
desen Staet mitsgaders van de andere geallieerden ende naegebueren 
des goetvindende aen de hooghstgem. Coningen van Sweden ende 
Danemarcken te doen*, omme bij provisie alles te herstellen ende te 
laten in soodanigen Staet, alst voor date van den voorschreven ont- 



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Die Staaten laden d. Kurixlrsten zu gemeinsamen ScBritten fSr d. Frieden ein. |;(5 

staenen Oorlogh is geweest, ende sulcx reciproquelijck te evacueren 
ende restitueren de landen, steden, fortressen ende plaetsen geduij- 
rende denselben Oorlogh op elckanderen ingenomen ende verovert, 
met eene vaste belofte van wederzijts te sullen onderhouden ende naer- 
comen de Traetaten in den Jaere 1645 tot Bromsebro gemaeckt'), daer 
van H. H. M. ten selven tijde oock ten deelen de mainctenue ende gua- 
rantie belooft hebben, ende, vervolgens daerop de wapenen nedergeleijt 
wesende, wijders in der minne ende met interventie van wederzijts 
geallieerden te laten vereffenen de particuliere gravamina, die d' een 
oflf d* ander ofte oock beijde souden mögen willen inbrengen, *t sij over 
non observantie ende contraventie van de voorsz. Traetaten, t* zij an- 
dersints; Ende voor soo veel belanght de diflferenten tusschen de Co- 
ningen van Sweden ende ^Polen openstaende, dat deselve mögen wer- 
den getermineert ende ter nedergelegbt op den voet ende in manieren 
als breder staet geexpresseert in bet 2. 3. 4. 5. ende 6. articulen van 
seeckere memorie bij H. H. M. den 18. November 1656 geaiTCsteei-t 
ende de voorgemelte Heeren Ambassadeurs van desen Staet doenmaels 
toegesonden'). 

Wijders daer bij voegende, dat H. H. M. besieh sijn, omme haere 
gedachten te laten gaen op 't geene tot bereijckinge van 't voorsz. 
ooghmerck verders geresolveert ende in 't werck gesteh soude dienen 
te werden'), bij soo verre de niste ende tranquilliteijt in ende omtrent 
de Oostzee door de voorgeroerde aen te wenden officien ('t gunt Godt 
verhoede) niet soude connen werden geconsequeert. 

Ende sal den voorn. Heere extrs. Ambassadeur nae de voorsz. ge- 
daene ouverture den hoochgem. Heere Churfurst uijt den naem ende van 
wegen H. H. M. versoecken, dat deselve sich in 't geene voorsz. is, met 
H. H. M. gelieve te conformeren ende sulcx mede met allen ernst ende 
vigueur het sijne te contribueren, omme de voorgeroerde bevredinge 
effectivelgck uijt te wercken, met verseeckeringe, dat H. H. M. in sulcken 
gevalle bereijt sullen wesen, omme tot naeder becrachtinge van soo- 
daenigh voornemen met S. C. D. te adjusteren soodanige poincteu; 



') Friede zwischen Schweden und Dänemark, abgeschlossen am 13. Aug. 1645 
SU Bromsebro, den die Staaten garantirt hatten. Aitzema III. 15 ff. 
' «) Aitzema III. 1287. 

') Holland hatte eigentlich beschlossen zu beantragen, dass dem KnrfKirsten auch 
der Entscbluss des Staats mitgetheilt werde, im Fall die Friedens Vermittlung ohne 
Erfolg bleibe, Dänemark mit aller Macht unterstützen zu wollen. 28. Jan. Sccr. 
Resol. 1. 584. 

8* 



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^'iß . 11- ^^^ nordische Krieg. 

als tot wederzijts gerustheijt ende tot beter uijtv^oeringe van 't geene 
voorsz. is, sullen connen dienen. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 16. März 1658. 

[Freundliche Aufnahme seines Anbringen». Eifer des Kurfürsten für die Interessen 
der Niederlande. Friedensyerhandlungen ku Braunsberg.] 

16. Mttrz. Er hat den Inhalt seiner Instruction dein Kurfürsten selbst, dann sei- 

nen Käthen Schwerin, Ho verbeck und Somnitz vorgetragen*). Ge- 
malte Heeren hebben daerop uijt den name van S. C. D. met veele 
ende significante expressien betuijght de aengenaemheijt van H. H. M. 
besendinghe ende particulierlijck het contentement, 't weick S. C. D. 
geschept hadde uijt de congratulatie , die H. H. M. hadden believen 
te laten doen over de Vrede onlanghs tusBchen Sijn Majt ende de 
Croon Poolen ende S. C. D. opgerichtet, verclarende, dat gelijck S. 
C. D. altoos een Sonderlinge estinie ende vertrouwen op de goede 
vrientschap ende correspondentie met H. H. M. gehadt ende een par- 
ticuliere reflectie op H. H. M. inclinatie geniaeckt hadde, S. C. D. ooek 
tot het ßluijten van de voorsz. Vrede onder veel praegnante redenen 
voornaemelijck bewogen ende geporteert was geworden door de ge- 
negentheijt, die ö. C. D. van langer hant in H. H. M. hadde gespeurt, 
om hem met Sijn Majt ende de Croon Polen te sien herstelt in goede 
pointen van Confidentie; dat ö. C. D. met geen minder angenaemheijt 
hadde opgenomen H. H. M. cordiale betuijginge van H. H. M. gene- 
gentheijt, om neffens de Interessen van den Staet van Nederlant oock 
te willen behertigen die van S. C. D. ; dat S. C. D. visees ende intentie 
noit anders gestreckt hadden als tot Vrede, ende alsnoch ^een ander 
ooghmerck ofte begeerte hadde, als allesints de gewenschte rüste ende 
tranquilliteijt te sien herstelt; dat het daerom ö. C. D. ten hooghsten 
aengenaem was, dat Sijne intentieu ende raetslagen soo wel met die 
van H. H. M. overeen quamen, ende daerom geerne met H. H. M. ge- 
meenen raet plegen wilde, om alles tot het voorsz. g^ewenschte oogh- 
merck ende tot hantliavinge van de gemeene Interessen te dirigeren, 
waer over S. C. D. genegen was in volgende conferentien met mij 
te doen concerteren; dat over 't gene bij mij geproponeert was, met 
rijpen raede gedelibereert soude worden, edoch naedemael alle de in- 
gecomene advisen eenhellich raedebrachten, dat tusschen beijde Noor- 



*) Seine Ankunft in Berlin und seine Audienzen beim Kurfürsten, der Karfürstin 
und den Ministern berichtete Ysbrandts ausführliofa an die Qeneralstaaten. Das 
Schreiben ist fast wörtlich abgedruckt bei Aitsema IV. 257. 



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Der Kurfürst ist daza geneigt. VersammluDg zu Braunsberg. 117 

der Croonen separatelijck gehandelt was *), dat S. C. D. begeerich was, 
uijt mij te verneemen, wat reflectie dienthalven bij H. H. M. genomen 
wierde ten regarde van de Vredehandelinge in Polen, ende off H. H. 
M. alnoch bleven van deselve'consideratien, als bij niij diesaengaende 
ende ten reguard van de generale Vredehandelinge gededueeert wae- 
ren. Ick hebbe daerop geantwoort, dat de tijdingen van *t gepasseerde 
in Denemarck met alle particulariteijten ongetweijffelt H. H. M. albereijt 
door derselver Ministers bekent souden sijn gemaeckt, ende dat ick 
daerom redden hadde te gelooven met den eersten van derselver naeder 
intentie geinstrueert te suUen worden, welcke ordres ick H. H. M. on- 
derdanigh versoeck, dat mij op 't spoedighste toegesonden mögen werden. 
Men hout hier voor seker, dat de Tractaten raeckende de praeli- 
minaria van den Vreede tusschen Sweden ende Polen tot Braunsbergh, 
800 niet op den gepraefigeerden dagh, dewelcke den 20. van dese 
maendt is, ten minsten korts daeraen suUen äengevangen werden, ende 
heeft S. C. D. ende de Heeren desselffs Commissarien mij gevraeght, 
off niemant van wegen U. H. M. tot noch toe ordre hadde sigh mede 
aldaer te vinden. Van den Heere Churfurst is daertoe gelast de Prince 
Radzevil, waerbij sigh van hier sal vervoegen de Heere Geheime 
Kaedt Overbeeck; van wegen Polen is daertoe gecommitteert de 
Heer Lesczinski, Woywoda van Posen, ende van Sijne Majt van 
Sweden de Graven Magnus de la Gardie, Benedict Oxenstiern, 
Slippenbach ende de President Guide nclaeu, welcke beijde laeste 
geseijt werden met den Heere Fransche Ambassadeur de Lombres 
alreede daerwaerts vertrocken ende tot Stettin gearriveert te sijn. 

Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 26. März 1658. 

[Truppenbewegungen in Pommern. Der Kurfflrst entschlossen, nur seine Lande zu 
schützen, nicht anzugreifen. Hoffnung auf Frieden.] 

Men heeft hier tijdinge, dat dagelijck verscheijde Regimenten te26. Mttrz. 
voet ende te paerde uijt Holsteijn ende Jutlandt na Pomeren aenko- 
men ende in de Guarnisoenen aldaer werden verdeelt, ende dat daer- 
tegens de Oostenrijcksche ende Poolsche Volckeren sigh versamelen 
ende alreede in aentocht sijn, om tegens den 1. April gesamentlijck in 
het Sweetsche Pomeren in te marcheren. De beere Churfurst doet 
sijne trouppes mede bij malekanderen trecken ende haeren marsch na 
Achter-Pomeren nemen ende tot Stargard ende Colbergh een conside- 
rabel gros van deselve logeren, waerop verscheide speculatien vallen, 



*) Am 26. Febr. war unter Vermittlung des franz. und des engl. Gesandten zwi- 
schen Schweden und Dänemark der Friede von Koeskilde geschlossen worden. 



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J-jg IL Der nordische Krieg. 

eenighe als off dit geschieden, om haer met de bovengenoemde Vol- 
ckeren te conjungeren, andere, dat in gevolghe van het Tractaet on- 
lancx met Polen opgericht S. C. D. den Coninck van Sweden den paa 
door Sijne Landen na Pruijssen ofte Polen soude willen verhinderen. 
Doch heeft mij S. C. D. selfs geseijt, dat alleenlick sigh in postuir 
wilde stellen, om Sijne Landen tegens alle onverhoopte overval te 
kunnen beschermen, ende dat van Sijne sijde eerst geen offensie aen 
iemant soude trachten te geven, oock sich met Sijne Armee soodanich 
setten, om van de voorss. Poolsche ende Oostenrijcksche niet affge- 
sneden te worden, maer in cas van noot sigh met deselve gevoegh- 
lijck te connen conjungeren. Ick vinde bij dese conjuncture mij seer 
verlegen, door dien ick gedestitueert ben van de noodige instructie, 
waeruijt de goede intentie van H. H. M. ontrent dit werck mij soude 
kunnen bewust sijn, doch hebbe evenwel in particuliere visiten bij de 
Heeren, dewelcke de principaelste directie v^n de affaires aen dit 
Hoff TS toevertrouwt, mij soo verre uijtgelaten, dat ick niet twijffelde, 
off H. H. M. souden door alle middelen trachten alle diffidentie tus- 
schen den Coninck van Sweden ende den Heere Churfurst soo veel 
mogelijck wegh te nemen ende daerdoor soecken te beletten, dat de- 
selve tot gene verdere verwijderinge mochte komen uijt te bersten, 
om het werck van den Vrede niet difficiler te maecken ende tot nieuwe 
engagementen occasie te geven. Gemelte Heeren hebben mij daerop 
geantwoort, sulcx van harten te wenschen, ende versekert, dat S. C. D. 
allenthalven noch soo verre buijten engagement was, om alles te kun- 
nen doen, wat de conservatie van Sijne Landen vereijschen ende Sijne 
Geallieerde hem souden raden. Van Stettin wert bericht, dat de Grave 
Slippenbj^ch per Poste van daer na Polen soude sijn vertrocken, 
waeruijt alhier eenige suspicie van subite handelinge wert getrocken, 
aengesien de groote inclinatie, die aen de Poolsche sijde tot de Vrede 
met Sweden wert getoont. 



Memorial der brandenburgischen Minister an die General- 
staaten. Dat. Haag 26. März 1658. 

26. MHrz. In einer früheren Audienz hätten sie bereits auf Erweiterung und Ver- 

stärkung der Allianz von 1655 angetragen. In einer Conferenz mit ihren 
Deputirten hätten sie das mündlich ausgeführt und thäten es nun schrift- 
lieh: Diese Erweiterung soll nur zu besserer gegenseitiger Vertheidigung, 
Beschwichtigung der täglich steigenden Kriegsunruhen und Herstellung des 
Friedens dienen. Dazu gebe die alte Allianz nicht ordentliche, hinreichend 
kräftige Mittel an die Hand. Wie des Kurfürsten, so könnten auch des 



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Der Kurfürst wird sich nur vertheidigen. Erweiterung der Allianz. Blondel. 1 1 Q 

Staates Lande thätlieh angegriffen werden. Der Kurfürst schlage demnach 
vor: 1) Dass die Allianz sich erstrecke auf die ganze Ausdehnung der bei- 
den Staaten ohne Ausnahme eines Landes oder Provinz. 2) Dass sie auf 
mehr Jahre abgeschlossen werde. 3) Dass die Höhe und Zahl der ausser- 
ordentlichen Hilfe und die Bedingungen der gegenseitigen Hilfeleistung ge- 
nauer ausgedrückt werden. 4) Diese soll sofort eintreten und nicht auf- 
hören, bis beide Staaten von Gewalt befreit und durch einen allgemeinen 
Frieden in Sicherheit gebracht sind. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 2. April 1658. 

[Bcmfihungen Blenders für Schweden und gegen Oestreich. Der Congress zu Braans- 
berg verschoben. Bradshaw.] 

De Heer Ongarische Affgesandter ') bevind sich noch alhier ende 2. Apr. 
beeft tot nu toe sijn expeditie niet becoomen. Ick hebbe geen gele- 
gentheijt willen nemen, hem te spreecken, om dat hij volgens gewoonte 
sijn comste geduerende sijn aeuwesen alhier aen mij niet heeft doen 
ootificeren. Mr Blondel'), fransche Minister, doet aen dit Hoff (soo 
ick bericht worde) groote devoiren, om die van den gemelten Heer 
vruchteloos te doen uijtvallen ende te beletten, dat raen van nieuws 
mettet Huijs Oostenrijck gene jnieuwe engagementen mochte aengaen, 
maer veel eer sigh degageren van de gene, die daer alreede souden 
mögen sijn; deselve doet alhier mede seer hooghe protestatien van de 
genegentheijt van den Coninck van Sweden, om met S. C. D. in goet 
verstant ende vrinschap te blijven, «nde presenteert, dat de Coninck 
sijn Meester alles sal helpen guaranderen, wat tusschen Sijne Majt ende 
hooghged. S. C. D. soude mögen werden gehandelt. 

De Graeff Slippenbach is, soo ick verneem, na Polen noch niet 
vertrocken, maer alleenlick naer Straelsondt op sijne goederen. Uijt 
Polen wert geschreven, dat de Poolsche Heeren Commissarien tot de 
Vredehandelinghe gedestineert haer mede beswaerlijck voor Paeschen 
ter bestemder plaetse sullen kunnen vervoegen. De Grootvorst van 
MoBCOvien soude groote inclinatie toonen, om met den Coninck van 
Sweden te tracteren, 't welck te meer apparentie schijnt te hebben, 
om dat Bradskau, Envoye van S. H. de Heer Protector, na Mosco- 
vien affgesonden ende uijt Courlandt wederom te rugge gekomen sijnde, 
om dat men hem in der Moscau niet wilde admittereu, door expresse 
brieven, van wegen den Grootvorst tot Dansicq aengekomen, wert ver- 
socht daerwaerts te willen keeren ende sijne Commissie aenbrengen; 



•) Frhr. t. Fernamont. 

«) Vgl. über ihn Urk. u. Actcust. II. 117 ff. und 159. 



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J20 ^^" ^®^ nordische Krieg. 

doch de particulariteijten hiervan suUen H. H. M. ontwijflfelijck door 
derselver Minister tot Dansick nader hebben vernomen. 

De Heere Churforst heeft geresolveert deese Staedt te laten forti- 
ficeren, waertoe dagelijck alle nootwendighc preparatien werden ge- 
raaeckt, om het werck met ernst te bevorderen ende in körten te kun- 
nen voltrecken. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 13. April 1658. 

[Günsiige Aufualime der Resolution vom 29. MArz. Stand der Friedenstractaten zwi- 
schen Polen und Schweden. Missliche Lage des Kurfürsten.] 

13. Apr. Voorgisteren heb ick audientie gehadt bij den Heere Churfiirst ende 

in deselve ö. C. D. voorgedragen den inhout van H. H. M. resolutie 
van den- 29. Martij lestleden *). S. C. D. toonde een groot vergenoe- 
gen, dat H. H. M. soo spoedigk hadden believen te resolveren, om 
door jemant haeren 't wegen de directie van soo importanten werck 
te helpen bijwoonen; principalijck over de verseeckeringe, die ick uijt 
naem van H. H. M. dade, dat ick gelast was met de Ministers van S. 
C. 1). in confidentie te comniuniceren ende alle efficacieuse devoiren 
aen te wenden tot bevorderinge van de gemeene Interessen ende van 
eene goede Vrede; wenschende dat Godt Almachtigh sijn segen aen 
de heijlsame intentien van H. H. M. wilde verleeuen ende dat mijn 
gelegentheijt mochte sijn, hoe eer hoe liever de executie van H. H. M. 
goede meeninge ende beveelen in *t werck te stellen. Waerop als ick 
repliceerde, dat ick volgens H. H. M. ordres gemeijnt was, ten spoe- 
dighsten te vertrecken, als daer door eenige bevorderinge aen de Vre- 
dehandelinge toegebracht conde worden, ende versochte, dat S. C. D. 
mij communicatie van den eijgeutlijcken toestant der voorss. hande- 
linge wilde laten toecomen, voeghde S. C. D. tot antwoort, dat de 
brieven aen hem, de Heer Overbeck ende de Secretaris van de Pool- 
sche Ambassade huijdeu uijt Posna van het Poolsche Hoff aengecomen 
medebrachten het arrivement van Mr de Lumbres, Amb. vanVranckrijck, 
ende dat den eijgentlijcken dach van de bijeencomste noch niet gear- 
resteert ende aen Poolsche sijde noch seer geurgeert wierde, dat Franck- 
fort aen de Oder voor Braunsbergh tot een handelplaetse vercooren 
mochte werden; Dat oock over de titulen ende passepoorten voor de 
Heeren Sweetsche Plenipotentiarissen te depescheren verscheijde diffi- 



^) Bei Aitzema IV. 258. Yshrandta wurde durch dieselbe angewiesen, sich 
zu den Friedensverhandlungen zwischen Polen und Schweden nach Braunsberg zu 
begeben. 



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Friedensverbaiidlungen bu BranuBbcrg. Bedrängte Lage de» Kurfürsten. -] 2 | 

oulteijten sich openbaerden, ende dat de Heeren Oosterijckschc Aflfge- 
santen tegeus het accepteren van de Mediatie van Vrauckrijck seer 
ijverich arbeijden ende protesteerden, 't welck soo verre gingh, dat 
albereijts voorslagen waren gedaen, om het Churf. Collegie ende spe- 
cialijck daeruijt de beeren Churfursten van Meijnts ende Saxen tot 
Mediateurs in plaetse van Vranckrijck te versoecken; Dat mede gewis 
was, dat de Polen ende Ooctenrijckers binnen 14 daegen nae Pomeren 
wilden marcheren.^ S. C. D. betoonde eenige beconuneringe over de 
voorss. advertentien *) ende oordeelde, dat mijne presentie aen het 
Poolsche Hoff tot wechneminge van de voorn. difficulteijten seer voor- 
deeligh ende noodigh soude sijn, om dat S. C. D. wel bevvust was, 
dat men aen het Poolsche Hoff veel soude defereren aen de raetsla- 
gen, dewelcke haer wegen H. H. M. voorgebracht souden worden. Ick 
hebbe, bespeurende de inclinatie van hooghgem. S. C. D., onder oot- 
nioedige correctie van H. H. M. tot bevorderinge van de Vredehandelinge 
dienstich ende conform H. H. M. intentie geacht, de voorn. reijse na het 
Poolsche Hoff te ondernemen, in consideratie dat nae de voorgeroerde 
advijsen genoeghsam alle de praeliminaire poincten noch ongeadju- 
steert schijnen te sijn, ende te besorgen staet, dat geduirende de dis- 
puten over het accepteren van de Mediatie van Vranckrijck niemant 
anders tegenwoordich sijnde ofte het officie van Mediateur becledende 
de geheele handelinge fluctueren ende reculeren mochte. Gisteren sijn 
de Heeren geheijme Raedt Overbecq ende Generael Spar van we- 
gen S. C. D. na het Poolsche Hoff vertrocken. 



van Dorp an den Griffier. Dat. Wismar 30. Mai 1658. 

[Zusanimen treffen mit Schwerin und Weimann in Rehna. Des Kurfüi-sleii Heer.] 

Ist am Dienstag von Hamburg hier eingetroffen. 30. Mai. 

Onderweghen op mijne voijage hebbe ick bejegent d' Heeren Baron 
öwerijn ende Weijman, passerende door de Stadt Kheen*), ende 
verstonde uijt de gem. Heer Weijman, dat sijne Ed. neveus de gem. 
Heer Baron öwerijn affgesonden waren van ö. C. D., om haer als 
extraord. Amb. te vervoeghen na den Coningh van Öweden, ende dat 
»ij haer souden beraden, wat wech haer Ed. souden verkiesen, om op 



*) Ueber die missliche Lage des Kurfürsten zTvischcn Schweden und Oestreich 
vgl. das Schreiben van Dorp^s an de Witt, Brieven V. .^46. 

*) Rhena zwischen Ltibeck und Schwerin. — Die beiden brandenburgischen Ge- 
sandten reisten xa einer persönlichen Zusammenkunft mit Karl Gustav nach Hol- 
stein, deren Verlauf einen völligen Bruch beschleunigte. Tbeatrum Europ. VIII. 722 
(Bericht ßchwerin's u. Weimann's). Pufendorf VII. 56. 



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J22 ^^' ^^^ nordische Krieg. 

't spoedighste deselve reijse aflf te legghen, doch dat van nooden had- 
den alvorens te spreken met den Vorst van Mekelenburgh van Swerijn 
sich doenmal bevindende tot Schouenburgh *), gelegen op de distantie 
van een mijU van de geseijde Stadt Rheen. De discourgsen, soo als 
wij onderlinghe en passant hebben gehouden, waren meest betreflfende 
den toedracht van saken omtrent den Poolschen vrede, de diffidentie 
op de zijde van den Coningh ende 't Rijck Polen nopende de rechte 
meeninge van den Coningh van Sweden tot de geseijde Vrede, voor- 
namelijck op 't Poinct van de evacuatie, ende wijders, wat debvoiren 
souden connen toegebracht worden, om die difüculteijt soo aen d' een 
als d' ander zijde wech te nemen. S. Ed. verhaelde mij mede, dat 
het Churf. Collegie tot Franckfurt aen den Coningh van Sweden hadde 
geschreven in substantie versouckende ende Sijne Majt aenmanende, 
dat sijne Wapenen niet wilde op den Rijcxbodem laten advanceren 
ende oorsaeck geven tot de onheijlen, die daer uijt stonden te ver- 
wachten. S. C. D. hadde sijn Leger exactelijck doen monsteren ende 
bevonde, dat desselflfs Cavaillerije sterck was over de 11,000 Man, 
ende sprack S. Ed. wijders considerabel van de Poolsche ende Oosten- 
ricksche Volckeren. Oock verneme Ick alhier, dat men het leger van 
S. C. D. begroot op 20,000 Man ende dat het selve sich ter neder 
steh tot Ulne ende Czarnkow') tusschen de Rivieren de Netes ende 
de Warta, staende de Oostenrijcksche noch tot Meseritz. 



Ysbrandts an die Generalstaaten. Dat. Ragotzno 2. Juni 1658 '). 

2. Juni. Morstein*) und Goltz*) sind hier angekommen und haben berichtet, 

dass Brandenburg im deutschen Reich nichts Offensives zu beginnen, die 
Verträge mit Polen einzuhalten beabsichtige und den Marsch Schwedens 
durch Ostpreussen nach Polen verhindern werde, zu welchem Ende es 
Schwerin an Karl Gustav geschickt. Im Uebrigen bemüht sich der 
brandenburgische Gesandte sehr um den Frieden und sucht eifrigst die Hin- 
dernisse hinwegzuräumen, die der Ankunft der schwedischen Gesandten bei 
den Friedensverhandlungen entgegenstehen. 



') Schönberg im Ratzeburgischen. 

') Uszcz und Czarnickau an der Netze. 

') Ucber seine Ankunft am polnischen Hof in Posen, seine Audienz und die Ver- 
handlungen daselbst 8. Aitzeraa IV. 259 — 261. 

*) Job. Andreas Morsztyn, Gesandter Polens an den Kurfürsten. Aitzema 
IV. 259. 

^) Joachim Rüdiger v. d. Goltz, Generalmiyor , vom Kurfürsten zur Beför- 
derung des polnisch-schwedischen Friedens abgesandt. Pufendorf VU. 50. 



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Schweden und Brandenburg. Des Kurfürsten Heer. 123 

van* Dorp an den Griffier. Dat. Wismar 3. Juni 1658. 

Er habe vernommen, „dat de beeren Amb. van Chur- Brandenburg in S.Juni, 
mandatis hebben, een seeekere somme den Coninck van Sweden aen te bie- 
den, om den selvigen te disponeren tot abandonuemente van Pruijssen onder 
^arant van Ghurf. van Brandeuburch; sich voor de prestatie van dien in- 
stellende. Myn autheur, die sulcx uyt de mout van Churf. van Branden- 
bnrch heeft verstaen, vont sich by belofte geengageert deselve somme niet 
te openbaeren, maer heeft mij geseijt van die gewicht te sijn, dat contente- • 
ment aen Coninck van Sweden behoorde te geven'' *). 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Circhowa 23. Juni 1658. 

Da die Königin von Polen beabsichtige, vor dem bevorstehenden Reichs- 23. Juni. 
tag (10. Juli) nach Berlin zum Kurfürsten zu reisen, so habe er beschlossen 
sie zu begleiten, um mit dem Kurfürsten über den Frieden mit Schweden 
zu conferiren und etwas über die schwedischen Intentionen zu erfahren. Er 
werde dann mit der Königin zum Reichstag zurückkehren. 



Ysbrandts an die Generalstaaten. Dat. Berlin 13. Juli 1658*). 

Vorgestern haben die Gesandten des in Frankfurt a. M. versammelten 13. Juli, 
kurfürstlichen Collegiums') Audienz beim Kurfürsten gehabt und ihm pro- 
ponirt: 1) Beschleunigung des Friedens mit Schweden; 2) Anbietung der 
Vermittlung der Kurfürsten bei diesem Frieden; 3) Abschluss eines Waf- 
fenstillstandes. Letzteres habe der Kurfürst abgelehnt, weil seine Laude 
sonst die Kriegskosten nie los würden. Die Vermittlung habe er angenom- 
men und zugleich auf die Garantie seiner Lande hingewiesen, zu der das 
Reich in diesem Fall verpflichtet sei. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 21. Juli 1658. 

[Will sam König von Schweden reisen. Der Knrfflrst zieht seine Truppen zusam- 
men, wird aber keinen Angriff machen.] 

Op de advertentie dat S. Majt van Sweden apparentelijck haest 21 Juli. 
na Wismar sal comen, stae ick in beraedt morgen mede derwaerts te 
vertrecken, op hoope om bij S. Majt noch iets tot bevorderinge van 
de Vrede te connen uijtwercken, onaengesien dat M^egens het rapport 
van de Heeren Ceurv. Brandenburghsche Amb. geen groote hoope 
daertoe schijnt te wesen, immers weinich apparentie om deselve te 



') Es waren 5 Mill. Kthlr. , die Schweden vei langte, wie Schlippenbach an 
Schwerin mitgetheilt hatte. Aitzema IV. 2G1. 

*) Von einem Schreiben Ysbrandts* vom 2. Juli ans Berlin befindet sich ein 
Aussag Urk u. Actenst. H. 172 n. 4. 

') Vgl. über dieselben Pufendorf VU. Gl. Londorp Acta Publica VIII. 345. 



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J24 ^^' ^^^ nordische Krieg. 

obtineren conform de intentie van H. H. M. vervattet in de bewuste 
memorie van den 18. November 165G'), alsoo bij hooghged. S. Majt nu 
niet meer genegentbeijt soude sijn, om sijne conquesten in Pruijssen 
voor eene pecuniaire satisfactie te quiteren. Op de tijdinge, dat de 
Sweetsche Arm^e ordre hadde te raarcheren, beeft S. C. D. aen sijne 
troupes in Halberstadt ende andere affgelegene plaetsen gelastet, sieb 
herwärts te begeven, connende alle de resterende in 3 a 4 dagen bij- 
eengetrocken ende raet de Oostenrijckse ende Pqolsche geconjungeert 
worden. Hooghgem. S. C. D. heeft mij versocht, H. H. M. te willen 
versekern, dat hij ongeerne tot desen gedreijghden Oorlogh comt ende 
niet gemeint is äff te laten van sijn eerste voornemen, om de saecken 
tot een goede Vreede te dirigeren, noch gene genegentheijt heeft, om 
eerst eenige offensie te beginfnen, maer alleenlijck om op eene vigou- 
reuse defensie van sijn landen ende onderdanen bedacht te sijn, son- 
der eenige conquesten ofte andere advantage te pretenderen, wat 
succes Godt Almachtich oock aen Sijne Wapenen soude mögen ver- 
leenen. 

van Dorp an den Griffier. Dat. Oldesloh 29. Juli 1658. 

[Der Konig von Schweden will sich an Brandenburg rächen. Neuer englischer Ge- 
sandter. Beschwerde des Königs über Beuningen.] 

29. Juli. Het onthael soo als mij van S. Majt bejegente ten respecte van 

H. H. M'), is allenthalven seer beleeft, ende reitereert S. Majt bij alle 
Propoosten sijne goede genegentheijt, om met H. H. M. te treden in 
volcomene vriendschap ende vertrouwtheijt. Blijft echter bedenckelijck 
spreeken omtrent den uijtslagh van de Resolutie, die H. H. M. mochte 
komen te nemen over den Staet van sijne tegenwoordighe saecken van 
Oorlogh. Ende hoewel Ick S. Majt voor hebbe gedraghen, dat sich 
niet beter konde verseeckeren van de oprechte genegentheijt van H. 
H. M. als door het uijtterlijck voltrecken van de Tractaten'), oock 
mede dat in consideratie van de inclusie van den Heer Churfurst van 
Brandenburgh in deselvige Tractaten een goede occasie soude geven 
tot een vrede ende herstellinge van de vriendschap met hooghstgem. 



») Aitzema HI. 1288. 

') V. Dorp war, obwohl er aus Unterredungen mit Bchli ppenbach zu Wis- 
mar und Flensburg entnommen hatte, dass Karl Gustav den Krieg wollte (vgl. 
hierüber seine bei Aitzema IV. 261 — 263 abgedruckten Berichte), ihm dennoch zu 
einem letzten Vermittlungsversuche nachgereist. 

') Nämlich den Elbinger Handelsvertrag vom 11. Sept. 1656, der noch immer 
nicht ratificirt war. 




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Karl Gustar will siob am Kurfürsten rächen; beHcliwert sich über v. Beaningen. |25 

S. C. D., mercke Ick nochtans aengaende het laetste, dat S. Majt liever 
wlde sijn Fortuyn versoecken, omme sich te wreken over de proceduiren 
ende ongefondeerde vijandschap hem van S. C. D. aengedaen (soo als S. 
Majt deselve noemt), als door de gemelte inclusie ultro en daerom 
tegens sijne reputatie eenTrede te oflFereren, behalven dat sich meijnt 
in hazard te sullen stellen, dat sulcx uiet en soude worden aengenomen. 
Ende gebruijckt S. Majt oock ten respecte van de Stadt Dantzigh ge- 
lijcke redenen. 

Heden is vertrocken de Heer Jepson, Engeische Envoyö, ende 
is hier in desselflfs plaetsche gecomen de Heer Meadouwe, dewelcke 
gelast is om sich te bemoeijen, om den vrede te vinden tusschen S. 
Majt ende S. C. D. van Brandenburgh, oock selver dies aengaende 
ouvertures ten wederzijden te doen, ende nae dat Ick verneme, is den 
gemelten Heer op sijne propositie daer over aen den Coningh gedaen 
bij S. Majt in substantie geantwoort, dat deselve oflF diergelijcke moste 
worden voorgehouden aen S. C. D., ende wanneer S. C. D. daer door 
sich gedisponeert vonde, dat verwachten soude wat aensoecke hem 
te yoren mochte komen, om alsdan te delibereren, waer toe sich hadde 
te resolveren. S. Majt onder verdere propoosten aengaende sijne dif- 
ferenten, die gehadt hadde met den Coningh van Denemarcken als 
oock die noch open stonden ende onvergeleken waeren, sprack um- 
bragieux omti*ent de Contredebvoiren *), die van weghen H. H. M. aen- 
gewent worden rakende het poinct van exclusie van alle vremde Oor- 
loghschepen uijt de Oostzee, even otf sulcx aengesien was tegen sijn 
competent dominium Maris Balthici, 't gene S. Majt allegeerden dat bij 
de Tractaten met H. H. M. opgerecht hem wort toegeschreven , ende 
overeenbraghte met sijn gesagh binnen sijne Havenen ende sijn Ri- 
vieren. Ich heb hier op geantwoort, dat H. H. M. meijninge niet was 
te empieteren op soodanich recht, voor soo veel het selve souden 
moghen erkent hebben S. Majt toe te komen; maer gemerckt H. H. M. 
Onderdanen seer considerable Commercie op de Oostzee dreven, dat H. 
H. M. haer sorge lieten gaen bij dese tegenwoordighe Tijden van Oor- 
logh, dewelcke sonder Godts verhoedinghe apparent was te verswaren^ 
voor de Conservatie ende veijlicheijt van dien. Doch scheue S. Majt te 
willen segghen, dat men sulcx op sijne sorghe moste laten aenkomen 
ende wel maghtich was te presteren de veijlicheijt van de Oostzee. 



*) Dies bezieht sich auf die Bemühungen van Beuningen^s, staatischen Ge- 
sandten in Kopenhagen, die Ausführung von Art. des Friedens von Roeskilde 
(26- Febr. 1658) zu verhindern. 



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■J26 ^^" ^^^ nordische Krieg. 

Ysbrandts an den Griffier. Dat. Berlin 20. Aug. 1658'). 

[Mittheilang über die FriedensbediDgungen Schwedens. Nothwendigkeit baldigen Frie- 
dens zwischen Polen und Schweden. Zustandekommen der Conferens darüber.] 

20. Äug. De Heere Churfurst heeft mij door den Heer Weijman commu- 
nicatie doen geven van 't gene de aenwesende keijserl. Gesandten al- 
hier in eene audientie aen S. C. D. hadde geproponeert ende geopen- 
baert, uamentlijck dat den Heere Biörenclau, Sueetsche AflFgesante 
tot Franckfort, de keijserl. Commissarien voorgedraegen ende verse- 
kert hadde van de genegentheijt des Koninghs in Sueden, om met S. 
Keijs. Majt niet alleene de opgeresene verschillen te vergelijcken, maer 
oock met deselve eene naeuwe alliantie opterichten, dewelcke strecken 
soude tot merckelijcke opnemen ofte avantagie van S. Keijs. Majt; dat 
deselve presentatie bij de Heeien keijserl. Commissarien gedeclineert 
was, om dat de verbonden met Polen ende Brandenburgh opgerichtet 
niet toelieten eenige separate handelinge, ende dat daerom S. Keijs. 
Majt buijten derselver Sijne Geallieerden kennisse ende consent tot 
geene tractaten soude verstaen; dat in deselve conferentie gem. Heer 
Biörenclau verclaert hadde, dat öijnen' Coningh met Polen geen 
Vreede soude maecken als tot satisfactie genietende Pruijssen, Samo- 
gitien ende Courlant; dat hij van den Keijser soude begeeren ophou- 
dinghe van alle hostiliteijt in Polen tegens hem aengevangen en da er 
beneffens cautie, dat diergelijcke Vijantelijckheden in het toecomende 
niet meer gepleecht souden worden; dat hij van de Heere Churvorst 
soude begeeren soodanige satisfactie, als hij Heer Biörenclau ge- 
pretendeert hadde bij seeckere memorie den 18. Julij bij hem tot Franck- 
furt overgegeven; welcke memorie in de Ceurv. Canceleij gesocht 
sijnde niet hadde connen gevonden worden, wordende niet te min ge- 
looft, dat in deselve niets particulierelijck S. C. D. raeckende vervattet 
moste sijn ofte dat audersints *t selve bij den Ceurv. Raedt wel gere- 
marqueert soude sijn geweest. Alle welcke propositien soo verre ver- 
schillende van 't gene men ons tot Wismar hadde geseijt*), jae *t selve 
contrarier^nde, S. C. D. goetgevonden hadde mij te doen communice- 
ren. Ick hebbe daerop geantwooii; met dancksegginge voor de eere 
van de communicatie ende niet te min gerepresenteert, dat ongetwijf- 



^) Ysbrandts war nach dem Besuch der Königin von Polen in Berlin Ende Juli 
nach Wismar gereist (s. oben p. 123) und hatte mit Karl Gustav und Schlippen- 
bach über die Bedingungen des Friedens mit Polen verhandelt. (Aitsema IV. 263.) 
Er kehrte nun nach Berlin zurück, um dann weiter nach Polen zu reisen. 

^) Dort hatte Karl Gustav nur Kurland und für Rückgabe Preussens 5 Mill. 
Rthlr. verlangt. Ebendas. 



\ 



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Uebermässige Forderangen Schwedens. 127 

feit S. C. D. ^net mij soude oordeeleu, dat 't gene de Sueetsche Minister 
tot Franckfurt nopende de begeerde satisfactie van den Coningh in Sue- 
den discourswijse geseijt hadde, niet in consideratie conde comen, ora 
te eleveren 't gene S. Majt op onse propositie nae rijpe deliberatie 
door Sijne Commissarien aen ons als mediateurs dies aengande hadde 
doen aenseggen ende ongetwijffelt gestant doen soude, sonder eeuige 
verdere conditieu te pretenderen, ten waere men door lange delibera- 
tien den voortganck van de bijeencomste ende van de Vredenstractaten 
traisneren ende daerdoor occasie geven wilde, dat door de successen 
van Waepenen ofte andersints het werck van wesen veranderen ende 
tot nieuwe deliberatien aenleijdinghe geven mochte. Ende aengaende 
de propositie van alliantie door den Heere Biörenclau aen de keijserl. 
Commissarien gedaen, dewelcke tot separate tractaten scheen te ten- 
deren, verhoopte ick dat S. C. D. daeruijt niet soude opnemen soo- 
daene diffidentie, als ick uijt de discourgien van den Heere Weijman 
meeude te verneenien, gelijck oflf den Coningh van öueden niet gesint 
was, oni met Poolen ende desselffs geallieerden gesaraentlijck te han- 
deleu, aengesien dat poinct al voor desen ende nu jonghst tot Wis- 
mar wederomme positive overgegeven was; maer dat ick ter contrario 
vertroude, dat S. C. D. soude oordeelen, dat van den Coningh van 
Sueden sijnde gedeclarcerde Vijant van Polen, tot dat de tractaten 
van Vrede eflFectivelijck geslooten souden sijn, niet anders te ver- 
wachten was, als dat hij ofte door openbaer geweit ofte door aflf- 
treckinge van eenige Geallieerden Sijn partije soude soecken te ver- 
swackeu ende alsoo een avantageuser Vrede voor sich te maecken. 
Ende alsoo ick niet twijffelde, otf aen de sijde van Polen wierden met 
reden diergelijcke raetslaegen ende desseinen gepractiseert, hoopte ick, 
dat men uijt *t gene voorss. geen pretext soude willen nemen, om de 
bijeencomste van wedersijts Commissarissen te declineren, maer veel 
eer deselve hoe eer hoe liever haeren voortganck doen gewinnen. 
Waertoe ick nochmael versochte, dat S. C. D. alle efficacieuse officien 
bij de Croon Polen soude believen aen te wenden, bcreijt sijnde om 
met gemeen concert te delibereren, op wat wijse men de difficulteij- 
ten, die sich daertegens souden mögen openbaren soo ten aensien van 
den Moscoviter als van den Keijser ten reguard van de Fransche me- 
diatie, tot allersijts contentement soude mögen weghnemen. 
Weimann verspricht, dies seinem Herrn zu referiren. 



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128 ^^' ^^^ nordische Krieg. 

Ysbrandts a. d. Hrn. Schulenborch '). Dat Berlin 27. Aug. 1658. 

[Berathschlagnngen am Hofe, was nach dem Ausbruch des neuen dänischen Krieges 
zu thun sei: ob man nach Preussen marschiren oder in der Mark bleiben und Dä- 
nemark ^u Hülfe kommen solle. Dänemark bittet dringend um Beistand. Der Kur^ 
fürst will wissen, was er von den Staaten an Unterstützung im bevorstehenden 
Kriege zu erwarten habe. Ysbrandts will den Bescheid der Staaten abwarten ] 

27. Aug. Weimann hat ihm gestern im Auftrag des Kurfürsten mitgetheilt, 

dass derselbe über die Ruptur zwischen Schweden und Dänemark ernst- 
liche Berathungen mit seinen Ministern gehalten habe, aber noch zu kei- 
nem ßeschluss gelangt sei und daher die Meinung der fremden Gesandten 
zu wissen wünsche, also auch die seinige (Ysbrandts'), 't welck S. CD. 
dies te meer van mij verwachte, om dat hij boven andere Potentaten 
gewoou was sijn meeste reflectie te nemen op de inclinatie van H. 
H. M., ende om dat hij oordeelde H. H. M. nefifens hem meest bij dit 
werck geinteresseert te wesen. Ysbrandts erklärt, nicht instruirt zu sein 
und mit seinem eigenen UrtheiKnoch zurückhalten zu müssen, te meer om 
dat de saecke noch niet scheen te wesen in die maturiteijt, dat men 
met fundament eenich oordeel ofte resöiutie daerop nemen conde, maer 
dat men bij twee ofte drie posten den uijtslach van *t voorss. dessein 
van den Coninck van Sweden soude weten ende nae dat de saecke 
ofte door een subit accommoderaent getermineert ofte door eene vi- 
goureuse resistentie getraineert mochte worden, sijne mesures connen 
nemen. Het subject van de deliberatien in den Churf. raet was ge- 
weest (soo veel ick uijt de discoursen conde afifnemen), off S. C. D. 
soude blijven bij de genomen resolutie, om met de gantsche Arm6e 
nae Pruijssen te gaen, dan off bij dese tijts gelegentheijt, dat de Co- 
ninck van Sweden in Denemarcken geengageert sijnde in Pruijssen 
niet Sonderlinge te bevresen stont, niet geraetsaemer was, met de voorss. 
Arm^e ofte een gedeelte van dien hier in 't Land te subsisteren, om 
secours aen den Coninck van Denemarcken in Holstein te connen ge- 
ven, volgens het versoeck diesaengaende bij eenige Deensche Ministers 
uijt Hamburch aen S. C. D. gedaen'). Ende gelove ick, dat men 
daerom alvooren bij mij heeft willen sonderen, wat de inclinatie van 
H. H. M. daeromtrent mochte wesen. Heden vernemende, dat over 
de voorss. saecke wederom met Sonderlingen ernst in den Churf. raet 
ten overstaen van alle de aenwesende Generaelspersoonen gedelibe- 
reert soude werden, ben ick te rade geworden, bij S. C. D. audientie 
te nemen ende soo doenlijck te vernemen het resultat van de voorsz. 



*) Mitglied der Gcueralstaatun. 

«) Vgl. Droyaeii, P. P. IIl. 2. 415 u. 416. 



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D&neinarks Bitte um Hilfe. Der Karfürst noch uoentscblossen. ÜQ 

deliberatien, ten eynde H. H. M., in derselver raetslagen over 't selve 
subject op de inclinatie van S. C. D. reflectie willende nemen, van des- 
selffs intentie gedient conde.sijn; ende heeft S. 0. D. mij bekent ge- 
maeckt, dat alhier aengekomen was ende in 't secreet sieh ophielt 
seecker persoon, sich qualificerende aflFgesondene van den Coniuek in 
Denemarcken, om aeu S. C. D. te representeren het ongelijek, S. Majt 
aengedaen door desen nieuwen Oorloch van den Couinck van Swedeu, 
ende den deplorablen toestant, daer in S. Majt ende het ßijck Dene- 
marcken sich bevont door de voorsz. rupture, deweicke hem dies te 
onverhoopter ende onverwachter overquam, om dat hij op de pnblicque 
trouwe van de jongst geslotene ende aen'sijn zijde in alle deelen vol- 
trockene Tractaten gerast ende geen quaet ter werelt vei-moedende 
was geweest; dat oock denselven AflFgesante wijtloopich deduceerde 
het interesse, welcke alle Potentaten, voornamelijck H. H. M. ende S. 
C. D. haddeu, om de voorss. verre uijtsiende desseinen van den Co- 
ninck in Sweden bij tijts te gemoete te gaen ende de rechtveerdige 
sorge, die deselve behooren te hebben, dat, de voorss. desseinen ge- 
luckende ende den Coninck van Sweden door de Conqueste van 't Co- 
ninckrijck Denemarcken redoutabeler geworden sijnde, bij d' eene off 
d' andere gelegentheijt diergelijcke dangereuse entreprises tegens hare 
Staten respective ondernomen ende te werck gestelt souden connen 
worden, als men deselve allerminst vermoedende soude wesen; Dat 
over sulcx de meergem. Affgesanter seer ijverich aenhielt om een spoe- 
dige ende vigoureuse assistentie, suUende gelijcke instantie gedaen 
werden bij H. H. M. mitsgaders bij den Keijser, om door desselffs di- 
rectie te genieten het effect van de belooffde guarantie van 't Rijck, 
aengesien S. Majt van Denemarcken soo groote oppressie ende invasie 
in Holsteijn ende sijne andere Landen in 't Rijck gelegen overgeco- 
men was. Chur-Brandenburch verclaerde mij rondelijck, dat hij wel 
genegen was tot de versochte vigoureuse assistentie te resolvereu, als 
H. H. M. 't selve mede wilden doen, selffs als hij maer verseeckeringe 
hadde, dat H. H. M. met vigeur nevens hem souden ageren, soo wan- 
neer hij den Coninck van Sweeden geattacqueert ende op denselven 
advantagie vercregen soude hebben. y. C. D. wilde van Crossen*) 
weder hier comen ende alvooren na Pruijssen te marcheren, noch een 
Post 2 a 3 affwachten, om te vernemen wat reflectie op dese veran- 
deringe bij H. H. M. ende bij den Keijser gemaect sal worden, na 



•) Wo die Mutter des Kurfürsten, Elisabeth Charlotte, ihren Hof hielt. Vgl. 
Urk. II. Actenst. II. p. 179. 

Mater, zur Gesch. d. Gr. KurlXirsten. m. 9 



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;[30 '^' ^^^ nordische Krieg. 

Wiens resolutie Montecuculi mede gemeent was te wachten, alvoo- 
rens niet sijn armee op te breecken. S. C. D. versochte mede, dat 
ick alhier tot sijn wedercomste van Crossen wilde verblijven, off veel- 
licht H. H. M. mij middelerwijlen eenige ordres desen aengaende moch- 
ten toesenden, ende onder verseeckeringe, dat ondertusschen de vre- 
dehandelinge in Poolen niet soude versuijrat worden, suUende deselve 
ontwijffelick tot sijne nadere advertentie opgehouden worden. Ick 
hebbe dies te minder swaricheijt geraaeckt, om daertoe te verstaen, 
om dat mij bekent is het gewichte ende credijt, dat Chur-Brandenburch 
heeft in Poolen voomamelijck ontrent de Vredehandelinge, op de spoe- 
dige bevorderinge van de welcke bij de tegenwoordige nieuwe Crijch 
in Denemarcken alhier niet weijnich speculatien vallen, deselve na- 
mentlijck die bij den voorigen Deenschen Oorloch oock in Nederlandt 
waren. Ick hebbe belooft, *t geene voorss. is, tot kennisse van H. H. M. 
te laten gelangen op de allersecreetste maniere, ende recommandere 
daerom de communicatie daervan aen U W. Ed. wijse directie, op dat 
daerover de behoorlicke deliberatien gehouden ende niettemin de ge- 
wenschte secretesse geobserveert mach worden. 



Resolution der ^Generalstaaten. Dat. 23. Sept. 1658. 

23. Sept. Die Deputirten der Provinz Zeeland dringen auf besonderen Befehl 

ihrer Principale darauf, davss man bei allen Gelegenheiten wachen müsse 
„voor de aubsistentie ende behoudenisse^ des Kurfürsten von Brandenburg^ 
keinen Vertrag mit Schweden schliessen dürfe, ohne ihn zu includiren, und 
wenn er mit Schweden in Krieg gerathe, ihn mit reeller Assistenz von Volk 
oder Geld unterstützen müsse. — Wird den Deputirten für die Sachen von 
Schweden und Dänemark zur Berichterstattung übergeben. 

Ysbrandts an den Griffier. Dat. Brandenb. Hauptquartier zu 
Husum 2. Nov. 1658*). 

[Günstige Aufnahme der letzten Beschlüsse der Staaten. Der Kurfürst wird einige 

Truppen nach den Inseln übersetzen; wünscht, dasa die staatisehe Flotte im Sund 

fiberwintere. Verbindung mit Wassenaer.] 

2. Nov. Verladen Woensdach na het vertreck van de Post sijn van wegen 

S. C. D. bij mij gecomen de Heeren van Swerin ende Somnits met 
vele expressien, contesterende het contentement van S. C. D. over H. 
H. M. genereuse ende vigoureuse Resolutie den 19. der verleden Maent 



<) Der Kurfürst und Montecuccoli waren Mitte September aus der Mark ge- 
gen Norden aufgebrochen. Droysen a. a. O. p. 417 ff. 



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Cooperation des karfELrstlichen Heeres mit der staatischen Flotte. iSi 

op het emploij van 's lants Vloote genomen*), waervan de communi- 
catie daeghs te vooren bij mij gedaen was, met verclaringe, dat off 
den Heere Ceurvorst wel oordeelde, dat H. H. M. bij het nemen 
van de voorss. Resolutie principalijck reflectie genomen hadden op 
haer eijgen Interesse, S. C. D. deselve nochtans als seer dienstigh 
tot bevorderinge van de gemeene Interesse met hoogen danck op- 
nam ende gemeint was, sich daervan tot dien eijnde te dienen, ge- 
resolveert hebbende, soo haest ,sijne Infanterie in dese quartieren 
aengelanght soude sijn, eenige troupes tot assistentie van S. Majt 
van Denemareken op de Eijlanden van dat Coninckrijck- onder het 
geleijde van H. H. M. Vloote ende onder faveur van het Canon 
op deselve leggende te doen overschepen ende met den eersten 
daervan kennisse te geven aen H. H. M. door de Heeren desselffs 
Ministers ende aen den Heere Lt Admirael van Wassenaer door 
expressen over zee, met versoeck dat deselve sich in conformit^ van 
de meergem. resolutie ende H. H. M. goede meeninge gedraegen 
wilde. Haer Ed. betoonde gelijck contentement over de andere reso- 
lutie mede ten selven dage genomen*), bij dewelcke H. H. M. goet- 
gevonden hadden seeckere quantiteijt van Ammunitie van Oorloge aen 
S. C. D. te laten volgen, verhopende dat H. H. M. de uijtleveringe 
van deselve op het spoedichste souden laten geschieden, met versoeck 
dat ick door mijne brieven 't selve ten besten wilde recommanderen. 
Ende als bij discours gemoveert wierde, dat het Saison tegenwoordich 
seer geavanceert ende den tijt, iü de welcke de Vloot zee houden 
ende gebruijckt conde worden, seer cort was, vroegen haer Ed. se- 
rieuselijck off H. H. M. niet souden connen goetvinden, dat deselve in 
Denemareken overwinteren mochte, soo om 't aenstaende voorjaer dies 
te eerder gereet ende bij der haut te connen wesen, mitsgaders be- 
vrijt te sijn voor de retardementen van contrarie winden, als voorna- 
melijck om aen een ijder door soodanige vigoureuse resolutie te be- 
nemen alle hoope, om H. H. M. door eenige middelen van inductie 
van haeren goeden ijver te diverteren. Ick hebbe daerop geantwoort, 



•) Beer. Resol. I. 619 (die Resol. von Holland vom 18. Oct., die am 19. Oct. von 
den Generalstaaten angenommen wurde): die Staaten beBchlossen darin auf das Ge- 
such von Weimann und Copes vom 11. Oct., die militärischen Operationen des 
Kurfürsten in Dänemark mit ihrer Sundflotte auf alle mögliche Weise zu unterstützen. 
Doch sollten die kaiserlichen Truppen davon ausgeschlossen werden, weil man Frank- 
reich und England keinen Grund zur Beschwerde geben wollte, de Witt bei 
Wicquefort IL 517 n.3. 

>) Seer. Resol. I. 619. 

9* 

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132 ^^' ^^^ nordische Krieg. 

dat mij onbewust was, wat H. H. M. bij uadere deliberatie dies aen- 
gaende souden goetvinden te resolveren, maer soo veel mij uijt de 
resolutien tot noch toe genomen van de intentie van H. H. M. bekent was, 
hadden de Collegien ter Admiraliteit geen ordre, om de schepen onder 
haer respective resorten gehoorende verder te provideren, als om tot 
ulto Decembris naestcomende te connen dienen; behalven dat het vnich- 
teloos scheen te wesen de voorsz. Vloote, sonder eenigen dienst daer- 
van te connen trecken, tot laste van den Lande in Denemarck te 
doen overwinteren, aengesien deselve, H. H. M. sulcx * goedvindende, 
soo vroegh in 't voorjaer uijt de havenen van Nederlant in Zee ge- 
bracht conde worden als uijt eenige havenen in *t Noorden *). Onaen- 
gesien alle dese ende andere redenen heb ick evenwel connen mercken, 
dat hierover bij H. H. M. instantie sal werden gedaen. Des anderen 
daeghs, bij occasie van de predicatie gelegentheijt hebbende S. C. D. 
over 't gene voorss. te onterhouden, beliefde deselve mij te seggen, 
dat hij den Coningh van Deuemarcken van de voorss. sijne Resolutie 
dede verwittigen ende oock daervan kennisse dede geven aen den 
Heer Lt Admirael van Wassenaer met versoeck, dat Sijn Ed. in ge- 
volge van de voorgeroerde H. H. M. resolutie van den 19. Oetober 
de schepen daertoe noodich in zee pressen ende aenhouden wilde. 
Er (Ysbrandts) wird ebenfalls Wassenaer hiervon in Kenntaiss setzen 
und ihn veranlassen, dass er die wenigen schwedischen Kreuzer von der 
schleswigschen Küste verjagt und freien Verkehr zwischen Kopenhagen und 
Flensburg, Eckernförde oder Kiel herstellt. 

Das Hauptquartier wird nächsten Montag nach Flensburg verlegt; die 
polnischen Truppen kommen nach fladersleben. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Hauptquartier zu Flensburg 

11. Nov. 1658. 

[Kriegsrath. Beschlass, Alsen zn erobern oder sonst eine Landung zd versuchen. 
Beistand an Dttnemark. Räumung Gottorfs verlangt.] 

11. Nov. Verleden Vrijdach sijn de Heeren Montecuculi, Eberstein ende 

Sparr r^spect. Keyserlijcke, Deensche ende Ceurv. Veltmaerschallen 
alhijr gearriveert ende is aenstonts met deselve ende andere alhijr 
aenwe&ende Hooge Officieren van de Armee Crijghsraedt gehouden 
ende goetgevonden, dat de Infanterie tot Kiel, Eckerenförde, Sleswijck 



*) Die Staaten hatten allerdings eigentlich die Absicht gehabt, während des Win- 
ters nur wenige Kriegsschiffe im Sund zu lassen, aber auf die Nachricht von der 
beabsichtigten Sendung einer englischen Flotte zum Beistand Schwedens war Opdam 
befohlen worden, zu bleiben. Wicquefort II. 516. 



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Kriegspläne der allürten Armee. Die Allianz. Separat Verhandlungen. 133 

ende de quartieren daer ontrent eenige dagen soude uijtrusten ende 

ververschen, uijtgenomen twee duijsent man geordonneert herwaerts te 

comen, om bij alle voorvallende gelegentheden gebruijekt te conneu 

worden; dat men de vier Sueetsche Kegimenten Cavaillerie ende het 

Regiment mitsgaders het Esquadron Dragonners op het Eijland Alsen 

leggende attacqueren ofte nae genomene informatie eiders eenige des- 

cente doen, mitsgaders alle het cleijn vaertuijgh daertoe gerequireert 

(waervan bereijts een groote meenichte bij der hant is) beneffens 

alle andere nootwendige praeparaticn ten spoedighsten verveerdigen 

soude; dat bij de eerste bequaeme gelegentheijt duijsent man te voet 

tot secours van S. Majt van Denemarcken nae Coppenhagen gesonden 

soude worden; ende aengeajeu het Vorstel. Holsteinsche huijs tot Got- 

torp gefortificeert sijnde, geoordeelt wort; nodich te sijn, dat het selve 

geduijrende dese beroerten met Keijserl. ende Brandenburghsche Vol- 

ckeren tot ^ecuriteijt van de Arm6e besettet wort, is mede goetgevonden 

den Heere Hertoch van Holsteijn tot inruijminge van het selve in der 

minne soo doenlijck te disponeren ende bij onverhoopte weijgeringe 

't selve in te nemen, tot welcken eijnde de Vorst van Anhalt eergi- 

steren van hijr nae Tonningen tot den gemelten Hertoch is vertrocken *). 

H. V. Ranzau und F. v. Ahlefeld sind als Gesandten des Königs 

von Dänemark angekommen, um mit dem Kurfürsten eine neue Allianz ab- 

zuschliessen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 2. Dec. 1658. 

Auf Verlesung eines Memorials von Copes, worin derselbe anzeigt, 2. Dec. 
dass der Kurfürst, in Anbetracht des Eifers, den die Generalstaaten zur 
Erweiterung der Allianz mit ihm bezeigen, die Geheimräthe v. Loben und 
W ei mann beauftragt habe, darüber neue Eröflnungeu zu machen, wie diese 
selbst ja in ihrer letzten Audienz erklärt, und bittet, dass man Commissa- 
rien ernenne, um mit denselben zu conferiren, wie mau zu einem allgemei- 
nen und sicheren Frieden gelange : wird beschlossen, die Deputirten für die 
Sachen von Dänemark damit zu beauftragen. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Hauptquartier zu Eipen 

6. Jan. 1659. 

Heute Morgen haben ihm Schwerin and Somnitz im Auftrag des 1659. 
Kurfürsten vorgetragen, dass derselbe von verschiedenen Seiten berichtet 6. Jan. 
sei, dass die Generalstaaten mit grossem Eifer Separatverhandlungen mit 



») 8. Droysen P. P. lU. 2. 420, 



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134 ^^' ^®^ nordische Krieg. 

Schweden betrieben, und vorgestellt, wie verderblich es für die Bundesge- 
nossen der General Staaten sei, wie es ihren Versprechungen zuwiderlaafe, 
und wie ' namentlich Brandenburg sich unmöglich einem Separatvertrag an- 
schliessen könne, an dem der Kaiser nicht Theil nehme; sie hofften daher, 
dass die General Staaten zu ihren früheren Maximen zurückkehren würden. 



Ysbrandts an den Griffier. Dat. Hauptquartier zu Wiborg 

14. Febr. 1659. 

14. Febr. Ihrem Befehl gemäss habe er ihre Resolution vom 2Y. Jan'), betreflPend 

die Zurückberufung der niederländischen Flotte aus dem Sund, dem Kar- 
fürsten gestern mitgetheilt, der erklärte schon früher durch einzelne Nach- 
richten in die Besorgniss versetzt worden zu sein, dass die niederländische 
Flotte nicht wieder nach Dänemark zurückkehren werde, und Schweden,- 
das wieder grosse Rüstungen mache, das Feld allein überlassen bleibe, 
während er die Hilfe der Flotte, auf die er bei seinen Kriegsuntemehmun- 
gen bestimmt gerechnet, entbehren müsse; doch hoflPe er, dasß man die 
Flotte schleunigst repariren und fouragiren werde, damit sie bald zur völli- 
gen Befreiung Dänemarks wieder zurückkehren könne*). 



Der staatische Eesident Römer an den Griffier. Dat. Hamburg 

13/23. Mai 1659. 

23. Mai. Auf schwedischer Seite mache man sich viel Hoffnung darauf, dass 

Frankreich, um Brandenburg zum Frieden mit Schweden zu zwingen oder 
wenigstens dieses von jenem zu befreien, in die Cle vischen Lande einfallen 
werde und bloss deshalb den zweimonatlichen Wafifenstillstand mit Spanien 
geschlossen habe. Doch seien das alles Gerüchte, die von Schweden ausge- 
sprengt würden, um die Leute zu betrügen und Zeit zu gewinnen. 



An weiterer Theilnahme am Kriege gegen Schweden werden die Qe- 
neralstaaten durch das Haager Concert (2L Mai 1659) gehindert, zu dem 
sie durch Frankreich und England genöthigt werden. Zum grossen Ver- 
drusse des Kurfürsten, der sich vergeblich bemühte, das Concert rückgängig 
zu machen, treten die Staaten nebst England nur noch als Vermittler zwi- 
schen Schweden und Dänemark auf; ihre Sundflotte bleibt unth&tig*). 



') Aitzema lY. 377 und die entsprechende Resolution von Holland Beer. Resol. 
IL 3. Die Revocation geschah auf Wunsch Wassenaer's, der über Mangel an Le- 
bensmitteln klagte, wurde aber nachher wieder surückgenommen (Aitzema p. 377). 

^) Dies ist der letzte Bericht Ysbrandts*. Er erhielt die Erlaubniss, nach 
Hause zurückzukehren, und langte im April im Haag wieder an. Die Staaten schick- 
ten Anfang Mai eine neue Gesandtschaft nach Dänemark. Aitzema IV. 379 u. 380. 

») Pufendorf VIII. 1-9. Aitzema IV. 382 — 394. Seor. Besol. II. 38—72. 



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Die sUatische Flotte. Das Haager Concert. Sendung nach Gelderland. 135 

Relatio (Romswinckers) wegen bei den Herrn Staaten von 
Gelderland zu Arnhem gethaner Vemchtung in causa Sere- 
nissimi betreflFend die Nordischen Beschwernisse *). Dat. Ende 

September 1659. 

[Andienz bei den Staaten. Proposition und Protest gegen das Haager Concert. Laues 

Verhalten Gelderlands.] 

Den 13/23. September 1659 bin mit Credentialen und Instruction Ende 
an die gem. Herrn Staaten von Gelderland zu Arnhem versamlet von ^^P*^- 
der Clevischen Regierung ausgefertigt auf Nymegen und des folgen- 
den Tags nacher Arnhem verreist. 

Den 15/25. September habe allda des Morgens dem Herrn Präsi- 
denten Weide ren die Credentialen übergeben und in Kraft deren in der 
Landschaft eine gütliche Audienz begehrt, worauf mir des Mittags durch 
den Secretario von Zutphen in mein Logement ist angesagt, mir sollte 
um die Glocke drei die begehrte Audienz verstattet werden, und dass 
bis daran in meinem Logement sollte verbleiben, welches also ange- 
nommen habe, inmassen um die Glocke drei zwei Herrn, nämlich Herr 
Rechenmeister Schimmelpenninck und Herr Dr. de Vree, Bürger- 
meister zu Arnhem, mich mit einer Kutsche haben abgeholt und in 
die Versammlung der gem. Staaten mich jederzeit den Fürgang ge- 
bend eingeführt, allwo als mir die Stelle allein obenan gegeben und 
zu sprechen verstattet worden, habe beiliegende Proposition gethan: 

Bedankt sich für die Rücksicht auf die Interessen des Karfürsten, die 
sie bei den Resolutionen vom 9. und 15. Ang. st. n. genommen; er will die 
Gründe ihnen nicht noch einmal wiederholen, warum die Staaten ihre Waffen 
mit den brandenburgischen vereinigen und Schweden zum Frieden zwingen 
müssen: U. E. M. believen in dese haere aensienlicke vergaederungh 
aen de eene sijde hooghwijselick te betrachten: oflf dieselve niet en 
souden te kort doen aen haeren draegenden Hoet van Vrijheit, bij 
aldien sij selver souden willen onderstaen, denselven souveraine Hooff- 



LoDdorp VIII. 545— &öd. Wioqnefort II. 573—582. Weimann (qui estoit un 
grand et an impertinent parleur, sagt Wicqaefort) hielt am 22. Mai in einer An- 
diens bei den Generalstaaten eine fulminante Rede gegen den Vertrag. 

^) Aufseichnung Romswinckers in seinen Papieren. Ueber die Bemühungen 
des Kurfürsten, die Generalstaaten wieder zur energischen Theilnahme am Kriege eu 
bewegen, im Haag selbst s. Pufendorf VIU. 8. 9. 27. 33. 43. Bei Vriesland hatten 
Weimann und Copes schon im Juli auf MissbiUigung des Haager Concerts ange- 
tragen und ihren Zweck auch ToUstftndig erreicht. Aitzema IV. 394. Gelderland 
hatte den Vertrag schon ratificirt, nur Zutphen hatte dagegen Einspruch erhoben 
(Sehr. Romswinckers, Aug. 1659). 



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j 3ß IT. Der nordische Krieg. 

den afilenemön ende tegens haeren wille met verlaetungh van faeijlige 
beloften ende van getrouwe Bondtgeuoten tot het ingaen van eenen 
schand- ende schaedelicken vreede met eenen onversoenlicken viandt 
te compeleeren. U. E. M. souden (onder coirectie) niet minder aen 
die andere sijde prejudiceren aen het vaste vertronwen, het welcke 
die geheele werelt, maer vöor all S. C. D. altoos op desen Staet 
ende derselver Resoluitien als op enen onveranderlicken Grondt altoos 
heeft gebouwt, so wanneer dieselve S. C. D., die aen haer meer als 
enigh Potentaet met den Bandt van Religie, van Situatie van Landen, 
van onderlinge Interessen ende van AUiantie op het naeuwste is ver- 
bonden, door het voltrecken van een onaennemelick ende inpractieabel 
•Separaet Tractaet souden abandonneren; 't welck men ooek niet an- 
ders kan affmeten, als dat tegens U. E. M. eigen interessen ende haere 
Commercien (sijnde het leven ende het voornaemste prerogatijff van 
haeren Staet voor alle andere ötaten) soude moeten uijtvallen. 

Wenn Schweden — was allerdings nicht anzunehmen ist — mit Däne- 
mark, dem Concert vom 21. Mai gemäss, Frieden schliesst, ist der Kurfürst 
dadurch ^midden in 't vier ende op die spitte des sweerts** gestellt, und 
Schweden hat Aussicht, die lange erstrebte Herrschaft über die baltische 
See zu erringen. Gewiss hat aber jener Tractat Schwedens Macht nur ge- 
stärkt, ihm Zeit zur Erholung verschafft, om door faveur van het aen- 
staende wintersaisoen sijn allebegeerende waepenen naer wellgevallen 
te doen grasseren ende eindelick eene Noordsche Monarchie te con- 
questeren. 

Ende dat boven dien noch den Coninck van Sweden die ogen der 
gener, die niet tegenstaende alle dese contrarie operatien ende der 
wegen van den beginne aen ontfangene trouwhartige waerschouwingen 
met het voorgedachte Tractaet gemeent hebben, alle 't selve te sur- 
monteren ende te herstellen, nu onlangs selver ten vollen heeft geo- 
pent ende hooghmoedigh te verstaen gegeven, dat hij noch het Trac- 
taet noch die Mediatie deses Staets aen te nemen niet alleen niet ge- 
sint, nemaer daerenboven noch dese Geunieerde Provintie voor sijne 
vianden is houdende. 

Also dat alle diegene, dewelcke op dit amusoir Tractaet hebben 
gesteunt, ten vollen moeten overtuijgt wesen, dat sij daer door ten 
uittersten toe sijn misleit ende geabuseert worden. Wienvolgens nu 
oock niet anders könnende vertrouwt werden, als dat U. E. M. haere 
gedachten ende disseinen van dit vreedeloos Middel tot die waepenen, 
waermede sij selver gemineert werden, sullen wenden ende met die 
albereits opgebrachte ende tot noch toe in suspenso gehoudene Krijgs- 
machten beneflFens allersijts geallieerde Vrienden den Coninck van 



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Protest gegen das Haager Concert. Ausweichende Antwort Gelderlands. 137 

Sweden, die naer Oirlogh ende genen Vreede is durstende, tot reden 
ende restitutie van 't gene den Bontgenoten alBfgenomen is ende an 
het Bonura publicum selver wederom behoort ingeruimt te worden, 
communibus viribus et votis helpen constringeren. 

Hierzu sich zu entschliessen, so lange es noch Zeit sei^ darum bitte er 
sie im Namen des Kurfürsten dringend. — 

Worauf mir der Herr Präsident Wel deren Namens der Land- 
schaft hat bedankt und die Proposition in scriptis, gestalt darüber zu 
deliberiren und zu resolviren, begehrt, welches also des folgenden Tags 
nachzukommen in Dank habe angenommen, und bin darauf von ob-' 
gemelten beiden Herrn wiederum begleitet und mit der Kutsche in 
mein Logement gebracht worden. — 

Am 16/26. September hat Rom swin ekel die Proposition dem Präsi- 
denten überliefert und ist dann bei den Committirten der Stadt Nijmegen, 
nachher beim Rathsherrn ten Hove und Herrn ran Gent zu Winssen 
zu Gast gewesen. Seine Proposition ist von den Staaten einer Commission 
zur Prüfung übergeben und, nachdem diese ihr Advis eingebracht, derBe- 
schluss gefasst worden, indem die ganze Landschaft in voto et resolutione 
nemine dissentiente einig gewesen, die Committirten bei der Generalität so 
zu instruiren , dass der Kurfürst dabei ein volles Genügen finden werde. 
Am 13. October ist diese Resolution den Committirten nach dem Haag ge- 
schickt worden. Am 21. October ist Romswinckel wieder nach Cleve 
zurückgekehrt. 

Memoire von Weimann und Copes an die Generalstaaten. 

Dat. 24. Jan. 1660. 

Durch die Separatverhandlung des Staats mit Schweden, durch die die 1660. 
Sicherheit der AUiirten und der Ostsee keineswegs gesichert werde, finden 24. Jan. 
sie sich genöthigt, die Generalstaaten zu bitten, dass sie doch ja den Zweck 
des langen kostspieligen Krieges nicht aus den Augen verlieren und so alle 
Anstrengungen vergeblich machen, nämlich den: Dänemark in den Status 
quo ante zu restituiren, die AUiirten vor Schwedens Uebermacht sicher zu 
stellen und einen allgemeinen Frieden herzustellen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 7. Febr. 1660. 

Auf das Memorial der brandenburgischen Minister ist beschlossen, 7. Febr. 
den Gesandten bei den Friedensverhandlungen zwischen Polen und Schwe- 
den, Honard*), zu beauftragen: 1) dass. er mit den brandenburgischen 



*) Seine Instr. vom 5. April 1659 bei Aitzema IV. 464, 

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j38 n. Der nordische Krieg. 

Ministern vertraulich yerkehre in der Erreichung des gemeinsamen Inter- 
esseFi ; 2) die luteressen des Kurfürsten, so weit sie mit der Billigkeit über- 
einkommenj namentlich die Hypothek von Elbing befördern helfe; 3) darauf 
hinwirke, dass die Keformirten in Polen in ihre alten Privilegien wieder ein- 
gesetzt werden; 4) die Aufnahme der Markgrafen von Ansbach und Culm- 
bäch in die Succession von Preussen befordern helfe. 



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m. 
Das Bündniss gegen Münster. 



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Einleitung. 



De 



^er nordische Krieg hatte mit einer tiefen Verstimmung und Verun- 
einigung zwischen Brandenburg und den Niederlanden geendet. Der Kur- 
fürst war auf die Staaten erzürnt ^ weil sie ihn trotz der Allianz niemals 
wirklich unterstützt und noch zuletzt aus Furcht vor Frankreich und England 
ihn und Dänemark gegen Schweden im Stich gelassen hatten. Die herr- 
schende Partei in Holland, an ihrer Spitze de Witt, nur auf Sicherung 
des Handels und baldigste Herstellung des Friedens bedacht, beschuldigte 
den Kurfürsten, dass er durch seine Unbeständigkeit, seine Eroberungspläne 
den Frieden nur verhindert habe, und bereute es bitter, den Freunden des 
Kurfürsten im Staate nachgegeben und sich auf ein Bündniss mit ihm ein- 
gelassen zu haben. Die peinliche Lage, in welche die Republik im letzten 
Jahre des. Kriegs gerathen war, schrieb sie zumeist der brandenburgischen 
Allianz zu^). 

Der Gefahr, welche den Niederlanden von der Vereinigung Englands 
und Frankreichs gedroht hatte, beschloss nun de Witt fortan dadurch vor- 
zubeugen, dass er sich einer dieser Mächte und zwar Frankreich eng an- 
schloss. Hatte er sich durch eine enge Allianz mit dieser Militärmonarchie 
auf dem Continent den Rücken gedeckt, so konnte er allen Belästigungen 
des niederländischen Handels, wo es auch sei, namentlich aber den Ueber- 
gri£fen des rivalisirenden Nachbarstaats, Englands, mit gesammter Kraft 
entgegentreten *). Um die übrigen Nachbarn, namentlich die deutschen Für- 
sten, brauchte man sich dann nicht weiter zu bekümmern: die hielt Frank- 



'} AanwyBing der politieke Gronden en Maximen van HolIaDd p. 470 (s. oben 
p. 87 n. 9)*: Soo dat wy van *t Interesse van BrandeDbarg in de uyterste eztremiteyt 
gestaan hebben, omme te geKJck met Vrankrijck, Engeland en Sweeden in oorlog te 
vervttUen. 

') S. den Aufsatz über Johan de Witt in v. SybeTs historischer Zeit- 
schrift XIII. 125 u. 129. 



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142 ^' ^^ Bündniss gegen Münster. 

reich im Zaum; und den lästigsten und wegen der Verwandtschaft mit den 
Oraniem gefährlichsten Nachbar, den Kurfürsten von Brandenburg, durfte 
man ausserdem durch die Position des Staats in Cleve unschädlich zu 
machen hoffen. 

In einer Zeit, d,a Brandenburg ohnmächtig und nicht im Stande war, 
seine westlichen Lande zu vertheidigen, hatten die Niederlande sie beschützt, 
zum Theil erst den Spaniern wieder entrissen und sich so gewissermassen 
ein Recht auf die Vertheidigung dieser Lande erworben. Sie sahen die 
von ihnen besetzten Clevischen Plätze als eine nothwendige Barriere ihrer 
Republik nach Osten zu an und hielten es zugleich für eine Pflicht, durch 
Garantie und Wahrung der Rechte der Jülich - Clevischen Stände diesen 
Landen eine der ihren ähnliche Verfassung und dadurch die alte Union zwi- 
schen den durch ihre Herrscher getrennten Landen zu erhalten, vor Allem 
das Emporkommen einer straff monarchischen Gewalt an ihren Grenzen zu 
hindern. 

Von dem Kurfürsten war nun freilich nicht zu erwarten, dass er der 
Fortdauer eines solchen Zustandes, der ihm nur den Namen des Fürsten 
Hess, ruhig mit zugesehen hätte. Von Beginn seiner Regierung an suchte 
er die Macht der Stände zu verringern, ihre Nebenregierung zu beseitigen, 
und gleich bei den ersten Verhandlungen über eine Allianz mit den Nie- 
derlanden verlangte er die Räumung seiner Städte in Cleve und die Liqui- 
dation der Schuld, die den Staaten Ansprüche auf die Einkünfte Cleves 
verlieh. Zu diesem schienen die Staaten damals wohl geneigt, aber das 
Erstere verweigerten sie. Denn allerdings konnte man damals noch nicht 
wissen, ob der junge Kurfürst bei neuen Kriegsstürmen diese Grenze besser 
werde schützen können als sein Vater es gethan. Die Umwälzung in den 
Niederlanden, die Verwickelungen im Norden hatten weitere Verhandlungen 
verhindert. Nun aber nach Abschluss des Friedens beschloss der Kurfürst, 
die Dinge mit Ernst und Energie in die Hand zu nehmen. 

Vor Allem musste der Unbotmässigkeit der Stände ein Ende gemacht 
werden. Es gelang wider Erwarten schnell ohne jede Anwendung von Ge- 
walt die Mehrzahl zu einer durchgreifenden Aenderung der alten Landes- 
recesse zu Gunsten der landesherrlichen Gewalt zu bewegen*). Die lästigen 
Beschränkungen namentlich in den militärischen Verhältnissen — der Kur- 
fürst hatte nur 300 M. in Cleve um sich haben dürfen — waren nun auf- 
gehoben. Nachdem dies erreicht, sollte nun auch den Rechten der Staaten 
ein Ende gemacht werden, zunächst der Hoefyserschen Schul dsacbe. 

Die Staaten hatten die Unterwerfung der Clevischen Stände ruhig ge- 
schehen lassen, da dieselben sie nicht um ihren Beistand angegangen 
hatten. Um so hartnäckiger bewiesen sie sich nun aber im Festhalten ihrer 
Rechte auf die Schuld und auf Schadloshaltung aus den Clevischen Do- 
mänen. Namentlich Holland und de Witt beharrten bis zum letzten Mo- 
ment bei der Verweigerung der Liquidation, und es entwickelte sich ein 
jahrelanger Streit zwischen Holland und Brandenburg, der fast den Cha- 



«) Droysen P. P. III. 2. 508 ff. 




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Einleitiing. 143 

rakter eines erbitterten Kampfes zwischen dem Kurfürsten und de Witt 
selbst^ als persönlichen Feinden^ annahm^). 

Im Frühjahr 1661 kamen im Auftrag des Kurfürsten zwei Clevische 
Räthe, von Bylandt und W. W. BlaspeiP), nach dem Haag, um die 
im December 1650 abgebrochene Verhandlung wieder aufzunehmen*). Sie 
trugen, wie damals, auf Liquidation der Schuld an auf Orund der Gegen- 
rechnung von Kriegscontributionen, erhielten aber (am 28. Mai 1661) eine 
ganz unerwartete Antwort: die Staaten verlangten volle Bezahlung der 
Schuld — die indess sich auf 2,860,000 fl. gemehrt hatte — jetzt nach 
Wiederherstellung des Friedens und rechneten es sich zum ganz besonderen 
Verdienste an, den Kurfürsten aus Rücksicht auf «eine Bedrängniss in den 
letzten Jahren nicht gemahnt zu haben. Einige Deputirte, auf deren Be- 
richt dieser Bescheid ertheilt wurde, Imtten sogar vorgeschlagen, dem Kur- 
fürsten mit Execution zu drohen^). 

Der Kurfürst erbot sich trotzdem nochmals zu gütlichem Vergleich oder 
richterlicher Entscheidung. Als dies bei Holland dennoch kein Gehör fand, 
wandte er sich an die anderen Provinzen, forderte auch von den niederlän- 
dischen Universitäten Gutachten, und Alle erklärten das Verlangen des 
Kurfürsten nach Liquidation für gerecht und billig. Als sich aber die bran- 
denburgischen Gesandten hierauf beriefen und die Staaten von Holland zur 
Nachgiebigkeit mahnten, erwiderten diese : Holland sei der eigentliche Gläu- 
biger®), und die übrigen Provinzen hätten gar nichts mitzureden; sie sollten 
ihre Quoten an der Schuld bezahlen, dann könnten sie nach Belieben dar- 



^) d' Estrad es schreibt ('25. M&rz 1663): TElecteur de Brandebourg s'est d^clar^ 
ennemi de Mr. de Witt, lequel de son cot^ a port^ les Etats k lay demander le 
payement d*UDe sonixne considdrante qu*il leur devoit, sachant bien qa*il lui est im- 
possible de satisfaire, et j*ai peneträ que le Sieur de Witt se veut servir de cette 
occasion, ponr se venger de certains libelles, que le dit Electeur a fait imprimer et 
distribuer par la Hollande, qal toucbent la repntation du Siear de Witt (Lettres 
n. 136). 

*) Werner Wilhelm Blaspeil, derselbe der im J. 1649 und 1650 in eben 
jener Bache nach dem Haag geschickt worden. Er wurde darauf nach dem Tode 
Daniel Weimann*s (1661) nebst Dr. M. Romswinckel und Johann Copes 
zum Vertreter des Kurfürsten im Haag ernannt und hat die Hoefysersche Sache fast 
bis EU Ende geführt. Ausserdem war er an den Verhandlungen, die der Tripleallianz 
Yorhergingen und folgten, lebhaft und heryorragend betheiligt, wie er denn seine 
zwei Collegen an Geist, Kenntnissen und Thätigkeit weit übertraf. Namentlich die 
Wahrung des europäischen Gleichgewichts in den Niederlanden gegen Frankreichs 
Annexionsgelüste war sein politisches Ziel. Er blieb — mit Unterbrechungen — 
Gesandter im Haag bis zum Nimweger Frieden, bei dem er und Somnitz den Kur- 
f&rsten vertraten. Nach dem Haag kehrte er nach dessen Absohluss nicht zurück. 
(Er ist bald darauf [1681] gestorben und ist also nicht der Frhr. y. Blaspeil, den 
Klaproth u. Cos mar, der preussische Staatsrath p. 398 aufführen und der erst im 
J. 1723 gestorben sein soll; der mag allenfalls sein Sohn gewesen sein.) 

•) 8. oben p. 66. 

») Aitzema IV. 824 u. 828. Londorp VIU. 761 ti. 763. 

*) Die Admiralität zu Amsterdam hatte die Sobnldobligationen Hoefyser's — 



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144 ^* ^*' Bfindniss gegtix Münster. 

Über zu GansteD des Kurfürsten dispbniren. Die günstigen Resolutionen 
der Provinzen erklärten sie übrigens für sub- et obreptitie erschlichen, blie- 
ben bei der ersten Antwort und drohten mit Execution und Garantie der 
Schuld durch Frankreich*). Die Erneuerung der 1663 ablaufenden Allianz, 
die von der Clevischen Regierung beantragt wurde"), knüpften si6 an die 
Bedingung, dass die anderen Provinzen sich sämmtlich ihren Resolutionen in 
der Hoefyserschen Schuldsache anschlössen"). Und als der Kurfürst in einem 
Schreiben an die General Staaten ") den sechs Provinzen, die sich für die 
Liquidation ausgesprochen, dafür dankte und sich über Hollands Hartnäckig- 
keit, namentlich die verkehrte und irrthümliche Resolution vom 28. Mai 1661, 
beschwerte; als die brandenburgischen Gesandten bei Ueberreichung dieses 
Schreibens die General Staaten ermahnten, trotz des Widerstandes von Hol- 
land die Schuld zu liquidiren, und sich dabei auf einen Artikel der Unions- 
acte beriefen: da beantragte Holland bei der Generalität eine ernstliche 
Zurechtweisung des Kurfürsten und seiner Räthe wegen dieser ^informali- 
teyt en onbevoechsamhcyt** : eine solche Sprache könnten wohl die Provin- 
zen unter einander führen, sie zieme sich aber keineswegs im Munde aus- 
wärtiger Potentaten, denen gegenüber die Republik stets ein untheilbarer 
Staat und nicht einzelne Provinzen seien. Trotz aller Gegenbemühungen 
der brandenburgischen, des englischen und dänischen Gesandten wurde 
dieser Antrag angenommen*'). 

In der That war nicht abzusehen, zu welchen Misshelligkeiten dieser 
Streit noch führen konnte. Da trat der Krieg mit England ein und nö- 
thigte Holland, eine mildere Sprache zu führen. Es war zu besorgen, dass 
der Kurfürst sich mit England verbinden könne "), um die Beiden verhasste 
aristokratische Partei in Holland zu stürzen und den jungen Prinzen von 
Oranien in die Würde seiner Vorfahren wieder einzusetzen. Ferner muss- 
ten die Verhandlungen des Kurfürsten mit Münster und Neuburg beunru- 
higen: konnte er sich nicht mit diesen vereinigen wollen, um über die 
schlecht beschützte Ostgrenze des Staates herzufallen und namentlich die 
staatischen Garnisonen aus den Clevischen Städten zu vertreiben?"). 



der 1B40 Bankerott gemacht hatte — übernommen and diese bezog allerdings ihre 
Mittel allein von Holland. 

') Proposition von Blaspeil u. Copes vom 5. Oot. 1662 (ohne Datum bei 
Londorp VIII. 8S8). Vgl. Aitzema IV. 829 u. 968. V. 325. 

»»; 31. Jan. 1663. Aitzcma IV. 1176. 

") Advis von UollHnd vom 21). MÄiz 1663 bei Aitzema IV. 1179. Vgl. Lettrea 
d'Estrades U. 164. 

") Vom 14. April 1664. Aitzema V. 323. Londorp IX. 330. 

»») S. Aitzema V. 326—332. 

^*) de Witt an Beuningen 8. Jan. 1665 (Brieven II. 16): Het is seecker, dat 
d' Engeischen laboreren by den Keyser ende de Vorsten van *t Ryck, die sy meynen, 
tegens desen Staedt qualyck geanimeert te syn, particulierlyck by Brandenburgh, 
Nieuburgh ende den Bisschop van Munster, om deselve tegens desen Staedt te lande 
gaende te maecken. S. unten den Brief von Bruijnincx vom 3. März 1665. 

*^) 8. Aitzema V. 526 und namentlich über die Sendung Brandt's nach Eng- 



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ßinleituDg. J45 

Mindestens also mnsste man versuchen, durch kleine, langsam auf ein- 
ander folgende Zugeständnisse in den schwebenden Streitfragen, durch 
Verhandlungen über die Erneuerung der Allianz den Kurfürsten hinzuhal- 
ten und zu verhindern, sich mit England oder sonst Jemand wider die Re- 
publik zu verbünden. 

Holland erklärte sich also plötzlich (13. März 1665) zu der schiedsrich- 
terlichen Entscheidung der Schuldsache, wogegen es sich so lang gesträubt 
hatte, bereit, aber freilich mit der Bedingung, dass das Pariser Parlament 
die Entscheidung haben solle, offenbar nur um die Sache durch die nun 
nothwendige üebersetzung der Acten in's Französische u. dgl. zu verzö- 
gern"). Der Kurfürst lehnte es auch rund ab, da es handgreiflich sei, 
^dass de Witt nur Zeit gewinnen und in effectu ihn zu betrügen suche*'"). 
Einen ganzen Monat zögerte darauf de Witt mit der Zustimmung zu dem 
brandenburgischen Vorschlag, die Sache dem hohen Rath zu Mecheln zu 
übergeben**), und erst am 1. August 1665 wurde ein Compromiss") abge- 
schlossen, durch welchen dem Streit vorläufig ein Ende gemacht wurde ^®). 

Ebenfalls im Frühjahr 1665 hatten die Staaten die Erneuerung der 
Allianz angeregt und die Absicht verlauten lassen, einen Gesandten nach 
Berlin zu schicken. Nun zeigte sich freilich der Kurfürst spröde und wei- 
gerte sich, darüber vor Erledigung der Schuldsache zu verhandeln '*). Erst 
nach dem Abschluss des Compromisses kamen die Allianzverhandlungen 
daher recht in Gang und wurden von Seiten der Republik gleich zu An- 
fang mit um so grösserem Eifer betrieben, als die Lage derselben nach 
Aussen höchst bedenklich sich gestaltete: die Seemacht, auf die man alle 
Kräfte des Staats verwendet und alle Hoffnung gesetzt hatte, war den Eng- 
ländern nicht gewachsen und unterlag iu offener Schlacht; der erwartete 
und versprochene Beistand Frankreichs blieb aus; dagegen wurde die Re- 
publik von einem zwar kleinen, aber wegen der Vernachlässigung ihrer 
Landmacht sehr gefährlichen Gegner, dem Bischof von Münster, angegrif- 
fen, und die östlichen Provinzen geriethen in die äusserste Bedrängniss "). 



land Pnfendorf X. 1 ff., deren Zweck war, eu erkunden »num Angliae opera Eleotor 
iflto sese aere alieno (der Hoefyserschen Schuld) apud Beigas exuere ac oppida sna ho- 
mm praesidiis liberare poaset'. Vgl. Bas nage 1. 759. 

^*) Dies meint wenigstens d^Estrades Lettres lil. 124. 

") An seine RAthe im Haag dat. Cöln a. d. Spr. 15/25. M&rz 1665 (im Museum 
Meermanno- Westreen i an um] . 

18) d'Estrades a. a. O. 

»•) Bei Aitzema V. 527. Londorp IX. 414. 

*^) Der Verlauf des Prozesses in Mecheln gab ein paar Jahre spfiter, als das 
Verhältniss wieder etwas gespannt war, dem Rathspensionär noch oft Gelegenheit, 
die Entscheidung zu verzögern und dem Kurfürsten den schon gehofften Sieg zu ent- 
reissen. Nach wie vor wurde die Hoefysersche Schuld benutzt, um auf den Kur- 
fQrsten eineta Druck zu üben. Erst nach langen Jahren ist sie definitiv zu Qunsteo 
Brandenburgs erledigt worden. 

*i) Im oben (n. 17) angeführten Schreiben. 

**) Historische Zeitschrift von Sybel XIII. p. 130. 
Maiar. tur Gesch. d. Gr. Kurfürsten. III. 10 



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f 46 ^* ^^ Bündniss gegen Münster. 

Der Kurfürst glanbte zuerst, durch die Allianz in den Besitz wenig- 
stens eines Theils der Clevischen Festungen gelangen zu können. Diese 
Aussicht verschwand freilich im Laufe der Verhandlungen, als der Kampf 
der Seemächte sich zum Vortheil der Staaten gewendet hatte, als die ari- 
stokratische Partei auf französische Hilfstruppen rechnen konnte. Wenn er 
gleichwohl schliesslich auf die staatische Allianz und nicht auf die Pläne 
Englands, des Kaisers, Münsters einging, so geschah dies einmal in Folge 
der nachdrücklichen Verwendung Frankreichs für jene Allianz — Frank- 
reich wollte den Krieg localisirt und möglichst rasch beendigt zu sehen, 
um seine Pläne auf die spanischen Niederlande ausführen zu können**), 
und wusste daher auch den Widerstand, den de Witt zuletzt dem braa- 
denburgischen Bündniss entgegensetzte, zu beseitigen — ; nicht minder aber 
auch, weil er hoffte, nach dem Abschluss der Allianz im Bund mit der 
statthalterlichen Partei im Inneren, die sich während der Bedrängniss Hol- 
lands im Sommer 1665 überall mächtig geregt hatte, das de Witt' sehe 
Regiment zu stürzen, seinen Neffen, den Prinzen von Oranien, an die 
Spitze des Staates zu stellen und dann mit der nun erst wirklich befreun- 
deten Republik eine gebietende Rolle in der europäischen Politik zu spie- 
len"). 

Die Verhandlungen wurden die meiste Zeit im Haag geführt. Erst im 
letzten Monat schickten die Staaten zur Beschleunigung des Abschlusses 
einen Gesandten an den kurfürstlichen Hof und zwar Beverniugk, der 
bisher auch schon in ihrem Namen vorzugsweise mit den brandenburgischen 
Gesandten verhandelt hatte. 

Hieronymus van Beverningk"), zu Gouda 1614 geboren, stammte 
aus einer im 16. Jahrhundert aus Preussen eingewanderten, oranisch ge- 
sinnten Familie. Er selbst aber hielt sich, seit 1646 für seine Vaterstadt 
Mitglied der Staaten von Holland und seit 1653 der Generalstaaten, zur 
aristokratischen Partei. Er war intimer Freund de Wittes und brachte 
nach einer streng geheim gehaltenen Verhandlung zwischen ihm, de Witt 
und Cromwell durch das Zugestäudniss der Acte van Seclusie den Frie- 



") 8. Instruction Ludwig'» XIV. für du Moulin vom 20. Nov. 1665 Urk. u. 
Actenst. II. 309. 

^*) In den Acten des niederländischen Reichsarchivs ist hierüber allerdings nichts 
zu finden. Dass dies aber eines der wirksamsten Motive für den Kurfürsten gewesen 
ist, geht zunächst aus den Berichten Colbert-Croissi's (ürk. u. Actenst. II. Ab- 
schnitt VI.) hervor, auf die ich ein für alle Mal verweise, und dann aus den Schrit- 
ten, die der Kurfürst unmittelbar nach Abschluss der Allianz (s. Aitzema \. 784 
u. 1008. de Witt, Brieven II. 214) und später 1667 für den Prinzen that. Die 
Acten des Preussischen Staatsarchivs, auf die ich mich übrigens auch in Betreff der 
Allianz mehrfach beziehen werde, um die Lücken der niederlllndischen Acten wenig- 
stens etwas auszufüllen, geben hierüber genügende Auskunft. (Einzelnes daraus in 
SybeTs bist, Zeitschrift XUI. p. 138 u. 143.) 

**) S. über ihn F. van Bylandt, het diplomatisch beleid vnn Hier, van Be- 
verningk gedurende de jaren 1C72— 1678 p. 1 u. 123 ff. — Bayle, Dictionnaire 
historique s. v. — Wicquefort, TAmbassadeur et ses fonctions IL 250. 



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Einleitung. 147 

den von Westminster 1664 zu Stande. Er wurde darauf Thesaurier-Generaal 
der Kepublik; wurde aber wiederholt auch in anderen, namentlich diploma- 
tischen Geschäften verwendet. Im Sommer 1665 legte er plötzlich dies 
Amt nieder zur schmerzlichsten Ueberraschung seiner Parteigenossen, na- 
mentlich de Witt's, wahrscheinlich weil er die dauernde Ausschliessung 
der Oranier durch die herrschende Oligarchie nicht für berechtigt und gera- 
then hielt'*). Seinen offenen Uebertritt zur oranischen Partei erklärte er 
allerdings nicht, wie er denn auch später unter Wilhelm III. wiederholt 
in den wichtigsten Fragen, namentlich beim JSTimweger Friedensschluss, dem 
Prinzen und seinen Anhängern opponirt hat. Beyern ingk sah eben nicht 
das Heil des Staates in der unumschränkten Herrschaft Einer Partei und 
trug mit Recht der seit 1650 wesentlich veränderten Situation im Innern 
der Republik Rechnung. Er hatte die äussere Stellung des Staates, dessen 
Macht und Ehre vorzüglich im Auge und hat nach Niederlegung jenes 
Amtes seinem Vaterlande bei den wichtigsten diplomatischen Verhandlungen, 
beim Frieden von Breda, von Aachen, in Spanien vor 1672, beim Congress 
in Cöln, endlich beim Nimweger Frieden, die grössten Dienste geleistet. 
Er war ohne Zweifel einer der ersten Diplomaten der Niederlande und sei- 
ner Zeif ). Hochgeehrt und gefeiert starb er 1690 in ländlicher Zurück- 
gezogenheit zu Lockhorst. 

Für die Verhandlungen mit Brandenburg 1665 und 1666 war er eben 
wegen seiner Mittelstellung zwischen der aristokratischen und der orani- 
schen Partei vorzugsweise geeignet, und das Zustandekommen der Allianz 
ist gewiss ihm l)esonders zuzuschreiben. Seine Mission an den Kurfürsten 
hat freilich nur kurze Zeit gedauert. Seine vorhandenen schriftlichen Be- 
richte darüber sind daher keineswegs zahlreich; überdies berichtete er wäh- 
rend seiner Gesandtschaft einmal den Staaten auch mündlich. Auch ent- 
halten seine Briefe nie mehr, als was seinen Auftrag unmittelbar betraf. Er 
befolgte, wie^die meisten anderen staatischen Diplomaten, streng die Vor- 
schrift, die einst Oldenbarnevelt einem Gesandten ertheilt hatte: ^De 
waerheyt int cort van t' geene van importantie is, sal wel voor goede style 
aengenomen werden**"). Ueberdies durfte er von seinen geheimen Verhand- 
lungen mit dem Kurfürsten an de Witt und die Staaten jedenfalls nichts 
berichten. 

Unmittelbar nach Abschlug s der Allianz zwischen dem Staat und Bran- 
denburg kam auch das nächste Ziel derselben, der Friede mit Münster, 
gleichfalls hauptsächlich durch Beverningk's Betheiligung zu Stande^'). 



*•) S. Basnage I. 751. Vreede, Inleiding I. 128. 

^') Das Einzige, "was man ihm vorwarf, war seine Neigung zu Debauchen im 
Trinken. Sonst zogen ihn viele selbst de Witt vor. Grovestins, Hist. des lüttes 
etc. II. 295 (nach Berichten Pomponne^s): il perd souvent avec la sobri^td du 
matin le m^rite et la capacit^ qu^il a eus jusqu^au diner. Vgl. Yreede a. a. O. p. 258. 

^) Instr. für Boetzelaer nach Frankreich 1614 bei Yreede, Inleiding I. Bijl. 
p. 47* 

'*) lieber das Verbaal, die zweite Sendung betreffend, s. die Anm. zu Bever- 
o ingk 's Schreiben vom 27. M&rz 1666. 

10* 



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I4B ^^' ^^ Bflndniss gegen Münster. 

Die Verbindung zwischen beiden Staaten wurde in demselben Jahre 
noch enger geknüpft durch die im October 1666 zum Schutz gegen Schwe- 
den abgeschlossene Quadrupleallianz zwischen den Niederlanden, Dänemark, 
Brandenburg und Braunschweig-Lüneburg. Im folgenden Jahre ferner wur- 
den lebhafte Verhandlungen über eine Action zum Schutz der spanischen 
Niederlande gegen Frankreich geführt und dem Abschluss nahe gebracht. 
Die oranische Partei zwang de Witt dazu, sich Brandenburg zu nähern; 
aber wenigstens gelang es dem Rathspensionär den Abschluss so lange hin- 
zuhalten, bis der Kurfürst die Geduld verlor und sich mit Frankreich ver- 
glich. Und kaum glaubte de Witt durch die Tripleallianz und den darauf 
folgenden Aachener Frieden die Ruhe Europas wiederhergestellt, als er 
auch dem Kurfürsten wieder mit Geringschätzung und Vernachlässigung be- 
gegnete, so dass die kaum gehobene Entfremdung wieder eintrat. 

lieber diese Vorgänge fanden sich im niederländischen Reichsarchiv 
mit Ausnahme weniger bei Aitzema und in den „Secrete Resolutien'' schon 
gedruckten Acten fast gar keine Materialien. Die Romswinckel*scheu 
Papiere enthalten wohl mehreres, indess wird das besser an einem anderen 
Ort im Zusammenhang mit den Acten des Preussischen Staatsarchivs zu 
publiciren sein. Auf Einzelnes daraus werde ich aber in der Einleitung 
zum IV. Abschnitt zurückzukommen haben. 



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III. Das Bündniss gegen Münster. 

1665 — 1666. 



Hamel Bruynincx an den Griffier. Dat. Cöln 3. März 1665. 

(Einigung zwischen Brandenbarg und Neubnrg. Allianz zwischen diesen , Münster 
und Cöln. Dieselbe kann nur gegen die Niederlande gerichtet sein.] 

Ick ben van verscheyde quartieren berigt worde, dat in de byeen- 1665. 
komste van de gedeputeerde van Churbrandenburgh ende Palts Neuw- ^- ^*"- 
burgh onder praetext van de verschillen over 't stuck van ßeligie door 
tusschen gpreecken ende bemiddelinge van den bisschop van Munster 
oock het diflferent aengaende het Condirectorium van den Westphael- 
sehen Crayts tusschen Churbrandenburgh ende Nieuwburgh bijgelegt 
ende de alternative wedersyts aengenomen ende daerbeneffens by dese 
occasie eene alliantie tot gemeyne defensie opgerigt is geworden: met 
dit onderscheyt, dat in d' eene advysen als leeden van dese alliantie 
staen genoemt de vorsz. drie hooge parthyen sonder Chur-Coeulen; 
ende in d' andere Chur-Coeulen, Churbrandenburgh ende Nieuwburgh 
sonder den bisschop van Munster'). Indien ick dit onderscheyt naer 
de gemeyne mompelingh bij een sal brengen, kan ick niet anders ad- 
viseren, als dat sy alle vier te saemen leden van dese alliantie syn. 
Het geeft groot bedencken, dat den bisschop van Munster sich soo 
veel gelegen heeft laten syn, om de disputen aengaende het voorsz. 
Condirectorium tusschen de voorsz. partyen te middelen, om daer door 
het in *t werck stellen van syne ende hare desseynen, daer sy on- 



*) Ueber diese zu Dorsten gepflogenen Verbandlangen und die daraus entstan- 
denen Verträge s. Alpen, de vita et rebus gestis Christopbori Bernardi ep. 
Monast. I. 124 ff. 



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150 ^^' ^^ BündnisB gegen Manster. 

twyflfelyck mede swanger gaen, ende die door het defect van het Con- 
directorium beneffens den bisschop van Munster (dat door de disputen 
van een privatiff gepraetendeert recht tusschen den Churfurst van Bran- 
denburgh ende Nieuwburgh was veroorsaeckt) merckelycken wiert ver- 
hindert ende omver gestooten, te beter te können bevorderen. Het is 
oock seer bedenckelyck, dat het woort defensie in de voorsz. alliantie 
alleen gebruyckt wort, om haer desseyn^n te couvreren, ende dat H. 
H. M. offensive daer mede voomamentlyck worden gemeynt, terwyl 
ick bevinde uyt de berichten die ick daer van bekome, dat het by een 
ieder alsoo opgenoomen ende ujigeduijt wort, om dat niemandt kan 
begrijpen, waer toe dese alliantie anders soude strecken, aengesien 
niemandt van de leden van dese alliantie van iemandt ter werelt wort 
gedreygt, oock voor niemandt ter werelt particulierlyck off meer als 
eenige andere leden van 't ryck hebben te vreesen; oock niet wel gelooft 
kan worden, dat die reflexie souden hebben op de differenten ende ge- 
dreygde feytelyckheden tusschen Churments ende Churpalts, aengesien 
noch Churcoeulen noch den bisschop van Munster gelooft können wor- 
den, parthij in desen tegens Churments te sullen kiesen, voomamentlyck 
Churcoeulen waer van verluyt, dat het in desen met Churments soude 
houden; veel min dat die reflexie op de pretensie van Churcoeulen 
op *t Stift Hildesheim off op de praetensie van den bisschop van Mun- 
ster op Delmenhorst soude nemen, waer omtrent Churbrandenburgh 
hem tegens de protestantse forsten met de catholykse Princen met 
geen fatsoen off schyn, als strydende tegens de Maximen ende notoire 
Intresten van de protestantsche parthy^ soude können voegen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 29. Juli 1665. 

29. Juli. Die Deputirten für die Sachen von Brandenburg werden ersucht, die 

brandenburgischen Minister zu sondiren, ob dieselben autorisirt sind, die 
früher über die Erneuerung der Allianz zwischen den Generalstaaten und 
Brandenburg gehaltenen Conferenzen fortzusetzen und zum Abschluss zu 
bringen, und darüber der Versammlung Bericht zu erstatten'). 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 3. Aug. 1665. 

3. Aag. Die Deputirten für die Sachen von Brandenburg berichten, dass sie 

den Compromiss über die Hoefysersche Schuld mit den brandenburgischen 



') Gutachten der staatiBchen Deputirten und der brandenbargischen Gesandten 
über die bei Erneuerung der Allianz vorzuncboienden Aenderongen b. bei Aitsema 
V. 526. 



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Gef&hrliche Haltung der westfttl. Fürston. Einleitung der AUianzverhandlungen. ^51 

Ministem abgeschlossen»); dass sie diese ferner in Betreff der Erneuerung 
der Allianz sondirt, und die Minister erklärt haben, dass nun drei Jahre 
verflossen seien, ohne dass man in dieser Sache die von ihrer Seite ange- 
regten Verhandlungen angefangen, dass sie daher nicht auf ihre veralteten 
Vollmachten hin dieselben jetzt aufnehmen könnten, dass sie sich vom Kur- 
fürsten, der übrigens einer Erneuerung der Allianz sehr geneigt sei, also 
neue Instruction geben lassen müssten*). — Wird beschlossen, bis auf Wei- 
teres die nähere Erklärung des Kurfürsten abzuwarten. 



Memoire von Blaspeil, Romawinckel und Copes an die 

Generalstaaten. Dat. Haag 8. Aug. 1665. 

Nach der Auswechselung der Tractatsratification betreffend die Hoefy- 8. Aug. 
sersche Schuld am 3. Aug. seien sie noch hier geblieben, weil die Depu- 
tirten der General Staaten erklärt hätten, beauftragt zu sein, mit ihnen über 
Emeuemng der vor zwei Jahren abgelaufenen Allianz zu verhandeln, falls 
sie dazu qualificirt seien. Letzteres hätten sie bejaht „bij aldien H. H. M. 
. niede genegentheit hadden, S. C. D. te gemoet te treden in sijnne redelicke 
ende rechtmatige begeerden ende interesten,'' welche sie dann näher be- 
zeichnet. Nun sei ihnen ihre Resolution vom 3. zugekommen, in der ge- 
sagt werde, man wolle warten mit der Allianzverhandlung, bis die branden- 
burgischen Minister instmirt seien. Da nun trotz ihres Verlangens die ge- 
nannte Resolution nicht geändert worden sei, so sähen sie sich genöthigt 
nach Cleve zurückzukehren und dem Kurfürsten zu berichten, damit nicht 
ihnen die Schuld der Verzögerung beigemessen werde. — Sie sprechen zum 
Schlass die Erwartung aus, dass man im Krieg mit England auf alle Fälle 
die Neutralität Cleves bewahren werde ^). 



*) Am"l. Aug (Aitzema V. 527). 

*) Dies Referat ist nicht richtig; der Bericht der Deputirten ist absichtlich in 
der Resolution verändert worden. Die brandenburgischen Gesandten hatten sich nicht 
mit mangelnder Instruction entschuldigt, vielmehr nur auf die veränderten Zeitum- 
stände, die Allianzen des Kurfürsten mit England und Frankreich u. A. hingewiesen, 
vor Allem aber verlangt, dass man sich noch vor der Allianzverhandlung praelimi- 
nariter über die Räumung der Clevischen Städte verständige. Dies wurde aber von 
den Staaten absichtlich ignorirt. Bericht der brandenb. Gesandten vom 8. Aug. 

*) Die brandenburgischen Minister meinten, die Staaten wollten die Alliansver- 
handlung nur auf die lange Bahn schieben, um indess zu sehen, „wie es sich mit 
England und Frankreich sohickeu wollte*. Allerdings hatten ihnen seit dem 1. Aug. 
die staatiscben Deputirten keine Conferenz wieder angesagt. Das obige Memoire 
wurde den Deputirten zum Referat übergeben, „welches bei dieser Regierung ordi- 
narie, wenn man nicht fort will, zu geschehen pflegt". Beriebt vom 11. Aug. — 
Blaspcil und Romswinckel reisten ein paar Tage darauf nach Cleve und such- 
ten auf dem Hinweg die in Arnheim versammelten Staaten von Geldoriand zur Be- 
förderung der Allianz zu veranlassen. 



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J52 ^^' ^'^ Bündniss gegen Münster. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 15. Aug. 1665. 

15. Aug. Auf Bericht der Deputirten über ihre mit den brandenburgischen Mini- 

stern über deren Proposition vom 8. gehaltenen Conferenzen ist beschlos- 
sen, über den ersten Theil der Proposition keine Resolution zu fassen; den 
zweiten Theil zu bewilligen und den Commandanten in den Clevischen Fe- 
stungen die strengste Beobachtung der brandenburgischen Neutralität im 
Krieg mit England anzubefehlen^). 



Romswinckel an Joh. Copes. Dat. Cleve 9/19. Aug. 1665*). 

[Die Evacuation stösst auch in Gr^lderland auf Schwierigkeiten. Emmerich will man 
keinesfalls rAumen, allenfalls Orsoy als das abgelegenste.] 

19. Ang. Schickt die Resolution, welche die Staaten von Gelderland auf dem 

Landtag zu Arnheim, die Allianz betreffend, gefasst haben. Betreffende 
d' AUiancie ende evaeuatie der Steden hebbe allerhande discurssen 
ende raisonnementen gehadt, ten einde H. E. M. daer over in specie 
sich mochten willen resolveren ende haere Gecommitteerde ter Gene- 
raliteijt instnieeren, maer hetselve in specie niet können obtineren, 
ter oorsaeke dat geseijt wierde, dat tervvielen haere Gecommitteerde 
haer de minste kennisse oft ouvertuire niet en hadden gegeven van 't 
geene die aengaende tussen ons in die conferencie ofte in het parti- 
culier onder de handt mögt wesen gepasseert, sij geen reden off fun- 
dament hadden, om daer van in de publicque resolutie mentie te mae- 
cken; onder verseckering nochtans, dat soo haest haere Gecommitteerde 
dienaengaende behoorlich Rapport souden hebben gedaen, daetelich 
eenen anderen extraordinarissen Landtdag soude werden uijtgeschre- 
ven ende daerop eene redelicke resolutie genomen; ende vermits ick 
moste oordeelen, dat deese reden peremptoir waeren, soo hebbe ick 
oock daerby moeten acquiesceeren. Ondertusschen hebbe ick soo well 
tot Nijmegen als Arnhem met eenige Heeren over dese materie spree- 
kende wegens het point van evaeuatie soo veel verstaen, dat in cas 
eenige plaetsen souden moeten werden geevacueert, het alsdan die aff- 
gelegenste ende in specie Orsoij moste wesen, ende geloove dat die 
evaeuatie van het Genneper Huijsch mede geen difficulteit soude heb- 
ben, bij aldien die Steden van Nijmegen ende Dordrecht konden ge- 
rust gesteh werden wegens haer daerby gepretendeert intereste*), als 
andere met mij vermeenen, dat sali können geschieden, wanneer men 
alleen reden will plaets geven. Ick hebbe oock niet anders uit die 



») Vgl. Aitasema V. 532. 

^) Cöncept in den Roms winckel' sehen Papieren. 

') Nämlich wegen des Genneper Zolls und Licents. 



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Stimmung der Provinzen Gelderland, Oyerijssel und Holland. |53 

Geldereche Heeren haere discurssen afiiiemen können, als dat sij lie- 
ver Orsoy ende Genneper Huijsch als die Stadt Emmerich souden eva- 
cueren ende sulcks wegen die naegelegenheit aen Schenckenschans 
ende het Zutphense Quartier wegens het daerinn brengen der Cance- 
lije in tijt van noot; als mede wegens die reglementen in de guami- 
soenen wierden ooek voorslagen gedaen, sulcks dat wanneer maer de 
Heeren van Hollandt haer willen accommodeeren, het point van Eva- 
Guatie ende de onderlinge Alliancie haest sali können werden getroffen 
tot wedersijts contentement, vermits ick in der daet groote inclinatie 
in Gelderlant hebbe gevonden, om S. C. D. te contenteren ende met 
deselve sich vast te setten. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 19. Aug. 1665. 

Die Depath-ten von Gelderland machen bekannt, dass die Staaten, ihre 19. Aug. 
Principale, darauf antrügen, dass die Erneuerung der Allianz mit Bran- 
denburg durch alle möglichen Mittel befördert werde: Worauf beschlossen 
wird, die Deputirten für die Sachen von Brandenburg zu ersuchen, dass sie 
die Conffrenzen mit den brandenburgischen Ministern wieder aufnehmen 
und darüber berichten. 

(Dasselbe wird am 8. Sept. auf Gesuch von OverijsseP) beschlossen.) 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 17. Sept. 1665. 

Auf Bericht der Committirten für die Sachen von Brandenburg ist be- 17. Sept. 
schlössen, bei der Genialität zu beantragen, dass Commissarien ernannt 
werden, um mit den brandenburgischen Ministern über die Allianz zh ver- 
handeln, und dass dabei die Allianz von 1655 zu Grunde gelegt werde, 
doch mit den Veränderungen, dass 1) im 8. Art. ähnlich wie in der Allianz 
mit Frankreich v. 1662 bestimmt werde, dass man keine Verträge schliessen 
dürfe, welche die Ausführung dieser Allianz irgendwie hindern könnten; 
dass 2) die im 15. Art. vorbehaltenen exempten Privilegien von Privatper- 
sonen schon vor 1655 bestanden haben müssen; 3) möge das Secours hinc 
inde gleichgemacht und jedenfalls etwas erhöht werden. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 23. Sept. 1665. 

Die Deputirten für die Sachen von Brandenburg berichten über die mit 23. Sept. 
den brandenburgischen Ministern*) zusammen mit dem Thesauriergeneral 

*) Anfang September war Fürst Morita v. Nassau in Z wolle gewesen und 
hatte den dort anwesenden Deputirten von Vriesland, Overijssel und Groningen die 
Nothwendigkeit der brandenburgischen Allianz vorgestellt. Bericht vom 8. Sept. 

') Am 25. Aug hatte ihnen der Kurfürst Vollmacht zur Erneuerung der Allianz 



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154 ^' ^'^ Bündniss gegen Münster. 

(BeverDingk) gehaltenen Conferenzen betr. die Emeuerong der Allianz: 
dass dieselben sich damit einverstanden erklärt, dass anf den Fuss des Ver- 
trags von 1655 verhandelt werde, aber als Präliminarpuncte vorgeschlagen 
haben: dass die jetzige Verhandlung nicht als eine ganz neue, sondern als 
Fortsetzung der alten Allianzen angesehen werde, damit des Kurfürsten 
Allianzen mit anderen Potentaten, namentlich England, nicht choquirt wer- 
den; dass femer der Staat die Clevischen Städte entweder ganz oder we- 
nigstens zum Theil räumen müsse, und einige andere Bemerkungen über 
den Vertrag von 1655 mehr: Worauf beschlossen wird, dass die Deputirten 
die Conferenzen fortsetzen, sich Einsicht in den Vertrag mit England aus- 
bitten, beide Theile Entwürfe einiger Artikel aufsetzen und darüber sich 
unter einander des Näheren vereinbaren sollen. 



Resolution der Generalstaaten*). Dat. 23. Sept 1665. 

23. Sept Ferner ist beschlossen, die genannten Deputirten anzuweisen, dass sie 

in den mit den brandenburgischen Ministern zu haltenden Conferenzen über 
Erneuerung der früheren Allianztractate „egeene impressie ofte hoope* ge- 
ben sollen, dass sich der Staat zur Räumung der auf dem Gebiet des Kur- 
fürsten gelegenen und mit dem Militär des Staats besetzten Städte verste- 
hen werde. 

Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 24. u. 25. Sept. 1665. 

^5. Sept. Beverningk berichtet, dass er eine Privatunterhaltung mit den bran- 

denburgischen Ministern gehabt gemäss der Resolution der Generalstaaten 
vom 23. Sept., und dass diese ihm gesagt, dass der Kurfürst allerdings mit 
England eine Allianz geschlossen habe, dieselbe sei jedoch nicht geheim, 
habe auch keine geheime Artikel, sondern sei öffentlich durch den Druck 
publicirt; dass der Kurfürst dem Staat sehr zugeneigt sei; dass sie aller- 
dings nicht positiv versprechen könnten, dass der Kuffürst mit Münster 
brechen und sich gegen dies direct mit dem Staat verbünden werde, dass 
dies aber sehr wahrscheinlich sei, da der Kurfürst die Ratification des 
letzten Vertrags mit Münster bis auf nähere Ordre verschoben'). — Die 



ertheilt. Blaspeil und Romswinckel waren daher von Cleve nach dem Haag zu- 
rückgekehrt, sobald sie gehört hatten, dass die Staaten die Verhandlungen wieder 
anknüpfen wollten. 

') Diese Resolution steht im Secreet, die vorhergehende im Ordinaris Register 
der Resolutien van H. H. M. 

') Beverningk hatte von den Gesandten wissen wollen, wie weit sich der Knr- 
fÜrst eventualiter mit den Staaten gegen den Bischof von Münster engag^ren werde, 
falls dieser im Band mit England den Staat angreife. Die Gesandten erinnerten am 
Schlnss ihrer Antwort auch an die Evacuation, ,da habe sich aber Beverningk mit 
zu vielen Geschäften entschuldigt and sich plötzlich empfohlen*. Bericht vom 



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Die Eyacoation der Glevischen St&dte. Hilfe gegen Münster. 155 

Committirten für die Sachen von Brandenburg werden am ihr Adyis über 
die ganze Verhandlung ersucht und einstweilen beschlossen, bei der Gene- 
ralität Fortsetzung der Conferenzen mit den brandenburgischen Ministern 
auf Grund der Resolution von Holland vom 17. Sept. zu beantragen. 



, Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 29. Sept. 1665. 

Auf Bericht über die zwei von den brandenburgischen Ministern auf- 29. Sept. 
gestellten Präliminarpuncte ist beschlossen, bei der Generalität zu beantra- 
gen: dass als Hauptaugenmerk bei der Allianz mit Brandenburg anerkannt 
werde, im Fall der Noth von demselben eine kräftige Hilfe gegen Münster 
zu erhalten; dass mit Rücksicht auf diesen Zweck einige Artikel entworfen 
werden sollen auf Grund der Allianz von 1655. Die Räumung der Clevi- 
schea Städte anlangend, so soll dieser Punct verschoben und bis auf zu- 
letzt aufgespart werden, um, wenn die anderen Artikel vereinbart sind, dar- 
über zu verhandeln, ^in vertrouwen dat hoochgemelte Churfurst daer on- 
trent door het middel van eenigh ander convenabel expedient sal connen 
acqaiesceren, die poursuittes te laten vaeren, ofte dat andersints dienthalven 
soodanigh temperament sal connen werden uijtgevouden, als tot wederzijts 
genoegen sal wesen gerequireert.** 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

. Dat. 13. Oct. 1665. 

Beverningk berichtet über die letzten Conferenzen mit den branden- 13. Oct. 
burgischen Ministern: dass diese auf besonderen Befehl des Kurfürsfen *) 
als conditio sine qua non die sofortige Räumung Orsoys und das Verspre- 
chen, das Haus Gennep nach dem Krieg zu räumen, verlangt, sowie dass, 
wenn der Kurfürst in Wesel oder Emmerich seine Residenz nehmen oder 
seine Kanzlei hinschaffen will, die dortige Garnison auch ihm verpflichtet 
werde und einen Eid leiste; der Kurfürst erwarte darauf eine schleunige 



26. Sept. — lieber die Nichtratification des Dorstener Vertrags mit Münster s Pa- 
fendorf X. 9 and Urk. a. Actenst. II. 30G. 

') Vom 3. Oct. Pufendorf X. 10. Der Kurfürst schreibt in diesem Rescript: 
«Die Staaten haben ja billig zu bedenken, dass die Freundschaft, soll sie Grund ha- 
ben und beständig sein, nicht nur Ton einer, sondern von beiden Seiten herrühren 
miiBS, und Uns daher nicht -also, wie bis hierhin geschehen, ferner zu tractiren. Denn 
wenn es auch gleich ihre eigenen Städte wären, so wäre dennoch billig, wenn Wir 
sie assistiren sollten, dass sie Uns davon so viel als Wir zu Unserer Sicherheit nö- 
thig haben, einräumten.* Man sage zwar, die Staaten wollten die Städte gar nicht 
behalten und nur gerade jetzt nicht räumen, nach Beendigung des Krieges aber von 
selbst einige Garnisonen einziehen; er wolle sich jedoch mit so blasser und wenig 
fundirter Hoflfnung nicht abweisen lassen, nachdem er einmal um die Räumung so 
emsig angehalten. — Beverningk nahm die Mittheilung dieses Rescripts sehr Abel 
auf. Bericht vom 13. Oct. 



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15g ni. Das Bündnias gegen Mfinster. 

'Antwort, da er von anderen Seiten stark umworben werde und seine Mass- 
regeln treflFen wolle. — Die Committirten für die Sachen von Brandenburg 
sollen diese Puncte prüfen und darüber berichten. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 15. Oct. 1665. 

15. Oct. Die Deputirten berichten über ihre Conferenzen mit den brandenburgi- 

schen Ministern betreffend die Erneuerung der Allianz : dass dieselben^ be- 
vor sie sich in die Yerhandlung eingelassen, über ein preallabel point sich 
die Erklärung der Generalstaaten ausgebeten: das nämlich Orsoy sofort, 
Gennep erst nach Beendigung des Krieges geräumt und die Garnisonen 
von Wesel und Emmerich in den Eid des Kurfürsten genommen würden, 
so oft und so lang derselbe wegen Kriegsgefahr seinen Hof und Kanzlei 
nach diesen Städten verlegen müsse. — Die Deputirten von Holland und 
Westvriesland werden ersucht, sich morgen darüber zu erklc^n. 

Holland muss am 16. nochmals an diese Erklärung gemahnt werden; 
ebenso am 17. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 23. Oct. 1665. 

23, Oct. Die Deputirten von Holland und Westvriesland legen das ProWnzial- 

advis über die Erneuerung der Allianz mit Brandenburg vor. Darauf wird 
beschlossen, die Deputirten für die Sachen von Brandenburg zu ersuchen, 
die angefangenen Conferenzen mit den brandenburgischen Ministern wieder 
aufzunehmen und mit möglichstem Nachdruck darauf zu dringen, dass vor 
Allem die Truppenhilfe festgestellt werde, welche der Kurfürst im Belaufe 
von mindetsens 6000 M. dem Staat ^promptelijck*^ gegen Münster und dessen 
Adhärenten leisten soll, mit dem Versprechen, wenn unter diesen Bedin- 
gungen die Allianz abgeschlossen sei, solle ihm zur Sicherung der Clevi- 
schen Kanzlei die Stadt Emmerich eingeräumt werden. Ferner werden die 
Deputirten ermächtigt, ^omme tot uijtwerckinge van meerder secours, de» 
noot sijnde, van de pretensie wegens de Hoefiijsersche schult naer gele- 
gentheijt te mögen spenderen,^ wenn der Kurfürst gleichfalls seine Geld- 
ausprüche fallen lasse*). 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 24. Oct. 1665. 

2^ti<iQi. Blaspeil, Romswinckel und Copes erscheinen in der Versamm- 

lung mit den gewöhnlichen Ceremonien und legen das Schreiben des Kur- 



*) Holland oder vielmebr de Witt wurde auf einmal zurückhaltender gegen 
Brandenburg, weil unterdess die Situation des Staates sieb wesentlich gebessert hatte: 
die Flotte beherrschte den Kanal, die französischen Hilfstruppen näherten sich den 
staatischen Grenzen (Rousset, Louvois I. 86), und ein Vertrag über Stellung yod 
Truppen kam mit Lüneburg zu Stande, mit dem sich de Witt lieber einliess als 
mit Brandenburg (M^moires du Comte de Guiche p. 96). 



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Holland verweigert die Evacuation. Die französischen Hilfstruppen. j[57 

fürsten vom ö. Oct.*) vor*). Sie werden vom Präsidenten wieder hinaus- 
geleitet und darauf beschlossen, die Deputirten für die Sachen von Bran- 
denburg zu ersuchen, die angefangenen Conferenzen mit den brandenburgi- 
schen Ministern über , die Erneuerung der Allianz, mit dem was davon 
abhängt, in Uebereinstimmung mit ihrer Resolution vom 23. wiederaufzu- 
nehmen und darüber zu berichten. 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 27, u. 28. Oct. 1665. 

Die Committirten für die Sachen von Brandenburg berichten, dass sie 27. u. 28 
in einer Conferenz mit den brandenburgischen Ministern denselben mitge- Oct. 
theilt hätten, dass die Generalstaaten die Räumung Emmerichs zugestan- 
den, dass diese aber damit nicht zufrieden gewesen, vielmehrt erklärt, eher 
würde der Kurfürst von der Räumung der Clevischen Städte ganz abstehen, 
als sich mit Emmeridi begnügen*); sie seien bei ihren früheren Forderun- 
gen stehen geblieben, hätten um baldige Antwort darauf gebeten und ver- 
sichert, dann würde der Kurfürst nicht allein beträchtliche Hilfe leisten, 
sondern ihnen auch, soweit es ihm nur irgend möglich sei, entgegenkommen. 
— Die Committirten sollen diese Dinge andächtig überwägen und wieder 
berichten. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 29. Oct. 1665. 

Es wird ein Memoire der brandenburgischen Minister verlesen, worin 29. Oct. 
dieselben erklären, dass der Kurfürst in den Marsch der französischen 
Truppen durch Cleve nicht einwilligen könne*); man möge daher die nöthige 
Ordre deshalb erlassen, sowie auch über einige andere Puncte, welche sie 
nach einander vorgebracht, endlich Resolution fassen. — Die Deputirten für 
Brandenburg werden ersucht, mit ihnen darüber zu conferiren und die Sa- 
chen dahin zu dirigiren, dass der Marsch der Franzosen über den Clevi- 
schen Boden ^gefaciliteert" werden möge. 



*) Aitzema V. 653, Der Kurförst erbietet sich darin zur Vermittlung eines 
Friedens mit Münster und verlangt Bewahrung der strengsten Neutralität im Cle- 
vischen. 

') Sie stellten auch (auf Anrathen der Prinzessin von Oranien) die Nothwen- 
«digkeit und die Vortheile der Allianz vor. Bericht vom 27. Oct. 

') Sie bestanden auf Orsoy, weil dies einen Rheinübergang darbot. Bericht 
vom 27. Oct 

^) Der Kurfürst hatte seinen Residenten am 24. Oct. aufgetragen, die Staaten vor 
dem zu eiligen Herbeirufen französischer Hilfstruppen zu warnen; dies Schreiben 
wagten die Residenten den Staaten nicht mitzutheilen , weil sie den Verdacht der 
französischen Partei, als begünstige der Kurfürst die Oranier, nicht mehren wollten 
and fürchteten, dieselbe werde die Warnung nur missbrauchen, um den Kurfürst bei 
Frankreich zu verdächtigen. Blaspeil an Schwerin 3. Nov. Pufendorf X. 10. 



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158 ^^* ^^ BfindniBS gegen MOnster. 

Colonel R. Haersolte') an den Griffier. Dat Celle 

20/30. Oct. 1665. 

30. Oct. Yoor weyaigh daghen heeft den Oversten Mol met gemelten Bisschop 

(v. Münster) gecapituleert; om een regiment van 10 compagnien te voet te 
lichten. Ick werde hier van goeder handt bericht, dat onder andere advan- 
tageuse conditien eyndelyck de bisschop van Munster an de Here Ceur- 
vorst van Brandenborch soude gerepreseuteert hebben, syn gehele arm^ 
over te geven, mits dat hy soude beloven, de insolentie van de Heeren Sta- 
ten (haec erant ipsius formalia), daermede de duytsche vorsten worden be- 
jegent, te helpen ressenteren ende wreken: doch dat al het selve by de 
Here Cenrrorst soude &yn afgeslagen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. l.Nov. 1665. 

1. NoY. Nach Berathnng darüber ist beschlossen, dass die Deputirten für die 

Sachen von Brandenburg morgen die angefangenen Conferenzen mit den 
brandenburgischen Ministern wieder aufnehmen, auch einen Allianzentwurf 
mit ihnen vereinbaren und schriftlich aufsetzen sollen ^met stipulatie van 
reele assistentie ende secours van volck, nevens d' evacuatie ende inruy- 
minge der Stadt Orsoy**, doch vorbehaltlich der Approbation der General - 
Staaten und der freien Deliberation der Provinzen*). 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

11. Nov. 1665. 

11. Nov. Auf Bericht des Rathspensionärs über die letzten Conferenzen mit den 

brandenbnrgischen Ministern ist, vorbehaltlich der freien Zustimmung der 
Principale, beschlossen: 1) dass ein Allianzentwurf aufgesetzt werde, worin 
die Räumung Orsoys zugestanden wird, wenn der Kurfürst dem Staat mit 
2000 wohlgeübten Soldaten gemäss dem 9. Art. der Allianz von 1655 bei- 
springe und ferner binnen 1 Monat nach der Unterzeichnung mit Münster 
breche und ihn mit einer competenten Anzahl Reiter und Knechte in sei- 
nen Landen angreife*); 2) die Garantie des Staats von Seiten des Kurfür- 



^) Gesandter der 8UateD bei den Heriogen vos Brauoschweig-Läneburg. 

^) Dies Zugestttcdniss war das Werk der Bemühungen d'Estrades* (Lettres 
III. &09), der Anfangs zwar der Meinung gewesen war, die Cleviscben 8üldte seien 
besser in der Staaten als in des Kurfürsten Hand (Bericht d. brand. Qes. y. 8. Aug.), 
aber auf Befehl Ludwig^s XIV., dem am Zustandekommen der Allians gelegea war, 
nun für die Evacuation und Befriedigung des Kurfürsten tbätig war (Urk. u. Actenst. 
n. 3J3). 

') Nachdem die frsnsösischen Hilfstrnppen angelangt waren, wollte Holland von 
Frieden mit Münster durchaus nichts mehr wissen, sondern den Bischof ordentlich 
süchtigen und «ihm ein Gebiss in den Mund legen*, w&hrend der Kurfürst jedenfalls 
vorher eine friedliche Vermittlung versuchen wollte. Blaspeil an Schwerin 
6. Nov. Mit obiger der R&nmung Orsoys angehängten Bedingung waren die bran- 



b 



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Bäamung Orsoys, aber erst nacb dem Kriege, zugestanden. 159 

sten soll nicht gültig sein gegen England, ausser wenn dieses die Nie- 
derländer in der Ostsee belästigt oder angreift oder nach geschlossenem 
Frieden wieder Krieg beginnt; dagegen soll auch die verlangte Ausdeh- 
nung der Garantie über alle kurfürstlichen Lande von Seiten des Staats de- 
finitiv abgelehnt werden. Die übrigen Puncte (Reglement für die Garniso- 
nen im Clevischen, Rückgabe des Genneper Zolls, freie Ausfuhr von 
Kriegsmunition, Garantie des Vertrags mit Polen über Räumung Elbings) 
sollen besonders verhandelt, die zwei letzten aber jedenfalls abgelehnt 
werden. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 16. Nov. 1665. 

Auf Bericht der Deputirten über ihre Confei^nz mit den brandenbur- 16. Nov. 
gischen* Ministern ist beschlossen, dass die genannten Deputirten die Mini- 
ster ersuchen sollen, wie ihnen von staatischer Seite ein Entwurf der Ar- 
tikel betr. die Hilfeleistung und die Räumung Orsoys vorgelegt sei, so auch 
ihrerseits ihre äusserste Intention rundheraus schriftlich zu übergeben, da- 
mit die Sache endlich einmal zu einem gewünschten Ende gebracht werden 
könne*). 

Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 3. Dec. 1665- 

Auf Bericht der Committirten für die Sachen von Brandenburg über 3. Deo. 
eine Conferenz mit den Deputirten von Utrecht über die Erneuerung der 
Allianz mit Brandenburg, ist beschlossen bei der Generalität zu beantragen, 
dass man mit Brandenburg dahin sich vertrage, dass es sofort mit Mün- 
ster breche und gegen dies mit mindestens 10,000 M. aufs Kräftigste agire, 
bis man einen ehrenvollen, sicheren Frieden habe ; dafür soll der Staat ver- 
sprechen im Beginn des Krieges 60,000 Rthlr. zu zahlen und nach Been- 
digung desselben*) Orsoy zu räumen. 



denbargiscben Gesandten natürlich wenig Kufrieden. Vgl. ihre Eingabe vom 13. Nov. 
bei Aitsema V. 507. 

') Nach d'Estrades (HI. 509) stellten die brandenbnrgiscben Miniater, auf An- 
stiften der Prinzessin AmaliC) die das Zustandekommen des Vertrags nicht wünschte, 
die Forderung, dass dem Kurfürsten von den Staaten 3000 M. unterhalten würden, 
die nur von ihm Befehle empfingen, und dass dem Bischof Ton Münster 1 Monat 
Zeit gelassen werde, sich aus dem staatischen Gebiet zurückzuziehen: was die Staa- 
ten sehr choquirt habe. Die brandenhurgischen Gesandten beschwerten sich ihrer- 
seits aber nicht minder über Verschleppung der Verhandlung. Eingabe vom 13. Nov. 
bei Aitzema V. 532. 

') Diese Aenderung des «frClhercn Zugestftndnisses hatte ihren Grand in der Be- 
sorgniss der Staaten, der KnrfÖrst möchte durch den Kaiser überredet doch noch auf 
Münsters Seite treten (de Witt an Beuningen 19. Nov. Brieven II. 118). de Witt 
namentlich zeigte sich sehr wenig nachgiebig gegen den Kurfürsten. Zu d^Estrades 



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|gO .^^- ^^^ BÜDdnisB gegen Mfinster. 

Bedingungen für die Eäumung Orsoys. Dat. Mitte Dec. 1665 *). 

Mitte Dat S. C. D. van Brandenburg van sijne. zijde aenstonts Boude 

^®®' treden in rupture tegens den Bisschop van Munster, doch denselven 
met eenen doen voorhouden de navolgende poineten, als: 

„Dat den voom. Bisschop sal evacueren alle de plaetsen van den 
Staet van H. H. M. genomen. 

Sijne Militie te casseren op 1500 man, om sijne forteressen mede 
te können besetten. 

Te renuncieren van alle pretensien, die hij op de geinvadeerde 
plaetsen (tot Borculo iBcluis) vermeijnt te hebben. 

Älsmede afstand te doen van alle alliantien tegen den Staet van 
H. H. M. gemaeckt. 

Ende hier nae geen andere tegens die te suUen mögen maken. 

Ende dat voor al het gene voorsz. is, S. Kays. Majt neffens den 
Westphaelssen Kreits guarand soude blüven."* 

All 't welcke indien den Bisschop eflfective kompt aen te nemen 
ende met den eersten te praesteren, soo sullen H. H. M. ten bebouve 
van S. C. D. terstond mede de stad ende Casteel Orsoy doen eva- 
cueren. 

Maer den voorn. Bisschop deselve pointen niet willende aennemen 
ofte presteren, dat alsdan S. C. D. tegens denselven op het alderkrag- 
tigste soude ageren met een leger ten minsten van 8000 man, ter tijd 
en wijlen toe eene honorable en versekerde uijtkompste van den oor- 
logh sal wesen geconsequeert. 

Ende sullen H. H. M. van hare sijde ter sekerder ende efficacieuse 



äasserte er: Nous creverons plustost que d^accorder k 8. A. £. Rucane chose qal ne 
soit profitable k Testat ou oontre sa repntation, pnisque nous sommes assurec de Tas- 
sistance du Roy de France. Blaspeil an Schwerin 13. Nov. 

^) Aus den Roms wincke loschen Papieren mit der Anmerkung Yon Copes* 
Hand: „Dient voor Memorie, dat den 12. ende 13. Dec. 1665 dese pointen sjn beraemt 
ende te papyr gebracht door de Heere ran Renswoude ende de Heere van Ame> 
rongen ten overstaen van de Heere Raet Pensionaris van Holland ende andere Gte- 
deputeerden, ende alsoo door deese twee eerste Heeren gelevert in Händen van H. H. 
Princesse Douairiere van Oragnien, om die in haer brief ux te sluyten ende te re- 
commandcren aen S. C. D. ; endo syn op den IS« deses deselve met eeu exprcAse post 
van H. H. M. op Cleve gesonden.* 

Zu der Abschrift, auf dem Preuss. Staatsarchiv befindlich, bat Schwerin hin- 
EUgesch rieben : 

«Diese Puncte sind mit einem Expressen von I. H. der Prinsessin von Ora- 
nien überschicket, und haben 8. Ch. D. selbst geantwortet, dass sie Ihro nicht an- 
ständig.* 



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Der Kurfürst veizichtet auf die Rftumaog Orsoys. Ifil 

uijtvoeringe van 't gene voorsz. staet, met den aenvangh van de rup- 
ture geven eene somnie van 60,000 Rijxd. 

Ende dat H. H. M. voorts den oorlog in dier vougen getermineert 
wesende aen ofte ten behouve van S. C. D. sullen doen evacueren de 
Stad en Casteel van Orsoy. 



Resolution der Staaten von Holland und Westvinesland *). 
Dat. 19.Dec. 1665. 

[Bedingungen^ unter denen sie bereit sind, die von den brandonburgischcn Gesandten 
eingereichten AUianzentwfirfe anzunehmen.] 

De Heer Pensionaris Vivien heeft ter Vergaderinge gerapporteert 19. i)ec. 
de consideratien ende t' advis van de beeren H. E. G. M. Gecommit- 
teerden, hebbende in gevolge ende tot voldoeninge van derselver reso- 
lutie conimissoriael van gisteren geexamineert ende overwogen seecker 
concept van AUiantie, raitsgadcrs oock seecker projeet van een nader 
conjunctie ende verbintenisse tusschen dißen Staet ende den Heere 
Churfurst van Brandenburgh aen te gaen, wesende beijde de voorsz. 
concepten ofte projecten bij de beeren alhier aenwesende Ministers van 
S. C. D. geformeert ende op 't papier gebracht'): Waerop gedelibe- 
reert sijnde is goetgevonden ende verstaen, dat van wegen H. E. G. M. 
de saecke ter Generaliteit daer heenen zal werden gedirigeert: 

In den eersten, dat gedeclineert möge werden de generaele gua- 
rantie bij het 3. art. van *t voorsz. concept van AUiantie ten behouve 
van S. C. D. geprojecteert ende dienthalven verbleven bij het gecon- 
venieerde in den jaere 1655, ende dat in allen gevalle de versochte 
guarantie van Pruijssen ende Pomeren niet vorder möge werden geex- 
tendeert, als tot soodanige plaetsen, die aen de zee leggen ofte waertoe 
men uijt de zee door navigable revieren acces can hebben. 

Dat ten tweeden insgelijcx möge werden geexcuseert de guarantie 



^) Der Kurfürst hatte sich endlich entschlossen, lieber von der sofortigen Räu- 
mung Orsoys abzustehen als sich unbedingt znr Ruptur mit Münster zu verpflichten. 
Dies wurde den Staaten durch ihre von Cleve zuruckkuhrenden Gesandten (Ripperda 
tot Buirse, Job. de Witt [Vetter des R - P. | und v. Haren, die den Kurfürsten 
bei seiner Ankunft in Cleve begrüssen sollten, Resol. vom 27. Nov. bei Aitzema 
V. 666) tnitgetheilt (de Witt an Beuningen 17. Dec Brieven II. 143), sowie durch 
eine Eingabe der brandcnb. Gesandten vom 18. Dec. (Aitzema V. 517), und darauf 
wurde die Wiederaufnahme der Allianzverhandlungen beschlossen (Resol. v. IG. Dec.). 
•) Am 16. Dec. (Pufendorf X. 12, wo der wesentliche Inhalt derselben ange- 
geben ist), de Witt war mit diesen Entwürfen höchst unzufrieden, da sie eine 
Menge neuer Forderungen enthielten, über die man sich erst informiren musste, was 
dann neue Verzögerung veranlasste (an Beuningen 24. Dec. Br. IL 148). 
Mater, zur Ge&cli. d. Gr. Kurrurstcn. 111. H 



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jg2 ^^' ^^' Bündniss gegen Münster. 

van de Stadt Elbingh in het 4. art. gementioneert, immers ende in allen 
gevalle, dat deselve bij het Tractaet niet anders möge werden toege- 
staen, dan onder beneficie van een secrete acte, waer bij den hoochged. 
Heere Churfurst soude overgeven, dat de intentie van de hooge par- 
thijen niet was geweest van desen Staet daerdoor tot eenige dadelijcke 
guarantie van de voorsz. Stadt te verbinden, maer alleen, om H. H. M. 
dienthalven tot het aenwenden van verbale debvoiren ende offieien te 
obligeren, sonder meer. 

Ten derden, dat debvoiren mögen werden aengewent, ten eijnde 
S. C. D. bij het 12. art. möge werden gedisponeert,. desen Staet ge- 
duijrende den jegenwoordigen Oorlogh met Engelandt ii; de Oostzee 
te guaranderen ende sich indistinctelijck te verbinden, deselve in het 
toecomende oock tegens Engelandt de guarantie te praesteren, bij al- 
dien den jegenwoordigen Oorlogh geeijndight zijnde naederhand weer 
op nieuws eenige Oorlogh bij 't selve rijck desen Staet mochte werden 
aengedaen. 

Ten 4. dat soorghvuldigh mögen werden vermijd alle soodaenige 
expressien, die desen Staet eenighsints souden schijnen te obligeren, 
om in het toecomende de versochte evacuatie van plaetsen toe te staen, 
ende dat dienvolgende de eerste perioden in het 14. art. ter neder ge- 
stelt mögen werden gedresseert naer den voet van de voorgaende AI- 
liantie; Dat wijders oock de retroacta mögen werden naergesien no- 
pende het respect ende d* obedientie, die S. C. D. in de Cleeflfscbe 
Steden met het guamisoen van desen Staet beset soude werden ge- 
presteert, om daerop de noodige reflexie te werden gemaeckt, alsmede 
dat aen desen Staet de keure möge werden gelaten, ora in sulcken 
cas aen S. C. D. tot desselffs commoditeijt ende verblijflF soodanigen 
plaets te assigneren, als H. H. M. alsdan naer de constitutie van tijden 
ende gelegentheijt van saecken de bequaemste achten sullen, en dat 
in dier vougen het 14. art. möge werden gedresseert. 

5. Die Vereinbarung eines Reglements über die Polizei und Regierung 
der von staatischen Garnisonen besetzten Städte soll einer besonderen Ver- 
handlung vorbehalten bleiben, und die betreffenden Artikel im Concept ge- 
strichen werden. 

6. Ueber Art. 37 — freie Ausfuhr von Kriegsmunition — und Art. 38 
— Genneper Zoll — sollen noch die Advisen der Admiralität und des Staats- 
raths eingeholt werden. 

En wat belanght het voorsz. concept van een naedere conjunctie, 
dat de Heeren H. H. M. Gedeputeerden, die met meergem. Heeren alhier 
aenwesende Ministers van S. C. D. confereren sullen, generalijck mögen 
werden geauthoriseert, om dienthalven soodanigh te handelen ende te 



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Hollands Bediogungen f&z den Allianz- und Assistenzyertrag. 163 

sluijten, als deselve ten meesten dienste ende reputatie van den Lande 
Bullen connen uijtwercken, des dat de welgemelte Heeren Commissa- 
risen daer ontrent de mesnage soo veel suUen hebben te betrachten, 
als eenighsints doenlijck wesen zai, ende daer ontrent oock specialijck 
in achtinge te nemen: 

1. Dass die Trappen, die auf des Staats und Brandeuburgs gemein- 
scbaftliche Kosten unterhalten werden, oder der General derselben an beide 
Theile den Eid der Treue leisten sollen in der Art, wie es mit Lüneburg 
vereinbart ist*). 

2. Dass der ö. Art. in der Weise abgefasst werde, dass der Kurfürst 
sich verpflichte nicht mehr als 8000, höchstens 10,000 M. anzuwerben, Vs In- 
fanterie, Va Reiterei, wogegen der Staat verspricht, wenn der Kurfürst von 
Feinden angegriffen wird, mit seiner Armee ihm beizuspriugen. 

3. Dat op het 6. art. volgens de evidente reden ende billickheijt, 
mitsgaders op het exempel van de onderhandelinge met de vorsten van 
Lunenburgh aengegaen, de Trouppes halff en halff ende sulcx tot 
esguale belastinge van beijde de hooge parthijen mögen werden on- 
derhouden, ofte bij aldien S. C. D. daer toe (buijten vermoede) niet 
mochte wesen te disponeren, dat deselve in sulcken geval de werff- 
gelden tot sijnen laste möge nemen. 

4. Zu Art. 8: Es soll der monatliche Unterhalt nicht eintreten, wenn 
der Friede mit Münster geschlossen wird, ehe die brandenburgischen Trup- 
pen vollständig geworben oder zur Verwendung gekommen sind; doch soll 
in diesem Fall nichtsdestoweniger dem Kurfürsten „eene goede recognitie*' 
zugesagt werden. 

5. Soll eine bestimmte Zeit für die Musterung und den Anfang der er- 
sten vier Monate festgesetzt werden. 

6. Soll sorgfältig verhütet werden, dass der Staat nicht durch den 
Wortlaut des 21. u. 23.- Artikels verpflichtet werde, mit dem Bischof von 
Münster nur mit Bewilligung Brandenburgs Frieden zu schliessen, vielmehr 
solle bloss bestimmt werden, dass es keinem Theile frei stehen soll, mit 
dem Bischof oder seinen Adhärenten zu verhandeln, sich zu vertragen, 
Frieden oder Waffenstillstand abzuschliessen, ausser ^met communicatie van 
de andere hooge partijen ende soodanigh dat deselve daerbij ezpresselijck 
werde geincludeert*'. 



^) In dem Vertrag vom 9. Sept. Aitzema V. 642. 



11* 

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|g4 ^' ^^^ Bündniss gegen Münster. 

Erklärung der brandenburgischen Gesandten über den von 
den Generalstaaten aufgesetzten Allianzentwurf'). Dat, 

9. Jan. 1666. 

(Wird an demselben Tag den Generalstaaten vorgelegt und von diesen 

dem Staatsrath zur Begutachtung überwiesen.) 

1666. 7iU Art. 3. Wenn man einmal nicht alle Lande des Kurfürsten in die 

9. Jan. Defension aufnehmen wolle, so möge man wenigstens Cleve, Mark, Ravens- 
berg, Ravenstein etc., überhaupt alle Lande im niedersächsischen und west- 
phälischen Kreis, in deren gesetzlichem Besitz der Kurfürst schon ist oder 
während dieser Allianz noch kommen wird, endlich Preussen und Hinter- 
pommern darin begreifen. 

Zu Art. 8. Es soll bestimmt werden, dass der Kurfürst durch diesen 
Vertrag nicht in den Krieg zwischen dem Staat und England verwickelt 
wird und „buyten engagement*** bleibt, ausser wenn nach Abschluss des 
Tractats wieder casus vorfallen, die gegen Art. 5 Verstössen ; dann soll der 
Kurfürst die Art. 4 genannten staatischen Lande gegen England wie gegen 
jeden Anderen schützen helfen. 

Zu Art. 13. Die Rechte des Kurfürsten in den Clevischen Landen sind 
ausdrücklich vorzubehalten. 

Zu Art. 14. Derselbe ist dahin zu fassen: Aus der Besetzung der Cle- 
vischen Plätze soll den Generalstaaten kein Recht und dem Kurfürsten kein 
Präjudiz erwachsen. Während des Krieges mit Münster sollen die Terhält- 
nisse der Garnisonen in dem Zustande, in dem sie sind, gelassen werden; 
nach dem Krieg soll über die Räumung oder Schleifung der Plätze oder 
über fernere Bestellung von Garnisonen verhandelt werden. In Zeiten der 
Noth kann der Kurfürst seine Hofhaltung oder die Clevische Kanzlei in 
einen der Plätze verlegen, während welcher Zeit die betreffende Garnison 
auch dem Kurfürsten zu allem Respect, soweit er nicht ihrem dem Staat 
geleisteten Eid zuwiderläuft, verpflichtet werden soll. 

Zum Schutz der Bewohner der besetzten Plätze wird zugleich mit die- 
sem Vertrag ein Reglement für die Garnisonen vereinbart, ebenso eine Con- 
vention über freie Ausfuhr von Kriegsmunition, welche von derselben Kraft 
sein sollen, wie die Allianz selbst. 

Ferner sollen die Generalstaaten gleich nach Auswechselung der Rati- 
ficationen den Zoll und Licent von Gennep abtreten. Die Entschädigung, 
die der Kurfürst für dessen längeren unrechtmässigen Besitz fordert, wird 
der Compensation für die Hoefyscrsche Schuld zugerechnet. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 13. Jan. 1666. 

13. Jan. Die Deputirten für die Sachen von Brandenburg berichten über den 

Stand der Verhandlungen mit den brandenburgischen Ministern über das 



•) Fehlt, wird aber wobl der Resol. von Holland vom 19. Dec. 16ß5 (p. ICl) ent 
sprocben haben. 



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Beiderseitige AlliaDZentwürfe. Bevemlngk nach Cleve. 165 

Schliessen eines Allianz- und Assisteuztractats ^) und schlagen vor, „een 
habil persoon" nach Cleve zu schicken, um den Vertrag zu Ende zu brin- 
gen. Worauf beschlossen wird, die genannten Deputirten zu ersuchen einen 
Gegenentwurf aufzusetzen und denselben den gen. Ministern zu übergeben, 
damit sie sich Vollmacht geben lassen, auf Grund desselben den Vertrag zum 
Abschluss zu bringen. Beverningk'') wird ersucht, sich nach Cleve zu be- 
geben und diese Bevollmächtigung der brandenburgischen Minister zum Ab- 
schluss unter Annahme des staatischen Entwurfs beim Kurfürsten zu befördern. 



Der Gegenentwurf de« Assistenzvertrags, den die Deputirten im Auf- 16. Jan. 
trag der Staaten aufsetzten, wurde von denselben am 16. Jan. gutgeheissen 
und den brandenburgischen Gesandten eingehändigt. 

Art. 3. Der Kurfürst soll schleunigst 4000 Pferde und 8000 M. z. F. 
werben. 

Art. 5 u. 6. Für diese 12,000 M. soll ihm das Werbegeld (160,000 Rthlr.) 
bezahlt, ausserdem die Hälfte der Trupjfen auf Kosten des Staats unter- 
halten werden. Wenn der Kurfürst diesem Anerbieten die Zahlung des 
Unterhalts von 8000 M. ohne Werbegeld vorzieht, soll dies auch bewilligt 
werden können. 

Art. 12. Wenn die Truppen länger als 4 Monate unter den Waffen 
gestanden haben, ist ihre Bezahlung immer von 4 zu 4 Monaten zu berech- 
nen und zu leisten. 

Art. 24. Die Staaten behalten sich das Recht vor, von den 12,000 M. 
kurfürstlichen Truppen 3000 M. in ihren besonderen Dienst zu übernehmen, 
verpflichten sich aber dagegen, dem Kurfürsten soviel Werbegeld wieder zu 
bezahlen, als er braucht, um die Truppen auf 12,000 M. zu ergänzen. 



Beverningk an die Staaten von Holland. Dat. Cleve 

25. Jan. 1666'). 
Heute habe er mit Schwerin und Blas peil eine lange Conferenz 25. Jan. 



*) Der Kurfürst hatte, ODgcduldig über die immer neuen Schwierigkeiten, die 
sich der Allianz entgegenstellten, seinen Gesandten befohlen, „in publice consessu et 
corpore* den Generalstaaten den Gang der Verhandlungen und seine Wünsche und 
Anerbietungen darzulegen, „weil Wir zweifeln*^ müssen, ob auch der ganze Staat bis- 
weilen mit demjenigen, was die Deputirten anbringen und sagen, einig sei* (Rescr. 
vom 7. u. 13. Jan.). de Witt andererseits gab die Verzögerung den brandenburgi- 
schen Gesandten Schuld (an Beuningen 14. Jan. Brieven II. 1()6). Indess Frank- 
reich wünschte den Abschluss der Allianz dringend, wusste mit Nachdruck auf bei- 
den Seiten zur Nachgiebigkeit zu rathen (Urk. u. Actenst. 11. 324 u. 327), und die bran- 
denburgischen Gesandten brauchten die befohlene Proposition gar nicht zu halten, 
sondern mit den Deputirten nur etwas „mascule'^ zu reden, um die Sache wieder in 
Gang zu bringen. (Romswinckel an Schwerin 15. Jan.) 

') Auch Amerongen war vorgeschlagen worden; schliesslich aber wurde Be- 
verningk (s. oben p. 146) gewählt, „der die Sache auch am besten versteht**. 
(Eomswinckel im eben erwähnten Schreiben.) 

') In Betreff der Negotiatiunen Beverningk*» verweise ich auf die eingehen- 



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|gg m. Das Bündniss gegen Münster. 

gehabt über die Allianzartikel und er habe ganz unverhofft gefunden, dass 
man durchaus bei den schon von den Ministern im Haag übergebenen Re- 
marques (vom 9. Jan.) stehen bleibe , so dass er eine nähere InstructioD, 
die er bis jetzt nicht habe, nothwendig und aufs Schleunigste erhalten müsse. 
. Er sei sehr bekümmert, wie er die Sache zum Besten der Generalstaaten 
fertig bringen solle*). 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 28. Jan. 1666. 

[Instruction für Beverningk bei seiner Verhandlung über den Abscblnss einer Allians 
mit Brandenburg: Die Allianz wird auf Pommern und Preussen ausgedehnt. Auf 
der Verpflichtung des Kurfürsten zum Beistand gegen England auch zur See ist la 
bestehen. Die Regelung des Genneper Zolls wird späterer Vereinbarung TorbehalteD. 
Weitere Nachgiehigkeit gegen Münster unmöglich. Der Vorbehalt bei der Garantie 
der rheinischen von den Staaten besetzten Plätze wird zugestanden.] 

28. Jan. Is gehoort het rapport van de Heeren vanOmmeren ende andere 
H. H. M. Gedeputeerden tot de saecken van Brandenburch, achtervol- 
gens derselver resolutie van gisteren gevisiteert ende geexamineert 
hebbende twee missiven van den Heere van Beverningh, beijdcge- 
schreyen tot Cleve den 25. deses, gelijck mede een derde missive van 
den selven Heere Gedeputeerde, geschreven ter plaetse ende in dato 
als vooren, door den Heer Raedt Pensionaris de Witt aen H. H. M. 
gecommuniceert: 

Houdende in effect d' eerste van de voorsz. missiven, dat men 
hem aldaer verght met eropressem.ent het derde articul van de bewuste 
Alliancie nopende de guarantie, dewelcke H. H. M. aen S. C. D. be- 
looven souden, te extenderen over de Landen van Prnijssen ende 
Achter-Pomeren; Ten anderen in het 8. articul de woorden „ter zee"') 
te mögen naerlaten ende weder het Tractaet van adsistentie met soo- 
danige obligatoire clausulen te extenderen, dat men het selve effect 
daervan soude hebben; Ten derden, dat de laetste woorden van het 
guarant in *t toecomende behooren gerestringeert te werden binnen 
Europa; Ten vierden, dat op de 11. ende 12. articulen wert gesusti- 
neert, datt' er distinctie gemaeckt moet werden tusschen passagie van 
cleijne ende van groote Trouppen, ende dat bij de laetste occasiC; als 
eenige considerable Trouppen souden doorpasseren off inlogeren, niet 
alleen notiiicatie daervan soude moeten gegeven werden, maer oock 
comraunicatie, om met onderlingh concert de marches ende logementen 



den und höchst lehrreichen Berichte Colbert-Croissi^s aus Cleve im IL Bde. der 
Urk. u. Actenst. p. 329 ff. 

') Ueber den weiteren Inhalt s. d. folgende Resolution. 

«) S. Urk. u. Actenst. II. 328. 



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Forderangeo des Kurfürsten. 167 

in te schicken, ende dat dan oock over de schade van de Ingesetenen 
eenige reparatie soude moeten vallen; Ten vijflfden, op het 13. articul, 
dat de Churf. Brandenburchsche Ministers niet en connen begrijpen, 
waerom de woorden van de opgerechte capitulatien daer souden wer- 
den uijtgelaten; Ten sesten, dat bij 't 14. articul weder seer hart wert 
gedrongen op eenige extensie, de welcke de conferentien tot evacuatie 
soude mögen faciliteren ende vaststellen naer den Oorloch; Ten se- 
venden, dat sij oock seer sterck insisteren, dat S. C. D., in cas van 
noot oflF Crijchsgevaer, sijne HoflFhoudinge ofte Cancellerie sal vermö- 
gen te transporteren binnen Wesel ofte Emmerich; Ten achtsten ende 
ten laetsten, dat met grooten drifft wert geinsisteert op de suijvere 
renunciatie van het Gennepsche Toll Licent, gementionneert in het 
25. articul. 

De tweede: Dat nademael het eerste articul van het project van 
nadere conjunctie ende verbintenisse tusschen H. H. M. ende den Heere 
Churfurst van Brandenburch medebrengt, dat. het S. C. D. vrij sal staen 
alle mogelijcke debvoiren aen te wenden, om den Bisschop van Mun- 
ster voor de ratificatie van dat Tractaet tot aflfstant van sijn voorne- 
men te disponeren op soodanige redelijcke conditien, als dienaengaende 
albereijts sijn geconcerteert oflf die noch verder met gemeen concert 
getroffen souden mögen werden, hem beer van Beverningk daer op 
wert te gemoet gevoert, dat S. C. D. wel nader soude willen geinfor- 
meert sijn van de'uijtterlijcke intentie van H. H. M. ontrent die con- 
ditien, ende hoeverre H. H. M. buijten het concept van den Heer Fri- 
quet') haer souden connen eslargeren; Ten anderen specialijck, dat 
den Domdeecken Brabeck') sich hebbende aengebooden, om per- 
soonlijck tot Cleve te comen ende met S. C. D. daer over te spreecken, 
off H. H. M. niet souden belle ven hem te versien van een behoorlijck 
Paspoort tot sijne securiteijt op die voyagie; Ten derden, dat oock 
op het 16. articul wert gedifficulteert den Eedt te doen afleggen bij 
den Generael, die S. C. D. over de bewuste Trouppen van adsistentie 
sal willen aenstellen. 

Ende de derde Missive geaddresseert aen den gemelten Heere 
Raedt Pensionaris de Witt ende als vooren aen H. H. M. gecommu- 
niceert: dat het schijut, dat S. C. D. wel te vreeden sal sijn, bij een 



*) Kaiserlicher Gesandter im Haag. 

') ö. Urk. u. Actenst. IL 331. Derselbe Münsterische Gesandte war schon im 
Herbst 1665 am kurfürstlichen Hofe in Berlin gewesen, am das Bündniss des Bischofs 
mit England zu notificiren. Pufendorf X. 15. 



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•{gg ni. Das Bündniss gegen Münster. 

secreet articul te belooven het guarand van Rhijnberck ende Rave- 
stein, voor soo veel H. H. M. guarnisoen ende besettinge belanght, 
maer dat hij te gelijck in dat articul wil doen bij stellen, dat met dat 
guarand hem geen praejudicie sal gelecht werden in de besettinge 
van sijne Steden, te weeten dat men daeruijt soude infereren, dat H. 
H. M. eenich recht hebben, om deselve bcset te houden: 

Waerop gedelibercert sijnde, is goetgevonden ende verstaen, dat 
den gemelten Heere van Beverningk sal werden gerescribeert op 't 
eerste poinct van sijne eerstgenoemde missive, dat H. H. M. te vree- 
den sijn, dat de Guarantie, die desersijts in tijden ende wijlen soude 
moeten werden gepraesteert, geextendeeii; werde over de Landen van 
Pruijssen ende Achterpomeren. 

Op 't tweede, dat H. H. M. geensints connen toestaen, dat uijt 
het 8. articul de woorden „ter zee*' souden werden uijtgelaeten, ende 
dat dienvolgeni^ deselve daerinne sullen moeten blijven, ten waere dat 
Ö. C. D. gedisponeert soude connen worden, bij een apart off secreet 
ai-ticul te belooven, dat in cas H. H. M. te lande directelijck off indi- 
rectelijck door off op den naem van den Coninck van Engelandt off bij 
sijne Geallieerden wierden geattacqueert, S. C. D. van sijner zijde 
H. H. M. sal guaranderen, dewijlc de voorsz. worden „ter zee", die oock 
voor desen in 't Brandenburchsche Concept selffs geinflueert hebben, 
sulcx eijgentlijck impliceren. 

Voorts op *t derde poinct, dat H. H. M. niet beter en hebben ge- 
weeten, off d' intentie van S. C. D. was voldaen met het concept van 
de beeren derselver Gedeputeerden, voor soo veel den vorderen text 
van 't voorsz. 8. aiücul aengaet ontrent de bepalinge van de Guarantie 
van S. C. D. ten behoeve van desen ötaet; dan nu, sieude ende be- 
merckende, dat daer over eenige remarques gemoveert werden, te vree- 
den sijn, dat in plaetse van dien in fine gesteh werden deselve woor- 
den, die S. C. D. Ministers hebben opgegeven hier in den Haghe, te 
weeten: „Gelijck oock de generale Guarantie allomme sal moeten wer- 
den gepraesteert, soo wel tegens den hoochstgem. Coninck van Groot 
Bretaigne als tegens andere; welverstaende in cas S. Majt naer een 
gemaeckten vreede H. H. M. in ende ontrent haere landen, in het 
4. art. gecxprimeert, soude comen te attacqueren." 

Op 't vierde, dat H. H. M. van gelijcken niet beter en hebben ge- 
weeten, off hoochgem. S. C. D. mecuinge was vervat in 't U. articul 
van deser sijts Concept, ende derbalven om redenen, als vooren, oock 
te vreedcn sijn, dat diesaengaende gevoecht ende in d' alliancie gein- 
sereert werden deselve woorden van de gemelte sijne Ministers, na- 



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Zugeständnisse der Generalstaaten. \ßQ 

mentlijck : „S. C. D. ende H. H. M. sullen d' eene in des anders landen 
geene inlegeringe, logieringe ende doortochten mögen doen, sonder 
voorgaende communicatie oflfte ten minsten behoorlijcke notificatie, bij 
aldien den tijt soude te cort ofte ongelegen sijn, om daerover te eom- 
municeren." Ende wat belanght het 12. articul, dat hetselve alsoo sal 
moeten blijven, gelijck het van deser zijde is gedresseert, als Gön- 
nende H. H. M. geensints lijden ofte toestaen, dat daerinne soude in- 
flueren, soo van de zijde van S. C. D. gesustineert wert, dat in cas 
van passagie, doortocht oflf logeringe over de schade van de Ingese- 
tenen eenige reparatie soude moeten vallen, om daerdoor geene dis- 
puten subject ende onderworpen te sijn ofte te werden. 

Op 't vijflfde poinct, dat H. H. M. sich wel laeten gevallen, dat 
het woort Capitulatien daerinne ter behoorlijcker plaetse gesteh werde, 
mits dat immediatelijck daer achter aen oflF bijgestelt wert: „voor soo 
veel daervan naderhandt niet en is gerecedeert,'* ten waere S. C. D. 
liever sage, dat de voorsz. Capitulatien onderlinge wierden geresu- 
meert, gerevideert ende van nieuws geadjusteert. Dan dewijle daer 
toe veel tijts soude werden gerequireert, dat H. H. M., voor soo veel 
haer aenga^et, best oordelen, dat sulcx alsnu gepraeterieert ende voor- 
bijgegaen soude connen ende mögen werden. 

Op 't seste, dat H. H. M. daeruijt, mitsgaders uijt verscheijden an- 
dere remarcques hierboven aengeroert, oogenschijnlijck hebben connen 
affhemen ende bemercken, dat aen de zijde van S. G. D. ontrent het 
adjusteren van 't voorsz. ^ractaet van Alliancie wert gereculeert, ende 
dat, gelijck H. H. M. uijt het 14. articul geen advantagie praetende- 
ren, ooek niet en connen toestaen, dat daerinne ijets influere, 't welck 
aen haere zijde obligatoir ende S. C. D. voordeelig soude wesen; Dat 
H. H. M. sich aen de woorden niet en sullen binden, mits dat het selve 
articul in dier voegen opgestelt ende gecoucheert werde, datf er geen 
praejudicie werde gelecht noch aen d* een noch aen d* ander van beijde 
Contrahenten. 

Op 't sevende, raeckende het transporteren van de hoflfhoudinge 
ofte Caucellerie van ö. C. D. mede in 't voorsz. 14. articul gemention- 
neert, dat H. H. M. mögen lijden, dat van hären 't wegen geaccordeert 
werde, dat 't selve in cas van noot ende Crijchsgevaer sal vermögen 
te geschieden binnen Wesel off Emmerick. 

Ende op 't achtste ende laetste poinct, dat H. H. M. sich over de 
gantsche gelegentheijt ende de nature van het bcwuste Gennepsche 
Toll Licent door den Raedt van State nader ende omstandich sullen 
laeten informeren ende berichten ende dienvolgens voor als noch haer 



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170 ^ ^'^ Bündniss gegen Münster. 

daer ontrent niet verder cn coDnen eslargeren, als het 25. articul van 
de voorsz. concepte Aliancie van wegen deser zijde opgestelt is me- 
debrengende; doch ingevalle 't selve articul aen de Brandenburchsehe 
zijde noch niet en soude mögen werden geadmitteert, dat H. H. M. 
oordelen, dat de Negotiatie daeromme niet en behoort te werden ge- 
retardeert, maer dat het uijt de AUiantie sal connen gelaten werden, 
om daemae bij een aparte conventie onderlinge geaccommodeert te 
werden. 

Ende op de tweede Missive op 't eerste point van deselve, dat 
H. H. M. sich geensints verder en connen eslargeren buijten de con- 
ditien met concert van den beere Friquet opgestelt oflF geadjusteert, 
daervan hem Heer van Beverningk copie sal werden toegesonden 
tot sijne naerichtinge, met versoeck ende begeerte, dat hij die voor- 
sorge wille dragen ende be vorderen, daer 't behoort, dat daerinne 
mede influere, dat de renunciatien, die den Bisschop sal moeten doen 
van alle praetensien ten laste van den Staet, oock gedaen suUen moe- 
ten werden bij de Stenden van Munster; dat van gelijcken mede de 
Guarantie sich extendere niet alleen ten opsichte van den voomoem- 
den ijegenwoordigen Bisschop, nemaer oock ten reguarde van sijne 
Successeurs Bisschoppen van Munster voorsz. Op *t tweede, belan- 
gende 't paspoort voor den Domdeecken Brabeck, dat H. H. M. oor- 
deelen 't selve voor alnoch te praematuir te wesen; dan dat diesaen- 
gaende nader sal werden geresolveert, Indien op de ingredienten van de 
AUiantie ende de voorsz. nadere verbintenisse van adsistentie sal sijn 
vergeleecken. Op 't derde ende laetste poinct, dat H. H. M. persiste- 
ren bij het 16. articul van deselve verbintenisse van adsistentie ende 
geensints daervan connen aflFwijcken. 

Ende eijntlijck op de voorsz. derde missive, dat H. H. M. te vree- 
den sijn, dat het 4. articul van de AUiantie raeckende de voorsz. Guar 
rantie gedresseert werde, even ende gelijck in den Jaere 1655 in de 
doen gemaeckte ende voor twee Jaeren geexpireerde Alliancie sooda- 
nich articul dat subject raeckende is geinsereert, mits dat S. C. D. 
bij een separaet oflF secreet Articul verclaere, dat hij in erachte van 't 
selve articul oock geobligeert is, onder anderen 't casus voorvallende 
ten reguarde van Rhijnberck ende Ravenstein, te guaranderen de be- 
settinge ende bewaeringe der voorsz. plaetsen met guarnisoen van H. 
H. M. sonder meer, onder reciproque verclaringe van dat deselve noijt 
sullen vermögen te allegueren ofte sustineren, daerdoor ecnich recht 
op S. G. D. Steden met deser zijts guarnisoenen beset te hebben geac- 
quireert. 



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Der Friede mit Münster. Verliaiidlnng Beyeniingk*8 in Cleve. \7\ 

Bevemingk an die Generalstaaten. Dat. Cleve 30. Jan. 1666. 

(Eigenhändig.) 

[Bericht über seine bisherigen Verhandlungen mit dem Kurfürsten und seinen Mini- 
stem über die Allianz. Erwartet mit Ungeduld Antwort auf sein Schreiben vom 
25. Januar. Die Sache ist übrigens in mehreren Puncten Yorgerückt durch Nachgie- 
bigkeit theils von des Kurfürsten, theils von seiner Seite; er hat den Unterhalt der 
Truppen früher zu zahlen versprochen.] 

Ick en hebbe tot noch toe geen antwoort op den mynen, dewel- 30. Jan. 
cken den 25. deser hebbe affgesonden, ende den ordinarisen post ig 
oock niet aengecomen, soo dat ick oock niet meer geinstrueert en ben 
op de difficnlteyten, dye my syn voorgecomen, jls op den dagh van 
myn vertreck; ende ondertusschen is voor den dienst van den staet 
ende tot bevorderinge van dese negociatie ten hoochsten daraen ge- 
legen, datter geen tyt versuyint en werde. Soo hebbe ick my dan all 
van dage ten dage ingelaten, om de dififerentialen pointen ten besten 
in te schicken ende verscheyden conferentien gehadt met de Heeren 
Ministers van S. C. D. van Brandenburch en daer op verscheyde oc- 
casien genomen, om S. C. D. selve dar over te onderhouden, ende 
eyndelyck seer ernstiglyck versocht, dat ick niet stuckvryse ende met 
reserve mar eens over all mochte weten, wat ick dar over aen ü H. M. te 
adviseren hebbe, om der selver finale resolutie dar op te mögen vorderen. 

Ueberschickt die heute Morgen in einer langen Conferenz mit Blas peil 
zusammengestellten Entwürfe. lieber die Garantie von Rheinberg und Ra- 
venstein ist ein Separatartikel aufgesetzt, het welck S. C. D. ten hooch- 
sten recommandeert, dat doch by geene copie möge werden affgeschre- 
ven, om dat S. C. D. niet gaerne, immers voor eerst in het ryck met 
de guarantie van dye steden soude willen bekent stan; ende gelyck 
op den teneur van het 19. art., rakende de evacuatie in futurum nae 
het expireren van den tegenwoordigen oorlogh, seer vele disputen ende 
scherpe instantien gevallen syn, souden de woorden dye materie ra^ 
kende gelicht werden uyt het voorsz. 19. art. ende de sacke verblyven 
by de laetste clausule in dit separaet off secreet art. geinsereert. 

In Art. 12. ist die ^sustenue van verhoedinge van schade met groote 
moeyte uytgebleven^ und durch Verpflichtung zu scharfer Disciplin der Sol- 
daten und baarer Bezahlung der Bedürfnisse ersetzt worden. 

Het gene in het 8. art. van den Coninck van Engelaut ende den 
tegenwoordigen oorlogh ter zee geinflueert was, dewyle ick de uytla- 
tinge van het woort „zee" niet hebbe willen naegeven, is goet gevon- 
den, uyt het art. geheelyck uyt te schrappen ende dat^art. te finieren 
met de woorden „met de Croon van Polen" ; ende om dat dar uyt niet 
yet ten nadeel soude mögen werden geinsereert ten respecte van den 



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j'2'2 11^' ^'^^ Bündniss gegen Münster. 

tegenwoordigen oorloge met den bisschop: is het 2. art. van de assi- 
stentie geamplieert, gelyck U H. AI. uyt de extensien sullen syn: soo 
dat ick meene dat het VQor den tegenwoordigen tyt ende desen oor- 
logh genoech gedefinieert is, wat S. C. D. oock tegen Engelant casu 
quo gal moeten doen, ende dat het ten respect van de alliantie selve 
buyten dye consideratien van den tegenwoordigen tyt onnoodich is, 
dat dye woorden in het vooraz. art. bleven. 

Im 19. Artikel hat der Kurfürst die Auslassung der Clausel, die Ver- 
legung der Hofhaltung und Olevischen Kanzlei in eine der Festungen be- 
treffend, nachgegeben und sich mit der Wendung begnügt: (die Gouverneure 
sollen angewiesen we^jlen) ^aen S. C. D. ende desselfs Regeringe by alle 
occasien toe te dragen behoorlyck respect**. 

Ende op den toll van Gennep begeert S. C. D. eene pure renun- 
ciatie sonder eenige clausulen ofte rescrve ende heeft oock dat point 
als een gedeelte van syn domeinen van den beginne soo hooch opge- 
nomen, dat ick met verscheyden voorslagen ten temperament niet hebbe 
connen reusseren. Ick hebbe op 't 19. art. vergeten, dat die woorden 
van de toecomende evacuatie off wel de concerten daer op te vallen 
naegelaten synde d' eerste periode geamplieert ende geschreven is met 
dye woorden: „dat dyen aengaende alleen sal blyven by vorige trac- 
taten, verbintenissen ende verclaringen," welcke te vooren syn geroyeert 
geweest, ende ick garne hadde dat buyten gelaten, mar ick en hebbe 
dar oock niet können te boven comen, om redenen selve in de pre- 
missen van het tractaet van alliantie influerende. Op het werck van 
de assistentie is S. C. D. firme blyven insisteren, dat syn generael 
geenen specialen eet sal doen aen H. H. M. comlnissarisen, mar aen 
ö. C. D. alleen: dat hy nochtans by een renversael sal beloven ende 
onderteeckenen alle de ingredienten van de voorsz. tractaet te execu- 
tcren en sich precise dar nae te reguleren; heeft oock seer begeert, 
dat het 24. art. sprekende van het overdoen van volck dar mochte uyt- 
blyven om vele oughmarcken, dye dar uyt mochten resulteren. Ende 
ick hebbe geoordeelt, dat het nae soo vele nieuwe wervingen wegen 
U H. M. gedaen van geene importantie en is, ende hebbe dar in ge- 
consenteert, ende op het quantum van de assistentie selve, dar het 
werck meest geaccrocheert is, hebbe ick van wegen U H. M. aen ö. 
C. D. belooft het onderhout van 2000 paerden ende 4000 voetknechten 
ende voor werffgelt 400,(K)0 gl. met dese twee conditicn: dat dye 
werffgelder, immers )00,0(X) ryxd., sullen uytgestelt werden met het 
teeckenen, om dat Ö. C. D. daer op aenstonts syne commissarisen sal 
uytdeelen ; ende ten anderen : soo den vrede immediatelyck mochte ge- 
troffen werden, dat U H. M. echter de 4 maenden onderhout oock 



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OegeDseitige Nachgiebigkeit des Kurfürsten und Beverningk'». "173 

sullen presteren; ende in cas dye mochte gesloten werden in de laetste 
2 van de 4 bedongene maenden, dat men de betalinge een maent ver- 
der sal eontinueren, om dye troupen met gemack en ordre te licen- 
tieren. Ick hebbe wel geconsidereert, dat men het onderhout van het 
volck niet schuldig en is, als nae de gedane monsteringe: mar aen de 
andere syde oock, dat S. C. D. aenstonts 8000 mannen by een heeft, 
dye den volgenden dagh nae de ratificatie connen gemonstert werden, 
ende dat men dan doch aen verbonden is, ende dat het dus mar op 
een weynigh aencomt, welck een gewenschte vrede behoort te com- 
penseren*). Ick hebbe voort aen S. C. D. belooft, dat ick de sacke 
van de regelementen vervat in het 19. art. met eerst sal affdoen, soo 
het mogelyck is, voor de ratificatie; want S. C. D. wert soo dar op 
alle dagen geimportuneert, dat het onbegrypelyck is. Indyn U H. M. 
het advis van den raet van State vast belieffden te doen adjusteren 
ende, soo het noodigh is, de advisen van de gouverneurs en comman- 
deurs dar op noch in te nemen ende met den beer Kom.swinckel 
dar op te doen confereren : ick meen dat het seer noodigh syn soude. 
Insonderheyt heeft S. C. D. noch aenstonts ende in 't schryven deser 
my doen recommanderen de secretesse ende my in verscheyden occa- 
sien getoont, dat hy dar op voor al te genist is. Ich hebbe desen in 
der haest 't sedert twee uyren, dat ick d' eere gehadt hebbe met S. 
C. D. seif te aboucheren, soo ter nedergcstelt, soo dat geen minute 
dar van can houden, dewyle den post ten drj^e uyren vertreckt, ver- 
soecke seer gedienstigh, dat my off desen off copie nevens U H. M. 
resolutie op 't spoedigst möge te rugge comen, ende dat ick met U 
H. M. permissie, soo sy myne geringe debvoiren advoueren, dan möge 
te rugge comen. 

Joh. de Witt an Beverningk. l)at. Haag 1. Febr. 1666. 

(Eigenhändig.) 

[Antwort auf sein Schreiben vom 30. Januar: Der geheime Artikel wird bewilligt, 
ebenso die Ausdehnung der Allianz auf Preussen und Pommern. Die Abtretung des 
Genneper Zolls soll durch eine besondere Acte geschehen. Auch die sofortige Zahlung 
der Werbegelder kann unter Umständen nachgegeben werden. Die übrigen Puncte sind 
bewilligt. Der Kaiser für die Allianz. Günstiges Verhalten der übrigen M&chte.] 

Dese naermiddach ontrent twee uijren is mij wel ter banden ge- 1. Febr. 



') Colbert (Urk. u. Actcnst. II. 334) vcrmuthete, dass diese plötzliche Nach- 
giebigkeit von beiden Seiten und die schnelle Vereinigung, von der man ihn so spät 
als möglich in Kenntniss setzte, ihren Grund in dem Wunsche habe, die französi- 
schen Truppen so bald wie möglich vom Rhein zu entfernen und sich mit Oestreich 
und England zum Schutz der spanischen Niederlande gegen Frankreich zu verbünden. 



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'J'J'4 UI« Das BündnisB gegen Münster. 

comen ü W. Ed. missive van gigteren met d' ingeleijde aen H. H. M. 
ende aen den Heer AmbaBsadeur d'Estrades; ter goeder geluck was 
de vergaederinge van H. H. M. wat laet bij den anderen geweest, boo 
dat den Praesident met eenige Heeren van de meeste Provincien noch 
binnen waeren, in voegen dat de voorsz. U W. Ed. missive aen H. 
H. M. noch affgelesen ende vervolgens in banden van Commissarisen 
gestelt wierde, gelijck dan daerop noch desen avondt preparatoir be- 
soigne behouden is, 't welck op morgen voor de vergaederinge hervatt 
sal worden. 

Soo veel ick hebbe connen bemercken, sal hef secreet art. in sub- 
stantie welgevallich sijn, maer daer S. C. D. belooft, bij non succes 
van de minnelijcke officien, tot verdrach van H. H. M. met den Chur- 
vorst van Ceulen off den hertoch van Nieuburch aen te wenden, de 
garantie te suUen presteren, werdt geoordeeldt, dat noodtsaeckelijck 
een corten tijdt van ses weecken off daerontrent sal dienen te werden 
wtgedruckt, binnen dewelcke de voorsz. aen te wenden minnelijcke 
officien suUen moeten wesen bepaelt, ende naer expiratie van dewelcke 
de garantie sonder vorder wtstel gepresteert sal moeten werden: ge- 
lijck mede nootsaeckelijck geacht werdt, dat in 't selve secreet art. 
geinsereert werde eenige clausule, waer bij buijten questie gestelt 
werde, dat Lieroordt, de Dilerschanze etc. mede onder de garantie 
sijn gecomprehendeert; ten welcken eijnde in plaets van de woorden 
„800 wel als tegens alle anderen" gestellt soude connen werden: „ge- 
lijck deselve garantie effectivelijck obligatoir is tegens alle anderen, 
soo ten respecte van de plaetsen in de vereenichde Nederlanden ende 
't ressort van dien gelegen, als ten respecte van alle andere aengren- 
sende plaetsen met H. H. M. garnisoen beset,'* off diergelycke. 

D' insertie van Pruijssen ende Achterpomeren in *t 3. art. is albe- 
reijdt bij voorgaende resolutie geaccordeert, maer wt het overgesonden 
concept is gebleecken, dat deselve woorden aldaer gebracht sijn in 
dier voegen, als off boven ende behalven Pruijssen en Achterpomeren 
noch gegarandeert souden moeten werden andere landen van S. C. D. 
aen de Oostzee gelegen, 't welck de meijninge noijt is geweest, maer 
alleenlijck dat achter de woorden „landen, plaetsen ende haevenen, die 
S. C. D. heeft aen de Oostzee gelegen" gevoecht soude werden de 
clausule „te weten Pruijssen ende Achterpomeren", gelijck te laetste 
opstellinge van de ministers van den Ghurvorst selve wtdruckelijck 
medebrengt, die in dat deel verbotenus kan werden gevolgt. 

Den gepretendeerden thoU tot Gennip en sal oock niet sonder 
eenige d* alderminste kennisse van sijne origine off titul ende sonder 



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Die Garantie. Der Oenneper Zoll. Die Werbegelder. 175 

exhibitie van eenige lijste, oock sonder eenige stipulatie van nonpre- 
judicie over het gepasseerde ofte ontfangene ende sonder beding van 
voor het toecomende den geaccordeerden tanx niet te excederen etc., 
blindeling afFgestaen ende gecedeert connen werden; maer sal het ab- 
solute nootsaeckelijck sijn, dat den Churvorst van sijn gepretendeert 
recht ende van de deuchdelijckheyt van den voorsz. thoU met exhibitie 
van sijne titulen ende thoUijsten doceren, om dan vervolgens alles 
geadjuBteert te werden naer reden ende billijckheijdt, ende vermits 
het selve tijdt vereijscht, sal het mijns bedunckens nootsaeckelijck sijn, 
dat 't selve poinct werde gevoecht bij dat van de reglementen ende 
sulcx gesepareert van de alliancie, die oock eijgentlijck maer voor 12 
jaeren snllende duijren niet sonder incongruiteijt eene eeuwich duij- 
rende stipulatie kan bevatten, sülcx dat in allen gevalle 't poinct van 
den voorsz. thoU in eene aparte acte sal dienen gecoucheert te wer- 
den. Indien S. C. D. niet gedisponeert kan worden, aen soo baer- 
blijckelijcke redenen te defereren, wil ick gaerne sien, off H. E. 6. M., 
die men niet wel sal connen vergen absque ulla cognitione te aban- 
douneren een saecke, daer van den Staet nu ontrent de 25 jaeren in 
possessie is geweest, souden connen gedisponeert worden, om de saecke 
van den voorsz. gepretendeerden thoU nevens die van de Hoeffijser- 
sche schuldt mede te laten verblijven aen de decisie van den Grooten 
Raedt van Mechelen, om alsoo immers tijdt te hebben tot haere eijgen 
informatie ende tot haere defensie noodich*). 

Dat de werffgelderen off immers de somme van 100,000 Rd. soude 
betaeldt werden nevens de teeckeninge van 't tractaet, sonder de rati- 
ficatie afftewachten, is mede geoordeeldt niet aennemelijck, soo om dat 
het alhier onmogelijck is geldt te doen furneren, voor ende aleer die 
gene die 't geldt furneren moeten selfs geratificeeii; hebben, als mede 
om dat het eene manifeste contradictie impliceert, dat den Churvorst 
geldt soude ontfangen ende dan noch in vrijheijdt blijven, om te ra- 
tificeren off niet te ratificeren. Maer dewijle wij wel bemercken, dat 
op de voorsz. belofte geinsisteert wordt, om bij succes van de officien, 
die tot bevorderinge van den vrede voor de ratificatie sullen werden 
aengewendt, echter de voorsz. somme te mögen profQteren, alhoewel 
de eijgen opstellinge van de Churvorstel. ministers haer in dien deele 



*) de Witt schreibt am 4. Febr. an Beuningen, die Verhandlungen mit Bran- 
denburg seien in gutem Zug: maer den Heere Keuvorst gelieft daer mede te ver- 
mengen eene saecke, die met *t eene nogh het andere egeone de alderminste gemeen- 
»ohap beeft, naementlyok den Toll tot Gtennip, (ßrieven IL 178.) 



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'J76 ^^^* ^'^ Bündniss gegen Münster. 

Boude obsteren, soo wil ick echter vertrouwen, als het poinct van den 
thoU ende dat van den eedt van den generael tot contentement van 
H. H. M. sollen wesen geadjusteert ende niet anders resteren als dit 
geldtdifferent alleen, dat in sulcken cas ende om eenmaet een prompt 
besluijt van dese langwijlige negotiatie te mögen erlangen, U W. Ed. 
in dien deele de voorsz. intentie van S. C. D. sal mögen voldoen in 
deser voegen, dat H. H. M. souden overgeven de helfll van de werfF- 
gelden te sullen schuldich werden van den dach van de teeckeninge 
aflF, doch deselve niet eerder sullen gehouden wesen te betaelen, dan 
naer de wtwisselinge van de ratificatien off wel naer 't besluijt van 
den vrede, soo eerder een vrede mochte werden getroffen. 

Ilet geamplieerde in 't 13. art. ten aensien van de Steden van 
S. C. D. met H. H. M. garnisoen besett; d' wtlichtinge van de laetste 
clausulc van 't 8. art.; 't geextendeerde in den 11. ende 12. art. no- 
pendc d' inlegcringen ende doortochteu; d' iusertie van de woorden 
tegens de capitulatien in 't voorsz. 13. art.; d' omissie van de dispu- 
table clausule ontrent het handelen over de evacuatie in 't 14. art., 
als niede die gene, die mcntic was maeckende van de comste van S. 
C. D. pcrsoon ende van de translatic van sijne cancellerije binnen 
Wesel ofte Emmerick sullen ontwijffelijck H. H. M. wel gevallen off 
immers gepasscert ende aengenomen connen werden. D' Heer Fri- 
quct heeft niij verseeckert, dat den Keijser selfs niet liever en wenscht, 
dan dat den Churvorst met H. H. M. comt te sluijten, als houdende 
het daer\'oor dat hij dan machtich sal sijn, de vrede op de geconcer- 
teerde articulen door te dringen ende alsoo het ßijck voor groote swae- 
righeden ende bij gevolge mede, inimers mogelijck, oock de öpaan- 
sche Nederlanden voor 't ongevall, daermede zij gedreijgt werden, te 
bevrijden. Den Coning van Vranckrijck heeft den oorloch tegens En- 
gelaut op eene secr obligeante manniere voor H. 11. M. gepubliceert, 
daer van de tij dinge van desen avondt door een expressen overge- 
bracht is. Het groote tractaet met Denemarcken, mitsgaeders noch 
twce andere conventien op de thollen van Noorwegen ende van ver- 
scheijden wcderzijdts pretensien sijn huijden mede volcomentlijck in 
scriptis geadjusteert; alle welcke saccken ick wil hopen, dat U W. Ed. 
negotiatie niet sullen te rugge sotten. Het voorgeven van de appre- 
hensie voor de Swedeu houde ick ongefondeert ende de saecke buijten 
alle apparentie, aengesien den Coning van Vranckrijck ons genoech- 
saem verseeckert van het contrarie. Waermede in haest afftreeckende 
sal ick verblijven etc. 

P. S. Ick sal dese wederom te rugge verwachten, aengesien ick 



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Der Kaiser für die Allianz wegen der spanischen Niederlande. J77 

geene minute daer van hebbe oonnen houden, die iok nochtans volgens 
mijne instructie verobligeert ben te bewaeren. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 2. Febr. 1666. 

[Die £ijasohliessang der Ostseeländer und der rheinischen Festungen in die Allianz. 
Der Genneper Zoll. Der Eid des Oberbefehlshabers. Zahlungstermin der Werbe- 
gelder.] 

Nach Berichterötattung und Berathung über das Schreiben Bever- 2. Febr. 
niugk's vom 30. Jan. ist beschlossen: dat aen den gem. Heer van Be- 
verningk sal werden gerescribeert, dat H. H. M. meeninge ende in- 
tentie is; dat het laetste lidt van het 3. articul van het te maecken 
Tractaet van AUiancie sal werden gesteh ende daerinne geinsereert, 
als volcht, teweeten: „Als mede in alle Landen, plaetsen off Havenen, 
die S. C. D. heefft aen de Oostzee gelegen, te weeten het Hertochdom 
van Pruijssen ende dat van Achter-Pomeren tegens alle die geene, die 
deselve Landen ende plaetsen souden mögen onderstaen vijantlijck te 
invaderen offte met openbaer geweit aen te tasten;" sijnde deselve 
woorden, die S. C. D. Ministers voor desen selffs alhier in den Haghe 
diesaengaende hebben opgegeven. Ten anderen, dat in het Secreet 
Articul, relatif tot het 4. van 't voorsz. Tractaet, achter de woorden: 
„al vooren met alle goede officien sal soecken voor te comen ende 
uijt den wech te leggen," gesteh ende gepraefigeert werde: „een 
seeckeren tijt van ses weeekeu off uijtterlijck twee maenden, binnen 
den welcken sulcx sal moeten geschieden, immers getenteert worden, 
ende dat denselven tijt geexpireert ende middelwijlen geen accommo- 
dement getroffen sijnde, de guarantie sal moeten werden gepraesteert.'* 
Ende ontrent in *t midden van 't selve Secreet Articul achter de woor- 
den: „oock ten reguarde van de hoochgemelte Princen obligatoir sal 
sijn,'' gevoecht werden dese, te weeten: „gelijck deselve effectivelijck 
obligatoir is tegens allen anderen, soo ten respecte van de Steden 
ende plaetsen in de vereenichde Nederlanden ende 't resort van dien 
gelegen, als ten respecte van alle verdere aengrensende plaetsen met 
H. H. M. guamisoen beset." Ten derden, dat H. H. M. haer het 11. 
ende 12. articul, soo als hij Heer van Beverningk deselve nevens 
de voorsz. missive overgesonden heeft, wel laten gevallen. Ten vier- 
den, dat hij alnoch debvoiren sal doen ten eijnde, dat de woorden: 
„voor soo veel van de Capitulatien niet en is gerecedeert," mögen blij- 
ven in het 13. articul, doch daerop niet te harde insisteren, maer naer 
alle aengewende debvoiren diesaengaende de intentie van S. G. D. 

Haler, lur Gesch. d. Gr. Kurfürsten. III. 12 



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-(78 ^* ^^ BöndniBg gegen Mfinster. 

involgeii. Ten vijffden*), dat hij op 't 25. aiücul S. C. D. off des- 
selffs Ministers sal te gemoet voeren, dat H. H. M. den Raedt van 
State hebben versocht, haer over de gantsche gelegentheijt ende de 
nature van het bewuste Gennepsehe Toll Licent nader ende omstan- 
dich te informeren ende te berichten; doch dat denselven Baedt daer- 
toe noch niet gereet en is, ende dat mits dien het voor alnoch niet 
mogelijck en is, diesaengaende met fundament ende kennisse van sae- 
cken met haer te concerteren ende in handelinge te treden; Dat mede 
het voorsz. Tractaet van AUiancie sullende wesen temporel, dat poinct 
beter daeruijt gelaten ende hiernaer bij eene aparte conventie gevon- 
den ende tot w^dersijts contentement geaccommodeert soude connen 
worden; Dat H. H. M. echter sullen continueren alle debvoiren aen te 
wenden, om de noodige informatien te becomen. Ende als bevonden 
mochte werden, da^ S. C. D. in sijne sustenue ende praetensie is ge- 
fundeert, dat men aen denselven geensints sijn recht sal onthouden, 
maer laeten gewerden; doch dat selffs in sulcken gevalle gedacht soude 
moeten werden op soodanige praecautien ende bepalingen, als men 
deserzijts volgens 't oude recht ende 't interest van de Commercie 
ende Navigatie bevinden sal te behooren. Ende nademael sulcx tijt 
requireert, dat H. H. M. meenen, dat alle 't selve bequamelijckst met 
ende benevens de bewuste Reglementen in 't voorsz. Tractaet van AI- 
liancie gementionneert sal connen werden geadjusteert. Ten sesten, 
dat achter het 2. articul van het Tractaet van adsistentie gevoecht wer- 
den dese woorden, te weeten: „ende dienvolgende tegen denselven 
treden in openbaere rupture.'* Ten sevenden, dat hij op het doen van 
den Eedt van den Generael van S. C. D. over de bewuste Trouppes 
aen te stellen, daervan het 10. art. van het selve Tractaet onder an- 
deren spreeckt, alsnoch alle nadere instantien ende debvoiren sal heb- 
ben te doen ende aen te wenden ende daervan niet relascheren, ten 
waere alle de andere poincten mochten wesen geadjusteert, in welcken 
gevalle, doch anders ende eerder niet, hetselve sal laeten glisseren onder 



1) d^Estrades (IV. 88), der bei den Staaten die Bewilligung der brandenbur- 
gischen Forderungen sehr betrieb, nm die Sache zu einem baldigen Abschluss zu 
bringen, schreibt am 4. Febr. , dass der Cession des Genneper Zolls namentlich Dor- 
drecht opponire, das hauptsächlich an der Maaszschifffahft betheiligt sei, de Witt, 
wie stets, auch hierin die Interessen der Stttdte schonen wolle, und die Staaten nur 
dann bereit seien, den Zoll zu ccdiren, wenn er nachweislich schon vor der Befesti- 
gung Genneps durch die Spanier bestanden habe. — Dass Dordrecht haupts&chlich 
gegen die Cession des Genneper Zolls opponirte, bestätigen auch die brandenburgi- 
schen Gesandten (Rel. Tom 9. Febr.). Vgl. oben p. 152. 



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Neue Zageständnisse der Staaten. 179 

beneficie van den voorslach in sijne missive vervat. Ten achtsten, dat 
de werflFgelderen sulIen werden betaelt nae de extraditie van de re- 
spective ratificatien, dewijle datt' er voor dato van soodanige extraditie 
geen verbintenisse oflF Tractaet eygentlijck en is ende dat S. C. D. 
gelt ontfangende geen vrijheijt van ratificeren oflF niet ratificeren 
overich houden kan; Dat hij evenwel, om S. C- D. nader te gemoet 
te gaen, sal mögen belooven, dat H. H. M. van den tijt van de tee- 
ckeninge aif de helfit van de voorsz. werffgelden offt uijtterlijck de 
versochte 100,000 ßijcxd. suUen schuldich werden, doch niet gehouden 
wesen deaelve uijt te teilen, voor ende aleer de voorsz. extraditie ge- 
schiedt off andersints den vreede met den Bisschop van Munster ge- 
slooten sal sijn, te meer dewijle H. H. M. tijt moeten hebben, om soo 
notable somme bij een te brengen. Ten negenden ende laetsten, dat 
H. H. M. voorts al het 'geene hij Heer van Beverningk S. C. D. 
heeft ingewillicht, breeder in sijne voorsz. missive aengeroert, haer 
wel laeten gevallen. Ende sal hem dese resolutie tot rescriptie toe- 
gesonden werden met versoeck ende begeerte, dat hij sich daemaer 
ontrent de voorsz. sijne aenbevoolene negotiatie wille reguleren. Ende 
wert den Agent de Heijde gelast op te soecken de retroacta raeckende 
den voorsz. Toll tot Gennep^ die in de Griffie souden mögen sijn te 
vinden. 

Joh. de Witt an Beverningk. Dat. Haag 6. Febr. 1666. 
(Eigenhändiges Concept.) 

[BeverniDgk wird. ermächtigt, unter gewissen Vorbehalten die Cession des Oenneper 
Zolls an Brandenburg nacbsngeben.] 

Naer 't affgaen van mijne jongste van den 3. deser loopende 6. Febr. 
maendt^) is mij niets van U W. Ed. ter banden gecomen; ende al- 
hoewel d' Heeren Staten van Hollandt ende Westvrieslandt noch niet 
completelijck wederom bij den anderen sijn, soo hebb' ick echter, om 
geen tijdt te laeten voor bij gaen, huijden aen H. E. 6. M. voorgestelt, 
dat het geheele werck van de alliancie van Brandenburg nu scheen te 
accrocheren aen 't poinct van de Gennipsche thoU ende licent, deduce- 
rende daerop d' importantie van de selve alliancie met alle de vordere 
redenen, die tot facilitatie van 't voorsz. poinct conden dienen, oock 
daer bij voegende de recommandatie, die den Ambassadeur van Vranck- 
rijck wt den naeme ende van wegen den Goning sijn meester aen 
H. E. G. M. was doende ende noch huijden hadde gerenoveert*), om 



*) Fehlt. 

*) Vgl. d*Estradeg, lettres IV. 89. 

12* 



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"XQQ m. Dab BündnisB gegen Mattster. 

in 't werck van de voorsz. alliancie alle mogelijcke faciliteijt bij te 
brengen ende in speeie 't werck op den voorsz. thoU ende licent niet 
te laeten accrocheren; waerop de saecke soo verre is gebracht, dat de 
leden op 't behaegen van de beeren haere Principaelen hebben laeten 
concluderen, dat U W. Ed. soude mögen werden geauthoriseert om 
(alvoorens vastgestelt sijnde in den eersten, dat, 't gene aengaende 
den voorsz. tholl ende licent jegenwoordich sal werden gehandelt ende 
gesloten, egeen het alderminste prejudicie sal leggen ten aensien van 
't gepasseerde ende van de penningen, die H. H. M. wt dien hooffde 
mögen hebben ontfangen, noch eenich argument daerwt mögen wer- 
den getrocken tot voordeel van S. C. D. sustenue ende eijsch van re- 
conventie, onder anderen mede op dat poinct in te brengen ende te 
doen voor den grooten Radt van Mechelen, volgens de submissie over 
de bewuste HoeiBjsersche schuldtsaecke aen den gem. Raedt gedaen*); 
ende ten anderen mede dat behoorlijck werde geprecaveert, dat Z. C. 
D. den voorsz. tholl ofte licent niet hooger off bewaerlijcker sal heffen, 
dan deselve in de voorlede jaeren bij H. H. M. is geheven geweest, 
veel min denselven directelijck off indirectelijck verhoogen, ende dat 
S. C. D. daertoe passere de behoorlijcke overgifte ende belofte, relatiff 
tot eene pertinente lijste daervan albereijdts gemaeckt off noch te 
maecken) het poinct van den voorsz. tholl söodaenich te mögen aff- 
handelen, als U W. Ed. ten meesten dienste van den lande sal bevin- 
den te behooren; trachtende nochtans den affstandt selve, soo veel 
doenlijck, te eviteren ende de saecke daerhenen te dirigeren, dat aen 
den gem. grooten Raedt van Mechelen off eiders, daer U W. Ed. sulcx 
gevoechlijkst oordeelen sal, mede möge werden gesubmitteert ende 
verbleven, off H. H. M. gehouden ende verobligeert sijn den voorsz. 
tholl ende licent aen S. C. D. over te laeten ende denselven die te 
laeten trecken ofte niet; alle 't welcke ick van nagn plicht geacht hebbe 
ü W. Ed. bü desen in antecessum te notificeren, dewijle de resolutie 
selfs noch resumptie subject sal moeten sijn. Maer naedemael de ges 
andere Provincien bij *t poinct van den voorsz. tholl niet en sijn gein- 
teresseert, ende dan het werck volgens de laetste ordres van H. H. M. 
ende van mijne naestleste aen U W. Ed. in alles geadjusteert sijnde, 
ick meijne U W. Ed. wel te connen verseeckeren, dat het niet en sal 
werden gedisadvoueert, soo gelieve U W. Ed. in bedencken te nemen, 
off het niet geraeden sal wesen met het werck voort te stappen ende 
alles te voltrecken; waerontrent U W. Ed. mogelijck het poinct van 



^) S. oben p. 164 Erklärung der brandenburgisclien Gesandten rom 9. Januar. 

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Der Genneper Zoll wird eyentuell cedirt. 'Jg'[ 

den eedt van den generael wel sal connen doordringen, als ü W. Ed. 
over sich neemt het verblijflF ofte den affstandt van den voorsz. thoU 
ende licent in manniere hier boven verhaelt. Immers bij soo verre 
U W. Ed, het werck volcomentlijck aflfhandelt op de gronden in voor- 
gaende H. H. M. resolutie ende in dese missive vervatt, soo meijne 
ick mij te connen sterck maecken, dat U W. Ed. niet en sal werden 
gedisadvoueert. 

Mit Colbert solle er vertraute Correspondenz unterhalten*), te meer 
dewijle deselve op U W. Ed. advis ende directie eenige middelen van 
douceur ontrent de Ministers van S. C. D. sal connen gebmijcken, 
welckers emploij van wegen desen Staet bij naer inpracticabel is'J. 

Ick sal verlangen naer advertentie van den finaelen wtslaeg van 
U W- Ed. negotiatie ende ooek naer U W. Ed. presentie alhier; ver- 
blijvende die ick waerlijck ben etc. 



Joh. de Witt an Beverningk. Dat. Haag 7. Febr. 1666. 

Da er aus seinem Schreiben vom 6.^) nicht ersehen könne, ob ihm das 7. Febr. 
seine vom 1. zugekommen, so wiederhole er kurz seinen wichtigen Inhalt. 
In Sachen des Gennepschen Zolls bringen die Retroacten nicht viel zum 
Vorschein, was zum Vortheil des Kurfürsten dienen kann, im Gegentheil, 
dass der Gennepsche Licent 1590 ungesetzlich und gegen den Protest der 
Generalstaaten eingeführt worden ist, weshalb er hoffe, dass er entweder 
die ganze Sache verschieben oder wenigstens erreichen werde, dass sich 
der Kurfürst mit dem Zoll begnügt, der Licent ganz abgeschafft wird. 
Gleichwohl werde er sich bemühen, dass, was er noch darüber zusagen 
müsse ^ vom Staat bewilligt werde, wenn er auch überzeugt sei^ dass der 
Kurfürst dem Staat darin Unrecht thue. Wenigstens möge dann eine Clausel 
eingeschoben werden, dass die Generalstaaten, wenn sie auch den Gennep- 
schen Licent weiter erheben lassen, denselben doch nicht für gesetzlich er- 
achten. Auf seine Vorstellung sei heute von den Generalstaaten beschlossen, 
ihm Vollmacht zum Abschluss und Unterzeichnen des Vertrags zu schicken. 



^) S. Urk. a. Aotenst. II. 341 u. Lettres d^Estrades IV. 103, wonach de Witt 
▼on Beyerningk^s eweideatigem Verhalten dnrch d^Estrades unterrichtet wurde. 
Auch Ludwig XIV. war mit Beverningk's Benehmen in Cleye sehr wenig zu- 
frieden; er schreibt noch am 15. Apr. 1667 (Lettres VI. 157) an d* Estrad es: me sou- 
▼enant de la conduite que cet homme-lk tint k Cl^ves, oü il parnt non seulement 
fort contraire k mes int^rdts , d^fiant et mal accommodant pour avoir k condoire une 
n^ociation conjointement aveo mes Ministres, mais fort serriteur de TElecteur de 
Brandebonrg et attach^ aus int^rdts de la Maison d' Orange. 

*) S. Urk. u. Actenst. II. 826. 

») Fehlt. 



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j[g2 ^^ ^*" Bfindniss gegen Mflnater. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 7. Febr. 1666. 

7. Febr. Beverningk 6oll auf sein Schreiben aus Cleve vom 6. erwidert werden, 
dass, wenn er die Intention der Generalstaaten, wie sie aus ihren Resola- 
tionen vom 28. Jan. und 2. Febr. zu ersehen ist, auswirken kann, er die 
Verträge der Allianz und Adsistenz definitiv abschliessen und unterzeichnen 
soll, wozu ihm die jiöthige Vollmacht zugeschickt werden wird. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 9. Febr. 1666. 

9. Febr. Beverningk, der von Cleve hierher gekommen ist'), berichtet über den 

Stand seiner Verhandlung. Hierauf wird beschlossen, Beverningk zudem 
Versprechen zu ermächtigen, dass der Kurfürst die Werbegelder von der Un- 
terzeichnung des Vertrags ab zugesichert erhalte, und zwar soll ihm die Hälfte 
davon, ja sogar 100,000 Rthlr. ausgezahlt werden, sobald er den Vertrag rati- 
ficirthat. Beverningk soll suchen den Kurfürsten zu bestimmen, dass er 
damit zufrieden ist; wenn nicht, soll er auch die Bezahlung des üebrigen 
bis zu 400,000 Fl. gleich nach der Ratification versprechen. Zu diesem 
Ende sollen die Deputirten ersucht werden, je einen aus ihrer Mitte nach 
den betr. Provinzialstaaten zu schicken, damit jede Provinz ihre Quote zu 
genannten 400,000 Fl. sofort bereit halte. Die Deputirten für die Sachen 
von Brandenburg sollen zusammen mit dem Rath van State ein Reglement 
für die Garnisonen in den Clevischen Städten ausarbeiten. 



Beverningk an die Generalstaaten. Dat. Cleve 13. Febr. 1666. 

13. Febr. Vorgestern sei er wieder hier angekommen. Heute morgen habe er mit 
Schwerin und Blas peil eine Oonferenz gehabt. Die 1. Ampliation des 
Separatartikels ist angenommen; betr. die 2. habe man die Erwähnung von 
Lierort und Dielerschanz und die Ausdehnung des Artikels auf den Fürsten 
von Ostvriesland in Bedenken genommen. Gegen die Einschiebung in Art. 13 
(voor söo veel met nader handelingen deselve niet verändert syn) und im 
Art. 2 des Assistenzvertrags (dienvolgende tegen alle deselve sal treden in 
openbaere rupture) ist nichts eingewendet. An Werbegeldern sollen bezahlt 
werden 200,000 Fl. 14 Tage nach Abschluss des Vertrags, die anderen 
200,000 Fl. 14 Tage darauf. Die Ratification wolle man hier nicht eher 
herausgeben, als bis die der Generalstaaten bereit sei. Die Reglements über 
Garnisonen, Munitionsausfuhr etc. wünsche man hier noch vor der Ratifi- 
cation vereinbart; er habe 2 Monate danach als Termin vorgeschlagen. Der 
Genneper Zoll und Licent bleiben der einzige Punct ^van accrochement**. 



^) Der Courier mit der Reeolution vom 2. Febr. gelangte aus irgend einem Grunde 
nicht nach Cleve. Beverningk, von ihrer erfolgten Absendung durch de Witt 
benachrichtigt, fürchtete, dass eie von Münstersohen Truppen aufgefangen sei, und 
weil er zugleich besorgte, man werde im Haag seine Zugest&ndnisse nicht alle bil- 
ligen wollen, reiste er selbst dorthin, um die Sache schleunigst su erledigen. Sehr. 
Colhert's vom 9. Febr. (Urk. u. Actenst. 11. 340). Vgl. Aitaema V. 776. 



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Abschluss der Verträge. |^g3 

Er habe sich gradatim soweit „geeslargeert**, als ihm die Resolution der 
Generals taaten erlaube ; er wisse aber nicht, ob er reussiren werde, da man 
hier sehr ernstlich darauf bestehe. — So eben habe er mit dem Kurfürsten 
gesprochen und ein Expedient über den Zoll gefunden *). Das Einschiebsel 
im 2. Art. des Assistenz Vertrags ist von Blas peil wieder zurückgenommen; 
er habe nachgegeben. Nun sei die Sache im Reinen. 



Joh- de Witt an Beverningk. Dat. Haag 15. Febr. 1666. 

Was er über die Bezahlungszeit der Werbegelder und den Gennepschen 15. Febr. 
Zoll mit Brandenburg ausgemacht, habe. den Staaten von Holland besonders 
wohl gefallen, und sehe man den Erfolg dieser Verhandlung als eine Wir- 
kung seiner ^vigilantie ende Sonderlinge goede conduicte" an. Etwas Be- 
denken errege, dass das Versprechen offenen Bruches im 2. Art. des Assi- 
stenzvertrags Opposition gefunden; die Staaten wollen indess nicht glauben, 
dass es des Kurfürsten Absicht sein sollte, das Geld vom Staat einzuziehen 
und dann ^bij non succes van vrede buijten rupture te blijven**. Die Be- 
zahlung der Subsidien werde man bei den Provinzen ernstlich betreiben, 
wie auch, so weit thunlich, die Sache der Reglements*). 



Beverningk an die Generalstaaten'). Dat. 27. März 1666. 

Letzten Donnerstag habe er seine erste Proposition beim Kurfürsten 27. März, 
und der Kurfürötin von Brandenburg und heute beim Kurprinzen abgelegt. 



^) Der Kurfürst begnügte sich mit einer Abschlagszahlung von 50|000 fl. für die 
12 Jahre, welche der Zoll noch in Händen der Staaten bleiben sollte. Beverningk 
hatte Vollmacht y unter Umständen noch mehr zu bewilligen. Schreiben Colbert's 
vom 15. Febr. ürk. u. Actenst. II. 348. 

') Die beiden Verträge wurden am 6/16. Febr. abgeschlossen (bei Aitzema V. 
997 — 1006 u. Londorp IX. 461)| aber erst am 18. unterzeichnet. Beverningk 
reiste am 19. ab (Urk. u. Actenst. II. 851). Am 28. Juli beschlossen die Staaten^ 
Schwerin 6000 fl. und Blaspeil 4000 fl. ^tot een recognitie ende erkentenisse van 
de goede offioien* bei diesen Verträgen auszahlen zu lassen. Aitzema V. 1010. 
Ueber die Ratification , Geldzahlungen, Musterung, die Reglements, endlich die Be- 
mühungen des Kurfürsten für den Prinzen s. mehrere Actenstücke ebendas. p. 780. 
784. um. 1008. 

'} Nach Abschluss des Allianz- und Assistenzvertrags wurde nun sofort vom 
Kurfürsten von Brandenburg die Vermittlung des Friedens zwischen den Staaten und 
Münster in die Hand genommen. Er sandte Friedrich von Jena nach Münster, 
wohin auch auf Veranlassung Frankreichs Cöln und Neuburg Gesandte schickten, und 
deren vereinten Bemühungen gelang es, den Bischof, der sich übrigens auch von 
allem gehofften Beistand und vermeintlichen Freunden im Reich im Stich gelassen 
sah, zu bewegen, dass er nach Gleve Gesandte schickte, um dort über den Frieden 
zu verhandeln (Pufendorf X. 16. Tücking, Gesch. des Stifts Münster 142—146. 
Urk. u. Actenst. II. 362 fl".). Die Staaten hatten durch Resolution vom 10. März die 
mit Friquet vereinbarten Friedensbedingungen als ihre Forderung aufgestellt und 
beschlossen nun ebenfalls einen Gesandten nach Cleve zu senden. Anfangs wollte 



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j[g4 ^- ^" BÜDdniBs gegen Münster. 

In der ihm aufgetragenen Negociation sei nichts Neues passirt. Hr. y. Jena 
sei gestern vom Bischof von Münster zurückgekehrt und habe an den Kur- 
fürsten und den Geh. Rath rapportirt. — Der Kurfürst dränge ^met wat 
empressement*' auf die Musterung seiner Truppen und die Bezahlung des 
ersten Monats Sold. Da es nun für den Dienst des Landes sehr nöthig 
sei, dass die Truppen durch die Musterung für die Actionen fertig gemacht 
werden, und doch kein Geld vorhanden sei, so habe er mit dem Kurfürsten 
die Sache dahin verabredet, dass die Musterung durch die staatischen De- 
putirten te Velde baldigst abgehalten und der erste Monat Sold von den 
Werbegeldern genommen werde'). — Die münsterschen Gesandten, Schmi- 
sing und Wiedenbrück, kämen eben an, doch sei ihr Auftrag nicht so 
friedlich wie es erst geheissen. 



Bevemingk an die Generalstaaten. Dat. Cleve 29. März 1666- 

29. Man. Der Kurfürst von Brandenburg hat gestern bei ihm durch Schwerin 
anfragen lassen, welchen Auftrag er in Bezug auf die Formalien der Ver- 
handlung mit Münster habe und ob er die Gesandten des Kaisers, von 
Mainz, Cöln, Neuburg, Wolfenbüttel und Trier als Vermittler zulassen werde. 
Er habe erwidert, dass die Generalstaaten nur die brandenburgische Ver- 
mittlung angenommen hätten, demnach jede andere abgelehnt. Mit der 



de Witt Bevemingk unter verschiedenen Vorwänden zurückhalten (Bericht 
BlaspeiTs vom 12. März und Urk. u. Aotenst. II. 370), da er ihm nicht traute 
und gerade damals, als der Kurfürst wiederholt auf Beförderung des Prinzen von 
Oranien drang (Aitzema V. 784 u. 1008. de Witt an Beuningen, Brieven 
II. 214), von einem geheimen Einverständniss mit dem Kurfürsten Gefahren fUr die 
Herrschaft seiner Partei befürchten musste. Indess man wusste keinen Anderen, und 
Bevemingk wurde also zum zweiten Mal nach Cleve geschickt, um den Frieden 
mit Münster zu verhandeln. 

lieber diese Mission (20. März bis 22. April) fand sich im Reichsarchiv ein Ver- 
baal vor, ein zusammenhängender Bericht mit den Actenstücken , Briefen etc. selbst 
als Beilagen (die Briefe des Rathspensionärs sind aber ausgeschlossen). Obwohl der 
kurffirstliche Hof während der Friedensverhandlung durch die Zahl und Bedeutung 
der versammelten Diplomaten glänzte und gerade damals ein erhöhtes Interesse bot, 
so ist das Beverningk^sche Verbaal doch so färb- und inhaltslos wie möglich: es 
ist nichts als ein dürres Referat über die ziemlich kleinlichen Streitereien mit Mün- 
ster über Formalien, Abtretung Borkelos u. dgl. m. Von den tieferen politischen 
Motiven, den geheimen Zielen der betheiligten Mächte, von Schilderung der Personen 
ist auch nicht eine Silbe darin enthalten. Der Grund davon liegt 'einerseits wohl 
darin, dass ein staatischer Gesandter es für überflüssig und gefährlich halten mochte, 
einer Versammlung wie den Staaten aus solcher Nähe mehr, als die Geschäfte ver- 
langten, zu berichten, andererseits aber besonders in dem gespannten Verhältniss zwi> 
sehen Bevemingk und de Witt. Die Ausbeute ist also sehr gering. Ich ver- 
weise daher über das Genauere auf die um so vollständigeren Berichte Colbert*s 
Urk. u. Actenst. II. 370—409. 

^) Wird von den Staaten am 29. März gutgeheissen , und die Provinzen werden 
an 8chleuni|;8te Zahlung von zwei Monaten Sold gemahnt. 



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Friedensverhandlungen mit Münster. |g5 

Garantie des Vertrags mit Münster durch diese Fürsten, namentlich die des 
westfälischen Kreises, nach dem Abschluss habe er sich aber einverstanden 
erklärt. 

Beverningk an den Rathspensionär. Dat. Cleve 29. März 1666. 

Die Herren Schwerin und Blas peil haben heute die Verhandlungen 29. März, 
mit den münsterschen Gesandten begonnen und die Abtretung Borkelos 
schon durchgesetzt, nur salvo iure imperii. Münster bemüht sich sehr um 
Zuziehung noch anderer Vermittler ausser Brandenburg, doch lehnt er 
(Beverningk) das ab, da dann'Brandenburg in seinem festen Auftreten ge- 
gen Münster behindert sein würde. lieber dies würde dann die ganze Ver- 
handlung in die Hand katholischer Minister, namentlich des Kaisers, Mainz's 
und Cölns fallen. Der Kurfürst habe erklärt, wenn diese Woche die Ver- 
handlung nicht zu Ende komme, werde er an Münster den Krieg erklären. 



Beverningk an den Bathspensionär. Dat. Cleve 31. März 1666. 

Seit der Ankunft der Gesandten von Cöln, Mainz und Neuburg*) sind 31. Mär«, 
die münsterschen Deputirten sehr störrisch, und er hat weniger Hoffnung auf 
Erfolg der. Verhandlung als früher. Die er noch hat, ist allein auf die 
Festigkeit des Kurfürsten von Brandenburg gegründet, der mit Bestimmt- 
heit erklärt hat, entweder müsse der Friede in wenigen Tagen geschlossen 
sein oder er werde die Waffen ergreifen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 4. April 1666. 

Es wird beschlossen, dass Beverningk in Cleve den münsterschen Ge- 4. Apr. 
sandten ein Ultimatum in Betreff der unbedingten Rückgabe Borkelos vor- 
legen') und dem Kurfürsten von Brandenburg für die geleisteten Dienste 
zwar danken, aber die Erwartung aussprechen soll, dass diese nicht ^in 
longum*' fortgesetzt, sondern, da die Ratificationen des Tractats ausgewech- 
selt und die Werbegelder bezahlt seien, endlich mit Münster wirklich ge- 
brochen werde. 

Joh. de Witt an Beverningk. Dat. Haag 4. April 1666. 

Sie seien hier „met de goede debvoiren ende efficacieuse officien** des 4. Apr. 
Kurfürsten völlig zufriedengestellt, aber wünschten sie auch nicht ^in longum 
gepertraheert" ; da nun der Vertrag mit Brandenburg ratificirt und die Werbe- 
gelder bezahlt seien, so dürfe die offne Erklärung der Ruptur von Seite 
des Kurfürsten nicht länger verschoben werden, ohne den Vertrag zu ver- 
letzen. Geschehe dies doch, so würden die Staaten von Holland sich wohl 
hüten, den versprochenen Sold an die Truppen nach der Musterung aus- 
zuzahlen. Er möge also einerseits dem Kurfürsten für seine Bemühungen 
danken, andererseits ihn ernstlich zum Bruch mit Münster ermahnen. 

^) Peter BaschmanD, Frhr. v. Schönborn (Neffe des Karfttrsten von Mainz) 
und Franz v. Gise. Pafendorf X. 17. 

') S. über dessen Inhalt Urk. u. Actenst. II. 390* 



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]g0 nL JHm BündiriM gegen Mflaster. 

Bevemingk an den Bathspensionär. Dat. Cleve 6. April 1666. 

6.Apr« Oe&tern Abend hat er eine Conferenz mit Schwerin und Blaspeil 

gehabt über die Rückgabe von Borkelo: sie haben ihn gern zom Nach- 
lassen den 7. und 8. Artikel» bewegen wollen. Er ist aber anf dem Wort- 
laut seiner InHtmction stehen geblieben und bittet sich Bescheid darüber 
aus, ob er es auch femer thun solle. Die brandenbnrgischen Minister meinen, 
dasB man eine solche Beschränkung der Miliz und der Werbungen, wie der 
1. und 8. Art. sie enthalte, einem deutschen Fürsten nicht zumuihen könne. 
Er glaubt übrigens, dass man Frankreich nicht ganz trauen könne, das ans 
eigenem Vortheil die Fortdauer des Krieges mit Münster gern sehe*). 



Beveniingk an die Generalstaaten. Dat. Cleve 7. April 1666. 

7. Apr. Gemäss ihrer Resolution vom 4. April hat er den Kurfürsten zum Bruch 

mit MüHKter aufgefordert, und der Kurfürst ohne Zaudern erwidert, dass 
er sofort zur bestimmten Zeit, welche er den Mediatoren . bekannt gemacht, 
die Verhandlungen mit Münster abbrechen und es angreifen werde. Es ist 
iudess zur Beförderung dieses Schritts sehr noth wendig, dass die General- 
Htaaten die Subsidien beschaffen. 



Bevemingk an den Rathspensionär. Dat Cleve 9. April 1666. 

9. Apr. Der Kurfürst hat sich mit Entrüstung bei ihm darüber beschwert, dass 
einige Deputirte von Holland seinen Ministem im Haag immer vorhielten, 
dass er nicht befügt sei Subsidien zu fordern, ehe er nicht mit Münster 
gebrochen; er sei bereit dazu, aber die Qeneralstaaten hätten ja selbst die 
Fortsetzung der Verhandlungen beschlossen, und die Subsidien seien vom 
Tage der Musterung an versprechen. Der Kurfürst hat Recht und er 
(Bevemingk) meint, dass man den geforderten Monat Subsidien bezahlen 
muss, da man ihn nicht beleidigen darf; auch ist die Musterung zum Scha- 
den Brandenburgs 14 Tage hinausgeschoben worden. 



Bevemingk an die Generalstaaten. Dat. Cleve 17. April 1666. 

17. Apr. Vorgestern sind die münsterschen Gesandten zurückgekommen und 

haben gestern beim Kurfürsten von Brandenburg eine Audienz gehabt, in 
der sie- um die Erlaubniss, mehr Militär als im betr. Art. zugestanden sei, 
zu halten, gebeten haben. Der Kurfürst hat ihm darauf durch Schwerin 
und Blaspeil vorstellen lassen, dass der Bischof von Münster zur Be- 
setzung seiner Plätze mindestens 3500 Mann brauche. Unter Vorbehalt der 
Genehmigung der General Staaten hat er 3000 Mann zugestanden '). 



*) Das war nun freilich ein Irrthum. Im Uebrigen aber hatte er Recht, wenn 
er da« Benehmen Frankreichs für iweideutig hielt (s. Lettres d^EstradeB IV. 206), 
da« den kriegerischen Bischof von Münster für sich gewinnen wollte. (Vgl. Schrei- 
ben Ludwig's XIV. an Colbert vom 26. Marx Urk. u. Actenst. II. 377.) 

*) Der Vertrag wurde den folgenden Tag, 18. April, abgeschlossen. Aitiema 
V. 1023. Ueber Beverningk's Rapport ebendas. p. 1031. 



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IV. 

Die Allianz von 1672. 

(Berichte von Amerongen.) 



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Einleitung. 



De 



fer Orund, weshalb Frankreich im Jahre 1666 das Zustandekommen 
der Allianz zwischen den Niederlanden und Brandenburg, dann den Frieden 
mit Münster so eifrig befördert hatte, weshalb es von Beginn des folgenden 
Jahres 1667 an mit England Friedensverhandlungen anknüpfte, trat im Mai 
1667, obwohl seit lange vorbereitet, dennoch zur grössten Ueberraschung 
Europas, namentlich der Oeneralstaaten, an den Tag: die Invasion in die 
spanischen Niederlande, um die Rechte der Königin von Frankreich geltend 
zu machen. 

Sie traf Alles unvorbereitet. Nirgends war Widerstand zu erwarten: 
Spanien ohnmächtig, in einen Krieg mit Portugal verwickelt, überdies ohne 
Eifer und Interesse für die Erhaltung dieses entfernten Besitzes; England 
und die Staaten, halb im Krieg, halb in Friedensverhandlungen mit ein- 
ander begriffen, waren gerade damals nicht Willens und auch nicht im Stande, 
Frankreichs Eroberungsplänen entgegen zu treten; der Kaiser ebenso ohn- 
mächtig wie Spanien, die Fürsten des Reichs durch den Rheinbund dem 
französischen Einfluss unterworfen. 

Als endlich nach Eroberung fast ganz Flanderns der spanische Gou- 
verneur in Brüssel, Castel Rodi^igo, einige Anstrengungen machte, sich 
Beistand zu verschaffen, und die Staaten, nachdem sie durch den Sieg bei 
Ghatam England zum Frieden gezwungen, sich entschlossen, Ludwig XI Y. 
durch ihre Intervention zum Yergleich mit Spanien gegen eine massige Ent- 
schädigung zu nöthigen: da war der Kurfürst von Brandenburg der erste, 
der sich erbot, mit der Republik ein Bündniss zum Schutz der spanischen 
Niederlande zu schliessen und ein ansehnliches Truppencorps dorthin zu 
schicken. Es wurden lebhafte Unterhandlungen zwischen seinen Gesandten, 
den Staaten und Castel Rodrigo darüber gepflogen*), denen de Witt 



^) Den von Holland «ngenommenen Entwurf des Bündnisses s. Secrete Resolatien 
IL 601. 



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190 IV. Die AUia&B Ton 1672. 

sich nicht zu widersetzen vermochte, obgleich in Folge derselben die orani- 
sche Partei wieder ihr Haupt erhob und auf das Erscheinen eines branden- 
burgischen Heeres in den Niederlanden kühne Hoffnungen setzte. Die krie- 
gerische antifranzösische Stimmung schwoll in den Provinzen mächtig an^ 
und ihr musste de Witt, wenn auch widerwillig, nachgeben'). 

Aber trotz allen Eifers des Kurfürsten ') zerschlug sich der ganze Plan 
uoch kurz vor dem Abschluss. Castel Kodrigo zog aus Misstrauen gegen 
die Staaten und aus verblendetem Hochmuth die Zugeständnisse, die er 
den Staaten gegen eine Anleihe schon versprochen, zurüpk, diese weigerten 
sich nun Subsidien zu zahlen, und de Witt durfte es wieder wagen, die 
directen Verhandlungen mit Frankreich aufzunehmen. Der Kurfürst aber, 
ungeduldig über die ergebnisslose Verschleppung des eingeleiteten Unter- 
nehmens, entschloss sich in rascher Wendung zu einem Vertrag mit Frank- 
reich (15. December 1667), durch den er sich gegen Eingehen auf seine 
Wünsche in der polnischen Frage zur Neutralität in der niederländischen 
verpflichtete*). 

Während Frankreich durch die Tripleallianz zwar für den Augenblick 
genöthigt wurde, auf die vollständige Eroberung der spanischen Niederlande 
zu verzichten, sich aber dafür zur empfindlichen Rache an der undankbaren 
und herrschsüchtigen Republik durch Allianzen und kriegerische Rüstungen 
vorbereitete, beobachtete der Kurfürst in dieser Frage eine neutrale, reser- 
virte Haltung. In die Tripleallianz trat er nicht ein; ihre Festigkeit und 
die Erfolge für den Frieden Europas, die man sich von ihr versprach, schlug 
er von Anfang an nicht hoch an. Er that es aber um so weniger, als die 
Staaten ihn nur äusserst kühl dazu einluden, und de Witt ihn im Haag 
als Anhänger Frankreichs verdächtigte. Ueberhaupt benutzte der Raths- 
pensionär die letzte Zeit seiner Macht vornehmlich dazu, ihn von den Nie- 
derlanden fernzuhalten und ihn auf die auffälligste Weise zu vernachlässigen: 
von der 1666 so bestimmt versprochenen Räumung Orsoys war keine "Rede 
mehr, uud der Erledigung der Hoefyserschen Schuldsache bei dem hohen 
Rath in Mecheln wurden allerlei Schwierigkeiten entgegengestellt*). 

Gleichwohl verfolgte der Kurfürst mit besorgten Blicken die Gefahren, 
welche von allen Seiten über die Niederlande heraufzogen. Denn nach wie 
vor war er überzeugt, dass die Vernichtung dieser Republik der Sache der 
protestantischen Religion*) und der Freiheit Europas grossen Schaden zu- 

») 8. Pufendorf X. 30—33. 38—39. 

') Schwerin schreibt an Blas peil 19. Nov. (Romsw. Papiere): Er habe den 
Kurfürsten gebeten , ,Er sollte nicht gar so eifrig in der Sache sein , denn wir sind 
ja zehn Mal eifriger gewesen, als die Spanier selbst*. 

*) Mignet, N^gociations il. 296. Pnfendorf X. 44. 

^) Vgl. über das Obige Historische Zeitschrift r. Sybei XIII. 154. 

*) Blaspeil machte in einem Gutachten vom Oct. 1669 darauf aufmerksam, wie 
der Papst die Unterdrückung der Evangelischen, nachdem Oestreichs und Spaniens 
Macht verfallen, durch Frankreich zu erreichen suche und Ludwig XIV. Vieles 
nachgebe. .Und weil die Päpstlichen dafQr halten, daas die Evangelischen, absonder- 
lich Reformirten ihre vornehmste Zuflucht und Appuy in den uuirteu Provinzen su- 



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Einleitung. |9| 

fügen werde. Eine kleine Demtithignng gönnte er wohl der stolzen Repu- 
blik, namentlich der herrschenden Partei^), aber selbst als de Witt seine 
wohlgemeinten Warnungen vor der bevorstehenden Gefahr in verletzender 
Weise zurückwies®), Hess er sich nicht von den glänzenden Anerbietungen 
Frankreichs zu einem Bunde wider die Staaten verlocken. Er bemühte 
sich mit allen Kräften dem Kriege noch vorzubeugen und den *V erlauf der 
Dinge abzuwarten, so lange die Niederlande ihm nicht entgegenkamen*). 

Diese schritten aber -erst spät zu ernstlichen Vertheidigungsmassregeln. 
Erst hatte man lange Zeit nicht glauben wollen, dass Ludwig XI Y. über 
die Tripleallianz zu unversöhnlichem Zorne gereizt, und die Erneuerung 
des früheren engen Bündnisses unmöglich sei. Als man sich nicht mehr 
verhehlen konnte, dass der König entschlossen sei, sich für die Tripleallianz 
an ihnen zu rächen, wurden Rüstungen zu Land und zur See angeordnet, 
aber da der Krieg 1670 nicht, wie man geglaubt hatte, ausbrach, wieder 
eingestellt. Die Klagen über die ungeheueren Kosten derselben waren all- 
gemein, und die Regierung bemühte sich um so weniger, die Opposition 
der Provinzen und Städte zu beseitigen, als mit der Errichtung einer Land- 
armee auch sofort die Frage wieder auftauchte, ob nicht der Prinz von 
Oranien an deren Spitze zu stellen sei. Man gewöhnte sich an die Gefahr, 
und, statt energischer Schritte um sie abzuwenden oder ihr wohlgerüstet 
entgegentreten zu können, wurden nur halbe Massregeln, Zollrepressalien 
und einige Gesandtschafben an fremde Mächte, beschlossen^®). 

Auch für Sicherung der Ostgrenze geschah Einiges. Es wurden Ge- 
sandte nach Cöln geschickt, um sich dieser Stadt gegen ihren Kurfürsten 
anzunehmen, und eine staatische Besatzung hineingelegt. Eben diese Ge- 
sandten berichteten über die gefährliche Lage der Dinge am Rhein, über 
Rüstungen des Kurfürsten von Cöln und namentlich des alten Feindes, des 



chen und haben, so werden allerlei consilia, itzged. Provinzen zu ruiniren, geBchmie- 
det.» (Pr. Staatsarchiv.) 

^) Electoris quam maximum interesse, Beigas panlnlum ad modestiam redigi, 
liess er durch Schwerin und Meinders auf die Anträge Fürstenberg'a ant- 
worten. Pufendorf XI. 6. 

8) Pufendorf XL 14. 

*) Am 20/30. Sept. 1671 schreibt er an Schwerin: Ihr werdet wissen . . ., dass 
ich dem Werke noch eine Weile zusehen und nachmals eine Resolution fassen wollte, 
inmittelst mich mit keinem zu engagiren. t. Orlich III. 189. 

^^) Romswinckel schreibt an den Kurfürsten am 6. Mai 1671: Obwohl der 
König in Frankreich mit einer grossen Kriegsmacht auf der Reise nach Duinkerken 
begriffen, so ist man dennoch hierselbst ganz sicher, indem man aus gewissen Ursa- 
chen es daffir h&It, dass der König in Frankreich in diesem Jahre keinen Krieg an- 
fangen werde, wodurch dann viele andere Desseinen zurückgehen, und die Staaten 
sich wohl nicht mehr so hoch um einige fernere auswärtige Allianzen bekümmern 
dürften. (Romsw. Pap.) de Witt selbst schreibt am 30. Oct. 1670, nachdem er vergeb- 
lich auf Vermehrung der Landmacht gedrungen, an P. de Groot: Want de aerdt der 
Hollanders is soodanigh . . . dat als haor de noodt ende periculen niet seer ciaer voor 
oogen comen, sy gecnsins gedisponeerd connen worden om naer behooren te vigileren 
voor haer eygen securiteyt. (Levensschets van Pieter de Groot p. 26.) 



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]92 IV. Die AIIUdz von L672. 

Bischofs von Münster. Diese im Zaum zu halten, schienen der Korfürst 
Ton Brandenburg nnd die Herzoge von Lüneburg geeignet, und es wnrde 
daher beschlossen, den einen jener Gesandten an diese Fürsten zu senden 
und mit ihnen eine neue Allianz zu schliessen. An einen Angriff Frank- 
reichs vom Rhein aus dachte man in Holland nicht, sondern man meinte, 
dasselbe werde von Flandern aus die Bepublik angreifen, wodurch dann 
Spanien von selbst auf ihre Seite getrieben würde; ihre Ueberlegenheit zur 
See — denn an Englands Neutralität zweifelte «man nicht — verschaffte 
ihnen dann Gelegenheit, Frankreich auch beizukonunen und empfindliche 
Verluste zuzufügen"). Nur aus dieser ganz irrthümlichen Auffassung der 
Dinge lässt sich der hartnäckige Widerstand der. Staaten, nicht bloss de Witt's 
gegen die Geldforderungen des Kurfürsten erklären, der den Abschluss der 
Allianz zum grossen Schaden der Republik verzögerte und selbst ihren 
Gesandten zur Verzweiflung brachte. 

Dieser verblendeten Halsstarrigkeit ") gegenüber erscheint der Kurfürst 
im glänzendsten Lichte. Er beachtete nicht die Gefahren, denen er sich 
in einem Ejriege gegen den französischen König aussetzte, er vergass die 
alte Feindschaft gegen die herrschende Partei in Holland, er benutzte nicht 
die steigende Bedrängnis» der Republik, um von ihr grössere Zugeständ- 
nisse zu erpressen: im Gegentheil, einzig und allein auf die Erhaltung der 
Religion und der Freiheit der Staaten Europas bedacht, opferte er persön- 
liche Wünsche und Vortheile, um den Niederlanden beizustehen. Hierdurch 
erhob er sich zum Rang einer europäischen, der Republik ebenbürtigen 
Macht»'). 

Der Gesandte, den die Republik au den Kurfürsten schickte, war G oder t 
Adriaan, Baron van Reede, Heer tot Amerongen, gewöhnlich Freiherr 
van Amerongen genannt. Er war seit 1642 Deputirter der Ritterschaft 
von Utrecht bei den Generalstaaten und schon mehrere Male in diplomati- 
schen Sendungen verwendet worden, zuerst 1655 nach Dänemark, dann 
nach Spanien "), 1665 und 166T während des Krieges mit England wiederum 
zweimal nach Dänemark. 1671 war er nach Bielefeld zum westfälischen 
Kreistag und nach Cöln gesandt worden; sein Bericht war die Veranlassung, 
dass die Gesandtschaft an den Kurfürsten beschlossen wurde, und nach 
einigem Schwanken wurde dieselbe ihm selbst übertragen. lieber ein Jahr 
hat er dies Amt bekleidet. Nach seiner Rückkehr lebte er mehrere Jahre 



^^) S. das Schreiben de W itt^s an seinen Bruder y. 8. März 1672 bei de Jonge» 
Verhandelingen en onuitgeg. stukken I. 282. 

^') Schwerin schreibt am 25. März (▼. Orlich II. 48): Diese Leute müssen 
entweder verblendet sein, weil sie ihre Gefahr nicht kennen , oder andere HQlfe 
wissen. 

^') Pufendorf XI. 25. Stenzel, Qesch. des prenssischen Staats IL 308. 

^*) 1660 hatten die Staaten auch einmal die Absicht gehabt, ihn zum Kurfürsten 
zu schicken, um die vielen Differenzen mit demselben aus dem Weg zu räumen. Die 
Senduug unterblieb aber. Schreiben der Prinzess Amalie bei t. Orlich IIL 506 
(wenn nicht etwa dies Schreiben dem J. 1671 angehört). 



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Einleitang. j[93 

in seiner Heimath — mit Ausnahme weniger Monate im Jahre 1676, als er 
nach Bremen geschickt wurde zur Yermittelung der über das Herzogthum 
Bremen zwischen den Eroberern entstandenen Streitigkeiten — , aber als 
nach dem Nimweger Frieden von Neuem zwischen der Republik und dem 
Kurfürsten grosse Entfremdung und Spannung eingetreten war, wurde er 
wiederum nach Berlin geschickt, um den Kurfürsten zu versöhnen und für 
die Coalition gegen Frankreich zu gewinnen. Fünf Jahre hielt er sich da 
auf und hatte seinen Auftrag der Erfüllung nahe gebracht, als ihm endlich 
erlaubt wurde zurückzukehren. Im Jahre 1690 endlich ging er noch einmal 
nach Kopenhagen, brachte einen Handelsvertrag zwischen England, den 
Staaten und Dänemark zu Stande und starb nicht lange darauf im October 
1691 in der Fremde. Sein einziger Sohn war der Feldmarschall Wil- 
helm's III., Graf von Athlone. 

Amerongen kam nach Berlin zu einer höchst ungünstigen Zeit, als 
der dortige Hof mit Recht sowohl über das frühere Verhalten der Republik 
als über die lange Verzögerung der Mission erzürnt war, und seine Lage 
wurde noch misslicher, als ihm trotz aller Mahnungen vom Haag erst lange 
gar keine Nachrichten zukamen, dann nur höchst unbedeutende Zugeständ- 
nisse an den Kurfürsten erlaubt wurden. Und dass er der eigenen Regie- 
rung gegenüber nicht die Geduld verlor und bei den kurfürstlichen Räthen, 
die fast alle gegen ihn waren, nicht den Muth, sondern aushielt, bis er seinen 
Zweck erreicht hatte, ist ihm zum nicht geringen Verdienst anzurechnen. 

Seine Geschicklichkeit als Diplomat ist nicht hervorragend: es fehlte 
ihm an Beweglichkeit und auch an Schärfe des Geistes. Aber er ersetzte 
das durch seine redliche, zuverlässige Gesinnung, durch seine aufrichtige, 
uneigennützige Vaterlandsliebe, Durch seinen Stand und seine Herkunft 
gehörte er nicht zu der städtischen Aristokratie, deren Haupt de Witt 
war, und obwohl er bei den früheren Kämpfen zwischen der oranischen und 
der aristokratischen Partei nicht hervortritt, so hielt er sich doch von dem 
Rathspensionär auch während dieser seiner Gesandtschaft fern**) und zur 
oranischen Familie. Durch seine politische Gesinnung kam er wohl auch 
zuerst dem Kurfürsten näher, mit dem er stets in fast freundschaftlichem 
Verkehr gestanden hat. So erzürnt Amerongen auch mitunter über die 
Intriguen der Minister und Räthe war — an dem grossen und edlen Cha- 
rakter des Kurfürsten hat er niemals gezweifelt. 

üeber die Gesandtschaft Amerongen 's vom Jahre 1672 wie über die 
späteren liegt sein Verbaal vor, ein voluminöser P^olioband. Jedoch enthält 
dies nicht, wie die früher erwähnten, eine zusammenhängende Erzählung, 
welche die Actenstücke verknüpft, sondern besteht nur aus den Acten 
selbst, die während seiner Mission ihm zugekommen oder von ihm ausge- 
gangen sind, und zwar die ersteren im Original, die letzteren im Concept. 



^^) Ganz gegen die Qewohuheit aller Gesandten bat Amerongen mit dem Raths- 
pensionär über die Verhandlungen mit Brandenburg gar nicht correspondirt, sondern 
nur über Nebendinge ein paar Briefe mit ihm gewechselt. Vgl. Sypesteyn, Neder- 
land en Brandenburg p. 23. 

Mater, lur Gesch. d. Gr. Kurfursleo. U. 13 



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194 ^^' ^*® Allianz von 1672. 

Die meisten seiner Briefe sind an den Griffier Gaspar Pagel gerichtet"), 
den späteren Rathspensionär, einige an die General Staaten selbst, an die 
Staaten von Utrecht und endlich den Prinzen von Oranieu. Ausserdem 
aber hat er mit mehreren befreundeten Regenten eine Privatcorrespondenz *') 
geführt, die vertrauliche Mittheilungen über den kurfürstlichen Hof enthielt^ 
welche er an den Griffier nicht zu schreiben wagte. Denn trotz aller Yor- 
sichtsmassregeln war die Geheimhaltung dieser Briefe, die einer Anzahl 
Regenten mitgetheilt werden mussten, nicht zu ermöglichen, und ihr Inhalt 
gelangte durch die Zeitungen oft wieder nach Berlin zurück. 

Wenn daher die Berichte Amerongen's nicht den Reiz intimster Mit- 
theilungen über den kurfürstlichen Hof haben, wenn ihr breiter, farbloser 
Styl ungünstig" absticht gegen die piquante, geistreiche Darstellungskunst 
vieler französischer Diplomaten damaliger Zeit: so haben sie gerade deshalb 
um so mehr Anspruch auf unbedingte Glaubwürdigkeit. Denn da Ame- 
rongen vermeidet, den On dit's am brandenburgischen Hofe nachzujagen 
und seinen Herrn zu ihrem Amüsement aufzutischen, da er sich auf das 
beschränkt, was seinen Auftrag betraf und was er vor aller Welt vertreten 
konnte, aber dennoch der herrschenden aristokratischen Regierung gegen- 
über die edle Gesinnung des Kurfürsten wiederholt betont, sind seine De- 
peschen ein um so zuverlässigeres Zeugniss für die uneigennützige, wahrhaft 
grossartige Politik des Kurfürsten in dieser Zeit der höchsten Gefahr und 
Bedrängniss. 

Die Brandenburg betreffenden Briefe Brasser 's aus Celle und Bruij- 
nincx's aus Wien sind der Abtheilung „Deutschland" des Registers von 
Holland entnommen. 



") Von diesen Briefen wurden für die Abschriften die Originale benutst, soweit 
sie in der Sammlung des Beicbsarcbivs „Secrete Brieven" vorbanden waren. 

^'^) Bas nage bat sie benutzt. S. unten die Anmerkung zum Briefe Ameron- 
gen 's vom 28. Febr. 



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IV. Die Allianz von 1672. 

(Berichte von Amerongen.) 
1671 — 1672. 



Amerongen') an den Griffier G. Fagel. Dat. Sachsenberg 

25. Juli 1671. 

Letzten Donnerstag hat er in Brockhagen*) eine Unterredung mit Herrn 1671. 
V.Jena') gehabt, welcher dargelegt, dass es am Besten wäre, wenn die 25. Juli, 
alte Freundschaft zwischen Brandenburg und den Niederlanden wiederher- 
gestellt werde, welche in der letzten Zeit etwas kühler geworden, weil die 
Qeneralstaaten wenig Interesse daran gezeigt und den Kurfürsten nicht sei- 
ner Würde gemäss behandelt hätten : als Beispiele habe er das Schweigen 
von der Räumung der Clevischen Festungen, trotz der Zusage von 1666, 
die Veröffentlichung der Resolution über den Rangstreit in Kopenhagen, 
an Le Maire jüngst erlassen, etc. angefühVt; wenn es in Folge der Cöl- 
niachen Sache zu einem Kriege komme, könne Brandenburg sofort 7000 M. 
zu Fuss und 2000 M. zu Pferde stellen, die es aber in kürzester Frist ver- 
doppeln und verdreifachen könne. — Jena hat ferner gesagt, die General- 
staaten möchten auf ihrer Hut sein, es bereiteten sich grössere Dinge vor 
als die Cölnische Angelegenheit. — Auch andere brandeuburgische Minister 
und hohe Offiziere neigen sehr zu einer engen Allianz mit den Niederlanden *). 



*) Er war neb^t Ripperda, Wijngaarden van Worckendam und Grove- 
8t ins nach Bielefeld gesandt worden, um die Btreitigkeiten zwischen den Herzogen 
TOD BraunBcbweig-LQnebnrg und der Stadt Braunscbweig zu vermitteln. Sypesteyu, 
Nederland en Brandenburg p. 19. 

*) Dorf wesüich von Bielefeld. 

') Friedrich von Jena, der nebst 'W. W. Blaspeil damals den Kurfürsten 
auf dem westfälischen Kreistag in Bielefeld vertrat. Pafendorf XI. 20. 

*) Dies Schreiben, sowie Mittheilungen über bedenkliche Umtriebe der französi- 
achen Gesandten Verjus und Fürstenberg hatten zur Folge, dass Amerongen 

13* 



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196 ^^' ^»« Allianz von 1672. 

Advis der Staaten von Zeeland. Dat. 26. Sept. 1671. 

ae. Sept Ermächtigen ihre Deputirteu bei der Generalität, wenn die Schliessung 

einer Allianz mit Brandenburg und ßraunschweig- Lüneburg zur Sprache 
komme, sich dafür zu erklären, dass die Generals taaten den Unterhalt der 
Hilfstruppen dieser Fürsten, so lange sie zum Nutzen der Niederlande ver- 
wandt werden, zur Hälfte zu zahlen versprechen, für die ihrigen in gleichem 
Fall aber nichts verlangen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 5. Oct. 1671. 

5. Oct. Nachdem die Deputirten der Staaten von Zeeland, Holland, Utrecht, 

Yriesland und Overijssel sich für die Erneuerung der Allianz mit Branden- 
burg und Braunschweig -Lüneburg erklärt, die 4 letzteren mit der Bestim- 
mung, dass die Generalstaaten unbeschränkte Hilfe umsonst bieten im Fall 
der Noth, jene Fürsten sie nach den Bestimmungen vom Jahre 1665 und 
1666 leisten — : ist beschlossen, die Deputirten zu den Sachen der Triple- 
allianz*) zum Bericht hierüber aufzufordern. 

Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 
Dat. 8. Oct. 1671. 

8. Oßt. Auf den Bericht, dass am brandenburgischen Hofe grosse Neigung zu 

einer näheren Allianz mit dem Staat sei, ist beschlossen bei der Generalität 
die Sache dahin zu dirigiren, dass Brandenburg eine Defensivallianz ange- 
boten werde unter der Bedingung, dass es den Generalstaaten im Fall eines 
Angriffs gegen die Braunschweig 1665 gewährten Subsidien 12,000 — 16,000 M. 
Hilfstruppen stelle ausser den 2000 M., die der Kurfürst nach dem Vertrag 
von 1666 zu stellen schuldig ist, für welche auch die genannten Subsidien 
nicht bezahlt werden sollen. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 19. Oct. 1671. 

[Sicherung der Stadt Cöln durch brandenburgiscbe, spanische und staatische Truppen. 

Ermächtigung Amerongen^s mit den brandenburgischen Gesandten, z. Z. in Cöln, fiber 

eine Defensivallianz zu verhandeln.] 

19. Oct. Nach Bericht der Deputirten für die Sachen der Tripleallianz ist be- 



am 21. Aug. von den Staaten beauftragt wurde, die branden burgiscben Gesandten 
über die Intentionen des Kurfürsten weiter auszuforschen. Indess drei Tage darauf, 
am 24. Aug., ward ibm befohlen, sofort nach Cöln zu geben, um bei der vom west- 
fllliscben Kreis versuchten Vermittlung des Streites zwischen dem Kurfürsten und der 
Stadt zugegen zu sein. 

^) So biess damals noch der 1667 eingesetzte Ansschuss, dem sllmmtlicbe aus- 
wärtige Angelegenheiten zur Vorberathung überwiesen wurden. Später erhielt er den 
Namen »Secreet Besogne" oder Deputirte für die auswärtigen Angulegenheiten (H. II. 
M. Gedeputeerde tot de buitenlandsche zaken) und das Recht, im Namen der Gene- 
ralität Resolutionen zu beschlieasen und in das Secreet Register einzutragen. 



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Erste Anknüpfang der Verhandlangeii. Besetzung Cölns. 197 

schlössen: Amerongen dahin zu instruiren, dass er den Magistrat der 
Stadt Cöln auffordere, mehr für die Sicherung und Befestigung ihrer Stadt 
zu thun, vielleicht einige Truppen des Kurfürsten von Brandenburg oder 
des spanischen Gouverneurs der Niederlande in Dienst zu nehmen und nach 
Cöln zu legen oder, was er aber mit der grössten Vorsicht betreiben solle, 
Truppen des Staats als Garnison aufzunehmen*). 

Dat voorts H. H. M. oordeelen, dat over de nadere alliantie met den 
hooghgem. Heer Churfurst van Brandenburgh ende de beeren Hertogen 
van Brunswijck en Luijnenburgh aan te gaan best, bequaaralijcxt ende 
met het meeste eclat soude kunnen werden geconvenieert tussen den 
gem. Heere van Amerongen ende de Ministers van haare DD. jegen- 
woordigh tot Coln sijnde*), ende deselve alliantie aldaar geperfectio- 
neert ende geslooten, ende tot dien eijnde den gem. Heer van Ame- 
rongen sal werden geauthoriseert, gelijck deselve geauthoriseert wert 
bij deesen, om den hooghgem. Heer Churfurst van Brandenburgh aan 
te bieden eene alliantie defensive met belofte van eene absolute rupture 
ende van door openbaaren oorlogh te water ende te lande (soo sulcx 
naar de situatie van de Landen van den attacquant oock te water kan 
geschieden) op het aldervigoureuste te sullen aantasten den geenen, die 
Ö. C. D. in eenige van sijne Landen, waar deselve oock souden moogen 
geleegen sijn, soude moogen koomen te attacqueren, sonder daar ijegens 
ijets van deselve S. C. D. te bedingen: des dat den hooghgem. Heere 
Churfiirst sigh daar tegens meede verobligeere , ingevalle deesen Staat 
t' eenigen tijde bij wie het oock soude moogen weesen , geattacqueert 
werde, jegens den attacquant insgelijx te sullen breecken ende H. H. M. 
onder beneficie van behoorlijcke ende geproportioneerde subsidien, 
conform *t geene in gelijcke gelegentheijt met de Heeren Hertogen van 
Brunswijck en Lunenburgh tot Cell en Osnabrugge in den Jaare 1665 
geconvenieert is geweest ^) , bij te springen met 12 oflf 16000 ruijteren 
en knegten, soo als dienaangaande particulierlijck sal werden verac- 
cordeert, des dat aan de voorsz. subsidien tot affslagh strecken saJ het 



^) Die Stadt Cöln war seit mehreren Jahren mit ihrem Kurfürsten in Streit. Die 
Staaten hatfcn sich schon 1670 der Stadt angenommen und ein Regiment (Bamphield) 
dorthin gelegt, das, zum Schein vom Magistrat in Eid und Pflicht genommen, die 
Befestigungswerke verstärkt und erweitert hatte. Wegen der Wichtigkeit des Platzes 
bei dem zweideutigen Verhalten des Kurfürsten von Cöln hätten die Staaten die Gar- 
nison gern auf 4000 M. verstärkt. S. £ n n e n , Frankreich und der Niederrhein 
I. 213 ff. 

') Die brandenhurgischen waren Blaspeil, der von Bielefeld nach Cöln und 
Bonn geschickt worden war, Conrad v. d. Reck und Ezechiel v. Spanheim. 

*) Am 9. Sept 1665. Aitzema V. 642. 



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198 ^^' ^^® AlliaDB von 1672. 

beloop van *t secours, 't welck S. C. D. eo casu in kragte van de alliantie 
van den 6/16. Febr. 1666 tot 2000 man noch suijverlijck te presteren 
gchuldigh is, oflF andersins dat het voorsz. leeger buijten eenig bedingh 
van geldt met noch 2000 mannen geaugmenteert sal moeten werden. 



J. van der Tocht ') an den Griffier. Dat. Hecheln 28. Oct. 1671. 

28. Oct. Hat eben eine Unterredung mit dem vor Kurzem angekommenen Dr. 

Romswinkel*) gehabt, und auf die Defensivallianz zwischen Holland und 
Brandenburg zu sprechen kommend hat dieser gesagt, dass sein Herr kei- 
neswegs französisch gesinnt, vielmehr den Niederlanden geneigt sei, dass 
man aber vor Allem über die Räumung von Orsoy, die Beverningk ver- 
sprochen, die Schleifung von Gennep und Aufhebung einiger Beschränkun- 
gen des Kurfürsten in Emmerich verhandeln müsse, ^sonder te spreecken 
van 't jegenwoordigh proces alhier, dat ick echter meijnde op de tonge was.** 
van der Tocht hat ihm zwar vorgehalten, dass so kleine Dinge die wich- 
tigen Weltangelegenheiteu nicht stören dürften, aber doch gesehen, dass 
man auf jenen Forderungen hartnäckig bestehen werde. 



Kramprich*) an Romswinckel. Dat. Haag 26. Nov. 1671*). 

[Hoefyaerscher Prozesa. Conferenz mit de Witt. Nothwendigkeit einer Sendung an 

den Kurfürsten. Beverningk will de Witt nicht nach Berlin schicken. Amerongen 

ist daan erwählt. Gute Intention desselben.] 

26. Nov. Campman') hat ihm RomswinckeTs Wunsch mitgetheilt, über die 
bewussten Sachen einen Bericht zu erhalten. 

Ich erfreue mich zuförderst, dass mein Herr von Mechein glück- 
lich zurückkommen, und dass er die Sachen allda in solcher Disposi- 
tion gelassen, dass bald ein mehrer guter Progress darin zu hoffen. 
Ich möcht wünschen, dass die vor diesem dahin geschickten Recom- 
mendationen etwas dazu geholfen oder noch ins künftig verhelfen 
könnten. 

Nach meiner Zurückkunft von Xanten habe ich Herrn Pensionario 
de Witt Ihrer Ch. E. gute Intention femers remonstrirt und gemelt, 
wie nöthig es sei, diesen so mächtigen Nachbarn nach der Gebühr zu 
estimiren und demselben auf gute Weis zu begegnen, welches meines 



Pension&r von Gouda, vertrat die Generalstaaten in der Hoefyserscben Schuld- 
Sache vor dem hohen Rath in Mechein. 

*) Hielt sich als Vertreter des Kurfürsten in derselben Hoefyserschen Schaldsache 
in Mechein auf. 

') Kaiserlicher Resident im Haag. 

*) Aus den Roms Wickel' sehen Papieren. 

') SecretAr der brandenburgischen Gesandten im Haag. 



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Wahl eines Gesandten an den Kurfürsten. 199 

Erachtens nit besser sein könnt, als jemand mit genügsamer Commis- 
sion zu Ihrer Ch. I). zu schicken, um allda zu vernehmen, was zu 
Aufrichtung und ötabilirung eines guten Vertrauen nöthig sei, darzu 
die Churf. Ministri und extraord. Deputirten vor einem Jahr in Martio 
so gute Anleitung alhie gegeben hätten*). Als ich gesehen, dass er 
gefllrcht, man würde zu Berlin von Subsidien oder von der Restitution 
der Stadt reden, zumalen Herr Blae spiel von etwas dergleichen ge- 
gen Herrn von Amerongen sich solle haben verlauten lassen, hab 
ich gemelt, dass ich mir solches nit einbilde, und sofern man nur die- 
jenige Tractaten und ßeglementen exequiren wUrd, so mit diesem Staat 
gemacht worden, so vermeinte ich, man würde auf gutem Weg sein, 
zu einem Vertrauen und zu der gemeinen Sicherheit zu gelangen; Ich 
hätte nichts anders verspüren können, als dass mein hochgeehrter Heer 
auch von diesem Sentiment wäre, und dass ich dafür hielte, er würde 
seines Theils zu obged. Zweck gern cooperiren; dahero vonnöthen sei. 
Jemand nach Berlin zu schicken; nach meinem Erachten würde Nie- 
mand besser darzu gebraucht werden können, als der Herr von Be- 
verning, der an demselben Hof angenehm wäre und welcher am be- 
sten wisse, was bei den letzten Tractaten zu Zeiten des Engländischen 
und Münsterischen Kriegs concludirt und verabredt worden. Es sei 
benebe ns dieser Minister so adroit, dass er dieses Estats Interesse 
besser als Andere würde beobachten können. Er hat gestanden, dass 
der Herr von Beverning der beste darzu wäre, es würde aber un- 
möglich fallen, denselben zu der Reise nach Berlin zu disponiren; 
wenn Ihre Ch. D. zu Cleve wären, so wollt er es von ihm erhalten. 
Im Uebrigen müsse er gestehen, dass seine Habilität gross sei, er hätte 
aber mit allem dem bei seiner letzten Commission am Churbranden- 
burgischen Hof einen Fehler begangen und dieses Estats Interesse nit 
genugsam beobacht, massen Herr Beverning selbst gesagt hätt. 

Auf diesen Discurs ist nach der Hand der Vorschlag geschehen, 
den Herrn von Werckendam nach Berlin zu schicken, seithero aber 
dass Herr von Amerongen von Cöln kommen und sich wiederum zu 
der Reise dahin disponirt, hat er sich selbst anerboten, einen Ritt von 
Cöln nach Berlin zu thun. Er hat mir Selbsten gesagt, dass viele Pro- 
vinzen darzu inclinirten, und sofern es festgestellt werden soll, dass 
er alsdann gern in seiner Durchreise- zu Cleve oder Wesel mit meinem 
Herrn sich unterreden wollt, welchem ich solches berichten sollt; es 

*) Im März 1670 hatten Blas peil nnd Romswinckel sich auf Unterhandlung 
gen über den Eintritt Brandenburgs in die Triploallianz eingelassen, erhielten aber 
deshalb eine ernstUohe Zurechtweisung vom Kurfürsten. 



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200 ^^' ^'^^ AUian« von 1672. 

hätte der von derTocht an die Generalstaaten Rapport gethan, dass 
er meinen Herni zu Mecheln bei guter Intention gefunden, und dass 
er gemeint hätt, es würden die Herren freneralstaaten mit der Hoef- 
yserischen Schuld Ihre Ch. D. viel zu Gefallen thun können; dieses 
und dasjenige, was ich gemelt hätt, könnte Anleitung zu einigen Trac- 
taten geben. Ich verspüre wohl, dass Herr von Amerongen wohl 
intentionirt und die Sachen gern avancirt sähe*); er sagt aber rund 
aus, wenn er wissen sollt, dass man zu Berlin die Restitution der 
Stadt vorbringen und darauf als auf einer conditio sine qua non sollt 
bleiben wollen, dajas er alsdann sich von der Reise entschuldigen wollt. 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 28. Nov. 1671. 

28. Nov. Es ist beschlossen bei der Generalität zu beantragen, dass Amerongen 

instruirt werde, alle Vorstellungen von einer Räumung Clevischer Städte 
mit Ernst von der Hand zu weisen, „als bij dese conjunctnre van tyden 
ende saecken het selve minder als oijt voor heenen met de veyligheijt van 
den Staet compatibel wesende." — 8ubsidien soll Amerongen nur ver- 
sprechen für den Fall eines wirklichen Bruches; wenn von Seiten Branden- 
burgs durchaus auf anderen Bedingungen der Subsidienzahinng bestanden 
werde, soll er die Verhandlungen abbrechen und sofort nach Hause zu- 
rückkehren. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 28. Nov. 1671. 

[Bericht AmeroDgen^B über seine Sendung nach Cöln: Lage der Dingo am Rhein. 
Schwierigkeiten bei den Verhandlangen mit Brandenburg wegen der Clovischen Fe- 
stungen, wegen der Anfangszeit der Subsidiensahlungen. Schlechter Zustand der 
Rheinfestangen. Beschlass, Amerongen zum Kurfürsten von Brandenburg nach Berfin 

zu senden.] 

28. Nov. Es wird der Bericht der Deputirten für die Sachen der Triplealliauce 

gehört über die ^consideratien resulterende uijt het rapport van de Heere 
van Amerongen, overgelevert aen de Heeren H. H. M. Gedeputeerden 
tot de Triple AUiantie den 20. November 1671": 

1. Man solle Cöln mit einer staatischen Garnison besetzen. 

2. Man möge ihn bevollmächtigen, mit dem Bischof von Münster eine 
engere Allianz zu schliessen, auch zwischen ihm und Brandenburg und Lü- 
neburg eine zu vermitteln. 

3. Da der Herzog von Neuburg vorläufig keineswegs geneigt sei, sich 

^) Amerongen schreibt am 17. Nov. an Jemand am brandenbargischen Hofe 
(herzog]. Anhalt. Archiv): «Comme vous scavez que j'ay tousjours esuS d'opinion 
qa*il fallut de necessit^ d'avoir uno aliiance avec TElecteur, je ne manqueray pas 
d^y travailler k mon possible , et je vous puis dire que je trouve partout une assez 
bonne disposition.* 



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^- 



Haltung Hollands. Verhandlangen in Cöln. Räumung der Clevischen Städte. 201 

mit Frankreich zu verbünden, so sei es um so mehr zu rathen, dass der 
Staat ihn zuvorkommend behandle. 

4. Auch mit dem Herzog von Lothringen, der eifrigst gegen Prank- 
reich agitire, möge man verhandeln. 

5. Ende nademael het H. H. M. belieft heeft bij twee distincte 
resolutien van den 19. en 20. der voorleden Maendt den Heer 
van Amerongen te gelasten, omme aen de aanwesende Brandeu- 
burghsche en Bronswijck-Lunenburghsche Ministers tot Ceulen eerst in 
naeme harer beeren en Meesters aen te bieden een alliantie defensive 
ende daernae met deselve aldaer in loco daerover te mögen in onder- 
handelinge treden onder conditien en restrictien bredcr in de opgemelte 
resolutien vervath, het welcke bij de gena. Ministers ad referendum aen 
de beeren hare principalen is overgenomen ende waervan haer W. Ed. 
belooft hebben hem beer van Amerongen het goetvinden van hunne 
beeren en meesters, soo haest sij sulcx ontfangen hebben, te laten toe- 
comen, soo heeft Ö. W. Ed. ondertusschen uijt de opgemelte Ministers 
connen verstaen het naevolgende: Namentlijck bij die van Branden- 
burgh, dat bij occasie van soodanige onderhandelinge van des Heeren 
Churfursten zijde wederom (als voor heenen tot meermalen, soo sij 
seijden, was geschiet ende waerover verscheijde conditionele beloften 
waren gedaen) soude worden gesproocken over die evacuatie eeniger 
sijner Öteeden op den Rijn, waerover haer W. Ed. hem in het lange en 
brede onderhielden, te meer om dat hij geene pertinente informatie 
van de saecke hadde,. als noijt voorheenen daerin bij de regieringe 
geemploijeert geweest sijnde, en heeft S. W. Ed. uijt haer gehoudene 
discours geobserveert en vervolgens aenstonts in de pen gevath het 
nevensgaende relaes *) tot sijne narichtinge en haer W. Ed. 't selve na- 
maels gecommuniceert omme te vernemen, off hij haer bericht over 
die saecke naer haere meijninge hadde gevath, gelijck sij verklaerden 
van jae, het welcke Ö. W. Ed. vermeijnt dat nu behoorde te werden 
gelesen, geexamineert ende daerop een debat gemaeckt, op dat men 
ijets aen de handt hadde, waermede men haer, in cas den Staat ee- 
nige difficulteijt in de voorsz. restitutie mochte maecken, haer gealle- 
geerde in rechtmaticheijt conde wederleggen; doch bij aldien eenige 
reflectie bij dese tijts gelegentheijt gemaeckt wierde, om den beer 
Churfurst van Brandenburgh hierin eenichsints te gemoet te treden, 
soo meijnt hij beer van Amerongen, dat men bij dit groote gevaer 
daerover wel ijets in eschange met S. C. D. soudfe connen handelen, dat 
naer sijn cleijn oordeel alsoo important en misschien importanter soude 

•) Fehlt. 



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202 ^^- ^*® Allianz von 1672. 

wesen als de evacuatie van d' een oflf d' ander plaetae op den Rijn, 
waerover S. W. Ed. sich nader soude connen verclaren , als H. H. M. 
sulcx begeerden. 

Het geen ö. W. Ed. vordere aen de opgemelte Brandenburghsche 
ende ooek de Heeren Bronsvvijcksche Ministers heeft geremarqueert, 
is dat dewijle de intentie van den Staet volgens de resolutie van den 
19. der voorleden maent schijnt te wesen, dat de voorgeroerde defen- 
sive alliantie tot haer besluijt gebracht sijnde geen effect soude sor- 
teren ofF ter executie gestellt werden, alvoorens inen in openbaren 
oorlogh met d'een off d' ander was vervallen, het welcke haer W. Ed. 
als een bedenckelijcke saecke insagen, nademael dat de geheele 
werelt gerächte van den oorlogh, die Vranckrijck den Staet der 
Vereenichde Nederlanden wilde aendoen met soodanigen forc« als 
oijt van dergelijke was gehoort, ende dat de hooge partijen in 
actie sijnde ongetwijflfelt men in corte soude vernemen, aen wie 
d' avantage verbleeif, en bij aldien H. H. M. Staet, dat Godt ver- 
hoede, een quade rencontre bequam, het seer gevaerlijck voor hare 
Heeren en Meesters soude wesen, sich alsdan eerst in postuijr van 
wapenen te stellen en de geoppresseerde bij te springen: raaer dat haer 
W. Ed. in tegendeel meijnden, dat gelijck H. H. M. dit groote gevaer 
apprehendeerden en alomme de noodige voorsieninge daertegen deeden, 
selfs met het aennemen van meerder Trouppes soo te voet als te peert, 
het meer als tijtwas, het in cas de alliantien resp. reusseerden, hare 
beeren en Meesters sich aenstonts in postuijr van wapenen stelden, en 
waer in hares erachtens niet een moment diende versuijmt te werden; 
waerop S. W. Ed. mede verwacht, dat behoorlijcke reflectie bij den 
Staet sal werden genomen en hem gelast, hoe hij sich bij de opgemelt« 
Ministers naemaels hierinne sal hebben te gedragen. 

Voorts geeft hij beer van Amerongen in bedencken, oflf men 
voor het aengaen van soodaenige onderhandelinge aen de opgem. 
Chur- ende fursten (die ten opsichte van de quadruple alliantie tusschen 
Dennemarcken, H. H. M., Brandenburgh en Bronswijck gesloten, bij 
dewelcke aen de geattacqueerde van de vier hooghgem. Princen mercke- 
lijcke secourssen van de andere souden moeten gelijst werden, insge- 
lijck daertoe verbonden sijn) van nu aflf aen niet behoorde te denun- 
cieren het groot gevaer dat op banden is, en te verstendigen van de 
ongefondeerde redenen, die Vranckrijck pretexeert, waeromme hij den 
Staet wil attacqueren, mitsgaders van de vredelievende intentie van 
H. H. M, ter contrarie en hoe verre sij hem zedert sijn voorgewent mis- 
noegen in alles hebben te gemoet gegaen, omme alsoo de meerhoogh- 



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Bedingungen einer Allians mit Brandenbarg. Die Cleviscfaen Festungen. 203 

gemelte fursten te doen begrijpen het ongelijck, dat Vranckrijck soude 
hebben, in cas hij soodanige desseijnen quam te onderaemen, en 
met hare vorst. Doorll. dienvolgens te concerteren en overleggen, hoe 
men den oorlogh soude können in *t geheel declineren, soo niet, 
alsdan ten minsten van elcanders Landen en grensen en voornament- 
lijck van den Rijn en Yssel diverteren, omme bij het aengaen van de 
alliantie daerop beboorlijck gereflecteert te werden. 

6. Voor het laetste geeft den beer van Amerongen in bedencken 
en bidt, dat daerop serieuselijck mach werden gereflecteert, dat dewijl 
hij op sijne reyse gesien hebbende de Steden en frontieren op den 
Rhijn van Orsoij tot Schenckenschans toe incluijs deselve van alder- 
hande Crijchsbehoeften soodanigh defectueux heeft bevonden, oock soo 
veel hooge en mindere officieren absent, gelijck daervan de lijsten en ' 
specificatien hier neffens gaen, dat daerinne ten spoedichsten mach 
werden voorsien, soo als H. H. M. naer hare hooge wijsheijt suUen 
vinden te behooren, te meer geporteert sijnde, om dit aen deselve te 
remonstreren, om dat de desseijnen, die de Vijanden van den Staat 
op die Steden maecken, en het cleijn gevoelen,. dat sij van hare re- 
ßistentie in cas van attacque hebben, bewust sijn, gelijck dan de re- 
spective Gouverneurs en Commandeurs ö. W. Ed. seer ernstigh hebben 
gebeden en versocht, sulcx aen den Staet te remonstreren. — 

Hierauf wird beschlossen, dass Amerongen über Cöln sich als „ex- 
traordinaris Gedeputeerde" nach Berlin begeben soll, um dort über eine 
nähere Allianz nach den in der Resolution vom 19. Oct. festgestellten Be- 
dingungen zu unterhandeln. 

Seine Vorschläge in Betreff Münsters, Neuburgs und Lothringens wer- 
den genehmigt. 

Den brandenburgischen und lüneburgischen Ministern soll er ,jde on- 
gelegentheden, waermede den Staet van H. H. M. door de wapeneu van 
Vranckryck wert gedreijcht** vorstellen und den in der Quadrupleallianz 
stipulirten Beistand verlangen'). 

Blaspeil an Kramprich. Dat. Cöln 8. Dec. 1671'). 

[Rheinberg. Vernachlässigung des Kurfürsten durch die Staaten Subsidien. Eva- 
cnation der Clevischen Städte, de Wittes , überhaupt des Staats Verbalten ist unbe- 
greiflich.] 

Hat seinen Brief vom 30. Nov. und den an Romswinckel vom 26. 8. Dec. 
erhalten. 



') AuBBer seiner Vollmacht und dem Creditiv an den Kurfürsten bekam Ame- 
rongen auch ein Empfehlungsschreiben der Generalstaaten an den Frhrn. v. Schwe- 
rin mit. 

') Aus den Roroswinck einsehen Papieren, 



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204 'V. Die Allianz von 1G72. 

Von der Rheinbergschen Sache, und worauf dieselbe beruhet, hat 
uns der Marquis de Grana*) alle Nachricht gegeben, und sind nicht 
allein die Authores eines so heilsamen Raths zu Abwendung des her- 
annahenden Unglücks, sondern auch diejenigen, welche solchen Rath 
amplectiret, lobenswerth. Es dürfte aber damit besorglich wohl zu 
späte sein. Und also besorge ich, werde der Staat es auch mit an- 
dern Benachbarten machen und nicht wollen, wenn er kann, hernächst 
aber nicht können, ob er gleich wollte. Zum wenigsten ist es bishero 
also geschehen und geschiehet noch also mit S. Ch. D. zu Branden- 
burg, meinem gn. Herrn, welche er, wie vor diesem, also annoch sehr 
wenig consideriret, und ist dieses die Ursach, warum die von E. Hochw. 
desfalls aus eigner Bewegniss gethane wohlmeinende Erinnerung so 
wenig dabei helfen wollen. Was Ihre von Subsidien obmoviret wor- 
den, darauf können E. Hochw. dem Herrn de Witt, wenn Sie ihn 
sehen und sprechen werden, wohl versichern, das« ich hieselbsten we- 
der mit dem Herrn von Amerongen noch mit Jemanden andersten 
davon geredet oder mich im geringsten vermerken lassen, dass wir 
Subsidien haben wollten, wie ich dann zu einiger Handlung, weniger 
der Conditionen halben bis dato die geringste Ordre nicht habe. Wahr 
aber ist es, dass aus dem Hagen nach unserm Hof und zwar mit Vor- 
wissen des Herrn de Witt davon geschrieben worden. Was aber die 
Evacuation der Clevischen Städte anlangt, davon habe ich nicht allein 
hieselbsten mit wohlgem. Herrn von Amerongen, sondern auch öfters 
im Hagen bald bei diesem bald bei jenem aus Mittel der Herren Staa- 
ten hiebevor geredet, auch ihm, dem Herrn von Amerongen, einen 
gründlichen Bericht mitgetheilt, warum der Staat schuldig und gehal- 
ten, die Clevischen Städte zu evacuiren und S. Ch. D. zu restituiren, 
und muss ich gestehen, dass mir in geraumer Zeit nichts abgeschmack- 
teres vorkommen ist, als eben dieses, dass der Herr de Witt, der 
mir noch so unlängst durch seinen Bruder, den Herrn Ruart van Put- 
ten'*), der sinceren Intention des Staats gegen S. Ch. D. alhie ver- 
sichern lassen, ihme einbilden und bei E. Hochw., auch Andern sich 
dessen vernehmen lassen darf, dass S. Ch. D., wenn der Staat damit 
handien sollte, von gem. Evacuation nicht reden müssten, da doch kein 
holländischer Unterthan, wie gering er auch ist, nicht diese Freiheit 



^) Kaiserlicher Gesandter für die Vermittlung zwischen dem KurfQrsten und der 
Stadt Cöln. 

') Cornelis de Witt, des Rathspensionärs älterer Bruder, war mit Ameron- 
gen Eusammen in Cöln, um die Stadt zur Aufnahme staatischer Garnison sn yer- 
mögen. 



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Verhalten de Witt's. Amerongen in Wesel, 205 

hat und behält, zu allen Zeiten das Seinige auch von seiner Obrigkeit 
Selbsten zu repetiren, ohne dass ihm solches Übel aufgenommen werden 
mag. Der Herr de Witt bliebe viel besser mit dergleichen unzeitiger 
und verkehrter Bravoure gar zurück. Vielleicht hält er uns fttr unem- 
pfindlich oder gar für zu dumm, unser eigen Interesse zu begreifen; er 
könnte sich aber darin wohl irren, die Zeit wird es geben. Den Herrn 
von Amerongen habe ich sonsten jederzeit sehr räsonnabel gefun- 
den und nicht unterlassen, solches in meinem Berichtschreiben nacher 
Hofe öfters zu rühmen. Wenn er aber sich nunmehr auch dahin sollte 
haben einnehmen und verleiten lassen, dass er auch solcher Meinung 
worden (mid die Aeusserung gethan habe, die Kramprich an Roms- 
winckel geschrieben), so würde ich schon wissen, was darauf zu ant- 
worten stünde, wenn ich nur Ordre dazu hätte. Der Staat aber wird 
wissen, wie er stehet, und ob er guter Freunde nöthig habe. Ich möchte 
sonsten wohl wünschen, dass er doch einmal aufhörete, sich so fremd 
gegen S. Ch. D. zu stellen. Wir werden und müssen es endlich also 
gehen lassen; ihnen aber dürfte es wohl am ersten gereuen. 



Aufzeichnung Romswinckers über eine Zusammenkunft mit 
Amerongen. Mitte December*). 

[Gtospräch mit Amerongen. Cöln. Beabsichtigte Allianz. Amerongen u. A- mit 

de Witt nicht einig. Räumung der Clevischen Städte. Hoefysersche Schuld. Orsoy 

und Rheinberg, de Witt und der Prinz von Oranien.] 

Den 12. Dec. Nachts bat er vom Fürsten Moritz v. Nassau (kurfürstl. Mitte 
Statthalter iu Cleve) die Aufforderung erhalten, nach Wesel zu kommen und Dec. 
mit Amerongen „zu abouchiren''. 

Den 13. Abends 7 Uhr hat er mit demselben eine Unterredung von 
anderthalb Stunden gehabt: da dann der Herr v. Amerongen mir Alles 
communiciret hat, was zu Cöln vorgelaufen; wäre mit dem Herrn 
Blaspeil sehr wohl zufrieden gewesen und hätte auch zuvor im Haag 
dem Staat seine gute officia und Intention bekannt gemacht, aber der 
Herr Pamphil hätte folgends ihm sowohl als dem Rathspensionario 
geschrieben, dass der Herr Blaspeil eine andere Procedure, als die 
Abrede mit Herrn Amerongen gewesen, gethan, die Deputirte des 
Staats rudement begegnet, die Saudische, Spanische und Statische Ga- 
rantie nicht admittiren wollen. Herr v. Amerongen hatte auch ge- 
meint, dass die fremden Völker sowohl aus dem Stifte als des Staats 
Volk aus Cöln und zwar zum wenigsten pari passu würden gehen 
müssen. Die Stadt wäre mit ihrem Volk wohl zufrieden, hätte noch 



^) Aus den Romswincker sehen Papieren. 



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206 ^^- ^*® Allianz von 1672. 

ein Regiment oder zwei mehr begehrt und bei seinem Abschied ver- 
sprochen, dass ohne des Staats Garantie nichts schliessen wtlrde and 
alle Zeit eine gute Correspondenz unterhalten. 

Ferner legt ihm Amerongen den Inhalt seiner Instruction dar. 

Den 4/14. hat der v. Amerongen mich zu sprechen begehrt: 
ich bin in sein Logement zu ihm gangen, allwo wir wiederum mehr 
als eine Stunde geblieben. Er hat mich gegrüsst wegen Herrn Fagel, 
gesagt dass ihm versichert, er möchte coniidenter mit mir reden. Er 
hat genugsam zu erkennen gegeben, dass mit dem Rathpensionarius 
nicht einig, aber selbiges sagte (er) von Herrn Beverninck und Herrn 
Beuningen*). 

Weitläufig, dass von Herrn Blaspeil eine Deduction hätte em- 
pfangen wegen Evacuation der Städte. Fagel wtlrde eine Contrade- 
duction aufsetzen und ihm nachschicken, hätte dannenhero keine Ordre, 
um desfalls zu^tractiren. Provinzen wären nicht einig, möchten her- 
nach vielleicht einig werden. Seinestheils würde kein Bedenken haben, 
Orsoy zu evacuiren, item Beverninck, item Fagel, man möcht da- 
gegen rursus bedingen als Duisburg und Ruhrort zu fortificiren, der- 
gestalt, dass finito hello zu restituiren. I. Ch. D. möchten den Hamm 
fortificiren. 

Er wollte vorerst vernehmen, ob S. Ch. D. eine nähere Defensiv- 
allianz wollten eingehen et quasi modo; man möchte dann danach von 
den Prätensionen reden, ob die zugleich oder folgends abzuthun. — 

Fragte ob wir etwas mehr als die Evacuation hätten zu präten- 
diren? In der Hoefyserschen Schuldsache Hess er influiren, da 
V. d. Tocht rapportirt habe, man werde den Kurfürsten mit Hinle- 
gung der Sache verobligiren, wolle sich der Staat mit 2 — 300,000 Rthlr. 
begnügen lassen. 

Er (Roms w ine kel) habe erwidert, man könnte dem Kurfürsten keinen 
grösseren Dienst thun, als wenn man die Schuldsache in illo statu lasse, 
dass der grosse Rath sie ohne alle Weitläuftigkeit abzuthun im Stande sei. — 

Das Mittags bei I. f. Gn. gespeist, woselbst auch der HeiT v. Ame- 
rongen. 

Der Herr v. Amerongen sagte, dass er nicht glaubte, dass der 
Staat Rheinberg evacuiren würde; der Staat hätte viel mehr Ursach 
I. Ch. D. Orsoy zu evacuiren, als womit derselbe sich näher zu ver- 



') Coenraad van Beuningen, Bürgermeister Ton Amsterdam, neben Beyer- 
ningk der bedeutendste Diplomat der Republik in jener Zeit. Seit dem Devolntions- 
krieg war er heftiger Feind Frankreichs geworden und deshalb mit seinem frflherea 
Freunde de Witt zerfallen. 



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Stimmung im Haag und in Berlin. 207 

binden gedenke, aber nicht an Churcöln, als welches ihm zuwider. 
Der Bischof zu Münster hätte Marquis de Grana von einer Allianz 
zwischen I. Ks. M., dem Staat und ihm geredet. Es wäre aber seine 
Meinung nicht, indem er dieselbe nicht proponiret, sondern gesucht, 
und dass nur seinen Vortheil damit thun wollte. 

Sagte femer, dass E. Ch. D. und alle Benachbarten daran gelegen, 
dass der Staat nicht attackirt noch in Frankreichs Hände geriethe. — 

Nach dem (Abend-) Essen habe ich ihn in sein Logement gebracht 
und bin bis 12 Uhren bei ihm geblieben. Er hat mir grosse Versi- 
cherung gegeben, dass er mit des Rathspensionaris de Witt Maximes 
nicht einig, sein Credit nehme auch ab. Er habe den Prinz von Ora- 
nien als Rath van Staten zu Felde geh^n lassen, aber noch nicht Ca- 
pitain Gen. machen wollen. Herr Beverning, so mit gehen sollte, 
hätte gesagt: Ich hab die Müh davon, wenn ihr aus dem Prinzen von 
Oranien kein Capitain General wollt machen. In summa, derselbe, 
er und Böningen, auch mehr Andre sein sehr miscontent. 

H. van der Holck sollte contestirt haben, dass man S. Ch. D. 
als einem Herrn von der Religie nicht mit Orsoy sollte accommodiren 
und verobligiren wollen. 

Den 15. hora septima ist der Herr v. Am er engen verreist'). 



Schreiben an den Generalmajor Eller'). Dat. Berlin 

6/16. Dec. 1671. 

Amerongen's Ankunft wird hier sehr erwartet von seinen guten 16- Dec. 
Freunden, die ein gutes Einvernehmen zwischen Holland und Brandenburg 
wünschen. Derselbe werde sich zumeist an den Kurfürsten und den Fürsten 
zu Anhalt') halten und jenem alle falschen und bösen Impressions nehmen 
müssen. Der französische Gesandte*) wird übermorgen kommen und, wenn 



*) Arne ron gen schreibt am 18. Dec, aus Cöln an den Griffier über diese Un- 
terredung bloss, dass er aus Romswinckel habe »niet anders connen bespeuren, 
als dat bij uijt een sinceer ende oprecht gemoet meijnde, dat de interessen van beijde 
onse resp. beeren en meesters diermaeten behoorden te worden gecompasseert ende 
ingeschickt, dat daer uijt eene naedere verbintenisse ten besten van elcanders landen 
en onderdaenen mocht comen te res alteren' . 

*) Anonym. Eller war brandenburgischer General und comraandirte im West- 
fälischen, wo ihn Amerongen auf seiner Reise nach Berlin sprach. 

■) Johann Georg, Schwager des Kurfürsten; seine Gemahlin war eine Toch- 
ter Friedrich Heinrich*s. In Holland dachte man daran, ihn zum Befehlshaber 
der brandenburgischen Hilfstmppen zu machen. Amerongen^s Schreiben vom 17. Nov. 
1671. 

*) Bernard de la Guiohe, comte de Bt.-G^ran. lieber seine Mission s. 
Mignet, N^gociations rel. k la succ. d*£spagnc III. C91 ff. 



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/ 



208 ^^' ^*® Allianz von 1672. 

Amerongen nicht eher kommt, ihm den Compass ziemlich verrücken. Die 
Holländer thun sich grossen Schaden mit dem Verzögern der Gesandtschaft. 
Man spricht hier viel von Neutralität: kommt es aber zwischen Holland 
und Frankreich zum offnen Bruch, so wird man sich wohl auch entscheiden 
müssen. Die General Staaten werden eine Stütze am kaiserlichen Gesandten 
de Goes, dessen Ruckkehr erwartet wird, haben, de Goes wird hier jetzt 
auch angenehmer sein, als vorher. Man sieht hier sehr auf Schweden und 
England; von beiden hat man jetzt gute Zeitung; dass sie ^s nicht mit 
Frankreich halten werden. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Bielefeld 2. Jan. 1672*). 

1672. Vor Ende Januar wird er wohl nicht in Berlin ankommen, und dann 

2. Jan. noch einige Zeit mit den Formalien vergehen *). Er giebt ihm daher mit 
Rücksicht auf den drohenden Krieg zu bedenken, ob nicht die General- 
staaten gut thäten, ihren Entschluss, Brandenburg vor dem Ausbruch des 
Krieges mit Frankreich weder Werbegelder noch Subsidien zu bezahlen, 
zu ändern und die Auszahlung der Subsidien gleich nach Abschluss der 
Allianz zu versprechen, bis wohin im besten Fall noch 6 Wochen Zeit seien. 
Denn ohne Subsidien werde der Kurfürst nicht werben können, und dies 
dürfe nicht so lange aufgeschoben werden, da Frankreich eine Menge Men- 
schen und Pferde aus Deutschland ziehe. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Bielefeld 3. Jan. 1672. 

3. Jan. Er hat auf dem Wege mehrere Briefe nach Berlin geschrieben und seine 

Ankunft wissen lassen, worauf ihm geantwortet wurde: ^dat eenige ende 
niet van de mintste naer mijn compste verlangen; dan ick duchte seer, dat 
soo H. H. M. ontrent de twee bewuste pointen van de evacuatie ende sub- 
sidie penningen mij geen andere ordre toesenden, gelijck ick bij niijne missive 
van gisteren hebbe gementionneert, ick veele obstaculen sal vinden, ende 
sal men in den Hage best weeten, hoe naer den oorlogh is.'' Auf dem 
Wege nach Berlin kommt es ihm so vor, als ob Niemand zweifle, dass 
Holland den Krieg bald auf dem Hals haben werde. — Sie möchten auch 
bedenken, dass Neuburg und die Herzoge von Brauuschweig sich nach 



*) Amerongen hatte sich nur ganz kurze Zeit in Cöln aufgebalten. Der Kur- 
fiirst machte aus seinem Bunde mit Frankreich wenig Uchl, und es waren daher alle 
Qcgenhemühungen überflüssig (Sypesteyn a. a. O. p. 36). Unter Vermittlung der 
Fürsten des westßlliBchen Kreises vertrugen sich übrigens kurz nach Amerongen^s 
Abreise am 2. Jan. 1672 der Kurfürst und die Stadt trotz des Einspruchs der Staaten, 
und das staatische Regiment Bamphield wurde entlassen (Ennen a.a.O. Diarium 
Europaeum XXLV. App. p. 137 und das Abßerufungsschreiben Bamphield*s vom 
13. Jan. ibid. p. 156). 

^) Die Staaten hatten ihn am 26. Dec. 1671 dringend zur Beschleunigung seiner 
Reise nach Berlin ermahnt. 



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Ankunft Amerongen^s in Berlin. '- ' 209 

Brandenburg richten würden, und dass daher eine Aenderung ihrer Ordre 
sehr nothwendig sei. 

Amerongen an den Griffier, Dat. Braunschweig 

10. Jan. 1672 0- 

Er habe mit den Käthen des Herzogs von Celle, Schütz und Hammer- 10. Jan. 
stein, über eine engere Allianz gegen Frankreich gesprochen. Dieselben 
haben geantwortet, darauf eingehen zu wollen, wenn Dänemark, Schweden 
und Brandenburg mit einträten; namentlich von Brandenburg könnten sie 
sich nicht trennen; ihr Herr und der Herzog von Wolfenbüttel wollten also 
abwarten, was Brandenburg thue. — Ein Offizier aus Berlin habe ihm er- 
zählt, dass der Graf von St.-G6ran den Kurfürsten um Neutralität gebeten 
habe und sie ihm zugesagt sei, wenn Frankreich weder die Niederlande 
noch das Reich angreife; thue jenes das aber doch, so Hessen es die In- 
teressen des Kurfürsten nicht zu, still zu sitzen 



Resolution der Generalstaaten'). Dat. 16. Jan. 1672. 

Um die Verhandlungen mit Brandenburg und Braunschweig - Lüneburg 16. Jan. 
über eine engere Allianz und die von denselben anzustellenden Werbungen 
zu erleichtern, werden Amerongen und Brasser') ermächtigt, den ge- 
nannten Fürsten die Werbegelder in eventum zur Hälfte sofort baar zu 
versprechen. In Betreff der Subsidicn bleibt es bei der Resolution vom 
19. October 1671. 

Amerongen an die Generalstaaten. Dat. Berlin 19. Jan. 1672. 

[Ankunft in Berlin. Feierliche Einholung zur Audienz. Gespräch mit dem Kurffir- 
Bten. Der Kurprinz. Beginn der Verhandlungen.] 

Mijnen laetsten aen ü. H. M. is geweest van den 14. deeses. Zedert 19. Jan. 
ben ick dien conform den 16. daer aen volgende des avondts alhier 
in Berlijn aengecomen, hebbende den Heere Generael Majoor Eller 
de goetheijdt gehadt, voor af mijne aencompste aen den beere Cur- 
fiirst van Brandenburgh te denuncieren. Op mijne aencompste ben ick 
aenstonts door de beeren Generael Majoors de Vrijheeren van Pelnits *) 



^) Dieses Schreiben, wie ein paar andere spätere, ist zwar vollständig gedruckt in: 
Kronijk van het Historisch Genootschap gev. te Utrecht. XIV. Jaarg. 1858. III. Ser. 
4. Deel. p. 48 , ich gehe indess hier trotzdem einen kurzen Auszug des Zusammen- 
banges wegen. 

') Am 9, Jan. hatten die Staaten von Holland diesen Beschluss bei der Genera- 
lität beantragt. 

') Vertreter der Staaten bei den Herzogen von Lüneburg. 

^) Gerhard Bernhard Frhr. v. Polin itz, Oberstallmeister und Generalmigor, 
stand beim Kurfürsten in hohem Ansehn. Seine Frau, eine geh. Gräfin v. Nassau, 
.Vlatsr. lur Gesch. d. Gr. Kurfärsteo, Ul. 14 



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210 IV, Die Allianz von 1672. 

ende Spaen*) met andere voorname oflScieren van mijne kennisse op 
ordre van S. C. D. in mijn Logement, *t geen ick voor heenen hadde 
doen bespreecken, met alle de gerequireerde civiliteijten daerop appli* 
cabel, ontmoet ende verwellecompt. Ende alsoo ick aen de opgemelte 
Heeren tesmoigneerde, hoe eer hoe liever de eere te hebben van aen 
S. C. D. mijnen aenbevoolen last af te leggen, soo is hem sulcx aen- 
stondtß aengedient ende mij voor antwoordt gebracht, dat hooghged. 
Curfurst mij daechs daeraen weesende sondachs nae de predicatie ter 
audientie soude doen ophaelen, naer dat men mij alvoorens naer ge- 
woonte hadde aengebooden een tractament van drie dagen ten respecte 
van den Staet, dat ick beleefdelijck onder het welgevallen van S. C. D. 
hebbe geexcuseert. Ten selven dage sijn mij toegesonden drie van 
S. C. D. carosseu, als de Lijfcarosse benevens nogh een andere van 
ses ende een van twee peerden, geaccompagneert met verscheij de bee- 
ren van conditie neffens den Heere Berlips, overst en slots hopman, 
die mij quam aen te dienen dat S. C. D. mij ter audientie was inwach- 
tende, waermede ick te hove ben gebracht, staende alomme de gardes 
in 't geweer, gerangeert lang? het Hof met gedeploijeerde Vendels 
ende slaende trommeis, Ende soo de trap opgaende onder het geleyde 
van een groot aental van hooge ende voorname officieren, ben ick 
geconduiseert tot in de Presentie-Camer van hoochged. Curfurst: wae- 
rop nae dat denselven met respect de banden hadde gekust ende dat 
de voorgenoemde beeren sich uijt het gemack hadden geretireert, ben 
ick met den Heere Curfiirst, die aen den eenen voet wat geincommodeert 
was, ter neder geseten ende met het afleggen van een compliment van 
congratulatie over den goeden toestandt van desselfs doorluchtige per- 
soon, heb ick vervolgens geproponeert de ordres mij bij ü. H. M. 
aenbevoolen. 

Hooghgem. Curfurst tesmoigneerden in sijn replique, dat deese 
U H. M. besendinge hem aengenaem was ende dat hij mijn gepropo- 
neerde soude nader ovei^wegen ende mij sijne resolutie namaels daerop 
laeten toecomen. Waernaer ick de eere hebbe gehadt van met meer- 



war mit dem oranischen Hause verwandt. Im Gegensatz zu Schwerin (mit dem 
er vielfach rivalisirt zu hahen scheint vgl. Urk. u. Actenst. ü. 441. 448 u. 455) war 
er für das Bündniss mit den Niederlanden. Er suchte übrigens später durch Amerongen 
für seinen Sohn eine Compagnie in der staatischen Armee zu erlangen; sein Eifer 
für das Zustandekommen der Allianz war also nicht ganz uneigennützig (s. Vreede, 
Inleiding I. 283), ebensowenig wie 16GG (M^moires du Comte de Guiche p. 209). 

*) Alexander Frhr. v. Spaen, Generalmajor, aus einer Clevischen Familie ge- 
bürtig, commandirte meist in Cleve und wurde später auch öfter zu Missionen nach 
dem Haag verwendet. 



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Audienz beim Kurfürsten. Beginn der Verhandlungen. 211 

hoochgem. Curfiirst meer als een groote uijre te spreecken ende den- 
selven te onderhouden op het subject van de jegenwoordighe weereldts- 
saecken ende wat mij daervan gedurende mijne uijtlandicheijdt soo tot 
Munster, Ceulen, Bijleveldt ende eiders aen de hoven van Zel ende 
Wolffenbuttel was bekent ende gerencontreert, alle 't welcke S. C. D. 
met opmerckinge beliefden aen te hooren ende roij somwijlen dan sijne 
consideratie wederom daerover te gemoet te voeren, waer nae ick 
wierde versoeht mede ter taeflfel te gaen. Naer de maeltijdt had ick 
versocht, Merrouw de Curfurstinne te mögen salueren, dan sulcx is 
beleefdelijck geexcuseert op haer grof swanger gaen , gelijck oock aen 
de Grave van St. G^ran was geschiedt. Den Heere Curprince beb 
ick tenselven dage mede de eer gehadt neflfens sijn beer Broeder in 
namen U. H. M. te complimenteren, denwelcken alhoewel een beer van 
jonge jaeren sijnde mij selfs tot verwonderiuge in seer obligeante ter- 
men met betuijgiuge van sijne aflFectie tot den Staet der vereenicbde 
Nederlanden heeft geantwoordt. 

Am folgenden Tag bat er den Herzog aud die Herzogin von Hol- 
stein, den Prinzen und die Prinzessin vou Anhalt und Schwerin be- 
grüsst. Der letztere hat ihm am Abend mitgetheilt, dass er, Somuitz und 
Jena vom Kurfürsten designirt seien, mit ihm über seinen Auftrag zu con< 
feriren, womit sie gestern einen Anfang gemacht haben. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 19. Jan. 1672. 

[Conferenz mit den brandenb. Commissarien : Darlegung der von Frankreich drohen- 
den Gefahr. Anerbieten einer neuen Allianz. Antwort derselben: Bemühungen des 
Kurfürsten um den Frieden vergeblicb. Schwierigkeit der Werbungen. Räumung 
der Cleviscben Plätze erste Bedingung.] 

Heute hat er die erste Conferenz mit den kurfürstlichen Commissarien 19. Jan. 
gehabt, in der er denselben das dem Kurfürsten selbst in der Audienz Vor- 
getragene wiederholt hat: in effecte daer in bestaende, dat H. H. M. 
bij deese conjuncture van tijden, waer in de geheele weereldt schijnt 
ontroert te werden, hadden goedtgevonden mijne weynige persoon aen 
dit hof af te senden, om te remonstreren het groot gevaer, dat de 
Christenheijdt in *t gemeijn ende de nabuijrsehap int particulier door 
't aendringen der France wapenen was dreijgende, het welcke H. 
H. M. dan vertrouwden, dat S. C. D. neifens haer nae sijn gewichte 
soude apprehenderen ende in tijdts verdacht sijn met andere vreede- 
lievende princen en potentaten, hoe men het selve op het gevoech- 
lijckste soude connen tegen gaen tot voorcominge van 't vergieten 
van 800 veel onnoosei Christenbloedt, ende deselve geen sortabelder 
expedient hadden geoordeelt, als dat een ijeder van dien naer sijn 

14* 



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212 IV. Die Allianz von 1672. 

vermögen sich in postuijr van wapenen stelde, gelijck H. H. M. niet 
alleen in 't voorleeden jaer hadden gedaen, maer ooek geresolveert 
waeren, hoe v^^el tot haere groote ongelegentheydt, hare crijchsmacht 
met nieuwe wervinge jegenwoordich nogh meerder te verstercken. Dat 
deselve de eere hadden met S. C. D. beeren voorvaderen verscheijde 
alliancien te hebben opgerecht ende oock nogh jongst in den jare 
1666 met hem selfs, uijt erachte van dewelcke den een den anderen 
secourssen in cas van attacque hadden te lijsten, maer dat de niet 
geattacqueerde te vergeefs alle tentamina van accommodement bij den 
Attacquant soude hebben aengewendt, ende dat de Heeren mijne prin- 
cipaelen casu quo de opgemelte Tractaeten van hare zijde souden 
voldoen, doch dat de secourssen daer bij gestipuleert soo geringh wae- 
ren, dat H. H. M. hadden geoordeelt; dat het convenabelder was, 
dat men deselve met een alliancie defensive quam te verstercken, 
onder belofte van eene absolute rupture ende door openbaeren oorlogh 
te water ende te lande, soo sulcx naer de situatie van de Landen 
van den Attacquant oock te water conde geschieden, op het allervi- 
goureuste tegen te gaen, ende waer toe ick mij gequalificeert ende 
geauthoriseert vondt, omme op het welbehaegen van onse beeren prin- 
cipaelen met haer Excien daer over in onderhandelinge te treeden, haer 
met 800 veele redenen, als ick nae mijne cleijne capaciteijt daer toe 
conde bijbrengen, trachtende te induceren. 

Ende naer dat ick haer deese propositie, bij reiteratie als voor- 
seijdt is, hadde gedaen, hebben deselve mij over de Ouvertüre be- 
danckt ende genoechsaem geadvoueert alle het gene ick ontrent de 
opgemelte swaricheden hadde gemoveert, ende dat die in der daedt 
met een ende het selve oogh van den beere Curfurst haer Meester alsoo 
wierde ingesien ende hem niet minder als H. H. M. becommerde, 
doch dat tot noch toe weijnich remedie daerjegens, met overlegh van 
die gene die het vuijr het naeste lagh, was bij der handt genomen; 
Dat S. C. D. het selve al lange hadde geapprehendeert, ende haer 
Excien mij in oprechticheijdt conden verclaeren, dat bij beere Curfurst 
al voor jaer en dagh een Minister naer Parijs hadde gesonden*), omme, 
waer het mogelijck, S. Kon. Majt daer van te diverteren ende vooma- 
mentlijck van sijn voorgenomene desseijnen te doen desisteren, te meer 
om dat hij beere Curfurst bij den oorlogh in soodaenigen geval soude 
prejudicie lijden, ten opsichte van sijn Landen grensende aen die van 

*) Lorenz Georg y. Krockow wurde im Febr. 1670 aus Aulass der Aner- 
bietungen Yaubrun^s und Fürsten berg*s nach Paris geschickt. Pufendorf 
XI. 7 flf. 



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Proposition Amerongen^s. Evacaation der Cleyischen Plfttse. 213 

H. H. M.; dan dat alle aengewende officien tot hier toe te vergeefs 
waeren geweest, met aenbiedinge, dat men hem beere Curfurst van 
wegens Vranckrijck boo veel securiteijt soude geven, in cas hij sich de 
saeck nietaen entrock, als hij soude desidereren. ') 

Gemelte Heeren seijden vorders , dat mijn geproponeerde was van 
gewichte; dat sij het selve den heere Curfurst senden rapporteren ende 
mij sijn goedtduncken op deese aenbiedinge in een tweede conferentie 
bekent maecken. Dan roerden niet onduijdelijck aen, dat den heere 
Curfurst met het werven van meerder trouppes, vermits menschen en 
peerden door de Francen met haere wervingen wierden weghgenomen, 
SOG haest niet soude gereedt sijn, als misschien de noodtsaeckelick- 
heijdt wel vereijschte, ende vraeghden vorders of niet meer in man- 
datis hadde, als het gene daer was geproponeert, ende in specie hoe, 
in cas van nader alliancie, H. H. M. geresolveert waeren, S. C. D. on- 
trent de langh aengehoudene ende versochte evacuatie eeniger sijner 
Cleefsche Steden op den Rijn te ontmoeten, waer van hem bij den 
laetsten Munsterschen oorlogh beloften waeren gedaen, van dat men 
sich met S. C. D. bij het nederleggen van denselven oorlogh vruntna- 
buijrlijck daer over soude vergelijcken, sonder dat men sijne Ministers, 
die tot meermaelen daer op hadden aengehouden, eenich het minste 
gehoor heeft gegeven; waerop hebbe gerepliceert, dat ick conde ver- 
claeren, geen ordre te hebben, omme mij hier over in eenige onder- 
handeliuge in te laeten, ende dat ick niet wilde hoopen, dat een saeck 
van die nature het ander goede werck soude beletten, of wel dat men 
het daer aen soude willen accrocheren. Haer Excien justificeerden 
bare sustenue met veele allegatien van beloften, contracten, resolutien, 
die voor heenen op dit subject waeren gepasseert, die ick bij gebreck 
van instructie ende in deese saecke onkundich niet conde beantwoor- 
den; ende seijden onder anderen, dat soo den heere Curfurst met 
sijne Trouppen ontrent den Rhijn int Landt van Cleef tot secours van 
H. H. M. casu quo soude comen, dat deselve niet een plaets hadde, 
waer sich konde secuir stellen; jae, schoon hij geene de alderminste 
pretentie op de voorn. Steden hadde, dat echter de raison vereyschte, 
als hij met sijne wapenen H. H. M. soude te hulpe comen in die ge- 
westen, men S. C. D. niet behoorde te weijgeren de een ofte de an- 
dere plaetpe pro tempore tot sijne securiteijt in te ruijmen'), gelijck 
den Curfurst van Ceulen geen swaericheijdt maeckte, den Koningh 

^) St-Q^ran bot dem Kurfflrsten die Rftumung der Clevisohen Festungen, wenn 
er neutral bleibe. Mignet III. 691. y. Orlich II. 46. Pufendorf XL 28 u. 29. 
«) Vgl. oben p, J55 n. 



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214 ^^' ^^« Allians yon 1672. 

van Vranckrijck, soo machtigen en redontablen prince, sonder limitatie 
van tijdts niet een, maer verscheijde notable vestingen als Keijsers- 
weerdt, Nuijs, Lint, Ordingen*), Dorsten ende andere plaetsen in 
sijnen Landen over te laeten. Enfin, mijn beer, het besluijt van deesc 
conferentie was, dat ick dit aen H. H. M. wilde oversehrijven ende dat 
sij van het gepasseerde van dese conferentie -aen S. C. D. souden rap- 
porteren, waer mede wij voor de eerste mael van den anderen sijn 
gescheijden. 

Amerongen an den Giiffier. Dat. Berlin 19. Jan. 1672. 

[Gespräch mit dem Kurfürsten : Derselbe wird ein zurerlässiger Bandesgenosse des 

Staats sein. Mangel an Nachrichten aas HoHand. Münster und CÖln. Kriegsrath. 

Nachrichten aus Stockholm und GeUe.] 

19. Jan. Naer myne conferentie van heden met de Heere Churf. Commis- 

sarissen, soo als mynen eersten vermelt, heb ick deesen naermiddaegh 
andermael d' Eere gehad, met S. C. D. langhe afsonderlyck in sijn Ca- 
binet apart te aboucheren, ende onder anderen geobserveert, dat dien 
Prins sich over het jegenwoordigh wereltswesen seer bekommert en 
besieh hout; het geene in mijnen eersten vermelt wegens sijne offitien 
by Vranckrijck te hebben aangewent tot appaissement van des Konincx 
animositeijt tegens den staet, heeft S. C. D. my met veel sinceratien 
geaffirmeert. Ik kan niet anders bemercken, by aldien H. H. M. sijnne 
alliantie defensive by deese tijden noodigh hebben ende men densel- 
ven naer behooren menagere, sich absolutelijk van sijnne trouwhaer- 
tighe vruntschap sal können verseekeren, niet jegenstaande wat Offerten 
hem van de contrarie partie ende in specie van den Grave van St- 
66 ran werden gedaan. Het is myn ongeluck, maer meschyn veel 
mehr des staets, dat ik jegenwoordigh onkundigh ben van haere sen- 
timenten omtrent het groote werck ende hoe verre men den fransen 
Oorlogh in de regeeringhe apprehendeert ende wat figur den Bischop 
van Munster in haere gedachten daarby maeckt; van de welcke men 
hier het beste gevoelen niet en heeft; gelijk oock niet aan de Hoven 
van Zelle ende WolflFenbuttel. Hoochgem. Churhirst heeft my in ver- 
trouwen, doch onder hooghe secretesse geseijd, dat hij geresolveert 
is, hem te schrijven off te besenden ende laeten afvraegen, wat hy 
by den in- ofte doortocht van vrembde volckeren dopr synne Mun- 
stersche Landen geresolveert is te doen, ende hem daarbij af te maa- 
nen van geen occasie tot aenleydinghe van oorlogh op syns Chur- 



^) Linn und Uerdingen bei Crefeld. 



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V 



Günstige Stimmung des Kurfttrsten. 215 

voratl. en naabuurighe Landen te geven, oflF dat hy sich daer van 
Boude moeten gevoeligh thoonen, gelyk hy albereijts aan den Chur- 
furst van Ceulen hatte gedaan, die hem Heere Churfurst daerop sijnne 
antwoordt, doch wat fiere, hadde weder toegesonden, ende waervan 
hy my de copie soude laeten exhiberen, als oock een afschrijft van 
den brieflf die aan den Bischop van Munster soude werden gesonden. 
Alle de Hooftofficieren van de Militie syn jegens morgen alhier te 
hove beschreven, omme een generalen Crychsraedt te houden; wat 
daaruijt sal resulteeren ende tot mijnne kennisse' koomen, sal ik naer- 
maels berichten. Men is seer gesatisfieert met de laeste ingekoomen 
tijdinghe van Stockholm, dat het geene men gerucht hadde van des 
Heeren Pompone*) goede verrichtinge aan dat Hoff, sich soo breet 
niet en vindt als het de Franse alomme uijtmeeten. Men heeft van 
hier verleden saterdaegh expresse den Heere Kantsteijn') aan den 
Heere Hertogh van Zelle versonden, die binnen wenigh daegen sal 
reverteren, waernae wel een entreveue tusschen den Churfurst, dien 
Prins ende den Hertogh van Wolffenbuttel mögt geschieden ende aldaer 
meschijn wat goedts werden beslooten. 



Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Berlin 

19. Jan. 1672. 

[Günstige Stimmang des Eurftlrsten. Nothwendigkeit baldigster weiterer Zuge- 
ständnisse.) 

Am 17. hat er Audienz beim Kurfürsten gehabt und demselben des 19. Jan. 
Prinzen Schreiben überreicht. Der Kurfürst hat erklärt, dass ihm ^H. H. M. 
besendinge in m^n persoon aengenaem was en dat men die al lange hadde 
te gemoet gesien.*^ Er hat versprochen, ihm stets mit gleichen Ehrenbe- 
zeugungen zu begegnen wie St.-G6ran, op het vertrouwen, dat men 
naermaels syne ministers in den Hage insgelycks met meer deferentie 
soude bejegenen als men somwylen niet en doet. Ick en desperere 
geensints van de goede genegentheyt van S. C. D. tot het welweesen 
van den Staet der vereenichde Nederlanden bij dese gevaerlijcke tyden, 
800 men denselven niet en belieft te negligeren, ende wil men mij 
verseeckeren, of schoon Monsr de St. G6ran eenige dagen in sijne 
aencompste aen het hof mij heeft gedevanceert, tot noch toe in sijn 
aenbevoolene negociatie weynich heeft gevordert. Amerongen erwar- 
tet mit Ungeduld von den Generalstaaten Bescheid über den Termin der 



') Französischer Gesandter in Stockholm. S. über Schwedens Haltung Pufen- 
dorf XI. 32. 

^) Baban von Canstein, seit 1653 Kammerpräsident. 



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216 ^^- ^^® AUians Ton 1672. 

Zahlung der Werbegelder and die Evaenation der Städte. Ein günstiger 
BeschlasH werde «eine Verhandlung sehr beschleunigen. Dem Fürsten von 
Anhalt hat er des Prinzen Schreiben überliefert und denselben ^seer voor 
den Staet van H. H. M. geporteert" gefunden *). 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 27. Jan. 1672'). 

Erster Brief. 
27. Jan. Am Sonnabend (23. Jan.) hat er mit den brandenburgischen Büthen 

die zweite Conferenz gehabt. Dieselben antworten ihm auf seine Proposition 
vom 19. im Auftrag des Kurfürsten: 

Das eine Mittel, den drohenden Gefahren zuvorzukommen, sei gütliche 
Vermittlung. Der erste Versuch des Kurfürsten, dies zu erreichen, sei ver- 
geblich gewesen; er wolle es aber bei St.-G6ran noch einmal versuchen 
und schlage den Staaten vor, auch den Herzog von Neuburg um seine 
Mediation zu bitten. Amerongen lehnt dies ab. Die Käthe fragen darauf, 
ob die Staaten geneigt seien, dem König von Frankreich noch weitere Ge- 
nugthuung zu geben, ausser der in ihrem Schreiben vom 10. December 1671 *) 
angebotenen; der König verlange 1) Bestrafung derer, die schimpflich über 
ihn gCKprochen hätten; 2) Aufhebung der V^erbote von gebrannten und un- 
gebrannten Weinen, Manufacturen u. s. w.; 3) das Versprechen, seinen ge- 
rechten Ansprüchen nicht entgegenzutreten; 4) Satis^faction für seine AUürten, 
England und Cöln. Sie haben aber selbst zugegeben, dass auch nach Be- 
willigung alles dessen wenig Aussicht zu einem friedlichen Vergleich mit 
Frankreich sei. 

Es bleibt also nur das zweite Mittel ^van met gecombineerde machten 
soo hooge desseijnen tegen te gaen^. In diesem Fall wünsche der Kurfürst 
zu wissen,. 1) ob das Reich nicht Gefahr laufe, durch seine Allianz mit den 
Staaten in den Krieg verwickelt zu werden; 2) wie viel Truppen man von 
ihm als Beistand verlange; 3) was man ihm an Werbe- und Subsidien- 
geldern biete. 

Amerongen erklärt, über die französischen Prätensionen nicht in- 
tstruirt zu sein; für seine Person halte er sie für nicht begründet. Das Reich 
sei durch Cöln schon in den Krieg verwickelt. In Bezug auf die 2 letzten 
Puncto hat er gemäss der Resolution vom 19. October 1671 geantwortet*). 

*) Unter demselben Datum endlich noch ein Schreiben an die Prinseasin Amalie 
V. Orauien» der Amerongen für das Empfehlungsschreiben an den KurfOrsten 
dankt. 

*) Gedruckt: Kronijk der bist. Genootschap p. 54 u. 51. (Es sind zwei Schrei- 
ben, die dort in verkehrter Reihenfolge gestellt sind.) Ich gebe aus dem schon er* 
wJihnteu Qrunde hier einen Aussug. 

*) Im Diarium Europaeum XXIV. App. Mignet II. 657. 

*) Vgl. Pafendorf XI. 47 von: .Ad ista Elector — refusione petenda* u. Basnage 
II. 199 ff. Nach dem Protocoll Aber die Conferenzen mit Amerongen im Pr. Staatsarch., 
von dem Cap. 47 bei Pufendorf ein Ansang ist, hob der ptaatische Gesandte auch 



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Conferenz mit den kurf. Rftthen. Saint -G^ran. 217 

Zweiter Brief. 

Er hat die Resolution vom 16. Januar empfangen und dem Kurfürsten 
mitgetheilt. St.-G6ran bietet Alles auf, um die Allianz zu verhindern; er 
behauptet, England, Spanien und Schweden würden der Republik ebenfalls 
den Krieg erklären. Dem Kurfürsten bietet er für die Neutralität die Clevi- 
schen Plätze und so viel Geld als die Staaten für die Werbung der Hilfs- 
truppen. Von der Uneinigkeit in den Niederlanden will man hier die 
schlimmsten Zeitungen haben, während er selbst nicht die geringste Nach- 
richt oder Instruction erhalte. Aber hier heisse es: Zeit verloren, Viel 
verloren. ^De genegentheijdt van den Heere Curfurst is wel goedt, dan 
daer sijnder, die met het debiteren van het gene voorsz., hem soo swaer- 
hoofdich maecken, dat hij tot noch toe geen resolutie can vatten, niettegen- 
staende wat debvoiren ick daertoe aenwende** *). 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 31. Jan. 1672'). 

St-G6ran macht die grössten Anstrengungen, durch glänzende Ver- 31. Jan. 
sprechungen, mitunter auch Drohungen den Kurfürsten für ein Bündniss 
mit Frankreich oder mindestens Neutralität zu gewinnen. Dazu kommen 
noch die verwirrenden Nachrichten aus den Niederlanden, dass man dort 
den Krieg gar nicht fürchte, oder dass die Uneinigkeit alle heilsamen Be- 
schlüsse hindere. Trotzdem glaubt Amerongen, dass, wenn die Staaten 
die Werbegelder bezahlen wollen, man mit 16 — 18,000 M. denselben bei- 
stehen wird; das erfordert aber 5 — 6 Monate Zeit, und so lange man noch 
nicht „in postuijr van wapenen'* ist, wird man sich nicht gegen Prankreich 
zu erklären wagen. Zur Werbung von 5 — 6000 Mann ist bereits der Be- 
fehl ertheilt. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 3. Febr. 1672*). 

[Sohlechte Nachrichten aas den Niederlanden. Ungünstige Wirkung derselben. Be- 
sorgnisse des Kurfürsten vor der französischen Kriegsmacht. Derselbe ist trotzdem 
entschlossen , dem Staat mit 24,(KX) M. zu Hülfe zu kommen. Münster und Cöln 
müssen vor Allem gebändigt werden. Der Kurfürst wird in Person commandiren. 
Bitte um baldigen Bescheid.] 

Erwartet mit Ungeduld Nachrichten, was man in den Niederlanden 3. Febr. 
vom Krieg mit Frankreich denke und was man für Vertheidigungsanstalten 



die Gefahr für die protestantische Religion hervor: , In Frankreich hfttte kein Reformir- 
ter mehr ein Stück Brod zu verdienen, auch nicht unter den Soldaten.** Er versicherte 
femer, die Staaten wollten ihre Miliz bis zu 100,000 M. zu Land und zu Wasser ver- 
stArken; die Landesdefension würde in allen Provinzen vorgenommen werden u. s. w. 

^) Vgl. das Schreiben Schwerin's an den Herzog v. Croy vom 14/24. Jan. 
bei V. Orlich U. 47. 

') Gedruckt Kronijk p. 57. 

') Anm. V. Fagers Hand: »gecommuniceert aen de Heeren H. H. M. gedep. 
too de triple Alliantie, alle complett, ende is bij deselve eenstemmelyck goetgevon- 



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218 ^^' ^^ Allianz yon 1672. 

treffe, omme daervan ijtß met seekerheyd ten besten van den staet aan 
den Heere Churfurst te können relateren. Ende of ick wel gehoopt 
hadde, dat met de jongste post ijts omstandigs daervan soude hebben 
vernomen, soo is het niet anders geweestj als dat de een ende ander 
particulier vrundt mij schrijft, dat alles in de Hooghe Vergaderinge 
fluetueert door de dispariteijt van oppinie over het aanstellen van een 
Capitain Generali, ende waerom noch in de wervinge noch in de 
equipage niets wierdt beslooten, schoon van alle kanten de advisen 
aldaer inquaemen, dat de dreijgende vyanden den staet mehr ende 
mehr met haere macht naerderden. Hetselve word niet alleen aan 
my geschreven, maer alle de ingekomene brieven aan dit HoflF sijn daer 
vol van, dat mij dan ten hoogsten bekommert ten respecte van de 
goede hoope, die ick hadde, van dat den Heere Churfurst van Bran- 
denburgh niet alleen geporteert uijt eijgen interesse, maer uijt obliga- 
tie van religie ende genegentheijd voor den staet, waervan ik noch- 
tans niet en desperere, soo men daer selflF geen oorsaeck toe en geeft, 
in körten in de partije van H. H. M. soude getreeden hebben. Ick 
hebbe de Eere gehad van gist^ren *) wederom eerst met S. C. D. Mi- 
nisters voor noen ende naernoens met hem selfs afsonderlijck sonder 
het bywesen van ijmandt te confereren en aboucheren, ende op de 
permissie, die bij Hoochgem. Heer Churfurst voor eenighe daegen my 
was gegeven, op het papier gebracht dit neflfensgaende concept van 
een naerder alliantie defensive, gecompasseert nae de jegenwoordighe 
tijts gelegentheijd ende voor het mehrendeel van woordt tot woordt 
gedresseert naer de alliantie, die H. H. M. met hem in den jaere 1666 
den 6/16. February hadden opgerecht, ende daerbeneflFens eenighe ar- 
ticulen ende Conditien tot lichtinghe van ses duijsent peerden ende 



den, dat hier van geen lecture ter vergaederinge en sonde werden gedaen.* S. flbri- 
gens Über diesen Brief auch den yom 28. Febr. No. II. 

'} Am 1. Febr. hatte Amerongen wieder eine Conferenz mit Schwerin und 
Canstein, in der ihm Schwerin auBeinandersetztOi dasfi das Bündniss von 1666 
den Kurfürsten vor wirklicher Ruptur zu nichts verpflichte, und sich aufs bitterste 
über die Vernachlässigung seines Herrn bei und nach dem Abschluss der Triple- 
allianz beschwerte: die Staaten würden jetzt einsehen, wie unrecht sie dabei gethan 
und wie sie sich selbst geschadet; »und thAte S. Ch. D. dieses darum um so weher, 
weil es (der Eintritt in die Tripleallianz) eben von einigen auf dieses principium ge- 
hindert worden, damit nur S. Ch. D. dadurch nicht considerabler werden möchten*. 
Amerongen bezeigte sich mit diesen «Reprochen übel zufrieden**: in Bielefeld habe 
Brandenburg auch in seiner Anwesenheit Verträge geschlossen, ohne ihm Mittheilong 
zu machen; die Uneinigkeit in den Niederlanden wäre nichts als Gerede. (Protocoll. 
Pufendorf XI. 47.) Die Conferenzen wurden bis zum 26. Febr. ausgesetzt. — Warum 
Amerongen von Obigem nichts nach dem Haag gemeldet, ist leicht zu ersehen. 



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Schlechte Nachrichten aus Holland. St&rke des brandenb. Hilfscorps. 219 

thien duijsent voetknechten, te gebruijcken tot mutuele defensie*). Ende 
alhoewel men sich tot deese onderhandelinghe niet sal inlaeten, als 
met de uijttergte bekommeringe — ten opsichte, dat men hier noch 
in geen genoegsaeme postuur van waepenen en is, en oversulcx voor 
een subite vijantlijke invasie in de Landen van Geve, Marck, Ravens- 
berg ende Minden (dewelcke met vuijr en vlam gedreijgt worden) be- 
vreest is, ten welcken fine geapprehendeert werdt, of niet de Franse 
onder voorgeven van Ceulsche Trouppen sich mogten van het stiflft 
ende de Stadt Hildesheim meester maecken, om alsoo de conjunctie 
tusschen S. C. D. Trouppen in sijnne Landen boven en beneeden, oock 
met die van de Hertogen van Zelle ende Wolffenbuttel te verhinderen, 
gelijck ick voorheen') heb geschreven — doch met soo veel geneegent- 
heijd als H. H. M., mijns erachtens, senden können desidereeren : soo 
heeft hoochged. Heer Churfurst met groot vertrouwen ende niet te 
min met ernstlijck versoeck, dat sulcx als noch voor eenigen tijd soude 
mögen werden gesecreteert, omme sich in beeter postuur te stellen 
ende waertoe de noodighe ordres daegelijcx werden gedepecheert, my 
synne intrensique meeninghe ende intentie omtrent dit hoochwichtige 
poinct bekendt gemaeckt, naementlijck dat hy geresolveert was tot 
bescherminge van de waere Christelijke gereformeerde Religie, die 
allenthalven stont te laboreeren, ende de duer gekochte vrijheijd van 
elkanders Landen ende Luijden met H. H. M. een defensive alliantie, 
wat conditio hem oock van de contrarij partye wierden geoffereert, in- 
tegaen, soo nochtans dat sijnne ende haere machten mochten werden 
gecompasseert naer die geene, met dewelke sij souden te doen krijghen 
ende waer van men mehr als een partije hadde te apprehendeeren; 
geggende dat syns oordeels een Armee van 16000 man daerjegens 
niet bastant soude wesen, maer dat Hij voor sijn persoon geresolveert 
was die te vergrooten tot 24,000 eflFective Combattanten, alle geran- 
geert onder geexperimenteerde ende in creijgssaeken ervaeren hooft- 
officieren tot 15 ä 16 in 't getal, waervan de minste de Charge van 



1) In der That unterscheiden sich die Entwürfe nur so weit von den Verträgen 
▼om 16. Febr. 1666, als die höhere Zahl der Truppen Aenderungen noth wendig 
machte. Im Art 5 dbs Allianzentwurfs heisst es jedoch, dass der Zweck des Bund- 
nisses sei «omme te conserveren alomme den vreede onder de Chrlstenen ende yoor- 
namentlyck in de nabnurschap, oock tot maintien van de Evangelische ende Qere> 
formeerde Religion". — Die Entwürfe wurden übrigens erst zehn Tage später von 
den brandenburgischen Bäthen Amerongen zurückgegeben und von diesem nach 
dem Haag geschickt. 

') Am 31. Jan. Kronijk etc. p. 58. 



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220 ^^' ^^® Allianz yon 1672. 

Generali Major heeft bekleedt, waeronder gereekent de 2000 man, die 
S. C. D. in voldoeninge des Tractaets van anno 1666 hadde te leijsten; 
ende dat van de overighe 22000 beneffens een Artillerye van 44 
stucken met allen toebehoor hy de eene helft soude soldoijeeren, soo 
H. H. M. de wederhelfte beliefden te betaalen; ende naer het oordeel 
van hem Heer Churfurst ende alle Creijgsverstendigen hij met geen 
minder getal soude können ageeren, geconsidereert men den Churfurst 
van Ceulen ende den Bischop van Munster grootelijcx hadde te ob- 
serveeren, ende dat hy Heer Churfurst op het presuppost, dat de Her- 
togen van Zeile ende WolflFenbuttel (*t geene hy ten hoogsten recom- 
mandeerde, dat soo veel doenlijck mogte bevoordert werden) mede in 
de partije souden treeden, met een gedetaeheert veitleger, op goede 
ende bequaeme posten tusschen haere Heere Churfurst ende Bischop 
van Munsters Landen te stellen, die diermaeten soude intoomen, dat 
sy misschijn souden werck vinden, haer selfs tegens deese Branden- 
burgse ende Bronswijckse trouppen te defenderen; seggeude hy Heer 
Churfurst voirders, dat uijt alle de inkomende advisen van Vranckrijck 
niet anders werdt gespeurt, als dat die Croon met een groote ende 
redoutable macht sal te velt komen ende misschijn sich laet voorstaen, 
dat hij in een jaer sal doen, dat anderen in tachentig jaeren niet heb- 
ben können effectueren, ende oversulcx men sich met een uijtterste 
effort sal moeten evertueeren, omme haer tot vreedsaemer gedachten 
te brengen. Soo veel ick konde bespeuren, sal S. C. D. in sulcken 
vall syn eijghen Armee in Persoon commandeeren, en kan ik versee- 
keren, dat hy niet een officier, soo hoogh als laghe, in dienst heeft, 
die hem niet met vreugde suUen volgen. Het sal nu van de hooghe 
wijsheijd van H. H. M. wesen, wat sij illico ende sonder dilaij op soo 
importante voorstel van S. C. D., daertoe Hij teenemael is geresolveert, 
onder dat verstandt dat hem op sijn voor deesen gemoveerde preten- 
tien voornaementlijck omtrent de Evacuatie magh satisfactie gegeven 
werden, sullen believen te arresteren, en waervan ik nochmaels bidde, 
dat U W. Ed. mij ten spoedigsten, soo niet de positive resolutie van 
den Staet, ten minsten de inclignatie van de Heeren tot de Triple Al- 
liantie, die volgens authorisatie groot pouvoir hebben, wil laeten toe- 
komen, op dat ick ijts aan de handt hebbe, waermede ick S. C. D. 
van H. H. M. goede intentie magh verseekeren ende tegen gaen alle 
schoone beloften en dreijgementen, die van de contrarij partije met 
soo veel empressement daegelijcx by den Heer Churfurst ende sijne 
Ministers, doch Godt loflf tot noch toe, soo ick vastelijck meene, te 
vergeefs, werden gedaen; waerop ick dan met een innerlyck verlangen 



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Zweck der AIIiaDZ. Viele kurf. Minister gegen dieselbe. 221 

U W. Ed. antwordt by duplicaet binnen 15 a 16 daegen uijtterlijck 
sal te gemoet sijn, alsoo de post soo wel over Hamborgh als Cleve gaet. 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 6. Febr. 1672. 

Auf den Bericht des Rathspensionärs ist beschlossen bei der Generalität 6. Febr. 
zn beantragen, dass Amerongen bevollmächtigt werde, die Auszahlung 
der Werbegelder sogleich nach der Ratification des Vertrags, deren Termin 
so kurz wie möglich gestellt werde, zu versprechen, die der Subsidien so- 
fort nach Ausbruch eines Krieges gegen den Staat, wenn derselbe auch 
vor der Ratification stattfindet, oder wenn der Kurfürst nicht vorher brechen 
will, 6 Wochen oder einen Monat nach der Ratification*). — Orsoy soll 
geräumt werden, wenn der Kurfürst selbst oder ein kurfürstlicher General 
mit Truppen ins Clevische kommt; die anderen Städte nur, wenn beide 
Theile es nicht mehr für nöthig halten. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 7. Febr. 1672. 

[Beratbnngen über die Allianz im geheimen Rath. Getheilte Meinungen. Grosse 

Geldfordemngen sind zu erwarten. Wegen der Yoraussichtlichen Verspätung der bran- 

denburgiscben Hilfe die Republik auf sich selbst angewiesen. Die Landgräfin von 

Hessen. Orsoy gegen Ruhrort und Duisburg zu vertauscbcD.] 

Die beiden Entwürfe (einer Defensivallianz und eines Assistenz Vertrags) 7. Febr. 
kann er noch nicht übersenden, da sie wegen der neuen Erkrankung des 
Kurfürsten am Podagra noch nicht vollständig berathen worden sind. 

Soo veel ick uijt eenige Ministers verstae, hebben de voorsz. twee 
concepten in den Curf. geheymen Raedt gisteren ende eergigteren op 
het tapijt geweest, ende waren daer over serieuse deliberatien pro et 
contra gevallen ende veele van opiniC; dat soodaenige onderhandelinge 
bij den Heere Curfurst niet conde worden ondernomen als met groot 
gevaer ende met sijne Landen van Cleve, Marck, Ravensbergh ende 
Minden in perijcquel te stellen» gelijck ick tot meermaelen hebbe ge- 
schreeven, die aenstondts souden werden geruineert, sulcx dat ick te 
gemoet sie, dat men ontrent het onderhoudt van des beeren Curfursten 
militie groote demandes sal doen'), soo ten opsichte van de aenrits- 



^) Bis hierher wird die Resolution am 8. Febr. von der Generalität angenom- 
men und Amerongen zugeschickt. 

') Amerongen sagt in einem an demselben Tag geschriebenen, aber nicht ab- 
geschickten Brief an den Griffier: «Het soude connen wesen, dat men de goede in- 
tentie van 8. C. D., die bij voor desen heeft getesmoigneert , misschien hier door 
loeckt tegen te gaen, omme soo indirectelijck tot een contrarie ooghmerk te coomen, 
het welcke men, siende desselfs groote genegentheijt, directelijck niet heeft connen 



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222 ^^' ^^ Allianz von 1672. 

gelderen, die sij meer dan de helft grooter eijschen, uijt oorsaecke 
dat de France en andere het meeste volck wegh hebben ende nogh 
daeghlijcx 60 Rd. en meer voor man en peerdt uijüoven, als ooek het 
secours, waer in, soo geseijdt werdt, dat H. H. M. twee ende sij een 
derde part souden betaelen, dogh wat daer van is, suUen de schryfte- 
lijcke annotatien uijtwijsen. 

Ausserdem ist noch zu bedeuken, dass es bis zum Absehlass des Ver- 
trags gewiss noch zwei Monate und bis zur Vollendung der Werbungen 
dann noch vier Monate dauert. 

Derhalven ick als nogh onder ootmoedige correctie vermeene, dat 
H. H. M. naest Godt vooreerst sich op niemandt als op haer eygen 
macht ende militie hebben te verlaeten, dewelcke, soo die uiet in tijdts 
werdt geworven ende by den anderen gebracht, selfs met meerder 
aental (ten opsichte van het gene door het voorverhaelde bij deesen 
Heere Curfurst ende andere princen door trainissement ofte anders 
soude mögen ontstaen) als voor deesen is geprojecteert, soo soude den 
Staet groote ongelegentheijdt daer uijt counen overkomen, dat Godt 
verhoede. 

Man hat ihn gefragt, ob die Staaten nicht auch die liandgräfin von 
Hessen-Cassel *) als reformirtc Fürstin einladen wollten, mit in die Partei 
zu treten, was man hier gern sehen werde und auch für nothwendig erachte. 

Men heeft hier seecker advis, dat de Francen Roeroort ende Duijs- 
burgh sijnde twee seer advantagieuse plaetsen bij ende op den Rhijn 
hebben laeten besichtigen; ende meen ick, soo H. H. M. bij eschange 
van Orsoij ofte yets anders beijde die plaetsen met hare militie wil- 
den doen besetten ende de eerste doen fortificeren, dat den beere 
Curfurst sich in alle redelickheijdt daer over soude laeten vinden. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 8. Febr. 1672. 

[Dank ffir des Kurfürsten Vermittlungsversuche. Interesse desselben an der Verhinde- 
rung eines Kriegs am Rhein. Ungehöriges Benehmen des Kurfürsten von Cöln. Die 
Gelder werden den Alliirten prompt bezahlt werden.] 

8. Febr. Auf Bericht der Deputirten für die Sachen der Tripleallianz über Ame- 

rongeu's Schreiben vom 19. Januar ist beschlossen, denselben zu beauftra- 
gen, dem Kurfürsten für seine Vermittlungsversuche bei Frankreich, Cöln 
und Münster zu danken. 

Dat wijders aen den gem. Heere van Amerongen sal werden 
bekent gemaect, dat H. H. M. soo wel de wapenen van den Coning 



doen, maer hem, H. Churfurst, nu willen doen gelooven, dat de constitntie van tijden 
en saecken H. H. M. soude necessiteeren» sodanige swaere conditien aen te gaen." 

^) Hedwig Sophie, jüngere Schwester des Kurfürsten, 1649 mit Landgraf 
Wilhelm VI. yerm&hlt, seit 1663 Wittwe und Regentin. 



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Beschwerden der Staaten über Mfinster und Cöln. 223 

van Vranckrijck als de quade meii6es ende desseijnen van de Heeren 
Churfurst van Cöln ende Bischop van Münster jegenwoordigh immers 
soo seer apprehenderen, als deselve die hier bevorens geapprehendeert 
hebben gehadt, ende dat hij Heer vanAmerongen opde bequaemste 
maniere aen S. C. D. sal repi-esenteren het intrest, dat deselve by voort- 
gang van eene rupture ende hostiliteijt teu aensien van sijne Landen 
aen H, H. M. frontieren grensende is hebbende, ende de ongemacken, 
in dewelke sijne Ingesetenen onvermijdelijck suUen werden ingewickelt, 
ende wel particulierlijek; Indien eenen swaren oorlogh, daer toe sigh 
alle apparentien schijnen te schicken, aldaer comt aenge vangen te wer- 
den, ofte dat eenige andere uijth^emsche machten haer in deselve 
Nabuijrschap comen ter neder te setten. Dat H. H. M. de conduitte 
ende de proceduijren van de hooghgem. Heeren Churfurst van Cöln 
ende Bisschop van Münster, hare Landen ende stercten aen een over- 
groot getal van Militie van den hoochstged. Coning van Vranckrijck 
inruijmende ende die aldaer logereude, des te vremder voorcomt, niet 
alleen om dat de vöorsz. Militie buijten eenich consent van den Keijser 
ende het Rijck aldaer gebracht ende openbaerlijck voorgegeven wert, 
dat deselve sal dienen om H. H. M. aentetasten, maer oock ora dat 
de hoochgem. Heeren Churfurst ende Bisschop van Münster ten alder- 
uijttersten hebbende geurgeert ende geinsteert, dat het weijnich aental 
van Crijchsvolck, dat H. H. M. binnen de Stadt Cöln met consent en 
goetvinden van den Keijser ende op het versoeck van de Heeren Bur- 
gemeesteren ende Baat derselver Stadt hadden gedaen werven ende 
tot puijre ende blote defensie van de voorsz. Stadt alleen tegens on- 
rechtmatige feijtelijcke proceduren aldaer hadden laten verblijven, uijt 
de voorsz. Stadt soude moeten werden gedeslogeert, daerinne sijn ge- 
secondeert geworden door de andere Heeren Churfursten ende Stenden 
van het Rijck ende particulierlijck van de Westphalische Creijtz ende 
het vertreck van de voorsz. Soldaten oock hebben geobtineert *), Sonder- 
ling daer den hoochged. Heere Churfurst voorgegeven hebbende, dat 
S. C. D. de voorsz. Ti-ouppes alleen tot sijne defensie hadde versocht 
tegens de aggressie, die deselve van de wapenen van desen Staat 
seijde te vresen, H. H. M. dienaengaende niet alleen aen de Ministers 
van den Keijser alhier in den Hage, maer aen S. Keijs. Majt selflFs, 
den Heere Churfurst van Mentz ende de Heeren Gedeputeerden van 
de Heeren Churfursten, Fürsten ende Stenden van het Roomse Rijck 
tot Regensborgh vergadert, rondelijck hebben verclaert, dat deselve 
noijt eenige gedachten hebben gehadt, om den hoochgem. Heere Chur- 

») Vgl. oben p. 2oö u. 



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224 ^^- ^^« Allianz Ton 1672. 

fürst van Cöln, desselflfs Landen ende Luijden, ofte oock ijemant van 
de beere Churfursten, Fürsten ende Stenden des Rijcx ofte oock ijemant 
anders te beledigen, veel min met de wapenen aen te tasten, maer 
haer solemnelijck ende ter goeder trouwe verbonden hebben, alle 
goede eenicbeijdt ende correspondentie met het geheele Roomse Rijck 
ende alle Leden van dien soo in het generael als in het particulier 
te onderhouden, mits dat deselve eenicheijdt ende goede corresponden- 
tie tegens haer ende hare Ingesetenen van gelijcke werde geobserveert*), 

Amerongen soll also den Kurfürsten um seine Mitwirkung ersuchen, 
dass der Kurfürst von Cöln die fremden Truppen von seinem Gebiet entfernt. 

Dat wijder den gem. Heere van Amerongen sal werden bekent 
gemaect, dat H. H. M. op den 4. deses tot conclusie hebben gebracht 
de bewuste wervinge te Lande ende equipage te water, mitsgaders 
het furnissement van de penningen aen de Geallieerdens van desen 
Staat ende namentlijck aen den hoochgem. Heere Churfurst bij voort- 
gangh der voorsz. AUiantie te beloven, ende dat mitsdien deselve pen- 
ningen promptelijck alhier in den Hage sullen cunnen werden getelt 
ende geen moeijte gedaen sal behoeven te werden, om die uijt de re- 
spective Provincien te gaen halen. Dat wijders H. H. M. verstaen 
ende hij beere van Amerongen in derselver name den hoochged. 
Heere Churfurst sal versekeren, dat H. H. M. bij voortgang van de 
voorsz. AUiantie sodanige securiteijt ende versekeringe, soo ten regarde 
van S. C. D. Charters, Archiven ende Papieren, als ten regarde van 
desselfFs Trouppes tot gemeijne defensie op te been te brengen selffs 
in de Steden ende Plaetsen van baren Staat sullen geven, als S. C. D. 
eenichsints van goede ende getrouwe Geallieerden in rechtmaticheijt 
soude connen begeren. 

Der Griffier G. Fagel an Amerongen. Dat. Haag 8. Febr. 1672. 

(In Chiffern.) 
8. Febr. Die Deputirten für die Sachen der Tripleallianz haben nach einigen 

Verbandlungen einstimmig beschlossen, dass Orsoy geräumt werden solle 
unter der Bedingung, dass die übrigen Besatzungen in den Clevischen Städten 
bleiben und von diesen besoldet werden, bis die General Staaten und der 
Kurfürst oder seine Nachkommen zusammen die völlige Räumung be- 
scbliessen. — Die Deputirten der 6 Provinzen sind mit diesem Vorschlag 
einverstanden gewesen, nur die von Holland nicht, welche die Sache wieder 
an die Staaten von Holland gebracht, wo die Sache viele Schwierigkeiten 
hervorgerufen habe; doch hoflft er auf deren Beilegung. 



*) S. das Schreiben der Generalstaaten an die Reiohsstände vom 25. Jan. 1672 
im Diarium Europaeum XXIV. App. 197. 



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Bereitechftft der in Aussicht gestellten Gelder. Beschleunigung der Werbungen. 225 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 10. Febr. 1672. 

[Vergebliches Andringen 8t. -G^ran's auf kategorische Antwort. Der Kurfürst will 

.seine Zölle und Domänen in Cleve verpfänden, um Geld zu Werbungen zu erhalten. 

Nothwendigkeit, ihm so viel als möglich entgegen zu kommen. Die Gegner der 

Allianz regen sich. Gute Stimmung der Officiere.] 

M. de St. G6ran, die (ick en weete niet door wat middel) ken- 10. Febr. 
nisse bekomen hebbeude van de overgeleverde projecten, heeft deese 
daegen hooge taele daer over gevoert, urgerende op een cathegorijque 
antwoordt, wat S. C. D. in 't reguard van den Koninck syn Meester 
genieent iß te doen of te laeten, dan men heeft hem soo wel als my 
een dilatoire antwordt gegeven. Ende meen ick als noch te können 
verseekeren, dat de genegentheijdt van den Heer Churfurst teenemael 
blyft, omme sich met H. H. M. te voegen, ende waeromtrent hy sich 
mehr soude uijten, soo het geene voorsz. hem sulcx niet en verhin- 
derde. Men bly^ft hier als noch geiutentioneert de weivinghe voort te 
setten, ende omme het selve met de minste ombrage te doen, heeft 
S. C. D. geresolveert ende my selfs in secretesse gecommuniceert, soo 
nochtans dat ick het U W. Ed. soude mögen schrijven, eenighe sijner 
Domainen en Tollen in 't Landt van Cleve voor een körten tijt te 
engageeren ende versetten voor een sonime van 5-600,000 gülden 
Hollandts ende die penningen van den Staet op interest te versoecken, 
onder dat verstant ende die conditie, dat soo haest hy in beeter Po- 
stuur van waepenen was ende den oorlog aangevangen sijnde, sich met 
H. H. M. soude allijeren ende alsdan deselve penningen aan de uijt 
te loven werfgelderen ende subsidien laeten decorteeren jegens in- 
treckiuge van syne gegeveue obligatie, synde het eenigste expedient, 
dat men hier heeft können uijtvinden, om sich aan de eene zijde tot 
noch toe niet genoegsaem gewaepent met sijne Landen voor de vijan- 
den niet bloot te leggen ende aen de andere zijde H. H. M. niet alleen 
te verseekeren van syne goede geneegentheijt, maer oock stantvastighe 
resolutie van met haer casu quo in de partije te treeden; ten welcken 
fine hy dan geresolveert heeft eenighe persoonen secretelyck naer den 
Haegh te senden, omme met die geene, die het incombeert, ten aller 
spoedigsten daer over te handelen, ende waertoe haer ample pouvoirs 
werden medegegeven. 

Ick wil niet twijflFelen, off men sal naer uijtterste vermögen den 
Heer Churfurst daerin soo verre te gemoet gaen, als eenigsints moge- 
lijk, dewijl syn intentie goedt is, gelijk hij mij iterativelijck heeft 
verseekert. Ofte anders moet ick al weer seggen als voorheen onder 
oijtmoedighe correctie, dat soo den Staet daertoe niet en believe te 

Mater, cur Gesch. d. Gr. Kurrörslen. 111. 15 



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226 IV. Die Allianz von 1672. 

resolveren, sij van alle de geprojeeteerde alliantien mijus erachtens 
niets hebben te hoopen ende men misschijn sal afwachten, omme te 
sien, wat fortuijn H. H. M. waepenen sullen hebben, ende waerom ick 
als noch meene, dat sij op niemand! naest Godt als haer eijgen macht 
hebben te trouwen. De siechte advisen van dat alles in de regeeringhe 
Stil staet, doet den ijver, die ick hier in den beginne bij veelen hebbe 
gevonden, uijtgenomen den Heer Churfurst, verflauwen ende, die den 
Staet niet wel meijnen, groote courage scheppen, van dat die in kör- 
ten sal werden geruineert, dat Godt verhoede. Veele brave OfScieren, 
800 S. C. D. quam neutral te verblijven, souden sijn verloflf versoecken, 
omme den Staet haeren dienst te mögen aenbieden, ende dat uijt ijver 
van de religie ende haet tegens de France Natie, waeronder eenighe pre- 
senteeren Regimenten van 1000 en mehr mannen in 't Landt te brengen*). 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 
Dat. 13. Febr. 1672. 

[Abschluss einer Defensiyallianz. Erbieten ein Heer von 22,000 M. zur Hftlfte zu 
Unterbalten und 540,000 fl. Werbegeldor zu bezahlen. Oberbefehl. Eid. Zeit der 
Action. AuBtausoh von Orsoy gegen Duisburg. Vernichtung der Hoefyserschen 

Schuld. Qennepcr Zoll.] 

13. Febr. Nach Bericht des Rathspensionärs über „de consideratien ende 't advis*^ 

der Deputirten der General Staaten betr. den Brief Amerongen's vom 
7. Febr. ist beschlossen, bei der Generalität zu beantragen: 

Amerongen soll ermächtigt werden, mit dem Kurfürsten von Bran- 
denburg eine Allianz zu gegenseitiger Vertheidigung abzuschliessen unter 
folgenden Bedingungen: 

1. Die Staaten verpflichten sich, des Kurfürsten rheinische und west- 
fälische sowie die Ostseelande zu vertheidigen. 

2. Der Kurfürst dagegen wird den Staat im Fall eines Angriflfs mit min- 
destens 12,000 M. zu Hülfe kommen, für die Subsidien gezahlt werden sollen. 

3. Für die 2000 M. zu Fuss, die er nach der Allianz vom Febr. 1666, 
und die 400 M. zu Fuss und 1200 M. zu Pferde, die er nach der Quadruple- 
allianz bis zum 25. Oct. 1672 stellen muss, erhält er keine Subsidien. 

4. Ausserdem soll der Kurfürst für dieses Jahr aufs Schleunigste eine 
Armee von 22,000 M. (14,000 z. F. u. 8000 z. Pf.) werben, so dass die ganze 
Armee bis zum 25. Oct. aus 25,600 M., nach demselben aus 24,000 M. besteht. 

5. Ende sal S. C. D. mede van nu äff aen sonder eenigh uijt- 
stel sijne Trouppes, dewelcke hij albereijds bij den anderen heeft, naer 
sijne hertoghdommen van CleeflF ende Minden, mitsgaders sijne graeif- 
schappen van der Marck ende Ravensbergh doen niarcheren, om aldaer 
gelogeert ende geinquartieert te werden. 



») Vgl. Basnagc 11. 200. 



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Vertragsentwurf der Staaten. 227 

6. Sobald die Truppen geworben sind, sollen sie gemustert und vom 
Tag der Musterung ab zur Hälfte vom Staat, zur Hälfte vom Kurfürsten 
bezahlt und unterhalten werden. 

7. Om de resterende paerden en Mannen jte voet ten getaele van 
22,000 boven de voorsz. belooiSFde secourssen oock paraet te doen wer- 
den ende bij een te brengen, als andere oncosten daer ontrent val- 
lende, suUen H. H. M. aenstonts nae de ratificatie deses binnen Am- 
sterdam in baeren gelde fourneren ende opbrengen een somme van 
216,000 rijcxd. off 540,000 fl. HoUants gelt, als genomen 40 Rd. tot 
aenritsgelt voor ijder mijter ende 8 Rd. voor ijder voetkneght over 
het getal van 4000 ruijteren ende 7000 voetknechten, die tot laste van 
H. H. M. komen moeten, voor welcke somme S. C. D. sigh dan oock 
obligeert de voorsz. armee wel gemonteert ende wel gewapent bij een 
te brengen. 

8. Oock neemt S. C. D. aen, de wei-vinge soodanig voort te set- 
ten, dat de voorsz. resterende paerden ende voetknechten off Dragon- 
ders binnen den tijt van t\vee Maenden naer uijttellinge van de voorsz. 
gelderen off eerder, soo 't doenlijck is, effective compleet sullen zijn. — 

Art. 9 wie Art. 8 im Vertrag van uader Conjunctie dat. Cleve 16. Febr. 
1666. Aitzema V. 1000. 

10. Ende sal S. C. D. voor de geseijde Trouppes van 11,000 
mannen tot soldije ter maendt trecken ter plaetse voorsz. noch een 
somme van 65,058 rijcxd. 47 st. 6 d. off 162,647 fl. 7 st. 6 d. Holl. 
gelt off volgens d' ordre ende betaelinge van H. H. M. nae proportie 
soo veel min, als bij de successive monsteringen minder getal van paer- 
den ende voetknechten off Dragonders soude mögen bevonden v^^erden. 

Art. 11 wie Art. 10 im Vertrag von 1666. 

12. Die Truppen sollen jedenfalls zusammenbleiben und zur Hälfte 
von den Staaten bezahlt werden vier Monate lang vom Tage der Muste- 
nmg ab, wenn auch der Friede vor Ablauf dieser vier Monate geschlossen 
wird. Kommt er erst nach dem dritten oder im vierten Monat zu Stande, 
so wollen sie im Ganzen fünf Monate Subsidien bezahlen. 

Kann dieser Artikel dem Kurfürsten nicht „smaeckelyck" gemacht wer- 
den, so sollen für vier: sechs Monate gesetzt, doch, wird der Friede vor 
Ablauf derselben geschlossen, die Subsidien nur noch einen Monat nach 
dessen Abschluss bezahlt werden. 

13. Wenn nach Ablauf der vier resp. sechs Monate der Krieg noch 
nicht beendigt ist, so wollen die Staaten noch einmal für vier resp. sechs 
Monate bezahlen; wenn auch dann noch nicht, so soll über die fernere 
Stellung der 24,000 M. von Neuem verhandelt werden. 

Art. lö u. 16 wie Art. 15 im Vertrag von 1666. 

17. Von den kurfürstlichen Truppen sollen, wie schon 1666 bestimmt 
worden ist, nur diejenigen den General Staaten den Eid leisten, die auf dem 

15* 



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228 ^^' ^^® Allianz von 1672. 

Territorium der Republik verwendet werden und agiren, wie andererseits 
auch diejenigen staatisehen Truppen, die' etwa auf kurfürstlichem Territo- 
rium agiren sollten, dem Kurfürsten den Eid leisten sollen. 

18. Auch der Oberbefehl über die Armee soll so regulirt werden wie 
im Art. 17 des Vertrags von 1666. 

Art. 19—21 wie im Vertrag von 1666. 

22. Voorts is geconditionneert ende affgesproocken, dat S. C. D. 
aenstonts naer dat de voorsz. subsidien suUen sijn ingegaen, tegens 
den geenen, die H. H. M. soude mögen komen te attacqueren, los sal 
breecken ende ageren met de voorsz. arinäe ofte met die alsdan daer 
van bij der handt hebbende Troupes ende die van tijt tot tijt noch 
tot suppletie daer bij sullen geworven v^orden. 

Art. 23 wie im Vertrag von 1666. 

24. Ende gelijck het ooghmerck van dese Lightinge van Trou- 
pen ende van de boven geconcerteerde articulen alleen daerbeenen 
gaet, om de wederzijds Staeten, Landen, Luijden, Steden ende Sterck- 
ten tegens alle geweit te protegeren ende maintineren, soo is wel ex- 
presselijck bij desen oock versproocken ende geconvenieert, dat daer 
door geensints sal vs^erden gesticht ofte oock aenleij dinge gegeven, veel 
min werden geforaenteert eenigh oorlogh, verwijderinge, offensie, hin- 
der oflF schaeden, 't zij in de geunieerde provincien ofte buijten de- 
selve, bijsonderlijck mede in 't Roomsche Rijck ende de Westphaelsche 
ende Nedersaxische kreijtzen tegens eenige Vorsteu, Princen ofte Steu- 
den buijten die geene, die H. H. M. .oflF S. C. D. souden komen te 
attacqueren, ende derselver adhaerenten^). 

Dat den gem. Hr van Amerongen bij voortgangh van het voorsz. 
Traetaet aen den hoochgem. Heere Churfurst noch sal mögen belooven 
de evacuatie ende restitutie van de Stadt ende het Casteel van Orsoij^ 
soo wanneer S. C. D. off selffs in persoon off andersints desselffs ge- 
nerael in het Landt van Cleeff met sijn Trouppes sal zijn gecomen, 
soo nochtans dat daernevens mede geconditioneert ende vastgestelt 
werde : 

Dat het H. H. M. vrij sal staen, tot haeren costen ende sonder eenige 
last van S. C. D. te mögen fortificeren ende besetten de plaetsen van 
Roeroort ende Duijsburch'), ende dat voorts dieselve plaetsen (in cas 
van fortificatie ende derselver besettinge in manieren vooren verhaelt) 



^) Vgl. das Schreiben der Generalstaaten an den Regensburger Reichstag vom 
25. Jan. im Diarium Europaeum XXIV. App. p. 197. 

^) S. Amerongen*s Schreiben vom 7. Febr. oben p. 222. 



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Aeusserste Zageständuisse der Staaten. 229 

mitsgaders alle de verdere steden ende plaetgen, die H. H. M. jegen- 
woordigh in den Laude van Cleeff beset houden, in dereelver besettinge 
sollen blijven, tot dat H. H. M. ende S. C. D. oS desselflFs naecome- 
lingen gesaraentlijck niet langer noodigh suUen achten daerinne te con- 
tinueren. 

Die staatischen Garnisonen sollen aber der Landeshoheit des Kurfür- 
sten keinen Eintrag thnn und den Rechten desselben durch die Besetzung 
der Städte nicht präjudicirt werden. 

Dat wijders den gem. beere van Amero'ngen mede sal werden 
gequalificeert, soo als hij gequalificeert wordt bij desen, omme van 
gelijcken bij voortgangh van het voorsz. Tractaet te mögen mortifice- 
ren ende vernietigen ;de pretensien, die H. H. M. ten laste van den 
hoochgemelten Heere Churfurst hebbende zijn ter saecke van de alsoo 
genoemde Hoeffijsersche schuldt: Des dat aen de zijde van den 
boochged. Heere Churfurst van gelijcke werden gemortificeert de pre- 
tensien bij S. C. D. ten laste van H. H. M. gemoveert, ende sulcx alles 
't gunt ten wederzijde bij H. H. M. ter eenre ende S. C. D. ter andere 
zijde voor den grooten raet tot Mechelen is gevordert ende gepreten- 
deert ende naementlijck mede het different over den Tholl ende het 
Licent tot Gennep geheven werdende, des dat hij hr van Amerongen 
voor de voorsz. renunciatie van alle reght ende pretensie op den voorsz. 
Tholl ende Licent aen S. C. D. sal mögen belooven de somme j^an 
50,000 fl. eens, sonder evenwel de saecke te accrocheren aen de selve 
renuntiatie van de voorsz. pretensie van de voorsz. Tholl ende Licent, 
voor soo veel den opheflf van dien voor den toecomenden tijt soude 
mögen werden gepretendeert, des dan oock niet uijtloovende de voorsz. 
50,000 gülden. 

Ende sal den gemelten Heere vanAmerongen daemevens bekent 
werden gemaeckt, dat H. H. M. haer bij 't gunt voorsz. is, soo 
verre hebben geelargeert, als van haer eenighsints in re- 
delijckheijt soude können werden geverght ofte verwacht, 
ende dat dienvolgende hij Heere van Amerongen alle meest kraghtige 
debvoiren sal aenwenden, omme de saecke daer op tot conclusie te 
brengen hoe eerder soo liever, den tijt van de ratificatie soo kort ne- 
mende als eenigsints doenlijck sal zijn. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 14. Febr. 1672. 

Die Resolution der Staaten von Holland vom 13. Febr. wird ohne Ver- 14. Febr. 
änderung acceptirt. 



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230 ^- ^^® Alliane von 1672. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 14. Febr. 1672. 

14. Febr. Schickt das Project einer engeren Allianz und die Artikel van de mu- 

tuele assistentie *) , die er neulich den brandenburgischen Käthen übergeben 
und worauf man ihm bisher nicht geantwortet hatte. Man verlässt sich hier 
darauf, dass man die darin genannte Summe Werbegelder als Anleihe er- 
halten und damit sofort Werbungen werde beginnen können. Man müsse dar- 
über im Haag baldigst ßeschluss fassen. — • Was er ihm am 19. u. 27. Jan. 
als Geheimniss geschrieben, ist mit der jüngsten Post wieder hierher gemel- 
det worden, worüber man ihn mit Vorwürfen sehr bedränge. 



'Der Griffier an Amerongen. Dat. Haag 15. Febr. 1672. 

(In ChiflFem.) 

15. Febr. Die Verhandlungen Brasser's bei den Herzogen von Braunschweig- 

Lüneburg haben guten Erfolg. Dieselben sind der guten Sache günstig 
gesinnt und nehmen viel Rücksicht auf Brandenburg. Schweden soll an 
Frankreich Neutralität gelobt haben ; er glaubt es aber nicht, da es so ganz 
gegen Schwedens Interesse ist. Auch Englands Interesse ist es nicht, 
Frankreich grösser zu sehen; der wahre Vortheil wird eine durch Beste- 
chung verursachte Hinneigung zu Frankreich schon überwiegen, besonders 
wenn das Geld zu fliessen aufhört. So scheint Frankreich auswärts wenig 
Hilfe zu. finden*). — Mit Spanien hat die Republik einen Assistenzvertrag 
geschlossen'), und es ist Hoffnung vorhanden, dass es mit dem Kaiser auch 
geschehen wird. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 15. Febr. 1672. 

15. Febr. Nach Anhörung des Berichtes des Finanzausschusses über die Einla- 

dung der General Staaten als Pathen zur Taufe eines jungen Prinzen durch 
den Kurfürsten von Brandenburg, dat. Cöln a. S. ^J; J>bV. > ist beschlossen, 
die Einladung anzunehmen, diß Theilnahme Amerongen*s an derselben 
als ihr Stellvertreter zu billigen und dem Prinzen als Pathengeschenk eine 
Leibrente von 4000 fl. jährlich und Goldtassen und Dosen im Werth von 
12,000 fl. zu schenken*). 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 17. Febr. 1672. 

17. Febr. Hier ist seit seinem letzten Brief nichts Neues passirt; man wartet auf 

den Bescheid der General Staaten auf die jüngsten Forderungen. Auf Ver- 
anlassung des Herrn Brasser in Brauuschweig hat er den Kurfürst be- 



«) 8. oben p. 219 n. I. 

^) Die Berichte BoreeT 8 aus London hatten diese ganz irrthümliche Auffassung 
hervorgerufen. S. de Jonge, Yerhandelingen cn onuitgeg. stukkcn I. 281. 
») Am 17. Dec. 1671. 
*) Die Taufe des Prinzen (Albert Friedrieb) fand am 14. Febr. Statt. 



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Die Herzoge von Lüneburg. Qute GeainnuDg und Bedeutung des Kurfürsten. 231 

wogen^ den Herrn C an st ein zum zweiten Mal nach Brannschweig zu sen- 
den, um mit den Herzogen von Celle und Wolfenbüttel über gemeinsame 
Schritte zn verhandeln. Der Kurfürst erwartet auch den Herzog von Celle 
auf einem seiner Lustschlösser bei Berlin zu einer Unterredung. — Man ist 
hier sehr gut gesinnt für das gemeine Beste, besser als in Schweden, Dä- 
nemark und Braunschweig. 

Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Berlin 
17. Febr. 1672. 

{Ausbleiben der Antwort von den Generalstaaten. Gute Intentionen des Kurfürsten. 

Bedeutung desselben. Seine guten Freunde am kurfürstlichen Hof. Theilnahme des 

Kurfürsten an der Sache des Prinzen.] 

Er erwartet mit Uugeduld Antwort der Staaten auf seine wiederholten 17. Febr. 
Briefe. 

En raeijn ick U Ht te können versekeren, dat de genegentheyt 
van den Heer Churfurst seer goet is, maer dat uijt defect van gele- 
gentheijt hij voor als noch moet teniporiseeren, dewelcke sog die bij 
H. H. M. met een vigoureuse resolutie en prompt foumissement werd 
te gemoet gegaen, soo twijffele ick niet, off men sal [den Heer Chur- 
furst binnen weijnich maenden in sodanigen postuur van wapenen sien, 
dat hij niet sal hesiteeren, ora ten besten van 't gemeijn sijne goede 
meeninge aen de werelt bekent te maken, ende waer omtrent hij mij 
dikwils de eer doet sijne intriensijcque gedachten te communiceeren. 
U Rt suUen naer haer hooge wijsheijt connen considereren, wat den 
Staet aen de conservatie van desen Churfurst (sijnde de considerabelste 
Prins in 't rijck van de religie en met dewelcke H. H. M. soo veele 
gemeene interesten hebben en waerop bij dese conjuncture van tijden 
en saecken de Hartogen van Bronswijck, oock Mevrouw de Lantgra- 
vinne van Hessen Cassel grootelix reflecteert) gelegen is, die ick dan 
hoope en bidde, dat met sijn groot en vermögend credijt in de regee- 
ringe daerop behoorlijck believe reguard te neemen en helpen besor- 
gen, dat doch sonder dilaij salutaire resolutien mögen werden ter neder 
gesteh, op dat den Staet de goede genegentheyt en volcomene dis- 
positie van den Heer Churfurst, die hij mij noch gisteren iterativelijck 
heeft gecontesteert, mach conserveeren. Ick hebbe 't geluck, doch buij- 
ten meriten, dat den Heer Churfurst en Mevrouw de Churfiirstinne, 
800 ick mij imagineere, mij ofschoon een vreemdeling wel niogen 
lijden en geerne hooren spreecken, ende hebbe dat voor het meeren- 
deel te defereeren aen mijne goede bekende vrunden, die ick hier 
hebbe gevonden, onder dewelcke geen van de mintste is den Heer 
Baron van Pelnitz, die neffens mij H, H. M, Interessen alhier aen 



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232 ^^- ^^® AUiane von 1672. 

't hoflf supporteert, en gelijck U Ht weet, 's morgens en 's avonds acces 
bij den Heer Churfurst heeft, het welcke in desen tijt al een groote 
erkentenisse is ende waer voor ick hem in den naem van den Staet 
seer verobligeert ben. De Heeren Generael Majoors Eller en Spaan 
hebben mij niet minder diensteu gedaen geduurende haer verblijflf aen 
dit hoflf. Den laetsten is heden van hier naer Neerlant vertrocken en 
heeft ordre, U Ht de banden te koomen küssen en saecken van im- 
portantie toe te brengen*). 

Ick verlange seer te mögen verstaen, wat uijtslagh de bewuste 
saeck van U Ht') mach hebben genomen, hebbende de eere gehadt van 
met den Heer Churfurst diverse maelen daer over te spreecken, de- 
welcke de conduite bij U Ht tot noch toe daer in gehouden t' eene- 
mael approbeert. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 21. Febr. 1672. 

[Empfang der Briefe vom 8. Febr. lu Cöln nichts auszurichten. Der Kurfürst bleibt 
hinsichtlich der Werbegelder bei der frühereu Absicht. Zusammenkunft mit den Her- 
zogen von Celle und Wolfenbüttel.] 

21. Febr. . Hat die Resolutionen und das Schreiben FageTs vom 8. Febr. erhal- 
ten. Er hat die ersteren dem Kurfürsten mitgetheilt, namentlich den Dank 
für die Vermittlungsgesiiche und die Bitte um Verwendung beim Kurfürsten 
von Cöln ausgerichtet. 

Het was S. C. D. gevallich de erkentenisse, die H. H. M. hem 
over de twee eerste pointen beliefden te laeten doen, replicerende op 
het derde, dat hij vertrouwde dat den Curfurst van Ceulen deese uijre 
in geen staet en was, of schoon hij daer toe wäre geresolveert, het 
selve te können effectueren, dewijl de Francen van sijn Landt en 
Sterckten albereijdts absolut Meester waeren ende oock geseijdt wierdt, 
dat hij Curfurst sich in een Clooster soude retireren ende den BisJehop 
van Ötraesburgh Curfurst weesen ende Prins Willem van Fursten- 
bergh Coadjutor van Munster werden, waer van men den Bisschop van 
Paterborn weder soude ontsetten, sulcx dat soodaenige tentamina te 
vergeefs souden weesen. Wat de derde resolutie betrefte nopende het 
uijtloven van de werff ende subsidie gelder^), daer op seijde S. C. D., 
dat hij omnie de redenen in den mijnen van den 10. deeses ende de 
daer aenvolgeude vermelt soude afwachten, wat H. H. M. daer op be- 
liefden te resolveren, ende dat hij als nogh gemeijnt was, den inhoudt 

^) Wurde nach dem Haag geschickt, um einen Vorschuss auf die Werbegelder 
ausgezahlt zu erhalten und, wenn möglich, eine Anleihe zu negotiiren. 
^) Nämlich seine Ernennung zum GeneralcapiiAn. 
^) S. oben p. 221 die Resol. von Holland v. 6. Febr. und die Anmerkung dazu. 



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Der Kurftirst von Cöln. Werbegelder. Sachsen. 233 

van dien nae te comen, niet twijffelende of souden H. H. M. hem de 
gerequireerde penningen onder conditien aldaer vermelt ten spoedich- 
Bten laeten geworden, om soo haest als raogelijck in de wapenen te 
komen. Veele' officieren van reputatie comen hier dagelijck te hove 
ende versoecken emploij, dewelcke alle aen de handt gehouden werden. 

De bijeencompste tusschen den beere Curfurst ende de hertogen 
van Zell ende Wolfenbuttel staet nogh eerstdaechs te geschieden, heb- 
bende die van Zell nogh deese weeck aen S. C. D. laeten verseecke- 
ren, dat hij in dit gevaerlijcke weesen met denselven in alles sal te 
concert gaen. 

Den Heere Curfurst van Saxen laet ooek eenige regiiuenten wer- 
ven; ende meynt S. C. D. van Brandenburg dat H. H. M. denselven 
gelijck als andere prineen en fursten int rijck haere vreedsame ge- 
dachten ende de apprehensie, die sij nevens het rijck voor de France 
wapenen hebben, benevens een compliment behoorden te laeten be- 
kent maecken, dewijle dien Curfurst geensindts tot de France partije 
schijnt te inclineren; ende was ö. C. D. van gevoelen, dat ick op 
ordre van H. H. M. een keer derwaerts soude connen doen, alsoo 
Dresden van hier niet meer als drie dagen reijsens is, in welcken ge- 
val S. C. D. mij een Edelman soude mede geven ende met sijne brie- 
ven de intentie van H. H. M. in deesen seconderen, ende soude ick 
in thieu a twaelff dagen ten längsten weder hier connen sijn. Soo 
het selve H. H. M. gevallich mochte weesen, sal ick hare ordres ende 
credentialen daer op verwachten*). 



Brasser an den Griffier. Dat. Celle 23. Febr. 1672. 

Der Herzog bleibt noch immer unentschlossen. Der Herr C an stein 23. Febr. 
sucht ihn eifrig auf die staatische Seite herüberzuziehen und hat dem Herzog 
erklärt, dass sein Herr, der Kurfürst, nicht gesinnt sei, sich nach einer Nie- 
derlage der Staaten, ohne das Schwert zu ziehen, nach der Bastille schlep- 
pen zu lassen; dass die Sprache von St.-G6ran nicht viel besseres ver- 
spreche, und dass es bei der Gegenwart und Nachwelt als eine anverzeih- 
liche Schwachheit gelten würde, die Freiheit nicht allein Deutschlands, 
sondern der ganzen Christenheit so ohne Weiteres preiszugeben. Derselbe hat 
übrigens auch erinnert, dass die Generalstaaten ganz unzeitig sparsam mit 
den Subsidienversprechuugen wären. 



*) Amerongen erhielt dieselben am 11. März, die Reise unterblieb aber, weil 
die Verhandlungen mit Brandenburg nicht so bald erledigt werden konnten, als 
Amerongen Anfangs gehofft hatte. 



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234 IV. Die Alliana von 1672. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 24. Febr. 1672. 

24. Febr. Für Geschenke bei der Taufe habe er 1600 fl. ausgegeben. Nun werde 

aber ein von ihm gezogener Wechsel von 5000 fl. nicht honorirt, und er be- 
komme wegen der Weigerung Hollands noch immer kein Geld, so dass er 
in grosser Verlegenheit sei. Es thue ihm leid, dass man seine in einem 
so fernen Lande dem Vaterland geleisteten Dienste so schlecht belohne, 
und wenn man ihm nicht baldigst Geld schicke, so werde er sich genöthigt 
sehen, Berlin sofort zu verlassen und nach Hause zu reisen, da seine Mittel 
es ihm nicht erlaubten, sein eigen Geld ausser Landes zu verzehren. 



Amerongen an den Giiffier. Dat. Berlin 24. Febr. 1672. 

'J4. Febr. Die Resolutionen vom 14. Febr. hat er empfangen und findet den darin 

enthaltenen Allianzentwurf mit dem von ihm übersandten Entwurf bis auf 
kleine Differenzen in der Berechnung übereinstimmend. Er findet es aber 
unbillig, auf Grund der Allianzen von 1666 3600 M. mehr ohne Subsidien 
vom KurfürsteQ zu fordern, ^die sich daer door (nämlich die Allianz) 
Vranckrijck tot soo grooten, ja grooter vijant soude maecken, als H. H. M. 
selfs, geconsidereert den Coninck S. C. D. den vreede, neutraliteijt met gelt 
ende volkoomene verseeckerheijt aenbiet en wil geven.** — Er hat die Re- 
solution gestern dem Kurfürsten mitgetheilt, der ihm wegen anderweiter 
Beschäftigung die Antwort für später zugesagt hat. — Man wird nächstens 
„onder forme van een compliment over de geboorte van de jonge Prin- 
cesse" einen Gesandten nach Wien schicken, um dem Kaiser die der Chri- 
stenheit und dem Reich drohende Gefahr vorzustellen, „ende wat man tot 
afweijringe coniunctis viribus behoorde te doeu, oock dat men sich selfs 
hier ten dien eijnde in postuur van waepenen stelde*'. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 28. Febr. 1672. 

28. Febr. Die Deputirten für die Sachen der Triplealliance (v. Gent, Wer- 

ckendam, de Witt, Stavenisse, v.d.Hoolck, Ysbrandts v.Vierssen, 
Coevorden und Gockinga) werden zur Beschleunigung der Allianzver- 
handlnngen mit Brandenburg und Braunschweig-Lüneburg ermächtigt, diese 
Verhandlungen ohne weitere Rücksprache zu leiten, abzuschliessen etc. Die 
betreffenden Gesandten sind gehalten, ihre geheimen Briefe an den Griffier 
zu richten, welcher sie allein jenen Deputirten mittheilt. ^ 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 28. Febr. 1672. (I.) 

[Conferenz mit den kurfürstlicheD Rfttben. Die Sccretesse. Neutralität des Kurfür- 
sten. Geldforderungen. Schlechter Stand der Dinge. Ungünstige Gerüchte über die 
Lage der Staaten. Deren Ausbeutung durch einige Minister, um die Allianz zu bin- 
dern. Wolfenbüttel. Sendung nach Wien.J 

-8. Febr. Hat in einer Conferenz am 26. Febr. den kurfürstlichen Commissarien 

die Eesolution vom 14. mitgetheilt, in der Meinung, dass sie sich damit 
zufrieden bezeigen würden. 



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Beschwerden über die Indiscretion im Haag. Forderungen des Kurfürsten. 235 

Dan de beeren hebben voor eerst bedencken gehadt en groote 
swaricheijt gemaeekt in naeme des H. Churfurst, sich daer over te 
verclaren, naedemael haer W. Ed. seijden, datier oock niet het aller- 
geringste van importantie in de regeeringe wierd gesecreteert, bij 
welcke occasie deselve mij voorlaesen een extract, dat uijt Hollandt 
uijt een mijner brieven met de jongste post was overgekoraen, ende 
door welcke secreete ontdeckinge bij dese conjuncture verscheijde 
Landen van den Heere Churfurst in perijckel wierden gestelt van ge- 
invadeert te werden. Men seijde mij dan in de uijtterste secretesse, 
dat S. C. D. op de iterative naedere instantien van den Fransschen 
Afgesante hem nu weder hadde laeten aenseggen, dat hij met den 
Coning van Vranckrijck soude blijven neutrael, sonder den tijt te ter- 
mineeren, ende dat hij beere Churfurst insgelijck de neutraliteijt van 
H. H. M. soude versoecken; ende dewijl ick hadde aengehouden op 
den voortgang van de Tractaeten, S. C. D., omme den Staat te hulpe 
te coomen, verclaerde, die te willen bij springen met een armee in 't 
nevensgaende concept*) geexpresseert ende dat onder die couditien 
daer bij ter neder gestelt. Hoe verre die nu discrepeeren van H. H. M. 
intentie, sal men können afnemen. Naer mijne calculatie soude het 
op de eerste vier maenden met het aenritsgelt daer onder gerekent 
importeeren op een masse van 20,000 man circum circa de Öomme van 
623,898 guld. 16 st. : het welcke of ick met veele redenen hebbe geob- 
loqueert en genochsaem de onmogelijckheijt voor den Staat ten re- 
specte van de andere Geallieerden, die naer proportie mede in dier 
voegen soude willen werden gesubvenieert, oogenschijnlijck heb aen- 
gewesen, soo heeft men voor dit mael daer aen niet belieft te defe- 
reeren, maer geseijt, dat den Heere Churfurst in tegendeel de Speesen^ 
tot de voorsz. Armöe van sijne sijde te doen, niet als met de grootste 
extremiteijt uijt sijne arme onderdanen, die noch door de voorgaende 
oorlogen geruijneert bleven, soude connen consequeeren. 

Ick hebbe van tijt tot tijt bevonden, dat zedert mijne missive van 
den 3. Febr., waer op H. H. M., mijns oordeels, naeukeurich hebben 



*) Darin wurde das Hilfscorps des Kurfürsten auf 20,000 M. festgestellt, für die 
die Generalstaaten % des Unterhalts bezahlen sollen, 294,000 Rthlr. an Werbegeldern 
und 109,000 Rthlr. monatlich an Subsidien; drei Monate nach Aussahlung der er- 
steren sollen die Truppen bereit stehen. — Ausserdem verlangten die kurfürstlichen 
R&the Abtretung von Orsoy und Emmerich nach Abschluss des Friedens, sowie Cas- 
sirung der Hoefyserschen Schuld und der Geldrischen Comproraisssache (da aber der 
Kurfürst in der ersteren ein Grosses prtttendiren könne, ausserdem nach dem Frieden 
eine ^Discretion* von 100,000 Rthlr.) und Ueberlassung des Genneper Zolls. Proto- 
coli im Pr. Staatsarchiv. Pufendorf XI. 47. 



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236 ^^' ^^e Allianz von 1672. 

gereflecteert, de goede hoope, die ick hadde van een goed succes 
raijner negociatie, niet en is genielioreert*), apparent onime de diverse 
quaede tijdingeu, die hier van alle kanten inkoomen en voornament- 
lyck uijt Engelant, die men hoogh tot nadeel van den Staat debiteert, 
gelijck men oock eenige dagen herwärts duijsende heeft willen ver- 
wedden, dat de ratificatie op het gemaecte öpaensehe Tractaet') noijt 
soude te voorschijn koomen, jae selfs, naer, dat ick hebbe ordre ge- 
hadt, om het den H. Churfurst bekent te maecken, heeft men sulcx 
noch ßterck genegeert, en dat met de jongste post niet langer kunnende 
staende houden, soo geeft men nu voor en het werd uijt den Haegh 
geschreven, dat de Secourssen daer bij gestipuleert seer gering sijn 
ende dat bij een artijckel daer neder gestelt is, dat de hooge partijen 
niet en verobligeert sijn de een den andere daer mede te assisteeren 
als ses maenden naer de rupture; het welcke bij alle ende voor- 
naemste Ministers gelooft werd, wat schoon ick daer tegen segge, 
doch niet anders als uijt een presumtie van een incongruiteijt, die 
daer in soude resideeren, alsoo mij den inhout des gemelten Tractaets 
onbewust is. Naer het mij schijnt, tracht men die goede intentie van 
ö. C. D. te oflfusqueeren met het groote gevaer, dat hem is aenstaende 
uijt desen apparenten oorlogh, ende die groote onkosten, die hij sal 
hebben te supporteeren boven het verderf van sijne Landen, daer die 
sal coomen te vallen, omme hem door dit middel soo lang buijteu de 
waepenen te houden, tot dat naemaels het armeeren sich van selfs wel 
sal verbieden. Dan de saecken van de werelt sijn soo vicissitudinair, 
dat daer op weijnich staet te maecken is, ende meijn ick (onder oit- 
moedige correctie) als noch, dat H. H. M. naest Godt haer het see- 
ckerste op haer eijgen maght ende wapenen hebben te verlaten. Om- 
trent die de maeckene Alliantie defensive, daer over hebben die opgem. 
Commissarissen noch verscheijde consideratien gemoveert, dan alsoo 
ick daer over naedere explicatie versocht, soo ^wierd mij geantwoort, 
dat sij daerop de sentimeuten van den Heere Churfurst eerst noch 
verder souden inneemeu, H. H. M. suUen uijt het geene voorsz. kun- 
nen afneenien, hoe sich de saecken nu hier op doen, ende daer op 
resolveeren, wat deselve voor den Staat dienstigh oordeelen. 

') Schwerin schreibt an den Herzog v. Croy 4/14. Febr.: Der französische 
Gesandte war sehr allarmirt, weil er glaubte, der Kurfürst htttte sich bereits gegen 
den holländischen Gesandten erklärt; nachdem ihm aber das Gegentheil versichert 
worden, gibt er sich in etwas zufrieden. Dagegen meint der holländische, dass man 
sich bereits milder gegen ihn erklärt, als man jetzt auslegt, und sind also Beide 
nicht sehr zufrieden, v. Orlich II. 47. 

2) Er wurde am 22. Febr. ratificirt. 



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Stocken der VerhoBdlungen. Intriguen am Hof. 237 

Den Heer van Cantsteijn, laetst naer het Zelsche HofiF ver- 
trockeu, is gisteren gereverteert, ende heeft S. C. D. niij geseijt, dat 
die fürst neffens die van Wolflfenbuttel noch stantvastigh bleven per- 
^sisteeren, omnie met hem te willen blijven in een goed verstand; dat 
de gedecreteerde besendinge naer den Keijser sijn voortganck noch 
sal hebben, in voegen ick voor heen hebbe geadviseert. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 28. Febi\ 1672. (II.) 

[Wendang zum Schlechten. Uneinigkeit der Minister. Der Kurfürst und Schwerin. 
Streit desselben mit Derfflingor.] 

Het heeft mij niet wenigh gesurprenneert de antwordt van den 28. Febr. 
Churftirst van Brandenburgh, op het geene ick hem noopeude de Al- 
liantie defensive had overgegeven, daer nochtans ick myn brief van 
den 3. deeses met conimunicatie en nae deselve alvoorens voorgelesen 
te hebben, aen Fagel had laeteu afgaen, gelijck Spaen, die nu appa- 
rent in den Haegh sal syn, wel weet ende daervan kennisse heeft ge- 
hadt. De Ministers hebben groote disputen onder den anderen; de 
eene is Frans ende de andere Hollants, soo geseijd werdt '). Over 
dit subject is der voor ses daegen groot niisverstandt tusschen den 
Churfurst van Brandenburg ende Schwerin geweest, dat seer hoogh 
liep, dan in drij daegen heeft den laetstcn dat gesurmonteert ende 
schijnt nu de vlagge te voeren, ter tijt toe dat weder verändert. Hij 
Schwerin heeft oock een rüde reucoutre met de Veldtmarschalck Dor- 
feling op dat subject gehadt. Ende gelyck haere hooge demandes 
niet sullen koniaen ingewilligt werden, soo sal het van H. H. M. wijs- 
heijd sijn, wat sy omtrent het versoeck van Spaen sullen doen, want 
die H. H. M. niet wel willen, souden gerne sien, dat den Staet dat 



^) Amerongen schreibt an seine Freunde (Beverningk, Schade u. A.) über die 
Persönlichkeiten am Hofe folgendes Nähere (bei Bas nage, Annales des Provinces- 
Unies IL 201): »Le comte de Schwerin gardait le lit et la chambre par prdcau- 
tion. M. Jena disait, qu'il avait la goutte, parce qu'une de ses jarnbes avait ^t^ 
entain^e par un accidcnt imprdvu. M. Canstein s^absentait et faisait le malade h 
sa maisou de campagne. Lorsqu'on parlait du trait^ k' M. Meinders, il couiait 
comme un li^vre poussc^ par une meute de chiens. M. Somnitz avait une grosse ' 
cour de Seigneurs, avec lesquels il jouait, pendant quUl ^tait malade, et faisait de 
gros gains au jeu. L^^lectrice gagnde par rambassadeur de France, voulait que 
IMlecteur son ^poux prtt le parti de Louis.* — Schwerin fügt zu dem Protocoll 
derConferenz v. 26. Febr. (s. o. p. 284) hinzu: »Nach dieserConferenz hat Hr. v. Ame- 
rongen mit uns insgesammt keine Conferenz mehr gehalten, besondern allzeit ent- 
weder selbst mit S. Ch. D. geredet oder durch einige Andere das Werk getrieben.* 



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238 ^' !>»« Allianz von lf?72. 

affsloegh, om Brandenburgh van haer aflP te trecken ende bij Vranck- 
rijck te brengen. Soo veranderen hier de resolutien ä tout moment. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 2. März 1672*). 

[Confereiiz mit Polin itz und Meinders. Die drei PunctOi über die man uneinig ist: 

Subsidien, Werbegelder, Besoldungen der StAbe. Die wirkliche Differenz betrilgt eine 

geringe Summe. Nothwendigkeit eines grossen Heeres.] 

2. Mftrz. Ick hebbe gisteren op ordre van S. C. D. met den Vrijheer van 
Pelnitz ende den beere Raedt Mijners') naerder geconfereert over 
de ingredienten van een mutuele defensie; ende nae dat wij den an- 
deren ontrent de intentie van S. C. D. ende ick mijne ordres bij re- 
solutie van den 14. der voorleede niaendt naerder hadden geelucideert, 
soo heeft het sich bevonden, dat de discrepantien alleen bestaen in 
dese vier hooft pointen: als namentlijcken, dat van de zijde van S. C. 
D. geprojecteert werdt een armöe van 8000 peerden ende 12»000 man 
te voet beneffens haere generale en particuliere regimentsstaflF en prime 
plane, ende dat H. H. M. die souden soldoijeren met drie vijfde parten. 
Ten anderen, dat den inganck van de besoldinge soude aenvangen 
naer uijttellinge der werfgelder, de tvvee eerste maenden voor de helft 
van 't gene IL H. M. in de drie vijfde parten hadden te contribueren, 
ende de derde maendt de drie vijfde parten in 't geheel. Ten derden 
hare generaele ende particuliere regimentsstaf ende prime plane veel 
hooger werdt uijtgedruckt, als waer toe ick niij niet en vinde gelast, 
maer wel om den beere Curfurst aen te bieden het onderhoudt van 
de helft van 22,CXX) man, naraentlijck 4000 peerden ende 7000 man te 
voet, de generale staf nae proportie. 

Den zweiten Puuct betr. ist er instruirt, gleich nach Ratification des 
Vertrags die Auszahlung von 216,000 Ilthlr. au Werbegeldern zu versprechen. 
Üp het derde point nopende den generael staff ende de artillerie vindt 
ick mij bij het 10. art. van de opgemelte resolutie geordent te mögen 
uijtbieden de somme van 8905 rijcxd. 15 st. met de verhooginge nae 
proportie van dat de armee boven de 12,000 man sal weesen, als voorsz. 
is. Ende derwijle de intentie, soo de opgemelte beeren ende ick ver- 
trouwe, van onse beeren principalen daer heen gaet, omme, waer het 
mogelijck, met den anderen in een nader verbintenisse te comen ende 
de middelen voorsz. tot elcanders securiteijt ende behoudenis van 



*) In einem zweiten Schreiben von demselben Datum meldet Amerongen dem 
Griffier, dass er diesen Brief dem Kurfürsten selbst vorgelesen, und derselbe mit dem 
Inhalt einverstanden gewesen sei. 

*) Franz Meinders, seit 1^67 Hof- und Kriegsrath. 



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Differenz zwischen beiden Theilen über die Werbegelder und Sabsidien. 239 

Landt en Luijden bij der handt te neemen, soo hebben wij onvervan- 
ckelijck ende op het behagen van onse Heeren en Meesters bij form van 
voorslach ende project deese hier bij gevoechde articulen ') geminuteert 
ende, soa veel mogelijck is, getracht, uijt te vinden de somme, die de 
eene pretendeert ende de ander genegen is, in cas men sich can verstaen, 
maendtlijck te geven, ende dat op een armöe van 8000 peerden ende 
12,000 man te voet; soo nochtans, dat bij het publicque Traetaet om 
de consequentie bij andere fursten H. H. M. maer souden soldoijeren 
de helft van de voorsz. 20,000 man ende bij een separaet ende secreet 
articul S. C. D. in efFeet bij nae daer uijt consequeren drie vijfde 
parten, ende can dan uijt de balance gesien worden, hoe veel H. H. 
M. min ofte meer in de voorgeroerde 20,000 mau, als in de 22,000, 
waer toe ick mij albereijdts vinde gelast, maendtlijck sullen hebben 
te draegen. Dan gelijck ick mij bij mijne insti\ictie ende de opgem. 
resolutie precise geordent vindC; soo blijve ick daer op insteren, ter 
tijdt toe men mij anders sal beveelen, ende sullen H. H. M. nae haere 



') Nach der Berechnung der kurfürstlichen l^ilthe beliefen sich die Kosten einer 



Armee von 20,000 M. auf monatli 

8,000 M. z. Pf. = 16 Reg, 

1,344 Officicre . 

6,606 Gemeine. 



8,000 M. 



ch: 

= 96 Comp. . . . 80,768 Rthlr. — st. 

. . 27,840 Rthlr. 

. . 46,592 - 



74,432 Rthlr. 



16 Regimentsstabe . . 6,336 



80,768 Rthlr. 

12,000 M. z. F. = 12 Reg. = 120 Comp. . . 53,916 

2,280 Officiere .... 20,520 Rthlr. 
9,720 Gemeine .... 29,160 - 
12 RegimcntsstUbe . . 4,236 - 

53,916 Rthlr. 

Für Verschiedenes 32,000 - — - 

Generalstab 10,000 Rthlr. 

Artillerie 3,000 - 

600 Pferde 9,000 - 

Kriegscasse 10,000 - 



32,000 Rthlr. 



Summa monatlich 166,684 Rthlr. — st. 
Davon '/s ^^n Seiten der Generalstaaten 100,010 - 20 - 
Nach dem Anerbieten jder Generalstaaten vom 14. Febr. 1672 monatlich: 
Für 11,000 M. (7,000 z. F. 4,000 z. Pf.) . . . 70,019 Rthlr. 16 st. 

Generale, Artillerie etc. für 12,000 M 16,325 - 44 - 

86,345 RthlrnÖ"^t: 
Brandenburgische Forderung . . . 100,010 Rthlr. 20 st. 

Staatisches Anerbieten 86,345 • 10 - 

Differenz 13,665 Rthlr. 10 st. 



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240 ^V- ^ie Allianz von 1672. 

hooge wijsheijdt counen afneemen, van wat importantie dat het is, dat 
öij teil eeu oi ten anderen hier over ten spoedichsten resolveren ende 
mij haer vvel gemeijnde iutentie doen bekent maecken; behalven dat 
men hier, om de noodtsaeckelickheijdt van een considerable armee op 
de been te brengen, veel liever die tot 20,000 Combattanten (soo Ruij- 
teren als öoldaeten boven de prime plane van de Ritmeesteren, Ca- 
pitainen ende minder offieieren, die sich nae caiculatie daer over 
souden bevinden te monteren ter nombre van 3684 coppen) soude sien 
geaugmenteert, geconsidereert de Vijanden, die niet uijt eene, maer 
uijt drie machten sullen bestaen, uijtgesondert soodaenige andere po- 
tentaten, welcke sich de Fransen vanteren, dat met haer onder eene 
deecken loggen ende tot nogh toe gecacheert blijven; het geen men 
hier dan vermeijut, dat vrij dapper sijne reflectie meriteert ende S. 
C. D. ende desselfs hooge ministers het werck met de uijterste be- 
commernisse doet insien, geconsidereert men hier de eerste van alle 
de Geallieerden sal weesen (niet tegenstaende wat quaede tijdingeu- 
daer uijt Engelandt oock voortcomen), die den Vijandt het hooft sul- 
len biedeu. 

Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 4-5. März 1672. 

4 — 5. Auf die Anzeige, dass nächstens einige Gesandte des Km-fürsten von 

MÄrz. Brandenburg*) herkommen würden, um zur Beförderung der Allianz zwi- 
schen dem Staat und Brandenburg über eine Geldanleihe gegen Verpfändung 
einiger Städte, Plätze und Domänen im Clevischen zu verhandeln, ist be- 
schlossen, die Deputirten bei der Generalität zu ermächtigen, den Abschluss 
dieser Angelegenheit mögliehst zu befördern. 



1 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 6. März 1672. 

6. März. Der Herr Blas peil ist nach Brüssel geschickt worden. Wenn Herr 

Spaen imHaage mit seinem Auftrage zurechtkommt, so hofft man vor Mai 
schon völlig gerüstet zu sein. Jedenfalls wird der Kurfürst von Brandenburg, 
wenn er auch jetzt einige Schwierigkeiten macht, der erste unter den Bun- 
desgenossen der General Staaten sein, welcher ihnen im Augenblick der Ge- 
fahr zu Hilfe kommt, oligleich hier noch immer eine Partei im Geheimen gegen 
Holland wirkt. Die Drohungen der französischen Minister in Copenhagen 
und Stockholm, dass man dem Kurfürsten Schweden auf den Hals schicken 
werde, bestärken diesen erst recht in seinem Entschluss gegen Prankreich 
aufzutreten. 



^) General v. Spaen und Romswinckel. 



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Der Karfürst zar Allianz fest entschlossen. Hartnäckige Weigerung d. Staaten. 241 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 6. März 1672 *). 

[Unmöglichkeit, über die Resolution vom 14. Febr. hinauszugehen, wegen der Con- 
sequenzen und der kostspieligen Rüstungen des Staats. Eigenes Interesse des Kur- 
fürsten an dem bevorstehenden Krieg. Verzicht auf die Ansprüche, die ihnen die 
Allianzen von 166(} geben. Anerbieten eines Geld Vorschusses.] 

Auf die zwei Schreiben vom 28. Febr. ist Arne ron gen zu antworten: 6. März. 
Dat H. H. M. by derselver resolutie van den 14. van de voorsz. maandt 
haar sog completelick ende satisfactoirlick hebben verclaart, als van 
haar eenichsints soude connen werden gedesireert ende verhoopt, selfs 
op de instantie van S. C. D. die geprojeeteerde arm^e van 16 tot op 
22,000 verhoocbt ende den last der aanritzgelden ende subsidien ver- 
meerdert hebbende, ende dat het H. H. M. mitsdien ten uijttersten 
vremt voorkomt, dat aan de syde van S. C. D. wert voorgeslagen het 
lichten van een armee van 20,000 mannen, daar van H. H. M. drie 
vyfde ende S. C. D. twee vijfde parten soude comen te betalen; dat 
deselve wel genegen syn, dat de arm6e bij hooehged. Heere Churfurst 
op de been te brengen van 22,000 mannen, en ooek indien ö. C. D. 
oordeelt sulx met dienst van het gemeijn te connen geschieden, noch 
lager gcnomen werde, en haar daarinne geerne na desselfs inclinatie 
sullen regulären; maar dat H. H. M. niet connen bevroeden in enige 
redelickheit te consisteren, dat aan deselve gevergt soude werden, 
meer als de helft van de voorsz. militie te onderhouden; want nade- 
maal de voorsz. militie tot het welwesen van het gemeijn ende niet . 
tot particulieren dienst van H. H. M. sal werden geemployeert, ende 
dat deselve niet alleen daar toe aan S. C. D., maar oock tot conser- 
vatie van 't selve welwesen aan andere Princen ende Fürsten voor het 
aannemen van een goet aantal Crychsvolck gelycke subsidien aanbie- 
den ende boven dien allen tot haar eijgene securiteit ende bescher- 
minge, sonder enige contributie off assistentie van gelde van ijemandt 
te genieten, genootdruckt werden op de been te brengen ende te on- 
derhouden een getal van meer als 100,000 mannen te voet en te paart 
ende daarenboven eene extreme sware equipage te water te doen, soo 
soude het niet alleen niet redelick syn, haar, die soo veel voor het 
gemeyn bybrengen, noch meerder te chargeren ende belasten, maar 
oock aan haar t' eenemaal onmogelick sijn, die voorsz. lasten te dra- 
gen, sonderlingh daar de heren Hertogen van Bronswyck en Lunen- 
burg en oock andere Geallieerden van den Staat dienselven voet sou- 



1) Diese und die folgenden sind Beschlüsse des Ausschusses der Generalstaaten 
für die Tripleallianz (s. oben p. 234 Resolution yom 28. Febr.), die aber in das Se- 
creet Register der Resolutionen eingetragen wurden. 

Maler, aur 6«9€lj. d. Gr. Rui-rurs(en. UL 16 



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242 ^^- ^^® Allianz von 1672. 

den comen te volgen; en dat hij Heer van Araerongen mitsdien 
oock aan den hoochged. Heer Churfurst en desselfs Ministers gene 
hope daar toe sal overlaten, alsoo H. H. M. t* eenemaal onmaehtich 
souden sijn, soodanige conditien te kunnen voldoen, ende mitsdien 
daertoe noijt en sullen kunnen resolveren. 

. Dat wel waer is, dat hären Staet jegenwoordieh het meeste wert 
gedreijeht, niaer dat H. H. M. geloven; dat S. C. D. en andere met 
Vranckrijck niet geengageerde well sullen kunnen begrijpen, dat de 
Coningh van Vranckrijck hären Staet aensiende als eene groote hin- 
derpael in sijne desseinen en daeromnie tegens haer geanimeert sijnde 
niet sal naerlaten, maer met te meer vigeur pousseren de executie 
van dien, soo wanneer hij, dat Godt genadelijck verhoede, H. H. M. 
onmaehtich soude mögen hebben gemaeckt, en dat mitsdien S. C. D. 
om sijn eijgeu selffs interest H. H. M. niet en behoort te 
vergen conditien, die aen haer te presteren niet mogelijck 
sijn. Dat H. H. M. wel geloven, dat S. C. D. iugesetcnen de smerte 
van voorgaende oorlogen noch gevoelen, maer dat dieselve smerte ten 
aensien van de Onderdanen van H. H. M. noch soo vers ende soo on- 
langs geleden is, dat de wonde van dien noch niet is geheelt, ende 
dat mitsdien S. C. D. sigh cordatelijck en naer desselfs meenichmael 
betuijchde aflFectie sal expliceren ende aennemen de conditien in de 
voorsz. H. H. M. resolutie van den 14. der voorleden maent gemen- 
tionneert, welckers voldoeninge H. H. M. noch meer als lastich ge- 
noech sal vallen. 

Dat wijders aen den gem. Heere van Amerongen van gelijcken 
sal werden bekent gemaeckt, dat H. H. M. wel kunnen begrijpen, dat 
S. C. D. de secourssen, soo die deselve uijt erachte van de quadruple 
alliantie als uijt erachte van de defensive alliautie te presteren schul- 
dich is, niet en sal behoeven te laten toecomen aen H. H. M., soo 
wanneer S. C. D. selffs soude mögen werden geattacqueert, ende dat 
H. H. M. wel kunnen lijden, dat het selve alsoo werde ter neder ge- 
steh, dewijle deselve van de prestatie der voorsz. Secourssen alleen 
hebben gesproocken op een praesuppoost, dat hären Staet ende niet 
S. C. D. aengetäst soude werden. Ende dat H. H. M. alsnoch ver- 
meijnen, dat die proportie (14,000 M. z. F. und 8000 R.) de beste is, 
ende voor soo veel aengaet de verdere Articulen, die den gem. Heer 
van Amerongen oordeelt, dat in de voorsz. Alliantie souden behoo- 
ven te influeren, dat hij Heere van Amerongen uijt vorige Tracta- 
ten sodanige Articulen daerin sal mögen opstellen ende specialijck het 
art. sprekende van het niet verbogen der Tollen. Dat wijders aen 



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Eigenes Interesse des Kurfürsten an der AllianE. Grösse des Heeres. 243 

den gem. Heer van Amerongen kennisse sal werden gegeven van 
dat H. H. M. genegen sijn aen S. C. D. op 't fondament ende eene 
morale verseeckeringe, dat de Tractaten tusschen haer ende S. C. D. 
BuUen comen te volgen, te doen aentellen een somme van 600,000 fl. 
op goede ende süffisante verseeckeringe ende met conditie, dat deselve 
600,000 fl. tot affslagh sullen strecken aen het gene, dat H. H. M. bij 
de voorsz. Tractaten aen S. C. D. sullen comen te beloven. 

Aiuerongen an den Griffier. Dat. Berlin 9. März 1672. 

Man wünscht hier sehr die Werbungen beginnen zu können und ist 9. MÄrz. 
daher sehr gespannt auf das, was Fürst Moritz von Nassau und Spaen 
im Haag ausrichten. Der Kurfürst hat ihm noch gestern gesagt, dass er 
so mit seinen Officieren accordirt habe, dass, so wie er 5-600,000 fl. erhalte, 
in 6 Wochen das Heer gerüstet werden und im Mai bereit stehen könne. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 11. März 1672*). 

[Zahlang von 7s ^^^ Unterhalts der Truppen nicht zu bewilligen. Geheimhaltung 
des Vertrags unmöglich^ daher ein zu gefUhrliches Präcedens für die übrigen Allianz- 
Verhandlungen des Staats. Der Abschluss der Allianz ist zu beschleunigen. Geld- 
zahlung in Hamburg.] 

Nach Empfang der Schreiben Amerongen's vom 2. März und Be- ll.MArz. 
rieht der Herrn van Gent, RP. de Witt und G. Fagel über ihre Con- 
ferenzen mit den brandenburgischen Gesandten Freiherr von Spaen und 
Romswinckel ist beschlossen: Dat aen den gem. Heer van Arne- . 
rongen sal werden gerescribeert, dat H. H. M. alsnoch, ten aensien 
van de bewuste drie \ijfiFde parten bij haer ende de twee vijflFde par- 
ten bij S. C. D. te dragen tot het werven ende onderhouden van een 
arm^e, persisteren bij der selver resolutie van den sevenden deses om 
de peremptoire redenen daer bij geallegeert, ende dat deselve, ge- 
cbargeert sijnde met soo sware lasten als tot onderhout van de Militie 
te water ende te Lande albereijts bij haer particulierlijck aengenomen 
ende noch aen te nemen sijn gerequireert, niet souden connen belo- 
ven, veel min presteren soo sware subsidien; ende dat sij derhalven 
dat vertrouwen hebben van de goede ende cordate aflFectie van S. C. 
D. tot baren Staat, dat deselve haer niet sal willen drucken met la- 
sten, die niet optebrengen souden sijn, ende haer alsoo onbequaem 
maecken, om tot het gemeijne welwesen naer vereijsch van saken te 
connen contribueren, ende sonderlingh mede, om dat gelijck aen het 
hoff van den hoochgem. Heer Churfurst wel is geremarqueert, de han- 

>) Diese Resolution wurde Spa^n und Romswinckel mitgetheilt, welche sich 
mit ihrem Inhalt einverstanden erklärten. 

16* 



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244 *^- ^>® Allian« ton 1672. 

delinge met S. C, D. aen te vangen ende te sluijten soude strecken 
voor een model ende regel, die de andete geallieerden van H. H. M-, 
met dewelcke sij in onderhandelinge staen, souden willen volgen ende 
daerdoor H. H. M. consequentelijck in onopbrengelijcke lasten inge- 
wickelt souden werden; dat de secretesse van de voorsz. handelinge 
met S. C. D. desen aengaende voorgeslagen van geen vrucht oflf ope- 
ratie sal connen sijn, niet alleen om dat soodanige saecken require- 
rende eene continuele maendtlijcke uijttellinge van gelt bij vervolgh 
niet connen blijven gesecreteert, ende dat, het te maken Tractaet t' 
sijner tijt aen de beeren Staten van de respective provincien bekent 
gemaeckt sullende moeten werden, niet te verhopen oflf te verwachten 
is, dat het selve secreet soude connen hlijven, maer oock om dat albe- 
reijts aen 't hoff van den beer Hertogh van Bronswijck ende Lunen- 
burgh tot Celle eenige kennisse is, dat bij S. C. D. gepretendeert 
wert, dat H. H. M. drie ende S. C. D. twee vijffde parten van de 
voorsz. arm6e souden onderhouden, ende dat S. F. D. oock naer 't 
voorsz. gehandelde met S. C. D. sijne mesures onfeijlbaerlijck sal 
willen nemen, ende dienvolgende dat off met de gem. beeren Herto- 
gen van Brunswijck en Lunenburgh ende andere Princen op gelijcken 
voet getracteert soude moeten werden, tot een soo swaren belastinge 
van H. H. M. dat sij die niet souden connen betalen, off dat de hooch- 
gem. Princen naar het maken van het voorsz. Tractaet in ervaringe 
komende, dat men met HH. FF. DD. anders dan met S. C. D. gehan- 
delt hadde, daerover met reden onbenoecht werden ende in Jalousien 
ende diffidentie met haer Geallieerden vallen souden, tot merckelicken 
ondienstvan 't gemeijne welwesen; ende dat om de voorsz. ende meer 
andere redenen H. H. M. daer toe noijt sullen connen resolveren. 

Nachdem die Staaten durch Resolution vom 28. Februar die Verhand- 
lung mit Brandenburg ihrem Ausschuss übertragen und also das ihrige ge- 
than haben, um sie geheim zu halten, steht dem Abschluss der Allianz auf 
Grund ihrer Resolution vom 14. Febr. nichts mehr im Wege, und Ame- 
rongen wird auch ermächtigt, wenn nicht auf 22,000 M., dann auf 20,000 
und weniger abzuschliessen und apf die Hilfstruppeu, die in den Allianzen 
von 1666 bedungen sind, zu verzichten. 

En dat die voorsz. AUiantie door hem Heere van Amerongen 
ende de Heeren Commissarissen van S. C. D. geteeckent soude con- 
nen werden ende alsoo geteijckent sijnde onder hem Heer van Ame- 
rongen blijven berusten, tot ter tijt ende wijlen toe S. C. D. in staet 
soude sijn, om de conclusie van dien ruchtbaer te laten werden; ende 
dat H. H. M. van nu äff aen die ordre sullen stellen, dat in minde- 
ringe van de werffgelden ende subsidien bij 't voorsz. Tractaet te be- 



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-=^. TX- 



Bedenkliche Consequenzen d. Allianz m. Brandenburg. Intriguen d. kurf. Minister. 245 

loven tot Hamburgh ontfangen suUen werden 240,000 Rd. ofte 600,000 
guldens HoUants gelt, soodanich dat liet prouffijt ofte schaede op de 
wissel sullende vallen bij H. H. M. genoten ofte gedragen sal wer- 
den, te betaelen soo haest het voorsz. Tractaet ondertekent sal sijn ofte 
dat de gem. Heer van Amerongen soodanige andere schriftelijcke 
versekeringe sal hebben ontfangen, dat hij volcomen gerust sal sijn, 
dat de voorsz. ondertekeninge van het voorsz. Traetaect ende de ra- 
tificatie van dien onfeijlbaerlijck sal volgen. 



Resolution der Geiieralstaaten. Dat. 11. März 1672. 

A(perongeü wird ermächtigt zu versprechen, dass die Subsidien vom 11. März. 
Tage der Auszahlung der Werbegelder ab den ersten Monat für V4, den 
zweiten für die Hälfte der vollen Truppenstärke bezahlt werden sollen, doch 
muss nach Ablauf der zwei ersten Monate die ganze Armee vollzählig sein 
und gemustert werden können. Um die Verhandlungen zu erleichtern und 
zu belördem, soll Amerongen statt des Pensionbriefs von 4000 fl. für 
den jungen Prinzen *) die Zahlung von 80,000 fl. versprechen. 



Amerongen an den Griffier, Dat. Berlin 13. März 1672, 

[Absichtliche Verschleppimg der Verhandlungen durch die seh lech (gesinnten Minister. 
Absicht derselben dabei. Ansicht der Gutgesinnten. PöHnitz.] 

Obgleich der Kurfürst vor seiner Abreise nach Potsdam Befehl gege- 13. Mftrz. 
ben hatte, dass die Käthe mit ihm über die Allianz conferiren sollten, war- 
tet er seit vier Tagen vergeblich darauf. 

Mijn intentie was, heden naer Potsdam te reijzen, op het vast 
vertrouwen, dat wij de voorschr. alliantie zouden hebben geresumeert 
gehad, ende dat ick den beer Churfurst over sijne ende H. H. M. con- 
sideratien darinne vervat naerder soude hebben connen spreecken ende 
alsdan aen U W. Ed. ©versenden, dan zulcx ontstaet mij nu, ende zal 
ick noch heden ende morgen afwachten, of dezelve noch mochte voort- 
gang neemeu, soo niet, naer den beere Churfurst gaen ende mij over 
züodaenige trainissementen beclaegen; want soo het mij toeschijnt, 
soecken eenighe niets anders als het werck te traineren, misschien in 
hoope, dat door d' een of d' ander toeval de alliancie, daer den beer 
Curfurst f eenemael toe inclineert, mochte achter weege blijven ende 
hem de neutraliteit doen aengaen, alhoewel andere trouwheiüge zijne 
ministers vermeijnen, dat haere ruine daer in steckt, dewelcke zeggen, 
dat de neutraliteit en noijt danck verdienen, maer eijndelijk van beijde 



1) S. oben p. 230 die Resolution vom 15. Febr. 



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246 ^^' ^^^ Allianz von 1672. 

partijen werden gehaet ofte niet geestimeert , ende dat in tegendeel 
een machtig vijandt int begin bij alle de geinteresseerden moet wer- 
den tegeingegaen, op dat bij het minste succeB van sijne wapenen niet 
alles naemaels desperaet werde gestelt, hetwelcke dan groote dispari- 
teijt alhier in het hof veroorzaeckt. 

Den beere Baron Pelnitz toont zieh allenthalven seer geporteert 
voor de interesse van den Staet ende heeft goede officien gedaen, 
gelijk S. C. D. selfs die getuijgenisse van hem geeft. — 

Der Kurfürst hat ihn vor seiner Abreise nach Potsdam gebeten, durch 
einige vornehme Regenten es zu veranlassen, dass Holland die Compagnie 
des Generals von Pöllnitz, der hier nicht abkommen könne, dem Sohne 
desselben übertrage*). 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 16. März 1672. 

16. M&rs. Gestern und heute hat er in Gegenwart des Kanzlers y. Jena mit dem 

Kurfürsten die vorläufig vereinbarten Allianzartikel nochmals dnrchgegan-- 
gen. Der Kurfürst hat namentlich die Aufnahme aller seiner Lande in die 
Defensivallianz verlangt und die Verpflichtung, den Staaten in der Ostsee 
beizustehen, wegen Mangels an Kriegsschiffen abgelehnt, dagegen verspro- 
chen, mit Frankreich in Ruptur zu treten, solJald es die Niederlande an- 
greift. Die so veränderten Artikel sollen den Generalstaateu zugeschickt 
werden, und er erwartet ihre Resolution darauf. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 20. März 1672. 

20. Mftrz. Ihre Resolutionen vom 11. März hat er empfangen; er findet ihre 

Gründe gerecht, aber zweifelt ob er unter den gegenwärtigen Verhältnissen 
im Stande sein werde, die Bedingungen nach dem Wunsche der General- 
staaten durchzusetzen. Er hat schon öfters nach Potsdam geschickt und 
um Audienz gebeten, man will ihn aber, wie es scheint, dort nicht sehen, 
weil sich St.-G6ran mehrmals über die Verhandlungen mit ihm beschwert 
hat, und man diesem keine Ombrage geben will. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 20. März 1672. 

20. M&rs. Hat nach Abschluss des ersten Schreibens eine Conferenz mit Schwe- 
rin und Somnitz gehabt: dieselben haben um eine Anleihe von 240,000 Rthlr. 
auf die Werbegelder gebeten, und er hat es übernommen, bei den General- 
staaten dies Gesuch zu befürworten. Er hat ihnen dann vorgetragen, dass 
und warum die Generalstaaten nicht V»? sondern bloss V« des Unterhalts 



>) S. boi Vreede (Inleiding I. 283) die Briefe von BeverDingk und de Witt 
über dieselbe Angelegeoheit. 



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Ultimatum des Kurförsten. 247 

bezahlen könnten; und die Käthe haben sieh den Bericht an den Kurfürsten 
darüber vorbehalten, indes s hat er wenig Hoffnung, dass die von den Staa- 
ten vorgebrachten Gründe bei demselben Eingang finden werden. 

Der Kurfürst an seine Käthe im Haag, Dat. Potsdam 
12/ 22. März 1672*). 

[Schickt Bein Ultimatum und dringt auf schleunigen Abschhis«.] 

Ob Wir zwar verhoflfet, es würde der bei Uns anwesende Abge- 22. März, 
sandter der Herren Staaten der Vereinigten Niederlanden auf die ihm 
vor vier Wochen zugestellte Puncta eine solche Instruction und Befehl 
aus dem Haage empfangen haben, dass man die bis dato gepflogene 
Tractaten darauf ohne fernere Verzögerung hätte adjustiren und 
schliessen können, so ist er doch meistentheils und sonderlich in denen 
Hauptpuncten ratione subsidiomm auf seinen vorigen Postulatis beste- 
hen blieben und hat darunter wenig oder nichts nachgegeben. Er 
schickt ihnen die Entwürfe, in denen seine endliche und letzte Meinung 
enthalten sei, und befiehlt ihnen, bei denen verordneten Commissarien 
das Werk nach aller Möglichkeit, jedoch in höchster Secretesse zur 
Endschaft und Richtigkeit zu befördern und insonderheit dabei zu er- 
innern, dass summum periculum in mora sei, und dass deshalben, wo- 
fern was aus der Sache werden solle, bei der nächsten Post Ihrer 
Hochmögenden Erklärung ohnfehlbarlich erfolgen müsse, weil Wir 
nicht weiter gehen und auf allen Fall auch in Zeiten Unsere Mesures 
darnach würden nehmen müssen. 

Im Vertragsentwurf selbst ist Alles nach dem Wunsche der Staaten 
festgestellt, damit ihnen die Bewilligung von % des Unterhalts an ihn nicht 
bei Dänemark, Braun schweig u. A. zum Präjudiz gereiche. Seine Mehr- 
forderung soll also in einem Nebenartikel bewilligt werden'). 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 23. März 1672. 

[Neue Confereuzeu. Brandenburgiscfaed Ultimatum hibalt desselben. Einfluss der 
Minister. Neutralität des Kurfürsten. Herzog von Celle. Graf von Waldeck.] 

Gestern und vorgestern hat er lange Conferenzen mit dem Kurlursten 23. März, 
gehabt, im Beisein von drei Käthen, und sich vergeblich bemüht, denselben 
zur Annahme des staatischen Anerbietens zu bewegen. Gestern ist ihm 
von den Käthen im Auftrag des Kurfürsten ein Allianzentwurf zugestellt 

*) Ans dem Museum Meermanno-Westreenianum. 

') Romswinckel antwortet hierauf am 5. April, der Prinz, Gent und Fagel 
hfttten ihm einmäthig gesagt, dass es dem Staat eine lautere Unmöglichkeit sei, mehr 
als die Hälfte des Unterhalts zu bezahlen; wenn sie es auch versprächen, würden 
sie es doch nicht halten können. (Pr Staatsarchiv.) 



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] 



248 ^V- ^*® Allianz von 1672. 

worden, waerin haer W. Ed. seijden, dat mehr hoochgem. Heeren Chur- 
fursten sijne uijtterlijke intentie ende meijninghe was vei*vat, sonder 
datier eenighe hoop ofte apparentie was, dat hij sich verder. in de 
voorsz. AUiantie van mutuele defensie soude elargeren. 

Der Entwurf unterscheidet sich von dem staatischen hauptsächlich darin, 
dass der Kurfürst sich bloss verpflichten will, gegen den Angreifer der Re- 
publik feindlich zu agiren, und verlangt, dass die Subsidien stets einen 
Monat im Voraus und baar, ferner in Perioden von vier zu vier Monaten 
bezahlt werden sollen, gleichviel ob nun der Friede im ersten oder dritten 
Monat einer solchen Periode geschlossen wird; wenn erst im vierten, so 
sollen die Staaten noch zwei Monate extra bezahlen; wenn endlich die Ar- 
mee sich durch unvermeidliche Zufälle um 2000 M. und mehr verringern 
sollte, sind für die neu anzuwerbenden Soldaten von den Staaten ebenfalls 
Werbegelder zu zahlen. Ausserdem hat der Entwurf zwei Beilagen, eine 
Kostenberechnung (A.) und die Motive für die Mehrforderung des Kurfür- 
sten (B.)»). 

Die Staaten mögen nun beschliessen, was sie für's Beste halten, dan 
ick moet naer als voor al wederom scggen, dat sy op nicmandt meer 
als naest Godt op haer eygen wacpcnen haer hebben te verladen, 
doordien ick hoe langer hoe mehr bespeure, dat eenige van de Mini- 



>) Lit. A. 

Die Qeneralstaaten sollen für seine Arme»? von 20,000 M. (12,000 M. z. F. und 
8,000 M. z. R.) '/ft d®*" Werbegelder und des Solds bezahlen. Danach beträgt das Wer- 
begeld für 

4,800 M. z. R. k 40 Rthlr. » 102,000 Rthlr. 

7,200 M. z. F. ä 10 - = 72,000 - 

12,000 M. _- 2G4,(X)0 Rthlr. 

Für Artillerie . . . 30,000 - 



294,000 Rthlr. 



Die Generalstaaten bieten nur für 

4,000 M. z. R. k 40 Rthlr. = 160,000 Rthlr. 
6,000 M. «. F. k 8 - = 4H,(J00 - 

208,000 Rlhlr. 
Differenz . . . 86,000 Rthlr. 
Brandenburg verlangt als '/s ^^^ monatlichen Bolds für 

20,000 M 100,010 Rthlr. 20 st. 

Die Generalstaaten bieten .... 80,r)46 - 14 - 



Differenz 19,464 Rthlr. 6 st. 

Lit. B. Da Cleve, Minden, Marck und Ravensberg bei dein bevorstehenden 
Kriege voraussichtlich ruinirt und dem Kurfürsten die Einkünfte daraus entzogen 
werden, welche 200,000 Rthlr. an Contributlon , 120,000 an ordentlichen Einkünften 
und 40,000 an Rheinzöllen betragen, überdies auch für die Zukunft durch den Krieg 
die Einkünfte geschmälert sein werden, so hat der Kurfürst wohl ein Recht Ent- 
schädigung dafür zu erwarten, umsomehr da ihm von anderer Seite viel mehr noch 
geboten wird. 



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Brandenburgische Forderungen. 249 

sters van S. C. D. (hoe seer deselve oock voor den Staat van H. H. M. 
is geneegen) hem swaerhooftigh maeken, wel weetende, dat hij aan 
haer voorbrengen veel gehöor geeft. Ende by aldien H. H. M. aan 
het geene voorsz. is, niet eu mogten defereeren, soo sal het myns er- 
achteus van Sonderlinge consideratie wesen, of sy niet sullen goedt- 
vinden, hooehgem. Heer Churfurst de bewuste 600,000 guldens op sijne 
aanbiedcnde obligatie te laeten volgen, omme hem daerdoor eenigsints 
aan haer te engageeren ende te houden buijten die Partije (waertoe 
soo veel debvoiren werden acngewent ende soo het schijnt, ooek soo 
als publicquelijck alhier werdt geseijdt, dat veele men^es werden in 
't werck gestelt) die den Staat ende de geheele Christenheijdt heeft 
te apprehendeeren; ende sal ick op deesen H. H. M. resolutie, soo 
haest doenlyck, te gemoet syn ende myne reijs naer Dresden tot daer- 
toe uijtstellen. Den Heer Hertogh van Zelle heb ick alhier gevonden 
en is verleden nacht wederom vertrocken; soo veel ick heb können 
bemercken, gaet dien Heer met S. C. D. de concert in 't geene haer 
hy deese gevaerlyke tijden te doen staet, ende hebben H. H. M. myns 
oordeels staet te maecken, naer ick van desselfs Ministers heb können 
vernemen, dat sij aan hem sullen moeten geven het geene alhier soude 
mögen werden belooft. Den Heer Graeflf van Waldeck-Culenborgh') 
bevindt sich mede aan dit hoff ende moet seggen, dat ick met sijn 
Exe. over de gemeijne saecke gesprooken ende hem daerin hebbe ge- 
vonden 800 aequitable ende redelijk voor het general welwesen ende 
den staet van H. H. M., als men soude können van de redelijckheijd 
verwachten, ende heeft denselven aangenomen alle goede offitien voir- 
ders te doen ende de intentie van H. H. M. omtrent deese saeke soo 
veel te helpen secundeeren als hem mogelyck sal syn. 

Bruijnincx') an den ßathspensionär. Dat. Wien 24. März 1672. 

Der Baron de Goes wird in Kurzem nach dem brandenburgischen 24. März. 
Hof abreisen, und er (Bruijniucx) betreibt seine Abreise möglichst, weil 
seine Anwesenheit in Berlin die Verhandlungen Amerongen's sehr un- 
terstützen wird. Man sieht hier sehr auf den Kurfürsten, hält sein Beneh- 
men für entscheidend im Hinblick sowohl auf seine Person und seine Macht 
als seinen Anhang, und meint, dass die Sicherheit des Reiches zumeist von 
ihm werde geschützt werden müssen. 



*) Graf Georg Friedrich war damals id Diensten des Hersogs von Celle. 
^) Resident der Staaten am kaiserlichen Hofe. 



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250 IV- I^iö Allianz von 1672. . 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 27. März 1672. 

[Vorwürfe der kurfürstlichen Rttthe über da« Zögern der Staaten. Ungünstige Nach- 
richten über die Finanzen des Staats. Klagen des Herzogs von Celle. Gefahr für 
des Kurfürsten westliche Lande. Französische Offerten. Münster. Dänemark. Viele 
Ofßciere nehmen wieder ihren Abschied. Die hiesigen Minister Schuld an der Ver- 
schleppung. Bitte um Erlanbniss zur Rückkehr. Kurfürst von Sachsen.] 

V.l. März. Men werpt mij voor, dat men mij van tijdt tot tijdt verder en ver- 
der last, om hier meer penningen tot onderhoudt van een Armee te 
mögen uijtloven; ende by aldien ick van den beginne mijner aen- 
compste aen het Hoff waere geauthoriseert geweest, omme te mögen 
doen het gene ick nu offerere, soo hadde soo costelijcken tijdt niet 
verlooren gegaen, daer door nu alles beswaerlijck sal sijn te becomen 
ende voomamentlijck voet- en peerdevolck, gelijck sulcx, soo sij seggen, 
H. H. M. Wervers tot Hamburgh ende eiders wel gewaer worden. 
Hier toe corapt nogh, dat uijt den Hage aen dit hoff is geschreeven, 
dat de seven millioenen, die men aldaer by den anderen soude bren- 
gen tot onderhoudt van de Geallieerdens hunne Trouppen, nogh geen- 
sints in cassa sijn, ende dat, uijtgesondert de provincien van Hollandt 
ende Utrecht, daer toe niet een ötuijver is gefurneert nogh oock voor 
eerst niet gefurneert sal werden, ende waeromme de Ministers van den 
hertogh van Cell tot Potstam mij seijden, dat haer Meester met H. H. M. 
niet soude tracteren, ten sij dat men hem Coopluijden tot Borge bin- 
nen Hamborgh stelden ende drie maenden Soldije neffens de werfgel- 
der voor af gaf, hebbende verders gedebiteert, dat men haer Meester 
met de laetste Tractaeten in dit cas hadde geabuseert ende hem nogh 
op de hedige uijre op eenige sijner penningen liet naeloopen, dat dan 
cleijne reputatie voor den Staet geeft ende de Tractaeten nu difficiler 
maeckt, ende ick met leetweesen moet aenhooren. 

Men heeft mij naer het afgaen van mijnen voorigen alwederom 
geremonstreert de schaede ende ruine, die den beere Curfurst staet te 
overkomen in sijne Landen aen gene zijde de Weeser, in cas hij sich 
nevens H. H. M. in den oorlogh tegens Vranckrijck inwickelt, daer hy 
can buijten blijven ende sich neutrael houdende hem 200,000 Rd. 
jaerlijck werden geoffereert, met soo veel verseeckeringe voor sijne 
Landen als hij soude connen desidereren. Ende bij aldien hooghgem. 
Curfurst soude willen een arm^e op de been brengen, om tegens den 
Staet te ageren (dat hij noijt sal willen doen), soo werden hem vrij 
avantagieuser conditien van Vranckrijck soo in werfgelder ende sub- 
sidien als van H. H. M. aengeboden, ende waeromme sij vermeijnen, 
dat men met S, C. D. soo niet behoort te marchanderen, insonderheijdt 



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UngüneUger Stand der Dinge in Berlin. 251 

dewijl hij het eerste resort sal weesen, waer door alle princen in het 
duijtBche Rijck tot conservatie ofte bereijckinge van den vreede, soo 
die mochte gebrooeken werden, sullen comen te ageren, ende soo hy 
beer Curfurst neflfens die van 't huijs van Bronswijck haer comen voor 
H. H. M. te verclaeren , soo houdt men hier voor seecker ende gewis, 
dat den Bisschop van Munster insgelijck buijten de France partije sal 
blijven, die op de apprehensie, die hij heeft van dat.sulcx sal geschie- 
den, tot nogh toe geen France volckeren in sijn landt wil admitteren, 
het welcke dan een groote saeck soude weesen; daer ter contrarie 
ende bij ontstentenisse, dat deese Cur- en Fürsten blijvende stil sitten 
van andere niet veel te vervvachten sal sijn. Ich ben door den beere 
Curfurst ende hertogh van Zell serieuselijck versocht in haeren naem 
H. H. M. te recommanderen, dat men dogh voo veel satisfactie aen 
Denemarcken geve als mogelijck is, op welcke Croon beijde deese 
fursten Sonderlinge reflectie maecken; ende hebben ten dien fine ge- 
resolveert S. Majt te besenden door een expressen Envoy^, om uijt 
beijder naem haere gedachten te laeten communiceren, op presuppoost 
van dat sij beeren Cur- en Fursten sich met H. H. M. soudeii voe- 
gen ende daer door, den oorlogh aengevangen sijnde, een cort ende 
gewenscht eynde stondt te verhoopen. Het sal nu van H. H. M. wijs- 
heijdt sijn (die beter als ick weeten, hoe.deselve met den Keijser, 
Curmentz ende andere Fursten int rijck staen), wat sij in deese im- 
portante saecke spoedichlijck ende sonder eenich tydtverlies sullen 
believen te resolveren. 

Men was seer moeijelijck, dat ick bij den ontfangh van H. H. M. 
resolutien van den 7. ende 11. martij niet te gelijck geauthoriseert 
was, haer assignatie ter somme van 600,000 guldens onder uijtkeeringe 
van de obligatie aen eenige Coopluijden tot Hamborgh te geven, waer 
op men mij seer heeft gepresseert, ende schijnt dat S. C. D. Ministers 
uijt den Hage daer omtrent wat liberaelder hebben geschreeven, als 
waer toe ick mij niet geladt vonde. 

Men claeght hier, dat de nieuwe aengestelde hooge officieren, die 
albereijdts veele volckeren bij den anderen hebben ende dewelcke bij 
manquement van geldt wederom verliepen, seer t' onvreede waeren 
ende eenige derselve haer capitulatie wederom gaven, gaeude naer den 
Bisschop van Munster, den Administrator van Hall ende den hertogh 
van Meckelenborgh, welcke twee laetste vijflF regimenten op nieuws 
voor Vranckrijck met veel toeloop werven ten aensien van de groote 
werfgelder, die sij aldaer uijtgeven. Uijt het welcke dan eenige 
quaedtwillige wel occasie souden willen capteren, van my te last te 



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252 IV. Die AUianz von 1672. 

leggen als of ick oorsaecke was, dat alles wierde getraisneert. Dan 
ick heb niij in presentie van den beere Curfurst daer tegens diermae- 
ten gedefendeert ende soodaenige Ministers aengeweesen, dat niet bet 
traisnissement van mijne, maer van bare sijde was bijgecomen, die 
S. C. D. daegelijcx nieuwe objectien ende swaericbeden voorwerpen, 
ende wat, soo geseijdt werdt, haer daer toe moveert, dat beb ick met 
de voorige post aen den beer van Gbent overgescbreven. 

Ick bebbe bier nu tbien weecken geweest ende raijn selven met 
deese onderbandelingb nu en dan met goede boope van succes gevoedt, 
docb altijdt onder die modificatie, dat de meeste securitteijt bij den 
Staet selfs moste versorcbt werden ; in des vindt ick mij geesloigneert 
uijt mijn Vaderlandt, provincie ende famille, welcke laetste, soo ick 
vemeerae, door mijn absentie al grootelijcx compt te derven, sonder 
dat men op mijn persoon veel reflecteert, waer om ick dan versoecke, 
dat mij te gelijck neflFens H. H. M. resolutie macb gepermitteert werden 
om te repatrieren; bet welcke, of mij scboon bij mijn vertreck is toe- 
gestaen, om sulcx ten allen tijden te mögen doen, soo beb ick respects 
balven U W. Ed. wel willen versoecken, bet selve in mijnen naem voor 
te draegen, ende waer op ick antwoordt sal verwacbten. 

Den Curfurst vanSaken is voorleeden donderdacb 's avondts tot 
Potstam gecomen, als wanneer ick 's morgens van daer vertrock; 
boogbgem. Curfurst badde gedesidereert met die van Brandenburgb 
secretelijck te. aboucberen ende dat geene vreemde Ministers aldaer 
mocbten weesen, waer om ick mij van daer bebbe begeven, gelijck 
oock den Francen Minister uijt die oorsaecke bem niet sal gaen sien '). 



Amerongen an deu Griffier. Dat, Berlin 30. März 1672. 

30. März. Der Kurfürst befindet sich noch in Potsdam, wohin vorgestern der fran- 

zösische Gesandte gegajugen ist, um seine früheren Offerten noch zu über- 
bieten. Da, wie Brasser schreibt, dessen Erfolg in Celle ganz vom Aus- 
schlag der hiesigen Verhandlungen abhängt, so ist es nöthig, dem Kmfürsten 
möglichst nachzugeben, und er meint, dass man ihm vor Allem die 600,000 fl. 
bezahlen müsse als provisorisches Werbegeld, damit die Werbungen endlich 
anfangen können; das werde dann bei Cölu und Münster ein grosses Um- 
sehen geben. Die Erfolge Frankreichs bei Schweden werden von der Neu- 
tralitätspartei hier sehr ausgebeutet. 



') Ueber diesen Besuch des Kurfürsten von Sachsen s. das Schreiben Schwe- 
rin's vom 21/31. März bei v. Orlich IL 48. 



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Ainerongen bittet um firlaubniss zur Höckkehr. 253 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 2. April 1672. 

Sie haben aus Amerongen's Schreiben vom 20. und 23. März mit 2. Apr. 
Verwunderung vernoraraen, dass Brandenburg auf der Forderung von Vs des 
Unterhalts bestehe. Sie können das ganz bestimmt nicht bezahlen, und 
Amerongen soll das dem Kurfürsten erklären. Dagegen soll er im Noth- 
fall 10 Rthlr. pro Mann Werbegeld zugestehen. ' 



Resolution der Staaten von Holland und Westvriesland. 

Dat. 6. April 1672. 

Auf Bericht des Rathspensionärs , dass die Deputirten für die Triple- 6. Apr. 
alHance Amerongen zwar ermächtigt, statt 8 Rthlr. Werbegeld 10 Rthlr. 
pro Mann zu bewilligen und anstatt des Pathengescheuks der Kurfürstin 
80,000 fl. zu versprechen, aber ihm express befohlen haben, nur die Hälfte 
des Solds, nicht Vs zuzugestehen: ist beschlossen dies zu billigen und den 
Deputirten aus dieser Provinz noch speciell zu verbieten, über diese Zuge- 
ständnisse hinauszugehen; doch soll Amerongen autorisirt werden, wenn 
es Nutzen bringe, einigen brandenburgischeu Ministern ^noch eene moderate 
somme te mögen spenderen**. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin G.April 1672. 

Gemäss ihrer Ordre vom 25. und 26. März hat er die Gewaltthat der G. Apr. 
Engländer gegen den holländischen Convoy ^) dem Kurfürsten mitgetheilt, 
und dieser hat seine Entrüstung darüber ausgesprochen. Weiter hat der 
Kurfürst darüber geklagt, dass man mit der Auszahlung der 600,000 fl. noch 
immer Schwierigkeiten mache, und so die Werbungen noch länger verzögert 
würden, aber zugleich versichert, jedenfalls werde er die schuldige Hülfe 
den Generalstaaten leisten, wenn auch kein neuer Vertrag zu Stande komme. 
Obwohl Einige hier in Folge der englischen Gewaltthat ^de ooren op- 
steeckeu*', so bleibt der Kurfürst doch unbeweglich in seiner Neigung zu 
den Niederlanden. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 10. April 1672. 

[Der Kurfürst mit der Resolution voui 2. April sehr unzufrieden. Beschuldigung ge- 
gen einige Regenten. St.-Odran. Ein englischer Gesandter. Die sofortige Zahlung 
Ton 600,(K)0 fl. Werbegeldern noth wendig und durch des Kurfürsten zuverlässige Ge- 
sinnung gerechtfertigt.] 

Er hat ihre Resolution vom 2. April dem Kurfürsten mitgetheilt und 10. Apr. 
alle erdenklichen Beweggründe gebraucht, um ihm begreiflich zu machen, 
dass der Staat das, was der Kurfürst fordere, unmöglich zahlen könne. 
Ick moet seggen, Myn Heer, dat deese niijne aenspraecke, of ick 

*) Am 23. März, noch vor der Kriegäerklftrung, hatte Karl IL die ans Smyrna 
zuräckkehrcnde Handelsflotte der Holländer im Kanal angreifen lassen. 



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254 ^V. Die AlliauB von 1672. 

schoon met soo veel dexteriteyt, omme des Heeren Churfursten affectie 
tot den Staet soo veel mogelyck te conserveren, hadde aeugewendt, 
als ick eenichsindts met woorden coude uytvinden, S. C. D. heeft ge- 
surprenneert ende f eenemael misvallich geweest, seggende dat hem 
leet was, dat sijne goede genegentheijdt, die hij tot het welweesen 
van de gemeene Christenheydt ende tot conservatie van den Staet 
sochte bij te brengen, diermaeten van deselve wierd gerencoutreert; 
dat hij het werck geintentionneert was geweest ten besten van de re- 
ligie te handthaven, maer dat nu bemerekte, dat H. H. M. hem wilden 
brengen in die extremiteijt, dat hij sijn Landt en Luyden haer te geval, 
daer hij sich soo wel als andere fursten in 't Rijck buijten de querelle 
conde houden ende aen wien geen raeer swaericheydt als, haer boven 
het hooft hongh, soude moeten laeten ruineren, mij vraegende, ofse 
bij hare resolutie op deese sijne hooge interesse wel eenige de minste 
reflectie hadden gemaeckt. Het meeste, dat hem van allen deese 
moeijde de verstaen, was dat meu difficulteerdeu op sijn obligacie de 
600,000 gls. uji te teilen, het welcke S. C. D. opnam als een kleijn 
vertrouwen dat H. H. M. op hem stelden, doch dat hij sulcx den Staet 
niet konde imputeren, maer eenige particuliere in deselve, soo hij be- 
liefde te seggen, die hem noijt gunstich waeren geweest*); dat het 
weijgeren van het voorsz. geldt ten opsichte van alle de officieren, 
die S. C. D. op den hals hadde leggen, hem een groote incommoditeijt 
ende desrespect bij sijne militie toebraght, dan dat hij echter hoopte, 
dat Godt de beere hem soude redden. Ende of ick op het een ende 
ander repliceerde het gene mijns oordeels applicabel was, ende S. C. 
D. met alle motiven trachtede afteleijden van sijne voorgaende be- 
swaerlijcke sustenuen ende te induceren omme de Tractaten aen te 
nemen, in voegen ick bij H. H. M. resolutie van den 14. February 
hadde aengeboden, soo heeft deselve niet belieft mij daer op finalijck 
te antwoorden, maer geseijt dat den Graeve van St.-G^ran gisteren 
was vertrocken ende een concept Tractaet alliier hadde gelaten, om- 
helsende alle de aenbiedinge waer van ick voor heenen hebbe gemelt, 
ende dat den Koningh sijn Meester meerhooghgem. Heere Curfurst 
sulcx ten allen tyden soude presteren*). — 

Ein englischer Gesandter*) wird hier erwartet. Prinz Ruprecht hat 

*] Der Kurfürst soll (nach Valckenier, Verwirrtes Europa I. 151) zu Ame- 
rongen gesagt haben: »Herr, Ihr habt Verräther in Eurem Lande, die Sachen wer- 
den nicht nach Qebühr verwaltet." 

») S. Pufendorf XL 29. Mignet IIL 691 flf. 

') Lockart. Pufendorf XL 30. 



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Unzufriedenheit des Kurfürsten. Geringe Aussiebt auf Erfolg. 255 

ihn seiner Schwester Elisabeth am hiesigen Hofe angemeldet, mit der 
Bitte, ihn bei seiner Negotiation zu unterstützen, Brandenburg mit Frank- 
reich und England zusammen gegen Holland unter die Waffen zu bringen 
oder wenigstens zur Neutralität zu bewegen. — Wat uu hier op sal vol- 
gen, staet te verwachten, doch hebbe weijnich hoop van een goedt 
succes ende had ick onder verbeteringe gemeijnt, als men de voors. 
penningen op obligacie hadde geavanceert, dat daerdoor hooghgem. 
Heer Curfurt niet alleen soude hebben gebleeven uyt de Interesse van 
de contrarie partije ende bare aengebodene Neutraliteijt, maer meer 
ende meer sich aen den Staet hebben verobligeert. In voegen de fur- 
sten van Hanover ende Osnabrug met het genot van een somme 
geldts, 800 geseydt werdt, sich aen Vranckrijck hebben geengageert, 
daer men van deese syde het selve met de verloopene Interessen prae- 
senteert te restitueren, daer souden misschien speculatien connen wee- 
sen, dat het gevaerlijck is, S. C. D. in de wapenen te helpen, soo lang 
men van sijne alliancie niet verseeckert is, maer insiende het gene- 
reux gemoet van S. C. D. ende den ijever, die hij draeght tot de re- 
ligie, kan aen soodaenige scrupulen geen gedachten overlaeten, van 
dat hij oyt oiF oyt sijne wapenen in soo hooghdringenden noodt tegens 
den Staet soude willen wenden. — ; Mr de St.-66ran had in sijn dis- 
courssen aen 't hof de jongste actie van de Engeische tegens H. H. M. 
schepen geblasmeert ende geseyt, dat sijn Meester soo bedriegelijck 
met haer niet soude procederen *). 

Resolution der Geiieralstaaten. Dat. 11. April 1672, 

[Befehl die Allianz al)zu8chlie6sen, nachdem der brandenburgiscbe Entwurf im 11., 

12., 13., 14., 20. und 23. Artikel geändert worden. Diese Aenderungen sind ihre 

letzte Meinung und das äusserste Zugeständniss. Geldzahlung in Hamburg. Ge< 

schenk an die Kurfüit>tin und dia Minister. Oberbefehl der Truppen.] 

Schicken den Allianzentworf (mit ihren Aenderungen) zurück, den der U. Apr. 
Kurfürst am 22. März Amerongen übergeben hat, und befehlen dem Ge- 
sandten, den Vertrag nun abzuschliessen, im Vertrauen: dat het selve 
alsnu sodanich is gecoucheert, dat S. C. D. geen swaricheyt ter werelt 
gal conaen maken, om het selve te aggreeren ende voor goet te ken- 
nen, gemerckt daerinne geene essentiele veranderinge en is gedaan, 
als alleen ten aansien van het 11. 12. 13. ende 14. artt. van dien, in 
devvelcke H. H. M. haar voorbehouden den faculteit, om soo veel min- 



*) Amerongen schreibt an demselben Tag an die Generalstaaten: St. O^ran 
habe wegen seines „aengenaem humeur een goede odeur* am kurfürstlichen Hof hin- 
terlassen. 



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256 ^^' ^^® Allianz von 1672. 

der volck te betalen, als op de successive monsteringen bevonden soude 
mögen werden te deficieren aan het volle getal van 20,000 man, ende 
voörts beloven vast te staan voor de voldoeninge der bewuste subsi- 
dien tot Hamburgh off Bremen geduijrende den tijt van vier maanden, 
schoon desen Staat niet soude mögen wesen geattaqueert, ende de 
nipture voorcomende deselve te doen betalen voor den tyt van den 
geheelen oorloch ende telckens in te staan voor die vier maanden, 
in dewelcke S. C. D. sal syn getreden, ende soo de vrede in de vierde 
maant soude mögen werden herstelt, noch voor een maandt naar de 
voorsz. vierde maandt: alle pointen, die in redelickheyt niet connen 
werden wedersproken, aangesien S. C. D. niet sal, oock can preten- 
deren, dat H. H. M. de helfte vän het getal van de voorsz. militie 
souden betalen, soo wanneer daar aan op de te doene monsteringen 
defect bevonden soude mögen -werden, ende dat den tj^t van een 
maant na de geratifieeerde vrede immers meer dan genoech is, om 
de gewurvene militie äff te voeren ende te licentieren, ende dat het 
is een sake, die noyt is gehoort, oock in vorige tractaaten noijt ge- 
dacht, dat bij recreuteringe van de voorsz. militie werderom nieuwe 
werffgelderen souden moeten werden gcgeveu; Dat de verauderinge 
gedaan in het 20. Art. *) van het voorsz. tractaat alleen is een re- 
ciprocatic ende elucidatie van het geen in het selve wat corter ge- 
steh syude misschien enige duijsterheijt soude mögen hebben ver>veckt, 
ende oock van eene soo evidente redelickheyt, dat H. H. M. haar niet 
connen persuaderen, dat S. C. D. swaricheyt soude willen off connen 
maken van deselve reciprocatie te contradiceren; gelyck dan mede de 
verauderinge in het 23. art.') gedaan is een duijdelicke explicatie, van 
't geen in 't selve art. al te cort was begrepen ende pertiuenteliok re- 
guleert de forme ende mahiere van de handelingen, soo van stilstant 
van wapenen, treves voor eenigen langen tyt als vrede, soodanig ge- 
coucheert, als H. H. M. oijt off oijt met hare naaste Geallieerden ende 
namentlijck met Vranckrijck ende Denemarken ende noch onlanx met 
Spanjen hebben verstaan te connen tracteren, sonder haar ende hare 
Geallieerden te verbinden, om in oorloch te moeten blyven buijten re- 
den naar den appetijt van den cenen off" den anderen van de Contra- 
heuten, die continuatie van oorloch soude mögen begeren. Ende oock 



*) Die Bestimmang über den Oberbefehl wurde wegen Ernennung des Prinzen 
y. Oranien zum Generalcapitän umgeändert, aber bloss formell.' 

^) Es wurde besonders verlangt, dass in einem Frieden, den ein Theil abscbliesst, 
die andere Partei jedenfalls eingeschlossen werde. 



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Weitere Zugeständnisse der Staatea. 257 

om te betuijgen, dat haar inclinatie is, aan S. C. D. soo veel in te 
willigen, als haar in redelickheyt eenichsiuts geverght can werden, dat 
wijders hij Heer van Amerongen, by aldien S. C. D. de rupture in 
het voorsz. ti-actaat geexpresseert liever in een acte apart dan in het 
voorsz. tractaat geexprimeert gelieft te hebben, hetselve uijt het voorsz. 
tractaat sal mögen laten ende in de voorsz. acte apart in behoorlicke 
forme doen ter neder stellen. 

Ende dat voorts hy Heer van Amerongen aan den hoochstged. 
Heer Churfurst op de beste, bequaamste ende alderdiscreetste maniere 
sal bekent maken, dat dit het aldeniytterste is, daar toe H. H. M. ten 
aansien van de voorsz. handelinge suUen connen resolveren, ende dat 
H. H. M. oock seer gaarne souden weten, wat staat deselve op het 
voorsz. aan te gaane tractaat te maken ende daarvän te wachten heb- 
ben, om hare mesures daar na te nemen, ende dat H. H. M. in vast 
vertrouwen van dat S. C. D. geen scrupule meer ten aansien van 't 
voorsz. tractaat sal maken, oock ordre hebben gesteh, om 575,000 gls., 
makende met de 25,000 gls. aan de Heeren Spaan ende Roms- 
Winkel getelt f samen 600,000 gls:, op Hamburgh in banco derselver 
Stadt over te maken ende op sijns Heeren van Amerongen reke- 
ninge te doen 'stellen, om op ordre van hem Heere van Amerongen 
ende ondQr de Versekeringe,. van dat S. C. D. het voorsz. tractaat sal 
teyckenen ende ratificeren, soo als het selve. breder in H. H. M. reso- 
Intie van den 11. Maart is geexpresseert, ontfangen te werden door 
die geene, die S. C. D. sal gelieven daar toe te qualificeren, ende dat 
dienvolgende 't voorsz. tractaat geadjusteert ende de voorsz. verseke- 
ringe gedaan synde de voorsz. penningen aanstonts by S. C. D. ont- 
fangen sullen connen werden. 

Dat oock hij Heer van Amerongen, blyvende de pensioens- 
brieff van 4000 fl. jaarl. by H. H. M. ten behoeve van den Heere 
Prince van Brandenburgh tot een pillegaaflf gepasseert in sijn volle 
cracht en waarde, in plaats van de 80,000 fl. bij hem tot vernietinge 
ofl" extinctie van de voorsz. pensioen brieflf uijtteloven, 't voorsz. trac- 
taat gesloten werdende, aan de Vrouwe Churfiirstinne sal mögen doen 
een considerable vereeringe, mits niet excederende 50,000 fl., ende, 
aan de ministers van ö. C. D., die tot het adjusteren van 't voorsz. 
tractaat sullen hebben gecoopereert, een gelycke vereeringe, ten aensien 
van alle de voorsz. Ministers te samen mede niet excederende gelijcke 
50,000 fl. 

Dat eijndelyck hy Heer van Amerongen de sake daar henen 

Mater, zur Gesch. d. Gr. Kurfürsten, m 17 



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258 ^^- ^^^ AlHaDz von 1672. 

sal trachten te beleyden, dat den hoochgem. Heer Churfurst gedispo- 
neert mach werden, om ingevalle S. C. D. in persoon by de op te 
rechten arm6e niet present soude mögen syn, ende dat de arm6e van 
desen Staat op S. C. D. territoir soude mögen conjungeren met de 
voorsz. op te rechten arra6e, alsdan het Commandement en chef mede 
over de selve arm6e te defereren aan den Heere Prince van Oragne 
door een acte apart by S. C. D. op S. Ht te passeren. 



Amerongen an die Staaten von Utrecht. Dat. Berlin 

13. April 1672. 

13. Apr. Nachdem die Gewaltthat der Engländer gegen die holländischen Schiffe 

hier bekannt geworden, sind seine Verhandlungen „uijt pure genereuxheijdt** 
des Kurfürsten sehr vorgeschritten, und mau ist dem Allianzentwurf der Ge- 
neralstaaten bis auf unwichtige Diflfercnzen beigetreten. Um auch diese noch 
hinweg zu räumen, hat er seinen Hofmeister Joneheere express nach dem 
Haag geschickt und hofft spätestens in 14 Tagen eine günstige Resolution 
zu erlangen.' 

Amerongen an den Griffier. Dat. BerHn 13. April 1672. 

13. Apr. Die Considerationen der Staaten über den Allianzeutwurf erwartet er 

seit lange vergebens. Einstweilen hat er den Kurfürsten zur Annahme ihres 
Entwurfs vom 14. Febr. zu bewegen gesucht. Derselbe hat endlich er- 
klärt, im Angesicht der Kriegsgefahr sich mit der Besoldung 
der Hälfte der Truppen begnügen zu wollen; doch müsse er von 
den 20,000 M. 3600 zur Besetzung seiner Festungen in Westphalen verwen- 
den dürfen, ferner der von ihm übergebene Allianzeutwurf binnen 14 Tagen 
angenommen sein, und müssteu ihm sofort in Hamburg 600,000 fl. zu den 
Werbungen ausgezahlt werden. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 13. April 1672. 

13. Apr. Der Kurfürst verlangt, dass 25,000 fl. als Abschlagzahlung für die 
600,000 fl. anllomswinckel ausgezahlt werden, um damit die Werbungen 
in Cleve zu befördern*). Der Kurfürst hat viel nachgegeben und verlangt 
selbst die Räumung Orsoys erst nach dem Krieg. Doch wünscht er ent- 
weder Ruhrort oder Duisburg nach dem Frieden eingeräumt zu erhalten. 
Ferner verlangt er, dass für die Artillerie 80,000 Rthlr, Werbegelder bezahlt 
werden. 

') War schon bewilligt; s. oben p. 257. 



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Der Kurfürst gibt naob. 259 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 19. April 1672. 

Auf die Briefe Amerongen's vom 13. April ist zu antworten be- 19. Apr. 
schlössen, dass die Geueralstaaten in die Verwendung von 3600 M. von der 
Hilfsarmee zum Schutz der westfälischen Lande einwilligen, in Betreff Or- 
soys, Duisburgs und Ruhrorts bei ihrer letzten Resolution beharren. An 
Romswinckel wollen sie noch einmal 25^000 fl. bezahlen, aber nicht die 
80,000 Rthlr. Werbegelder für die Artillerie. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 20. April 1672. 

[Empfang der Resolution vom 11. April. Noch immer zwei Schwierigkelten übrig. 

Conferenz mit Pöllnitz und Meinders. Letzte Forderungen des Kurfürsten. Brief des 

Prinzen Robert aus England. Lockart erwartet] 

Er hat dem Kurfürsten die Resolution vom 11. April mitgetheilt und 20. Apr. 
ihn zur Annahme des staatischen Entwurfs zu bewegen gesucht. Es sind 
dabei aber noch zwei Schwierigkeiten. Einmal nämlich ist die Bewilligung 
des Werbegelds für die Artillerie ganz und gar darin vergessen worden. 
Der Kurfürst verlangt aber dafür aufs Bestimmteste 80,000 Rthlr. 

Dann: Die Zahlung von 600,000 fl. in Hamburg ist zwar angewiesen, 
kann aber doch nicht geschehen, ehe man ihm nicht eine Anweisung auf 
ein Hamburger Haus schickt, und das wird wieder ein paar Wochen Zeit 
kosten : dat hier dan vremdt wert opgenomen ende bij eenige daeruijt 
geconjectureert, als of men met hat naerderkoraen aan S. C. D. noch 
een achter open wil houden, omme de Tractaten niet alleen te accro- 
cheeren, maer selfs naemaels buijten conclusie te laeten, het welcke 
ick segge in geene gedachten behoorde te komen, of schoon deese 
ongelegentheijt daeruijt resulteert, dat de Heer Churfiirst tegen sijnen 
ijver ende dreift, die hij heeft omme sich met H. H. M. te allieren, 
tot syn groot verdriet ende disreputatie, soo hy my selfs heeft geseijt, 
buijteü waepenen blyft ende tot het lichten van sijne Trouppen, by 't 
m^nequement van 't voorsz. gelt, waervan de officieren hem hier daeg- 
lycx op den hals leggen, niet kan geraecken. 

Der Kurfürst schickte darauf Pöllnitz und Meinders zu ihm in's 
Haus, um die beiden Allianzentwürfe mit einander zu collationiren , Hess 
sich des andern Tags früh um 5 Uhr von denselben darüber berichten und 
ihm darauf seine Bemerkungen zu dem staatischen Entwurf zustellen, in 
denen er einmal sich bereit erklärt, mit 48,000 Rthlr. Werbegelder für die 
Artillerie zufrieden zu sein, wenn man ihm für diese monatlich 16,000 Rthlr. 
(statt 14,800) Subsidien zahle, und dann, die Ruptur in einer besonderen 
Declaration unter der Hand zu versprechen; im Vertrag soll bloss stehen: 
„feindlich zu agiren" (Art. 10. 15 u. 21). 

Het sal nu van H. H. M. wijsheijt syn te oordeelen, of se den 

17* 



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260 ^V- ^'ö Allianz von 1672. 

Heer Churfiirgt hierin willen te gemoet gaen ende hetTractat in dier 
voegen sluijten oft wel eer afwachten, dat S. C. D. buijten haere par- 
tije blijve en sich ten besten genomen neutrael houde. Ick meijn on- 
der correctie, als men met malkanderen aan de gangh is, soo sal het 
sich wel wijsen, wat ter te doen of te laeten sal wesen; dit quaet 
sien ick bij trainissement, dat daeglijcx de conditien om met den Heer 
Churfurst te handelen, swaerder en swaerder werden ende Godt beeter 
eer lange in een impossibiliteijt sullen vervallen. 

Mij is vertoont een brief van de eijgen handt van Prince Robert 
aan de Heer Churfurst, waerbij hy S. C. D. in den naem van den 
Coninck van Engelandt serieuselijk versoeckt, dat hy soo langh met 
syne te maekene alliantie met H. H. M. wil inhouden, ter tijt toe den 
Engelse Minister Lockart sijne propositie eerst hebbe gedaen, die 
hy konde verseekeren, soo satisfactoir te sullen wesen, dat S. C. D. 
soude contentement ende volkomen verseekerheijt daarby vinden. Ick 
duchte seer dat den voorn. Lockart niet alleen Engelse, maer oock 
nieuwe France ordres sal mede brengen, die het Tractat wederom 
sullen retarderen ende misschien buyten conclusie houden, ende waer- 
mede alle niijne aengewendte moeijte, die ick nu 13 weken aan den 
anderen met soo veel obstaculen hebbe geadhibueert, om een goet 
ende vertrouwelyck verstandt tusschen H. H. M. ende S. C. D. te bouwen, 
plotzlijck sal vervallen ende velleicht moeten sien, dat men sich nolens 
volens in de France ende Engelse partije werpe ofte als voorsz. is, 
. neutrael blyve. 

Godt de Heere, die het alles regeert ende dirigeert ende meer- 
maels, als menschen hulp ontbreeckt, syne Godelijcke kracht bethoont, 
stiere alles ten besten en bewaere het lieve vaderland voor meerder 
onheylen. 

Amerongen an Prinz Moritz v. Nassau. Dat Kloster Lehnin 

26. April 1672. 

26 Apr. tjDe affectie van S. C. D. tot den staet is so groot als ik se kan wen- 

schen, Godt gave dat de Ministers ins gelyx soo wareu, maer dat kan ick 
van allen niet seggeu ende misschien maer alleeu van eenighe wenighe, die 
redenen waerom, daervan werdt meer geseyt, als ik hier sal schryven." Der 
Kurfürst erweist ihm viel Gnade und spricht mit grossem Vertrauen und 
Offenherzigkeit mit ihm. Seine Negotiation hofft er bald zu Ende zu brin- 
gen, wenn nur der Staat etwas prompter resolvirte und seine Resolutionen 
ausführte. 



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Letzte Schwierigkeiten. 261 

Amerongen an den Griffier. Dat. Lehnin 26. April 1672. 

Die Resolution der Staaten vom 19. April hat er empfangen und dar- 26. Apr. 
auf sich bemüht, mit allen Motiven „als ick naer de zucht mijner liefde tot het 
vaderland hebbe können excogiteren", dieselbe „waer 't mogelyck smaekelijk 
te maecken ende hier de affectie niet te verliezen'*. Doch ist das gerade 
jetzt schwierig, da von allen Seiten schlimme Nachrichten über die Lage 
der Republik einlaufen: Schweden habe mit Frankreich abgeschlossen, Spa- 
nien werde weder mit Frankreich noch mit England brechen; im Innern 
des Staats herrsche Zwietracht und hindere alle Maassregeln, selbst die 
Werbungen. Der Kurfürst trägt daher mit Recht Bedenken, sich mit der 
Republik zu verbinden und sich mit seiner kleinen Macht so mächtigen Fein- 
den entgegenzustellen. Für den Schaden, den seine Lande am Rhein wäh- 
rend der Neutralität erleiden werden, ist ihm von Frankreich hinreichende 
Entschädigung versprochen. In Celle stehen die Dinge, wie Brasser 
schreibt, ganz desperat. Der Kurfürst hat eigenhändig einen sehr civilen 
und cordaten Brief an den Herzog von Celle geschrieben und ihm gemeldet, 
dass er im Begriff ^ei mit den Staaten abzuschliessen, ihn zu Gleichem auf- 
fordernd. Diesen Brief hat er keinem der Minister mitgetheilt, die ausser 
Polin itz alle in Berlin geblieben und krank sind „ofte ten minsten haer 
kranck houden". Auch der Bischof von Strassburg hat einen langen Brief 
hierher geschrieben, um den Kurfürsten von der Allianz mit den Staaten 
abzuschrecken, aber man glaubt ihm hier nicht und hält ihn für den Ur- 
heber von allem Unheil. 

Er hält es für viel vernünftiger — und hat es auch schon an Gent 
geschrieben, — dass man, anstatt der Kurfürstin und den Ministern 100,000 fl. 
zu schenken, dem Kurfürsten die 48,000 Rthlr. für die Artillerie zahle ; der 
Mehrbetrag sei gering. Er wird dies vielleicht noch auf eigene Verant- 
wortung thun. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 29. April 1672. 

Auf Amerongen's Schreiben vom 20. April ist beschlossen, die Aen- 29. Apr. 
derungen des Kurfürsten an ihrem Entwurf vom 11. April anzunehmen, also 
die Auslassung des Versprechens der Ruptur im Vertrag selbst zu geneh- 
migen. Ferner wollen sie, obgleich sie einen Grund zur weiteren Erhöhung 
des Solds der Hilfstruppen nicht einsehen, dennoch Amerongen ermäch- 
tigen, wenn es nicht anders gehe, die Mehrforderung für die Artillerie zu- 
zugestehen. Amerongen soll nun den Abschluss des Vertrags, dem von 
ihrer Seite kein Hinderniss mehr im Wege steht, ungesäumt veranlassen. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 1. Mai 1672. 

Der Kurfürst ist wieder nach Potsdam zurückgekehrt, er nach Berlin I.Mai, 
gegangen. Sein Hofmeister Jonkheere schreibt ihm aas dem Haag, dass 



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262 IV. Die Allianz von 1672. 

die Qeneralstaateu in den zwei Differenzpuneten nicht geneigt seien nach- 
zugeben; er sieht nicht, wie er sie ausgleichen solle. Aus Briefen des Kauf- 
manns in Hamburg entnimmt er, dass die 550,000 fl. Werbegelder noch immer 
nicht disponibel sind; es ist fast ein Glück, dass der Tractat noch nicht 
abgeschlossen und also die Deputirten des Kurfürsten noch nicht nach Ham- 
burg gereist sind. Sonst würden sie zu seiner und des Staates Schande 
Tergeblich haben zurückkehren müssen. — Brasser aus Celle meldet nichts 
Gutes. 

Amerongen an den Griffier. Dat Berlin T.Mai 1672. 

7. Mai. Gestern gleich nach Mittheilung ihrer Resolution vom 29. April hat der 

Kurfürst die Unterzeichnung des Vertrags *) befohlen, und übermorgen wird 
er (Amerongen) sich mit dem Thesaurier des Kurfürsten nach Hamburg 
begeben, um die 650,000 fl. Werbegelder zu erheben. Er zweifelt, dass sie 
disponibel sind, und das würde hier viel Missbehagen erwecken, wenn man 
sie nicht sofort erhalte. Den Vertrag bittet der Kurfürst noch einige Tage 
geheim zu halten, da er sonst in seinen Werbungen Hindernissen begegnen 
könne. Die Pathengeschenke wolle man doch auch endlieh nach Hamburg 
schicken, da man schon so lange damit gewartet. 






Brasser an den Griffier. Dat. Brockhausen') 3/13. Mai 1672. 

13. Mai. Die brandenburgischen Gesandten Canstein und Schwerin arbeiten 

mit ihm daran, den Herzog bei der guten Partei zu halten, sprechen aber 
sehr zweifelhaft von der Ratification und dem Erfolge des Vertrags zwischen 
Brandenburg und den General Staaten , wenn der Herzog nicht beiträte '). 
Denn der Kurfürst sehe es wegen der günstigen Consequenzen sehr gerne, 
dass der Herzog noch grössere Geldsummen verlange, und hoflTe, dass er 
sie erhalten werde. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 19. Mai 1672. 

Der Rest des Werbogclds und der erste Monat der Subsidien sollen 
19. Mai. schleunigst nach Hamburg geschickt werden, ausserdem 40,000 Rthlr. , die 



') Bei Londorp IX. 817. Sylvias, Vcrvolg op Aitzema I. 181. Pufendorf 
XI. 48. In dem (dort nicht abgedmcktcn) Separatartikel verpflichtete sich der Kur- 
fürst, Allen, die den Staat oder Brandenburg angreifen würden, den Krieg zu erklä- 
ren und zwar zwei Monate, nachdem das im Vertrag Bedungene vom Staat erfüllt 
worden ist. — Der ganze Vertrag wurde Frankreich gegenüber als Neutralitätsver- 
trag dargestellt. Mignet a. a. O. p. 692. 

') Im Osnabrück ischen. 

•) Verhandlungen, um die Herzoge Georg Wilhelm von Celle und Rudolf 
August von Wolfenbüttel zum Eintritt in die Allianz zu bewegen, waren im 27. Art. 
des Vertrags den Generalstaaten zur Bedingung gemacht worden. 



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Abschluss der Allianz. 263 

Ameroügen zur Beförderung seiner Verhaudliingen an die Kurfürstin und 
den kurfürstlichen Hof auszugeben ermächtigt sein soll. Ferner soll Ame- 
rongen dahin wirken, dass der Kurfürst einen über seine Intentionen ge- 
nau instruirten Gesandten nach dem Haag schicke, um mit den General- 
staaten zusammen die gegen den gemeinsamen Feind zu ergreifenden Schritte 
zu überlegen. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin LJuni 1672. 

Am 29. Mai ist er von Hamburg *) wieder hier angekommen, hat am I.Juni. 
30. die Verzögerung der Zahlungen beim Kurfürsten entschuldigt und ist 
mit Zuvorkommenheit angehört worden. Der Kurfürst hoflPt binnen einem 
Monat spätestens seine Armee vollzählig zu haben. Aus Schweden hat man 
schlechte Nachrichten. Ebenso ist man hier mit dem Benehmen des kai- 
serlichen Hofes sehr wenig zufrieden. De G o e s ist ohne alle Instruction 
betr. Frankreichs, Cölns und Münsters Benehmen angekommen, und hat 
vom Kurfürsten bloss Türkenhilfe verlangt, von denen gar keine Gefahr 
droht. Der Kurfürst hat daher sofort Anhalt nach Wien geschickt. 



Resolution der Generalstaaten. Dat. 6. Juni 1672. 

(2. Pfingstfeiertag Abends 5 Uhr.) 

Es wird beschlossen, Amerongen von der traurigen Zeitung, dass G.Juni. 
Wesel capitulirt habe und Büderich und Orsoy erobert seien *), zu benach- 
richtigen und ihn zu beauftragen, dass er alle möglichen Mittel aufwende, 
um den Kurfürsten zur schleunigsten Hilfeleistung zu veranlassen, und alle 
entgegenstehenden Schwierigkeiten beseitigen helfe. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 8. Juni 1672. 

[Empfang der Resolution Tom 28. Mai. Reise nach Dresden aufgegeben und be- 
schlossen, mit FöUnitz nach dem Haag zu gehen. Der schwedische Gesandte. Celle. 
Schlechte Nachrichten aus Cleve und Mark. Standhaftigkeit des Kurfürsten.] 

Mijnen laetsten aen U W. Ed. is geweest van den eersten deeses. 8. Juni. 
Zedert ontfangh ick H. H. M. missive ende resolutie van den 28. der 
voorleede Maendt May, waer bij deselve mij aenschrijven; dat gecon- 
cidereert de penningen tot de bewußte allianeien gedestineert seer 



*) Wo er mit Heidekampf zusammen, nach einigen Schwierigkeiten, den Vor- 
schuss Ton 550,000 fl. auf die Werbegelder erhoben hatte. 

^) Am 5. Juni capitulirte Wesel, nachdem es von Cond^ seit dem 1. belagert 
worden. Orsoy war schon den 3., Büderich nach leidlicher Vertheidigung gegen 
Tarenne den 4. gefallen. 



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254 ^' ^^® Allianz Ton 1672. 

traegh ende langsaem bij quaemen, ende dat raet verloop van tijdt 
daer inne meerder schaersheijdt stondt te verwachten, hooghgemelte 
H. H. M. geresolveert hadden, haer in geene swaerdere lasten met het 
aengaen van meer andere alliancien te connen steecken ende over 
sulcx eerst ende voor al wilden afwachten, off ijets ende wat met de 
hertogen van Bronswijck ende Lunenborgh soude connen werden ge- 
daen ; van welcke H. H. M. resolutie ick met circumspectie S. C. D. 
hebbe kennisse gegeven ende denselven gevraeght off hij oordeelde, 
dat het nodich was, dat ick mijne voorgenomene reijse naer Dresen 
neffens een van sijn Ministers (soo hij bereijdts geresolveert hadde 
derwaerts te senden) soude voortsetten : soo heeft S. C. D. daerop ge- 
antwoordt, dat soodaenige besendinge nu onnodich soude weesen en 
beter waere, dat ick een keer nevens den beere Pelnitz naer HoUandt 
dede, om H. H. M. mondelingh omstandich te berichten van den ge- 
heelen toestandt van saecken in deese gewesten, ende wat bij gemeen 
concert men sal onderncemen tot afweeringe van alle oppressie van el- 
canders Landen en Luijden, gelijck ick dan geintentionneert blijve, soo 
haest de bewuste ratificatie sal hebben ontfangen en geextradeert, ne- 
vens den voom. Heer Pelnitz te doen ende oversulcx de reijse naer 
Dresen te staecken. 

Den Sweetschen Envoyö*) heeft gisteren sijn afscheijdt becomen 
ende is hem niet onduijdelijck te verstaen gegeven, dat tot behoude- 
nisse van den vreede in 't Duijtsche Rijck meer Consilia gerequireert 
werden als die van Vranckrijck ende sijn Meester, die bij hun ge- 
maeckte Tractaet aen den Keijser, Cur- ende Fürsten schijnen te wil- 
len de wet prescriberen. Gemelte Minister gevraeght sijnde hadde 
sich 800 veel laeten ontvallen, dat soo wanneer ö. C. D. H. H. M. vol- 
gens sijn gegevene guarantie bij het Cleefsche Tractaet. tegens den 
bisschop van Munster bijspronge, dat sulcx mede soude strijdich wee- 
sen tegens het voorgeroerde Tractaet, het welcke voor een absurditeijt 
werdt opgenomen. Van het Zelsche hoff is hier geen andere na- 
richtinge als dat dien Fürst nogh persisteert van naer geene alliancie 
te willen luijsteren, ten sij dat den Keijser sich reelijck verclaere ende 
de Croon Denemarcken in de partije come. Hier comen dagelijcx 
brieven in uijt de Graefschap Marck ende Furstendom Minden, wor- 
dende de Cleefsche opgehouden, die vermelden van de barbarische 
wreetheijdt, soo de Francen al omme in de Landen van Gulick ende 

*) Hermann Wolfrad. Vgl. Pufendorf XI. 39. 



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Schweden und Celle. Schleohte Nachrichten vom Rhein. 265 

in specie Bergh (alwaer de onderdaenen meer als drie vierde parten 
van de religie Bijn) pleegen met moorden, branden, sehenden, rooven 
en plonderen, verschoonende jongh noch oudt, selfs niet paepsche 
geestelijckheijdt ende die van hare gesindtheden. S. C. D., die deese 
brieven in mijne praesentie liet leesen, seijde, dat die van sijne 
Cleefsche ende Berchsche Landen niet anders hadden te verwachten, 
oflF wel deselve tot noch toe waren verschoont geweest Een geestelijck 
bekent beer hadde een van sijne Ministers aengeraeden, dat den beere 
Curfurst sijn Meester de partije van den Staet moste abandonneren ofif 
dat men tot Soest een magazijn soude maecken ende sijn Landt van 
der Marck van die kant diermaeten invasteren, datter niet een huijs 
over endt soude blijven staen. Waerop hooghgem. beere Curfiirst met 
seer significante expressien mij geliefde te seggen, dat hij het nu met 
H. H. M. aengevangen hebbende ten besten van de gemeene saecke 
ende tot maintien van de wäre gereformeerde religie (daer over hij 
Beer groote becommeringe hadde, van dat men die tracht te extirperen) 
alles wil hazarderen ende daer bij opsetten, wordende sijne wervinge 
ende alles wat tot den veldttocht gerequireert werdt, over nacht ende 
dagh verveerdicht. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 12, Juni 1672. 

[Slriegserklärung von Münster. Bestürzung des Kurfürsten über den Fall der Bhein- 

festungen. Französischer Gesandter erwartet. Der Kurfürst ist zwar fest^ bedarf 

aber der Unterstützung. Gute Nachrichten aus Wien.] 

Er hat dem Kurfürsten die Kriegserklärung des Bischofs von Münster 12. Juni, 
mitgetheilt, die derselbe für frivole Prätexte erklärt, die Gott dereinst an 
den Tag bringen werde. 

Maer, naijn beer, ick can niet schrijven, hoe perplext ick S. C. D. 
hebbe gevonden op de ongeluckige tijdinge gisteren door den Gene- 
rael Major Spaen den 5. deeser uijt Lipstadt alhier overgeschreeven, 
van dat den 2., 3., 4. ende 5. dito de Steden vanOrsoij, Rijnberck*), 
Weesel, ßuderick, Brevoort ende Groll'; haer aen de Francen näer 
weijnich resistentie gedaen te hebben, hadden overgegeven; daer over 



*) Rheinberg wurde den Franzosen am 6. Juni durch Verrath des staatischen 
Commandanten übergeben. 

^) Bredevoort und Grol (Groenlo) nördlich von Wesel in der Grafschaft Zuiphen 
gelegen. Grol wurde am 10., Bredevoort erst am 18. Juni erobert. Alle diese Nach- 
richten sind also mehr oder weniger verfrüht, da Jedermann damals den Kopf ver- 
loren hatte und gleich das Schlimmste fürchtete. 



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266 I^' ^'^"^ AUiftDZ Yon 1672. 

hij »eer ontroert wa« ende seijde, dat sulcx onmogelijck was te be- 
grijpen. Daer bij wordt geschreven, dat de voorsz. Steden seer siecht 
van Volck, Canon ende alderhande ammonitie van oorlogh sijn voor- 
sien geweest; het welcke ick, alhoewel daervan onkundich'), om de 
reputatie van den Staet hebbe tegen gesproocken ende geseijt, dat het 
eer te presumeren was, dat bij de Ingesetenen ende Borgers daer om- 
trent most weesen gemaliverseert, dewelcke, gelijck S. C. D. bewust 
was, voor heenen hadden laeten verluijden, dat sij haer tegens de 
Vijanden van H. H. M. niet wilden defenderen. Quidquid sit, men is 
hier daer over ten hoogsten perpl^xt') ende oordeelt, dat het verlies 
van de voorsz. öteden eene groote sequele van onheijlen voor den 
Staet ftol nae sich sleepeu ende de Vijanden. grootelijcks encourageren, 
die geseijt werden daer in goeden beuijt gevonden te hebben. Hier 
toc conipt, dat den Curfurst van Cölen op heden aen deesen bij mis- 
sive verwitticht, dat hij IL H. M. den oorlogh declareert, gelijck uijt 
de nevensgaende can gesien worden, ende datter een Francen Courier') 
tusschen wegen is, die hier anderinael een cathegoricque antwoordt sal 
vorderen, off deesen Curfurst sich vrundt of vijandt wil verclaeren, 
waerniede men hier ten hoogsten sal verlegen sijn. Echter vertrouwe 
ick, dat S. C. D. bij het geconvenieerde standvastelijck sal persisteren 
ende misschien een expedient connen vinden, om hem soo prompte- 
lijek niet te antwoorden als hij sal desidereren. Dogh H. H. M. be- 
lieven onder ootmoedige correctie verdacht te weesen, dat soo sij van 
hooghgem. Curfursten assistentie ijets verwachten, daer andere Duijtse 
fursten int spei sullen moeten comen, soo niet, sij gepermoveert wer- 
den, meer Trouppes op te been te brengen. S. C. D. beliefde mij 
vorders te seggen, dat bij deese ongeluckige toeval hij gisteren van 
den Fürst van Anhalt goede tijdinge van Weenen hadde becomen, 
daer in bestaende, dat het Keijserlijcke hoff aen S. F. D. hadde ver- 
claert, dat den Keijser op sijn instantie geresolveert hadde 5000 peer- 
den ende 10,000 man te voet met den eersten naer Eger te doen mar- 
cheren tot ö. C. D. assistentie, ende dat den Spaenschen Minister aen 
het hoff aldaer seer goede oflficien daer ontrent hadde bijgebracht, 
welcke Trouppen ordre souden hebben, omme die van S. C. D. te con- 



Vgl. jedoch oben p. 203 »einen Beriebt vom 28. Nov. 1671. 
*) Vgl. Scbwerin*8 Briefe bei v. Orlich II. 54: «Die Nachrieb ten aus Hol- 
land sind 80 arg, dass hier Alles consternirt ist*. 

') Der Qraf de la Vauguion. Mignet IV. 89. 



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Bestürzung über den Fall der ClevischoD Festungen. 267 

jüngeren ende met denselven ten besten van het gemeijn te ageren, 
mij versoeckende, dat ick het selve aenstondts door een expressen aen 
den beere Brasser in secretesse wilde notificeren, ten eijnde sich aen 
't Zelsche hoff met circnmspectie daervan conde bedienen, uijt oor- 
saecke van dat men sigh tot nogh toe aldaer op den Keijser heeft 
beroepen'), gelijck ick hebbe gedaen, versoeckende niede dat dit bij 
de Regeringe voor als nogh mochte gesecreteert werden. Godt geve 
dat soodaenige secourssen niet te laet mögen comen. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 15. Juni 1672. 

[Empfang der RoHolution Aom 6. Juni. Des Kurfürsten Werbungen sind noch lange 

nicht beendigt. Er hat 10-12)000 M. zur * Disposition. Berichte über die elende 

Vertheidigung von Wesel. Schwierige Lage des Kurfürsten zwischen Schweden und 

Frankreich Klagen über Braunschweig und Dänemark.] 

Hat ihre Resolution vom 6. Juni mit der traurigen Nachricht vom Fall 15. Juni 
der Festungen am Rhein erhalten, sie sofort dem Kurfürsten mitgetheilfc und 
denselben gebeten, dem Staat sobald als möglich zu Hilfe zu kommen. 

Het beliette S. C. D. met een seer innerlyck ende mede doogent 
gemoet t' antwoorden, dat hem het voorgeroerte ongeval seer ter her- 
ten giengh, ende wenschte met sijne waepenen *t selve verder te kön- 
nen voorkomen. Dan dat mij niet onbewust was, in wat postuur hy 
sich tot noch toe bevondt, dat syne Trouppen noch wierden geworven, 
waer over men met hem, doch Godt beetert, soo het nu bleeck, te laat, 
hadde geaccordeert; dat hy van deselve 10 a 12,00() man in syne 
Westphaelse Landen ende Guarnisoenen hadt staen, dat de overige 
hier in de Marck Brandenburgh, Pruijssen ende Pommeren noch wier- 
den versamlet, dat ik selfs konde oordeelen, wat assistentie hy voor 
als noch met de voorsz. 10 a 12,000 man konde toebrengen ende syne 
guarnisoenen aldaer beset laeten, dat hy van Vranckrijck ende sijne 
adhaerenten niet minder wierde gedreijgt als H. H. M. albereyts wae- 
ren aangetast; dat het bedroeft was, dat hij uijt de inkomende advi- 
sen') ende specialijk uijt den brief, van de Stadt van Weesel in dato 
den 18. Junij geschreven, had moeten vernemen den siechten toe- 
standt, die men in die Stadt ende vordere plaetsen op den Rhijn 
hadde gemaeckt, om soo machtige vijanden voor deselve af te 



<) 8. Schwerin bei v. Orlich II. 51. 

') Man findet derartige theils Zeitungsberichte, theils Briefe fiber die Eroberung 
der Bheinpltttze im Diarium Europaeum XXV. App. p. 2. 17—35 (2. Paginirung). 



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268 ^^' ^'^^ Allianz von 1672. 

wachten, hebbende het guarnisoen alleen bestaen uijt 1300 siecht 
ende meest nieuw geworvene soldaeten, daerin gereekeut een nieuw 
geworven halve Compagnie peerden; dat sij gebreeck hebben ge- 
hadt van allerleij amonitie van Oorlogh ende voornaenientlyck van 
Canon ende Canoniers, die der niaer tot drie toe in 't getall sich had- 
den bevonden, dat het insgelijck in de andere steden niet beeter waer 
gesteh geweest^: sulcx dat men met de gesonde reeden niet konde 
over een brengen, hoe dat men soo aansienlijke ende voor den staat 
considerable vestingeu diermaeten hadde geabandonneert, daer men 
800 machtige ende langh verwaehte vijanden van tijt tot tijt had sien 
naerderen; dat hy Heer Churfurst raet sijn oordeel daerontrent moste 
still staen ende hetselve aansien als een straffe van Godt de Heere, 
die hy over sijn kerck ende den Staat der vereenigte Nederlanden 
wilde brengen ende waeraen S. C. ü. ende alle geloofsgenooten, Godt 
beetert, souden moeten participeren, met veel andere reedenen meer 
hier te langh ora te verhaelen; seggende vorders, dat hy hem ten 
uijttersten soudc evertueren, omnie met sijne macht volgens het gecon- 
venieerte by de handt te komen, maer dat ick wel konde considereren, 
van wat weijnigh efficace die wesen sal jegens soo victorieuse vijan- 
den, die albereyts soo veel avantage op den staat hadden; dat het 
niet en was te begrijpen, dat de Croon Sweeden niet alleen in deesen 
Stil sat, maer oock noch comineerten die geene, die haer wilden on- 
derstutten; dat Denneraarcken ende Bronswijck raet haere lauge trai- 
nissementen meergen. Staat ende hem Heer Churfurst hadden geamu- 
seert ende geabuseert, dat van den Kaijser tot noch toe niet en 
quaemen als goede woorden sonder effecten, dat heden ofte morgen 
hier soude arriveren een fransen Envoy6 genaempt le Comte de la 
Vodion'), die Lipstadt ende Minden al was gepasseert, dewelcke 
S. C. D. soude afvraegen, of hy van den Coninck wilde wesen vrunt 



*) Man vgl. Sypesteyn en de Bordes, de verdediglng van NederJand in 
1672 en 167o. I. 35 ff. Von Wesel heisst es da: Van deze vesting waren de verde- 
digingswerken vervallen, de borstweringen te lang, de buitenwerken onafgcmaakt, 
de grachten voor een gedeelte droog en door aanslibbing op sommigc plaatsen geen 
3 el breed, de ravelynen zonder gemeenschap met de daar achter gelegene werken 
enz. Zij was bewapend met 31 metalen en 18 ijzeren kanonen, van welke laatste 
alleen de affuiten goed waren. ... Er waren wel oorlogsbehoeften , doch geene le- 
vensbehoeften voorhanden en de bezctting bestond uit 27 kompagnien, te zaraen 1350 
man sterk (während der Befehlshaber erklftrtc, er habe 6000 M. zur Vertheidigung 
nöthig). 

*) Vauguion, s. oben p. 266. 



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Verwahrlosung der Rheinplätze. Der kaiserliche Hof. 269 

ofte vijandt, sonder eenige neutraliteijt t' admitteren, dat hij sich 
daerover peq)lext voude, nauwlijcks weetende, wat aen denselven te 
sullen antwoorden: In somma, mijn Heer, het verlies van de nieergen. 
plaetsen mitsgaders de progresseu, die den vijant noch verder gepre- 
sumeert werdt gedaen te hebben, geeft hier soodaenige alteratie onder 
de wel geaffectioneerde, dat het nauwlijcx is te beschryven ende onder 
die den staat niet wel willen, discoursen, die ick hier niet sal verhae- 
len. Godt erbarm sich onser! 

Men werft hier al wat men kan, ei>de worden boven het bewuste 
getall noch nieuwe Patenten uijtgegeven, maer wat sal ik seggen, het 
volck isser niet te bekomen, men eijscht nu 16 a 18 Rijcxd. op een 
man te voet, die men voor drij maenden voor 8 konde bekomen. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Berlin 22. Juni 1672. 

Er hat seit mehreren Tagen vergebens auf das Eintreffen der Rati- 22. Juni, 
fication gehofft, um sie auszuwechseln, so lange es noch Zeit sei „ende 
S. C. D. inbrauslable blijft, wat beloften ende dreijgementen hem van den 
fransen Envoy6 alhier sijnde gedaen werden. S. C. D., die wel becommert 
is, maer echter daerom de moedt geensindts laet sacken'*, hat ihm gesagt, 
dass der Fürst v. Anhalt aus Wien mit sehr gutem Bericht zurückgekehrt 
sei, und dass er (Amerougen) sich nun mit Pöllnitz nach Holland be- 
geben möge, um mit den Generalstaaten das Weitere über den Feldzug 
zu verabreden. Er wird sich daher Ende dieser Woche nach Hamburg be- 
geben uud dort mit Pöllnitz, der einstweilen nach Celle geht, zusammen- 
treffen. 

Bruijnincx an Amerongen. Dat. Wien S.Juli 1672. 

Er möge dem Kurfürsten melden, dass man hier entschlossen sei, gegen -3. Juli. 
Frankreich einzuschreiten, 10-12,000 M. mit Brandenburg zu vereinigen und 
ein grösseres Corps als Reserve aufzustellen. Der Kurfürst solle sich ja 
nicht durch die französischen Anerbietungen verlocken lassen und bei dem 
von Anhalt hier Stipulirten bleiben. Der Papst und alle Stockkatholiken 
wühlen hier für Frankreich und gegen die Niederlande. — Dass der Kai- 
ser zunächst bloss wenig Truppen mit Brandenburg vereinige, sei recht gut, 
so lange der Kurfürst selbst nicht ein grösseres Heer stellen könne; denn 
Brandenburg müsse immer die kaiserliche Macht balanciren. 



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- 1 



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V. 



• « 



Feldzug am Rhein und in 
Westfalen. 

(Berichte von Amerongen.) 



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Einleitung. 



We 



'enn der Zweck des EarfUrsten sowohl wie der Staaten beim Ab* 
schluss der Allianz vom 6. Mai eigentlich gewesen war^ dass das branden- 
bnrgische Hilfscorps die Clevischen und Westfälischen Lande besetzen, da- 
durch Cöln und Münster im Zaum halten, die Südostgrenze der Niederlande 
auch gegen einen französischen Angriff decken sollte *), so war derselbe 
durch die lange Verzögerung des Abschlusses ganz unmöglich geworden. 
Denn während in Berlin das Bündniss unterzeichnet wurde, begann Lud- 
wig XIV. den Feldzug, der in raschen Schlägen die Republik an den Rand 
des Verderbens brachte. 

Die französische Armee, anstatt sich mit der Belagerung Mastrichts auf- 
zuhalten, richtete ihren Angriff sofort auf die Position, deren Bewahrung 
des Kurfürsten und der Staaten gemeinsames Interesse gebot und die das 
Bindeglied zwischen beiden bildete, die Clevischen Festungen *). Aber der 
Kurfürst war. Dank der Verschleppung der Allianz, noch nicht gerüstet, 
die Staaten hatten in sorgloser Verblendung den Schutz dieser Grenze ver- 
nachlässigt. So fielen diese Festungen in wenigen Tagen. Der unerwartete 
Angriff, der überraschende Erfolg desselben riefen in den Niederlanden die 
grösste Bestürzung hervor, und ehe man sich noch von derselben erholt 
hatte, brachen die feindlichen Schaaren auf allen Seiten über die Grenzen 
herein und überschwemmten die östlichen Provinzen. Die Städte wetteifer- 
ten, sich dem Eroberer zu überliefern, der Prinz von Oranien musste sich 
mit seinem kleinen Heere von der Yssel nach Holland zurückziehen, um 
nur nicht abgeschnitten zu werden, und Ende Juni streiften französische 
Reiter bis vor die Thore von Amsterdam. Holland und Zeeland waren die 
einzigen noch freien Provinzen, aber statt festen unerschütterlichen Muthes 
und statt Entschlossenheit zum äussersten Widerstand herrschten namentlich 



1) S. oben p.203. 
>) Rousset, LouYois I. 321 ff. 
M«ier. lur Gesch. d. Gr. KurOirfiteD. IlL Ig 



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274 ^- Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

in Holland, dem Herz des Landes, die kopfloseste Furcht und Verzweif- 
lung,, eine Partei schob auf die andre die Schuld am Unglück, man warf 
sich gegenseitig Yerrath am Vaterlande vor, und statt einmüthig zu han- 
deln, schwächte man durch Zwietracht die letzte Kraft. Die Oranischge- 
sinnten glaubten die Zeit gekommen, die Aristokratie zu stürzen, diese 
suchte durch einen schimpflichen Frieden mit Frankreich wenigstens ihre 
Herrschaft zu retten *). 

Dies war die Situation in den Niederlanden, als der Kurfürst sich 
rüstete, dem Bündniss gemäss denselben zu Hilfe zu kommen. Wohl war 
er nach wie vor fest entschlossen, für die gemeinsame Sache und die wahre 
reformirte Religion Alles zu hazardiren und dabei einzusetzen*); denn ge- 
rade das Unglück der Republik, der Uebermuth Ludwig 's XIV. legte die 
Gefahren, welche von dem Untergang der Niederlande drohten, deutlich an 
den Tag. Aber es wäre Tollkühnheit gewesen, allein mit seiner geringen 
Macht dem überlegenen Frankreich entgegenzutreten. Er hätte sich selbst 
geopfert, ohne den Niederlanden, von denen er abgeschnitten war, wirk- 
samen Beistand leisten zu können. Schon drängte Ludwig XIV. den 
Kurfürsten ^de s'expliquer clairement sur T^tat, dans lequel il desirait de- 
meurer avec lui"*); Schweden drohte, Jeden zu bekriegen, der den Nieder- 
landen beizustehen wage, Sachsen, Lüneburg und Dänemark, auf deren Bei- 
stand man gerechnet, zögerten jetzt mit ihrem Anschluss an die Allianz. 
Wenigstens einen Bundesgenossen, einen Rückhalt mnsste der Kurfürst im 
Reich haben, ehe er für die gefährdete Republik offen auftreten durfte. 

^r wandte sich an den Kaiser: zweimal wurde der Fürst zu Anhalt 
nach Wien geschickt, um ein Bündniss mit dem kaiserlichen Hof zu Stande 
zu bringen. Allerdings konnte der Kurfürst nicht hoffen, denselben sofort 
für offenes Auftreten gegen Frankreich und directe Unterstützung der ketze- 
rischen Niederlande zu gewinnen; er musste das nächste Ziel der Allianz 
auf die Garantie der Friedensschlüsse von Münster, Cleve und Aachen, auf 
gemeinsame Action gegen die Uebertreter derselben im Reich und auf Be- 
setzung Cölns und des Nieden*heins beschränken. Aber dies erreichte er 
auffallend schnell: der Kaiser versprach zum kurfürstlichen Heere 16,000 M. 
kaiserlicher Truppen stossen zu lassen, die am 15. Aug. in Eger bereit ste- 
hen sollten •). Ja auf Veranlassung des Kurfürsten schloss er am 25. Juli 
auch ein Bündniss mit den Staaten, das vorläufig freilich nicht ratificirt 
wurde und unwirksam blieb. Von den geheimen Beweggründen dieser 



') de Witt schreibt am 20. Juni an seinen Bruder Cornelis: »De zaken loo- 
pen, God beter *t, dagelijks van kwaad tot erger; en het allergrootste kwaad is een 
genoegzame generale wildheid en ongehoorzamheid van alle de ingezetenen in de 
Bteden en ten platten lande;' und an Vivien den 21. Juni: »vindende ons grootste 
quaet niet de macht off de progressen van den vyandt, maer de generaelen opstandt, 
de ongehoorsaemheydt ende wederspannigheydt van de borgeren ende ingesetenen.* 
de Jonge, Verhandelingen L 445 u. IL 483. 

*) S. oben p. 265. Schwerin bei v. Orlich II. 54. 

*) Instr. Vauguion's vom T.Juni bei Mignet IV. 89. 

«) Vgl. über diese Verhandlungen Anhält's in Wien Pufendorf XI. 49—51. 



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Einleitung. 275 

ausserordentlichen Bereitwilligkeit des kaiserliehen Hofes, für die Freiheit 
Europas mit Waffengewalt einzustehen ') , hatte der Kurfürst freilich keine 
Ahnung. Er war erfreut, durch den Beistand des Kaisers in den Stand 
gesetzt zu sein, zur Action schreiten zu können, und er säumte nun nicht, 
sich mit den Staaten über die zu ihrer Unterstützung zu ergreifenden Mass- 
regeln in Einvernehmen zu setzen. Er sandte seinen Oberstallmeister Ge- 
neralmajor von Pöllnitz mit Amerongen nach Holland, um mit dem 
Prinzen und den Staaten die Kriegsoperationen zu verabreden. 

In Holland erwartete man die Ankunft des Kurfürsten als des einzigen 
Helfers in der Noth mit grösster Sehnsucht®). Durch die noch im letzten 
Moment ausgeführte Ueberschwemmung war wenigstens Holland vor der 
sofortigen Eroberung geschützt worden. Das kleine Heer der Republik 
nahm eine durch die grossen Wassei-flächen, die das Land bedeckten, ziem- 
lich feste und gesicherte Position zwischen der Zuidersee und der Maass 
ein. Das Misslingen des Versuchs der antistatthalterlichen Partei, mit 
Ludwig XIV. Frieden zu schliessen, hatte ihre Macht gestürzt, und durch 
eine gleichzeitige Revolution waren in den Städten die alten Magistrate ver- 
jagt und oranisch-gesinnte eingesetzt worden, deren erste That war, das 
ewige Edict zu vernichten und den Prinzen zum Statthalter zu proclamiren. 
Aber die Situation war trotzdem gefährlich genug: dem staatischen Heer 
stand eine weit überlegene, siegesgewisse Armee unter einem tüchtigen 
Feldherrn gegenüber, die nur auf eine günstige Gelegenheit wartete, die 
holländische Vertheidigungfc.liuie zu durchbrechen. Utrecht, Gelderland, 
Overyssel, Vrieslaud waren vollständig in Gewalt der Feinde, die Stadt 
Groningen erwehrte sich nur mit grösster Anstrengung der AngrifiFe des 
Bischofs von Münster. Zur See hielt man sich zur Noth, aber eine Lan- 
dung englischer Truppen im Rücken der staatischen Armee wurde nur durch 
unvorhergesehene Naturereignisse verhindert. Der Handel, die Industrie 
lagen natürlich vollständig darnieder, viele Einwohner flüchteten sich und 
ihre Habe nach England und Deutschland. Wenn es nicht gelang, sich 

'') Am kaiserlichen Hofe galt es als «priucipale arcanum dominationis Caesareae", 
stets ein starkes Heer im Reich zu haben, das auf Kosten der Stände ernährt werde 
und die Macht gewähre, in die Streitigkeiten der Reichsstände entscheidend einzu- 
greifen. Und in Bezug auf die Vereinigung Montecuccoli^s mit dem kurfürstlichen 
Heere äusserte Lobkowitz, «»dass man Kurbrandenburg als ein nngezäumtes wil- 
des Pferd consideriret, welches zu besänftigen man ein ander gezähmtes und gelindes 
Ross beigesellen müsse, damit es sich nicht ä corps perdu in eine Partei würfe'. 
Relation Es. Pufendorf*s herausg. von Hei big p. 26. Dem Kurfürsten von Mainz 
▼ersicherte Lobkowitz: «has copias nullnm Gallum conspecturas . . . ne Elector et 
Belg&e in desperationera vertantnr, expeditionem qnidem decretam , sed ideo magni 
nominis ducem copiis praefectum, sine quo Elector nil suscipere possit et cuins 
pMegma istins fervorem temperatarum sit." Pufendorf XI. 51. 

^) Camp man schreibt 5. Juli: «Hier hat man keine andere Hoffnung und Zu- 
flucht als zu Gott und dem Kurfürsten, der deshalb in grosser Consideration ist;* 
and Blas peil 25. Juni: «Der gemeine Mann ... darf wohl öffentlich sagen , wenn 
nur Chorbrandenburg mit seiner Armee in der Nähe stunde, man wollte E. Ch. D. 
znm Herrn annehmen und denen, welche es hindern wollten, die Hälse brechen.* 

18* 



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276 ^' ^®W*"g *ni Rhein und in Westfalen. 

aus der erdrückenden Einklemmung zu befreien, wenn die Franzosen noch 
länger ungestört den ganzen Rhein vom Elsass bis an die Zuidersee be- 
herrschten, musste die Widerstandskraft Hollands endlich erschöpft werden 
und unterliegen. Es kam Alles darauf an, dass den Holländern auf irgend 
einer Seite Luft gemacht wurde, und da England sich von Neuem eng mit 
Frankreich verbündet hatte, konnte dies nur von Deutschland aus durch 
den Kurfürsten geschehen. 

Föllnitz kam Mitte Juli nach Holland. Der ihm vom Kurfürsten er- 
theilte Auftrag ging hauptsächlich dahin, mit dem Prinzen die vorzuneh- 
menden kriegerischen Actionen zu verabreden, aber allerdings zugleich zu 
erklären, dass seine Armee allein nicht agiren könne, ohne allerlei Unheil, 
ja den Ruin derselben zu befahren, und dass also, da eine Conjunction mit 
den staatischen Truppen unmöglich sei, die Ankunft der kaiserlichen Hilfe 
abgewartet werden müsse •). Der Prinz und die staatischen Generale hät- 
ten nun zwar gern gewünscht, dass der Kurfürst sofort, wenn auch nur 
mit seinem Heere, eine Diversion zur Rettung der Niederlande unternehme; 
er solle, meinten sie, auf Cöln marschiren und sich dieser Stadt, die von 
kaiserlichen und westfälischen Kreistruppen besetzt war, bemächtigen; war 
Cöln in der Gewalt der Alliirten, so hatten sie den Franzosen den Rhein 
abgesperrt, eine feste Position im Rücken der französischen Operationslinie, 
kein bestimmtes feindliches Corps gegen sich, und es war möglich von Cöln 
aus durch Meurs, Geldern, über Venloo u. s. f. mit der staatischen Armee 
in Verbindung zu treten; dann war die Rückzugslinie der französischen 
Armee, ihre Verbindung mit den Magazinen und Depots in Frankreicli 
selbst gefährdet, und dieselbe wurde genöthigt, sich von den bis nach Hol- 
land vorgeschobenen Posten zurückzuziehen; die Holländer wurden aus 
ihrer gepressten Lage befreit, die Armee von Neuem ermuthigt und zu 
offensiven Operationen in Stand gesetzt. 

Föllnitz musste zwar diesen Plan vorläufig ablehnen, weil er meinte, 
dass eine solche Diversion Alles aufs Spiel setze und des Erfolges keines- 
wegs sicher sei, und der Prinz konnte seinen Gründen nicht widersprechen, 
weil er selbst den noch sehr elenden Zustand der staatischen Streitkräfte 
nur zu wohl kannte i®). Indess nach einigen Schwankungen kam der Kur- 
fürst selbst nach der Vereinigung mit den Kaiserlichen doch auf diesen 
Plan zurück, und er ist dann für die Operationen des ganzen Feldzugs 
massgebend geblieben. Namentlich der Prinz baute auf ihn seine Hoff- 
nungen der Rettung des Staates, richtete nach ihm seine Actionen ein, 
und die Verhandlungen zwischen ihm und dem Kurfürsten während der 
folgenden Monate drehen sich hauptsächlich darum, was der Kurfürst und 



») Instr. vom 17/27. Juni. Pufendorf XI. 58. 

*^) Bericht Pöllni'ts* vom 22. Juli (ibid.). Derselbe erwiderte auf die Vor- 
schläge der staatischen Generale: das käme ihm Yor, »als einer, der im Wasser liegt 
und denjenigen, so ihn zu retten kommt, bei den Haaren greift und mit sich zu- 
gleich ersäuft". Der Prinz schrieb darauf an den Kurfürsten (4. Aug., Pr. St.-A): 
yJe la supplierai seulement d^avoir ^gard ä cc pauvre pays et de ne le pas aban- 
donner en cette rencontre, u*y ayant aucune antre reasource qne par son moyen.* 



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Einleitung. 277 

die Kaiserlichen zu thun hätten ^ um sieh am Rhein festzusetzen und mit 
der staatischen Armee in Verbindung zu treten. Der Prinz that in seinem 
ersten Peldzug das Mögliche zur Realisirung des Projects, aber es schei- 
terte an der unglückseligen Verbindung des Kurfürsten mit dem kaiserlichen 
Heere, dessen Befehlshaber, Montecuccoli, auf seine militärische Erfah- 
rung und Autorität sich stützend, immer neue Aenderungen in den Opera- 
tionen durchsetzte und dadurch die Action des Heeres völlig lähmte. Ob- 
wohl der Kurfürst mit der Zeit auch einsah, dass Montecuccoli im Auf- 
trag des Wiener Hofes ihn absichtlich an energischer Action hinderte, 
wagte er es doch nicht, sich von dem Alliirten zu trennen und auf eigene 
Hand zu handeln, suchte vielmehr durch bereitwilliges Eingehen auf Mon- 
tecuccoli^s Vorschläge diesem jeglichen Vorwand zu weiteren Verzöge- 
rungen zu benehmen. Seinen Zweck erreichte er freilich damit keineswegs. 
Die Intriguen, die Lobkowitz und Montecuccoli aufwandten, den Kur- 
fürsten an jeder selbständigen Action zu hindern, waren unerschöpflich, und 
nach vielem Hin- und Hermarschiren hatte der Feldzug' kein anderes Er- 
gebniss für den Kurfürsten, als sich mit Frankreich, so gut es ging, ver- 
tragen zu müssen. 

Der staatische Gesandte, welcher den Kurfürsten auf diesem Feldzug 
begleitete, um die Verbindung der Alliirten mit der staatischen Armee zu 
betreiben und die Interessen der Republik im alliirten Hauptquartier zu 
vertreten, war wiederum Amerongen. Er kehrte Mitte August aus Hol- 
land nach Deutschland zurück und schloss sich in Halberstadt dem Heere 
an. Er übernahm diese Mission, obwohl er in Folge der eben glücklich 
beendeten Gesandtschaft sich grosse Verluste zugezogen hatte: denn da 
seine Besitzungen in Utrecht lagen, war er vom Herzog von Luxemburg, 
dem französischen Gouverneur Utrechts, mit Confiscation bedroht worden, 
wenn er nicht sofort den staatischen Dienst verlasse; er verweigerte dies 
und nur gegen Zahlung von 25,000 fl. an Luxemburg rettete er sich den 
Besitz Amerongen's ^^). Diese seine zweite Gesandtschaft war nun wo mög- 
lich noch peinlicher und dornenvoller als die erste. Von Seiten des Kur- 
fürsten und namentlich seiner Minister wurde ihm nicht mehr mit der frü- 
heren Vertraulichkeit begegnet. DerEinfluss Montecuccoli' s. Anhält's, 
der ganz kaiserlich gesinnt war, Schwerin's war im kurfürstlichen Rathe 
massgebend, während seine Freunde, namentlich Derfflinger"), fehlten. 
Es wurden ihm daher die Beschlüsse des Kriegsraths sehr unvollständig, 
oft auch gar nicht mitgetheilt. Wenn er sich beschwerte, bekam er bloss 



**) Vgl. Basnage II. 350 und Sypesteyn, Nederland en Brandenburg p. 6. 
Amerongen bat im Febr. 1673 dringend am Erlaubniss zur Rückkehr „daar ick 
6od betert het mijne al verloren heb, behoudende eene bedroefde vrouw met een deel 
onnozele klein kinderen, die voortaan nauwelijks het brood znllen hebben'*. 

^') Derselbe war in Folge eines Streites mit Anhalt ganz Yon diesem Feldzirg 
zurückgeblieben, gewiss zum Nachtheil der Sache und des Kurfürsten, den sein ge- 
rades, treffendes Urtheil ohne Zweifel besser berathen hätte als die diplomatischen 
Rücksichten Anhalt*8 und Sohwerin's. 



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278 ^* Fol^^S^ ^^ Rbein and in Westfalen. 

Vorwürfe über die unpünctlichen Subsidienzahlungen , die Verwirrung in 
Holland, die Ohnmacht und ünzuverlässigkeit der Staaten zu hören. Auf 
der anderen Seite drängten der Prinz und die Generalstaaten, dass er doch 
den Kurfürsten zur Erfüllung der Verträge anhalte. Man wollte im Haag 
für das viele Geld, das man bereits bezahlt hatte, von der alliirten Ar- 
mee nun auch reelle Vortheile, energischen Beistand haben und von den 
Gegengründen des Kurfürsten für seine Handlungsweise nichts wissen. 
Amerongen musste sich schliesslich begnügen, um sich selbst vor dem 
Vorwurf nachlässiger Pflichterfüllung zu schützen, seine Ermahnungen an 
den Kurfürsten schriftlich aufzusetzen und sich auch schriftliche Antwor- 
ten auszubitten, um wenigstens Schwarz auf Weiss die Zeugnisse seines 
unermüdlichen Drängens aufweisen zu können. Des Kurfürsten aufrichtigen 
und energischen Willen, den Staaten zu helfen, erkannte er zwar an, indess 
meinte er schliesslich doch, dass er sich mehr beeinflussen lasse von seinen 
Käthen, als gut und zu verantworten sei. Und wenn er auch mitunter die 
Vorwürfe und Forderungen der Staaten und des Prinzen milderte, schied 
er endlich doch nicht mit dem früheren Vertrauen auf die unerschütterliche 
Standhaftigkeit des Kurfürsten. 

Auch über diese Gesandtschaft ist das Verbaal, von derselben Beschaf- 
fenheit wie das erste und ebenfalls ein starker Band, erhalten. Es enthält 
namentlich die eingehende Correspondenz mit dem Prinzen und dem Raths- 
pensionär mit ausführlichen Berichten über die Vorgänge im Hauptquartier, 
die, wenn sie auch über viele Einzelnheiten, Personalien u. dgl. wie die Be- 
richte der ersten Mission hinweggehen, doch von um so grösserem Werth 
sind, als die anderweit vorhandenen Materialien für diesen Feldzug viele 
Lücken übrig lassen. Von Briefen des Prinzen und des Rathspensionärs 
finden sich nur einige noch vor, und namentlich ist zu bedauern, dass das 
oranische Hausarchiv die Instructionen und Berichte der Militärs, die der 
Prinz an den Kurfürsten sandte, Weibnom, Eppe und Wal deck, nicht 
enthält, die über manche Puncte gewiss erwünschte Auskunft hätten geben 
können. Man muss sich daher mit dem begnügen, was die Briefe und Ein* 
gaben Amerongen's darüber enthalten. 

Der allgemeine Charakter der Depeschen Amerongen's ist derselbe 
wie bei der Gesandtschaft im Frühjahr. Allerdings ist sein Ton mitunter 
gereizter, weil die unaufhörlichen Winkelzüge der Kaiserlichen, die Vor- 
würfe, die auch die brandenburgischen Minister ihm über das Verhalten 
seiner HeiTen, der Staaten, machten, seine Langmuth und Geduld auf eine 
harte Probe stellten. Dennoch machen seine Berichte durchweg den Ein- 
druck zuverlässiger, schlichter Wahrheit: Gehässige Verdächtigungen der 
Persönlichkeiten, Erdichtungen von allerlei Vorgängen, wie sie in ähnlichen 
Situationen geschriebene diplomatische Berichte wohl enthalten*'), liegen 
seinem Charakter durchaus fem. 



") Vgl. z. B. Ulk. u. Actenst. II. 428. 



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V, Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

(Berichte von Amerongen.) 
1672 — 1673. 



Der Prinz von Oranien an den Fürsten von Anhalt. Dat. im 

Lager bei Bodegrave 3. Juli 1672'). 

(Eigenhändig.) 

[Bitte, den Marsch der brandenburgischen Truppen zu beschleunigen. Entschlnss, 
sich bis aufs Aeusserste zu vertheidigen.] 

Vous aures sans doute est^ fort surpris des terrible progres de 1672. 
la France: effectivement c'est une chose inconprehansible, raais il en 3- Juli, 
faut savoir toutes les particularitös, devau que cela puisse surprendre 
k ce point que cela doit. J'espere que je vous les poures bientost 
dire, qnandt vous vienderes avec Farmöe de Monsieur TElecteur k 
nostre secours. Je vous piie de prier encore Mr. l'Electeur en mon 
nom, comme j*ay deja fait par la lettre que je luy escris, de hater sa 
marche pour nous secourir, puis quHl n'y a aucun autre resource pour 
nous que celluy-lä. Je croi qu'il ne sera pas besoin de vous persuade 
quel interest que Mr. l'Electeur a que ce pays icy ne se perde pas. 
C'est pourquoy il est necessaire qu'il ne perde pas un moment de 
temps et qu'il fasse un dernier eflfort, et je vous asseure, que nos 
affaires ne sont pas encore si dösesperös qu'on ne les puisse remettre. 
De nostre cost^ nous sommes resolu de nous defendre jusqu'ä la der- 
niere extremitö. Je vous conjure donc de faire vostre mieus que nous 
soyons bien tost secouru et vous obligeres infiniment celluy qui sera 
toute sa vie etc. 



*) Aus dem herzogl. Anhaltischen Hausarchiv. 



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280 ^* Feldzng am Rhein und in Westfaleti. 

Resolution der Generalstaaten. Dat 16. Juli 1672. 

16. Juli. Auf Rapport der Depatirten für die Tripleallianz über ihre Conferen- 

zen mit Pöllnitz^) ist beschlossen, diesen zu ersuchen, sich nach dem 
Hauptquartier des Prinzen von Oranien zu begeben und ihm seine Eröff- 
nungen zu machen, über welche der Prinz Conferenzen, welchen Beuningen 
und Amerongen beiwohnen sollen, anordnen und dann beschliessen darf, 
was ihm gut scheint.. — Die Deputirten von Holland rechtfertigen sich ge- 
gen den von Amerongen ausgesprochenen Vorwurf, dass die Ratification 
der brandenburgischen Allianz durch die vernachlässigt und verzögert worden 
sei'): die durch die Deputirten von Zeeland verlangte Mittheilung an ihre 
Principale habe die Ratification vom 19. Mai, da die Allianz angekommen, 
bis zum 19. Juni verzögert, und dann habe kein Bote sie nach Berlin über- 
bringen wollen, bis Einer endlich durch Androhung der Cassation veran- 
lasst worden sei. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 29. Juli 1672. 

29. Juli. Da der Kurfürst von Brandenburg die Hilfstruppen ausser der bestimm- 
ten Zahl noch mit einer ziemlichen Menge Reiter und Fussvolk vermehrt 
hat und wahrscheinlich von den Generalstaaten die Hälfte des Unterhalts 
verlangen wird, so soll Amerongen, der jetzt wieder zum Kurfürsten 
geht, mit allen. Mitteln die Verlegenheit des Staates in der jetzigen Zeit 
geltend machen und den geforderten Unterhalt von der Hand weisen; be- 
stehe aber Brandenburg wider Vermuthen darauf, so soll er darüber berich- 
ten. — Er soll den Kurfürsten bewegen, ohne Zeitverlust ernstlich gegen 
den Feind zu agiren. 

Die Generalstaaten an d. Kurfürsten. Dat. Haag 2. Aug. 1672. 

2. Aug, Versprechen ihm die Allianz vom 6. Mai, welche ein Zeichen seines 
Edelmuths gegen den dem Verderben nahen Staat sei und für welche sie 
ihm vielmals danken, fest zu halten und alle ihre Bedingungen zu erfüllen, 
namentlich keine einseitigen Friedensverhandlungen anzufangen. Ameron- 
gen schicken sie an ihn, um die vertrauten Beziehungen mit ihm anbrecht 
zu erhalten. 

Der Prinz von Oranien an den Fürsten von Anhalt. 

Dat. Haag 5. Aug. 1672'). 

(Eigenhändig.) 

[Pöllnitz wird ihn über den Stand der Dinge unterrichten. Nothwendigkeit ihrer bal- 
digsten Ankunft. Dank für seine Erfolge am kaiserlichen Hofe ] 

5. Aug. Je V0U8 demande pardon qu'il y a si longtemps que je n*ay pas 



1) S. oben p. 276 und Pufendorf XI. 58. 

*) Sie war am 11. Juni yom Karfürsten und erst am 1. Juli von den General- 
staaten ratificirt worden. 

') Aus dem herzogl. Anhaltischen Hausarchiv. 



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Pöllnltz in Holland. Ankunft des Kurf Anten sehnlicbst erwartet 281 

eu rhonneur de voas escrire, mais bI vous saviez le peu de temps que 
j'ay, vous ne le trouveries pas movais. Mr. le Baron de Pelnits, qui 
vous rendra cette lettre, vous informera exactement de Testat des affai- 
res d'icy. C'est pourquoy je ne vous en importuneres pas, me refe- 
rant ä ee qu'il vous en dira. Jadjouteres seulement qu'il est tres neces- 
saire que vous vous hasties ä venir, ne voyent point d'autre remede pour 
nos affaires. Je vous supplie donc de faire vostre possible pour cet 
eflFet. Nous vous avons bien de Tobligation de toute les peines, que 
vous avez pris dans la negotiation ä la cour Imperiale, et suis ra\d 
des bons succes que vous y avez eu, vous suppliant de continuer dans 
les bons sentimens que vous temoignes pour ce povre pays pour 
Famour de moy, et aussi d'avoir la bont6 de me continuer vostre obere 
amiti^ et d'estre asseurö qu'il n'y a personne au monde qui soit avec 
plus de passion que moy etc. 



Eesolution der Generalstaaten. Dat. 10. Aug. 1672. 

Auf den Bericht, dass Pöllnitz ernstlieh um Unterhalt der durch den 10. Aug. 
Kurfürsten von Brandenburg vom Herzog von Lothringen übernommenen 
überzähligen 2400 Mann durch die Generalstaaten angehalten und zwar für 
vier Monate 84,000 fl. verlangt habe, ist beschlossen. Am er engen zu er- 
mächtigen, mit dem Kurfürsten darüber zu handeln, um sowohl eine Ver- 
minderung der Summe, wie eine Verlängerung des Zahlungstermines, wenn 
möglich, zu erlangen. '_ 

Anleitung, wie etwan die kaiserlichen, churbrandenburgischen 

und andere Eeichsvölker bei ihrer Ankunft zu agiren haben 

möchten*). (o.D.) Mitte Aug. 1672. 

[Nothwendigkeit baldigster Action. ErscbÖpAing der französischen Armee. Ermutfai- 
gnng der niederländisofaen Bevölkerung. Die Absicht, eine Bataille zu liefern, ist 
wenigstens vorzugeben. Gate Folgen einer Befreiung derHoUänder aas ihrer jetzi- 
gen beengten Lage. Ein Tbeil der Reichsvölker soll die nördlichen Provinzen be- 
freien; der andere bei Rabrort oder Coblenz deiji Rhein überschreiten and sich nach 
Brabant wenden oder über die Yssel nach der Zuidersee vordingen.] 

Dass bei obgen. Völker Ankunft, und zwar sobald thunlich, möge Mitte 
agirt werden, ist vorhin schon angewiesen und dürfte solches um so ^^s- 
viel desto nöthiger sein: 1) weil die Franzosen alle ihre Sachen dahin 



') Nach der von Blaspeil in Folge einer im Haag stattgefandenen Unterredang 
mit dem Prinzen von Oranien gemachten Aufzeichnung (Rel. dat. Cleve 23. Aug.) 
im Pr. Staatsarchiv. Ich theile das Actenstück wie unten p. 295 noch ein anderes vom 
3. Oct. mit als Documente, die über den Kriegsplan des Prinzen Aaskunft ertheilen, 
da anderes Material darüber leider fehlt. 



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282 ^' Feldzag am Bhein nnd in Westfiden. 

ZU richten scheinen, dass sie es nur den anstehenden Winter bis nächst- 
kilnftigen Frtthling mögen stehend halten und die conquestirten Oerter 
bis dahin raainteniren, 2) weil auch dem Herrn Marechal Duc de Tü- 
ren ne die Vertröstung geschehen sein solle, wenn er es nur so lange 
halten könnte, dass der König alsdann mit einer solchen neuen Macht 
aus Frankreich herauskommen, auch in mittlerer Zeit im Reich und 
anderswo so viele Freunde zu machen meinet, dass man sich fllr 
obgem. Reichsvölker wenig würde zu fürchten haben; 3) hochvergem. 
Herr Marechal auch ungezweifelt dieser Ursachen wegen die con- 
questirten Plätze mit allerlei Vorrath gegen den ganzen Winter ver- 
siebet und hingegen das platte Land allerorten zu ruiniren anfängt, 
damit die Reichs- oder anderen Auxiliärvölker allda keine Lebensmittel 
finden mögen; 4) weil die französischen Völker sehr abgemattet und, 
nachdem sie den Sommer durch ihr Werk ziemlich verrichtet, nunmehr 
der Meinung sind, dass ihnen ein ruhig Winterquartier gebtihre; 
f>) weil sonderlich die Schweizer und anderen Deutschen, darin die 
meiste Macht der französischen Fussvölker bestehet, sehr unwillig und 
unzufrieden sind und sich allbereits öflfentlich dürfen verlauten lassen, 
dass sie sich lieber zu den Reichsvölkern schlagen, als weiter gegen 
die Holländer wollen gebrauchen lassen; 6) weil auch allerorten die 
Bürgerschaften und andere Einwohner der französischen Regierung 
schon müde und sich ausser Zweifel dawider aufwerfen werden, so- 
bald nur die Reichsvölker werden anfangen zu operiren, ungeachtet 
ihnen an verschiedenen Orten die Waffen genommen worden; 7) weil 
daher die Besatzungen der Franzosen in den conquestirten Plätzen 
desto stärker sein müssen und der Marechal de Türen ne desto weni- 
ger Völker ins Feld würde bringen können; und endlich 8) weil der 
Tractat zwischen Frankreich und England am 2/12. October wieder 
exspiriren, und die Herren Staaten desto mehr Lust und freie Hände 
haben werden, auch gegen Frankreich ein und anderes zur Recuperi- 
rung ihrer Plätze vorzunehmen, und was dergleichen Reden ^j mehr 
sein mögen. 

Die erste Frage aber hierbei dürfte vielleicht diese sein, ob vor- 
geni. Reichsvölker eine Bataille zu wagen oder nicht, damit sie ihre 
Sachen danach anlegen, weil an französischer Seite vorgegeben wird, 
dass sie solches verlangen, da Duc de Tu renne auch zu solchem 
Ende die gedachten Reichsvölker bis in Westphalen und weiter ent- 
gegenzuziehen und Schlacht zu liefern beordert und resolviret sein 

*) D. b. Gründe (od. reden), nicht Redensarten. 



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Operationsplan für die Allürten. 283 

solle. Man hält aber dafür; dass dieser kluge Feldobrist solches nur 
vorgebe, um seinen Kriegsknechten, welche die Reichsvölker scheinen 
zu apprehendiren, desto mehr Muths zu machen, weil man nicht siebet, 
dass zu itziger Zeit aus vorangezogenen Ursachen an französischer 
Seite eine solche Macht, als zu Lieferung einer Bataille nöthig, son- 
derlich an Fussvölkern, so geschwinde zusammengebracht werden 
könne, wiewohl auch vorgegeben wird, dass der Marechal de Crequy 
wieder versöhnet und beim König in Gnaden sei und ehestens mit 
einer neuen Armee von 16,000 Mann aus Frankreich kommen und zu 
dem Duc de Turenne stossen werde*). Dem sei aber, wie ihm 
wolle, so vermeint man dienlich zu sein, dass man auch von Seiten 
der Reichsvölker vorgebe und männiglich in die Opinion bringe und 
lasse, als wenn sie es auch auf eine Bataille anlegeten und die Fran- 
zosen, wo sie nur anzutreffen, suchen würden, um wenigstens die Ap- 
prehension, welche bei vielen Franzosen allbereits ist, zu vermehren. 
Es werden sich doch die Sachen selbst hernach also schicken, dass 
es sich wohl weisen würde, was in diesem Stück zu thun oder zu 
lassen sei. 

Welcher Gestalt aber indessen der Anfang der Operation zu 
machen sei, dürfte wohl am ersten zu erwägen und festzusetzen sein. 

Die Holländer werden wünschen, weil sie rings umher von den 
Franzosen umgeben und eine gute Weile her fast sehr davon ge- 
drücket und geängstiget worden sind, dass sie davon je zeitlicher je 
besser möchten befreiet werden. 

Solches würde auch dienen, einestheils dem Herrn Prinzen von 
Oranien in seinem Respect und Gesag merklich zu stabiliiren, andern- 
theils die Staatische Miliz, welche allgemach wieder in gute Ordre ge- 
bracht wird, zu encouragiren , und zuletzt auch, welches das Vor- 
nehmste ist, die Eingesessenen in Holland zu fernerem Contribuiren 
desto freiwilliger zu machen. 

Und ist nicht zu zweifeln, dass solchen Falls, wenn Holland freie 
Hände haben könnte, der Staat eine ansehnliche Armee ins Feld brin- 
gen und dem Feind allerlei Abbruch würde thun können, in sonder- 
licher Erwägung, nicht allein die spanischen Völker, deren 12,000 M. 
und tapfere Soldaten sind, sondern auch die Mariniers von der Schiffs- 
flotte, so nicht weniger bequem sind, dabei sein würden. 



*) Die Marschälle de Bellefondsi de Crdqui nnd d*Humieres hatten sich 
geweigert I unter dem Oberbefehl Turenne^s Dienste zu thun, und die beiden er- 
Bteren waren daher in diesem Feldzug nicht verwendet worden. S. Kousset, Lou- 
▼ ois I. 349. 



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284 ^' Feldsug am Rhein und in Westfalen. 

Hierbei aber fällt vornehmlich zu erwägen, wie und wo die Reichg- 
völker oder ein Theil davon mit den Staatischen conjungiren sollen. 
Nun weiss man zwar nicht, ob ausser den Kaiserlichen und Churbran- 
denburgischen einige mehr und wie viele dazu stossen und mitkom- 
men werden; man vermeinet sonsten, wenn sie so gar stark wären, 
dass sie sich nothwendig würden separiren und an verschiedenen Orten 
operiren müssen (es wäre denn, dass eine Hauptbataille vorgehen sollte), 
weil solche grosse Menge an Einem Orte alle Nothdurft zu ihrem Un- 
terhalt schwerlich würde finden oder lange haben können. 

Falls nun diese Reichsvölker sich also wollten und könnten sepa- 
riren lassen, so möchten einige davon sich durch Ostfriesland in die 
Provinz Groningen begeben, allda mit daselbst vorhandenen Staati- 
schen ') conjungiren und an die Churcölnische und MUnsterische, denen 
sie leichtlich werden gewachsen sein, machen, und könnten damit vor- 
erst die beiden Provinzen Friesland und Groningen errettet, auch viel- 
leicht ein Theil von Overyssel recuperiret werden. 

Die anderen Reichsvölker möchten es beim Rhein versuchen und 
sehen, wie sie etwa einen Pass darüber bekommen könnten. Dazu 
wäre die Stadt Cöln sehr dienlich, und ist man annoch in Arbeit, die- 
selbe dahin zu disponiren. Auch wäre es zu Ruhrort nicht undien- 
lich, woselbst man eine lineam communicationis über Meurs, Geldern 
und Venloo etc. beides mit den Spanischen und Staatischen haben und 
gleichsam Meister von dem Rhein- und Maassstrom sein könnte. Und 
gehet des Herrn Prinzen von Oranien Ht schon mit dem Gedanken 
um, wie sie noch einige Völker in Meurs bringen mögen. 

Nur würde es darauf ankommen, wie man allda mit einer Armee 
über den Rhein kommen könnte, wozu zu gelangen kein besser Mittel 
wäre, als primo loco vorgem. Churcölnische und Münsterische, welche 
genugsam von den Franzosen separirt sind und schwerlich davon assi- 
stiret werden können, dergestalt in die Enge zu treiben, dass sie sich 
bequemen und Churcöln der Reichsarmee alle Gefährt oder Schiffe, 
so Ihre Durchl. auf dem Rheinstrom haben, zukommen und folgen 
lassen müssten; deren man sich dann ungehindert von oben herab bis 
Orsoy (w.eil der erste Ort, so nun mehr die Franzosen, nachdem sie 
Neuss abgetreten, auf dem Rheinstrom haben , die Festung Rheinberg 
ist) gebrauchen könnte. Wollte aber dieses nicht angehen, würde man 



') Am Rand von Blaspeirs Hand: Die staatische Arme in Friesland beläuft 
sieb, ebne den Ausschuss der Unterthanen, auf 6-7000 und die Besatzung tou Gro- 
ningen auf 4000 M. 



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Operationsplan für die Alliirten. 285 

dann den Pass über den Rhein höher suchen und etwan zu Coblenz 
tlber die Brücke von Churtrier (welche solches vermuthlich nicht ver- 
weigern werden) passiren müssen und also weiter hinunter, auch wohl, 
wenn es nicht zu weit um wäre, durch Mastricht nach der Meierei von 
Herzogenbusch marschiren und sich daselbst mit den Staatischen con- 
jungiren können. 

Da aber der Duc de Turenne solches würde hindern können, 
wie er sich denn darum sonderlich bemühen wird, so könnte doch 
eine Feinte gemacht werden, als ob man es daselbsten suchen wollte, 
auch dem Herzog von Lothringen einige Truppen untergeben werden, 
womit derselbe in der Gegend sich aufhielte, und inmittelst eine andere 
bequeme Passage gesucht werden. 

Man könnte durch das Münsterische (um die Grafschaft Marck so 
viel thunlich zu verschonen) nach Deutickom hin marschiren und ent- 
weder zu Deventer, welchen Ort per surprise einzubekommen N. N. 
gute Anweisung zu thun vermeinet, oder an Ysselorth bei Heussen über 
den Ysselstrom auf die Velauw marschiren, Armersfort und andere kleine 
Oerter, an der Zuidersee gelegen, einnehmen und Posto allda fassen, 
oder nach einem oder anderen der Staatischen Quartiere, deren fünf 
sind, sich wenden oder auch mit Schiffen über den SUdersee, wo man 
will, sich bringen lassen und also mit gem. Staatischen conjungiren. 

Vornehmlich würde es darauf ankommen, dass die Reichsvölker 
bei sich überschlagen, was sie fllr einen Weg nehmen wollen, und der 
Herr Prinz von Oranien ihre Intention nur zeitlich genug wissen möge, 
so wird man an Staatischer Seite schon zu überlegen wissen, wie man 
solcher Intention nothdUrftig secundiren, den Feind distrahiren und 
allerlei Diversiones machen helfen -möge. 

Es werde aber einer oder der andere Pass erwählet, so wollte 
doch sonderlich nöthig sein, dem Feind alle Zufuhr, so er bisher die 
Mosel, den Rhein und Maass hinunter gehabt, quo\ns modo zu be- 
nehmen. 

Dieses sind die Gedanken, welche man in genere bei der Sache 
gehabt und zum weiteren Nachsinnen zu überschicken gutgefunden 
worden. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Hamburg 23. Äug. 1672. 

Der Kurfürst hat ihm sein Zusammentreflfen mit Montecuccoli, das 23. Aug. 
auf den 26. August in Halberstadt sein soll, angezeigt und ihn ersucht; 
ebenfalls dorthin zu kommen. Er wird dies thun. — Der französische Ge- 



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286 ^- Pel^zng Ä"» Rhein und in Westfalen. 

saudte Fromenteau *) ist wie'der in Berlin angekommen; ihm wird bald 
ein zweiter, Fiqui^re*), folgen. Er unterstützt seine Gesuche mit noch 
günstigeren Bedingungen als früher, und bietet sogar ganze eroberte Pro- 
vinzen an. Aber weder auf diese Lockungen noch auf seine Drohungen 
wird gehört. Fromeuteau wird den Kurfürsten auf seinem Marsch be- 
gleiten, womit man in Berlin wenig zufrieden ist. 

Ameroiigen an den Prinzen von Oranien. Dat. Halberstadt 

l.Sept. 1672. 

[Ankunft in Halberstadt. Zufriedenheit des Kurfürsten mit seiner Verrichtung in 

Holland. Mord der Brüder de Witt. Die Ankunft der Kaiserlichen wird abgewartet. 

Langsamer Marsch derselben. Klagen Aber die verÄnderte und gefährliche Lage 

der Dinge. Standhaftigkeit des Kurfürsten. Der französische Gesandte.] 

l.Sept. Ut am 29. Aug. hier beim Kurfiirstou angelaugt, dewelcke belieft te 

tesmoigneren iiiet inijne verrichtinge in Nederlandt ende aencompste 
bij sijne doorluchtige persoon vergenoeght te wesen. Ick hebbe hoogbgm. 
Curfurst U. Ht missive nevens die van den Staet*) overgelevert, die 
hem Sonderlinge aengeuaeni wacren, spreeckende inet een tendre af- 
fectie wegen« U. Ilt Interessen ten opsichte van het gepasseerde nu 
twee a drie maenden herwaerdts in den Staet der vereenigde Neder- 
hinden ende voornamentlijck van den ongeluckigen toeval, den gewee- 
sen Raedt pensionaris ende sijn Broeder overcomen door de Borgcrije 
ende genieente van den Hage, welck ongehoort exempel een ijeder 
aen dit Hoif doet verset staen, ende waer uijt veel goedts en quaedts 
werdt geaugureert. Godt de Heere dirigere alles ten besten tot con- 
servatie van den Staet en U. H^ illustre persoon, die aen deselve te- 
genwoordigh soo dierbaer is. S. C. D. volhardt t' eenemael in sijn 
genereuse resolutie ten besten van het gemeene weesen ende doet da- 
gelijck sijne Trouppes avanceren naer de plaetsen, van waer sij in 
corten connen ageren, ende is niet te twyffelen, soo haest de conjunctie 
sal sijn geschiedt niet de keijserlijcke Trouppes, die tegenwoordicht 
tot Erfort thien duytse niijlen van deese plaetse sijn aengekomen ende 
binnen vier a vijflf dagen te sainen sullen weesen ontrent de Revier 
de Weeser, off men sal effective beginnen te ageren. Ende wordt den 
Graeve Montecucnli heden ofte morgen hier vervvacht in persoon, 
die den Curfurst mij seyt, dat 16,000 effective Combattanten bij sich 
heeft met achthien stucken geschut ende twee mortieren. Het is* hier 



*) D. i. Vauguion. Vgl. hierüber Mignet IV. 99. 

^) Feuquieres. Vermuthlich sollte derselbe schon damals nach Stockholm ge- 
hen, was sich indess bis zum Januar 1673 yerzögerte. 
') Vom 2. Aug. S. oben p. 280. 



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Die knrfürstllcbe Armee in Halberstadt. Langsamkeit der Kaiserlichen. 287 

continuelijck quaedt weder ende daer door sijn de wegen voor den 
marsch bij nae onbruijckbaer. Gemelte keijserlycke annee niarcheert 
den eenen dagh drie ende den anderen dagh twee duj tse mylen ende 
den derden dagh blijft die stil leggen, om hare volckeren te rafrai- 
cheren, het welcke het duytse gebruijck is. — Men heeft niij gevraeght 
nae den toestandt van IL H. M. Trouppen ende wat raen daer van 
soude connen in 't veldt hrengen, waer op ick niet positive heb flur- 
ven antwoorden, om dat men mij den Staet daer van (volgens des 
beer van Beverningk's beloften) nogh niet heeft toegesonden, maer 
ick hebbe gerepliceert te vermoeden, dat U. Ht met ontrent 24,000 man 
te voet ende te peerdt, laetende alle de garnisoenen nae behooren beset, 
soude connen ageeren. Dan ick onderlaete niet met alle bedencke- 
lijcke redenen den gevaerelijken toestandt in Nederlandt hooghgem. 
Cuifurst ende desselfs eersten Ministers te remonstreren ende te pres- 
seren, dat dogh met den eersten den marsch sijnen voortgangh ge- 
winne ende eifectivelyck aeu d' een of d' ander plaetse mach worden 
geageert, waer ontrent men belooft alles te sullen doen wat mogelyck 
is, maer seggen dat sij oock acht hebben te slaen op de couseiTatie 
van haer eijgen Trouppes tot haer ende des ötacts besten; dat zedert 
het ingaen van het Tractaet de saecken in Nederlandt diermaeten 
waeren verändert, datter ontrent de /)0,00() man minder in dienst was, 
als waer op men haddc staet gemae'ckt, ende dat de conjunctic van 
des Keijsers, Curfursten ende H. 11. M. Trouppes, door het verlies van 
alle de frontierplaetsen van benoordcn den Rijn tot aeu de noordtzee 
toe, nu van meerder difticulteyt, als men doenmals wel heeft connen 
gissen, soude wesen; niet tegenstaende alle welcke swacricheden ick 
met waerheydt can seggen, dat ick S. C. D. meer en meer geporteert 
viude, omme het werck met vigeur ende courage bij de handt te nee- 
men ende waer van ick hoope, dat men in corten de effecten sal ver- 
neemen, soo de keijserl. Trouppen niet in mora blijven, 't gene men 
mij wil verseeckereu, dat niet sal geschieden. 

Monsieur de Fromenteau France Envoj^ö houdt noch gestadich 
aen, omme waer 't mogelyck, S. C. D. te divertcren ende van den 
Staet aflF te trecken, dan men wil mij verseeckereu, dat sulcx noijt sal 
geschieden, off schoon men pro forma een ambigue antwoordt op sijne 
propositie heeft gegeven, het welcke soo men seijt uijt goede insichten 
geschiedt, dat sich in corten sal openbaeren. 



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2S8 V. Feld2Ug am Rhein und in Westfalen. 

Amerongen an den Rathspensionär G. Fagel '). Dat. Halber- 
stadt 5. Sept. 1672. 

5. Sept. Die kaiserlichen Truppen marschiren so langsam , dass sie noch vier- 

zehn Meilen von hier entfernt sind, und bis zu ihrer Vereinigung mit den 
brandenburgischen noch einige Zeit vergehen kann. Der Kurfürst ist sehr 
missvergnügt sowohl darüber, wie dass die Kaiserlichen sein ganzes Land 
aussaugen. In Hannover macht man Brasser immer noch viele Schwie- 
rigkeiten. Der Kurfürst hat sich dort zu Gunsten der Niederlande ver- 
wandt, ebenso in Dänemark. Man macht demselben aber Angst, dass 
Sachsen und Braunschweig, wenn er am Rhein im Felde sei, ihm in den 
Rücken fallen werden; Schweden hat dies Frankreich ebenfalls schon ver- 
sprochen. Namentlich beutet der französische Gesandte diese Befürch- 
tungen aus. 

Amerongen an den Rathspensionär. Dat. Halberstadt 

8. Sept. 1672. 

8 Sept. Der Kurfürst hat ihm eben anzeigen lassen, dass der französische Ge- 

sandte Fromenteau ihm gemeldet, der König habe, um Cöln und Mün- 
ster gegen die brandenburgischen Truppen zu decken. Tu renne den Be- 
fehl ertheilt, die Niederlande zu verlassen und dem Kurfürsten entgegen zu 
ziehen, obwohl er ungern seine Pläne gegen Holland aufgebe. Meinders 
hat ihm dabei geschrieben, dass es dem Kurfürsten freue, dem Staat diesen 
Dienst geleistet und zur Befreiung Groningens*) beigetragen zuhaben, aber 
dabei auch an die prompte Bezahlung der Subsidien erinnert, da ohne die- 
sen nervus rerum gerendarum auch seine schöne Armee bald zu Grunde 
gehen würde 

Brasser an den Griffier H. .Fagel. Dat. Braunschweig 

9. Sept. 1672. 

9. Sept. Der Kurfürst von Brandenburg hat ihn durch Can stein ersucht, mit 

den hiesigen Herzogen auf Baarzahlung der Werbegelder und zweier Monate 
Subsidien abzuschliessen; er werde für ihn bürgen, wenn die Generalstaaten 
dies Zugeständniss verweigerten. In Rücksicht aber auf die Verhandlungen 
mit Dänemark, das Gleiches verlangen würde, habe er die Resolution der 
Staaten abwarten wollen, und den Herzogen die Baarzahlung unmittelbar 
zu garantiren, habe Can stein abgelehnt. 



<) War an demselben Tage, an dem Joban de Witt (der am 5. Aug. aein Amt 
niederlegte) ermordet wurde, zum Rathspensionär von Holland erwählt worden. Sein 
Bruder Hendrik wurde an seiner Statt Griffier der Generalstnaten. 

^) Es war vom Bischof von Münster vergeblich belagert worden; die Belagerung 
wurde am 27. Aug. allerdings mit Rücksicht auf die Annäherung der kurfürstlichen 
Truppen aufgehoben. Depping, Krieg der Münsterer und Cölner p. 106» 



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, Aafbruch der kurfürstlichen Armee. 289 

Amerongen an den Prinzen von Oranien ^). Dat. Halberstadt 

12. Sept. 1672. 

Montecuccoli ist hier angekommen und hat Ordre, unter der Leitung 12. Sept. 
des Kurfürsten kräftig zu agiren gegen Turenne, der vom Rhein heran- 
rückt. Man wünscht hier sehr, etwas Genaueres über die liage der Nie- 
derlande, ihre Streitkräfte zu erfahren; die Zeitungen melden sehr Un- 
günstiges *). Da er seit sechs Wochen ohne Nachricht aus den Niederlanden 
ist, so kann er nichts auf solche Anfragen antworten. Der Kurfürst wird 
nächstens an den Prinzen einen Edelmann schicken, um ihm seinen Feld- 
zugsplan auseinander zu setzen. — Man rechnet hier sehr auf Erfolge der 
staatischen Truppen, da die Franzosen sich nun von ihren Grenzen entfernt 
hätten und die Cölnischen und Münsterscheu Truppen in einem miserablen 
Zustand seien, und sagt: aut nunc aut nunquam. Man hat hier ein Auge 
auf die Stadt Cöln und meint, dass die Armeen separat, die eine am Rhein, 
die andere im Münsterschen agiren sollten. 



Amerongen an den Ratbspensionär. Dat. Halberstadt 

12. Sept. 1672. 

Die ihm aufgetragene Reise nach Dresden kann er jetzt nicht unter- 12. Sept. 
nehmen, da sie gefährlich ist und er von da schwerlich wieder in das bran- 
denburgische Hauptquartier zurückkehren kann. Auch giebt er zu beden- 
ken, ob es nicht besser sein würde, dem Kurfürsten von Brandenburg mehr 
Subsidien zu zahlen, um mehr Truppen werben zu können, als sich wieder 
mit einem neuen Fürsten einzulassen, üeberdies würden sächsische Trup- 
pen diesen Winter doch nicht mehr ins Feld rücken können. Der Kurfürst 
von Brandenburg aber ist ein Fürst, auf den man sich sicher verlassen 
kann wegen seiner Religion und seines warmen Interesses an dem Orani- 
schen Hause. 

Amerongen an die Generalstaaten. Dat. Hauptquartier zu 

Wispenstein') 22. Sept. 1672. 

Es hat im Gebirge wieder so arg geregnet, dass man unmöglich mehr 22. Sept. 
als drei Stunden weit den Tag marschiren kann, obgleich man Nachts auf- 
bricht und erst Nachts das Lager aufschlägt. Die Dörfer sind von Men- 
schen und Vieh verlassen, aber an Getreide ist Ueberfluss. Turenne 
setzt seinen Marsch auf Hamm und Lippstadt fort; sein Heer ist bloss 
14,000 Mann stark und schlecht disciplinirt. Man hofft hier durch den 
Marsch der Hilfstruppen den Staaten die Hände etwas frei zu machen, da- 



^) Benutzt von Bas nage U. 375. 

') Solche Zeitangen in grosser Anzahl, freilich nicht immer von ungünstigem 
Inhalt, im Diariam Europaeum XXV. Appendix. 
') Bei Hildesheim. 
Btater. zur Gesch. d. Gr. Kurrüisieo. iil. 19 



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290 ^' Feldzüg am Rhein und in Westfalen. 

mit sie kräftiger gegen den Feind agiren können, namentlich von Mast- 
richt aus*). 

Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Wispenstein 

23. Sept. 1672. 

23. Sept. Der Marsch wird so eilig fortgesetzt, als es bei dem fürchterlichen 

Regenwetter und den schlechten Wegen möglich ist. Im Stift Hildesheim 
und Umgegend sind alle Bewohner in die Berge geflüchtet, mit Vieh und 
Allem, so dass es an Nahrung für die Soldaten fehlt. Der Bischof von 
Münster hat die Brücke über die Wrser bei Höxter abbrechen lassen. Der 
Kurfürst ist sehr begierig, durch Krosigk^) des Prinzen Intentionen zu 
vernehmen, da man sonst über die niederländischen Kriegspläne gar nichts 
hört. Diese völlige Unkenntniss, in der man sie lässt, wird viele Verzöge- 
rungen herbeiführen. 

Amerongen an den Rathspensionär. Dat. Salzderhelden ') 

24. Sept. 1672. 

24. Sept. Gestern ist man von Wispenstein aufgebrochen und mit vielen Mühen 

durch die Berge hierhergerückt. Turenne steht in der Grafschaft Marck. 
Die brandenburgische Armee hat grosses Verlangen, ihn zu Gesicht zu be- 
kommen. Der Kurfürst reitet alle Tage an der Spitze seiner Armee. Mor- 
gen, als an einem Sonntag, soll die Armee ruhen. 



Amerongen an den Rathspensionär. Dat. Witzenhausen 

27. Sept. 1672. 

[Mangel an Nachrichten aus Holland. Schlechtes Wetter und beschwerlicher Marsch. 

Aenderung des Ziels desselben. Krosigk. Aussaugnng des Landes durch die beiden 

Armeen. Kannenberg. Jodoci, Abgesandter von Mainz. Krockow nach England.] 

27. Sept. UW. Ed. overaengenaeme schrijvens van den 16. deses*) is mij 

wel geworden, sijnde d'eerste ende eenighste, die ick van ijmant uijt 
de regeringe heb ontfangen, 't zedeii; uijt den Hage ben vertrocken, 



*) Eine Zeitungscorrespondenz ans dem brandenburgischen Hauptquartier in Hal- 
berstadt vom 2/12. Sept. berichtet über dasselbe: Uebermorgen werden wir aufbre- 
chen, wegen continuirliehen Regens, daher einem der Koth bis an die Knie reichet, 
will schlimm marschiren sein. Man sagt, dass Turenne uns mit 40,000 M. ent- 
gegenkommt; so solches wahr, so wirds in Kurzem Schläge setzen; indessen gibt 
dieser Marsch den Niederlanden Luft, wollen verhoffen, sie werden nun auch das 
ihrige thun. Diarium Europaeum XXV. App. 319. 

*) Oberst Ludolf Lorenz ▼. Krosigk wurde am 7/17. Sept. von Homburg 
aus an den Prinzen y. Oranien geschickt. Pufendorf XI. 67. Vgl. unten p. 295 
zum Actcnst. vom 3. Oct. 

') An der Leine bei Eimbeck. 

*) Fehlt. 



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Aenderung des Marsches. 291 

uijtgesondert een van den Heer van Beverningk, die twee daegen 
nae mijn vertreck was geschreven, bij dewelcke S. W. Ed. mij over- 
sond een cijflFer, sonder dat dien goeden beer sigh tot noch toe daer 
van heeft gedient. Ick hebbe niet onderlaeten, diversche mael aen 
S. W. Ed. te schrijven, als mede twee mael ter weecke precis door 
den Griffier aen den Staet ende 7 a 8 brieven aen S. Ht, waer ou- 
der eenige mijns oordeels van groote importantie, sonder dat ick nae- 
rightinge heb becomen, oflf een van alle deselve is te reght gecomen, 
dat mij dan ten hooghsten becommert. Niettemin heeft die van 
U W. Ed. seer verblijdt, alsse mij toebraght den toestant, waerin de 
saecken in Nederlandt sigh tegenwoordigh bevinden, dewelke ick hoope, 
dat God de beere door de voorsightige directie van S. Ht ende de 
trouwhertige regenten diermaeten sal doen herstellen, dat wij eenmael 
wederom mögen erlangen onse oude ende diergekoghte vrijheijt. 

Het is heden den 12. dach, dat wij op den marsch zijn, ende kan 
ick seggen, dat mijns oordeels niet een halven dach is verßuijmt, ora 
die met ijver voort te setten, maer de wegen kleij ende klipachtigh 
sijn door den gestaedigen regen soodanigh bedurven, datter dagelijcx 
veel paerden en waegens blijven leggen. Het heeft zedert mijn ver- 
treck uijt HoUant geen drie daegen aen malkander sonder regenen ge- 
weest, dat ons vrij op den wech incommodeert. Den Heer Oversten 
Gros eck sal ongetwijflfelt al voor langh in Hollant zijn aengeco- 
men ende an S. Ht hebben bekent gemaeckt d* intentie van S. C. D. 
marsch nae den ßhijn boven Cöln. Dit is geconcerteert met den graeff 
Montecuculi, sonder dat m'er mij op die tijt kennisse van heeft 
gegeven, maer soo haest die resolutie was genomen, is den opgem. 
Oversten naer den Haege gesonden, die ick met brieven aen den Staet 
ende hoochgem. S. Ht hebbe geaccompagneert. Men had mij voor 
heenen doen geloven, dat men regelreght door het Hildesheijmsche 
op Corvey ende 't Sticht van Munster soude toegemarcheert hebben, het 
welcke mijns oordeels waere conform geweest aen het 15. art. van 
ons gemaeckt Tractaet *). Dan het schijnt, dat de Keijsersche 't selve 
hebben gediverteert, te meer om dat, soo sij seijden, van alle kanten 
geinformeert wierd den sleghten toestant der sacken in ons vaderlant 
ende datter ontrent het reguleren van de milicie ende formeeren van 
een veltleger, soo men uijt den Haege aen dit hoff schreef, noch geen 



*) Derselbe (Sylvius, Verrolg op Äitaema p. 182) besagte, dass die branden- 
burgische Armee binnen zwei Monateu in Westfalen sieben und von da gegen den 
Feind agiren solle. 

19* 



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292 ^- Fe^^zag am Rhein und in Westfalen. 

de minste ordre wierd gestelt, maer sigh alleen geoccupeert hield met 
de binnenlandsche commotien te stillen, ende ick onkundigh, oflF sulx 
waer was off niet, hebbe daerom desen marsch, die ick wel moet be- 
kennen, dat buijten mijn gissinge gaet, niet als met discretie derven 
tegenspreecken, insonderheijt dewijl ick niet en wiste, hoever die met 
ofte tegen dintentie van den Staet overeenkomt. Soo veel het mij 
voor alsnogh toeschijnt, wort deselve meer gedirigeert conform de con- 
ventie tusschen den Keijser ende S. C. D. opgeregt als wel met die 
van H. H. M., off schoon S. C. D. ende desselffs Ministers mij willen 
doen geloven, dat dese voornaementlijck soude strecken tot not ende 
utiliteijt van den Staet. Dan mij sal verlangen te vernemen, wat ant- 
woord op het aenbrengen van den weigern. Heer Croseck sal comen. 
Wij staen tegenwoordig in 't Land van Hessen en sullen soo door 
het Stift Fulda, de Wetterouw, de graeffschappen Waldeck ende Nas- 
sau, den Rhijn in *t Stift Trier soecken te naederen ende misschien de- 
selve passeren. Waer sigh de armeen van dees zijds Rijn noch sullen 
conjungeren, is tot noch toe niet geresolveert, ende geloove niet, dat 
die buijten meerder nootsaeckelijckheijt te saemen sullen trecken door 
de incommoditeijt, die se den anderen souden toebrengen ten opsichte 
van vivres en fourage, ende hout men 't daervoor, dat beijde dese ar- 
meen geconjungeert meer als 60,000 zielen en 25,000 paerden sullen 
bij den anderen brengen, ende kan ick uijt d'experientie seggen ge- 
sien te hebben, dat se 't alles reijn äff maken tot aen den bodem toe, 
daer se comen te passereu, gelijck in 't Stift Hildesheim nu 7 a 8 dae- 
gen is vernomen, sulx ick schricke te gedencken, als de soodanige op 
het Territoir van den Staet ofte 't geene voor desen aen den Staet 
gehoordt heeft, soude komen; waerom den Bisschop van Munster ge- 
luckigh is, dat se hem voorbij gaen '). De Keijsersche geven äff, dat 
het jonghste Tractaet tusschen haer ende H. H. M. gemaeckt noijt sal 
geratificeert werden, soo dat ick als het een met het ander compas- 
seer, somwijlen wel vremde gedachten soude krijgen, alhoewel mij ge- 
noegsaem verseeckert houde, dat S. C. D. het opreghtelijck meent voor 
de religio ende beijderzijds beste. Den Lt.-Generael Kannenbergh, 
die soo van mij gaet, leggen sijne Volckeren ontrent 2500 paerden 



*) Ein Correspondent aus Thüringen (6/ 16. h^ept. Diarium Europaeum XXV. App. 
289] schildert die Kaiserlichen allerdings weit günstiger: Es ist Alles ein sehr wohl 
montirt und wohl geübt Volk, raehrenthcils alte Soldaten, die in dem Polnischen, 
Schwedischen und Hungarischen Kriegen sich versucht, auch wohl disciplinirt und 
seinen Officieren gehorsam, dass ausser der Consumtion des Proyiants und Fourage 
Ton wenig Exorbitautien eu sagen. 



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Schwierigkeit der Verpflegung. Friedensversuche von Mainz. 293 

2 mijlen van hier, met dewelcke Sijn Excell. ons morgen sal joigne- 
ren. Ick hebbe aen S. C. D. lecture van U Ed. missive gegeven, ende 
als ick quam bij de periode, daer deselve seght, dat tegens de aflF- 
compste der auxiliaire troupes den Staet eene aenBienlijcke armöe bij 
den anderen sal hebben, soo geliefFde S. C. D. daerop te antwoorden, 
dat hem uijt den Haege geschreven was, dat Sijn Ht noch in geen 
acht weecken met een armöe soude können te velde comen, het welcke 
ick niet anders als met U Ed. missive hebbe können obloqueren. De 
Heer Jodoci, afgesante van Mentz, is heden hier aengecomen. Der- 
selver versoeckt uijt den naeme sijns meesters, dat men doch desen 
marsch niet wil precipiteren ende sigh buijten feijtelijckheijt houden, 
omme alles in der minne bij te leggen tusschen Vranckrijck, H. H. M. 
ende S. C. D. Dan hem is geantwoordt, dat daer van geen accommo- 
dement waere te spreecken, alvoorens het genomene waere geresti- 
tueert. Mr. Cracou^), met dewelcke dese aifsendc, gaet als extrs. 
Envoyö van wegen dit hoflf naer Engelant; hem is bevolen aen Sijn 
Ht en passant communicatie van sijnen last te geven ; soo veel S. C. D. 
mij daer van heeft believen te seggen, soude het principael daer hee- 
nen strecken, om die Croon affsonderlijck met H. H. M. te bevredigen. 
Mr. Fromenteau, niettegenstaende sijne depesches van aflFscheijd heeft 
becomen, blijft alsnoch het hoflf volgen. 

Amerongen an d. Griffier. Dat. Witzenhausen 28. Sept. 1672. 

Morgen wird man von hier wieder aufbrechen. Die Truppen leiden 28. Sept. 
sehr durch das schlechte Wetter. Fromenteau hat sich empfohlen und 
bei seinem Abschied im Namen des Königs höchlich protestirt, dass der- 
selbe den westfälischen Frieden in Bezug auf das Reich nicht brechen 
wolle; die Vertreibung der brandenburgischen Truppen aus Emmerich 
werde er dereinst rechtfertigen und die Clevischen Städte restituiren. 



Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Melsungen') 

2.0ct. 1672. 

Der vom Kurfürsten eingeschlagene Marsch durch das magere Hessen- 2. Oct. 
land reibt die Armee sehr auf, und erfahrene Offiziere in der Armee halten 
denselben für sehr gefährlich. Er hat im Gespräch öfter geäussert, dass 
man dem Staat mehr nütze, wenn man sich ihm mehr nähere; darauf er- 
widert man aber, dort seien die Sachen so confus und verwirrt, dass man 
sich auf holländische Hilfe nicht verlassen könne; ohne die Kaiserlichen in 



•) Lorenz Georg v. Krockow. Pnfendorf XT. 74, 
3) Südlich von CasseJ. 



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294 ^* Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

Westfalen operiren könne man aber nicht, ohne sich einem so überlegenen 
Feind wie Tu renne gegenüber in die grösste Gfefahr zu stürzen. — Ein 
jeder sieht eben immer am meisten nach seinem eigenen Interesse, und 
Holland darf auf brandenburgische und kaiserliche Hilfe nicht viel rechnen, 
wenn man diese nicht selbst mit Waffen und Geldmitteln eifrigst unter- 
stützt. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Melsungen 2. Oct. 1672. 

2. Oct. Da man gehört hat, dass die Franzosen sich zu Essen und in der 

Marck festgesetzt, hat der Kurfürst seinen Marsch mit Yorwissen Monte- 
cuccoli's geändert und will nun noch höher hinauf nach dem Rhein. Die 
Armee leidet durch diese Märsche, den Mangel an Lebensmitteln und die 
schlechten Wege sehr; die noch bevorstehenden sind noch schlimmer. Die- 
ser Marsch scheint ihm dem Vertrag nicht gemäss, aber da die Sachlage 
geändert sei, hält man sich an diesen nicht mehr gebunden. Die Aende- 
rung scheint ihm mehr im Interesse der Kaiserlichen als des Staates zu 
sein, obwohl man dies leugnet. Aber auch Kriegskundige in der Armee 
meinen, dass man durch denselben die Armee ruinire und bald Winterquar- 
tiere werde beziehen müssen, ohne dem Feind geschadet zu haben. Auch 
die Landgräfin von Hessen ist sehr unzufrieden damit. 



Bruijnincx an den Griffier. Dat. Wien 2. Oct. 1672. 

2. Oct. Obwohl der Hofkanzler*) es leugnet, so kann er doch bestimmt ver- 

sichern, dass Montecuccoli die Ordre hat, die Armee möglichst zu scho- 
nen und kein Haupttreffen zu wagen. Auch wird sich ein Theil der kai- 
serlichen Armee von der brandenburgischen trennen, um sich Cölns zu 
versichern. Mansfeld hat am sächsischen Hof nichts ausgerichtet. Sachsen 
will sich neutral halten, hauptsächlich aus Eifersucht gegen Brandenburg 
und aus Rücksicht auf die Clevischen Lande: es wird sich rüsten, um sich 
zur passenden Zeit ins Spiel zu mengen, abwarten, was Brandenburg aus- 
richtet, und wenn dies Unglück hat, ihm auf den Leib fallen. Es ist da- 
her nicht allein für den Kurfürsten von Brandenburg, sondern auch für die 
Niederlande nothwendig, dass Ersterer sich durch eine Reservearmee schützt. 
Einstweilen sollten die Generalstaaten sich um Beilegung des Streites zwi- 
schen Brandenburg und Sachsen bemühen. Hier ist die Meinung, dass 
Holland sich insciis et invitis omnibus aus dem Werk mit Frankreich und 
England herauswickeln müsse. 



') Johann Paul Baron v. Hocher. 



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Pläne der Kaiserlichen. Der Prinz gegen die Aenderung des Marsches. 295 

Des Prinzen von Oranien Bedenken wegen des Marsches der 
Kaiserlichen und Churfilrstlichen Armee. Dat. Bodegrave 

S.Oct. 1672*). 

[Marsch nach Coblenz zu weitläufig und zeitraubend. Rasche Hilfe wegen der in- 
neren Verhältnisse der Republik nothwondig. Turenne's Macht ist nicht überlegen. 
Friedliche Unterhandlungen mit Cöln und Monster geben Turenne Gelegenheit, sich 
wieder gegen Holland zu wenden. 10,000 M. können Cöln besetzen, wohin auch 
staatische und spanische Völker kommen sollen. Die Hauptarmee muss in Westfalen 

agiren.] 

Lunae, 3. Octobris 1672 st. n. haben des Herrn Prinzen von 3.0ct. 
Oranien Ht in Gegenwart des Herrn Feldmarschalls und G.-L. zu 
Ross resp. Grafen zu Walde ck*) und Nassau*) Exe. mit denen 
Kaiserlichen und Churbrand. Ministris über die von dem Churbrand. 
Abgesandten Herrn Obristen von Crosigk*) abgelegte Proposition in 
dessen Beisein deliberiret, und sind derer Gedanken dahin gegangen: 

Erstlich, dass soviel anlangt den Marsch der Kaiserl. und Churbr. 
Armeen nach Coblenz hinan, um sich von denen Rhein- und Mosel- 
strömen Meister zu machen, wie auch der Stadt Cöln sich zu ver- 
sichern, ö. Ht dafür hielten, dass zwar diese Intention an sich sehr 
gut, Sie aber besorgeteu, dass dieser Marsch wegen der abnehmenden 
Tage, bösen Wege und weiten Entlegenheit so viel Zeits erfordern 
würde, dass es gar zu weit und tief in den Winter hinein laufen und 
der Staat sich der Auxiliarvölker, worauf er bisher alle Hoffnung ge- 
setzet gehabt, wenig zu erfreuen haben würde. Nun wäre es aber mit 
gem. Staat dergestalt beschaflFen, dass wenn demselben nicht bald ge- 
holfen und Luft gemacht, die Unterthanen und Einwohner einige Leich- 
terung empfinden und die Commercien, welche nun eine geraume Zeit 
her still gestanden, ehistes wieder in Schwung gebracht würden, es 
eine lautere Unmöglichkeit sein würde, gem. Einwohner zu weiterem 
Contribuiren zu bewegen und consequenter die versprochenen Subsi- 



^) Pres, per Hr. Obristen Krosigk im Hauptquartier zu Bergen den 8/18. Oct. 
1672. (Aus dem Preuss. Staatsarchiv.) 

•) Graf Georg Friedrich von Waldeck, »welcher alhier das Factotum«, wie 
Krosigk aus dem Hauptquartier von Bodegrave am 28. Sept. schreibt. 

') Moritz Ludwig, Graf von Nassau la Lecq. 

*) Krosigk wurde, nachdem auf Montecuccoli's Rath beschlossen worden, 
statt nach Westfalen nach dem Mittelrhein zu ziehen, vom Kurfürsten an den Prin- 
zen geschickt, um diese Aenderung des Marsches damit zu rechtfertigen, dass man 
eine Schlacht in Westfalen nicht würde vermeiden können, eine mögliche Niederlage 
gleich von Anfang aber Alles verderbe; der ganze Umweg werde nur wenige Tage 
mehr Zeit erfordern. Pufendorf XI. 67. • 



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296 ^- J^^ö^d^^g *™ Rhein und in Westfalen. 

dien ferner abzutragen, dahero S. Ht höchst nöthig fänden und sehr 
verlangeten, dass die Auxiliarvölker den geradesten Weg nach diesen 
Pro\inzen nehmen und dadurch allen vorberUhrten und mehr anderen 
Inconvenienten vorbiegen wollten, und könnten alle Diflficultäten, welche 
im Weg zu sein scheinen, warum solches bedenklich, leichtlich gehoben 
werden. Zudem wäre des Gen. - Feldmarschalls de Turenne seine 
Macht, und dass dieselbe nicht so gross oder considerabel, bekannt *), 
und in allem Fall würde derselbe, wenn man gerade zu ging, vor und 
hinter sich zu sehen haben und es schwerlich an allen Orten wohl 
wahrnehmen können. Wenn aber die Kais, und Churbr. Völker einen 
solchen Detour nehmen wollten , wie denn hochgem. Herr Marschall 
davon schon einige Nachricht zu haben schiene, so wäre nichts Ge- 
wisseres, als dass dieser Marschall einen Theil seiner Armee dem Duc 
de Luxembourg zu Hilf schicken und alle gute intentiones, welche 
man dieser Orten hätte, hintertreiben würden, in Massen er auch all- 
bereits vier Regimenter aus seiner Armee nach Naerden und Arm^rs- 
fort geschicket, auch dem Comte de Lorge noch mejir zuzuschicken 
versichert. 

Man vernehme auch, als wenn bei denen Herrn Kaiserlichen die 
Gedanken dahin gingen, dass man S. Ch. D. zu Cölu und den Herrn 
Bischof von Münster zu gewinnen und von Frankreich zu ziehen sich 
bemühen und dahero dieselbe oder dero Lande nicht attaquiren mtisste. 
Nun Hessen ö. Ht solches au seinen Ort gestellet sein, müssten aber 
dieses dabei erinnern, dass wenn der Marechal de Turenne davon 
versichert wäre, dass diesen Beiden, welche doch von allen Ungelegen- 
heiten die vornehmste Ursach wären, kein Leid zugefügt werden sollte, 
er nicht nöthig haben würde, zu Conservir- und Rettung seines Königs 
AUiirten eine Armee im Feld zu halten, sondern nur die conquestirten 
Oerter mit genügsamen Garnisonen versehen, alle Lebensmittel und 
Fourage von dem platten Lande hinweg nehmen und seine vornehmste 
Macht femer gegen die unirten Provinzen gebrauchen würde; wie man 
denn albereits den Bericht empfangen, dass sobald dieser Mareschal 
den jetzigen Marsch der vorgem. Reichsvölker innen worden, resolviret 
haben solle zu decampiren und seine Völker in Garnison zu legen, 
und obwohl der Herr Oberste Crosigk, Kraft habender Instruction, 
ein und anders dagegen eingewendet, ist doch bei obigen Sentimenten 
zu persistiren gut und nöthig erachtet worden. 



«) Der Prinz hatte Nachricht aus Grave, dass sie dort 11,(XX) M. s. Pf. und 
8000 z. F. 8t«rk passirt sei. Krosigk, dat. Bodegrave 28. Sept, 



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Ansicht des Prinsen über die Aufgabe des Feldzugs. 297 

Sonaten um auf den anderen Punct der Proposition des wohlged. 
Herrn Obersten, die Conjunction der Spanischen und Staatischen Völ- 
ker mit denen Auxiliartruppen betreffend, zu kommen, hielten S. H^ da- 
für, dass, da man sich in andere Wege der Stadt Cöln nicht versichern 
könnte, man auf allen Fall wohl ein Tausend Mann oder zehn von 
vorgem. ßeichsvölkern detachiren, zu Coblenz den Rhein passiren und 
solchen Post fassen lassen könnte, da dann einige Tausend Beides 
Spanische und auch Staatische zu Röss und Fuss oder, da es die Zeit 
und Gelegenheit erfordern möchte, das ganze Lager sich damit con- 
jungiren könnten, wozu man solchen Falls diesseits gar bald die An- 
ordnung zu machen wissen würde. 

Und dieses wären S. Ht Sentimenten, welche Sie wtinschcten, dass 
der Herr Oberste von Crosigk S. Ch. D. von Brandenburg hinterbrin- 
gen und den Marsch Ihrer Armee, so viel immer möglich, durch dessen 
gute Vorstellung befördern und beschleunigen helfen, damit denen 
Tractaten, mit diesem Staat aufgericht, Kraft welcher in Westfalen muss 
geagiret werden, ein völliges Gentigen geschehen möge, auch iS. Ht da- 
von allerförderlichste Nachricht geben wollte. 



Araerongen an den Rathspensionär (m. m. an Beverningk). 
Dat. Hachborn.6-Oct. 1672'). 

[UngÜDstige Nachrichten aas HoHand. Schlechte Wirkung derselben. Beschwerlicher 
Marsch. Der Kurfürst bleibt bei seinem Vorhaben. Man erwartet eine Action von 
der Btaatischen Armee. Friedonsgerüchte. Stratmann. Kurfürst yon Mainz. Ab- 
sichten Frankreichs bei den Friedenserbietungen.] 

De Couranten ende ander leugengeschriften benevens veele vilaine 6. Oct. 
blaeuwe boeckies en pasquillen '), die deese Trouppen op 40,000 man 
begrooten, comen ons van post tot post over, en daermede werdt dit 
hoff ende de gansche armee vervult, die daer uijt dan occasie neemen, 
met weijnich reputatie van den Staet ende haere conduitte te spreecken, 
dat mij ten hoochsten bedroeft en becommert. Ende als ick voor dee- 
sen tot Halberstadt ende tegenwoordigh op de reijs den marsch wat 
emstelijck hebbe gepousseert, soo geeft men mij tot antwoordt, dat 
men selfs in Hollandt in mora blijft, dewijl men deesen Churfurst on- 
kundich houdt van 's landes forces'), die ick op mijne aencompste 

*) «1 roijl van Marborgh* (Amerongen), bei Ebsdorf ; der Landgraf von Hessen 
hatte dort ein Schloss. 

') Viele solche Flugschriften enthält das Diarium Europaeum XXV — VU. 

•) Diese Beschwerden (vgl. ob. p.291 Sehr. v. 27. Sept.) sind nicht ganz begründet. 
Blaspeil u. Romswinkel klagten gar nicht so viel über Confusion in den Nie- 
derlanden and berichteten vielmehr über Rüstungen , 30,000 M. ins Feld au bringeui 



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298 ^' Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

volgens ü W. Ed. aen den beere Pelnitz en mij gedaene belofte hun 
hadde verseeckert te sullen participeren, waermede H. H. M. ten ge- 
meenen besten, soo sij seggen, verobligeert souden sijn te ageren, te 
meer naedien dit secours van 20,000 man den Staet alleen uijt bare 
gevoelijcke ongelegentbeden niet en can redden, sulcx dat tegens het 
versuijm van soo veel tijdt, als nu zedert 2 maenden is voorbijgegaen, 
sij baer excuse weeten te vinden. 

Wij sijn nu wel in vollen marscb begrepen, maer deselve werdt 
met soo veel tegenspoedt ende moeijelickbeden ten opsiehte van de 
quaede wegen door den gestaedigen regen voortgeset, dat veele peer- 
den acbterblijven ende menschen kranck werden; niettemin sal S. C. D., 
soo ick vertrouw, in sijnen marscb volbarden ende die tot aen den 
Rijn voortsetten, bebbende mij nogb gisteren geseijt, dat bij sijn des- 
seijn niet en hadde verändert, in voegen bot door den Oversten 
Croseck aen S. Ht had laeten bckent maecken, maer of door de aen- 
compste van den marescbal deTurenne, die men hier adviseert, dat 
aen de noordtsijde den Rijn op naer Andernach marcheert, deselve 
niet sal verändert werden, staet te verwachten. Men meijnt hier een 
groote saeck gedaen te hebben, van door deese marsch het meeren- 
deel van de France macht soo ver van de frontieren van den Staet 
getrocken te hebben, ende siet men derhalven te gemoet, dat men nu 
van die kant als meester in 't veldt met avantage efficacieuselijck op 
den vijandt behoorden te ageren; want, seggense, aut nunc aut nun- 
quam, ende soo sulcx oock in corten niet*en geschiedt ende datter 
geen hooftactie tusschen deese auxiliaire trouppes ende de France met 
haere Geallieerden voorvalle, soo is het te gelooven, dat men in cor- 
ten sal genoodtsaeckt sijn de Winterquartieren te soecken. Want het 
is onmogelijck, dat beijde deese armeen geconjungeert ten opsiehte 
van het groot aental van menschen en peerden in dit ongesonde ende 
regenachtige weder lang in 't veldt sullen connen blijven staen; want 
daer wij zedert 6 of 8 dagen herwaerts hebben gemarcheert, sijn alle 
de menschen met baer groot en cleijn vee gevlucht, dat dan schaers- 
heijdt in vivres ende fourage veroorsaeckt. 

Men beeft hier zedert eenige weijnige dagen apparent door toe- 
doen van Fransgesinde beginnen te spreecken van een algemeijne 
vreede te maecken met Vranckrijck, ende beeft de beere ötraetman'), 



Aber kräftige Bekämpfung der Franzosen trotz mancher Unfline etc. (Rel. r. 24. Sept., 
1 u. 11. Oct. u. 8. w.). 

>) Dietrich Stratmann, pfalzneubargiBcher, später kaiserlicher Minister. 



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Beschwerden über die Unthätigkeit der Staaten. Friedensgerüchte. 299 

800 mij S. C. D. deesen dach door den beere Pelnits heeft laeten 
Seggen, hem tot Cassel sijnde in nanie van den hertoch van Nie- 
burgh verclaert gelast te sijn, hem deselve van wegen den Coniug 
van Vranckrijck aentebieden op redelijcke conditien, ende versocht 
hooghgem. beere hertoch van Nieburgh daerop bet sentiment van 
S. C. D. te weeten; ende is daerop aen den voorn. beere Straetman 
bij den beer Curfiirst selfs geantwoordt, dat hij sulcx niet conde doen 
sonder prealable kennisse van den Keyser ende H. H. M. sijn ge- 
allieerde. 

Den beere Curfiirst van Mentz, die voor weijnich dagen den 
beere Jodoci aen dithof heeft afgesonden gehadt, voerde deselve tael 
als die van Nieburgh, dan hem is in gelijcken zin geantwoort. Het 
schijnt, dat Vranckrijck met het aenbieden van de vreede alomme aen 
de Duijtse hoven veijl gaet, omme daer uijt twee oogmercken te bereij- 
cken, ol den vreede selfs, die baer naer alle apparentie seer nut ende 
nodich is, oflF wel dissentie onder de Duijtse Vorsten in 't Rijck te 
veroorsaecken; sulcx den Staet ende S. Ht onder ootmoedige correctie 
in tijts moeten verdacht sijn, boe ver het een en 't ander met haere 
interessen overeencompt; want ick bebbe opinie, dat eer lange dat 
point op bet tapijt sal gebracht werden, misschien bij de gene die, 
800 sij haere desseijnen quaemen te veranderen, een groot gewicht 
aen deese saeck souden geven. 



Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Frankfurt 

3/13. Oct. 1672. 

[Die Armee steht in Butzbach und ruht aus. Sendungen an Mainz und Trier. Tu- 
renne in Andernach. Schädlicher Einfluss MontecuccoU's. Versuche von allen Sei- 
ten, den Kurfürsten zum Frieden zu bewegen. Herzog von Lothringen. Der Kurfürst 
ungeduldig, dass der Prinz ihm keine Antwort auf Krosigk*8 Anbringen schickt.] 

Sedert mijnen onderdanighen laetsten aen U Ht is S. C. D. met 13. oct. 
sijn armöe tot Putzbacb *) vier mylen van dese Stadt gearriveert, staende 
de Keysersche troupen op de rechterhandt, de quartieren raeckende aen 
maelkanderen. Beyde de armeen syn door den continueelen reegen 
seer gebaraseert, waerom ö. C. D. geresolveert heeft ter voorsz. plaetse 
sich een dach oflF vier op de bouden, om syn volckeren en peerden te 
doen uytrusten. Men heeft inmiddels de Gburvorsten van Mensch en 
Trier') besonden en versocht door baer landen passagie overdenRyn 



^) Butzbach zwischen Oiessen und Friedberg. 

') An den ersteren Louis de Beauveau, Comic d^Espence, an den letzteren 



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300 ^' Feldzng am Rhein and in Westfalen. 

en, soo sij sulcx weijgeeren, dat men genootsaeckt soude sijn met 
de armeen in haer landt te blyven staen. Mr. deTurenne seyt men, 
dat naer Andernach marcheert, om aldaer post te vatten ende het noch 
op de Moesei te hoiiden. Het ig seker, dat de France tot Mens heb- 
ben voor weynich dagen opgekocht 70,000 malder weijt, die se den 
Ryn aflF laten brengen. 

Amerongen ist nach Frankfurt vorausgereist auf Ersuchen des Kur- 
fürsten, um Credit für die Subsidienzahhmgen zu machen. Veele*) hooft- 
officieren van den Kurvorst syn over dese march bekomert en sien die 
met peryckel vermenckt. Montecuculi is de man, wiens raet men 
volcht; veele syn van opinie, dat hij het niet ten besten meynt. Van 
dat gevoelen is Amerongen oock, die den Kurvorst tot meermalen 
daer voor gewaerschoudt heeft. Men seyt, dat om de rebellie in On- 
garen sij te mg suUen marcheren en dat den Keyser met Vranckryck 
val vreede maecken'). De Hertogh van Nyborch pousseert die seer 
en soeckt den Curvorst van Brandenburg daer in te brengen, waer toe 
eenige van syne Ministers inclineren, soo dat U Ht ende den Staet, 
gelyck Amerongen aen Beverningh heeft geschreven, daerop be- 
lieven verdacht te sijn. Den Hartoch van Lotteringen heeft aen 
Amerongen geseijt, dat de Keijser jegens Vranckrijck niet sal vech- 
ten en oock beletten, dat Brandenburg niet ageert Hartoch van Lot- 
teringen presenteert sijn voorgaende conditien noch aen van bij 
6000 Keysersche, die H. H. M. betalen, andere 6000 te voegen ende 
daer mede te ageeren. 

Het waer te wenschen, dat dit werck tot sijn perfexie quam, want 
het soude van dienst weesen. Den Keurvorst beclaecht sich, dat 
U Ht hem op 't geen Kroseck heeft aengebracht, tot noch toe niet 
en antwoort, heeft begeert dat ick U Ht soude schrijven, dat hij hoopte 
dat den staet sich nu soude evertueeren, doordien sy van soo veel 



Blumenthal. Dass des Letzteren Sendung erfolglos geblieben sei, wusste man aber 
schon am 8. Oct. in Dudenhofen bei Wetzlar, und im Kriegsrath wurde deshalb be- 
schlossen, statt durch Nassau auf Coblenz nach Frankfurt zu marsohiren und bei 
Mainz den Rhein zu Überschreiten. (Pufendorf XI. 62. v. Orlich II. 73. Auf- 
zeichnung Schwerin^s im Pr. Staatsarchiv.) Amerongen wurde also absichtlich 
oder aus Nachlässigkeit über die Marschplllne nicht unterrichtet. (Vgl. übrigens un- 
ten sein Schreiben an den Grifßer vom 27. Oct.) 

^) Dies folgende bis «ageeren** sollte im Original in Chiffern geschrieben werden. 

') In der That rieth Montecuccoli in Dudenhofen wegen der Rebellion in 
Ungarn, des Krieges zwischen Türken und Polen u. s. w., mit Frankreich nicht zu 
brechen; auch habe dies der Kaiser an Ludwig XIV. versprochen. (Aufe. Schwe- 
rin's.) 



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Verderblicber flinfluss Montecuccoirs. Stillstand der Armee. 301 

vianden waeren ontlast. Daer synder in Hollant, die met haer brie- 
ven hem swaerhooffdich maecken en doen gelooven, dat alles aldaer 
noch met confusie toegaet ende dat het lichaem van binnen noch geen- 
ßins wel gestelt is, dat ick niet wil hoopen, maer Godt bidden dat hij 
eenicheyt in den staet verleene en U Ht illustre persoon ten besten 
van deselve bewaere. 



Amerongeu an den Griffier. Dat. Bergen*) 15. Oct. 1672. 

Die Armee ist bis Bergen vorgerückt und wird da vier bis fünf Tage 15. Oct. 
ausruhen. Kaiserliche und Brandenburgische liegeu bunt durcheinander, 
wodurch dann und wann einige Confusion entsteht. — Schwerin hat ihm 
im 'Auftrage des Kurfürsten eröffnet, dass derselbe den Uebergang über 
den Rhein zwischen Mainz und Coblenz nöthigenfalls, wenn die rheinischen 
Kurfürsten ihn hartnäckig verweigern, erzwingen, dem Bischof von Münster 
jetzt ein Ultimatum stellen und ihn, wenn er sich nicht dem Kaiser und ihm 
anschliesse, bekriegen werde. Maiuz hat wieder Priedensvorschläge ge- 
macht, und er bittet um Nachricht, wie die Geueralstaaten wünschten, dass 
man sich diesen Versuchen gegenüber verhalte. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Frankfurt 20. Oct. 1672. 

Aus Würzburg ist der Kurfürst von Mainz, aus dem Hauptquartier zu 20. Oct. 
Bergen der von Brandenburg mit Frau angekommen und der von Trier 
wird auch erwartet, um sich mit einander zu unterreden. Amerongen 
fürchtet, dass man Brandenburg zerstreuen wolle, damit er nichts gegen 
den Feind thue und seine Truppen hier aufhalte. Allerdings liegen die 
Truppen hier schon sechs Tage unthätig, ohne dass man weiss, wohin es 
geht. Er hat daher ohne besondere Ordre der Generalstaaten dem Kur- 
fürsten ein Memoire') eingereicht, nachdem er demselben den Inhalt am Mor- 
gen in einer langen Conferenz vorgetragen. Er wünscht sehr die Ansicht 
der Generalstaaten, von denen er gar nichts hört, über diesen Marsch zu 
wissen, da man hier immer ihre Zufriedenheit damit voraussetzt, nachdem 
man Tu renne von Holland abgezogen. 



Memoire (I.) Amerongen's an den Kurfürsten. Dat. Frankfurt 

10/20. Oct. 1672. 

[Ziel des Marsches der alliirten Armee unbekannt. Zwei Monate sind schon nutzlos 

yersirichen. Den Franzosen muss vor Allem die Zufuhr abgeschnitten werden. Die 

Armee liegt jetzt nur befreundeten Stflnden zur Last. Bittet um schriftliche Antwort 

zu seiner eigenen Rechtfertigung.] 

Er hat schon mehrere Male vergeblich versucht, vom Kurfürsten selbst 20. Oct. 



^) Eine Meile nordöstlich von Frankfurt. 
'} S. das folgende Stack. 



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302 ^- Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

und von Schwerin zu erfahren, wohin er sich mit seiner Armee zu wen- 
den gedenke, da, was bisher geschehen, nicht den Vorschriften des Ver- 
trags entspricht. 

Ende of hij extr. Gedep. wel kan bevroeden, dat vermits de ver- 
anderinge van tijden en saecken het meergenoemde Traetaet niet punc- 
tuelijck ad nonnam heeft können geexsequeert werden ende de schoone 
occasie op den vijandt, die men sieb doenmals imagineerde, geobti- 
neert, veraiits bij het opbreecken van U C. D. Trouppes van Halber- 
stadt seeekere advisen inquaemen, dat den Mareschal de Turenne met 
een Arm^e van in de 30,000 man den Rijn gepasseert door het Stift 
Essen naer Lipstadt quam marcheren, soo vindt hij sich nochtans ver- 
obligeert, U C. D. met behoorlijck respect te remonstreren, dat den 
tijdt, omme tegens de vijanden werckelijck te ageren, nu ruijm twee 
maenden gepasseert is, sonder datter tot noch toe sijns weetens ijet 
vijandtlijcx is geattenteert ofte de voorgenomene verhinderinge van 
vivres, te water en te lande, haer af te snijden int werck gestelt, soo 
men nochtans voorgaf, alsmen om de voorverhaelde redenen den marsch 
van de Weeser diverteerde ende hooger naer den Rijn voortsette *). 
Maer moet hij U C. D. tot sijn hertelijck leetweesen seggen, dat tot 
Francfurt van geloofwaerdige persoonen int seecker is bericht, dat op 
de aencompste van U C. D. Arm6e naer dese Landen naght ende dagh 
längs de Revieren de Maijn ende Rijn veele schepen met granen in- 
hebbende, soo geseijt werdt, meer als 180,000 malder, naer het landt 
en district van de vijanden werden afgevoert. T' welck seer lichtelijck 
sal können geempescheert werden, als U C. D. daertoe de prompte 
ordre soude gelieven te stellen ende met sijn armöe op de Revieren 
de Rijn ende Moesei ten spoedichsten post vatten, sonder het welcke 
den extr. Gedeputeerde te gemoet siet, dat groote avantage aen de 
vijanden sal worden gegeven ende gelegentheydt, om sich deese winter 
van alderhande eetwaren ende ammonitie van oorlogh in overvloedt 
te voorsien tot continuatie van deesen soo landtverderfifelijcken oor- 
logh, die anders onder Godes toelatinge aengesien werdt in een vaste 
en versekerde vreede tot geruststellinge van alle de gene, die deselve 
desidereren, te moeten termineren ende alsulcks het welgeintentionneerde 
voornemen van U C. D. ten besten van de gemeene saecke daer door 
gefrusteert worden, mitsgaders deese soo peinible marsch, waer door 
verscheyde Gereformeerde ende Evangelische Princen en Fürsten in 



1) S. die Instr. für Krosigk (Pufendorf XL 65): Sane summam rerum in eo 
verti, ut foederati Rhenum, Mosellam et Coloniam in potestate habeant, qno Qallia 
annona et communioatio curo suo regno intcrcludatur. 



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Beschwerde Amerongen*8. Antwort des Kurfürsten. 303 

hare Landen ende onderdaenen hebben gesouflfreert, sonder eflFect blij- 
ven: biddende derhalven, dat U C. D. naer sijne hooge ende wijdbe- 
roemde wijsheijt deese hooghwichtige saecke wel ponderende den on- 
dergeschreeve extrs. Gedeputeerde believe sehriftelijck te laeten toe- 
komen sijn goedtvinden, wat deselve geresolveert blijft tot voldoeninge 
van f Tractaet ende affbreuck van de vijanden te doen, op dat daer 
door den Staet deste gewilliger blijve, haere subsidien aen U. C. D. 
tot noch toe met soo veel openharticheydt in hare grootste ongelegent- 
heydt toegebracht sonder eenich retardement te continueren, ende hij 
ijet seeckers hebbe, H. H. M. ende S. Ht den Heere Prince van Orange 
met de aenstaende post tot sijn decharge te berichten, alsoo deselve 
hem Sonden können misduyden, dewijl tot noch toe conform de con- 
ventie niets effectifs tegens de gemeene vijanden en is nochte werdt 
ondernomen ende dat oock het saisoen van het naejaer soo ver is 
geavanceert, datter weijnigh tydt sal overschieten, om yetwes met vi- 
geur tegens deselve te attenteren, hij van de oorsaeck van dien geen 
pertinente rekenschap hadde gegeven. 



Antwoi-t des Kurfürsten auf das Memoire Amerongen's. 

Dat. Bergen 13/23. Oct 1672'). 

Er hat mit grosser Mühe und Aufopferung den Marsch nach dem 23. Oct 
Rhein, dessen Gründe er schon dargelegt, unternommen, und jetzt ist der 
Knrfürst von Mainz bewogen worden, den Rheinübergang zu gestatten. 
Was möglich gewesen, hat er gethan; über die Zeitumstände kann er nicht 
gebieten. Der Aufenthalt in der gegenwärtigen Stellung ist nothwendig, 
weil die Armee ausruhen, bei der Artillerie allerhand Nothwendigkeiten 
verfertigt, Pferde ergänzt und die Vorbereitungen zur Passage des Rheins 
getroffen werden müssen. ^S. C. D. hätten wünschen mögen, dass Sie Ihren 
Marsch so hoch hinauf nicht hätten nehmen dürfen, und dass solche recta 
auf Coblenz Ihrer gehabten Intention gemäss hätte genommen werden kön- 
nen. Weil aber Churtrier ohngeachtet aller Instanzien die Brücke, so zwi- 
schen Coblenz und Ehrenbreitstein liegt, zu dieser Passage nicht verstatten 
wollen, so hat man unumgänglich den Marsch auch ändern und höher hin- 
anfnehmen müssen.^ Wenn er auf seinen Yortheil hätte sehen wollen, würde 
er in Westfalen geblieben sein und die Bisthümer gebrandschatzt haben, 
da der Rhein von da aus einmal nicht zu erreichen gewesen. Das Interesse 
der Staaten und die raison de guerre erforderte eine Aenderung des Kriegs- 
planes, obschon solche nicht eben mit der Litter des Tractats einstimmen 
möchte, welche zu einer solchen Zeit gemacht, da man noch von keinem 
Feinde am Rheinstrom gewusst, und da der Staat noch von allen seinen 



») Vgl. Pufendorf XI. 66. 



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304 ^* Feldzag am Rhein and in Westfalen. 

Festungen Meister gewesen. Jetzt ist aber Prankreich Herr über den Rhein 
und beide Ufer, deshalb war die Aenderung nothwendig. üebrigens hat er 
durch seinen Marsch die Franzosen aus Holland nach Deutschland gezogen 
und namentlich Friesland frei gemacht. — Auch verlangt er pünktliche Be- 
zahlung der Subsidien, zugleich für die überzähligen 4000 Mann. 



Araerongen an den Griffier. Dat. Bergen 23, Oct. 1 672. 

[Antwort des Kurfürsten. Bescbluss, den Rhein anterhalb Mainz zu passiren. Gegen 

den Feind geschieht nichts, vielmehr spricht man vom Frieden. Die Staaten haben 

ein Recht, sich darüber zu beschweren.] 

, Oct. Heute hat er obige Antwort vom Kurfürsten erhalten, die aber die 

Frage ganz übergeht, was man eigentlich zu thun beabsichtigt. 

Man heeft eijndelijk naer veel overlegs inet den beere Churfurst 
van Mentz, Montecuculi ende de generaels persoonen geresolveert, 
niet over den Main, maer over den Ryn te passeren, ten weicken fine 
twee ingenieurs werden afgezonden, om beneden Mentz een plaetse 
te dispicieeren, om de brugb te slaen, hetwelcke noch zijn tyd zal 
vereijsschen *). 

In des wordt aen den vljandt, zooveel het mij toeschynt, tot noch 
toe door toedoen van deeze twee arin^en geene de minste incommo- 
diteijt toegebracht. Het is nu den thienden dagh, dat dezelve aen 
deze plaetse hebben gestaen met zeer schoon weder ende zonder ree- 
gen, waerdoor de weghen zijn opgedroogt ende bequaem om te mar- 
cheeren, ende of ick instantelijk beb aengehouden, dat men doch de 
marsch tot afbreuk van de vijanden wilde voortzetten, zoo wert mij 
tot antwoord gevoecht, dat men daertoe wel genegen is, maer zonder 
bewilliging van die geene, die de keyzerlyke trouppes commandeert, 
niet can doen, behalve andere excuses, die men daeromtrent maeckt, 
ende ick worde meer ende meer in mijne opinie geconfirmeerl, dat 
deese het voor als noch niet en zoecken ende haer met de hoope van 
een vfeede te maecken amuseren, waeromtrent veel wordt gesproocken 
ende onder haer voorslaegen gedaen van een armistitium, binnen de- 
welcke men die zoude contracteren. 

Ick meijne onder ootmoedige correctie, dat H. H. M. redenen 
hebben, om haer over deeze conduite ende dat er niets effectiefs 
bij de handt genomen wordt, tegens de Keijzerlijke ende Branden- 
burgsche Ministers in den Haege te beclaegen ende te verzoecken, 



^) Nach den Protocollen (von Anhalt and Schwerin) über diese Berathang 
wurde es noch zweifelhaft gelassen, ob man bei Bingen oder hei Nierstein den Rhein 
überschreiten solle. Mainz hatte Lahnstei^ vorgeschlagen. 



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BesohluBs, den Rhein zu überschreiten. Der Prinz dringt auf Eile. 305 

dat den beere Churfurst de voldoeninge van de alliantie believe te 
praesteren, ende zal ick afwachten, wat dezelve mij daeromtrent zullen 
believen te gelasten. 

Der Prinz von Oranien an den Fürsten von Anhalt. 

Dat. Bodegrave 24. Oct.' 1672. 

(Eigenhändig.) 

[Bittet, ihren Marsch zu beschleunigen, und versichert, dass er das Seinige thun 

werde.] 

J*ay esti fort aise d'apprendre par celle que vous avez pris la 24. Oct. 
peine de m'escrire, que vostre marche a esti jusques assteure ') encore 
asses heureuse. Je n'ay qu*ä vous prier de la haterautant qu'il est 
possible et de vous approcher plus de ces quartiers icy. Je suis re- 
solu de envoyer en peu de jours un expres k Monsieur FElecteur pour 
luy informe encore plus particulierement de mes sentimens, de quelle 
maniere que je croy qu'il pouroit agir et aussi des mes dessins. Ce- 
pandant vous prie d'estre asseur^ que j'agires autant qu'il me sera 
possible et que je ne manqueres pas de faire autant de divertion de 
ce cost^ icy que je poures. U n'est pas besoin que Ton nous recom- 
mande cela, puis que c'est absolument nostre interest et une chpse in- 
dispansable. Je ne vous puis dire d'aventage pour cette fois que de 
vous prier encore de hater vostre marche et de venir plus en de 9a. 



Der Prinz von Oranien an Amerongen. Dat. Leger by Bo- 
degrave 24. Oct. 1672. 
(Eigenhändig.) 

[Soll den Kurfürsten zur Eile ermahnen. Näheres wird Krosigk melden.] 

Ick heb seer wel alle U Ed. brieven ontfangen, maer met verwon- 24. Oct. 
dering uyt deselve gesien, dat den Overste Crosec nogh niet en is 
aengelandt: uyt de welcke U Ed. sal vernemen myne sentimenten aen- 
gaende het ageeren van de Auxillieren troupes, daer ick tegenwoor- 
digh anders niet en sal by doen, als U Ed. seer emstigh te versoe- 
cken, y. C. D. op het serieuste aen te manen, syne march soo ras 
doenlyck voort te setten ende te naderen aen dese kant, sonder soo 
veel omwegen te gebruycken. Ick ben van intentie, om eenen ex- 
pressen in weynigh daghen [aftesßnden nae den Heer CeuiTorts, om 
hem verder te informeeren van myne gedancken, te presseren in actie 



*) Sicj.i. e* ä cette hcure. * 

Mausr. lur Gesch. d. Gr. KurOirsten. 111. 20 



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QQg V. Feldzug am Rhein und in Westfalen . 

te willen treden ende kennisse te willen geven, op wat vor een ma- 
niere ick aen dese kant vermeen te ageeren. Ondertuschen soo ge- 
lieft ü Ed. S. C. D. te verseeckeren, dat ick niet naelaten en sal, alles 
te doen 't gene in niaght is, oni den vyant afbreuck te doen ende te- 
gens den selve te ageeren — ick en durf de pen niet verder toever- 
trouwen. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 24. Oct. 1672. 

[Alle Friedensvorscblftge sind Amüsements. Der Staat kann die französiscben und 
englischen Bedingungen nicht annehmen. Der Marsch der brandenburgischen Trap- 
pen ist vertragswidrig. Hat noch nichts zu ihrer Befreiung von der französischen 
Uebermacht beigetragen Vertrauen, dass der Kurfärst die Allianz beobachten werde.] 

24. Oct. Auf Bericht der Deputirteu für die Sachen der Tripleallianz über die 

Schreiben Amerougen's vom 13. und 15. Oct. ist beschlossen: Dat aen 
den gemelten Heer van Amerongen sal werden gerescribeert, dat 
H. H. M. iinmers soo geern als andere potentaten de vreede in 't Chri- 
stenrijck ende namentlijck van Vranckrijck ende Groot Brittannien sa- 
gen herstelt ende gestabilieert, ende dat deselve van die hare vrede- 
lievende intentie, albevoorens dat de saecke tot extremiteijten ende 
rupture was uijtgebersteu, aen alle hare geallieerdens niet alleen con- 
fidente ende opentlijcke comnmnicatie g«geven, neen maer oock soo bij 
expresse besendingen als schriftelijcke inissiven aen de hoochstged. 
Coningen van Vranckrijck ende Engelandt ronde ende sincere vercla- 
ringen hebben gedaen, dan dat alles te vergeefs ende van geen het 
minste eflfect is geweest; dat H. H. M. dienvolgende niet connen ge- 
f loven, dat de propositien ende voorslagen, om tot een vrede te ge- 

raecken, ijets anders"^ sijn dan amusementen, dienende om de wapenen 
van haer geallieerden op te houden ende derselver militie te doen 
consumeren, om middelerwijlen tijt ende gelegentheijt te hebben van 
de vijantlijcke wonden te verstercken, nieuwe Ligues te formeren ende 
diffidentie tusschen deselve Geallieerden te doen ontstaen, Sonderlinge 
daer niet alleen H. H. M., maer oock de geheele werelt selflF uijt de 
schriftelijke conditien van vreede van wegen de hoogstged. Coningen 
van Vranckrijck ende Engelandt aen desen Staet voorgeschreven *) seer 
licht sal connen aflFnemen ende begrijpen, van wat uijtsichte ende con- 
sequentie sijn de desseijnen Sonderlinge van den hoochstged. Coningh 
van Vranckrijck, ende dat H. H. M. meijnen, dat van geen vrede ge- 
sproocken oflF gehandelt can werden, die niet soude geveu een vol- 
comen gerustheyt ende verseeckeringe soo wel aen desen Staet als 

») In Folge des Vertrags von Heeswijck vom 16. Juli 1672. Mignet IV. 48. 



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Die Staaten lehnen alle Friedensvorschlttgo ab. 307 

aen alle de geallieerdens, ende daerom nimmermeer soodanige propo- 
sitien sullen coniieii aennemen ende aggreeren, voor ende alleer de 
voorsz. verseeckerheijt soo voor haer als voor haer geallieerden sal 
connen werden bereijckt. Dat H. H. M. liaer niet genoech connen ver- 
wonderen, dat daer de Tractaten tiisschen desen Staet ende S. C. D. 
intereederende soo ciaer ende uijtdruckelijck raede brengen, dat den 
hooehstgem. Heer Churfiirst nae het verloop van t\vee maenden, te 
reeckenen van den dach aflf dat de aenritsgelden souden sijn betaelt, 
sijne Armee op de frontieren van Westphalen bij den anderen hebben 
ende daermede tegens de vijanden van desen Staet ageren soude, nu 
meer als drie maenden nae de voorsz. twee maenden tot noch toe niet 
alleen niets daermede is uijtgerecht ofte geeffectueert , raaer dat de 
Armee, die haer aen de cant van Westphalen hadde beginnen te ver- 
toonen, van daer aflfgetrocken ende wederom seer diep in Duijtslandt 
ende van de frontieren van desen Staet te rugge getrocken is, sonder 
dat men tot noch toe eenige de minste informatie off naerichtinge heeft 
gehadt off ontfangen, 't sij uijt den gem. Heer van Amerongen off 
oock uijt S. C. D. Ministers alhier, wat de eijgentlijcke meeninge ende 
intentie van S. C. D. is gewecst ende wat H. H. M. van deselve te 
wachten hebben, als alleen dat in genere is geallegeert ende bekent 
gemaeckt, dat alles ten beste van de gcnieene saecke wierde gediri- 
geert ende beleijt, daer nochtans wanneer men van den voet in het 
voorsz. Tractaet geprescribeert ende vastgestelt ten besten van 't ge- 
meen eenichsints verstont tc recederen ende äff te wijckeu, het selve 
niet anders dan met gemeen concert ende niet goetvinden van H. H. M. 
geschieden conde, voornamentlijck daer men door de voorsz. verande- 
ringe heett versuijmt de Troupes tot hulp van desen Staet gedesti- 
neert, soo wanneer die noch Ms ende niet affgemat waren, tegens de 
gematteerde Troupen van den beer Hertoch vanTurenne in actie te 
brengen ende alsoo occasie ende aenleijdinge aen den gemelten beer 
Hertoch heeft gegeven, om deselve sijne Troupes te refrescheren ende 
die met andere Troupes uijt Vranckrijck gecomen te verstercken ende 
de militie haer alhier in 't herte van *t Land bevindende soodanich ge- 
posteert te houdeu ende te verstercken, dat men, de Armeen van de 
geallieerden soo verre geelougeert blijvende, sonder groot gevaer daer- 
tegeus niet hooftsaeckelijcks tot noch toe heeft können in 't werck 
stellen, daer nochtans Indien de voorsz. geallieerde Armeen haer op 
de frontieren van desen Staet hadden vervoecht, men wedersijts mi- 
litie soude hebben connen conjungeren ende de voorsz. vijanden bin- 
nen dese Landen ten alderuijttersten in allen deelen ende gelegent- 

20* 



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3Qg V. Feldzng am Rhein und in Westfalen. 

heden incommoderen ende van daer delogeren. Dat H. H. M. van 
S. C. D. geen ander verti-ouwen connen oflF mögen hebben, dan dat 
deselve de opgerichte Tractaten sal adinipleren ende voldoen, ende 
tot baere gerustheijt versoecken ende verwachten, dat hoochstged. S. 
C. D. baer eenmael eijndelijcken de effecten daer van sal doen sien 
ende bekeut maecken, wat sij van heni beere Churfurst seeckerlijck 
te verwacbten bebben, oni in geen onseeckerheijt langer te blijven 
ende bare mesures met eenige fondamenten te mögen nemen, ende 
dat bij beer van Amerongen 't gunt voorsz. is, op de beste ende 
bequaemste maniere ende niettemin serieuselijcken aen S. C. D. sal 
represeuteren ende voordragen ende sijn wedervaren aen H. H. M. 
bekent maecken. 



Der ßathspeiisionär an Amerongen. Dat. Haag 24. Oct. 1672*). 

(Eigenbändig.) 

[Der Marsch der verbündeten Armee ist unbegreiflich. Ihr Hin- und Herziehen der 
Reise der Kinder Israel zu vergleichen. Turenne hat man in Westfalen ungestört 
gelassen. Der Kurfürst wird von seinen Ministem getäuscht, die den Niederlanden 
gar nicht helfen wollen. Missstimmung darüber bei den Regenten im Haag. Die 
Unthätigkeit dieser Armee hat die staatische verhindert, etwas zu unternehmen. Frie- 
den will man nur in Gemeinschaft mit den Alliirten, hUlt jedoch die Bemühungen 
Ton Mainz und Neuburg für französische Intriguen. Schwerin und Meinders sind 

verdftchtig.] 

24. Oct. Ick will seer geeme bekennen, dat ick de dimarcbes van den 

Heer Cheurfurst niet kan begrijpen; want daer bet tractaet tusscben 
desen Staet ende ö. C. D. opgeregbt in specie medebrengbt, dat des- 
selfs armöe naer bet verloop van twee niaeuden, te reeckenen van 
den tyt dat de aenritsgelden uytgetelt senden wesen, baer soude be- 
vinden op de frontieren van Westpbaelen ende tegens de vijanden 
van desen Staet in actie treden, ende daer mitsdien de voorsz. arm^e 
den 25. July aldaer badde moeten wesen ende tot de actie koomen, 
800 beeft men ons naer bet verloop van seer veel tijts de voorsz. 
Arin6e ontrent Halberstadt doen sien, ende naer bet arrivenieiit van 
de Keyserlycke troepes die te rugge doen gaen Duytslant in, oin den 
Rbyn tot Cobelentz te passeren ende alsoo bet gemeyne best te be- 
bartigen, ende nu bevint men wederom, dat die nocb boger naer 
Francfort is getrocken, om de Main te passeren, ondcr pretext dat den 



*) Das Schreiben ist zwar schon gedruckt (bei Sypestcyn, Ncderland en Bran- 
denburg p.52), indess vereinzelt in einer kleinen Schrift; auch ist es für den Zu> 
sammonhang hier unentbehrlich. 



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Unzufriedenheit der Staaten und Fagers mit dem Marsch der Alliirteu. 309 

Heere Cheurfurst van Trier de passage ter Cobelentz weigeren soude: 
Voorwaer, wauneer ick dit alle« overlegh, dunckt my dit well sonder 
comparatie evenwell de Reyse van de Kinderen Israels naer Canaan, 
die 800 wanneer sc op de Irontieren van dat lant gekomeu waereu, 
wederom te rugge ende naer de Grense van Egijpten trocken. Want 
indien men den ötaet tegens de tractaeten over de weghen van Franc- 
fort helpen wilde, soo soude de volckeren immers soo ras ende eerder 
tot Francfort als tot Halberstadt hebben kunnen wesen, ende was dien- 
volgende niet van node geweest eerst soo grooten detour naer Halber- 
stadt ende van daer wederom noch groter naer Frankfort te doen. 
Want dat ick soude kunnen dencken, dat soo voorsightige ende geex- 
perimenteerde hoofFden, als S. C. D. by sigh heeft ende als in de key- 
serlycke Armee haer bevinden, op een losse voet, sonder van Cheur- 
trier ten vollen verseeckert te sijn, de wegh naer Cobelentz voorn. 
souden hebben genomen, soude seecker met all te weinigh fondament 
geschieden, ende schynt het my onbegrypelyck, dat daer den Heer 
Cheurfurst van Halberstadt reght naer de Westphaelse landen marche- 
rende sigh hadde kunnen bedienen van een schoonen hoop volcks al- 
daer liggende ende in syne landen by syne eygene onderdaenen, van 
de Fransen getijranniseert ende sulcks van haer t' eenemael avers, 
alle hulpe ende faveur soude hebben genoten, sigh heeft laten dispo- 
neren, om syne forces te verdeylen, syne eyge landen ten proye aen 
syne vyanden te geven ende sigh soo verre ende soo diep in Duyts- 
lant te engageeren, versuymende met eenen om den Heer Marechal de 
Turenne, die doenmalen, soo de Ministers van ö. C. D. my selfs 
meermaelen hebben verklaert, seer swack ende geen 20,000 man sterck 
was ende daerenboven een armee hadde, die door het continueel mar- 
cheren seer was gematteert, een notabel voordeel aflftesien, ende den 
hooggem. Heer de Turenne occasie gevende, om sigh te refraicheren 
ende verstercken, ende werde ick gedwongen hier om te geloven, 't 
geen men my all voor eenigen tyt seeckerlyck heeft geschreven, dat 
het met de voorsz. Duytsse armee niet well gemeynt was; niet dat 
ick die opinie van S. C. D. kan opvatten, maer om dat deselve door 
syne Ministers ende andere hooge personages, die den Heer van 
Fromenteau misschien wat gevoelyck sal hebben geimbueert, van 
syne waeraghtige interesten misschien wert gediverteert, eude dat men 
JS. C. D. de saecken anders laet voorkomen als die in der daet sijn, 
ende baert dit niet alleen by de Regeeringe in het generael, maer 
selfs by de best geintentioneerde seer groot misnoegen, daer aen 
U H. Ed. ende ick, die tot noch toe ten uyttersten hebbe geijvert, om 



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310 ^' FeldBug am Rhein und in Westfalen 

voor de betaelinge der bewuste subsidie penningeu sorge te drageu, 
niet weinigh en participeren , werdende niet duysterlyck geseyt, dat 
men veele gelden tot noch toe heeft geremitteert, sonder eenigh efFeet 
van het tractaet te genieten ofte sonder aen den Staett;, den Heere 
Prince van Orange off U H. Ed. eenige ouvertures te doen, waeronirae 
men van den expressen text van het tractaet is affgeweecken ende 
andere mesures genomen heeft, ende als men hierover met de Mi- 
nisters van S. C. D. in woorden is geweest, soo en heeft men van haar 
geen ander antwoort bekomen, als dat sy vvisten, dat de meijninge 
van den Heer Cheurfurst goet ende opreght was, ende dat sy daer- 
voren well wilden instaen, maer geene reden van de veranderinge der 
marche geven konde, ende dat sy gelooffden, dat U H. Ed. van allen 
well was ende wierde geinformeert, sonder te seggen ofte te expli- 
ceren, waer op dit alles uyt soude komen ofte wat de eygentlycke 
vis^es van S. C. D. waeren, eene maniere die myns oordeels seer ir- 
rögulier ende weinigh voldoende is, voornamentlijck daer men den 
vijant van den hals hadt kunnen quyt syn, Indien S. C. D. met syne 
armee in Westphaelen gekomen was, dewijl men dan met meer als 
16,000 man den vyant van dese kant hadde kunnen onder de oogen 
komen ende sigh met ö. C. D. soude hebben kunnen conjungeren, kun- 
nende U H. Ed. verseeckeren, dat als de geallierden haer op onse 
frontieren souden hebben vertoont, men 8()00 parden ende well 12,000 
man te voet ten minsten soude hebben kunnen t' saemenbrengen, daer 
men nu den vyant op het lyff blyfft houden, ende dat die soo haest 
men op het harde komt, sigh van alle plaetsen selfs uyt het leger van 
den gem. Heere de Turenne kan verstercken ende ons beletten iet 
hooftsaeckelycks te ondememen, daer de Fransen andersints tusschen 
twee armees benopen geweest souden hebben ende misschien in staet 
gebracht hadden kunnen werden, om van ongemack tusschen beyden 
te moeten vergaen. Jae, heeft dese saecke soo veel quaet gedaen, dat 
de Coning van Groot-Brittanien ernstilyck versoght synde, om syne 
wapenen tegen desen Staet niet te gebruycken, verclaert heeft tot de 
vrede well genegen te wesen, als men die met Vranckryck gesaement- 
lyck maecken wilde, ende dat 8. Majt H. H. M. daer toe ernstelyck 
raede, dewyle sy doch van de Duytsse Princen niets te waghten had- 
den, ende dat ö. Majt daer van well verseeckert was, hoewell men 
hier van een constante resolutie is, ter geene vreede te sullen verstaeu 
dan met de geallieerdeu, dat is de Kayser, Coning van Spangen ende 
den Heer Cheurfurst gesaementlyck, om dat men gansch geen sin heeft 
in eene geplaeysterde ende onseeckere vrede ende daer voor aensiet 



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Verdacht gegen die kurfürstlichen R%the. 311 

alles, wat niet tot eene gemeyne securiteyt en wert ter hant genomen. 
Ick sie daeroin voor amusemcnten ende fransse streecken aen alles, 
wat wegens den Heer Cheurfurst van Mentz ende hei*togh van Nieu- 
burgh wert gepretexeert, ende dat raen daer door maer maght sal 
geveu aen Vranckryck, om ander geallieerden buyten de partye te 
hDuden ende sigh te verstercken; want Indien Vranckryck eenighsints 
vredengedaghten hadde, soo en soude hy geen propositien hebben 
gedaen, die niet anders als met een totaelen ondergangh van dese re- 
publycq ende vervolgens mede van desselfs geallieerdens ingewillight 
konden werden. Men komt ons nu well met ander voorslaegen aen 
de band ende die voor ons soo plausibel syn, dat men sigh daer aen 
wellicht vergaepen soude, maer deselve, hoe specieus die oock syn, 
hebben tot noch toe geene ingressie gehadt, om dat men vast geresol- 
veert is, syne geallieerden in het minste niet te verlaeten, ende ben 
ick daeromme te meerder geformaliseert om de groote naerlatigheyt 
ende traeghej't, die ick ,in onse geallieerden bespeure; want dat men 
meynte een groote saeck gedaen te hebben, dat men het leger van 
den gem. Heer de Tu renne van dese frontieren heeft affgetrocken, is 
gansch niet waer, all soo langh hy o'ccasie heeft om, so haest wy uyt 
onse holen suUen komen, syn troepes by de andere, die op de Veluwe 
syn, te conjungeren, sonder dat hy behoeft beschroomt te syn voor 
een maght, die soo diep in Duytslant geengageert ende soo verre van 
hem geesloigneert is. Ick bidde daeromme ten emstighsten, dat U H. 
Ed. dese saecken naer haer importantie aen S. C. D. \vill voordrae- 
gen ende hem op de voldoeninge der tractaeten sommeren ende een 
waeckent oogh houden op den Heer van Swerin, dien men my voor 
vast seyt seer aen de Fransse partije, ende op den Heer Meyn der s, 
den men seeckerlyck gelooft door den Heere Smisingh in de partye 
van den Bisschop van Munster te sijn, hoewell de Cheurvorstelycke 
Ministers sulcx alhier tegenspreecken. Ick sal hier niet meer byvoegen 
als dat ick van seer goede hant verseeckert ben, dat de Coning van 
Sweden de conservatie van desen Staet seer ter herten neemt, well 
syn uytterste eflforten tot eene vrede doen, maer niets ondememen 
sal, dat ons hinderlyck kan wesen, ende Engelaut geerne van Vranck- 
ryck gedetacheert sagh. 



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3] 2 ^- Feldftug am Bhein und in Westfalen. 

Ameroiigen an den Griffier, Dat. Bergen 27. Oct. 1672. 

[Conferenz mit dem Kurfürsten, Montecuccoli u. A. Der Kurfürst fordert ihn auf, 
seine Ansiebt von der Sachlage vorzutragen. Er recapitulirt den bisherigen Verlauf 
des Marsches; der Marsch nach Coblenz sei festzuhalten, dort Posto zu fassen und 
den Franzosen die Zufuhr abzuschneiden; Turenne kann das nicht hindern, sich 
höchstens am linken Ufer der Mosel festsetzen. Der Kurfürst entschuldigt sich wo- 
gen der Aenderungen des Marsches und verspricht den Vorschlag in Erwttgung zu 
ziehen. So lang die Armeen zusammenbleiben , ist nichts zu erwarten. Seine Be- 
schwerden werden meist mit Vorwürfen beantwortet.] 

27. Oct. Der Bericht der an den Rhein unterhalb Mainz geBchickten Ingenieure 

über die dortige Passage wird abgewartet. 

S. C. D. eergisteren met den grave Montecuculi, den baron 
de Goes, den prince van Anhalt ende den vrijheer van Schwerin 
in conferentie gaende, heeft mij versocht daermede te willen compa- 
reren, alwaer verscheenen sijnde heeft S. C. D. het woord believen 
te nemen ende tot my te seggen, dat hij met des Keijzers ende sijn 
arm6e met soo veel moeyte, costen ende ongemacken door de peni- 
bele wegen, veroorsaeckt door den gestadigen regen, tot aen dese 
plaetse was gecomen, die sij billijcken wat hadden moeten laeten uit- 
rüsten, soowel in paerden als menschen, dewelcke voor een groot ge- 
deelte gedruckt, lam ende afgereden waeren, en dat hij beere Cheur- 
furst nevens de aenweesende beeren wel geerne wilde verstaen myn 
sentiment, wat ick vermeijnde, datter verders ten besten van het ge- 
meijne weesen gerequireert wierdt. 

Waerop mij bedanckt hebbende van de eere, die S. C. D. mij 
beliefde te doen, om mij tgeene voorsz. is te participeren, heb met 
respect geseijt, dat ick van den beginne deeser marsch ende als wij 
van Halberstadt opbraecken, niet anders heb geweten, als dat S. C. D. 
deselve k droicture op de Weser lancx Hoxar naer sijne Westphael- 
sche landen, soude voortgezet hebben, omme in conformitö van de 
opgerichte tractaeten tegens de vijanden op het efficacieuste te ageren, 
gelijk deselve mij de eere hadde gedaen doenmaels tot meermaelen 
te seggen ende ick oock aen den Staet ende ö. Ht hadde overgeschre- 
ven. Dat naderhandt ende als meu met den Graeve Montecuculi 
voor de eerste maele hadde gesproocken, deselve was verändert ende 
men geresolveert had, die op Coblentz te rigten, om aldaer of daer 
omtrent den Rijn te passeren, en waervan S. C. D. in den marsch mij 
hadde believen te zeggen, dat hij door den beere Gros eck expres 
ten dien fine afgezouden S. Ht mijnheer den prince van Orange hadde 
kennisse gegeven, niet twijflFelende of soude deselve om de gealle- 
geerde redenen daerinne genoegeu scheppeu. 



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Proposition Amerongon^s im Kriegsrath. 313 

Dat naderhandt als de arm6e den 6. deeses tot Dodenhof *) was 
aengekomen ende alsulcx niet meer als ach* mijlen van Coblentz, men 
de linkerhand waere afgeslagen ende naer dese plaetse boven Frank- 
fort leggende tegens den Main gemarcheert; dat deselve hier nu 
twaelf dagen in zeer schoon weder zoude blijven leggen ende noch 
lagh, hetwelcke ongetwyffelt H. IL M., die met zooveel verlangen deese 
trouppes al voor langh op haer grenzen hadden te gemoet gezien, 
Beer zoude ontroeren, als se door mij daervan zullen weesen versten- 
digt, gelijk ik devoirs halven niet hadde können onderlaeten met alle 
posten hetzelve te notificeren. 

Dat ick voor mijn gering sentiment ende naer het oordeel van 
crychsverstandige, met dewelke ik dagelyks sprak, onder ootraoedige 
correctie-vermeynde, dat het bij den Staet niet zou wezen te verant- 
woorden, zoo de armöe hier langer bleeve staen, maer dat, mijns oor- 
deels, nu men zieh zoo verre van de Westphaalsche landen hadde 
geesloigneert, het dienstich waere, dat S. C. D. geliefde zijn eerste 
dessein van naer Coblentz te marcheren alsnoch in het werck te stel- 
len, omme daer of daeromtrent den Rhijn te passeren ende de arm^en 
te posteren tusschen die rivier ende de Moezel en zieh daervan te em- 
pareren, om alzoo alle vorderen toevoer aen den vijanden te beletten, 
waertoe den beer Churfurst van Trier alle hulpmiddelen hadde aen- 
geboden. Dat de jongste ingekoomene adviesen van Coeln. ver- 
meldden, dat den Marechal de Turenne den 13/23. deeses noch tot 
Mulheijm hadde gelegen, en alsulcx men niet hadde te bevreesen, dat 
hij deese passage over den Kijn soude comen te beletten, dewijle hij 
alvoorens de revieren de Zieg ende de Laen hadde te passeren, ende 
dat men op de laetste post vattende, als tot Lahnsteyn, Nassau, Diets 
ende Limburg, sijnde vier stedekens op de voorz. rivier gelegen, de- 
selve diermaten conde verzeeckeren, dat de Fransche armöe daer niet 
zoude connen overcomen. Dat ick vorders geinformeert wäre, dat 
de voorz. arm6en boven Coblentz tusschen den Ryn ende de Moezel 
secuur souden kunneu staen ende in haer geweit hebben met het leg- 
gen van twee bruggen beyde dezelve rivieren ende haer bequaemlijk 
van alderhande toevoer souden können voorzien ende die den vijandt 
outhouden; dat den marechal de Turenne van de uoordzijde des 
Ryns, tot Bon ofte Andernach passerende, zieh zoude moeten campe- 
ren längs de Moezel, hetgeene voor de Fransche natie in het aen- 
stande saizoen bezwaerlijk zoude wezen; dat oock dezelve van daer 



*) Duden holen bei Wetzlar. 



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314 ^' Feldzug am Rhein and in Westfalen. 

met meerder faciliteit souden coiinen verloopen, alzoo zij geene ri vie- 
ren meer voor haer haddSn, voor dewelke de deserteurs nu steuijten 
ende genootzaekt zyn längs Frankfort de Mayn op haer naer Bazel 
ende in der Öweyts te begeven, om alsoo wederom naer .haer landt 
te komen. 

Dat dit waren mijne geringe consideratien, die ik voor het tegen- 
woordige konde bijbrengen, ende zoude verwachten van de genereu- 
siteijt van ö. C. D., dat hij er salutairder mogte in het werck stellen, 
waerdoor het doel ende oogwit van de alliantie met H. H. M. opgerigt 
in deesen^hoogdringenden noodt conde werden bereijkt. Het beliefde 
8. C. D. daerop te replieeren, met voorwendinge van verscheijde re- 
denen, waerom hij sijnen marsch tot driemaelen hadde moeten veran- 
deren, als eerstelijk de comste van den Marechal de Tu renne met 
eeue armee van 40,000 man int landt van der Marck; ten anderen, 
dat hij abusivelijk wierde onderricht, dat de brug tot Hoxar waere af- 
gebroocken, ook dat men verstaen hadde, dat die van Trier de pas- 
sage tot Coblentz ende door zijn landt zoude. weijgeren, ende overzulcx 
zieh aen den Curfurst van Mentz hadde moeten addresseren. Dat hy 
beere Curfurst deezen mijnen voorslag zoo vreemt niet en vonde ende 
voor dezen mette aldaer presente beeren daerover hadde gesproken 
ende tot dien eijnde ordre hadde afgesonden, dat eenige posten längs 
de rivier de Laen zouden worden bezet, dan dat ze becommert wae- 
ren, ^aer men zooveel scheepen bij den anderen zoude crijgen, om 
by dit hooge water den Kijn te beslaen; dat ze tot dien eijnde alle 
de scheepen tusscheh Frankfort ende Coblentz hadden doen arresteren 
ende den beere generael-lieutenant Goltz met bequaerae personen 
hadden uitgezonden, om hier of daer boven Coblentz eene bequaeme 
plaetse op den Rijn te disspicieren, waer men deselve gevoegelijkst 
zoude cunnen passeren, ende dat men nu moste afwachten, wat daer- 
van zoude werden gerapporteert, als wanneer ö. C. D. met de voor- 
geroerde beeren ende mij naerder wilden overleggen ende den dag, 
om op te breecken, soo zeer verspoedigen als mogelijk waere, ver- 
zoekende dat ick aen den Staet ende S. Ht daervan wilde kennisse 
geven. 

Ick bespeure alsnog, dat dit werk zoo zeer niet en wordt beeijvert, 
als mijns oordeels den noodt wel vereischt, ende hebbe opinie, soo de 
conjunctuur dezer armöen niet waere geschied, den Staet het efFect 
van haer tractaet met S. C. D. al soude geobtineerd hebben, want het 
geenszins aen desselfs ijver ende goede meijninge ontbreekt; maer het 
schijnt, dat men om de voorschreven conjunctie nu aen zoo langzaeme 



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Antwort des KarfÜrsten. Vorwürfe gegeu die Staaten. 3^5 

conseils verobligeert is meer te moeten defereren, als iiien uijt gene- 
gentheid niet en doet, ende zoo lang het tractaet rnet den Keyzer ende 
H. H. M. niet en is geratifieeert, waertegens inen hier debiteert, dat 
den beere Gremonville tot Weenen zeer niolieert ende hetzelve tot 
noch toe heeft opgehouden, zoo is niet te gelooven, dat, deeze arra^en 
geconjungeert blijvende, yet werckelijks tegen den vijandt zuUen at- 
tenteren, ten waere zy hun quaemen te separeren, hetwelcke vrij zyn 
ongelegendheid zoude vinden, ende of mij wel dit in het binnenste 
van mijn ziel bedroeft ende dat ik zie, dat zoo schoonen tijd, omnie 
nog yets tegens de vijanden te attenteren, werdt versuijmt, zoo en 
durve ick echter hetzelve niet anders als met modestie ende circum- 
spectie tegenspreecken, want men voert mij voort te gemoet, dat men 
door dezen march den Staet zoo machtigen vijandt heeft van den 
halsch getrocken ende haer de macht gegeven, omme zick zelven te 
redden, waervan men tot noch toe zoo weinig succes vernam, dat al 
het ondernomene een quaeden uitslag hadde ende dat bij gebrek vant 
een ofte het ander, datter in de armee deficieerde, oock dat op ver- 
scheijde poincten, die ick van den beere Curfurst verzocht was soo 
tot Halberstadt als op den marsch over te schrijven, geen de minste 
antwoordt quam, veel men dat ick haer conde berigten, offse eens 
in deliberatie waeren geleijt, als daer waeren het werk van den her- 
togh van Lothringen, den Churfurst van Saxen, mevrouw de landgravin 
van Hessen-Cassel, het senden van eenige volckeren uijt Maestrichf in 
Cöln, over welck laetste ick mij de eere hebbe gegeven van aen 
S. Ht te'schryven, mitsgaeders de betaelinghe van het superflus der 
trouppes boven het tractaet in dienst genomen, hetwelcke dan hier te 
hove misnoegen geeft ende bij sommige aenleidinge, omme quaelijk 
van den Staet te gevoelen. 

Amerongeu an den Griffier. Dat. Bergen 27^ Oct. 1672. 

(In Chiflfern.) 

(PrivatunterreduDg mit dem Kurfürsten. Beschwerde tlber die Kaiserlichen. Der 
Kurfürst entschlossen, sich im NothfaH von ihnen zu trennen. Der Herzog von 

Lothringen.] 

Nae dat mijnen voorgaenden was afgeschreven, heeft Ameron- 27. Oct. 
gen occasie gehadt, met den beer Cheurfurst van Brandenburg een 
uijr afsonderlijck te spreecken ende hem andermael voorgehouden het 
groote Interesse, dat den ötaet leede by het traineren van dese marche, 
ende dat hij Amerongen niet onduijdelijck remarqueerde, dat het- 
selve door Moutecuculi en den Baron Go es wiert veroorsaeckt, hem 



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315 V. Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

andermael biddende, dat hij geliefde de conservatie van den Staet ende 
sijn eijgen interest in acht te nenien, met soo vele expressien als hem 
Amerongen raogelijk was bij te brengen. Waerop hij heeft geant- 
woord, dat hij hem van haer niet langer soude laeten amuseren, ende 
soo hacst het rapport van den Lieutenant- Generael Goltz inquam, 
soude marcheren, al vvaert alleen met sijne trouppen. Alle sijne ge- 
neraels persoonen, uitgesondert een, sijn van mijn sentiment. 

Der Kurfürst will dem Herzog von Lothringen die in Minden und Lipp- 
stadt stehenden 8000 M. überlassen zu selbständigen Operationen, wenn 
die Staaten den Herzog mit in den Frieden einschliessen wollen. 



Memoire (IL) Amerongen s an den Kurfürsten. Dat. Bergen 

21/31. Oct. 1672. 

[Beschwerde über die neuen Verzögerungen. Mangel an aHen Vorbereitungen. Fal- 
sche Absichten derer, die den Marsch nach Coblonz verhindert haben. Plötzliche 
neue Veränderung dos Planes und Verschiebung der offenen Action.) 

31. Oct. Er habe immer erwartet, dass der Kurfürst gemäss den eigenen und 

den durch Schwerin gegebeneu Versprechungen seinen Marsch fortsetzen 
und den Rhein überschreiten werde; finde aber nun zu seinem Leidwesen, 
dass derselbe von einem Tag zum andern verzögert wird. Als man in Hal- 
berstadt den Plan geändert, hätte es sich gehört, ten opsichte van de pas- 
sage over den Rijn tot Coblents sulcken overleg te maecken, dat het 
daer aen niet hadde können manqueren, en hij nu tot sijn leetweesen 
en bekommeringe verneemen moet, dat selfs niet de mintste voorsie- 
ninge daer ontrent is gedaen, veel min eenich vast desseijn geformeert, 
hoe ende waer men de passage over den Rijn wil neemen, daer bij- 
aldien men deese saeck, onder ootmoedige correctie, met ernst hadde 
willen entreprenneren, al het selve voor de aenkompste aen deese 
plaetse had behooren parat te vinden, het welcke oock licht hadde 
können geefFectueert werden, dewijl aen d' andere sijde des Rijns 
geene vijanden ofte andere obstaculen sich doenmaels bevonden, die 
het selve hadden können verhinderen. Sulcx dat men het daer voor 
moet houden, ten minsten dat öijn Heeren Principaelen het soo kön- 
nen opneemen, dat die geene, welcke deesen marsch naer Coblents soo 
plausibel hebben voorgestelt, andere intentie hebben gchadt als waer 
toe het Tractaet tusschen H. H. M. ende S. C. D. sigh ondcrling ver- 
obligeert, om alsoo U C. D. van het selve, dat hij bij alle occasie met 
soo veel genereuxheijdt ende sinceriteijt verclaert heeft te willen naer- 
komen, indirectelijck aftetrecken. Daher die vielen unbegreiflichen Yer-, 
änderungeu. Ende of wel U C. D. nogh voorleeden vrijdagh hem Extr. 
Gedep. op sijn vertreck naer Franckfurt heeft belieft te gelasten, dat 



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Entscblusß des Korffirsten, sich von den Kaiserlichen zu trennen. 317 

hij den Staet ende S. H' Mijn Heere den Prince van Orange in der- 
Belver naem soude verseeckeren, dat U C. D. vast geresolveert was, 
op de wederkompste van de Heeren Lieutenant-Generael Golts ende 
Generael-Quartiermeester Chiege den Rijn ontrent Overweesel bene- 
den Ments te passeren, het welcke hem met een missive van den Heere 
Baron van Schwerin op ordre van ü C. D. nogh gisteren is geeon- 
firmeert, ende f selve met de post naer HoUandt heeft overgescliree- 
ven, 800 compt welgemelte Baron van Schwerin tot sijn groote ver- 
wonderinge hem nochtans ten selven dage in name U C. D. rapporte- 
ren, dat oock dat desseijn weder was verändert ende nu geresolveert, 
eerst den Maijn ende daer nae den Rijn te passeren, het welcke al 
wederom een langen train van tijdt sal nae sigh sleepen. Anstatt wie 
es der Vertrag vorschreibt, mit Prankreich zu brechen und feindlich in 
Action zu treten, werde man sich in kurzer Zeit durch die Jahreszeit ge- 
zwungen sehen, die Truppen in die Winterquartiere zu legen. In Holland 
sei man damit höchi^t unzufrieden. Er verwahre sich ausdrücklich gegen 
alles Unheil, das aus diesem Marsch hervorgehen werde, und bitte um bal- 
digste schriftliche Antwort. 

Antwort des Kurfürsten auf das zweite Memoire Amerongen's. 

Dat. Bergen 22. Oct. 1672- 

Was in seinen Kräften gestanden, hat er gethan. Die Zurüstungen l.Nov. 
zum Rheinübergang haben sich nicht eher beschaffen lassen. Von kaiser- 
lichar Seite wird hoffentlich alles zur Beschleuuigung des Marsches ge- 
than werden. In Westfalen werden die Feindseligkeiten nächstens be- 
ginnen. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Bergen l.Nov. 1672. 

Da er weder Antwort aus dem Haag erhält, noch die Annee vorrückt, l.Nov. 
so hat er es für seine Pflicht gehalten, ein zweites Memoire au den Kur- 
fürsten zu senden, worauf er auch gleich Antwort erhalten. Das ist das 
Einzige, was er thun kann; so lange die Kaiserlichen da sind, ist freilich 
auf Erfolg nicht zu rechnen. Heute ist aus Wien die Nachricht von der 
Ratification des Vertrags zwischen dem Kaiser und den Niederlanden an- 
gelangt. Aus Schweden ist Wangelin hier angekommen, um mit dem 
Kurfürsten zu verabreden, wie der Unterdrückung der Niederlande zuvor- 
zukommen sei. 

Memoire (III.) Amerongen's an den Kurfürsten. Dat. Bergen 

1:S?;. 1672. 

Recapitulation der Resolution der Generalstaaten vom 24. October. 2. Nov. 



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3i8 ^' Feldzng am Rhein und in Westfalen. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Frankfurt 4. Nov. 1672. 

4. Nov. Am 1. November hat er die Resolution vom 24. October empfangen, 

gleich am anderen Tag dem Kurfürsten ein drittes Memoire übergeben und 
es mit allen möglichen Gründen bekräftigt. Schriftliche Antwort hat er 
noch nicht erhalten, aber Schwerin hat ihm gesagt, dass der Kurfürst 
die Ankunft des vom Prinzen von Oranieu angekündigten expressen Ge- 
sandten abwarten wolle, um dann mit diesem und ihm die 5iu thuenden 
Schritte zu berathen. Der Kurfürst ist gestern von Bergen längs des Mains 
drei Stunden weiter nach Hofheim marschirt; was weiter geschehen soll, 
wird geheim gehalten. Turenne hat die Sieg passirt und rückt gegen die 
Lahn vor, und jetzt verhindert die hiesige Armee nichts, sich mit ihm zu schla- 
gen. Ein kleines Rencontre hat schon stattgefunden zwischen den Fran- 
zosen und einer brandenburgischen Streifpatrouille; Einige hätten lieber ge- 
sehen, dass dies nicht geschehen sei, weil sie die Meinung bisher aufrecht 
erhalten, dass Frankreich das Reich noch nicht verletzt und angegriffen: 
Sapienti sat! 

Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Frankfurt 

4. Nov. 1672*). 

Das kleine Scharmützel mit den Franzosen an der Lahn*) ist dem Kur- 
fürsten sehr erfreulich gewesen, und er hat gestern zu ihm gesagt: ^soo 
uu de keijserlijcke niet willen dat dit een volcomene rupture zij, soo sullen 
wij andere mesures moeten uenien.'* — Die Kaiserlichen sind sehr schönes 
Volk, aber was nützt das, wenn sie nicht handeln. Er hofft sehr, dass der 
Prinz einen Offizier herschicken wird, dem er erzählen kann, was er der 
Feder nicht anvertrauen darf. Wenn die beiden Armeen sich nicht ver- 
einigt hätten, würden dem Kurfürsten jetzt die Hände nicht so gebunden 
sein. Doch das darf man nicht laut sagen, sonst werden die Ijcute hier 
erst recht trotzig. 

Amerongen an cl. Rathspensionär. Dat. Frankfurt 4. Nov. 1672. 

[Empfang de» .Schreibens vom 24. Üct. Genugthuung über die Uehereinatimmung 
ihrer Beider Ansichten. Rrosigk. Montecuccoli und de Goes sind an allem Unheil 
Schuld. Der Kurfürst wird gelftuscht. Ausflnchtc und Vorwürfe Montecuccoli*». Des 
Kurfürsten Gesinnung ist gut, aber nicht die seiner Räthe. Dieser Verlauf der Dinge 

war nicht voranszuscben.] 

4. Nov. Hat am 3. sein Schreiben vom 24. Oct. empfangen und sich gefreut, 

dass seine Ansicht über die Dinge und die von ihm bisher gethanen Schritte 
mit denen der Staaten übereinstimmen, obwolil er bisher ohne alle Nach- 
richten aus Holland war. Denn auch Krosigk, der vor 10-12 Tagen hier 



*) Das Schreiben Yollstttndig abgedruckt bei Sypesteyn p. 59. 
«) Am 30. Ort. S. v. Orlich II. 74. 



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Neues Schwanken des KnrfSrsten. 319 

angelangt ist, hat ihm nichts mitgebracht. Die Erklärung des Prinzen, die 
dieser überbrachte ^), ist ihm raitgetheilt worden. 

Het verwoiidert niij, dat S. C. D. Ministers in den Ha^e haer op 
mij beroepen, als of mij het iutrinsicque van des Ohurfursten meij- 
ninge ontrent de voorgeroerde directie van den marsch meer als haer 
bekent was, daer sij ongetwijflfelt met den voom. Croseck hadden 
geconfereert ende haer Meesters meijninge uyt den selven können 
vatten ende het particuliere desseijn, dat men mij niet heeft geopen- 
baert, vemomen hebben. Als ick tot Halberstadt aenquam, vondt ick 
den Heere Curfurst seer wel gedisponeert ende geintentionneert om 
den wegh naer Westphaelen in te slaen, maer met de aenkompste van 
den graef van Montecucüli ende de Goes, die de armee daer nogh 
langer als thien dagen ophieldeu, is dat desseijn, soo het nu blyckt, 
verändert, ende daer van gaf men mij geen kennisse, voor en 
aleer dat wij in den marsch waeren, ende praetexeerden, dat 
men bij Hoxar de Weeser niet cost passeren, om dat den Bisschop 
van Munster de brugge hadde afgebroocken, dat naemaels niet waer 
is bevonden, ende oversulx geresolveert had, regelreght op Cob- 
lents toe te gaen, den Rijn ende de Moesei te sluyten ende 
van daer aenstondts eenige duysendt voetkneghten de Rivier af 
in Cöln te brengen, onime haer van de Stadt te empareren, welk des- 
seijn men mij seyde dat den voorn. Croseck aen Ö. Ht soude gaen 
bekent maecken. Dan het vervolgh heeft doen sien, dat dit het but 
niet en was, ende waer in ick vastelyck versekert beu, dat den (Kur- 
fürst is geabuseerf gevveest, gelijck hij my tot meermalen heeft ge- 
tesmoigneert niet wel te vreeden te sijn. Wat die twee in U W. Ed. 
brief geexpresseert*} daer ontrent gedaen hebben, weet ick niet, maer 
wel dat se zedert 14 dagen herwaerts mij getesmoigneert hebben, haer 
dese marsch niet gevalligh was. Maer daer sijn der ouder de voor- 
naemste Militaire, die men dat nevens de Keijserse wil te last leggen, 
ende soo het mij toeschijnt, kan ick haer daer niet vrij van kenneu. 
Alle de argumenten in UW. Ed. missive vervat, omme desen marsch 
te detesteren, sijn peremptoir, veele van die ende andere meer heb ick 
van tijdt tot tijdt geallegueert, oock selfs in de tegenwoordigheydt van 
S. C. D. tegens den graeve van Montecucüli, Fürst van Anhalt ende 
Baron van Swerin, hun presserende omme met de Trouppes naer 
beneden te gaen; waer op hij graeve van Montecucüli beliefde te 
repliceren, dat ick wel gelijck hadde voor mijn Meesters interessen te 



») 8. oben p. 295. 

') Schwerin und Meinders. 



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320 ^' F^l^zug am Rhein und in Westfalen. 

sorgen, maer dat den Keijser ende den Churfurst oock mosten haer 
armeen couserveren ende haer niet soo plotselyck gaen praecipiteren 
in een Landt, als was het Landt van der Marck, het Hüft van Mun- 
ster, daer de vijanden alle de fortressen niet een uytgesondert op de 
Rivieren den Rijn ende d' Yssel rondt om geoccupeert hadden tot aen 
de zee toe, van dewelcke sij in dit saisoen van 't jaer beswaerlyck 
haer eenige souden können afneemen ende oversulcx aldaer als een 
uytgegeten Landt van honger ende kommer souden moeten hebben 
creperen. Ende wierdt mij bij die occasie niet onduysterlyck voorge- 
worpen, dat in den Staet alles verwart ende confus stondt; dat men 
van hare assistentie niet hadde te ver>vachten; dat ick op mijne aen- 
kompste tot Halberstadt hadde gerapporteert, dat S. Ht met een armöe 
van ontrent 20,000 man drie weecken daer nae soude können in 't 
veldt komen; dat naderhandt sulcken confusie ende desordre in de po- 
licie ende milicie was voorgevallen, dat ick haer op de hedige uyr 
nogh niet konde berichten, met hoeveel Trouppes men soude können 
te berde komen; dat alle 't geene men ondernam van geen succes en 
was ende dat bij manquement van ordre ende directie. Enfin, Mijn 
Heer, men wierp mij doenmaels ende noch dagelijcks soo veel obsta- 
culen voor, als men kan uytdencken; ende meenen sij, dat se hare 
saecken met veel meerder prudentie ende voorsichticheydt doen als bij 
ons niet geschiedt, ende als ick dat obloquere, soo geeft het somwij- 
len misnoegen, daer ick mij nochtans in moet treecken, om haer niet 
ergers te doen doen. Dit kan ick echter seggen, alhoewel men de 
menschen in 't harte niet en kan sien, dat myn beer den Curfurst soo 
goede seutimenten heeft als H. H. M. souden können wenschen, maer 
gelijck hij niet gewent en is buijten sijn raedt yet te doen, soo geeft 
het veeltydts ongelegentheydt. Maer wat hoven synder tegenwoordigh, 
die niet gecorrumpeert en sijn ende daer men geen diverse opinien 
over dit weereldts weesen heeft? Dat het tot nogh toe niet conform 
H. H. M. intentie is gegaen, is mij niet te imputeren, ende hoop ick 
dat alle eerelijcke Luyden mij die justicie sullen doen van moeten ge- 
tuygen, als se mijne brieven aen de regeringC; U W. Ed. ende andere 
Regenten 't sedert 20 niaenden herwaerts geschreven sien, dat ick het 
mij aen ijever nogh aen moeyten ten besten van myn lieve vaderlandt 
niet heb laeten ontbreecken, die altijdt nevens de verresienste in de 
Regeringe hebbe gemeijnt, dat door het ressort van Brandenburg het 
meerendeel van het Duytse Ryck, als Denemarcken, Saxen ende voor- 
namentlyck het Huijs van Bronswijck-Zell, die met handt en mondt in 
den voorleden Somer aen den Curfurst tot Potsdam, alwaer ick prae- 



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Ausfliöclite Montticuoooli*«. Der Prinz in Maslrlcht. 321 

sent was, beloofde dat hij sich met S. C. D. nevens den Staet wilde 
voegen*), soude gaende werden, daer tot noch toe, Godt betert, niet 
van is gekomen. 

Memoire (IV.) Amerongen's und Weibnom's') an den Kur- 
fürsten. Dat. Flörsheim a.M. 6. Nov. 1672. 

[Der Prinz steht in Mastricht und erwartet, dass der Kurfürst sofort nach Cöln mar- 
schirt. Günstige Erfolge sind davon zu erwarten, namentlich der offene Beitritt Spa- 
niens. Lebensmittel sind in jener Gegend in Ueberfluss vorhanden. Sie erwarten 
baldigen günstigen Bescheid.] 

Den ondergeschreeven extrs. Gedep. van de H. M. Heeren Staten 6. Nov. 
General derV. N. geaboucbeert hebbende met den Heer« Colonel We- 
benum, expres afgesonden van S. Ht, Mijn Heere den^ Prince van 
Orange, om. aen U C. D. bekent te maecken het desseijn, dat 
hooghgem. Ht voorheeft, omme conform het gene den Oversten Croseck 
heni van de intentie van U C. D. voor eeuige weecken heeft toegebracht 
ende bij U C. D. selfs nogh naederhandt met brieven aen ö. Ht is ge- 
confirmeert, teageren, vindt sich verplicht, nevens den voorn. Heere 
Webenuni op expresse ordre van hooghgem. Prince UC. D. voor de 
vierdemael te remonstreren de voortsettinge van den marsch met sijn 
armee over den Rijn, naedemael S. Ht ingevolge van U C. D. begeerte 
bereydts is gemarcheert met alle sijne Cavallerie ende, een goedt ge- 
deelte van de infanterie door Brabandt naer de Stadt van Mastricht, 
omme in verwachtinge van U C. D. trouppes deselvc Stadt niet alleen 
van alle noodt>vendigheden te voorsien, maer oock omme te beletten 
het desseijn, dat eenige voorhebben van de Luijckenaers te engageren 
tot het aennemen van de wapenen tegens de welgeintentionneerde par- 
tije ende vorders soo viel mogelijck de Trouppes onder Duc de Duras 
in die gewesten staende f incomraoderen *). Ende nademael op dese 

») 8. oben p. 249. 

') So unterschreibt er sich selbst. Sonst wird er auffallender Weise stets We- 
ben um genannt. — Er wurde am 29. Oct. vom Prinzen von Oranien abgeschickt 
(Creditiv an den Fürsten von Anhalt im Herz. Arch. H.-A.), der Über den Kurfür- 
sten, namentlich weil er die durch Krosigk gemachten Versprechungen nicht ge- 
halten, ernstlich erzürnt war. (Relation von Blaspeil und Romswinckel vom 
18/28. Oct. bei Pufendorf XI. 65.) 

') Nachdem der Prinz von Oranien vergeblich versucht hatte, die französische 
Linie erst in Naarden, dann bei Woerden zu durchbrechen, beschloss er, den Alliir- 
ten selbst entgegenzuziehen und das Corps des Herzogs von Luxemburg von Frank- 
reich abzuschneiden. Am 8. Nov. — er war also am 6. Nov. keineswegs schon in 
Mastricht — brach er mit einem Heere von 24,000 M. auf und gelangte durch Bra- 
bant, das wegen Türe unc^s Marsch an den Rhein von franzöbischeu Truppen entblösst 
3iuior. zur Gesch. d. Gr. KuiTürsten. m. 21 



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322 - y* Feldzug am Rhein und in Westralen. 

uijre hooghgem. Heere Prinee albereydts met de meergenoemde Troup- 
pes sigh aen dien oordt bevindt, soo suUen U C. D. nae bare booge 
wijsbeydt können oordeelen, hoe important bet is, dat sijne Arm^e ten 
spoedicbsten den Rijn passerende sigb ontrent Cöln liete vinden in bet 
Landt van de vijanden, alwaer sij bebbende soo notable secourssen 
als van den Koningh van Spagne ende H. H. M. aen de bandt, die 
liaer in min als 24 uijren können joigneren ende ten allen tyden van 
den anderen separeren, nae dat bet raison de guerre compt te vereij- 
scben, niet alleen alle correspondentie tusscben den Koningb van 
Vranckryck ende sijne Trouppes souden afsnijden, maer oock te gelijck 
baer bevecbten met bet sweerdt ende den bonger, bebalven dat bet 
mede van de boogbste importantie is, dat de Spaensche siende de vi- 
goreuse intentie van U C. D. , omme met sijne ende des Keijsers 
Trouppes op bet efficacieuste te ageren, daer door sullen bewoogen 
werden tegens Vranckrijck ende hare Adbaerenten te breecken ende 
de Kegeringe van Luijck, dewelcke tegenwoordigb balanceert, onge- 
twyffelt de goede partye sullen doen tqevallen. Ende of wel hier 
tegens bij eenige soude mögen geallegueeii; werden, dat door de bij- 
eencompstesvan soo stercke arm^en bet aen levensmiddelen, ende fou- 
rage eijndelyck soude komen te manqueren, soo gelieve U C. D. daer 
tegens voor seecker beriebt in te neeraen, dat die gewesten nogb vol 
van alderbande fourage sijn, uijtgesoudert daer de France Trouppes 
gepasseert en eenighen tijdt gelegen hebben, van dewelcke dan nogb 
exempt sijn deese naervolgende plaetsen: als daer sijn de Abdije van 
Ötabelo ende Malmcdie, de Luycksche Kempen *) ende 't Landt van Con- 
raedt, de Meijerije van den Boscb, de Baronnie van Breda, bet Landt 
van Gulick,. bet Rijck van Acken*), 't Stift Tboor'), 't Stift Cornelis 
Munster*), *t Landt van der Heyden*), bebalven dat uijt de Stadt van 
Maestricbt ende alle de Spaenscbe Steden op de Maes ende de Stadt 
van Aken de levensmiddelen in overvloedt können getrocken worden. 



war, vor Mastricht, wo er sich mit 10,000 Spaniern vereinigte. Das Corps von 
DuraSi das diese Festung blokirt hatte, wurde nach dem Ji'ilichschen zurückgetrie- 
ben, so dass es nur eines kühnen Entschlusses und eines Marsches von ein paar 
Tagen für die deutschen Alliirten bedurft hätte, um sich mit der staatisch-spanischen 
Armee zu voreinigen. Vgl. Sypesteyn p. 65. Mignet, N^g. IV. 126 u. Housset, 
Louvois I. 395. 

*) So hiessen die Haiden im Stift Lüttich. 

') D. h. Gebiet der Reichsstadt Achen. 

^) Gefürstetes Frauenstif^ Thorn im Limburgischen. 

*) Gefürstete Abtei bei Achen. 

^) Eine Herrschaft im Herzogthum Jülich. 



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Vorschlag des Prinzen. Antwort des Kurfiirsten. 333 

Ende soude seer considerabel sijn, bij aldieii de fourage ende levens- 
middelen uyt de voors. plaetsen aen U C. D., des Keijsers ende H. 
H. M. Armeen niet te nut en quaemen, de vijanden daer van söuden 
profiteren ende hun tot hare grootste commoditeijt de geheele winter 
daer van onderhouden. Waerop de ondergesclir. niet respect versoe- 
eken, dat U C. D. in continuatie van sijnen goeden ijever ende tot 
accomplissement van de opgerighte Traetaeten gelieve een prompte 
ende vigoreuse resolutie te neemen en nu de marsch niet over den 
Main, maer beneden Maints over den Rijn voort te setten, alsoo het 
selve anders een grooten tijdt sal requireren tot groote praejudicie en 
nadeel niet alleen van de gemeene saecke, maer oock selfs van de 
marsch van S. Ht, ende haer daer van te participeren, op dat sij ten 
spoedighsten over diverse wegen S. Ht daervan mögen verstendigen. 



Antwort des Kurfürsten auf das Memoire Araerongen's und 

Weibnom's. Dat. Flörsheim ^\%'^i, 1672. 

Sie wüssten selbst, dass an der Herstellung eines Rheinüberganges 7. Nov. 
Tag und Nacht gearbeitet werde. Den Maiu habe man überschreiten 
müssen, 

1) weil nur oberhalb Mainz, und zwar zu Nierstein der Rhein über- 
schritten werden könne, wie sich aus genauester Besichtigung aller 
Orte und Gelegenheiten ergeben habe; 

2) weil auf der rechten Mainseite die beiden Armeen nicht mehr ver- 
pflegt werden konnten. 

Dadurch werde der Rheinübergang indess keineswegs verzögert, vielmehr 
befördert, und unterdessen könne man die Bewegungen des Feindes 
beobachten. 

Resolution der Generalstaaten. Dat. 7. Nov. 1672. 

Amerongen soll auf seine Missiven geantwortet werden, dass die 7. Nov. 
Generalßtaaten mit dem Marsch des Kurfürsten keineswegs zufrieden sind 
und nicht begreifen, wie das vertragswidrige Unthätigbleiben der Truppen 
am Main und in Westfalen entschuldigt oder gutgemacht werden kann; 
eben so wenig, wie von ihnen, die die Feinde im Herzen ihres Landes 
haben, verlangt werden kann, noch Truppen nach Cöln zu schicken, um 
es zu besetzen, abgesehen davon, dass man die Feinde dadurch nur un- 
nöthig reize. 

Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Rüsselsheim 

8. Nov. 1672. 

In Flörsheim hat er Weibnom getroffen und mit demselben seiner In« 8. Nov. 
struction von S. H. gemäss sofort ein Memoire an den Kurfürsten aufigesetzt. 

21* 



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324 ^' Pol^ziig am Rhein and in Westfalen. 

Eine Stande oberhalb Mainz wird eine Brücke über den Rhein geschlagen. 
In der Armee kommen viele Unordnungen vor, und der Kurfürst wird sehr 
oft durch falsche Berichte getäuscht und verhindert, den Feind zur rechten 
Zeit zu packen. Dieser wird wahrscheinlich den XJebergang der alliirten 
Armee über die Mosel zu verhindern suchen/ und es kann ihm vielleicht 
gelingen. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Rüsselsheim 9. Nov. 1 672. 

% Nov. 8ein viertes Memoire an den Kurfürsten und die Antwort darauf schickt 

er mit Webbeuum, und er wird nichts unterlassen, um den Rheinüber- 
gang zu beschleunigen. Man schlägt jetzt gerade eine Brücke über den 
Rhein bei Nierstein oberhalb Mainz. Er bittet um schleunigste Anwei- 
sung der Subsidiengelder nach Frankfurt, damit man den Leuten hier nicht 
Anlass zu berechtigten Klagen gebe. — Er hat heute nebst Webbenum 
den Kurfürsten vor Mainz begrüsst, welcher ihnen gesagt, dass er in sei- 
nem und der Kurfürsten ,von Trier, Sachsen, Baiern, der Herzoge von 
Würtemberg und Hannover und Hessen -Darmstadts Namen durch seinen 
Marschall Schöuborn Frankreich und England ihre Vermittlung habe an- 
bieten lassen^) und nächstens zum gleichen Zweck seinen Rath Jodiei nach 
dem Haag schicken werde. Er hat geantwortet, dass die Generalstaaten 
ihre P^iedensliebe immer gezeigt, dass sie aber vor allen Verhandlungen 
völlige Sicherheit für sich und ihre Alliirten forderten, und dass dazu nichts 
nöthiger sei, als kräftiges Auftreten gegen die Friedensstörer; dazu könne 
Mainz auch beitragen, wenn es den Rheinübergang erleichtere. Seine Brücke 
hat der Kurfürst indess verweigert, um die Neatralität nicht zu verletzen, 
und Brandenburg ist damit zufneden. 



Wijngaardeu an den Griffier. Dat. Kopenhagen 12. Nov. 1672. 

12. Nov. Der Marsch der kaiserlich-brandenburgischen Armee, der so hoch nach 

Deutschland hinauf geht und so langsam fortgesetzt wird, erregt hier viel 
Nachdenken, und man hat ihm bei dieser Gelegenheit zu Gemüth geführt, 
dass die Krone Dänemark beim Abschluss eines Bündnisses mit den Nie- 
derlanden nicht die Absicht habe, von dem Gelde zu profitiren, sondern 
allein die Erhaltung der Union wünsche, und dass ihre Armee nirgend 
anders hin, als so rasch wie möglich in die Lande der Feinde der General- 
staaten geführt werden würde. — Aus einem Briefe Schwerin'« an den 
hiesigen brandenburgischen Gesandten Brandt*), d. d. 21. October, geht 
hervor, dass Brandenburg vor dem Abschluss des Bündnisses mit Dänemark 
nichts Gefährliches wagen wolle. 



I) Vgl. M($moire8 du Marquis de Pomponne publ. par J. Mavidal I. 198—201. 
') CliriHtoph v. Brandt. 



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Brücke über den Rhein. Neue» Hinderniss des Ut^bergangs. 325 

Amerongen an den Griffier, Dat. Rösselsheim 13, Nov. 1672. 

[Die Brücke über den Rhein. Schwanken aller Entschlüsse. Nachricht, dass Cond^ 
mit einem Corps an der Nahe stehe. Dieselbe wird den Uebergang über den Rhein 
wieder verzögern. Amerongen hat dem Kurfürsten gerathenj als das eineige Aus- 
kunftsmittel , sofort den Rhein zu passiren und bis zur Mosel zu marschiren. Der 
Kurfürst bereut es, nicht nach Westfalen gegangen zu sein. Turenne. Der Kurfürst 

von der Pfalz. Vaubnm.] 

Neues ist nicht vorgefallen, alleen dat men tot noch toe bezieh is, 13. Nov. 
om de brug over den Rijn ter plaetse waer ick doenmaels gementio- 
neeii; hebbe, te slaen, ende, soo den beere Churfiirst met eijgen monde 
mij noch dezen morgen heeft verzeeckert, deselve te passeren. Dan 
alle voornemens, soo raen hier heeft, valt voortaen tot meermaelen zoo 
onzeecker uit, dat ick hetzelve niet meer aen den Staet durve asseii- 
reren, alvoorens ick het gesien hebbe, my voortaen f eenemael be- 
commert vindende ijets van eenighe desseijnen over te schrijven. 

Ick beu selfs tot tweemaelen op den oever van den Rijn geweest 
en hebbe gezien, dat nien aen de brug heeft gewerkt, niaer voor twee 
uren korapt den ouden beer Hertogh van Lottaringen niij d* eere doen 
van in mijn logement te zeggen, dat hij, körnende uijt het keizerlijk 
quartier een mijl van hier, aldaer vemomen hadde, dat men gealar- 
meert was, als of den prince van Cond6 met een arm^e van 1.5,000 
man sich van Metz naer Creutznach op de riviere de Naw zoude be- 
geven hebben, ende dat den hertog van Bernonville*), gisteren tot 
Maintz aengekomen, aen den grave van Montecuculi hadde geschre- 
ven, dat die van sijne suite voor de avantcourreurs van den hooghgem. 
prince omtrent de voorz. plaetse hadden moeten voortvluchtig wezen. 
Dit ducht ick, dat wederom een arrest aen dit soo nootsaeckelijk werck 
sal geven, ende apprehenderen die genen, die het faict van den oor- 
logh verstaen, hetgeene voorz. waer zijnde, de France in 24 uijren 
met eenige trouppen hier voor ons aen de zuijdtzijde des Rijns, daer 
wy van de noordtsijde de brugh beginnen te maecken, souden kunnen 
wezen ende ons daerinne verhinderen, hetwelcke met 4 ä 500 dragon- 
ders, naer hun seggen, met weijnig moeyten ende sonder pericul voor 
haer kan geschieden, waermede ons de passage alhier soude afge- 
sneeden wezen; dan ick wil beter hoopen, naderaael het nae de laetste 
ingekomen advijzen van Metz bijna onmogelyk schijnt, dat den Prince 
van Cond6 met soo veel trouppes, van dewelcke doenmaels geen de 

*) Alexandre, Duc de Bournonville, ging damals aus spanischen in kai 
serliche Dienste über. 



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326 ' ^' PeJdzug am Rhein und in Westfalen. 

minste mentie werdt gemaeckt, soude können marcheren, hetwelcke hij 
beere hertogh oock niet cn konde gelouvcn*). 

S. C. D. heeft deselve naerichtinge van den grave van Monte- 
cuculi insgelyks bekoomen. Men zal zicb bier verlegen vinden, soo 
men den Rijn niet kan passeren, werwaerts te wenden, want daer wij 
gepasseert bebben, is bet onmogelijk te reverteren bjj gebreck aen 
alles, ende bier in bet Darmstadscbe is bet oock f eenemael opge- 
geten. Ick bebbe nae mijn cleijn oordeel, van deti Curfurst gevraagd 
zynde, geseijt, ende dat op bet advies van den overste Webbenum, 
die de contreyen ende de passage vant landt beter bekent zijn, dat 
men alsnog den Rbijn ten spoedigsten beboorde te passeren ende tot 
op den Moezel te marcberen, sieb bedienende van verscheijde avanta- 
gieuse posten, die men tusscben deselve ende den Rijn kan occuperen, 
omme, zoo den vijandt te sterck waere, bet combat f ontgaen, waertoe 
ick S. C. D. wel geporteerd \inde, maer ecbter nocb niet kan pro- 
mitteren, vvat daerop zal volgen. Want aen deeze plaets langer te 
blijven is onmogelijk, vermits de scbaersbeid van de fourage, die ons 
soude necessiteren, omme of den Ryn op naer den Elsas, oft den Maijn 
op naer Frankfurt te gaen ende alsoo nocb een langen tyd te mar- 
cberen, ofte wederom naer S. C. D. landen van Maegdenburg ende Hal- 
berstadt te reverteren, betwelcke niet alleen tot merckelyk nadeel van 
de gemeene saecke soude wezen, ende sonder dat H. H. M. eenig bet 
minste soulagement of voordeel van deese marscb souden' bebben ge- 
badt ofte nocb voor den winter te verwacbten bebben, maer oock groo- 
telycx strecken tot disreputatie ende blasme van des Keijzers en S. 
C. D. wapenen, gelyck ik de vrymoedigbeid beb genomen nocb desen 
morgen den prince van Anbalt in de tegenwoordigbeid van S. C. D. 
te zeggen. Ende beliefde mijn beere den Cburfurst mij betselve ge- 
noegzaam te advoueren ende daerby te voegen, dat zoo Inj, conform 
sijn voornemen, in den beginne naer sijne Westpbaelscbe landen waere 
gegaen, uit deselve van daer ook aen den Rijn badde kunnen komen, 
ende dat met minder gevaer als bet zicb nu opdoet, betwelcke mij 
meer ende meer in de opinie, die ick altijdt gebad bebbe ende voor 
desen overgescbreven, confirmeert, dat Ö. C. D. deescn marscb bij de 
Keijzerscbe ende de gene, die baer in den Raedt zijn toegevallen, over- 
dfongen is. 



*) Vg!. Rousset, Loiivois I. 397 ff., aus dem aUerdings hervorgeht, dass diq 
Besorgnisse der Kaiserlichen übertrieben (oder erkünstelt?) waren, und Amerongen 
Recht hatte, und den offenbar aas der brandenburgischen Kanslei stammenden Be> 
rieht im Theatrum Europaeum XL 23, 



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Bedenkliche Situation der alliirten Armee. 327 

Naght en dagh wordt aen de brug gearbcijt, ende is men zeer 
bekoramert, dat de Franschcu haer zuUcn prevenieren. In des beeft 
het hier drie nachten aen den anderen een overgangh ysch gevrooren, 
gelijek het noch op den hedige uire sterck vriest. 

Van den marechal de Turenne wejrdt gezeijt, dat hij tot Ander- 
nach den Rijn soude passeren, anderen willen dat zijue trouppes sich 
bij de Laen vertoonen ende misschien in körten wel aen de ander 
sijde van den Maijn sich mochten laeten zien, om ijetwes op het hoofd- 
quartier, met hetwelcke wij tegenwoordig op den oever van de voorsz. 
rivier in een dorp staen, te attenteren. 

Den Curfurst van Heijdelberch heeft door zijnen minister doen 
bekent maecken, soo deese arm^en sijne landen' aen geene zijde van 
den Kijn wilden aendoen, dat hij nogthans niet en verhoopte, deselve 
van alderhande noodsaeckelijkheden voor haer geldt soude laeten ver- 
zorgen. — Monsieur de Vaubrun, France afgezandte, vindt zieh te- 
genwoordig tot Maintz bij den beere Churfurst, en hoe hij ons de pas- 
sage over den Kijn zal faciliteren, kan men licht afnemeu. 

Amerongen an den Rathspensionär. Dat. Rüsselsheim 
17. Nov. 1672. 

[Vorrücken der Armee auf das linke Ufer zweifelhaft. Allerlei Vorw2lnde für die 
Unthfttigkeit. Furcht vor Cund^ aud Turenne. Statt Entschuldigungen überhäufen 
ihn die kurfürstlichen Minister mit Vorwürfen Aber die Unzuverlässigkeit des Staats. 
Die Anwesenheit Vanbrun^s in Mainz ist verdächtig und scheint aaf Friedensgelüste 

zu deuten.] 

Sein letztes Schreiben war vom 4. November. Of wel zedert die tijt 17. Nov. 
de legers van Bergen sijn opgebrooken ende tot deese plaetse over de 
Maijn een uijre van den Rhyn geavanceert, soo blyven die hier noch 
leggen, onder voorgeven dat men de brugge over den Rhyn laat slaen, 
gelijek waer is ende ik voor twee dagen selfs gesien heb, ende soude 
die heden ofte ten längsten morgen vaerdig sijn. Ick gelove dat men 
die sali passeren, maer in körten repasseren, sonder tot op de Moesei 
t' avanceren*); waerontrent men alderhande difficultcten maeckt, nae- 
mentlijck dat het saison verre is geavanceert, dat het jegenwoordigh 
alle nacht een overgangh ijs vriest ende door het opkomende grondt- 
ijs geen bruggen op de revieren en können houden ende deselve 

*) Auch diese Voraussetzung ging noch zu weit, denn am 15. Nov. war im 
Kriegsrath auf Antrag Montecuccoli's beschlossen worden, ^auf dieser Seite des 
Rheins zu bleiben und indessen ^u sagen, dass man hinüber gehen wolle" (Protoooll 
im Pr. Staatsarchiv). 



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328 ^' Fol^z^S ^"^ Rhein und in Westfalen. 

daerdoor genoegsaera geslooten suUen werden. Behalven dit alles is 
men gepersuadeert en doet den Heer Churfurst geloven, dat de Prince 
van Cbnd6 met een Arm6e van l.f),O()0 man van Metz naer Creutz- 
nach marcheert, ome sich van de Stadt Bingen ende de revier de Naw 
f empareren, dewelcke, soo deese Armeen naer de Moesei wilden, sy 
ora de Bergen V esquiveren hadden te passeren; dat Mr. de Turenne 
boven Andernach dicht onder Coblentz den Iliju was avergegaen en 
sich aldaer längs de Moesei hadde geposteert, die niet alleen het slaen 
van een brugge daerover soude verhinderen, maer oock de conjunctie 
tusschen de Spaense, H. H. M. en deese waepenen'), waeromme ge- 
love uijt de discourssen, die ick hier hoore (alhoewel uijt alle haere 
resolutien, voor en aleer se geexecuteert syn, niet de minste seeker- 
heijt en is te besluijten), dat men den lihyn sal overgaen ende aldaer 
noch 10 a 12 dagen blijven staan ende dan wederom te rugge naer 
Halberstadt en Magdeburgh marcheren over den bequaemsten wegh, 
die men kan uijtvinden. 

Den Heere van Schwerin voor dry dagen ende d' Heeren Pel- 
nitz en Döpans') daegs daeraan hebben my preparatorie dierge- 
lijcken discourssen beginnen te vocren; want sy seggen, het is onmo- 
gelijck dat men langer als deesen loopenden maent kan ageren, het 
welck ik segh dat nogh niet eens en is aengevangen, en als ik daero- 
ver doUere, soo valt men mij daedelijck op het lijff ende objiciert mij, 
dat de retardementen niet door haer, maer door den ötaet sijn toege- 
bracht, eerst met het uijttellen van de subsidiegelderen, ten anderen 
dat men voor de aenkompste van den Overstcn Weibenom sich niet 
heeft können imagineren, dat den Prince van Orange met een Leger 
soude te voorschijn komen, daer men nochtans door den Heere Pel- 
nitz en mij S. C. D. abusivelijck had doen verseekeren, dat hy Heere 
Prince binnen drij wecken naer ons vertreck in volkomen postuur soude 
wesen'); dat oversulx in soo verwarte en confuse tyden, als bij alle 
revolutien zedert onse afreijse in Holland sijn opgekomen, haers oor- 
deels het een groot geluck voor den Staat is geweest, dat in plaetse 



^g^' Theatrum Europ. XL 23. In Wirklichkeit waren Turenne und Conde' 
weit entfernt, zu solchen Operationen im Stand zu sein. Ersterer wagte trotz der 
bestimmtesten Befehle aas Paris nicht, Conde Hilfe zu schicken, weil sein Heer selbst 
nicht stark genug war (20,000 M.), und Cond^ konnte ohne Verstärkung Lothringen 
nicht verlassen. Turenne aber stand bei Andernach, um im Fall der Noth auf das 
rechte Rbeinufer zurückgehen zu können. Rousset, Louvois I. 398 — 401. 

^) Louis de Beauvcau, Comte d'Espence, (französischer R^fugie, General- 
lieutenant und Grossstallmcister des Kurfürsten. 

•) S. oben p. 320. 



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Rechtfertigung der bisherigen Operationen durch die kurfürstlichen Minister. 329 

van naer Westphaelen te marcheren, den Rhijn waeren genaerdert, 
waerdoor Maastricht van de Bloquade was ontheven, Breda en Heus- 
den, jae selfs den Bosch of ten minsten de schantzen daerontrent ge- 
libereert en Turenne tot syne grootste ongelegentheyt met het hem 
afschneijden van alle hoop, omrae die plaetse nu te können occuperen, 
met een considexabel Armee, die sij altijdt in de 30,000 mau begroo- 
ten, naer boven aan den Khijn was gebrach t^ om het oogh op de Stadt 
Ceulen te houden ende in des de vijanden en de qualijck geintention- 
neerde, als daer onder anderen sijn den Hertogh van Nieuburg en 
het landt van Luyck, met sijne trouppes te ruineren; dat de saecken 
noch in deesen selven standt staen, devvijl raen in *t seeker bericht 
werdt, dat oock Mr. de Lutzemburg uijt Jalousie, dat deese Legers 
den Rhijn ende de Moesei soudea passeren, noch 3 a 4()(X) perden op- 
waerts heeft gesonden; dat sij soo langh over den Khijn sullen blyven 
staen als het saison sal toelaeten, om den vijant alert te houden en 
te incommoderen, ende ondertusschen denPrince van Orange occasie 
geven, ome de Landen van Luijck, Julijck ende het stifft Ceulen te 
ravageren en ontbloten van allerhande fouragc ende levensmiddelen, 
daer den vijant over winter van soude können subsisteren; dat de Heer 
Churfurst den Rhijn verlaetende een gedeelte van syne ende des Kay- 
sers ruijterie met een goede quantiteyt infanterie naer syne West- 
phaelse Landen soude können laeten gaen ende uijt deselve de >vin- 
ter geduijrende jegens Ceulen, Munster en Paterborn ageren, haere 
Landen onder contributie brengen ende doch des noot synde selfs myn 
Heeren de Staaten by een harten vorst toesenden. Enfin, miju Heer, 
men soeckt alles by te brengen, wat moglyck is, omme niet alleen 
deesen marche te justificeren , maer uijt de geallegeerde redenen mij 
en een ijder te doen begrijpen, dat se nootsaecklijck en util is ge- 
weest, dat ik echter soo niet kan vatten, ende als ik haer vraege, 
waeromme dat men dan soo lange heeft getraineert ende eerst dry 
weken tot Halberstadt, daernaer dry tot Bergen en uu 14 'dagen alhier 
heeft blijven leggen, soo voegt men tot antwordt, dat sy haeren marche 
naer het sentiment van de Keijsersche hebben moeten inschicken ende 
voor de aencompste van den voom. Heer Weibenom, die maer thien 
dagen is hier geweest, geen naerichtinge haddeu noch van de force 
van den ötaet noch van haere desseijnen, ende oversulx het een teme- 
riteit soude gewest hebben, sich jegens soo machtige vijanden, sonder 
te weeten, wat sy van de Spaense en H. H. M. hadden te wachten, te 
engageren; dan advouerden mij dat door het voorsz. traisnissement 
de vyanden van allen den toevoer, waervan ik voorheenen heb ge- 



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330 ^' ^'eldzag am Rhein und in Westfalen. 

schreven, längs de revieren hadden geprouffiteert, et sie unus quisque 
abondat in suo sensu. 

Nu korapt ter raijns oordeels in consideratie, watter vorders te doen 
staet; want ofschoon het Tractat inet de Keyser geratificeert is, soo 
sien ick niet; dat de Staat noch van haer noch van de Brandenburgse 
(doch ik soude können missen) over winter soude hebben te verwachten, 
het geen hy soo nootsaeckelijck heeft. Ick hebbe voor deesen geschre- 
ven en vernerae noch daeglijcx, dat eenighe hier het oor aan de propo- 
sitie van een vreede wel souden willen verleenen, want daertoe werdt 
by de France gesindte gearbeijt; maer of dien vreede tot geruststel- 
linge van H. H. M. sal können uijtgevonden werden, laat ick aan wijser 
oordeel. Het is niet te vergeefs, dat Mr. de Vaubrune tot Maintz 
aan 't Hoff blijft leggen, met dewelcke daeglijcx de een en ander soo 
politique als militaire Ministers hier uijt het leger dervvaerts gaende, 
soo ik berlcht werde, aboucheren, waeruijt men dan voorgeeft, dat 
het een utile saeck soude wesen, soo men by provisie een Treves voor 
den winter voor H. H. M. konde procureren, op dat sij bij een vorst 
ende het weder afsacken van de Trouppen onder den Prince van 
Cond6 enTurenne niet overrompelt wierden; dan of dese precautie 
uijt liefde tot den staat voortcompt, weet ik niet. Godt de Heere, die 
de herten van de Menschen doorgrondt, dirigere alles ten besten, voor 
mij ik sien het met bekommeringe in ende sal ofwachten, wat H. H. M. 
bij het retireren van deese volckeren, soo sulx mogte geschieden, mij 
suUen gelieven te gelasten, soo ontrent het uijttellen van de verdere 
subsidien als mede of ik ö. C. D. langer sal volgen. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Rüsselsheim 24. Nov. 1672. 

24. Nov. Schwerin ist bei dem Kurfürsten v. d. Pfalz in Heidelberg gewesen 

und hat ihm berichtet, dass derselbe sich in Gegenwart deß französischen 
Gesandten Dan ge au') sehr über die alliirteu Truppen beklagt und gedroht 
habe, die Belästigung seines Laudes durch dieselben mit Gewalt abwehren 
zu wollen; zugleich aber habe er versichert vind Dangeau es bestätigt, 
dass, wenn der Kurfürst den Rhein verlasse, Cond6 und Turenne sich 
auch nach dem Elsass und Lothringen zurückziehen würden; Frankreich sei 
sogar zu einem Waffenstillstand mit den Generalstaaten bereit. Schwerin 
hat auf diese zwei Puucte erwidert, er sei zwar nicht darüber instruirt, in- 
dess glaube er nicht, dass der Kurfürst nach einem so weiten, beschwerli- 
chen Marsch den Rhein wieder verlassen werde ; von einem Waffenstillstand 
könne auch nicht die Rede sein, da die Staaten ihn als nur für ihre Feinde 
vortheilhaft schon verworfen hätten. Der Kurfürst hat diese Antwort 



<) S. über dessen Mission M^moires de Pomponne I. 325 — 327. 



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Französische Umtriebe fiir einen Separatfrieden. 331 

Schwerin'« vollständig gebilligt and heote in einem Schreiben an den Kur- 
fürsten V. d. Pfalz beide Puncte, Rückzug und Wafl'enstill.stand, abgelehnt. 



Ameroiigen an den Prinzen von Oranien. Dat. Rüsselsheim 

25. Nov. 1672. 

[Ankunft des Prinzen in Mastricht. Bedauern über die Unthätigkeit der AUiirten. 
Conferenz mit dem Kurfürsten, Montocuecoli und Anhalt. Bereitwilligkeit des Er- 
steren. Einreden der Letzteren. Alle Vorschläge Amerongen> und Wcibnoni's wer- 
den als unausführbar abgelehnt. Entscheidung verschoben. Rückzug nach West- 
falen nicht unwahrscheinlich.] 

U. Ht hooghgecerde niissive van den 18. deeses geschr. uijt Eys- 25. Nov. 
den 2 uijren boven Maestricht*) heb ick door een expressen Courier 
van Cöln den 24. daer aen volgende met respect ontfangen ende seer 
geerne vemonien U Ht geluckige aencompste met sijne onderhebbende 
armee aen die plaetse^). Ick hadde van harten gewenscht, dat wij 
volgens mijne ende des beeren Web benumbs onophoudelijck aenhou- 
den bij S. C. D. ende den Graef van Montecuculi U Ht met deese 
arm6en wat nader mochten gecomen sijn, het sij aen de Moesei ofte 
beneden aen den Uijn; dan tot ons groot leetwesen is sulcx tot nogh 
toe niet geschiedt, maer heeft men ons gevoedt met een hbope van 
dat het selve van dag tot dach soude in 't werck gesteh worden, 't 
gene tot hier toe Godt betert noch buijten effect is gebleven. 

Soo haest ick U Ht missive had ontfangen, ben ick bij den beere 
Churfurßt gegaen ende heb hem den inhoudt van dien, met discretie ende 
soo veel ick oordeeldc dienstich te wesen, in presentie van den Graeve 
van Montecuculi en den Prins van Anhalt mondelinge gecommu- 
niceert ende geseijt, dat U Ht bij de voorsz. sijne missive mij hadde 
believen te gelasten, dat ik aen ö. C. D. met respect soude bekent 
maecken, hoe hij met sijne onderhebbende Trouppes ten getale bij 
mij^voor deesen gespecificeert *) den 15. November boven Maestricht 
tot Eysden was aengekomen, op het vertrouwen dat S. C. D. conform 
sijne toesegginge, waer van ick U llt tot meermaelen hadde versten- 
dicht, den Rijn soude gepasseert sijn ende de Mocsel genadert, omme 
800 conjunctis viribus ijets tot afbreuck van de Vijanden te oiider- 
nemen, ende dat U Ht tegenwoordijjh aldaer staende alsnoch ver- 
wachte, wat deselve soude believen ten besten van 't gen^eijn verders 

») Fehlt. 

') Ö- Syposteyn en de Bordes, de Verdediging van Nederland ü. 180, und 
Sypesteyn, Nederland en Brandenborg p. 63. 

') Das Heer des Prinzen war 24,000 M. stark. 



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332 V- ^M^iig am Rhein und in Westfalen. 

te resolveren, oock oordeelen wat U Ht van die kant behoorde te on- 
dememen ; waerop S. C. D. beliefde te repliceren, da^ hem mijn aen- 
brengen aengenaem was, ende sich adresserende aen de twee voorsz. 
generaelspersoonen seijde: Ihr Herrn ^ tcij können op twee soo no^ 
table tydingen, als is het opbreecken van Turenne en de aencompste 
van den prince van Orange ter plaetse voorgenoemt nu niet langer hier 
blijven staen, maer moelen het een off het ander aenvangen! het welcke 
van die beeren wel niet en wierd geobloqueert, maer geseijt, dat men 
dacchs te vooren 3000 peerden- over den Rijn onder het commande- 
ment van den graef Caprara had gesonden naer Creutsnach, om al- 
daer te recognosceren ^); dat men die partij eerst moste inwachten, al- 
vooren finale resolutie te nemen. Men bracht voor en ick had het 
gern gesien, oock inclineerde daer toe den Curfurst, dat men indes 
een ander aen dese sijde den Kijn over de Laen had gesonden, omme, 
waer 't mogelijck, de ruijterije bij Turenne tot besettinge van de 
brug^) achter gelaeten te attacqueren ende die nevens de Gierbnigge, 
die seer siecht beset sijn, wech te nemen of te ruiueren, waer toe den 
beere Curfurst van Trier alle behulpmiddelen door Gromcouw liet aeu- 
bieden. Dit heeft men in bedencken genomen ende geseijt, dat men 
daer op een desseijn wilde formeren. Dan ick duchte, men hiermede 
so lang sal traisneren, tot dat het selve oock wederom comt te ver- 
dwijnen. Den Curfurst is yverigh genoegh, dan mijn beer, wat sal 
ick Seggen? Ik moet mij al wederom gedraegen tot het gene ick 
U Ht bij mijne missive van den \). hebbe geschreven, ende soo lang 
dese armeen geconjungeert blyven, vreese ick, Godt geve dat ick 
mach missen, dat den Staet weijnigh meer dienst, als de appreheiisie 
die sij met haer groot aental van volckeren aen bare vijanden geven, 
sal trecken, et ce qui vaut pourtant quelque chose. 

Sij attribueren hier aen dese marsch ende het aensien van haere 
wapenen, dat de France uijt Nederlant sijn opgetrocken ende geuoot- 
saeckt, soo coufuselijck en tot haer grootste ongelegentheydt hooger 
op naer Lottaringen te marcheren, ende die men voor den geheelen 
Winter niet en heeft te apprehenderen ten opsichte van het degast, 
dat niet alleen sij, maer oock deese armeen ende U Ht met sijne vol- 
ckeren beneden aen den Kiju eude Maes, oock in de IStiften van Mun- 
ster en Cöln albereijts hebben gemaeckt en uogh vorder deese winter 
suUcn maecken, omme haer levensmiddelen ende fourage te beneemen. 
Den beere Weihen um en ick slaegen voor^ dat men met deese Troup- 

») Vgl. V. Orlich 11. 76. 

^) Die Brücke aber den Bheiu bei Andernach. 



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Kriegsratb. Bescbluss aufgeschoben. 333 

pes benoorden den Rijn tot over C()ln soude gaen ende ü Ht versoe- 
cken, door het Landt van Gulich deselve raede aen d' een of d* ander 
plaets te approcheren, welck Landt wij presunieren noch vol van fou- 
rage te weesen, omme alsoo die Stadt te doen spreecken ende den ' 
hertogh van Nieuburgh in sijn landt, mitsgaders den Curfurst van Ceulen 
en den bissebop van Straesburgh in Bon te doen gevoelen bet quaedt, 
dat sij door haer toedoen over soo veel landt en luijden en haer eij- 
gen onderdanen hebben gebracht; dan hier tegens objicieert men ons, 
dat aen de noordsijde van den Rijn geen fourage voor deese armeen, 
die tusschen de 3000 ä 4000 peerden met haer sleepen, te vindeu sal 
sijn, door dien M. de Turenne aldaer gelegen hebbende alles heeft 
geruineert, dat wij niet f eeneniael gestandt deden, ende als wij dan 
seijden, of* men den marsch niet aen de zuijdtsijde van den Rijij over 
den Honsrugh (daer fourage in abandancie was) behoorde te neemen 
ende de Moesei dicht onder Coblents passeren, soo apprehendeerden, 
dat den prince van Condö ende Turenne, die sich op de Zaar ge- 
posteert houden, haer mochte comen te attacijueren ende hun tot ba- 
taille.uecessiteren, 't geen sij bedenckelijck oordeelden. 

Eutin, Mijn Heer, het besluijt van deese conferentie, die eerst tus- 
schen S. C. D., Montecuculi, den Prins van Anhalt en mij sijn 
aenvang nani ende naeii; vertreck van den voorn. Montecuculi de 
beere Webbenum daer bij comende cijndigde, was, dat men IJHi voor 
als noch haere intentie niet en konde participeren, maer moste af- 
wachten, dat de voorsz. 3000 peerden waeren gereverteert, ende ver- 
socht S. C. D., dat ik den beere Weibe num ende den Courier nogh 
eenige dagen wilde ophouden, oni U Ht meerder seekerheijt van hare 
desseijnen te können geven. Indes schijut het mij toe, dat men hier 
om de Winterquartieren begint te dencken, maeckende Montecuculi 
een magazijn tot Fridberg, een rijcksstadt gelegen drie mijlen van 
Franckfurt; oock konde het wel geheuren, dat hij over winter een ge- 
deelte van sijne Trouppes in het Uildesheymsche en hier ontrent lo- 
geerde, fende mijn beer den Curfurst met de syne naer sijne West- 
phaelse Landen gingh ende voor syn persoon sich tot Minden, Lip- 
stadt ofte Ravensberg ophieldt, uijt wclcke respective plaetseu men 
discoursgewijs voorgeeft, dat men den Curfurst van Cöln ende bis- 
sebop van Münster over winter grootelijck sal incommoderen, 't gene 
mijns oordeels wel konde geschieden, als men de wil hadde. Het 
geeft mij een sondeilijck benoegeu, dat in dese mijn verdrietige com- 
missie, daer ick niet en can obtineren het gene, waer toe de Tractae- 
ten ende het gemeene Interesse; mijns gering oordeels, haer verobli- 



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334 ^* Feldzag am Rhein und in Westfalen. 

geeren, U Ht mij die genade doet van volcomen begenoegen te schep- 
pen in inijne tot hier toe vergeefse aengewende devoiren ende daer 
voor te bedancken, dat mij meer en meer sal doen eontinueren, om 
alles ter intentie van U Ht te contribueren , wat raogelijck sal sijn, 
alhoewel ick wenschte, dat den Staet en ü Ht bij continuatie van deese 
trainissementen mijn weijnige persoon beliefde te emploijeren aen een 
plaets, daer ick haer ende mijn Vaderlant meer dienst konde doen, 
soo men bier geen andere mesures neempt. 



Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. ROsselsheim 

26. Nov. 1672. 

[Ncuö Conferenz. Vortrag des KurfQrsten. Proposition Amerongen^s, Cöln zu be- 
setzen und sieb zwischen Rhein und Mosel aufzustellen. Wird von den Kaiserlichen 
unter verschiedenen Vorwftnden abgelehnt.] 

26. Nov. Nae dat ick mijne voorgaende van gisteren hadde geooncipieert 

ende doen afschrijven, heb ick deesen morgen wederom de eere ge- 
hadt van met ö. C. D. ter presentie van den graef van Montecuculi, 
Prins van Anhalt, den Envoy6 van S. Keijs. Majt^*) mitsgaders den 
Baron van Schwerijn, alwaer ick geroepen wierd, te confereren, 
ende S. C. D. het discours opneemende over de subjecte materie in 
deselve vermelt, heeft belieft te seggen, dat hij ons bij den anderen 
had versocht, omme in te neemen de consideratien, hoe men sich bij 
dese constitutie van tijden (nae de advisen van den vijandt ingekomen, 
die beneden den Rijn gepasseert ende de Moesei op, soo geseijdt 
wierdt, boven Trier insgelijcx overgegaen sijnde naer Zierigh') was 
gemarcheert, onime met den Prince van Cond6 te conjungeren) in 't 
voortsetten van den marsch soude behooren te reguleren, ende nae 
dat daerover pro et contra een geruijmen tijdt was gediscoureert ende 
mijns oordcels verscheijdene swaericheden gemoveert, die ick naer 
mijne weijnige capaciteijt ende op het fondament, dat ick maecke uijt 
de raisonnementen van andere Chrijchsverstandige, dewelcke tot dee- 
sen racdt noijt ofte seiden werden gevordert, van soo hoogen ge\vichte 
niet en insach, heb ick onder het welgcvallen van ö. C. D. de vrij- 
heijdt genoomen van mijne weijnige gedachten daer over oock te uijteu 
ende in presentie van weigern, beeren geseijt, dat, gepresupponeert 
ende vastgestelt de voorgeroerde advisen ende in mijnen nevensgaen- 
den van gisteren gevoecht de waerheijdt conform sijnde, mijns erach- 



*) Baron de Goes. 

') Sierk au der Mosel unterhalb Thionville. 



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Amerongeii dringt auf ßesetziiog C51ds. 335 

teas S. C. D. van drie occasien, die sich nu schoon opdeden, eene 
ende de secuerste behoorde te auiplecteren ende sonder eenigh uijt- 
stel ofte traisnissement werckstelligh te maecken, ende seijde: 1) Dat 
nae men den marsch van de Weeser ende de Westphaelse Landen 
badde gedi verteert, tot een but ofte basis was genomen de ver- 
sekeringe van de Stadt Coln, waerop de Keyserse altoos hadden ge- 
drongen ende doenmaels voorgaven, dat soo haest men tot Coblents 
met d' armeen waere aengecomen, men 3 a 4000 musquettiers längs 
de revier daer in soude werpen; dat sulx nu stondt absolut ter dis- 
positie van Ö. C. D., ende die daer konden ingebracht werden sonder 
eenigh gevaer, deselve van hier te water aisendende tot boven Bon, 
omme van daer voorts te landt in 4 a 5 uijren in Coln gebracht te 
worden, ende selfs, soo het S. C. D. goedtvondt, door eenige ruijterije 
van U Ht, als hij met.sijne arm^e in 't landt van Gulick stondt ende 
daervan in tijdts kennisse gaf, soude connen geespauleert werden. 
Ten anderen en ten derden, dat S. C. D. (gepresupponeert als vooren) 
bij noorden ofte zuijden den Rijn konde afmarcheren, dewijl de brug- 
gen hier nu over beijde de revieren den Rijn ende Maijn geslaegen 
waeren, ende alsoo bij noorden sonder eenich gevaer tot Duijts conde 
avanceren ende bij zuijden tot by Coblents op de Moesei ende die 
alsdan naer gelegentheijdt ende chrijchsraison of soude connen pas- 
seren, ora sich met U Ht te conjungeren, ofte wel aldaer tusschen de- ' 
selve ende den Rijn, achter sigh hebbende de Stadt van Coblents ende 
een welgeintentionneerden Curfurst, blyven staen; alwaer naer het oor- 
deel van een ijeder ouder *t faveur van veele dorpen ende fourage 
deese armöen nach twee maenden ende langer souden connen subsi- 
steren, jae de contributien tot in Lotttaringen ende Vranckrijck vor- 
deren, tot merckelijckeu afbreuck ende incommoditeijt van de vijan- 
den, laetende immiddels de brugge van den Rijn de armeen volgen, 
omme sigh naer tijdts gelegentheijdt daer van te connen bedienen. 

Dit is geweest mijn gering advis, waer mede ick gerne aen een 
beter wilde cederen; daerop bij de Keijserse niet anders is gerepli- 
ceert, als dat de Stadt van Coln geen secourssen wilde inneemen, jae 
selffs aen *t hof tot Weeuen voor 4 a 5 weecken hadde versocht, dat 
het regiment van de Grana daer soude uijtgaen, daer nochtans een 
aensienelijck borger van Coln, selfs Minister van den Curfurst van 
Brandenburg, . voor weijnich dageu van daer gecomen bij mij was ge- 
weest ende geseijdt hadde, ,dat de gansche Borgerije deese volckeren 
ende voornaemelijck die van Brandenburg met open armen soude 
ontfangen, ende soo daer eenige quaelijck geintentionneerde van de 



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336 ^' t^eldzug am Rliein und in Westfalen. 

Magistraet tegen waeren, dat men die op sijn dewits*), dit waeren sijne 
fornialia, soude tracteren. 

Oraitie vorders de marsch teu eeii ofte ten anderen sijde des Rijns 
voort te setten, daer maeekten sij oock groote difficulteijt over: Aen 
de noordzijde wegens schaersheijt van de fourage ende aen de zuijdt- 
sijde wegens de apprehensie, die nieu hadde van de conjunctie der 
France wapenen onder het beleijt van een prince du sang, soo sij seij- 
den, die niet uijt Vranckrijck soude gecoraen sijn, sonder ijet mercke- 
lijcks te entreprenneren. Men vraechde mij , of U Ht wel in staet 
ende geresolveert was, de Steden van Tongeren ende Maseijck wech 
te neemen, die van F-uijck de France partije te doen quitteren ende 
selfs tot over de Moesei te avanceren, omrae sich met deese amiöen 
te conjungeren ende alsoo gesaementlijck ijet notabels, het sij in Lot- 
taringen, Vranckrijck ofte der Elsats, te helpen attenteren. Ick hebbe 
aen de Keijserse daerop geantwoordt, dat alsse mij eens positive be- 
liefden te seggen, wat dat sij bij deese occasie wilden doen of oor- 
deelden, dat U H' te gelijck met haer soude connen doen, dat ick hem 
door een expressen daer van soude verstendigen, maer mij is niet an- 
ders geantwoordt als dat het een en T ander met groot gevaer ver- 
menghtwas; dat men most dencken op de conservatie van de arm^en; 
dat hare Trouppcs niet toe maer af naemen, met velc uijtvluchten hier 
'te langh om te verhaclen, ende naer dat wij soo anderhalf uijr hadden 
gediscoureert, sijn wij weder gescheyden, sonder ijets tc besluijteu, 
ende alles geremitteert, tot datter nader advisen van de conteuancie der 
vijanden souden incomen. 

Het desseijn, dat men cergisteren op de brug beneden Coblens 
willens was te formeren, werdt mede van groote difficulteijt geoordeelt 
ende sal wel achter wege blijven"^): alle 't welcke ick tot mijne de- 
scharge ende om U Ht omstandich bericht te geven van mijn devoir hebbe 
geacht hier andermael soo wydtlopich te refereren, hoopende dat hij 
de prolixiteyt in desen ende mijne voorgaende nae syne hooge ange- 
borene goedertierentheijt ten goeden sal opnemen ende geloven, dat 
die alleen voortcomt uyt een yever ende zele, die ick hebbe voor den 
dienst van het gemeene Interesse ende sijne illustre persoon. 

*) Sic. Das Wort ist offenbar verderbt. Ob an das Scbicksal der Brüder de Witt 
dabei zu denken ist? 

*) S. oben p. 33^. Man batte durcb einen Kundschafter erfahren, dass die Brücke 
mit 3000 M. z. F., 1000 M. z. Pf. und mehreren Kanonen besetzt sei. Am 22. Ndv. 
(1. Doc.) schickte der Kurfürst doch noch den Generallieutenant v. d. Qoltz ab, um 
wo möglich die Brücke zu ruiniren, die Unternehmung missglückte jedoch. 



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Der UeBergang über den Rhein aufgegeben. 337 

Die Generalstaaten an d. Kui-ftirsten, Dat. Haag 29. Nov. 1672. 

Bitten, ihnen den Gefallen zu erweisen und „door Sijn hoogh-aensien- 29. Nov. 
üjck credit ende gesagh in 't Roomsche rijck*' den Magistrat der Stadt 
Bremen aufs Erastliehste zu ermahnen, dass er seinen Bürgern die Zufuhr 
von Eriegsmunition in die Münstersehen Lande streng verbiete. 



Araerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Rüsselsheim 

l.Dec. 1672. 

Weibnom und er dringen noch immer darauf, dass der Kurfürst den l.Dec. 
Rhein auf der rechten oder linken Seite herabmarschirt. Aber dazu zeigt 
matt noch immer keine Neigung, viel eher dazu, nach Westfalen oder 
Franken zu ziehen, was für das gemeine Beste sehr gefährlich ist. Er 
und Weibnom werden daher morgen dem Kurfürsten ein fünftes Memoire 
überreichen, um ihn zur Fortsetzung seines Marsches zu ermahnen, de 
Goes ist zum Kurfürsten von Trier, um ihn für die Alliirten günstig zu 
stimmen; das würde wenig Mühe kosten, wemi nur erst der kaiserliche 
Hof selbst günstig gestimmt wäre. 



Memoire (V.) Amerongen's an d. Kurfürsten. Dat. Rüsselsheim 

']: ^Z: 1672. 

[Wiederholt seine in der letzten Conferenz gethanen Vorscblilge. Vorrücken aus vielen 
Gründen nothwendig. Wenn die Alliirten CölA und einige andere St&dte am Rhein 
nnd Mose] besetzen , haben sie wenigstens den Rhein in ihrer Gewalt und zwingen 
die Franzosen zum Rückzug. Wenn sie aber nach Westfalen geben, fallen die rhei- 
nischen Fürsten sicher zu Frankreich ab.] 

Nach reiflicherer Erwägung des in dem am 26. Nov. abgehaltenen l.Dec. 
Kriegsrath Vorgegangenen theile er seine Gedanken liierneben mit, alsnoch 
insterende, dat U G. D. believe sijnen marsch ter slincker off ter regbter 
handt van den Rijn voort te setten eode met deselve soo ver te avan- 
ceren, als naer chrijchsraison ende de inkomende advisen van de con- 
tenancie der vijanden sal werden vereijscht. Het welcke sijns geriugh 
erachtens als eeu saecke van d' uijterste importantie in acht behoorde 
genomen te werden, op dat soo swaeren ende peiniblen marsch, als 
U C. D. met hare bijhebbeude arm^en tot hier toe heeft ondernomen 
ende die voor principael but heeft gehadt het occuperen van den Kijn 
onder Coblents ofte wel den Rijn ende de Moesei boven deselve Stadt, 
mitsgaders het verassecureren van Cöln, niet soude kernen vruchteloos 
uyt te Valien, insonderheydt soo U C. D. tot hier toe de posten op de 
Rivieren gevat quaeme te abandonneren ende sich met beyde de ar- - 
mien naer sijne Westphaelsche Landen ofte eiders te begeven omme 
huhne Winterquartieren te neemen ende waeruijt groote inconvenienten 

Unter, sur Gesch. d. Gr. KurfQrsten. Ul. 22 



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338 ^- Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

te bevreesen staen, Viin dat men niet alleen voor het tegenwoordige, 
maer oock het toekomende van het voorn. but soude werden gefrustreert 
ende naemaels geene occasie ontmoeten, omme sich van de voors^ 
Riviere oft Rivieren als vooren te bemächtigen, sonderlingh als men 
in acht neempt, wat sich heeft tocgedraegen geduerende den tydt, dat 
U C. D. met sijne volckeren boven ende beneden Franckfurt aen den 
Maijn heeft gelegen, ende hoedaenigh sich verscheyde Cur- en fursteu 
ontrent het voortsetten van deese U C. D. wapenen ten een en an- 
deren hehben verclaert, waeruijt genoeghsaem consteert, dat deselve 
niet alle van een sentinient schijnen te weesen ende misschien eenige 
van dien, soo wanneer als haer de occasie wierdt gegeven, sich in de 
paiüje van Vranckrijck souden werpeu, soo ten opsichte van de situatie 
van hare Steden en Sterckten, alsmede dat die ten dcelc met hare 
Landen aen het France gebiedt ende Lottaringeu grensen, insonder- 
heydt als U C. D. sich niet sijne Trouppes van den Rijn quame te 
esloigneren. 

Omme waer tegens te precautionneren, dat de vijanden sich van 
soodaenige avantage niet en komen te bedienen, geeft hij ondergeschr. 
Gedep. U C. D. onderdanichst in bedencken, soo nae de inkomende 
advisen van des vijandts contenancie volgens raison de guerre U C. D. 
niet verder nae beneden den Rijn quam aftesacken (omme de redenen 
in de laetste conferentie bij de Heeren Montecuculi ende de 60 es 
geallegueert, van dat de Magisti-aet der Stadt Cöln alsnoch blijft weij- 
geren, Rijcxvolckeren in te neemen), off U C. D. met communicatie van 
de opgemelte Keijs. Ministers sich niet en behoorde te emparcren van 
de Steden Worms, Creutsnach, Bingen, Höchst, Trier ende Coblents 
boven ende beneden Maints ende op de Moesei gelegen ende waerdoor 
die Stadt gedeckt ende sij Heeren Cur- en fursten secuer gestelt sou- 
den werden. Het welckc soo ü C. D. nae sijn wydberoemd vemuft 
believe met opmerckinge te animadvcrteren ende alles te poudcreren, 
wat daer bij te considereren staet, sal het selve niet alleen op goede 
redenen vinden gefondeert, maer oock dat het van groote utiliteijt 
sal weesen, als waer door de vijanden sullen blyven geesloigneert 
van Sijne ende der Geallieerde Landen ende genoodsaeckt, omme sich 
gestadich in der Elsats, Lottaringen ende Vranckrijck in postuer van 
defentie te houden tegens die Trouppes, die tot besettinge van de 
voors. plaetsen over winter hier souden blijven ende die sij continue- 
lijck met achterdocht hebben te observeren. Jae kan U C. D. (nae 
hij Gedep. geinformeert wordt) met het occuperen van de voors. plaet- 
sen de Elsats, Lottaringen ende de Bisdommen van Toul, Metz ende 



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Vorschlag Amcrongen^s, »ich am Mittelrh^in festznsctzen. 339 

Verdun tot sijn welgevallen onder contributie setten ende soo veel daer 
uyt trecken en meer, als hem liet onderhoudt van de voors. volckeren 
soude kosten. Daer ter contrarie, soo U C. D. het gene voors. prae- 
terierende den Rijn quarae te verlaeten, niet alleen te bevreesen staet, 
dat de hooghgemelte Cur- ende Fürsten ten deelen nolens volens haer 
in de partije van Vranckrijck souden moeten begeven ende haer t" 
eenemael losniaecken van den bandt, waermede sij aen 't Rijck ver- 
plicbt sijn, den vijandt in banden gevende soo notablen gedeelte van 
het selve ende soo considerable Rivieren, sulcx hier in consideratie 
eömpt het Axioma: Praestat praevenire quam praeveniri. 

De voors. Steden ende andere meer, die U C. D. daerenboven 
noch soude können occuperen op den Rijn, Maijn ende Moesei sulleu 
können onivatten een groot gedeelte van hare arnieen ende aldaer alle 
levensraiddelen voor Menschen en peerden tot begenoegen viuden, in- 
ßonderheijdt als in het uijreijcken van desclve goede ordre werdt ge- 
houden ende men de Ingesetenen geen overlast en doet. 

3-4000 Pferde könne er ja nach Westfalen schicken, um nach Gele- 
genheit gegen Cöln und Münster zu agiren. 

In allen gevalle sal het van de uyterste inii)ortantie weesen, dat 
U C. D. den Rijn als voorseijt is, naer beneden passere, onime sich, 
soo doenlijck, met H. H. M. wapenen de conjungeren; soo niet, het 
besetten van de Rivieren benevens het versenden van een gedeelte 
van sijne Trouppes naer de Westphaelsche Landen als voors. is, werek- 
stellich te maccken. 



Amerongen an den Griffier. Dat. Küsselsheim 1. Dec. 1 672. 

Die Subsidien für die zwei letzten Monate hat er nur mit Bedauern 1. Dec. 
angewiesen in Betracht der geringen Erfolge, welche bis jetzt die Allianz 
mit Brandenburg gehabt, obgleich die brandenb. Minister viel Wesens da- 
mit machen. Man darf nicht viel dagegen sagen, da Einige gleich mit 
einer Verständigung mit Frankreich drohen. Das profluirt nun zwar nicht 
aus des Kurfürsten Naturel, aber derselbe kann, von den Kaiserlichen und 
einigen seiner Minister umgeben, nicht immer thun, was er will. Weib- 
uom und er sind der Ansicht, dass man den Kurfürsten solange wie mög- 
lich am Rhein halten müsse. Er hat heute den Anfang damit gemacht, 
den Kurfürsten in diesem Sinn zu bearbeiten, und er hofft auf Erfolg, 
wenn es durch Andere nicht umgestossen wird. Durch den bisherigen 
Feldzug haben allerdings die Brandenburgischen die Franzosen abgezogen 
und beschäftigt, aber man kann noch viel mehr erreichen. 



22* 

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340 ^- ^^^^^^^ß ^^ Rhein und in Westfalen. 

Amerongen an den Griffier. Dat. Rüsselsheim 4. Dec. 1672. 

4. Dec. Das fünfte von ihm dem Kurfürsten übergebene Memoire schickt er 

mit. Er fürchtet aber, dass seine Wirkung durch die Kaiserlichen wieder 
paralysirt werden wird. Mau wird wohl nächstens den Rhein verlassen 
*und nach Westfalen gehen. Dass hier nichts geschieht, liegt nicht am 
Unvermögen, sondern am schlechten Willen. Es kann aber alles noch gut 
gehen, wenn Brandenburg in Westfalen getrennt von den Kaiserlichen agirt 
und von den Niederlanden aus mit 10,000 M., wovon früher schon die 
Rede gewesen, verstärkt wird. Schwerin hat gesagt, der Kurfürst sei 
hierzu geneigt; doch schwanken hier alle Consilia. 



Amerongen an den Rathspensionär. Dat. Rüsselsheini 

8. Dec. 1672. 

[Schwerin und Meindcrs bringen ihm Antwort auf sein letztes Memoire. Auf den 
Rath des Kurfürston von Mainz lehnt der Kurfürst den Uebcrgang über den Rhein 
ab und wird durch Westfalen auf Cöln ziehen. Allem Anschein nach wird man aber 
den Rhein den Franzosen ganz preisgeben und in Westfalen bleibt-n. Weibnom wi- 
derlegt die Gründe Schwerin^s, der Beschluss des Kurfürsten steht aber fest. Der 
Kurfürst von Trier. Von den Alliirten ist nichts zu hoffen. Vaubrun. Der Henog 

von Lothringen.] 

8. Dec. Sein letzter Brief mit dem Memoire vom 1. Dec. war vom 4. Dec. 

Zedert sijn den 6. daer aen volgende in niijn logement gecoinen de 
Heeren van Schwerijn ende Meijnders, devvelcke mij ter presentie 
van den heere Overste Weibenom hebben gerapporteert, dat S. C. D. 
de voorsz. memorie hadde doen leesen. endie examineren in tegenwoor- 
dicheyt van den Prince van Anhalt, Montecuculi, de Goes ende 
hem heere van öchv^erijn ende daerop geresolveert, S. Exe. den 5. 
dito aftesenden aen den heere Curfurst van Maints, om hem te son- 
deren op twee van de voorgestelde pointen in de voorsz. memorie 
influerende, namentlijck het passeren over den Rijn ofte wel het be- 
seiten van de Steden daerinne vermelt, ende wat hij heere Curfurst 
gesint soude sijn, soo nien het selve quaeme werckstellich te maecken; 
die daerop aen hem Svverijn geantwoordt hadde, dat hij S. C. D. 
geensints konde aenraeden den Kijn te passeren, veel min eenige Ste- 
den daer over ende op te beseiten; in welcken geval alle Cur- en Für- 
sten, die sulcx niet geern souden sien, sich tegens hem voor Vranck- 
rijck souden verclaren; om welcke oorsaecke dan den heere Curfurst 
van Brandenburgh als nu niet goedt en vondt, een van de twee voorsz. 
voorslaegen integaen, ende dienvolgens geresolveert was, aen deese 
sijde den Rijn naer beneden te marcheren ten besten van de Stadt 
Cöln, ende dat men alsdan naeder met den Prince van Orange soude 



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Rückzug nach Westfalen beschlossen. 341 

können concerteren (dit waeren sijn eijgen woorden), dogh met dit 
verstandt, men de voorsz. marsch niet den Kijn naest, maer hooger 
aen de rechter handt door de graelschap Waldeck soude dirigeren, 
uijt oorsaecke van gebreck van fourage, die men längs den oever van 
den ßijn soude vinden. 

Den Heere Weibenom eu ick hebben daerop gerepliceert , dat 
wij uijt de contenancie, die men vijf a ses weecken herwardts hadde 
gehouden in het dirigeren van deese wapenen, of schoon menichvul- 
dige contrarie verseeckeringen daer tegens waeren gedaen ende de 
bruggen met soo veel costen ende moeijten over den Rijn ende Maijn 
geslaegen, met becomme.ringe hebben gevreest, men den Eijn (het 
welcke nochtans het salutairste was) niet soude passeren, veel min de 
meergem. Steden tot merckelycken afbreuck van deVijanden besetten; 
dat het afgaen van de voorsz. rivier op deese sijde ende het ver- 
seeckeren van de Stadt Cöln mitsgaders het conjungeren van deese 
Trouppes met H. H. M. wapenen wij wel insaegen voor een derde als 
een goede saeck, maer dat wij uijt het gene hij beere van Schwerin 
ons oy dat subject beliefde te seggen, ons niet genoegh geesclaireert 
vonden ende heni met permissie afvraechden, of d' intentie waere met 
dese marsch secours in de Stadt van Cöln te brengen, den Kijn aldaer 
te passeren ende sich met H. ü. M. wapenen te conjungeren; daerop 
S. Exe. ons seer dubieux heeft geantwoordt ende geseijt, dat hij in 't 
een en 't ander groote swaericheijdt sach, sulx oock dat derde middel, 
naer het ons toeschijnt, sal komen te ontstaen ei^de sij misschien ge- 
resolveert hebben, den Rijn t' eenemael te abandonneren ende sich 
nae hare Westphaelse Landen ende daer ontrent te begeven, waer on- 
der wij vermeijnen sij Oostvrieslant suUen comprehenderen ende dat 
door de Keijserse doen occuperen tot totale ruine van dien Vorst, ende 
de Francen daer door occasie soude gegeven werden, omme niet alleen 
den llijn boven ende bencden te occuperen ende van de voorn. Steden 
800 veele te besetten, als sij tot hare securiteijt namaels tegens soo- 
daenige desseijnen van deese Kijcx- ende andere Yolckeren hadden te 
apprehenderen, maer dat daer door hun de liberteijt wierde gegeven, 
omme sich van het Triersche landt, 't Stift Cöln ende 't hertochdom 
Gulich, het welcke noch drie volle Landen sijn, over winter te bedie- 
nen ende daer te subsisteren, ende alsoo een open gelaeten, omme in 
't voorjaer ofte wel eer pro libitu in voller marsch wederom op de 
Nederlanden af te sacken ende daer mede vruchteloos te maeckenalle 
de moeijten en kosten, die men tot hier toe met het verd^rf van soo 
veel Landt en Luijden hadde aengewent ende waerdopr nae haer eijgen 



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342 ^- Feldzug am Rhein und in Westfalen. 

opgeven den vijandt was gebracht ende gereduceert ter plaetse, daer 
hij sich tegenwoordich bevondt 

Den beere van Schwerijn heeft hier op met veele difficulteij- 
ten geantwoordt ende onder anderen geseijdt, dat WorniB was een 
rijcksstadt, dat de andere Steden aen particuliere vorsten toequanien, 
die het occuperen van deselve seer soude offenceren ende voornae- 
raentlijck oock het Cur- ende furstelijcke CoUegie tot Regensburgh; 
dat den Prince van Cond6 staende op de Zaer ende geconjungeert 
met de Trouppes van Turenne, bij aldien deese den Khijn quaemen 
te passeren, sij pericul souden loopen van geslaegen te worden; dat 
oock aldaer, naer den Curfiirst bericht wierde, geen genoechsaeme 
fourage en was, alle welcke objectien ende meer andere die sij maeck- 
ten, bij de beere Oversten Weibenom, die Landt en Luijden aldaer 
kent, met seer palpable redenen wierden gesolveert; dan sulcx heeft 
niet mögen gelden. 

Het besluijt was, dat 8. C. D. nu het selve hadde geresolveert 
ende neffens den voorn. Weibenom een Edelman aen den Prince 
van Orange soude senden, omme ö. Ht daer van notificatie te geven. 
Gem. beeren seijden verders, dat S. C. D. geintentionneert was, den 
Curfurst van Trier te besenden ende, waer het mogelijck, hem te per- 
suaderen, dat hij sijne Steden van Trier ende Coblents met Keijserse, 
Brandenburgische ende Öpaense Volckeren wilde laeten besetten, ende 
ten dien.fine aen den Graeve van Monterey hadde geschreeven, 
omme de sijne uijt Lutzemburgh in Trier te brengen; het welcke den 
Heere Weibenom en ick vermeijnden, dat bij hooghgem. Graef uijt 
verscheijde respecten sijn difficulteijt soude ontmoeten. Sij voegden 
daer bij, omme sulcx den Curfurst van Trier te beter te doen smae- 
cken, dat men hem soude aenbieden een pensioen van 10,000 rijcxd. 
ter maendt, te betaelen bij den Keijser ende H. H. M. ende hem beere 
Curfurst van Brandenburch, mij versoeckende dat ick een civilen brief 
aen hooghgem. Curfurst van Trier wilde schrijven ende denselven 
daertoe exhorteren, oock in naeme van H. H. M. een derde min of 
meer van de voorsz. penningen uijtloven, dewelcke, seijden sij, na- 
maels uijt de contributien souden können gerecouvreert werden. Wij 
vonden dcesen voorslach, uijtgesondeii; het uijtloven van het geldt, 
wel niet oubillijck, maer vermejnden, dat die van geen eflfect soude 
werden, soo wanneer men den llijn alvoorens te abandonneren ...'), ende 
heb dienvolgens daerop geantwoordt, dat ick tot uijtlovinge van het 



*) Hier fehlen ein pa^r Worte, etwa: «geresolveert was* 



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Der Kurfürst von Trier. Besorgniss vor einem Frieden. 343 

geldt niet en waere geauthorißeert, maer het selve aen H. H. M. soude 
adviseren. Ende wat het civil ßchrijven belangde, ick mij ter begeerte 
van S. C. D. daerop aenboode ende vorders wel konde considereren, 
800 men de voorsz. Öteden met een wel gemeijnde intentie quaeme 
tc occuperen ende de contributie daeruijt, in Lottaringen ende Vranck- 
rijck vorderde, het van cleijn belangh soude weesen den beere Cur- 
furst van Trier daer uijt 10,000 rijcxd. ter maendt te belooven, waer 
mede deese beeren van ons sijn gescheijden met toesegginge, dat sij 
van 't gene in deese conferentie tusscben ons was gepasseert, aen S. 
C. D. soude rapporteren. Ick hebbe versocht, dat mij een positive 
schriftelijcke antwoordt op de voorsz. memorie mocht gegeven werden. 
Sij naemen aen oock dat te relateren. Den beer Weibenom en ick 
meijnen, dat daermede nu gcnoegh ontdeckt is, dat H. H. M., soo 
lange deese wapenen geconjungeert blijven, van derselver assistentie 
voor eerst weinich ofte niets hebben te verwachten, ende het werck 
daer heen werdt gedirigeert, om haer tot het aengaen van een des- 
avantagieuse vreede te constringeren. De assidue conferentie tusscben 
Mr. de Vaubrun, die sich tot nogb toe tot Maiutz heeft opgebouden, 
ende de Ministers in beijdc dese Armeen, niitsgaders het dagelijcks 
oversenden van brieven tusscben deselve, item het relaxeren van no- 
table gevangenen, die men naer goed acceuil wederom dimitteert, ende 
het misnoegen, dat m^n aen den ouden hertogh van Lottaringen gceft, 
dewelcke niet anders rechercheert, als met sijne Trouppes geem- 
ploijeert te worden, om met de vijanden te vechten, ebnfirmeren ons 
in dese opinie, ende können wij als Dieuaers van den Staet niet naer- 
laten, het gene ons daer ontrent ontmoet» getrouwelijck te notificeren, 
gelijck wij het dubbeldt van deese op huijden aen ö. Ht over Cöln 
toesenden, op dat H. H. M. ende hooghgem. Ht haere mesures daer 
nae neemen ende op andere expedienteu dencken, wat ten besten van 
de duergecochte vrijheijdt te doen staet; bare ongeluckige desseijnen, 
het op nieuws gepasseerde tot Amcijden'), niitsgaders dat men van 
de uijtgesondene scheepsvloote geen succes vcrneemt, doet de quae- 
lijck geaffectionneerde met cleijne reputatic van bare conduitte spree- 
cken. Godt de beere bewaere deselve voor meerder onheylen. 



*) Bei Araeide am Leck befand sich eine kleine Schanze zur Deckung der dor- 
tigen Schleuse, welche der Oberst Bamphield mit einem Regiment besetzt hielt. Als 
Laxem bürg am 27. Nov. den Pusten angrifl' und mit Granaten beschossi floh die 
Besatzung, da sie durch schlechte Bezahlung des Solds demoralisirt war. Sype- 
Btcyn en de Bordes IL 171. Sylvius, Vervolg op Aitzema L 1. 485. 



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344 ^' P8l<^>'^£» '^^ Rhein und in Westfalen. 

Amerongen a. d.Ratlispensionär. Dat. Rüsselsheim ll.Dec. 1672. 

11. Dec. Weibnom's und seine neuliche Antwort auf das Anbringen von Schwe- 

rin und Meinders scheint den Erfolg gehabt zu haben, dass man den Rück- 
zug nach Westfalen aufgegeben und wieder über den Rhein zu gehen beabsich- 
tigt. Wenigstens reparirt man die Brücken. — Romswinckel hat sich hier 
beschwert, dass seine (Amerongen's) ungünstige Berichte aus dem hie- 
sigen Lager die Zahlung der Subsidien erschwerten *)• I>as ist ganz un- 
gerechtfertigt; er kommt dadurch in Verlegenheit, da man hier sagt, wenn 
die Subsidien nicht gehörig ausgezahlt und dadurch die Erfolge des Feld- 
zugs vereitelt würden, so seien seine Berichte Schuld. 



Amerongen a. d. Rathspensionär. Dat. Rüsselsheim 1 4. Dec. 1672. 

[Rückzug nach Westfalen beschlosfien. Die Verweigerung der iSubBidienzahlung un- 
zeitgemftss den französischen Intriguen gegenüber. Der Kurfürst hat nach wie vor 
den besten Willen. Amerongen r&ih, die Zahlung bis auf Weiteres noch fortzusetzen.] 

14. Dec Mijnen laetsten aen U W. Ed. is geweest van den 11. deses. Ze- 
dert heeft S. C. D. noch verscheijde mael raedt gehenden met den Graef 
van Montecuculi ende andere booge officieren ende vennits de in- 
schiet ende voorst, sneeuw ende strengh weder geresolveert morgen 
met de Legers van hier op te breecken, de Maijn over twee bruggen 
te passeren ende den wegh naer Wetselaer op te slaen; wervvaerts sij 
dan vorders suUen gaen, is mij tot nogh toe onbewust, maer soo men 
aen de gerächten alhier in 't Leger ijets mach defereren, souden sij met 
de Armeen naer de Westphaelse Landen trecken. 

Den Heere Romswinckel heeft met de jongste post wederom 
geschreeven, dat U W. Ed. groote swaericheijdt in de vordere beta- 
linge der subsidie penniugen maeckte ende *t gene hij hem voor desen 
hadde belooft, nu difficulteerde op voorgeven, dat mijne brieven ver- 
melden, dat men voor den llijn bleefF leggen, sonder die te passeren 
ofte ijet merckelijcks te attenteren*), waerover men hier gansch te on- 
vreeden is geweest. Ick hebbe versocht extract uijt des gem. Heere 
Romswinckel brief, over het gene hij op dat subject hier mochte 
geschreeven hebben, 't welcke niet hebbe bekomen. Bij aldien H. H. M., 
gelijck hij beere Romswinckel schrijft, de voorsz. difficulteijt conti- 
nueren te moveren, sie ick groote yerwijderinge tusschen haer ende 
S. C. D. te gemoet, ende believen H. H. M. aen d' eene sijde te con- 



') Romswinckel (an den Kurförsten, Haag 5. Dec.) beschwerte sich übrigens 
nicht sowohl über Amerongen*s Berichte, sondern berichtete bloss, Fagel könne 
und wolle die Subsidien nicht beschaffen , so lange die alliirte Armee nichta tbue, 
und darauf könne er nichts erwidern. Vgl. indess unten p. 352 n. 

*) 8. die vorige Note. 



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Die Subsidien sind fortzuaahlen, weil der Kurfürst den besten Willen bat. 345 

sidereren, van wat geyolgh het sal weesen, soo de opgerichte alliancie 
tuBSchen haer ende S. C. D. bij manquement van vorder betalinge der 
subsidien corapt geenerveert te worden, daer de France van de uijre 
af, dat ick de eere hebbe gehadt des Staets interessen aen dit hoflf 
waer te neemen, met alderhande listen ende practijcken hebbende gear- 
beijdt, diffidentie tnsschen de hooge Geallieerden te verwecken, dit 
tot haeren voordeel suUen debiteren ende alomme, voornamentlijck in 
*t rijck, doen valideren voor een ongenegentheijdt ofte onvermogen 
van den Staet; want het is seecker, dat men S. C. D. niet onderlaet 
daer mede te flatteren en chattouilleren, bij aldien H. H. M. tot dese 
extremiteijt quaemen te resolveren, het hem aen geene subsidien tot 
onderhoudt sijner arm6e soude ontbreecken, waer ontrent de Francen 
door de derde en vierde handt, soo ick bericht werde, groote oflfertes 
doen. Ende gelijck ick voorheenen geschreven hebbe, soo en is van 
het genereux en goedt naturel van mijn beer den Curfurst, die ick van 
den beginne tot nogh toe seer geporteert voor H. H. M. interessen 
hebbe gevonden, sulcx niet te verwachten, soo lange hem daer toe 
door het inhouden van de subsidien gcen occasie werdt gegeven, heb- 
bende hooghgem. Curftirst tot confinnatie van het selve nogh gisteren 
in presentie van de Heeren Collonels Weibe nom endeEppe') (welcke 
laetste ten selven dage van ö. Ht aen den Heere Curfurst afgesonden sijnde 
hier was gearriveert) mij met seer assertative woorden gelieven te seg- 
gen, dat hij wilde ende soude ageren, jae selfs den geheelen winter 
over, soo ver den tijdt ende het saisoen sal toelaeteu, 't gene wij H. 
H. M. ende ö. Ht vrij mochten verseeckeren, ende bij aldien hij 10,000 
man stercker was, sich van de Keijserse Trouppes soude separeren, 
gelijck H. H. Ed. 't selve breder bij geschrifte sal worden gegeven, 
om aen ö. Ht te rapporteren. Ick kan aen de andere sijde wel con- 
sidereren, dat in al het gene geduerende desen marsch is gepasseert 
ende ick geobligeert ben geweest als een Minister van den Staet over 
te schrijven, H. H. M. weijnich oorsaeck van vernoeginge hebben ge- 
vonden, hoewel sij hier vermeijnen, dat soo niet alles, echter veel is 
gedaen, dat men den ötaet soo considerablen aental van Vijanden van 
den hals heeft getrocken ende gereduiseert tot die extremiteijten, de- 
welcke bekent sijn. Ende bij aldien sij den marsch naer Westphalen 
dirigeren (gelijck se nu seggen te willen doen) tot voorkominge van 
de comminatoire (soo sij dat hier noemen), die men aen den Heere 
Romswinckel heeft gedaen van geene subsidien meer te betaelen. 



') Philipp Emerhaas you Gppe, Oberst in der staatischen Armee. 

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346 ^' Feldzug am Rhein und in Westlalen. 

ten sij men het Tractaet punctuelijck na de Letter executere, soo werdt 
daer mede gecontravenieert aeu d' intentie van mijn heer den Prince 
van Orange, die den heere Overste Weibenom eerst ende nu we- 
derom den heere Overste Eppe heeft afgesonden met instructie, omme 
S. C. D. te inviteren, sijn raarsch over den Rijn naer beneden voort 
te sotten, oninie sich met H. H. M. ende de Spaense Trouppes te 
conjungeren, daer wij tot nogh toe om hebben aengehouden, ofte 
wel eiders te ageren : ^ sulcx , mijn beer, dat deese saeck vol be- 
kommeringe mijns geringh erachtens bij den Staet met groote voor- 
sichtieheijdt ende nae H. H. M. gewoonelljcke wijsheijdt in ern- 
stige deliberatie dient geleijt te worden ende geconsidereert , of het 
beter is de subsidien plotselijck intehouden, daer door sij veel despe- 
rate resolutien mochten neemen, ofte wel deselve nogh een maent 
twee a drie te continueren, verwachtende wat uijcompste Godt de heere 
indes genaedelijck believe te geven. Ende versoeck ick seer ge- 
dienstelijck, dat ick daer ontrent van H. H. M. intentie ten alderspoe- 
dighsten met de post op Bijlefeldt (derwaerts ick vertrouw, dat S. C. D. 
in persoon gaet ende ick hem sal volgen) onder addres van den heere 
Generael-Major Eller, Gouverneur van die graefschap, mach worden 
geinformeert ende weeten, waer naer ick mij in 't toekomende hebbe 
te reguleren. 

Memoire (VI.) Amerongen's, Weibnom's und v. Eppe's. 
Dat. Küsseisheim 4/14. Dec. 1672. 

[Der Prinz verlässt Mastricht. Der Kurfürst and die Kaiserlichen sollen nach dem 
Elsass marschiron, ein Theil der Reiterei nach Westfalen gehen.] 

14. Dec. Nachdem Weibnom sich über fünf Wochen, um des Kurfürsten „in- 

trinsicque meijninge te verstaen", vergeblich aufgehalten, habe der Prinz 
Oberst Eppe abgeschickt, um ihn an die Erfüllung des von Krosigk 
Versprochenen zu erinnern. „Ende alsoo hooghgem. II* sich nu een geruy- 
men tijdt met sijn arra6e geconjungeert met de Spaensche Trouppes ter 
nombre van 24,000 Combattanten ontrent Maestricht ende het Landt van 
Luyck ende Gulich heeft opgchouden, heeft S. II* U C. D. door ons wel 
willen participerenverscheijde concepte voorslaegen, die den voorn. Eppe van 
deselve in last sijn gegeven, omme d' een of d' andere waer het mogelijck 
onder het aveu ende welgevalleu van ü C. D. werckstelligh te maecken:** 
Durch den Marsch nach Westfalen werde er Jalousie bei Lünebm'g 
erwecken. Am besten wäre gewesen, wenn die alliirte Armee über den 
Rhein marschirt und sich mit ihm vereinigt hätte. Da nach Beseitigung 
der Brücke hierzu keine Aussicht vorhanden, so möge der Kurfürst mit 
den Kaiserlichen nach dem Elsass marschirm, dort Posto fassen und den 
Feind den Winter über möglichst incommodiren und seine Forces ruiniren. 
Ein Theil seiner Reiterei solle aber nach Westfalen gehen und dort nach 



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Letzte Eingabe Amerongen^s. Aufbruch des Heeres nach Wetzlar. 347 

Befehl des Prinzen nebst dem kurfürstlichen FusKvolk gegen den Feind 
agiren, in welchem Fall der Prinz mehr Truppen, namentlich Reiterei, nach 
Yriealand senden werde. Einige Kaiserliche sollten im Namen des Römi- 
schen Reichs Lüttich besetzen und es vom französischen Joch befreien; 
Spanien erbiete sich, dazu auch einige Truppen zu stellen. Der Prinz 
werde einen Theil seiner Cavallerie dieserhalb in den brabantischen Städten 
lassen, um desto leichter Lüttich zu Hilfe zu kommen. Dem Herzog von 
Lothringen möge man einige Truppen geben, damit er vom Mittelrhein aus 
energisch agiren könne. . 

Amerongen an den Prinzen von Oranien. Dat. Frankfurt 

15. Dec. 1672. 

[VolistAndige Verwirklichung seiner Wünsche unmöglich. Aufbruch des Heeres nach 
Wetzlar. Weitere Pläne des Kurfürsten. Die Verbindung mit den Kaiserlichen ist 
an Allem Schuld. Montecuccoli lehnt das Memoire vom 14. Dec. ab und will nach 

Ostfriesland marschiren.] 

Eergisteren heeft mij den beere Oversten Eppe in 't hooftquartier 15. Dec. 
van S. C. D. tot Russelsheijrn U H^ hooghgeeerde missive geschreven 
den 4. deeses uijt Brebren*) overgelevert ende daer benevens gerela- 
teert, *t gene S. H. Ed. van U Ht bij inondelijcke instructie in man- 
datis hadde, bestaende uijt verscheijde pointen, die ik uijt sijnen mondt 
hebbe gecoUigeert, in een memorie vervat ende gisteren ter presentie 
van S. H. Ed. ende den Heere Weibenom aen Ö. C. D. overgelevert, 
daer toe applicerende bij monde soodanige redenen ende motiven als 
wij vermeijnden te behooren tot adstructie van het ternedergestelde; 
dan conden uijt de antwoordt wel verneemen, dat ons alles niet soude 
ingewillicht werden, het welcke oock ten deelen bij dese wintertyden 
onmogelyck is. S. C. D. heeft geseijt, dat hij de voorsz. memorie ter 
presentie van den prins van Anhalt ende Montecuculi soude doen 
lesen ende ons in een dagh of twee daerop antwoorden. Immittels 
passeeren heden de Legers over tw^e bruggen de Maijn ende mar- 
Bcheren naer Wetselaer op de rivier de Laen gelegen, sijnde die van 
den Rijn wechgenomen; ende soo ick vertrouwe